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Brauche Entscheidungshilfe - Studium Informatik oder Zertifizierung /Spezialisierung?

  1. #7
    Overjack ist offline Neuer Benutzer
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    ein paar Antworten von jemandem, der Fachinformatiker gelernt und später Wirtschaftsinformatik und technische Informatik studiert hat:
    Respekt - 2 Studiengänge auf einmal! Damit bieten sich dir natürlich alle Möglichkeiten...

    Ja, das passt gut - aaaaber wie auch bei allen anderen Überlegungen gilt: Wenn es dich nicht interessiert, solltest du es gar nicht erst versuchen. Das es mal Module gibt, die Spaß machen und mal welche, die man überhaupt nicht leiden kann, ist normal. Du solltest aber grundlegendes Interesse haben, dich intensiv mit diesen Themen zu beschäftigen. Wenn du BWL überhaupt nicht leiden kannst, dann lass es sein. Die Chance, das du später einen Job in der Beratung hast, für den du kein BWL-Wissen brauchst, ist zwar real vorhanden, aber meiner Meinung nach nicht sehr groß.
    Achtung: Für TI gilt das Gleiche - wenn du Mathe und Theorie (der E-Technik, Informatik) noch nie leiden konntest, wird es hart. (Ich breche bei beidem auch nicht in Begeisterung aus und war darin nie gut, aber es ist Handwerkszeug und gehört dazu.)
    Manche BWL-Themen fand ich ganz interessant, manche aber auch nicht, eher trocken. ES steht auch noch nicht 100% fest, ob ich wirklich in die Berater-Branche möchte. Klar, dann wäre Wirtschaftsinformatik sinnvoll. Aber die Themen der TI finde ich auch interessant. Mathematik hatte ich damals zusammen mit Deutsch als LK und mochte schon damals die Logik. Auch Programmierung hat mir in der Schule als Nebenfach schon Spaß gemacht.

    Ich weiß noch, wie ich mir vor der Ausbildung von Kosmos einen Elektronik-Baukasten gekauft habe und damit verschiedene Experimente machte - Schaltkreise, Wechselspannung etc... Danach habe ich mir irgendwann das C/C++ Buch von Data Becker gekauft und mir als Hobby ein wenig Programmieren beigebracht.

    Ich bin Systemprogrammierer, also eine Mischung aus Admin und Programmierer für systemnahes Zeugs. (Werkzeuge für Cluster/Server-Farmen wie Software-Verteilung, Config-Management, etc.)
    Dein Tätigkeitsgebiet klingt auch interessant. D.h., das man durch das TI-Studium nicht unbedingt als reiner Elektriker tätig sein muss, also sehr hardwarenah, wie du beschrieben hast. Hat sich dieses neue Aufgabengebiet durch einen Arbeitgeberwechsel erschlossen oder hast du seit Beginn des Studiums nicht gewechselt? Hast du durch dein Studium einen finanziellen Aufschwung erlebt?

  2. #8
    Bernd2 ist offline Neuer Benutzer
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    Zitat Zitat von Overjack Beitrag anzeigen
    Respekt - 2 Studiengänge auf einmal!
    Zu viel der Ehre. :-) Erst FI-SI, dann (abgeschlossenes) Präsenz-Studium der TI, allerdings um ein paar Semester gestreckt, weil ich parallel weiter in der IT tätig war, dann zwei Jahre Vollzeit-Arbeit ohne Studium und dann berufsbegleitend WI als Aufbaustudium.

    Mathematik hatte ich damals zusammen mit Deutsch als LK und mochte schon damals die Logik. Auch Programmierung hat mir in der Schule als Nebenfach schon Spaß gemacht.

    Ich weiß noch, wie ich mir vor der Ausbildung von Kosmos einen Elektronik-Baukasten gekauft habe und damit verschiedene Experimente machte - Schaltkreise, Wechselspannung etc... Danach habe ich mir irgendwann das C/C++ Buch von Data Becker gekauft und mir als Hobby ein wenig Programmieren beigebracht.
    Das sind nach meiner Erfahrung sehr gute Voraussetzungen für Spaß am TI-Studium.

