Erfahrungsbericht Ernährungsberatung
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Hallo zusammen,
ich habe vor einem Monat den Kurs Ernährungsberater/in bei der SGD begonnen und möchte hier über meine Erfahrungen mit dem Kurs sprechen. Hierbei werde ich meine Ausführungen in Form eines Tagebuchs aufbauen. Außerdem gibt's jetzt bereits einen Link zu meiner Homepage, auf der sich dann meine Lernzeiten (Stunden insgesamt, Stunden / Woche, Stunden / Tag der Woche) und Noten ablesen lassen.
Im Moment bau ich die Inhalte für die Seite noch auf.
Für alle, die bei meinen Ausführungen vielleicht abgeschreckt werden, weil ich das ganze so "aufgeblasen" organisiere:
Die Frage ist immer, wie gut ich eine Sache begreifen will. Will ich lediglich die Prüfungen schaffen, ein Zertifikat erlangen? Will ich für's Leben lernen? Wie perfekt will ich Wissen aufnehmen? Wie viel und wie lange soll das Wissen verfügbar sein?
Ich versuche mir ein System aufzubauen, welches die besten Ergebnisse für mich persönlich bringt. Dabei ist mein Hauptziel nicht, ein Zertifikat zu erlangen, sondern die Lerninhalte möglichst vollständig zu erfassen und eine Abstraktion des gelernten auf mein Leben durchführen zu können.
Während meines Informatik-Studiums habe ich viele Menschen kennengelernt, die sprachen von "vier gewinnt" und meinten damit, dass sie lediglich so viel lernen, dass sie die Prüfungen schaffen, nicht mehr, dass ist die andere Richtung und es gibt ebenfalls vieles, was für diese Vorstellung spricht, sie ist aber nicht meine.
Danke.
Tschüss.
Tassilo.
Geändert von Markus Jung (24.03.2012 um 21:35 Uhr)
Grund: Ungültigen Link entfernt
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11.11.2006
Das Paket mit den ersten Lehrbriefen und der Brief von der SGD kamen an. Als erstes habe ich mich riesig gefreut, endlich wieder einen Kurs machen zu können und das Gefühl, meiner Essstörung ein Stückchen mehr auf den Leib rücken zu können, durchströmte mich.
Ich öffnete also den Karton und holte den Inhalt heraus. Darin waren einige Unterlagen. Konkret enthielt die Sendung
- ein Begleitschreiben meiner Ansprechpartnerin bei der SGD für organisatorische Fragen,
- eine Visitenkarte der Anpsrechpartnerin
- eine Auftragsbestätigung,
- der Studienplan,
- die Kontaktdaten meines Fachlehrers für Fragen zu den Lerninhalten,
- ein Hinweis zu den Studiengebühren,
- die Daten zur Benutzung von Wavelearn,
- ein Heft mit Blättern für Fragen zum Studienablauf,
- ein Heft mit Blättern für Fragen zum Lernstoff,
- ein Heft für Notizen,
- ein Begleitheft mit Informationen über den Lehrgang,
- 20 Kuverte für die Versendung der Einsendeaufgaben,
- ein Büchlein "Kalorien mundgerecht",
- Marker zum Einkleben in die Studienhefte und
- 3 Lehrbriefe.
Wie bei jedem Kurs, den ich seit 1999 gemacht habe, benutze ich auch diesmal eine selbst entwickelte Anwendung, die mir das Lernen erleichtern soll.
In dieser Anwendung ist folgendes möglich:
- Die Autoren können vermerkt werden. (wissenschaftliche Arbeit)
- Verlage können eingetragen werden. (wissenschaftliche Arbeit)
- Quellen können angelegt werden. (wissenschaftliche Arbeit)
- Themen können definiert werden. (z.B. die Kapitel in den Lehrheften)
- Es gibt einen Bereich zur Definition von Lernarten (Lesen, Eingabe, Übung)
- Ich kann vermerken, wann und wie viel ich gelesen habe. Das ganze ist für die Zeiterfassung, aber auch mit der Möglichkeit die Start- und Ende-Seite mit Absatz anzugeben. Außerdem kann noch eine Anmerkung hinzugefügt werden.)
