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Lessons Learned - Fernstudium in der Praxis

  1. #1
    Avatar von chillie
    chillie ist gerade online Moderator
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    Durch Anregung von Lutz in meinem Blog möchte ich hier einen zusätzlichen Beitrag eröffnen, in dem wir vllt. ein paar "typische" Fallbeispiele aus der Praxis sammeln können und so Erfahrungen der einzelnen Fernstudenten direkt während des Studiums sammeln, als Ergänzung zum bereits sehr bekannten und beliebten Aller Anfang ist... Thread.
    Fernstudent an der HFH (... nur noch bis 30.06.2012 )
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  2. #2
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    Im Fernstudium gibt es wohl grob gesprochen 2 Zustände.
    • Lernen - um sich das Wissen anzueignen und um ein mittelfristiges Ziel (Klausur) zu erreichen
    • Lernen - um sich vor der Klausur intensiv auf die Situation vorzubereiten


    Ein dritter, eher ungewollter. Zustand ist es, unmotiviert und unkonzentriert zu sein. Beim ersten Punkt ist die beste Lösung wohl ausspannen, etwas anderes machen/versuchen, sich Zeit nehmen. Dieser Punkt wird auch in anderen Threads sehr hervorgehoben und ist auch meiner Meinung nach ein wichtiger Schritt zum entspannten und effektiven arbeiten.
    Kompliziert wird es, wenn ein Ereignis kurz bevor steht und man noch Bedarf hat zu lernen. Darum geht es in meinem kurzen Bericht.
    Dementsprechend hier noch kurz für den Einstieg, die vorausgegangenen Blog-Einträge:
    Entspanntes Wochenende contra schlechtes Gewissen
    argh!!!

    In der Ruhe liegt die Kraft


    Was für ein Standardspruch ... was für eine platte Volksweisheit.
    Aber wie immer verbirgt sich auch hier ein Quäntchen Wahrheit.

    Was hab ich letzte Woche falsch gemacht? Ich habe die Souveränität über meine Lernplanung verloren. Nach den ersten Alt-Klausuren und Prüfungsübungen war ich verunsichert, da ich mit dem Fragenmodus nicht zurecht kam. Die Reaktion ist sicher verständlich, nämlich leichte Panik "Mist, ich muss nochmal nachlernen" ...
    Was macht man in diesem Moment? Logisch man erhöht das Tempo, früher anfangen, länger lernen, zusätzliche Zeiten freischaufeln - denn das Ziel ist nicht mehr verschiebbar und die Zeit ist endlich.

    Was habe ich nun gemacht?

    Vorteil 1
    Durch früheres Aufstehen habe ich mir morgens 45-60 Minuten zusätzlich geschaffen.
    Dadurch startet man (studientechnisch) auch viel motivierter in den Tag, was einem auch hilft die Motivation über den Arbeitstag hinweg aufrecht zu erhalten.

    Vorteil 2
    Kleinere verteilte Lerneinheiten helfen mir mehr gelerntes zu verknüpfen.
    Früh, Pause, Abends... wichtig ist nach 60-75 Minuten eine Pause einlegen, ohne sich groß ablenken zu lassen.

    Fehler 1
    Durch den eigenen Druck habe ich frühestmöglich nach der Arbeit angefangen zu lernen. Arbeit -> Essen -> Schreibtisch... ich war noch gar nicht bei der Sache. Daraus folgt unkonzentriertes Arbeiten und Demotivation.

    Fehler 2
    Durch den Frust habe ich versucht mich mit Süßkram zu belohnen (oder besser gesagt meine Laune zu heben)... grober Fehler, Süßkram und lernen passt nicht zusammen, je mehr Zucker im Blut ist desto niedriger die Konzentration (erst letztens habe ich einen Artikel zum Traubenzucker-Irrglauben gelesen)

    Was habe ich nun so schnell geändert?

    Ich stehe diese Woche nochmals etwas früher auf um in Ruhe früh noch etwas machen zu können.
    Nach der Arbeit esse ich erstmal vernünftig und gönne mir 1 Stunde Ruhe.
    Vorher bewege ich micht an den Arbeitsplatz (auch nicht zum eMails lesen o.ä.) ... somit kommt der Druck der aufgeschlagen liegenden Hefte und Aufgaben nicht auf und wenn es nur unterbewusst ist.

    So... und was ziehe ich hieraus nun für Schlüsse?
    • Frust-Belohnung vermeiden
    • Zeitplanung regelmässig an Veränderungen anpassen (Abwechslung macht auch Spaß)
    • die eigene Arbeitsweise regelmässig kritisch hinterfragen
    • Ruhe bewahren
    • Das geplante Ziel im Auge behalten - und nicht den Weg in den Vordergrund stellen


    Motivierte Grüße
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