Was sind die Merkmale der Open University?
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Die Open University (OU) ist die größte Universität in Großbritannien. Seit Gründung der Hochschule in 1969 haben mehr als zwei Millionen Menschen an der OU studiert. Aktuell sind über 200.000 Studierende aus fast 200 Ländern eingeschrieben.
Eine der Besonderheiten an der Open University ist das offene Konzept, das jedem Interessierten Weiterbildung ermöglichen soll. In der "mission" der OU heißt es dazu: "The Open University is open to people, places, methods and ideas". Außer (sehr) guten Englischkenntnissen und einem Mindestalter von 16 Jahren gibt es zumindest für die Einstiegskurse und Bachelor-Studiengänge keine Zugangsvoraussetzungen wie zum Beispiel ein Abitur. 44 Prozent der Studierende beginnen ihr Studium ohne formale Hochschulzugangsberechtigung.
Darüber hinaus bemüht sich die OU auch, Sondergruppen wie Behinderten, Inhaftierten oder Soldaten im Einsatz ein Studium zu ermöglichen und passt dazu die Methoden etc. entsprechend an.
Das Studienangebot ist mit über 500 Kursen sehr breit, außer Architektur und Medizin wird fast aus allen Bereichen etwas angeboten. Die Studiengänge sind modular aufgebaut. Es ist stets auch möglich, einzelne Certificates oder Diplomas (nicht vergleichbar mit dem deutschen Diplom) zu erwerben, die wiederum später auf undergraduate (Bachelor) und graduate (Master) Abschlüsse angerechnet werden können. Auch eine Promotion ist an der OU möglich. In praktischen Fächern wie zum Beispiel Chemie werden Labore zum Teil durch Simulationen am PC ersetzt etc.
Ihr Lernkonzept bezeichnet die Open University als "Supported Open Learning", eine Form des „Blended Learning“. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass verschiedene Lernmethoden und Lernmaterialien (Papier, Online-Medien, TV-Sendungen usw.) zum Einsatz kommen und der Austausch mit den Tutoren und Kommilitonen eine wichtige Rolle spielt.
Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie zur Open University.