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  1. #1
    Thomas1 ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Frage zu Aufgaben: Anteil/Aufwand externer Quellen

    Hallo,


    ich habe mir mal ein paar Bücher zu den Kursen "MSc in IT" bestellt und begutachtet.

    Bei Diskussionen und "Hand ins" soll man ja auch externe Quellen nutzen und sich darauf beziehen.

    1. Wie ist da der Ablauf hinsichtlich externer Quellen? Werden die vom Tutor vorgegeben (in den Büchern steht oft "Further reading...") oder suche ich mir die selbst und habe freie Hand?


    2. Wieviel macht denn der Anteil externer Quellen aus? Ist das ein nettes Bonus-Beiwerk für ein "A* Outstanding" oder sind externe Quellen auch bei einem "B very good" der überwiegende Teil in dem man sich aufhält? Dies zu wissen wäre wichtig wegen der veranschlagten Zeit. Also mit Buch alleine sähe ich keine Probleme, jetzt kommt es halt darauf an, wieviel man da noch drauflegen muß an externen Quellen.

    Richtig toll wäre eine Antwort wie:
    "Also ich habe für ein A gut xx % externe Quellen einfließen lassen bei einem B waren es nur xx %" so ganz grob ungefähr.


    3. Wo kommen die externen Quellen her? Alles online oder hole ich mir einen lokalen Uni-Bibliotheksausweis?


    4. Was ist denn in so einem Modul eigentlich für ein "Publikum"? Alles exterm hochmotivierte Führungskräfte-Kommilitonen inkl. regelrechtem Verdrängungswettbewerb/Ellenbogen oder machen die meisten Kommilitonen nur "Dienst nach Vorschrift" weil ja noch das "reale Tagesgeschäft" drängt?


    Vielen Dank!!



    Thomas1

  2. #2
    ulbiro ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Frage zu Aufgaben: Anteil/Aufwand externer Quellen

    Hallo Thomas,

    wie weit bist Du denn jetzt mit Deiner Entscheidungsfindung? Ist das jetzt "nur" vertieftes Interesse oder schon die Vorbereitung auf den Start?

    Zu Deinen Fragen:

    1. Wie ist da der Ablauf hinsichtlich externer Quellen? Werden die vom Tutor vorgegeben (in den Büchern steht oft "Further reading...") oder suche ich mir die selbst und habe freie Hand?

    Wir reden hier von einem Master-Studium. In einem Bachelorstudium arbeitest Du wohl im wesentlichen repetitiv, beim Master ist der Anspruch, daß Du selbst wissenschaftlich arbeiten sollst. Die Literaturtips sind also lediglich Hinweise, ansonsten wird erwartet, daß man sich selbst externe Quellen erschließt.

    2. Wieviel macht denn der Anteil externer Quellen aus?

    Das Buch ist lediglich die Grundlage, die Pflicht. In den Diskussionen und hand ins wird die Kür, sprich externe Quellen, verlangt. Du wirst also kaum jemals das Buch zitieren, sondern in 95% der Fälle selbst erschlossene externe Quellen.

    3. Wo kommen die externen Quellen her?

    Ich weiß nicht, ob noch dieselben Regelungen gelten, aber wir hatten damals (2004) einen Zugriff auf den Athens-Datenbankservice, d.h. Zugriff auf die meisten wissenschaftlichen Zeitschriften und Archive, in denen man mit Volltextsuche auf Quellenjagd gehen konnte. Ich habe mir für die dissertation Bibliotheksausweise für die Hamburger Uni-Bibliotheken besorgt, aber dann fast gar nicht gebraucht - die Online-Datenbanken waren hinreichend ergiebig.

    4. Was ist denn in so einem Modul eigentlich für ein "Publikum"? Alles exterm hochmotivierte Führungskräfte-Kommilitonen inkl. regelrechtem Verdrängungswettbewerb/Ellenbogen oder machen die meisten Kommilitonen nur "Dienst nach Vorschrift" weil ja noch das "reale Tagesgeschäft" drängt?

    Weder noch. Hochmotiviert sind alle, sonst würden sie diese Form des Studiums weder beginnen noch durchstehen. Die meisten (Ausnahmen gibt es natürlich immer) sind vom Fach mit durchschnittlich 10 Jahren Berufserfahrung und durchgängig bereit, die Kommilitonen an diesen Erfahrungen partizipieren zu lassen. Dieser Austausch zwischen Vollprofis macht in meinen Augen ja gerade den Reiz dieses Studiums aus.

