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  1. #19
    Avatar von hotknife
    hotknife ist offline Sehr erfahrener Benutzer
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    Standard AW: vergleich WBH zu präsenz fh´s

    Anno1904,

    wenn das Studium nicht jeder schafft u. einen hohen Anspruch hat, dann weisst Du eben auch was Du geleistet hast. Was nutzt Dir eine sehr gute Note, die von fast jedem auch erreicht werden könnte.

    Schau Dir mal die Abschlüsse bei den Juristen an, da ist ein 3er wie 6 Richtige im Lotto.

    Ich war/bin von meinem Fachhochschulabschluss Betriebswirtschaft auch ordentlich verwöhnt. Nicht viel lernen + sehr gute Noten. Jetzt muss ich bei der HFH beim Wirtschaftsingenieur auch ordentlich umdenken.
    „Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter
    oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen,
    als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft
    und dem Maß unserer Menschlichkeit.“
    (Martin Luther King)

  2. #20
    Ebrias ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: vergleich WBH zu präsenz fh´s

    Zitat Zitat von doenis Beitrag anzeigen
    Auch wenn ich kein Fernstudent bin, kannst du mir ruhig glauben, dass ich schon so manche Klausur geschrieben und noch deutlich mehr gesehen habe, wo ich mir schon beim Überfliegen des Aufgabenblattes dachte:

    "Oh man, das haben wir in der Vorlesung aber nicht so wirklich oder nur am Rande behandelt, Übungsaufgaben oder gar alte Klausuren gabs dazu auch nicht. Na Prost Mahlzeit und das in 60/90 Minuten..."

    Es geht auch nicht darum hier irgendjemanden als dämlich oder unfähig hinzustellen. Es gibt halt Aufgabenstellungen, mit denen man zurechtkommt und welche bei denen man nicht weiter weiss...

    Primär gehts jedoch darum, die Thematik verstanden zu haben und meine Erfahrung (sowie die meiner Kommilitonen) zeigt, dass man auch vollkommen neuartige Klausuren gut bestehen kann, wenn man das Thema verstanden hat und nicht bloss ein paar Aufgabentypen nach Schema F runterrattern kann...

    Wir sollten daraus jetzt keine Diskussion über Niveau machen, aber es wirft kein gutes Licht auf eine Hochschule, die sich zu einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber ihren Studenten genötigt sieht, weil eine Klausur sich mal nicht zum überwiegenden Teil an den Übungsaufgaben orientiert, sondern neue Aufgaben stellt und möglicherweise sogar Wissen aus vergangenen Veranstaltungen vorraussetzt...

    Wie soll man sich deiner Meinung nach als Präsenzstudent auf Klausuren vorbereiten, wenn in der Vorlesung nur Übungen ohne Lösungen verteilt werden und es keine alten Klausuren gibt?

    Das ist halt Hochschule...
    Tja, was soll man dazu noch sagen? Das sind eben sogenannte "Siebfächer". Bloß mit Fairness hat dies nichts zu tun.

    Thematik hin oder her. Wenn in der Klausur neuartige Aufgaben drankommen, ist der überwiegende Teil der Studenten nunmal aufgeschmissen. So kenne ich es zumindest aus meiner Zeit an der Uni.
    Das hing auch mit dem sehr engen Zeitplan in den Klausuren der Uni zusammen. Da blieb einfach absolut keine Zeit, sich erst in neue Sachen reinzudenken, was man bei einer neuartigen Aufgabe erst machen müsste. Wenn man es nicht runterrattern konnte, dann hatte man absolut keine Chance, die Klausur zu bestehen.

    Dieses Problem ergab sich eben bei den Professoren, die absolut kein Gefühl dafür hatten, was die Studenten eigentlich leisten müssen.

    Aber auch hier gab es Ausnahmen. Das waren dann nämlich Professoren, die mehr als eine Ahnung von Didaktik hatten.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Skript - und Übungsfremden Klausuren kein notwendiges Übel sind, sondern teilweise aus reiner Ignoranz entstehen. Denn sowas hat, wie gesagt, niemand von den didaktisch geschulten Professoren gemacht!

