Fernstudium Informatik; ein paar Fragen
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Hallo zusammen,
ich bin seit längerer Zeit ein geheimer Beobachter in Sachen Fernstudium; ich habe zwar Erfahrung im Fernunterricht (ABI per Telekolleg) aber wenn ich drei Jahre oder länger blockern möchte, muss ich das grundlegend planen...
Also, ich glaube, dass ich das schaffen kann, da ich mich einfach dafür interessiere und einiges an computertechnisches Vorwissen mitbringe (z.B. für Angew. Inform - WI); aber in der Zeit, in der ich mich jetzt nach einem Fernstudium umgeschaut habe, habe ich bemerkt, dass ich immer wieder schaue, welches Können in Mathe verlangt wird. Und hier ist der Knackpunkt. Ich hasse Mathe nicht und ich bin auch nicht dagegen abgeneigt aber meine Stärke war es definitiv nie, d.h. ich musste immer mehr üben als andere und kam am Ende zu einem schlechteren Ergebnis.
Was haltet ihr von folgendem:
Angenommen, jemand (also ich!) hat schon lange keine Ableitungen mehr durchgeführt und kennt keine Integrale; außerdem kann der jemand mit Wahrscheinlichkeitsrechnung nichts anfangen und hat Statistk nie im Unterricht gehabt. Und zum Thema Logik fällt ihm UND/ODER und noch ein paar andere Sache ein. Ihr merkt vermutlich schon: ich habe in einem PDF die Prüfungordnung für Informatiker der WBH offen und lese gerade Mathe1 und Mathe2 durch. Mit Folgen und Funktionen kann ich etwas anfagen aber mit dem Rest nicht. Nun habe ich dort Mathe aber 2 Jahre lang. Trotz meiner Schwächen in diesem Fach bin ich gegen Mathe nicht abgeneigt und kann ziemlich hartnäckig sein. Und wenn ich schon Informatik studieren möchte, will ich auch Mathe schaffen.
Wenn ich denn nur wüsste, was mich in Mathe alles erwartet...
Was denkt ihr jetzt dazu nachdem ich mich offenbart habe? ;-)
Gruß
Tom
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Ich habe meinen Bachelor in Angewandter Informatik an einer Präsenz-FH gemacht und bin deshalb vielleicht nicht ganz qualifiziert für eine Antwort.
Dennoch war Mathe bei uns durchaus einer der Knackpunkte im Studium. Die meisten, die aufgehört haben, taten dies wegen Mathe.
Allerdings kannten viele bei uns am Anfang auch Integrale und Co nicht und viele haben es dann doch geschafft. Ich will dir hier also nicht vollkommen davon abraten; mit einem gewissen Ehrgeiz und viel Übung (hast du jemanden, bei dem du bei Bedarf Nachhilfe nehmen kannst?) kann man das durchaus schaffen, auch wenn weitaus schwierigere Dinge als Integrale auf einen warten.
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Also ich verweise auf den User UdoW , nach seiner Aussage ist Mathe an der WBH durchaus machbar, man wird da wohl sehr gut herangeführt und durch die zusätzlichen Repetitorien (kostenpflichtig) ist man sehr gut vorbereitet.
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Also ich habe an der Wilhelm Büchner Hochschule vor einigen Jahren (und noch auf Diplom) Informatik studiert.
Und wenn Du schreibst:
hat schon lange keine Ableitungen mehr durchgeführt und kennt keine Integrale; außerdem kann der jemand mit Wahrscheinlichkeitsrechnung nichts anfangen und hat Statistk nie im Unterricht gehabt. Und zum Thema Logik fällt ihm UND/ODER und noch ein paar andere Sache ein.
War es bei mir ähnlich. Zwar hatte ich in der Oberstufe mal ein bisschen Wahrscheinlichkeitsrechnung, aber davon war ebenso wie von den anderen von Dir angesprochenen Themen nichts mehr da. Und Logik war für mich als Fach ganz neu.
