Erfahrungsbericht PR PLUS: Lohnen sich drei Jahre PR-Fernstudium?
Lohnen sich drei Jahre PR-Fernstudium?
Ein Erfahrungsbericht von Rainer Scharf zum berufsbegleitenden Fernstudium Public Relations und dem PR PLUS Upgrade zum Communications MSc an der Donau-Universität Krems
Wer kennt das nicht: oftmals wird Öffentlichkeitsarbeit einfach aus dem Bauch heraus betrieben. Für mich sollte sich das ändern. Deshalb wollte ich mich zielgerichtet fortbilden - aber nicht irgendwie, sondern möglichst mit einem universitären Abschluss, den ich neben dem Beruf erwerben könnte.
Die unverbindliche Informationsveranstaltung „Student for a day“ an der Donau-Universität Krems war für die Auswahl zu Gunsten des Weiterbildungsangebots von PR PLUS ausschlaggebend. Dass hieraus eine Profession erwächst, hatte ich nicht erwartet, schon gar nicht geplant. Letztlich war dies aber eine Folge von Aufbau und Inhalten des für meine Begriffe durchweg durchdachten Fortbildungskonzepts.
Die drei von mir in Anspruch genommenen Fernstudienjahre haben sich aus zwei Teilen zusammengesetzt, jeweils mit einem eigenen Abschluss. Der erste Teil beinhaltete vor allem das Handwerkszeug für die praktische Öffentlichkeitsarbeit und die PR-Beratung innerhalb eines Unternehmens. Nach etwa eineinhalb Jahren erhielt ich den Titel eines Akademischen PR-Beraters. Nochmals eineinhalb Jahre später wurde mir der Grad eines Master of Science in PR und Integrierter Kommunikation verliehen. Dieser zweite, eher wissenschaftlich ausgerichtete Teil ging deutlich mehr in die Tiefe und Breite der verschiedenen Kommunikationsfelder und baute inhaltlich auf den ersten Studienteil auf.
Bei der Ausbildung zum PR-Berater waren die monatlichen Studienbriefe und die fünf Workshops gut aufeinander abgestimmt. Auf eine Einführung in die theoretischen Grundlagen der Public Relations folgten formale und inhaltliche Anforderungen der Medienarbeit sowie Präsentations- und Verhandlungstechniken. Themenschwerpunkte waren unter anderem Medienarbeit und -gestaltung, Organisationskommunikation und -management oder Instrumente und Methoden der Public Relations. Das Studienprogramm bewegte sich nachvollziehbar auf den eigentlichen Höhepunkt, das Erstellen einer PR-Konzeption, zu. Die Anfertigung einer eigenen Konzeption habe ich bildlich gesprochen als Krönung der PR-Ausbildung empfunden. Positiver Nebeneffekt: Das eigene Unternehmen kann durchaus von dieser Studienarbeit profitieren.
Für besonders wertvoll habe ich die individuelle Bewertung und das ausführliche Feedback zur Konzeptionsarbeit wie auch zu den monatlich zu lösenden Studienaufgaben seitens der Studienorganisation bzw. durch beauftragte PR-Profis gehalten. Unmittelbare Rücksprachemöglichkeiten waren telefonisch, online oder persönlich während der Workshops stets gewährleistet. Bearbeiten muss man die gestellten Aufgaben und Arbeiten freilich selbst, was berufsbegleitend bisweilen eine besonders straffe (Frei-)Zeiteinteilung erforderlich gemacht hat. Die kontinuierliche Beschäftigung mit der zur Verfügung gestellten Vielfalt an Arbeitsmaterialien, wie den Studienbriefen, Workshop-Unterlagen, Checklisten oder Karteikarten, hatte jedoch den Vorteil, sich für die Abschlussprüfung gut vorbereitet zu fühlen. Das Repetitorium hat zusätzlich für Sicherheit und Überblick gesorgt. Letztlich hatte ich aber den Eindruck, dass das Fernstudium zu keinem Zeitpunkt auf das Bestehen einer Prüfung, sondern absolut praxisorientiert auf das Bestehen im Kommunikationsberuf ausgerichtet war. Überdies barg es eine einmalige Chance: Mit dem Abschluss als Akademischer PR-Berater konnte ich unmittelbar im Anschluss das PR PLUS-Upgrade zum Master of Science in PR und Integrierter Kommunikation an der Donau-Universität Krems belegen.
