Berufsbegleitender Master-Studiengang Bauingenieurwesen an der Hochschule Biberach
Der neu angebotene Master-Studiengang Bauingenieurwesen stößt auf
große Resonanz: 20 Diplom-Ingenieure haben sich in diesem Semester
immatrikuliert - teilweise als begleitende Weiterbildung zum Beruf.
Dipl.-Ing. (FH) Walter Rustler (40) hat an der FH Regensburg studiert;
sein Abschluss ist 15 Jahre her, seither hat der Ingenieur beruflich
Fuß gefasst. Rustler ist erfolgreich, bei der Firma Ingenieur-Software
Dlubal ist er als Sales Director tätig. Das Unternehmen mit Sitz in
Tiefenbach programmiert und vertreibt Software für die Bereiche Statik
und Dynamik.
Doch seit diesem Semester setzt er zusätzlich auf Weiterbildung: Im
Master-Studiengang Bauingenieurwesen hat er sich an der Hochschule
Biberach eingeschrieben. Mit dem international anerkannten Master-
Abschluss will er sein Diplom ergänzen und seine Kenntnisse gezielt
vertiefen.
Was sein Arbeitgeber begrüßt. Die Geschäftsleitung habe nicht
gezögert, ihn bei dieser Weiterbildungsmöglichkeit zu unterstützen,
berichtet Rustler. Die Hochschule Biberach kennt er vor allem durch
seine beruflichen Kontakte zur Fakultät Bauingenieurwesen und
Projektmanagement und durch seine Teilnahmen am bundesweit anerkannten
Stahlbauseminar von Hochschule und Bauakademie Biberach. Die hohe
Reputation der Seminare in der Branche sind ein Garant für das Master-
Programm der Fakultäten Bauingenieurwesen und Projektmanagement.
Die Master-Qualifizierung sei eine Investition in die Zukunft, in
seine persönliche und in die der Software-Firma Dlubal, beschreibt
Rustler seine Motivation für die anstehenden drei Semester. Für die
Präsenzphasen in Biberach muss er seinen Jahresurlaub aufwenden; viele
Abende und Wochenenden werden mit dem Master-Studium belegt sein. Eine
zusätzliche Belastung, die der Ingenieur mit Spannung erwartet.
Ein internationaler Abschluss mit vielen Möglichkeiten im Ausland -
das ist die Hauptmotivation für Dipl.-Ing. (FH) Alexander Eckert (36).
Er ist Absolvent der Hochschule Biberach; 1998 machte er sein Diplom
im Studiengang Bauingenieurwesen. Seither ist er im Ingenieurbüro Karl
Heinz Goerke GmbH (Heilbronn) tätig - und auch er kommt nun für den
Master wieder zurück an die Hochschule. Das Unternehmen unterstützt
Eckerts Qualifizierungswünsche, die Fehlzeiten werden als effektive
Arbeitszeit verbucht. Eine komfortable Situation für den Ingenieur,
die gleichzeitig für die Wertschätzung des Angebotes in der Baubranche
steht.
Diplom, Master und Beruf - das will Tim Schäfer (26) miteinander
verbinden. Auch er ist ehemaliger Student der Hochschule Biberach
(seine Diplomprüfung bestand er im Sommer) und seit September
gleichzeitig als Assistent des Studiengangs Bauingenieurwesen an der
Hochschule tätig. Sozusagen ohne Zwischenstopp setzt er den Master auf
das Diplom. Neben den technisch orientierten Schwerpunkten KIB
(Konstruktiver Ingenieurbau) und UVW (Umwelt, Verkehr, Wasser) stehen
insbesondere Management und Betriebswirtschaft auf dem Master-Programm
- Themen, die Schäfer bisher fehlten.
Studiengangsleiter Prof. Dipl.-Ing. Franz-Josef Krichenbauer sieht
diese inhaltliche Ausrichtung des Masters eng an den Anforderungen des
Marktes. Die Hochschule hatte bei Personalchefs die Bedürfnisse der
Branche erforscht und sich dann entsprechend auf die Bereiche
Projektmanagement, Betriebswirtschaft und Vertragsrecht sowie
Planungsgrundlagen und technisch-betriebswirtschaftliche Analysen
konzentriert. Dabei sieht Krichenbauer die Vorteile der Hochschule
Biberach klar auf der Hand: die verschiedenen Fachgebiete des Themas
Bauen sind hier unter einem Dach, die interdisziplinäre Zusammenarbeit
jahrelang erprobt. Starkes Gewicht wird in der Master-Ausbildung
außerdem auf das Projektstudium gelegt: Nicht an abstrakten Inhalten
wird gelehrt, sondern an praktischen Beispielen. Thema Nummer eins:
Flughafen und die Frage: Wo ist der Bauingenieur gefordert, in welchen
Bereich kann er mitwirken?
EDV und Softwareschulungen stehen außerdem auf dem Programm; auch
Business Englisch, denn das Master-Studium sieht einen
Auslandsaufenthalt vor. Das Angebot berufsbegleitend anzulegen, sieht
Krichenbauer als entscheidenden Grund für die hohe Akzeptanz.
Ermöglicht wird dies durch E-Learning, eine Internet-Plattform über
die Aufgaben gestellt und gelöst werden können.
Dass er zu den Jüngeren und wenig Erfahrenen gehört, empfindet Schäfer
nicht als Nachteil. Ganz im Gegenteil erhofft er sich aus der
gemischten Master-Runde vielschichtige Erfahrungen. Und so wird er
nach drei Semestern bestens gerüstet ins Berufsleben starten: als
Diplom-Bauingenieur mit international anerkanntem Master of
Engineering und ersten Berufserfahrungen im Hochschulbereich.
Quelle: Presse-Mitteilung der Hochschule Biberach
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