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AW: Fernuni Hagen oder OU?
Bei der OU gibt es definitiv keine klinische Psychologie und auch kein Äquivalent zu den anderen Kursen der FernUni Hagen. Man muss sich bei der OU im Klaren darüber sein, dass es sich um eine britische Universität handelt und dass das britische Studiensystem auch ein anderes ist als das deutsche. Ein Bachelor ist dort eben ein erster berufsqualifzierender Abschluss, ohne dass er dabei wirklich in die fachliche Tiefe geht. Es gibt also z.B. keine Spezialisierungen oder Schwerpunkte. Dafür sind in Großbritannien Masterstudiengänge zuständig. Es kann u.U. von Vorteil sein, an der FernUni Hagen Psychologie zu studieren, aber das muss nicht heißen, dass du mit dem OU-Abschluss keine Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt hast bzw. in Hinblick auf etwaige Weiterbildungen (Master o.ä.). Ich aber bin total zufrieden mit meiner Entscheidung (studiere Psychologie an der OU) und würde auch nicht mehr wechseln wollen.
Gruß,
Sonja
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AW: Fernuni Hagen oder OU?
Die finanzielle Seite ist mir schon wichtig.
Die OU ist bedeutend teurer als Hagen. ABER das kann es einem durchaus wert sein.
Ich würde mich auch nur weiter über die Angebote der OU informieren, wenn es einen "wesentlichen" Unterschied gäbe, beispielsweise in Bezug auf die Studiendauer, die Inhalte (Klinische Psychologie bei der OU? Etwas entsprechendes zur "Sozialpsychologischen Gemeindepsychologie" an der FU Hagen an der OU?), die Möglichkeit, Teilzeit zu studieren und die Anzahl der Präsenzseminare.
An der OU hast Du die Möglichkeit, Kurse vergleichsweise frei zu kombinieren. Du kannst so z.B. auch Kurse anderer Fachbereiche zu einem bestimmten Prozentsatz angerechnet kriegen. So kann man sich ein für Arbeitgeber sehr interessantes Profil zusammenstellen, z.B. Psychologie und Statistik, Psychologie und Informatik, Psychologie und Didaktik, Psychologie und Management, etc.
Die OU beginnt ganz, ganz, ganz einfach. Wenn Du mit Stufe 1 Kursen beginnst, wirst Du erst einmal an die Hand genommen und langsam in das Gebiet, Unistudium, Lerntechniken, etc. eingeführt. Der 'Kulturschock' am Anfang wird dadurch abgemildert.
Wenn Du noch nicht so viel Uni-Erfahrung hast und nicht weißt, ob Du ein ganzes Studium schaffst, kannst Du auch erst einmal auf ein Foundation Degree oder ein Diploma studieren. Du kriegst dann schon nach dem 1. oder 2. Jahr eine akademische Qualifikation, mit der Du Dich notfalls schon bewerben könntest (es ist kein akademischer Grad, aber zeigt, daß Du Dich mit dem Thema schon gut auskennst). Wenn es gut klappt, läßt sich Dein Foundation Degree oder Diploma problemlos in einen BA ausbauen.
Ein BA dauert in Vollzeit drei Jahre (man darf mehr als 120 Punkte im Jahr nur mit Sondergenehmigung studieren), in Teilzeit dann entsprechend mehr.
Die OU liegt viel Wert auf Verbindung von Theorie und Praxis. Das merkt man z.B. in Prüfungen, in denen nicht einfach Stoff abgefragt wird. Das sorgt auch dafür, daß man einschlägige und beruflich verwertbare Erfahrungen sammelt (z.B. "entwerfe xy" statt "diskutiere den Entwurf von abc"), und daß Jobben, Praktika, etc. inhaltlich in das Studium integriert werden.
Du siehst, ich bin OU Fan :-)
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AW: Fernuni Hagen oder OU?
Ich hole diesen Beitrag wieder hoch, weil ich zwar vorher die OU zur Kenntniss genommen habe, allerdings mit meinen Englischkenntnissen aufgrund 'schlechter' Vorerfahrungen bzgl. Fernstudium UK gezweifelt habe.
Mal zu meiner Vorgeschichte:
Ich habe von 2004 bis 2008 schon einmal Tourismus 'studiert'. 'Studiert' deswegen, weil dieses Studium an einer Privatschule/Business School war und dementsprechend nicht staatlich anerkannt ist. Die Business School wurde dieses Jahr staatlich anerkannt und bietet das Studium nun fast identisch mit dem Abschluss B.A. an. Soweit so gut.
Nach dem 'Studium' hatte ich mich für ein Aufbauprogramm/Fernprogramm zum Bachelor of Arts (Honours) an der UoS angemeldet, dort nur eine Prüfung abgelegt, die ich nicht bestanden habe und dann aus zeitlichen/persönlichen Gründen dieses Studium nicht mehr weiter verfolgt. Diverse Gründe waren mangelnde Betreuung, kein Feedback (Welten entfernt von Foren wie diesen bzw. fehlender Kontakt mit anderen Studenten auf (inter)nationaler Ebene) und auch keine Tutoren (was ich hier gelesen habe, mit emails und telefonisch ein Loch in den Bauch fragen, da habe ich gejubelt!!!)
