Prof. Dr. Axel Koch, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der SRH FernHochschule Riedlingen und unter dem Pseudonym Richard Gris Autor des Buchs Die Weiterbildungslüge, gehört mit seiner neu entwickelten Transferstärke-Methode zu den fünf Nominierten für den Deutschen Weiterbildungspreis 2011.
Der Preis wird zum dritten Mal vom Haus der Technik in Essen für innovative und zukunftsweisende Konzepte und Projekte im Bereich der Weiterbildung vergeben. Die Bekanntgabe des Preisträgers und die Preisverleihung werden am 2. Februar in Essen stattfinden.
Studien und Praxisberichte zeigen, dass 70 bis 80 Prozent der Teilnehmer von Weiterbildungsseminaren das Gelernte nicht in die Praxis umsetzen können. Hier setzt die Transferstärke-Methode an. Koch hat bei der Forschung zu seiner innovativen Methode untersucht, welche grundlegenden Kompetenzen Fortbildungsteilnehmer besitzen müssen, damit sie selbstverantwortlich und erfolgreich Lernimpulse aus beruflichen Fortbildungen in die Praxis umsetzen. Die Transferstärke setzt sich dabei aus den drei Faktoren „Offenheit“, „Umsetzungsinitiative“ und „Veränderungskonsequenz“ zusammen, hinter denen weitere insgesamt 13 Einstellungen und Fähigkeiten im Detail analysiert werden.
Kernidee der wissenschaftlich entwickelten Transferstärke-Methode ist es, die Transferstärke von Teilnehmern zu analysieren und dazu passende, maßgeschneiderte Trainings- bzw. Personalentwicklungsprogramme zu gestalten, um eine hohe Umsetzung von Lerninhalten in die Praxis zu erreichen. Fortbildungsteilnehmer, bei denen z.B. eine nur geringe Veränderungskonsequenz festgestellt wird, erhalten eine intensive Nachbetreuung und Begleitung in Form eines Transfercoachings, bei dem sie gleichzeitig lernen, ihre Transferstärke zu verbessern. „Mit dieser Transferstärke-Methode können Weiterbildungsmaßnahmen effektiv und nachhaltig gestaltet werden“, ist Koch überzeugt.
Hier stellt Prof. Koch sein Konzept in einem Video vor:
Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung der SRH Riedlingen.
Gestern (02.02.2012) hat die Preisverleihung stattgefunden. Prof. Koch hat den dritten Preis gewonnen. Der erste Preis ging an Prof. Guttmann von der Uni Freiburg.
In einer Pressemitteilung heißt es dazu:
Der dritte Platz ging an das Konzept „Transferstärke-Methode“. Ein neuer Weg für mehr Praxiserfahrung und Umsetzungserfolg in der beruflichen Weiterbildung“, von Prof. Dr. Axel Koch, SRH FernHochschule Riedlingen. Mit der Transferstärke-Methode kann die Fähigkeit zur praktischen Anwendung von Weiterbildungsinhalten analysiert und somit optimiert werden. Als Ergebnis können Weiterbildungsangebote nicht nur effizienter gestaltet werden, sondern führen auch zu einem größeren und langfristigeren Umsetzungserfolg.
Gruppenbild Finalisten DWP 2011 v.l.n.r.:
Simone Pfeffer-Brandl, Josef Guttmann, Ulrich Brill, Bodo Hombach, Norbert Kamps, Gf. Faber-Castell, Axel Koch, Kirstin Fragemann
Die SRH Riedlingen hat nun auch mit einer Pressemitteilung auf die Auszeichnung reagiert - Auszüge:
Prof. Koch zeigte sich mit dem dritten Platz für seine Transferstärke-Methode angesichts der über 50 Bewerbungen sehr zufrieden: „Das ist eine Bestätigung und Bestärkung meiner Forschungsarbeit“, betonte Koch. Mit der Transferstärke-Methode kann die Fähigkeit zur praktischen Anwendung von Weiterbildungsinhalten analysiert und somit optimiert werden. Als Ergebnis können Weiterbildungsangebote nicht nur effizienter gestaltet werden, sondern führen auch zu einem größeren und langfristigeren Umsetzungserfolg.
Die Rektorin der SRH FernHochschule Riedlingen, Prof. Dr. Julia Sander, gratulierte Prof. Koch zu diesem Ergebnis. „Der 3. Preis ist eine große Anerkennung seiner wissenschaftlichen Arbeit und auch eine Bestätigung für die hohe Qualität des Lehr- und Forschungsniveaus dieser Hochschule“, betonte die Rektorin. Die Erkenntnisse aus der Transferstärke-Methode werden in die Studienangebote der Riedlinger Hochschule einfließen, so dass die Studierenden ebenfalls von der Forschungsarbeit profitieren können.