E-Learning und Online-Campus an der PFH
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Markus Jung: Welche Rolle spielt die Internetplattform der Hochschule im Rahmen des Fernstudiums?
Prof. Dr. Sierke: Zunächst erst einmal dient die Plattform vorrangig der Kommunikation zwischen den Studierenden und der Hochschule und den Studierenden untereinander. Mit E-Learning haben wir auch schon jahrelange Erfahrung. Und wir haben so viel Erfahrung mit E-Learning, dass wir auch nur davor warnen, alles über E-Learning machen zu wollen. Diese Euphorie des E-Learnings ist schon seit einigen Jahren vorbei. Da hat es eine gewisse Ernüchterung gegeben. Wenn man um die Jahrtausendwende geglaubt hat, dass man wirklich die Studierenden dazu erziehen kann, vor einem Bildschirm zu sitzen und zu lernen hat sich mittlerweile gezeigt, dass dies in der Praxis nicht der Fall ist. Wir müssen mit neuen Informationsmedien die Studierenden in der Kommunikation unterstützen. So haben wir zum Beispiel Online-Repetitorien, die sehr gut ankommen. Das ist exzellent, was dort online gemacht wird. Wir haben Lernsequenzen, die wir sicherlich über das Internet bereitstellen können. Aber dennoch verzichten wir nicht auf das geschriebene Wort mit dem didaktischen Konzept der Fernlehrbriefe. Auch das müssen wir ständig überprüfen, ständig aktualisieren und auch ständig verbessern und die Präsenzphasen, die in einem Fernstudium sicherlich freiwillig sein müssen, gehören für viele Studierende einfach dazu, um auch den Dozenten kennenzulernen und mit dem auch mal „Auge in Auge“ sprechen zu können.
Dieser Beitrag ist Teil eines Interviews mit der PFH, das ich für Fernstudium-Infos.de am 13.10.2009 in Göttingen geführt habe.