Tipps für Studienanfänger Verfahrenstechnik / LT, Maschinenbau, E-Technik
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Mittlerweile hat das 3. Semester meines Fernstudiums der Verfahrenstechnik an der Hochschule Anhalt (FH) in Köthen begonnen. Die Grundlagenfächer (Mathe, Physik, allgemeine Chemie, Informatik, Statistik) sind nach den ersten beiden Semestern abgeschlossen, ebenso die Technische Mechanik. Allerdings stehen noch einige Klausuren aus; diese werden teilweise erst ein halbes Jahr nach der letzten Vorlesung geschrieben. (Das würde ich mir anders wünschen.)
Zum Bestehen einer Klausur genügt es oft nicht, den Stoff zu können, sondern man muss die Bearbeitung von Klausuren "auf Zeit" trainieren. Die Zeit wird bei allen Klausuren sehr knapp (gelegentlich auch zu knapp) gehalten. Es ist nicht schön, wenn man alle Aufgaben in einer Klausur hätte lösen können, aber zeitlich nur 60% geschafft hat. Eine Vorbereitung mit Übungsklausuren ist teilweise möglich.
Ausgesprochen schwierig fand ich - trotz Vorkenntnissen - die Klausur in allgemeiner Chemie. Mir war nicht so richtig klar, wie tiefgehend man sich die Themen aneignen muss und es gab auch keine Übungsaufgaben zur Klausurvorbereitung. Folglich sollen rund 60% der Leute durchgefallen sein, darunter auch Leute mit chemischer Berufsausbildung.
Insgesamt kann ich sagen, dass das Studium deutlich anstrengender und anspruchsvoller ist, als ich es mir vorgestellt habe. Der Zeitaufwand wird von der Hochschule mit durchschnittlich 17 Stunden pro Woche angegeben. Das ist mit Sicherheit realistisch. Praktisch sieht es bei mir so aus, dass ich phasenweise weniger Zeit aufwende, z.B. wenn mir Fächer leicht fallen oder ich beruflich sehr viel zu tun habe. Dafür muss ich in anderen Phasen auch mal mehr lernen. Letztlich kann man das weitgehend selbst gestalten.
Dennoch sind 17 Stunden pro Woche neben einer vollen Berufstätigkeit und eventuellen weiteren privaten bzw. familiären Verpflichtungen auf Dauer sehr viel. Wenn es nur um's Bestehen geht (und nicht um die Noten), kommt man vielleicht auch mit etwas weniger Zeit aus. Von den über 100 Studenten, die gleichzeitig mit mir angefangen haben, dürften noch rund 40-50 aktiv dabei sein. (Dabei orientiere ich mich an der Anwesenheit in den Präsenzphasen.)
Vom nun an werden überwiegend berufsspezifische Fächer gelehrt, im 3. Semester sind es Elektrotechnik, Physikalische Chemie, Werkstoffkunde, Strömungsmechanik und Thermodynamik. (Das bedeutet aber nicht, dass mit Mathe nun Schluss wäre; jetzt geht es mit der Rechnerei erst richtig und los und das in fast allen Fächern...)
Mir bringen die neuen Fächer auch Hintergrundwissen für meine tägliche Arbeit, so dass ein gewisser Praxisnutzen schon jetzt gegeben ist. Das kommt aber sicher auf die berufliche Tätigkeit an.
Gruß
flox
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Moin erstmal zusammen,
ich fange jetzt kommenden Freitag mit dem Fernstudium Verfahrenstechnik in Köthen an.
Finde die Eindrücke aus den verschiedenen Stadien des Studium sehr hilfreich hier.
Wenn ich das so lese, werde ich mal den Mathebegleitkurs im Auge behalten.
Wäre schade, wenn das Studium an Mathekenntissen scheitern würde.
Gruß Martin
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Hallo Flox!
Ich bin mittlerweile im 1. Semester voll dabei.
