Studierende der Betriebswirtschaft,
die eine Unternehmensnachfolge nach dem Studium anstreben, können sich
an der staatlich anerkannten, privaten Fachhochschule des Mittelstands
(FHM) bereits studienbegleitend auf die Selbstständigkeit vorbereiten.
Ziel ist es, Studierende für die Unternehmerrolle zu begeistern und
gleichzeitig systematisch zu qualifizieren. Das Juniorprogramm
Unternehmensnachfolge ist eng mit dem regulären Studium verzahnt und
in dieser Form in Deutschland einzigartig. Das Studium wird sowohl in
Vollzeit als auch in berufsbegleitender Form angeboten und startet
zweimal jährlich im Oktober und im Mai.

Jedes Jahr müssen in Deutschland rund 65.000 Unternehmen die
Herausforderung eines Generationswechsels bewältigen. Betroffen sind
vor allem mittelständische Familienunternehmen. In vielen Firmen ist
die Nachfolgefrage jedoch nicht geklärt. Zudem kann der
Übernahmeprozess an Fragen der Finanzierung, einer fehlenden Strategie
oder aufgrund mangelnder Führungskompetenz scheitern. Auch die soziale
Komponente, das Verhältnis zwischen Junior und Senior, spielt eine
entscheidende Rolle. Dadurch ist eine erhebliche Anzahl von
Arbeitsplätzen bedroht. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der
Unternehmensnachfolge darf daher nicht unterschätzt werden.

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) stellt sich seit ihrer
Gründung aktiv der Frage der Unternehmensnachfolge im Mittelstand.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Krüger, Dekan des
Fachbereichs Wirtschaft, hat die FHM auf dem Gebiet der
Unternehmensnachfolge durch Forschung und Beratung ein hohes Maß an
Kompetenz gewonnen. "Im richtigen Umgang mit der Elterngeneration, die
das Unternehmen gegründet hat und mit den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, die meist den Betrieb mit den Eltern zusammen aufgebaut
haben, liegt ein Schlüssel zum Erfolg", so Prof. Dr. Wolfgang Krüger,
Mitherausgeber des Buchs "Spitzenleistungen in Familienunternehmen".
Diese Kompetenz möchte die Hochschule durch eine spezielle
Unterstützung und gezielte Angebote an zukünftige Unternehmer
weitergeben.

Das Juniorprogramm Unternehmensnachfolge der FHM ist modular aufgebaut
und besteht aus zwölf Bausteinen aus den Bereichen Persönlichkeit,
Grundlagen der Unternehmensnachfolge, Strategie und Praxis. Neben
Finanzierungsmodellen, erb- und steuerrechtlichen Aspekten sowie der
Entwicklung eines strategischen Nachfolgeplans setzen sich die
Studierenden unter anderem auch mit "weichen" Faktoren wie
Rollenanforderungen und Rollenkonflikten auseinander und werden in der
Weiterentwicklung ihrer unternehmerischen Kompetenz unterstützt. Der
regelmäßig stattfindende Juniorenzirkel und die Praktikerkolloquien
dienen der Begegnung mit Junioren, die bereits die Nachfolge
erfolgreich gemeistert haben und einem Erfahrungsaustausch mit anderen
Nachfolgekandidaten. Weitere Informationen erhalten Interessierte
unter www.fhm-bielefeld.de/nachfolge.html

Quelle: Presse-Mitteilung der Fachhochschule des Mittelstandes