    Gruß,

    ulbiro
    Absolvent Online-Studium zum
    Master of Science in Information Technology
    an der University of Liverpool

  3. #3
    Thomas1 ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Frage zu Aufgaben: Anteil/Aufwand externer Quellen

    Hallo,


    vielen Dank für die Infos, echt toll und sehr hilfreich! Also ich bin an dem Studium ernsthaft interessiert und das mit der Eintritts-Qualifikation scheint laut Laureate auch im Bereich des Möglichen zu sein und ich habe mir auch schon einige Bücher bestellt und bin die mal durchgegangen, auch wenn davon abgeraten wird, weil ja immer mal eine neuere Version Grundlage sein könnte, aber dieses 3%-der-Gesamtsumme-Investment gehe ich nur allzugerne ein, um abschätzen zu können, was da eigentlich auf einen zukommt! Aber wie mir ja zunehmend klar wird, scheinen die Bücher ja nur die eine Seite der Medaille zu sein.

    Ich muß mir vorab nur sehr sicher sein, ob / dass ich das auch zeitlich packe - immerhin eine 2 Jahres-Bindung. Nur mit den Büchern: durchaus machbar. Ich habe lediglich Bedenken bei der Recherchearbeit: Dass diese ins unermessliche ausartet (Zeitfresser!) und in Hinblick auf die Bücher (die ja in sich stimmig und geschlossen erscheinen) auf welchem Bereich man da per externer Recherche "ausbrechen" soll. Also dieses "frei schwimmende" Arbeiten ist sicherlich nochmal eine andere "Qualität" als ein anfangs unterstelltes stumpfes Bücher->Frage Antwortspiel.

    Zusammenfassend muß ich also mein Bild von diesem Studiengang dann doch nochmals nach oben korrigieren. Von Dipl.-Inf. Arbeits-Kollegen einer deutschen Präsenzuni (nicht FH!) weiß ich, dass die "externen Quellen" doch recht sparsam waren und wenn dann "geführt" waren. Da gabs Skript ODER ein begleitendes Buch und evtl. mal ein paar zu Fotokopierende Schwerpunktthemen aus externer Literatur. Also scheint der Liverpool-Studiengang doch mehr Dampf dahinter zu haben als ich dachte...

    Und zu guter Letzt gibt es ja auch noch das monetäre Risiko, ich werfe schließlich keine 18k einfach mal so aus dem Fenster.
    Gäbe es ein "No questions asked 90 day trial" wie bei Teesside University / RDI, wäre ich schon eingeschrieben...

    So langsam dämmert mir auch der Sinn nach diesen ganzen "Discussion Questions", dadurch schafft man es auf "einfache Weise", dass sich die Studenten nach dem Schrotflintenprinzip / "brute force" (man setzt ja immerhin ca. 18 motivierte Leute auf ein Fachthema an) mit dem Thema auseinandersetzen und gegenseitig durch unterschiedlichste externe Quellen "befruchten" - alleine schon aus der Wettbewerbssituation heraus. So einfach das vom Konzept her ist, ist, das ist schon eine ziemlich ausgebuffte Idee und ich denke, dass man da weit mehr am Ball bleiben muß, als in einer normalen Uni, wo man mitschwimmen und untertauchen kann, um dann mal gezielt bei einer Klausur oder einer Seminararbeit Gas zu geben, zumindest zu "guten alten" Dipl.-Inf.-Zeiten.

    Wie heißt es so schön: "Optimismus ist nichts anderes als der Mangel an Details über einer Sache". Das anfängliche pauschale "jaja des passt scho - so ein Fernlehrgang halt" weicht einem klareren Bild und da muß man erstmal schlucken. Jetzt ergibt auch das anfänglich nicht ernst genommene: "der Online Kurs ist etwas anspruchsvoller als Liverpool Präsenz-Uni" einen Sinn...

    Nichtsdestotrotz möchte ich an dem Bestreben festhalten, bin halt eher vom Typ: vorab Überinformiert.


    Viele Grüße


    Thomas1

  4. #4
    Thomas1 ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Frage zu Aufgaben: Anteil/Aufwand externer Quellen

    Hallo nochmal Ulrich,


    Du hattest mal in einem vorigen Posting geschrieben, dass für ein Outstanding gute 30 h / Woche nötig wären und Du dann lieber einem "B - very good" den Vorzug gegeben hast. Was würdest Du sagen, waren die Haupt-Differenzen einer "Outstanding" oder "Very-good" Leistung? Hast du einfach weniger externe Quellen eingefügt und dir gesagt: Das muß reichen, ich kann/will nicht soviel Zeit in noch weitere X Quellen investieren?


    Vielen vielen Dank nochmals und ich hoffe, die Fragen sind nicht zu kleinlich!!


