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Psychologie an der FernUni Hagen

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Über diesen Blog

Erfahrungsbericht zum Psychologie-Fernstudium (Bachelor) an der FernUni Hagen von den ersten Vorüberlegungen im Jahr 2011 bis zum Abbruch des Studiums und der Exmatrikulation 2013. Mit zahlreichen Fotos und Videos.

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Markus Jung

Ende des Studiums, bevor es richtig begonnen hat

Am Wochenende habe ich eine Entscheidung getroffen: Ich werde mich zum nächsten Semester an der FernUni Hagen nicht zurückmelden - ich breche das Psychologie-Studium dort also ab.

Wer meine Blogbeiträge zum Studium an der FernUni Hagen verfolgt hat weiß, dass ich nie richtig in das Studium rein gekommen bin und mehr darüber berichtet habe, was ich wie anders machen könnte, statt über wirkliche Fortschritte.

 

Im Grunde sehe ich drei Ursachen dafür:

 

1. Mir war schnell klar, dass ich das Studium nicht abschließen kann

Es hat sich schnell heraus gestellt, dass ich das Studium in Hagen wohl nicht mit dem Bachelor abschließen würde, weil der Aufwand zu groß erscheint und unterwegs zu viele Hürden liegen, die auch in der Organisation des Studiums liegen.

 

2. Ich bin mit der Uni nie richtig warm geworden

Eigentlich kann ich gar nichts Negatives über die Betreuung sagen. Die FernUni gibt sich meiner Meinung nach große Mühe, trotz der enormen Studierendenzahlen so gut es geht eine Unterstützung anzubieten. Es gibt eine Auftaktveranstaltung, die auch als Video zur Verfügung gestellt wird und die Betreuer der Foren sind sehr engagiert.

Dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass die Studierenden (zumindest in dieser Anzahl) ja eigentlich gar nicht gewünscht wird und man zusehen muss, dass nicht zu viele weiter kommen, um das Studium überhaupt anbieten zu können. Damit verbunden auch die enormen Probleme bei allem, was auch nur ein wenig in Richtung Individualität geht (Projektarbeiten, Präsenzveranstaltungen, Bachelorarbeit etc.).

Problematisch finde ich insbesondere das Prüfungskonzept der reinen Multiple-Choice Klausuren, die doch viel auswendig lernen und Wissensreproduktion erfordern bzw. nur standardisierte Antworten ermöglichen, wenn es um die Anwendung von Wissen geht. Das widerspricht meinen Vorstellungen von lernen.

Ich muss da natürlich auch dazu sagen, dass ich durch mein Erststudium an einer privaten Hochschule da einfach verwöhnt bin, was die Studierendenbetreuung angeht und auch das Verhältnis zum Studierenden. An der Wilhelm Büchner Hochschule wurde ich tatsächlich als Kunde gesehen, der eine Dienstleistung erhält. Dieses Gefühl habe ich in Hagen nicht gehabt, sondern fühlte mich eher (wenn auch gut) verwaltet.

 

3. Ich habe tatsächlich zu wenig Zeit

Ende Oktober habe ich angefangen, meine Lernzeiten zu dokumentieren und obwohl ich wusste, dass es wenig ist, war ich nochmals erstaunt, wie wenig es denn tatsächlich ist. Für ein universitäres Studium definitiv zu wenig.

Ich habe vor, die Lernzeiten in den nächsten Monaten deutlich zu erhöhen, um mit dem Lehrgang bei Impulse gut voran zu kommen (denn selbst dafür ist es zur Zeit sehr knapp), aber für Hagen würde es auch in absehbarer Zukunft nicht reichen und (Hauptproblem) ich bin auch nicht bereit, dafür mehr Zeit zu investieren, da mir der Nutzen als zu gering erscheint.