Anfang des Jahres habe ich beschlossen, ein Studium an einer deutschen Universität/FH aufzunehmen. Ich habe sogar 2 Zulassungen jeweils an einer FH und einer TU erhalten. Jedoch haben sich in den letzten Monaten einige Dinge persönlich bei mir geändert, so dass ich nicht mehr 6-7 Semester ein Präsenzstudium aufnehmen kann.
Ich bin derzeit arbeit suchend und durchlaufe derzeit einen Bewerbungsmarathon, logischerweise mit meinem 1. Abschluss.
Ich habe schon mit der Fernuni Hagen geliebäugelt. Stelle aber nun im Vergleich mit der OU fest, dass Hagen sehr trocken und im Verhältnis 'steifer' zu sein scheint. Man kann ja an der OU de facto mit freien Modulen anfangen (wie z.b. English for academic purposes only) und sich dann mit der Zeit spezialisieren. Außerdem hat man nach 120 credits schon etwas vorzuweisen.
Dass die Kosten nicht unerheblich sind, überrascht mich nicht (siehe UoS), dass es da auch flexibilität gibt finde ich wiederrum gut. Auch dass sich viele mit 'mittelmäßigen' Englischkenntnissen (ich habe B1 + ein Zertifikat in C1 English for Business von der LCCI) heranwagen, beruhigt mich nun wiederrum.
Ich strebe soweit mindestens einen BA Honours Abschluss mit SP Sprachen, Marketing, Business an um ggf. dann noch den MBA zu machen. Aber erst mal eins nach dem anderen.
Da ich meine (spätere) Zukunft wohl eher im Ausland (UK, IRL, US, IND) sehe, macht sich dann wohl doch eher ein Studium an der OU viel besser.
Ich merke gerade, dass ich mir ja meine Fragen schon mehr oder weniger diesbezüglich selber beantwortet habe. Allerdings wäre es schön, wenn ggf. noch andere als JudithBK Erfahrungen Hagen vs. OU teilen könnten.
Edit: Bezüglich Anerkennung meines 'Studiums' in irgend einer Form habe ich mich schon an die OU gewendet. Es war auch ein Auslandssemester in Dublin dabei. Vielleicht bringt mir das ja doch irgendwie etwas.
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AW: Fernuni Hagen oder OU?
Ich hatte seiner Zeit eine kleine Gegenüberstellung von einem Mathestudium an der Fernuni Hagen / OU gemacht. Vielleicht hilft das weiter? Datei hängt an.
 Zitat von Danyel
Edit: Bezüglich Anerkennung meines 'Studiums' in irgend einer Form habe ich mich schon an die OU gewendet. Es war auch ein Auslandssemester in Dublin dabei. Vielleicht bringt mir das ja doch irgendwie etwas.
Fragen kostet nichts.
LG, Inés
Fernuni-vs-OU.pdf
"Birthdays are good for you. Statistics show that the people who have the most live the longest."
Larry Lorenzoni
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AW: Fernuni Hagen oder OU?
Allerdings wäre es schön, wenn ggf. noch andere als JudithBK Erfahrungen Hagen vs. OU teilen könnten.
Ich habe in Hagen nur einzelne Kurse belegt, mehr aus Interesse als einen Abschluss zu erlangen, und das war größtenteils vor dem Studienbeginn an der OU. Und ehrlich gesagt fällt mir die Arbeit mit den Materalien von Hagen schwer. Es ist nicht nur die Eintönigkeit, sondern auch der didaktische Aufbau. Teilweise wird man seitenweise mit Fließtext zugedichtet, ohne dass eine sichtbare Abtrennung kommt, eine Grafik oder eine Übungsaufgabe, die zur gedanklichen Vertiefung dessen, was man gelesen hat, auffordert. Da bin ich von der OU schon ziemlich verwöhnt. Didaktisch ist das Material sehr gut aufgebaut und es wird immer versucht, Beispiele aus der Praxis zu bringen.
"Lernziele sind pädagogischer Unfug. Lernen hat kein Ziel. Beim Wandern ist das Ziel auch nur eine ausgedachte Begründung für die vielen lustvollen oder beschwerlichen Schritte, die man macht." - Martin Goldstein
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AW: Fernuni Hagen oder OU?
Ich stand vor der gleichen Entscheidung und auch ich habe mich für die OU entschieden.
1. gefallen mir die Unterlagen besser
2. gibt es feste Daten, Hagen kann man aber muss nicht immer etwas einschicken und ich persönlich brauche ein bisschen Druck.
3. Das Psychologie Studium ist auch in Deutschland schon sehr Englisch lastig und auch auf dem weiteren Weg kommt man ohne Englisch nicht aus, für mich ist es daher nur ein Vorteil bereits meine Hausarbeiten o.ä auf Englisch verfassen zu müssen.
und last but not least:
Ich finde das System der OU dass JEDER studieren kann absolut Vorbildlich und für mich ist es eine kleine Rebellion gegenüber der deutschen Studienzulassungs Engstirnigkeit
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