Wer diese Möglichkeit in Anspruch nimmt, darf feststellen, dass die Ausbildung zum PR-Berater eine Art Grundstudium war. Einige der bereits behandelten Themen wurden im Upgrade vertieft. Einzelne kommunikationswissenschaftliche Fachrichtungen, wie etwa Kommunikationspsychologie, Integrierte Kommunikation oder Evaluation von Kommunikationsprozessen, erhielten ein exklusives Podium. Trotz der deutlich wissenschaftlichen Behandlung aller Themenfelder war der Bezug zur PR-Praxis größtenteils gegenwärtig. Hieran hatte die Wahl der Vortragenden der vier Workshops, die im Upgrade eher den Charakter von Vorlesungen hatten, sicherlich erheblichen Anteil. Alles in Allem waren die Einheiten eine gelungene Mischung aus Wissenschaft und Praxis. Zwar wurde für meinen Geschmack auf eine Abgrenzung der großen Bereiche PR, Marketing und Corporate Identity bisweilen weniger Wert gelegt, aber das ist bei einer derart intensiven Auseinandersetzung mit Integrierter Kommunikation durchaus nachvollziehbar. Die einzelnen Bereiche, wie beispielsweise Investor Relations, Veränderungs- und Krisenkommunikation, Networking, Crossmedia oder Corporate Social Responsibility machten nicht nur „Lust auf mehr“, sondern spiegelten auch in der PR-Branche diskutierte Themenschwerpunkte wider.
Herzstück des Upgrades war die Anfertigung der Master Thesis. Von Anfang an stand das Verfassen der Studienarbeit im Vordergrund. Das Hinführen zum wissenschaftlichen Arbeiten mittels Studienbrief und PreCamp waren besonders hilfreich. Für empfehlenswert halte ich allerdings, wenn man sich bereits zu Beginn des Upgrades über das Thema der Thesis im Klaren ist und unter Umständen schon einen groben Überblick zur einschlägigen Literatur verschafft hat, um sobald als möglich zielgerichtet vorgehen zu können. Auch die frühzeitige Einbindung des Betreuers der Studienarbeit erscheint mir vorteilhaft. Schließlich kann die gewohnte Bearbeitung der Studienbriefe und die gleichzeitige Anfertigung der Master Thesis vor allem in Verbindung mit der näher rückenden Prüfungsvorbereitung neben den beruflichen Anforderungen bisweilen zur zeitlichen Herausforderung werden.
Auch wenn ein Repetitorium im Upgrade leider nicht mehr Bestandteil des Studienplans war, boten insbesondere die ausgegebenen Präsentationsunterlagen aus den Vorlesungseinheiten eine überwiegend brauchbare Wiederholungsmöglichkeit des Prüfungsstoffs. Wie die Prüfungstage und Abgabetermine der Studienarbeiten waren auch die jeweiligen Workshop-Wochen bereits zu Studienbeginn festgelegt. Dies ermöglichte eine langfristige persönliche Planung. Während der gesamten drei Jahre empfand ich den Campus in Krems als Ort des Informationsaustauschs und der Wissensvermittlung in angenehmer Atmosphäre. Die Workshops waren meist dialogorientiert ausgerichtet und ermöglichten eine ungezwungene, aktive Beteiligung der Studierenden. Ebenso wie der reale Campus, unterstützte der virtuelle Campus von PR PLUS mit der Zugriffsmöglichkeit auf zahlreiche Studienmaterialen, Checklisten oder Lernkontrollen.
Haben sich nun rückblickend die drei Jahre Fernstudium gelohnt? In erster Linie sind es nicht die erworbenen, wohlklingenden Titel, die mich diese Frage bejahen lassen. Sie haben sich vor allem gelohnt, weil ich lernen konnte, Öffentlichkeitsarbeit nicht mehr nur intuitiv, sondern zielgerichtet, konzeptionell zu betreiben. Sie haben sich gelohnt, weil ich durch das Fernstudium in der Lage bin, PR-Aktivitäten wissenschaftlich fundiert beurteilen zu können. Sie haben sich gelohnt, weil sich mein PR-Verständnis dank des Studiums grundlegend gewandelt hat. Öffentlichkeitsarbeit ist für mich nun mehr als nur ein Job oder ein tagesaktuell zu verwaltender Gegenstand. PR sind für mich Kreislauf. PR sind Profession.
AW: Erfahrungsbericht PR PLUS: Lohnen sich drei Jahre PR-Fernstudium?
Lieber Rainer,
vielen Dank für diese schöne Rückmeldung und authentische Darstellung Deiner Erfahrung mit unserem PR-Fernstudium und dem Masterstudium PR und Integrierte Kommunikation. Es freut uns sehr, dass es Dir neben der ganzen Arbeit auch Spaß gemacht hat und Du so viel für Dich persönlich aus den Weiterbildungen herausholen konntest.
Für all diejenigen, deren Interesse nun geweckt wurde: Das PR-Fernstudium wird auch in Heidelberg und Köln angeboten und auch das Masterstudium gibt es hier in Deutschland mit Präsenzphasen in Heidelberg und Köln. Mehr Infos findet man unter www.prplus.de oder einfach bei uns anrufen.
Lieber Rainer, viel Erfolg mit Deinen Projekten. Vielleicht sehen wir uns bei einem Stammtisch oder dem nächsten PR PLUS Fest ...