Dennoch möchte ich dieser Erfahrung keinesfalls missen. Darüber werde ich sicherlich noch ausführlicher etwas schreiben, aber ich kann jetzt schon sagen, dass ich viel über die FernUni Hagen gelernt habe - und auch inhaltlich ist es nun nicht so, dass ich gar nichts mitgenommen habe. Und die Unterlagen für einige der Themen, die mich besonders interessiert haben, habe ich ja vorliegen bestimmt werde ich diese noch nutzen können. Insbesondere gilt dies für die Materialien zur pädagogischen Psychologie speziell mit Bezug auf die Erwachsenenbildung - die für mich einer der Hauptgründe waren, warum ich mich überhaupt für das Studium angemeldet hatte.

Ein wenig bedauere ich es, dass ich es nicht wenigstens mal mit einer Klausur versucht habe, aber ich kann mich dazu einfach nicht aufraffen.

Was meine Entscheidung nochmals erleichtert hat: Es wird ja voraussichtlich in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres erstmalig ein Psychologie-Fernstudium an einer privaten FH geben (der PFH). Wenn ich es bis dahin schaffen, meine Lernzeiten auf ein akzeptables Niveau zu bringen (das würde ich bei mir so sehen, wenn ich auf einen Wochenschnitt von zehn Stunden komme) und bei Impulse weitgehend durch zu sein, überlege ich mir das vielleicht doch noch mal - dann aber auch wieder mit dem Ziel, irgendwann einen weiteren Abschluss in Händen zu halten.

Markus Jung

Vorteile und Nachteile von Online-Vorlesungen

Diese Woche war es wieder mal soweit: Im Rahmen meines aktuellen Hefts zu den Paradigmen der Psychologie war ein Kapitel dabei, zum dem es im Heft nur eine "Einführung zur Vorlesung" gegeben hat. Es ging dabei um das kognitionswissenschaftliche Paradigma.

Aso habe ich das Thema erstmal aufgeschoben (erster Nachteil), da ich zu dem Zeitpunkt gerade in der Straßenbahn gesessen habe.

Die Vorlesung ging dann über gut eine Stunden und wurde von Prof. Renner schon recht anschaulich gehalten. Und darin sehe ich auch einen großen Vorteil der Vorlesungen. Es tut gut, Stoff auch mal mündlich dargestellt und anhand von Folien visualisiert dargeboten zu bekommen und nicht nur als Text (in den Studienheften der FernUni habe ich zum Beispiel bisher kaum erläuternde Grafiken vorgefunden).

Als ungünstig habe ich das vorgegebene Tempo empfunden und die Anforderung, nebenbei mitzuschreiben. Zwar gibt es die Folien zum Download, aber gerade die Erläuterungen dazu waren ja oft interessant. Vermutlich ist mir dies auch deshalb relativ schwer gefallen, weil ich darin ungeübt bin (es war erst meine 2. oder 3. Vorlesung während des Semesters).

Was mich auch stört ist, dass ich nun neben dem Heft auch noch meine Ausdrucke und Notizen habe, die eigentlich dazwischen gehören. Na gut, ist nur eine Kleinigkeit.

Insgesamt finde ich es gut, dass es das Angebot der Vorlesungen gibt. Allerdings würde ich mir wünschen, dass diese als Ergänzung und nicht als Ersatz für den Studienbrief dienen würden. Ich kann jetzt auch nicht sagen, dass ich den Eindruck hatte, dass sich gerade dieses Thema besonders gut für eine Vorlesung geeignet hätte, sondern es erscheint mir eher eine mehr oder weniger willkürliche Auswahl gewesen zu sein.

Markus Jung

Geschichte und Paradigmen der Psychologie

Man lese und staune, ich habe es geschafft, das zweite Heft innerhalb meines Psychologie-Studiums in Hagen abzuschließen :-)

Es geht um die Kurseinheit 2 "Einführung in die Geschichte und Paradigmen der Psychologie" im Kurs 3400 "Einführung in die Psychologie und ihre Geschichte". Dazu gehört auch die Pflichtliteratur "Geschichte der Psychologie; Strömungen, Schulen, Entwicklungen" von Helmut E. Lück.

