Markus Jung: Was zeichnet die neuen Bachelor- und Master-Fernstudiengänge aus?

Prof. Dr. Mörstedt: Wir haben einen Bachelor mit 180 ECTS-Punkten. Dieser bildet zunächst breit aus und kann dann auf Funktionen und Branchen fokussiert werden.

Und an diesen Bachelor schließt dann ein Master an. Auch dort haben wir wieder Schwerpunkte gebildet. Zunächst einmal durchlaufen alle Studierenden Themen wie Strategisches Marketing, Organisation, Prozessmanagement und Internationales Management. Und dann gibt es als Vertiefungen zum Beispiel Handelsmanagement, industrielles Management oder wir haben auch das Thema Tourismus und Sport. Außerdem haben wir die Bereiche Gesundheitsmanagement und Corporate Finance mit aufgenommen. Das sind die Bereiche, aus denen die Studierenden wählen können. Danach müssen sie sich weiter fokussieren entweder auf Accounting, Logistikmanagement oder Education Management. Außerdem haben wir noch das Fach E-Business. Volkswirtschaftslehre machen dann wieder alle. Weiterhin haben wir Themen wie Entrepreneurship und Internationales Wirtschaftsrecht. Das alles macht dann unseren Master aus, der auf unseren Bachelor oder auf irgendeinen Bachelor, der 180 Punkte mitbringt, aufsetzt.

Außerdem haben wir noch einen Master für alle, die ein Diplom im Bereich Wirtschaftswissenschaften haben, das ist ein 60-Punkte-Master. Dieser Master hat ähnliche Schwerpunkte wie die Schwerpunkte, die ich eben für den ersten Master genannt habe, aber er ist mit 60 ECTS-Punkten entsprechend kürzer.

Und als weitere Ergänzung in unserem Fernstudium-Portfolio bieten wir dann auch noch einen MBA an. Dieser richtet sich primär an alle, die ein nicht wirtschaftswissenschaftliches Studium haben. Aber auch diejenigen, die bereits ein wirtschaftswissenschaftliches Erststudium absolviert haben und darauf aufbauen möchten, können den MBA machen.

Markus Jung: Das MBA-Angebot richtet sich dann aber schon eher an diejenigen, die aus anderen Bereichen kommen, oder?

Prof. Dr. Sierke: Ja. Insbesondere gibt es ja ganz viele Mediziner, die mittlerweile in einem weiterführenden Studiengang ökonomische Zusammenhänge erlernen wollen. Ich glaube, sie müssen es auch, wenn sie als Mediziner in einer Krankenhausverwaltung bestimmte Aufgaben übernehmen wollen. Wir haben aber auch Ingenieure, da denken wir nicht zuletzt an unsere eigenen Ingenieure, die ja in Stade studieren, die durchaus dann auch den MBA mit ökonomischen Zusammenhängen haben wollen, aber sicherlich auch Juristen und andere Zielgruppen, die eben durch einen weiterführenden Studiengang einen ökonomischen Abschluss erreichen wollen.

Dieser Beitrag ist Teil eines Interviews mit der PFH, das ich für Fernstudium-Infos.de am 13.10.2009 in Göttingen geführt habe.