Ich habe noch mal eine Frage in Hinblick auf die Klausuren. Wann ist ungefähr die erste Mathe und Physikprüfung? Wann war es bei dir?
Gruß,
Mini
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Hallo Mini,
die Klausurtermine findet man i.d.R. mehrere Monate im Voraus im Stundenplan. Ansonsten ruhig mal den Professor fragen. 
Bei uns (VT/LT) wurden beide Mathe-Klausuren recht spät geschrieben: Mathe 1 etwa Mitte des 2. Semesters und Mathe 2 jetzt kürzlich zu Beginn des 3. Semesters. Es lag also relativ viel Zeit zwischen den relevanten Vorlesungen und den jeweiligen Klausurterminen.
Diese "Erfahrungswerte" haben aber nur Aussagekraft, wenn Du Verfahrenstechnik oder Lebensmitteltechnologie studierst. Bei E-Technik oder Maschinenbau lief es mit den Mathe-Klausuren deutlich anders.
Physik war die erste Klausur, die wir geschrieben haben. (Irgendwann am Anfang des zweiten Semesters, wenn ich mich richtig erinnere.)
Wie lief denn der Einstieg ins Studium so bisher?
Grüße
flox
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Hallo Flox,
eigentlich ist soweit alles ok. Ich bin beim Fernstuidum Verfahrenstechnik. Mathe komme ich ganz gut mit, das meiste ist für mich Wiederholung. Physik verstehe ich zwar auch, aber da muss ich auch richtig was für tun. Es geht ziemlich schnell voran. Leider hatte ich Physik schon lange nicht mehr. Daher liegt alles etwas weiter hinten im Kopf. . . Informatik ist von der Vorlesung her sehr trocken und interessiert mich auch am wenigsten. Daher fällt mir das Lernen hierfür auch schwerer. Ich hatte vorher noch nie etwas damit zu tun. Technische Mechanik ist wie Physik, wobei das Tempo hier echt ok ist und man alles gut versteht. Man weiß ja auch auf was man sich eingelassen hat . . .man muss einiges dafür tun. Ich schaffe auch nicht immer alles zwischen den Präsenzphasen vorzubereiten, da ich beruflich sehr stark eingebunden bin. Aber ich denke, ich liege gut im Mittelfeld. Andere haben noch weniger gemacht. In Physik hänge ich mich echt rein und mache auch alle Aufgaben.
Bin echt gespannt wie es weiter geht . . .
Hoffe, dass Physik nicht gleich das erste Wochenende nach der ersten Präsenzwoche ist. Das wäre schlecht für mich!!!Habe da kaum Zeit zum Lernen.
Gruß,
Mini
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Hallo Mini,
für den Anfang noch zwei Tipps:
Im Fach Technische Mechanik sind die von der Hochschule ausgeteilten Lehrbriefe (von Kothe) sehr gut. Unser Professor hatte damals aber gesagt, dass wir außer unseren Mitschriften nichts anderes benutzen bräuchten bzw. sollten. Jedoch wurde er in den letzten Vorlesungen derartig schnell, dass selbst das Abschreiben des Tafelbilds zur Herausforderung wurde. Zum Verstehen blieb da kaum noch Zeit - so dass ich mir den Klausurstoff letztlich doch mit den Lehrbriefen angeeignet habe. Aus heutiger Sicht wäre es besser gewesen, die Übungen aus den Lehrbriefen durcharbeiten und dann in der TM-Vorlesung nur selektiv mitzuschreiben.
Für Informatik kann man sich den kostenlosen C++ Compiler von Microsoft (Microsoft C++ Express Edition) mal herunterladen und zu Hause installieren (dieser passt auch für ANSI-C). Die Übungsaufgaben (oder waren es schon die Praktikumsaufgaben?) standen uns sehr frühzeitig zur Verfügung.
Gruß
flox
Geändert von flox (15.01.2012 um 08:30 Uhr)
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