    Ich kann es absolut nicht nachvollziehen, dass Didaktik für Professoren noch keine Pflicht ist.

  3. #21
    doenis ist offline Sehr erfahrener Benutzer
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    Standard AW: vergleich WBH zu präsenz fh´s

    Was soll man dazu von meiner Seite noch äußern?

    Es gibt ganz offensichtlich die eine Seite, die von einer Hochschule genau das erwartet, was eine Hochschule schon seit Jahrhunderten ausmacht und die andere Seite, die von einer Hochschule eine Art Schule erwartet, wie man sie aus der Kindheit und Jugend her kennt...

    Eine Hochschule macht aus, dass man zu Transferleistungen in der Lage ist und sich selbstständig und ausreichend, auch unter Zuhilfenahme von Sekundärliteratur und Aufgabensammlungen, auf die Prüfungsleistungen vorbereitet. Es reicht NICHT aus, wenn man die ausgeteilten Übungsaufgaben runterrattern kann und schon aufm Schlauch steht, wenn sich eine Nebenbedingung oder ein Aufgabenteil ändert...

    Die meisten Klausuren werden übrigens überhaupt nicht darauf ausgelegt, dass man sie komplett schaffen kann. Bei uns liegt die Schwelle für 4,0 meist zwischen 40-50% und die 1,0 gibts ab 85-90%. Ich hab von Unis gehört (wohlgemerkt nur gehört) bei denen in HöMa schon 30% für ne 4,0 reichen...

    Sieh es als Herrausforderung und Vorbereitung für deinen Job. Dein Entwicklungschef wird dir später auch keine didaktisch hübsch vorbereiteten Aufgaben geben. Schon in der Bachelorthesis wirst du sowas nicht mehr kriegen. Dann musst du ran, selbstständig, mit Literatur, ohne Studienbriefe, ohne Tutoren, ohne Übungsaufgaben, usw...

    Genau darauf will dich die Universität und die Fachhochschule vorbereiten und deswegen haben auch Absolventen von als besonders hart geltenden Hochschulen so einen ausgezeichneten Ruf und machen so oft Karriere...

  4. #22
    Avatar von jascha1976
    jascha1976 ist offline Benutzer
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    Standard AW: vergleich WBH zu präsenz fh´s

    Tag zusammen!
    Es wird ja richtig rege Diskussion hier.. Tatsache aber ist das man dann auf spätere Arbeitsleben, wie hier schon Einer oder Andere angedeuted hat, vorbereitet sein muss..Das der Dozent schwerere Klasuren stellt mag ja sein, aber das Reden bringt einen nicht weiter.. Klar regt man sich auf, aber man muss eben da durch und damit leben..Ein Lehrer hat mir mal gesagt, als ich mich über zusäzliche 100 Blätter ohne Schwerpunkte 3.Wochen vor der Prüfung, aufgeregt habe : "Setzen Sie sich mit dem Thema auseinander,dann beweisen Sie íhr Wissen darüber,danach können Sie nachfragen ob Sie mitreden dürfen..als angehender Techniker oder Ingenieur werden Sie in Ihrem zukunftigem Arbeitsleben zum weinen in den Keller gehen.." So ist es nun mal..


    Gruß
    Jakob

  5. #23
    Avatar von hotknife
    hotknife ist offline Sehr erfahrener Benutzer
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    Standard AW: vergleich WBH zu präsenz fh´s

    Jetzt auch zum Weinen in den Keller, ich dachte immer man müsste das nur zum Lachen machen.
    „Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter
    oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen,
    als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft
    und dem Maß unserer Menschlichkeit.“
    (Martin Luther King)

  6. #24
    anno1904 ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: vergleich WBH zu präsenz fh´s

    um nochmal auf die frage zurückzukommen.....

    ich wollte ja gar keine grundsatzdiskussion starten ob eine klausur schwer sein darf oder fragen stellen darf die nicht schon vorher disskutiert wurden.

    fakt ist: in deutschland unterscheiden sich die ansprüche der verschiedenen hochschulen stark.

    ich wollte wissen an welchem ende die wbh liegt. das kann auch jemand beantworten der nicht explizit maschinenbau sondern auch was anderes technisches an der WBH studiert.

    danke

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