Der demografische und ökologische Wandel stellt Architekten und Planer vor neue Herausforderungen: Was bedeutet zukunftsfähiges Bauen? Wie lassen sich Ressourcen bereits im Planungsprozess nachhaltig einsetzen? Wie können Projekte gemeinschaftsorientiert entwickelt werden? Diese Fragen stehen im Fokus des neuen Masterprogramms Prozessarchitektur. Der berufsbegleitende Studiengang richtet sich an ausgebildete Architekten, Bauingenieure, Stadt- und Raumplaner sowie Innen- und Landschaftsarchitekten, die Bau- und Planungsaufgaben zukunftsweisend entwickeln und umzusetzen wollen.

Das Masterprogramm beruht auf Erfahrungen aus der Praxis: „Bei Bauprojekten stößt man immer wieder auf organisatorische und planerische Herausforderungen, auf die die klassische Architekturausbildung nicht vorbereitet“, so Nikolaus von Kaisenberg, Leiter des Fachbereichs Architektur. Der Studiengang soll diese Lücke schließen. Neben dem notwendigen Fachwissen aus den Bereichen Recht, Ökonomie, Architektur und Projektentwicklung vermittelt das Studium Strategien und Kompetenzen, um Projekte prozessorientiert und gemeinschaftlich mit Bauherren zu entwickeln.

Die Studenten können sich im Masterstudiengang wahlweise auf gemeinschaftsorientierte Projektentwicklung oder auf ressourcenoptimierte Architektur spezialisieren. Konkrete Bauaufgaben wie die Umgestaltung von innerstädtischen Brachflächen oder die Umsetzung von Projekten zum generationenübergreifenden Wohnen ermöglichen den Studenten, die vermittelten Herangehensweisen direkt zu erproben und weiterzuentwickeln.

Der Studiengang wurde von der Agentur AHPGS akkreditiert und startet im September dieses Jahres. Zum Studienstart lädt der Fachbereich Architektur zu einem Symposium mit dem Thema „Prozessarchitektur“ ein. Architekten, Stadtsoziologen und Experten für Partizipationskultur werden über die Bedeutung der Prozesskompetenz in der Baukultur diskutieren.

www.alanus.edu/architektur

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