    Viele Grüße


    Thomas1

  5. #5
    demiri_ulcan ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Frage zu Aufgaben: Anteil/Aufwand externer Quellen

    Zitat Zitat von Thomas1 Beitrag anzeigen
    Hallo nochmal Ulrich,

    Du hattest mal in einem vorigen Posting geschrieben, dass für ein Outstanding gute 30 h / Woche nötig wären und Du dann lieber einem "B - very good" den Vorzug gegeben hast. Was würdest Du sagen, waren die Haupt-Differenzen einer "Outstanding" oder "Very-good" Leistung?
    Also 30h Stunden is viel zu viel, finde ich. Klar, das ist ja immer von Modules bzw. "knowledge of subject" abhängig, bzw. von Student zu Student unterschiedlich, aber trotzdem...


    Zum vergleichen, meine Noten:

    Class ID Title of Module Start date End date Status Credit Points End of Module Grade(1)
    MASSHR-CF-090108-01 Computer Forensics 8 Jan 2009 4 Mar 2009 Active 15 Details
    MSCSHR-OS-081211-01 Operating Systems 11 Dec 2008 4 Feb 2009 Complete 15 A* - Outstanding Details
    MASSHR-IN-081016-02 Programming the Internet 16 Oct 2008 10 Dec 2008 Complete 15 A - Excellent Details
    MASSHR-CC-080821-02 Computer Communications and Networks 21 Aug 2008 15 Oct 2008 Complete 15 A* - Outstanding Details
    MSCSHR-CS-080501-02 Computer Structures 1 May 2008 25 Jun 2008 Complete 15 A* - Outstanding Details
    Total records: 5

    Notiz:

    - Ich arbeite 50+ Stunden pro Woche (jede Woche), bin auch sehr oft unterwegs, und ich habe 2 (kleine) Kinder, studiere aber trotzdem, und gerne Also man kann es schaffen - wo ein Wille, da ein Weg

    - OS und CF module habe ich "überlappend" studiert (4 Wochen lang), und trotzdem gute Noten geschafft. Nächste 2 Modules werde ich 8 Wochen lang überlappend studieren (musste extra Genehmigung von Director of Online Studies holen, aber es lohnt sich - werde früher fertig

    - CF Module wird auch "Outstanding" sein, endet diese Woche.

    - IN Module wäre auch "Outstanding" gewesen, aber ich hatte eine Gruppe (Group Project) die reine Katastrofe war... Lauter Leute die kaum Englisch sprechen, bzw. nie was von programmieren gehört... Horror. Konnte aber nicht der "Instructor" überzeugen meine Group Project Note separat zu berechnen... Schade.


    Aufwand:

    Ich brauche in Durchschnitt ca. 15-18 Stunden pro Woche für "Outstanding":

    - DQs: Ungefähr 4-6 Stunden max. pro Woche für Outstanding, inklusive Research in UoL library und Internet. Ungefähr 2 Stunden (max) für "Very Good", schätze ich mal.

    - DQ replies & follow up ca. 2-3 Stunden über 2 Tage verteilt für Outstanding.

    - HA (Homework Assignment): Je nach Module, 2-4 Stunden für Outstanding pro Woche, ca. 1 Stunde für "Very Good" am Ende

    - Project (Individual): Wenn's Project gibt, dann 3-4 Stunden pro Woche für Outstanding, sonnst natürlich 0 Stunden

    - ...oder Project (Group): Wenn's gibt, dann 5-8 Stunden pro Woche, je nach Gruppe. 2-3 Stunden davon sind "synchronisation" mit Kollegen...

    Das kommt auf 12-15 Stunden pro Woche für module ohne Projekt (wie z.B. Computer Communicaitons and Networks - CC oder Start Module CS), bis ca. 15-20 Stunden für Module mit Gruppenprojekt (aber nicht jede Woche!), für Outstanding.

    Natürlich, dass ist alles meine persönliche Erfahrung - your mileage may vary.

    mfg Demiri

  6. #6
    Thomas1 ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Frage zu Aufgaben: Anteil/Aufwand externer Quellen

    Hallo Demiri,


    wow - danke für die Infos und Respekt vor der beeindruckenden Leistung und das bei Deinem Arbeitspensum!!! Sieht ja ganz nach "with distinction" aus :-)

    Könntest Du mir bitte noch etwas zu Deinem "Wissenshintergrund" sagen:

    -Abschlüsse (Abi, Bachelor, Diplom, etc)
    -Erfahrung
    -Englischkenntnisse


    Könntest Du mir bitte auch mal eine typische Frage eines "Homework Assignments" z.B. aus "Computer Communications/Networks" nennen (sofern erlaubt)? Ist das nur eine Frage, über die man dann eine Art "Aufsatz" verfassen muß oder sind das viele kleine Fragen?


    Viele Grüße und vielen Dank!


    Thomas1

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