- Ich kann mehrere Wissensstände definieren. Wissensstand 1 - ist mir noch fremd, kann ich selbständig nicht beantworten. Wissensstand 2 - kann ich zwar selbständig beantworten, bin aber noch unsicher und muss evtl. einiges auch noch nachschauen. Wissensstand 3 - kann ich sicher.
- Es gibt einen Bereich für Eingabe und Übung. Hier kann ich die jeweilige Quelle auswählen. Anschließend das Thema der Eben 1. Zusätzlich das Thema der Ebene 2 und dann kann ich noch bis zur dritten Ebene ein Thema auswählen. So können Fragen gefiltert werden, d.h. er zeigt mir dann nur Fragen zu einem Teilthema an. Ich kann noch den Wissensstand auswählen. Hier wird mir auch die Zeit angezeigt, wie lange ich schon lerne. Außerdem kann ich festlegen, nach wie vielen Minuten mir mein Programm einen Hinweis auf eine Pause geben soll.
- Ein zusätzlicher Bereich ermöglicht mir die Zeiterfassung, falls ich ohne Computer gelernt habe (was ja auch noch vorkommt).
- In einem weiteren Bereich kann ich meine Zeiten überprüfen und zwar in der grafischen Form eines Diagramms, welches mir mein Lernpensum/Woche anzeigt. So kann ich Entwicklungen entdecken und frühzeitig gegen steuern und in Tabellenform. Es wird mir angezeigt, wie viele Stunden ich an welchem Tag der Woche gelernt habe und damit sehe ich Tage, an denen es besonders gut geht und Tage, an denen es z.B. gar nicht geht. Hier kann ich dann meine Zeit erhöhen, indem ich dann analysieren kann, was an den schlechten Tagen gegen das Lernen spricht, bzw. was ich an den schlechten Tagen tun kann, um mehr zu lernen.
Mein Ablauf beim Lernen der Inhalte sieht folgendermaßen aus: (Prinzipiell, denn ich halte mich nicht immer dran, weil das System zu statisch ist, aber trotzdem bietet es mir eine gute Stütze zur systematischen Lernarbeit)
- Lesen der Lehrbriefe
- Eingabe der Inhalte in die Anwendung. Hier löse ich als erstes die Seiten aus dem Lehrbrief und hefte sie in einen Schnellhefter ein. Danach Scanne ich die einzelnen Seiten in meinen Computer. Anschließend gebe ich die Inhalte in meine Anwendung ein, wobei ich jetzt die Inhalte in Fragen und Antworten untergliedere. Hier achte ich darauf, dass die Fragen nicht zu lang sind, aber auch nicht zu kurz, denn zu lange Fragen führen bei mir dazu, dass oberflächlich gelernt oder der Lernvorgang abgebrochen wird und zu kurze Fragen führen zu einer hohen Anzahl von Fragen insgesamt und dies ist schlecht für die Motivation, weil kein Ende in Sicht ist. Hier musste ich das notwendige Maß in meinem Informatikstudium entdecken. Kommen in der Antwort Fremdwörter, mir unbekannte Begriffe vor, recherchiere ich in der Wikipedia oder anderen computergestützten Wissenssystemen und füge der Frage einen Link zu dem gefundenen Dokument hinzu. Die eingegebenen Inhalte überprüfe ich sofort, indem ich die Antwort schriftlich mit eigenen Worten wider gebe. (Dies ist notwendig, damit ich mir nichts vormache, wenn ich z.B. besonders im Stress bin und die Eingabe schnell abschließen möchte.)
- Übung der Inhalte. Am Ende einer Woche oder auch dazwischen, aber vor allem am Ende der Eingabe eines Lehrbriefes überprüfe ich mein Wissen, indem ich mir die Fragen zeigen lassen und die Antworten dann mit eigenen Worten schriftlich wider gebe. Anschließend stufe ich die Frage in Wissensstand 1,2 oder 3 ein. Wissensstand 3 ist dabei nur möglich, wenn die Frage bereits in Wissensstand 2 war. Dadurch ermögliche ich mir, die Inhalte öfter durchzuarbeiten. Nach einigen Wochen können dann die Fragen, die mittlerweile im Wissensstand 3 sein sollten, noch einmal durchgearbeitet werden und dann sehe ich, wie tief das Wissen sitzt.
