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Erfahrungen mit USQ?
Hallo,
ich bin bei meinen Recherchen auf die USQ (bzw. deren deutsche Aussenstelle) gestossen:
http://www.usq-bretten.de/
Ist das ein seriöser Anbieter? Die aufgefuehrten Seiten und ein erstes Telefonat mit denen klangen recht verheissungsvoll. Aber man ist ja doch irgendwie kritisch ...
Hat hier irgendjemand Erfahrungen mit dieser Einrichtung gemacht?
Ich interessiere mich speziell fuer den MBA und die Business-Studiengänge, die dort angeboten werden.
Im Voraus vielen Dank und beste Gruesse,
Arkturus
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Hallo,
mittlerweile habe ich mich etwas näher mit der USQ beschäftigt. Im Anabin der KMK wird der Einrichtung der Status "H+" also einer staatlich bzw. staatlich gleichgestellten Uni zugeschrieben. Es handelt sich de facto auch um eine staatliche, australische Hochschule mit dementsprechender Akkreditierung und Qualitätsüberwachung. Die Abschlüsse sollen - laut Auskunft USQ - in Deutschland und der EU sowie 80 weiteren Ländern der Erde anerkannt werden. Der Anabin kennt tatsächlich die australische Form des Abschlusses "Master by Coursework" und setzt diese mit heimischen Magistern / Mastern gleich.
Interessant ist, daß man nicht einen Pauschalpreis für das ganze Programm, sondern für jedes der einzelnen Module ("courses") bezahlt. Die Preise hierfür liegen im postgradualen (Bereich MBA z.B. ...)derzeit bei 750,- Euro, wenn man sich über die USQ-Bretten einschreibt. Insgesamt 12 dieser Courses werden für einen erfolgreich absolvierten MBA gebraucht. Besteht man die Prüfung zu einem der Courses nicht, muß man den gesamten Course wiederholen und entsprechend dafür zahlen.
Die Preise werden jährlich neu festgelegt. Dementsprechend könnten sie nach 2006 evtl. steigen - und um wieviel konnte und wollte mir bislang keiner von der USQ bzw. vom Study Center in Bretten schriftlich bestätigen. Am Telefon der USQ Bretten hieß es, daß Steigerungen um ca. 20 - 30 Euro pro Jahr realistisch seien (dies sei auch in den Vorjahren der Fall gewesen).
Zum Studium: Es handelt sich um einen "Master by Coursework" - also nach 12 erfolgreich absolvierten Kursen (in deren Verlauf Hausarbeiten fällig werden und an deren Ende jeweils eine Präsenzprüfung steht), wird der "Master" Grad verliehen.
Die australische Seite bestätigte mir am Telefon, daß sie versuchen, für jeden Prüfling ein "Examination Center" im Umkreis von 100km um seinem Wohnort zu errichten - egal in welchem Land. Dabei würden keine Extrakosten anfallen und sie würden dabei helfen, ein solches Center auf die Beine zu stellen. Da ich zur Zeit im Ausland lebe, klingt dies verlockend ... JEDOCH - auf Nachfrage ist mir dieses Versprechen bislang nicht eindeutig und schriftlich bestätigt worden (bzw. nur sehr schwammig - Zitat: "Das sollte schon klappen. Wir prüfen das im Neuen Jahr") .
Insgesamt klingt das Konzept ja sehr gut. Die USQ ist im Bereich des Fernstudiums tatsächlich sehr renommiert (siehe z.B. Wikipedia Artikel in Deutsch oder Englisch), hat auch UNESCO Auszeichnungen für ihre innovativen Fernstudienkonzepte erhalten etc. Auch muß ich sagen, daß sich die Mitarbeiter in Australien und in Bretten mir gegenüber am Telefon immer stets recht freundlich und hilfsbereit benommen haben.
Allerdings ... irgendwie zögere ich immer noch, mich einzuschreiben. Was meint Ihr?
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Hallo Arkturus,
wie schon im verlinkten Thread angegeben haben meine Frau und ich den Master of Professional Computing an der USQ absolviert. Als Fernstudium über Bretten.
Herr Steinbüchel gibt sich alle erdenkliche Mühe bei der Prüfungsorganisation,
schriftlich wirst Du das sicher nicht bekommen, da auch z.B. 110 km Entfernung mal
vorkommen können (alles auf DE bezogen).
Wir waren zweimal in Toowoomba (just for fun, for graduation ceremony), den Campus gibt es also wirklich (Vorsicht bei einigen US-Angeboten).
Das Studienmodell ist gut auf Fernstudenten zugeschnitten, viele deutsche Programme haben einen hohen Präsenzanteil, z.B. am Wochenende etc, den viele aus privaten oder beruflcihen Gründen nicht wahrnehmen können.