Ich bin wirklich nicht der große Mathe-Checker und ich kann auch nicht behaupten, dass es leicht gewesen wäre, aber mit großem Zeitaufwand war es machbar und die Note war letztlich auch nach ganz brauchbar - wenn auch insgesamt die schlechteste in meinem Studium.
Also nur von Mathe würde ich mich an Deiner Stelle nicht abschrecken lassen.
Viele Grüße
Markus
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Hi,
als jemand, der genau DEN Studiengang auch wirklich absolviert, den du dir ausgesucht hast, möchte ich doch auch antworten:
Meine Voraussetzungen sind gewesen: Abi 95 mit Mathe LK
Mathe I geschrieben im Juni 08, Mathe II geschrieben im Dez 10
Außer der einen oder anderen Eigenart in MatheII kam für mich nichts neues dran - alle Themen waren in der Oberstufe schon mal durchgekaut worden (ok, nicht, dass ich mich noch groß hätte erinnern können)
Also: Die Mathehefte (Außer Stochastik) der WBH sind hervorragend! Für die Heranführung bietet die WBH einen Vorbereitungskurs per PDF an, der noch einmal die Grundlagen wiederholt (Mathe ist nichts als Beherrschung der Grundlagen und Anwendung auf komplexere Themen). Es ist also nicht schlimm, dass Dir Integrale, Funktionen oder Logik nichts sagen - dafür werden die Themen ja in den Heften besprochen, durchgenommen und geübt!
Schwieriger wird es, wenn du bereits jetzt schon auf Kriegsfuß mit Dingen wie
* Sinus/Cosinus/Tangens
* Bruchrechnen
* Binomische Formeln
* 4 Grundrechenarten
usw. stehst
Ansonsten kann man meiner Meinung nach sagen, dass die Matheklausuren machbar und fair gestellt sind. Die Tutoren waren alle fähig, Fragen wurden beantwortet. Die korrektur der Hausaufgaben (die man allgemein als A-Aufgaben bezeichnet) ist schnell - und wenn man weitergehende Fragen hat, bekommt man die vom Korrektor beantwortet.
Es fliegt einem mit Sicherheit keine gute Note einfach zu - man muss in Mathe üben, üben und dann noch mehr üben, damit man gut zurecht kommt. Aber MACHBAR ist es allemal!
Wegen Mathe das Studium nicht zu beginnen wäre dämlich Vielmehr ist eigentlich nur wichtig, genügend Zeit mitzubringen, um auch wirklich üben, üben und dann noch mehr üben zu können - und das nicht nur in Mathe.
Just my 2 cents 
und PS: gerade zu Beginn habe ich sehr viel gebloggt - da findet sich bestimmt auch die eine oder andere spannende Info wieder
Danny
Wilhelm Büchner Hochschule
Bachelor of Science in Angewandter Informatik seit 12/2011
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Hallo zusammen, zunächst einmal vielen Dank für euer Feedback.
Ich ziehe daraus:
+ genügend Zeit mitbringen zum Pauken von schwierigen Stoffen.
+ WBH in diesem Fall organisatorisch gut aufgestellt
+ Skripte etc in Ordnung (aus Feedback von jemanden, der Mathe kann)
+ Mathe auch machbar wenn man kein Mathe-Checker ist
+ es gibt schwierigere Fächer als Mathe (!)
Zwei weitere Fragen, die sich daraus ergeben
+ welches Fach war eurer Meinung nach anstrengender als Mathe im Fernstudium?
+ ich konnte keine Informationen zum Entstehen der Noten finden. Irgendwie spielen die CP rein? In der Prüfungsordnung steht jedenfalls die Note "4" als untere Grenze. Wie werden Noten berechnet? Der altbewährte bayer. Notenschlüssel zählt hier wohl nicht mehr ;-)
Würde mich noch über ein paar Antworten freuen!
Danke, Tom
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