    Dein Tätigkeitsgebiet klingt auch interessant. D.h., das man durch das TI-Studium nicht unbedingt als reiner Elektriker tätig sein muss, also sehr hardwarenah, wie du beschrieben hast.
    *hust* Elektroniker oder E-Techniker, nicht Elektriker. Nein, man muss definitiv nicht im Hardware-nahen Umfeld arbeiten. Es ist wie bei vielen anderen interdisziplinären Studiengängen: Da man sich bei TI mit E-Technik und Informatik beschäftigt, kann man später in dieser Schnittstellen-Funktion oder auf einer der beiden "Seiten" arbeiten. Wie gut das klappt, hängt auch ein bisschen davon ab, wie der Studiengang gestaltet ist. Bei uns gehörte eine sehr solide Informatik-Ausbildung insbesondere in Betriebssystemen, Software-Entwicklung und Netzwerken dazu, obwohl E-Technik auf dem Diplom steht. Das hilft bei einem "Admin-Job" natürlich enorm. Das muss aber je nach Studienverlaufsplan nicht überall so sein.

    Hat sich dieses neue Aufgabengebiet durch einen Arbeitgeberwechsel erschlossen oder hast du seit Beginn des Studiums nicht gewechselt?
    Ich bin nach dem Erststudium in den jetzigen Job gewechselt, da es das fachlich spannendste Angebot für eine Verbesserung war. Die vorherige Berufserfahrung als Admin/Netzi war dabei natürlich schon hilfreich, der Studienabschluss (und das Wissen!) aber auch. WI ist jetzt die Fortsetzung, da es einige Wissenslücken schließt. (In meinem Fall ein Aufbaustudiengang, der eher zufällig sehr gut für mich passt.) Man Arbeitsschwerpunkt ist technisch und soll da für die nächste Zeit auch bleiben, weil es am meisten Spaß macht. WI-Wissen hilft aber, Schnittstellen und Vorgänge in großen Unternehmen besser zu verstehen und rundet das Ganze ab, da man einfach entspannter mit Controllern, Management, Projektmanagement, Revision, Vertrieblern etc. zusammen arbeitet, wenn man deren Aufgaben und Motivation gut kennt.

    Hast du durch dein Studium einen finanziellen Aufschwung erlebt?
    Ja, nicht gigantisch - aber auch nicht so wenig, das ich Jammern muss. ;-) Wichtiger sind sicherlich die dadurch entstandenen Möglichkeiten für die Zukunft: Gerade größere Läden suchen für viele Jobs immer noch stur nach Akademikern - fast egal, was man genau studiert hat. Ohne einen Studienabschluss wird es nicht unmöglich, aber schwerer. Ich kenne Einige "Nicht-Studierte" die es geschafft haben - da war aber oft viel Glück dabei... Das gleiche betrifft dann oft auch die hausinternen Aufstiegsmöglichkeiten. Je mehr Berufserfahrung man hat, desto unwichtiger wird ein Studium als Qualifikation zwar nach meiner Erfahrung, aber unterschätzen sollte man den Faktor auch nicht...

  3. #9
    Overjack ist offline Neuer Benutzer
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    Vielen Dank für deine sehr nützlichen Informationen!!

    Erst FI-SI, dann (abgeschlossenes) Präsenz-Studium der TI, allerdings um ein paar Semester gestreckt, weil ich parallel weiter in der IT tätig war, dann zwei Jahre Vollzeit-Arbeit ohne Studium und dann berufsbegleitend WI als Aufbaustudium.
    Dennoch finde ich, dass dieser Werdegang ein Lob verdient, zeugt von Selbstdisziplin! Bedeutet das, das ein nachträgliches WI Aufbaustudium
    aufgrund des Erststudiums verkürzt werden kann? Wenn ja, wieviel Semester? Das Grundstudium ähnelt sich vermutlich stark...

    *hust* Elektroniker oder E-Techniker, nicht Elektriker.
    OK, sorry. Das meinte ich ja auch

    Bei uns gehörte eine sehr solide Informatik-Ausbildung insbesondere in Betriebssystemen, Software-Entwicklung und Netzwerken dazu
    Meinst du, dass die Informatik-Inhalte der TI an der WBH solide sind:
    http://www.wb-fernstudium.de/informa...he-informatik/

    Gerade größere Läden suchen für viele Jobs immer noch stur nach Akademikern - fast egal, was man genau studiert hat. Ohne einen Studienabschluss wird es nicht unmöglich, aber schwerer.
    Wenn ich mir die momentanen Stellenangebote auf dem Arbeitsmarkt ansehe, dann kann ich das nachvollziehen. Hier sind einige dabei, die ein Studium als Voraussetzung haben und dann natürlich idealerweise mehrjährige Berufserfahrung

    Also insgesamt würde mich die TI schon reizen. Für welche Spezialisierung hast du dich damals entschieden - Kommunikationstechnik oder Automatisierungstechnik? Kannst du hier Empfehlungen aussprechen?