Viele Grüße
Friedrich
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Hallo Friedrich -
und vielen Dank fuer Deine Antwort. Meine Sorge galt weniger der Befuerchtung, dass es sich um einen Server mit dem selbstverliehenen Titel "USQ" im australischen Outback handeln könnte... :wink:
Im Ernst: Ueber die Akkreditierung und Existenz der USQ habe ich keinen Zweifel und halte die Einrichtung diesbezueglich fuer seriös. Auch mit Herrn Steinbuechel hab ich gesprochen und hatte keinen negativen Eindruck.
Jedoch gruebele ich ueber zwei andere - fuer mich Kernprobleme - nach:
- Können die Pruefungen in meinem Land arrangiert werden (die 100 km um meinen Wohnort will ich ja gar nicht wörtlich nehmen. Aber jedes Mal ne Weltreise möcht ich dafuer auch nicht unternehmen...)? Selbst, wenn ich jedesmal dafuer nach Deutschland tigern muesste (unabhängig, ob Bretten oder sonstwo) wäre es fuer mich schon problematisch.
- Wie ist die Entwicklung der Studiengebuehren zu erwarten?
Ich möchte nämlich keinerlei Ueberraschungen mitten im Studium erleben a la einer plötzlichen Steigerung um mehrere hundert Euro pro Seminar o.ä. Andere Anbieter können merwuerdigerweise die Preise klar auf den Tisch legen - die USQ, v.a. in Australien, ist meiner Frage diesbezuglich doch eher ausgewichen ...
Magst Du vielleicht ein bisschen mehr ueber Deine Erfahrungen mit der USQ berichten?
Ich stimme Dir ferner zu, dass die meisten deutschen Anbieter viel zu wenig Flexibilität anbieten. Deswegen ja mein Interesse fuer die USQ. Deutsche Fernstudiengänge sind bei den meisten nur mit extrem hohen Fremdkosten fuer Anreise und Aufenthalt zu Präsenzseminaren / Pruefungen zu bestreiten bzw. mit Zusatzkosten und Aufwand fuer die Pruefungen im Ausland. Fuer Berufstätige im Ausland de facto eine Unmöglichkeit.
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Hallo Arkturus,
zu den Kernproblemen
- Können die Pruefungen in meinem Land arrangiert werden (Welches denn ?)
Infos zu den Exams:
http://www.usq.edu.au/studentadmin/exams/default.htm
offizielle Exam Center:
http://www.usq.edu.au/resources/examcentres205.pdf
- Wie ist die Entwicklung der Studiengebuehren zu erwarten?
Wir sind in S2 2000 mit 900 AUD gestartet. USQ gehört immer noch zu den günstigeren Anbietern (vgl. Heriott Watt, Liverpool etc.),
http://www.ebsglobal.net/
http://www.uol.ohecampus.com/home/index.phtml
daher werden die Gebühren analog zum Bekanntheitsgrad steigern. Viele OZ Hochschulen finanzieren ihre "locals" durch Bildungsexport. Durch die - von Dir erkannte - modulare Finanzierung ist es schwer, die Zahlen auf den Tisch zu legen. So hast Du für den MBA max. 6 Jahre Zeit. Bei vielen Anbietern werden Kohorten gebildet, auch in finanzieller Hinsicht. Ich würde in 6 Jahren mit einer Verdopplung kalkulieren.
- Erfahrungen
ALLE Probleme organisatorischer Art wurden mit dem "no worries" Ansatz gelöst, die Prüfungen muss man natürlich bestehen. Ich kann nur eingeschränkt für den Business Bereich sprechen, aber inhaltliche Fragen wurden nach einem Tag beantwortet und zwar vom Dozenten selbst. Lediglich mit dem Anspuch auch im australischen Sommer(tri-)semester (Nov-Feb) Veranstaltungen anzubieten gab es Probleme. Aber im Business sind die Studentenzahlen höher, d.h. man kann evtl. in S1, S2 und S3 Kurse belegen.
Frohes Fest
Friedrich
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Hallo Friedrich,
nochmals vielen lieben Dank fuer die Hilfe und Infos. Mein Land ist in der Liste leider nicht aufgefuehrt. Allerdings finden sich Austauschpartner dort. Ich gehe mal davon aus, dass diese helfen könnten (...?).
Bleibt noch immer ein Knackpunkt: Die Gebuehren und die Gebuehrenreglung. Wer garantiert mir, dass ich nicht im nächsten Jahr oder in zwei Jahren plötzlich auf Liverpool-Niveau Gebuehren zahlen darf?
Vielleicht bin ich auch einfach zu grueblerisch in diesem Punkt ...
Jedenfalls Dir ebenso ein frohes Fest und alles Gute weiterhin,
Arkturus
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