- Lesen des Lehrbriefes (Dies ist notwendig, um den Blick für die Gesamtzusammenhänge nicht zu verlieren, denn ein Zerstückeln, wie das obige zerstört den roten Faden. Hier stellen sich oft Aha-Erlebnisse ein, weil beim zweiten und dritten Durchlesen die Zusammenhänge der Inhalte bewusst deutlich werden.)
Das ganze benötigt viel Zeit, ist aber für mich notwendig, damit ich sicher gehen kann, dass das Wissen auch sitzt und nicht nach einigen Wochen wieder weg ist. (Wissensbullemie: Reinfressen und rauskotzen zur Prüfung und dann vergessen)
Der Druck unserer Zeit, alles in möglichst kurzer Zeit abzuschließen und vor allem auch alles wie am Fließband abzuschließen wirkt in mir, wie in vielen anderen. Deshalb benutze ich die Anwendung. Denn zum einen beschleunigt sie den Lernvorgang gerade vor Prüfungen ungemein, weil alle Fragen und Antworten schon eingegeben sind, eine Teilung des Lehrstoffes in handhabbare Häppchen erfolgt ist und die Möglichkeiten der EDV (vor allem Filterung und Strukturierung) den Lernprozess in dieser Phase extrem beschleunigen und gerade vor Prüfungen sitzt einem der Zeitdruck im Nacken. Außerdem verhindere ich so das oberflächliche Lernen und die Selbstlüge, alles verstanden zu haben. Dadurch werde ich auch sicherer in Prüfungen, weil ich vorher besser weiß, wie gut oder schlecht ich die Lerninhalte beherrsche. (Während meines Informatikstudiums wusste ich vor der Prüfung bereits, wie gut ich gelernt hatte und konnte nach der Prüfung i.d.R. genau meine Prüfungsnote voraussagen. Bevor ich die Anwendung benutzt habe, lag ich in solchen Fällen oft daneben.
Ich begann also die ersten Inhalte einzugeben. Zu Beginn scanne ich die Lehrbriefe nicht, sondern tippe die ersten Fragen und Antworten noch mit der Tastatur ein. Dies ist ein Ritual, welche gerade beim intensiven Lernen von großer Bedeutung sind, um Motivation durch emotionale Verbundenheit aufzubauen. (Klingt vielleicht alles etwas übertrieben, doch wenn man teilweise 3 Kurse gleichzeitig macht - zur Zeit nicht - und nebenbei noch 40 Stunden in der Woche arbeitet, dann braucht man effektive Methoden und Werkzeuge, so habe ich mir die Arbeitsweise angewohnt.)
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12.11.2006
Ich muss heute Bügeln und im Haushalt helfen (Meine Frau ist Berufstätig). Gerade Bügeln kostet viel Zeit. Am Nachmittag ist Bandprobe und so bleibt nur ein begrenzter Teil des Tages zum Lernen übrig.
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13.11.2006
Ich muss ein Arrangement finden, um sinnvoll lernen zu können. Kontinuität ist ein wichtiger Faktor, denn so wird die Gefahr der großen Schwankungen verringert. Hier kommt mir meine Arbeit zu gute. Ich fahre mit dem Zug zur Arbeit und so kann ich am Morgen und am Abend jeweils ca. 30 Minuten lernen.
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14.11.2006
Die Fahrt zur Arbeit diente fast ausschließlich zum Schreiben des Tagebuchs. Während der Mittagspause und kurz vor Betriebsschluss konnte ich noch einige Minuten wiederholen. Habe bereits jetzt 17 Links zur Wikipedia, um zusätzliches Wissen aufzubauen.
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17.11.2006
Habe Heute im Zug gelernt, nicht viel, denn die Woche Arbeit war sehr stressig. Ich habe weiter drüber nachgedacht, wie ich meine Lernanwendung ins Internet bringen könnte. Es hätte einige Vorteile. Z.B. könnte der Text professioneller verfasst werden. Außerdem ließen sich einzelne Stichworte im Text verlinken, so könnte z.B. direkt zur Wikipedia verlinkt werden.
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