    Und nochmals Danke für deine Infos!!

  4. #10
    Bernd2 ist offline Neuer Benutzer
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    Zitat Zitat von Overjack Beitrag anzeigen
    Bedeutet das, das ein nachträgliches WI Aufbaustudium
    aufgrund des Erststudiums verkürzt werden kann? Wenn ja, wieviel Semester?
    Das war vielleicht missverständlich: Ich studiere einen konsekutiven WI-Studiengang mit Abschluss MSc. Dafür benötigt man schon ein Erststudium WI, Inf. oder ähhnlich. Das sind dann nochmal fünf Semester. Das wird nicht verkürzt, sondern es setzt darauf auf, da es das Grundstudiums-Wissen voraussetzt. (Das ist in der Praxis aber nicht immer zwingend nötig.)

    Das Grundstudium ähnelt sich vermutlich stark...
    Keine Ahnung, Überschneidungen gibt es vermutlich schon - mein Zweitstudium ist ja ein konsekutiver Master, setzt also ein Erststudium voraus. Da gibt es keine "Grundstudium-Module" - die hatte man im Erststudium. Für mich ist das kein Problem: Der Informatik-Anteil eines WI-Grundstudiums war schon - vermutlich sogar in größerem Umfang - in meinem Erststudium (TI) enthalten. Was ich aus den BWL-Grundlagen wissen will/muss, habe ich mir schon selber angeeignet oder hole es bei Bedarf jetzt nach. Die im Studiengang enthaltenen Module http://www.verbundstudium.de/master/...rmatik/inhalte passen einfach recht gut für meinen beruflichen Bedarf, da sie Wissenlücken auffüllen die mir wichtig sind, ohne das viel dabei ist, das mich nicht interessiert.

    Meinst du, dass die Informatik-Inhalte der TI an der WBH solide sind:
    http://www.wb-fernstudium.de/informa...he-informatik/

    Sieht nach "klassischer" TI-Zusammenstellung aus. Bei uns - ich habe ja nicht an der WBH studiert - war der Fokus nach dem Grundstudium noch etwas stärker auf Informatik-Themen, insbesondere alles rund um Netze. Das liegt aber eben auch an meinem Schwerpunkt (Rechnernetze), den es dort so nicht gibt.

    Also insgesamt würde mich die TI schon reizen. Für welche Spezialisierung hast du dich damals entschieden - Kommunikationstechnik oder Automatisierungstechnik? Kannst du hier Empfehlungen aussprechen?
    Siehe oben - ich habe nicht an der WBH studiert. Mein Erststudium war ja ein Präsenzstudium. Wenn du in der IT bleiben möchtest, dürfte die Wahl klar sein - Kommunikationstechnik. Einzige Ausnahme: Du möchtest später im Umfeld Embedded Systems oder Robotik arbeiten, dann kann AT auch interessant sein. Eine Alternative an der WBH wären auf den ersten Blick auch Angew. Inf mit Schwerpunkt WI.

  5. #11
    Overjack ist offline Neuer Benutzer
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    Eine Alternative an der WBH wären auf den ersten Blick auch Angew. Inf mit Schwerpunkt WI.
    Genau das ist mein Problem. Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ich möchte auf jedenfall weiterhin in der IT-Branche bleiben.
    Diesen Studiengang hatte ich mir anfangs auch ausgesucht. Er würde meine Kenntnisse aus den beiden Ausbildungen auffrischen und natürlich auch vertiefen.

    Vielleicht sollte ich einfach bei meiner ersten Wahl bleiben..je mehr ich mir ansehe, desto unschlüssiger werde ich

    Digitale Medien mit Spezialisierung Spieleentwicklung als Bachelor-Studiengang klingt nämlich auch interessant. Dies ist nur eine völlig neue Branche und daher wenig sinnvoll für mich...

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