effizientes Lesen
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Sieben Tipps zum effektiven Lesen:
Tipp 1: Entspannung
In gemütlicher Haltung bei ausreichenden Lichtverhältnissen und mit ausreichend viel Zeit liest es sich am besten. Wer beim Lesen durch schlechte Körperhaltung oder den Zeitteufel im Nacken verkrampft ist, der ist unbewusst abgelenkt und unkonzentriert.
Tipp 2: Klares Leseziel
Unsere Wahrnehmung nimmt sogenannte Filter zu Hilfe, um aus der Flut an Reizen gerade das herauszuholen, was für uns interessant ist. Das ist für das Lesen sehr nützlich, denn so können wir, mit einem klaren Leseziel vor Augen, die Informationen speichern, die wir brauchen.
Tipp 3: Vertrauen
Niemand kann ein Buch bei einmaligem Lesen voll und ganz erfasst haben. Aber sowohl unser Gehirn als auch unser Unterbewusstsein filtern die für uns wichtigen Informationen heraus. Gerade das Unterbewusstsein nimmt mehr auf, als wir rational erfassen können. Durch Vertrauen in diese Fähigkeit kann man sich den Druck nehmen, nicht alles mitzubekommen.
Tipp 4: Überfliegen der Lektüre
Ein Buch mit der ersten Seite zu beginnen, dann Stück für Stück durchzuarbeiten und auf der letzten Seite zu beenden, ist bei Romanen und Gedichten angebracht, für Sach- und Fachbücher gilt das nicht. Hilfreicher ist es, die Lektüre erst einmal zu überfliegen: Inhaltsverzeichnis, Klappentext, Überschriften, Kästen und Marginalien. Am Ende eines Kapitels werden die wichtigen Punkte oft noch einmal zusammengefasst. Und: Mut haben, ein Buch wegzulegen, wenn es nicht weiterhilft.
Tipp 5: Blickspannenerweiterung
Normal ist bei einem Leseabstand von 30 Zentimetern ein Blickfeld von etwa sieben Zentimetern. Doch die meisten nützen dieses Blickfeld nicht, sondern lesen Wort für Wort. Schneller geht es, wenn der Satz in sinnvolle Wortgruppen unterteilt wird, die mit der Zeit größer werden. Ein Beispiel: Nächstes Semester / muss ich / noch mindestens / drei Scheine / machen, / denn sonst / kann ich / mich nicht / zur Prüfung / anmelden. Geübte Leser unterteilen so: Nächstes Semester muss ich noch / mindestens drei Scheine machen, / denn sonst kann ich mich nicht / zur Prüfung anmelden.
Tipp 6: Zurückspringen vermeiden
Nicht jedesmal, wenn wir etwas noch nicht verstanden haben, ist es sinnvoll, einige Worte oder Sätze zurück zu springen. Vieles ergibt sich später aus dem Zusammenhang.
Tipp 7: Notizen machen
Ob man sich bereits während des Lesens oder danach Notizen macht, ist Geschmackssache. Hilfreich ist es jedoch in jedem Falle, denn so werden wichtige Informationen bewusst hervorgehoben, und: durch Wiederholungen behalten wir am besten.
Apropos: Die Lesegeschwindigkeit kann jeder selbst errechnen, indem er die Anzahl der gelesenen Wörter durch die Anzahl der dabei verstrichenen Minuten teilt, die er gelesen hat. Als "normal" wird eine Lesegeschwindigkeit von etwa 240 bis 320 Wörtern pro Minute angesehen. Und ansonsten gilt wie immer: üben, üben, üben, und zwar mit veränderter Technik.
[Quelle: www.unicum.de]
Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)
(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)
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Hallo Lutzbutz,
deine Tipps kann ich nur bestätigen. Ich mache seit 1997 regelmäßige Fernkurse (C/C++, Informatiker (FH), Oracle Programmierung, Ernährungsberater), lerne aber auch viel aus Büchern (Germanen, Philosophie, Soziologie) und Heute wende ich ein System an, welches deine Tipps weitestgehend enthält.
Tipp 1: Entspannung ist sehr wichtig, weil sie das Aufnehmen von neuem sehr viel leichter macht. Das ganze sieht bei mir u.a. so aus, dass ich es mir gemütlich mache, während ich lese, das bedeutet z.B. auch, dass ich mich im Zug zur Arbeit erst mal zurück lehne und durchatme. Zu Hause leg ich mich gelegentlich einfach hin, schau kurz zum Fenster raus und freu mich über den blauen Himmel oder auch über Regen oder schau die Wolken an. Danach fang ich an. Dann bin ich viel entspannter. Außerdem versuche ich oft vorher meine Gedanken von Zwängen zu befreien, das heißt auch dem Zwang, das Ziel unbedingt zu erreichen, denn dieses hemmt mich nämlich eher, weil es ein ständiges Gefühl von Druck erzeugt, welches das Lesen und Lernen beeinträchtigt, denn dann steht eher im Vordergrund, ans Ende zu gelangen, als das gelesene zu verstehen.
