Qualität der Studienbriefe
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Markus Jung: Einige Studierende bemängeln, dass die Studienbriefe viele Fehler enthalten würden, sowohl Rechtschreibfehler und Tippfehler als zum Teil auch Rechenfehler. Andere kommen mit dem Aufbau nicht gut zurecht. Was tun Sie, um die Qualität der Studienbriefe zu optimieren und wie gehen Sie hier mit dem Feedback der Studierenden um?
Prof. Dr. Mörstedt: Konkretes Feedback der Studierenden wird immer mit aufgenommen. Die Studierenden sind hier sehr fleißig. Wenn jemand einen Fehler findet, teilt er uns den mit, und das wird innerhalb von einer Stunde korrigiert und neu ins Netz gestellt. Also, wenn eine Summenformel nicht stimmt oder wenn in einem Rechenweg ein Fehler ist, ist das gar kein Thema. Wenn natürlich manche Leute, und das sind wenige, mit der Struktur nicht klar kommen und dann anrufen und sagen: "Die Fernlehrbriefe sind schlecht!" und ich dann frage: "Was ist denn schlecht?" und ich dann keine Antwort kriege, außer "sie sind schlecht", dann kann ich nicht handeln. Also, es muss schon eine fundierte Kritik sein, an der wir arbeiten können. Wir überarbeiten die Fernlehrbriefe kontinuierlich. Fehleranmerkungen werden eingearbeitet, und dann ist es für uns auch sehr wichtig, kontinuierlich Veränderungen bei den gesetzlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen. So haben wir etwa die Studienbriefe zur Wirtschaftsprüfung/Konzernrechnungslegung innerhalb von einem Jahr zwei Mal überarbeiten lassen.
Für unsere Fernlehrbriefe sind die Professoren verantwortlich, Prof. Sierke hat schon angedeutet, das sind erfahrene theorie-geleitete Praktiker. Und da ist jeder Fernlehrbrief durch die Hand des Professoren gegangen, die werden gemeinsam mit einem Professor erstellt, zum Teil schreiben diese sie auch komplett selber, zum Teil gibt es Mitarbeiter, die zuarbeiten. Wenn ein Professor den Fernlehrbrief inhaltlich und didaktisch freigegeben hat, geht er durch ein Lektorat, dessen Rückmeldungen dann eingearbeitet werden. Und dann geht es noch mal zum Professor und erste dann werden die Studienhefte freigegeben. Das ist das Verfahren, das sich bewährt hat.
Dieser Beitrag ist Teil eines Interviews mit der PFH, das ich für Fernstudium-Infos.de am 13.10.2009 in Göttingen geführt habe.
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Hallo
Dieses Verfahren ist wirklich sehr aufwändig und engagiert. Was mir aber so ein bisschen fehlt, ist ein "Zwischengang" vor der veröffentlichung: Wir bemühen deshalb bei "unseren" Lehrbriefen immer einen "Beta-Leser" , der aus der späteren Zielgruppe des Lehrgangs entstammt.
Dieser Beta-Leser ist dabei allerdings so ausgewählt, dass er seine Kritik und sein Feedack auch in klare Worte fassen kann, so dass man echte Anhaltspunkte hat, was man denn am Text und seinem Aufbau noch verbessern kann.
Mit diesem Vorgehen fahren wir bislang recht gut.
Noch ein Nachtrag: Ich glaube, wir als Anbieter subakademischer Fern-Weiterbildungen haben es auch etwas leichter: Wir müssen ja (anders als "echte" Fernstudienanbieter) jeden Kurs durch die ZFU bringen. Wenn man denn doch mal einen inhaltlichen oder didaktischen "Bock geschossen" haben sollte, dann wird das spätestens (!) bei der Zertifizierung durch die ZFU auffallen, so dass dann der externe Gutachter einem schnell klar macht, dass man doch noch ein wenig am Text feilen oder etwaige Fehler beheben muss.
Viele Grüße
Geändert von Fernstudienakademie (14.09.2011 um 09:08 Uhr)
Grund: Nachtrag
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Hallo Anne,
Testleser einzubeziehen finde ich einen sehr wichtigen Punkt, gerade um die Verständlichkeit der Inhalte sicherzustellen. Was nutzt es, wenn fachlich alles korrekt ist, aber die Fernstudenten mit den Erklärungen nichts anfangen können. Und gerade das ist ja ein Punkt, der auch häufig bemängelt wird.
Was die ZFU-Zulassung angeht, ist diese durchaus auch für akademische Fernstudiengänge notwendig, sofern diese privatrechtlich organisiert sind. Daher haben selbstverständlich auch die Studienangebote der PFH eine ZFU-Zulassung. Hier zum Beispiel die Infoseite für den Bachelor of Arts in Betriebswirtschaft:
http://www.zfu.de/lehrgang.php?ZulNr=139909
Viele Grüße
Markus
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Hallo Markus
Danke für Deine Präzisierung in Sachen ZFU!
Mich wundert dann aber um so mehr, dass in den Lehrbriefen nicht nur Tippfehler vorkommen, sondern wohl (Deinen Angaben zufolge) auch Rechenwege falsch sind. Das sind ja schon Fehler, die nicht so ganz ohne sind...
Je nach Sorgfalt des externen Prüfers der ZFU werden bei uns nicht nur "echte" inhaltliche Fehler moniert, sondern auch Tipp- und Rechtschreibfehler aufnotiert.
Diese Kontrolle durch die ZFU ist für uns dann als Anbieter auch enorm wertvoll... So richtig "dicke" inhaltliche Fehler gibt es deshalb auch wohl nicht in unseren Lehrbriefen. (Hoffe ich wenigstens *g*)
Viele Grüße
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Hallo Anne,
danke für Deinen Blick hinter die Kulissen. Da scheinen manche Prüfer ja tatsächlich sehr genau zu sein.
Für so einen kompletten Studiengang kommen ja sicherlich bis zu 100 Studienbriefe zusammen. Denkst Du, dass diese tatsächlich einzeln on einem Gutachter geprüft werden? - Oder wird man da nicht eher nur Stichproben machen und sich ansonsten auf die Prüfung des Konezpts beschränken?
Viele Grüße
Markus
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Hallo,
also meine Erfahrungen sind ganz schlimm was Rechtschreib - und Rechenfehler angeht!
Habe sogar mal über 2 Tage an einer Aufgabe gesessen und mich gefragt wieso diese nicht zu Lösen ist...dazu muss
ich sagen, dass es mit meiner Mathekunst nicht so toll steht...und ich deshalbal als erstes den Fehler bei mir suche...als
ich aufgegeben habe und die PFH um die Lösung bat hiess es:"...des Weiteren ist zu sagen, dass die xxxxxx ein
Druckfehler sind" . Leider habe ich diesen Satz im laufe meines Studiums öfters mal als E-Mail bekommen!(in verschieden
FLB) ...und das war nicht das einzige Problem mit der PFH!
Einen sehr ausführlichen Bericht gibt es nach meinem Studium!...was nicht mehr so lange sein sollte
Lg
Speedy12
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