Tipp 2: Das mit den Lesezielen funktioniert manchmal auch ganz gut, wenn ich mir als Ziel die nächsten Seiten oder das ganze Kapitel setze.
Tipp 3: Das mit dem Vertrauen stimmt wirklich, denn im Kopf laufen Hintergrundprozesse ab. (Das kann man bei sich selbst beobachten, wenn man versucht, sich an eine bestimmte Sache zu erinnern, die Erinnerung aber einfach nicht greifbar wird und einige Minuten oder Stunden später kommt dann plötzlich die Erkenntnis.) Diese Hintergrundprozesse sind unbewusst, denn sie sind von meinem Bewusstsein losgelöst und ein Vertrauen in diese Hintergrundprozesse hilft gerade, wenn das Thema besonders unverständlich ist und die Angst vor dem nicht-Verstehen besonders groß, weil eine Prüfung bevor steht oder der Erfolg unbedingt notwendig ist.
Tipp 4: Das mit dem Überfliegen ist absolut notwendig, weil dann bereits Hintergrundprozesse im Kopf ablaufen, die beim späteren Lesen helfen. Ich lese Lehrbriefe immer öfter durch und beim ersten Lesen bin ich noch recht oberflächlich, besonders, wenn Kapitel aufeinander aufbauen. Von jedem Lesezyklus zum nächsten werde ich dann gründlicher und so klappt das Lernen wirklich sehr gut. (Ich benötige im Moment - Ernährungsberater - ungefähr 5 Lesezyklen) Danach gibt es oft einen A-Ha-Effekt, denn dann werden plötzlich Passagen klar, die vorher eher unklar waren und Erfolgserlebnisse motivieren.
Tipp 5: Das mit der Blickspannenerweiterung mach ich bis jetzt nicht bewusst, werd ich aber demnächst mal versuchen. -- Danke --
Tipp 6: Ich würde "Mut zur Lücke" dazu sagen, denn sobald die Lektüre komplexer ist, ist es schlichtweg unmöglich, beim ersten Mal ein Buch zu verstehen, dann muss man das Ganze einfach Lesen und nicht erwarten, alles gleich zu verstehen, oft sind es einzelnen Sätze, die Sachverhalte klar machen.
Tipp 7: Dieser Tipp ist ebenfalls sehr wichtig, wieder vor allem bei komplexeren Themen, weil z.B. die Sprache des gelesenen schwer verständlich ist (z.B. Aristoteles) und die Inhalte auf hohem Niveau formuliert sind. Man sollte man das gelesene in eigenen Worten wiedergeben oder mit eigenen Worten ergänzen, da man dann das Wissen in den eigenen Denk-Kontext verfrachtet und so zu eigenen Gedanken macht, die wesentlich besser verständlich und einprägsamer sind.
Für mich ist die wichtigste Erkenntnis meiner Lerntätigkeit folgende: Dummheit ist keine Schande, doch wenn sie mich kontrolliert, bleibe ich dumm und davon profitiert keiner oder es profitieren andere und außerdem ist jeder dumm, der Neuland betritt.
Vielen Dank für deinen Beitrag.
Tschüss.
Tassilo.
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Hallo ihr beiden,
ich fange ja gerade an mit meinem Fernstudium und bin nach den ersten Tagen schon sehr ernüchtert. Meine Aufnahmefähigkeit beim Lesen hätte ich echt besser eingeschätzt. Aber ich habe beim Lesen das Gefühl, überhaupt nicht mitzubekommen was ich da egtl lese. Und ich bin ziemlich unkonzentriert.
Ich werde diese Tipps auf jeden Fall berücksichtigen, wenn ich heute abend wieder angreife 
Ich hoffe wirklich, das bessert sich schnell!
Liebe Grüße,
Mella
WiIng an der HFH seit 2007
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Hallo Mella,
ich hab die Erfahrung gemacht, dass man sich beim Lesen sehr schnell und sehr stark selbst unter Erfolgsdruck setzt und plötzlich verkrampft ist.
Wenn dir das auffällt, dann lege die Lektüre für eine gewisse Zeit bei Seite und versuche dich von dem geistigen Balast zu berfreien. Spazieren gehen, Musik hören, 10 Minuten dösen/träumen etc.
Das Lesen und unmittelbare Verstehen/Lernen/Aufsaugen ist eine Kunst, die erlernt werden kann, aber auch viel Übung benötigt.
Also, stress dich nicht beim Lesen, sondern geniesse es.
@Tassilop
Vielen Dank für deinen sehr guten Beitrag. Es ist immer schön, wenn solche allgemeinen Tipps in der Realität Anwendung und Resultate finden.
Zum Tipp5 - hier im Unterforum gibt´s auch das Thema "schnelles Lesen"
Gruß Lutz
Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)
(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)
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Hier ein Artikel in der Wirtschaftswoche, bei dem es auch um das Thema "Schneller Lesen lernen" geht:
http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn...t/0/index.html
Viele Grüße
Markus
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