Mit der Geschichte habe ich mich aber nur eher oberflächlich beschäftigt und die zugehörigen Inhalte 1x gelesen und wichtiges markiert. Zusammenfassungen habe ich nur zu den Paradigmen verfasst. Folgende Paradigmen werden behandelt:

Das psychoanalytische Paradigma

Dieses Paradigma prägt wohl mit den Überlegungen von Sigmund Freud und dem Bild des Patienten auf der Couch bei vielen Menschen immer noch die Vorstellung davon, was Psychotherapie ist. Das Konzept von Freud wird ausführlich vorgestellt, natürlich wird auch die Kritik an seinem Modell erläutert und es wird darauf eingegangen, wie sich das psychoanalytische Paradigma bis heute weiterentwickelt hat.

Das behavioristische Paradigma

Ein wichtiger Name in diesem Zusammenhang ist John B. Watson, der den Begriff "behaviour" für diese psychologische Richtung geprägt hat. Wichtige Ergebnisse sind unter anderem die Erkenntnisse zur klassischen und operanten Konditionierung.

Gestaltpsychologie

Hier sind besonders die Gestaltgesetze wichtig, zum Beispiel das Gesetz der Nähe, das Gesetz der Ähnlichkeit oder das Gesetz der Kontinuität.

Das kognitionswissenschaftliche Paradigma

Dazu gab es eine Online-Vorlesung. Gut zur Abwechslung und in gewisser Weise auch einprägsamer als immer nur die Texte zu haben, aber auch mit einem größeren Arbeitsaufwand verbunden.

Interessant ist hier speziell der Gegensatz zum Behaviorismus. Während dieser die mentalen Prozesse fast völlig ausblendet, konzentriert sich die kognitive Psychologie genau darauf. Es geht also darum, wie der menschliche Geist "funktioniert".

Das konstruktivistische Paradigma

Für mich hat das was von Pippi Langstrumpf "Ich mach mir die Welt,

widewide wie sie mir gefällt." Natürlich kann man dem auch ernsthafte Aspekte abgewinnen, wenn man denn möchte ;-)

Bewusstseinspsychologie

Hauptvertreter ist Wilhelm Wundt. In der Bewusstseinspsychologie wird das Psychische mit dem Bewussten gleichgesetzt.

Phänomenologische Psychologie

Die phänomenologische Psychologie hat sich mir auch nach mehr oder weniger intensiver Beschäftigung damit nicht wirklich erschlossen. Ein Phänomen ist wohl etwas, dass einem begegnen kann und der Nutzen der Phänomenologie ist es wohl unter anderem, sich kritisch damit zu beschäftigen, was denn eigentlich der Gegenstand der Psychologie ist.

Soweit ein sehr grober Überblick. Alle, die sich intensiver damit beschäftigt haben, dürfen gerne ergänzen und korrigieren :-)

Das Heft endet dann noch mit der Darstellung eines Modells zur Integration der psychologischen Paradigmen und Teildisziplinen der Psychologie in Form einer weiteren Video-Vorlesung. Das Modell basiert im Wesentlichen auf dem Buch Psychologie lernen: Eine Einführung und Anleitung von Nolting und Paulus.

Weiter geht es nun mit dem Heft zur Einführung in die Forschungsmethoden der Psychologie. Bis ich darüber berichten kann, wird aber sicherlich wieder einige Zeit ins Land ziehen.

Alternativ auch noch ein Video dazu:

Markus Jung

Heute habe ich mich endlich daran gesetzt, meinen Antrag auf Anerkennung meines Erststudiums auf das nichtpsychologische Wahlpflichtmodul im Psychologie-Fernstudium in Hagen zu formulieren. Geht übrigens nicht per E-Mail, sondern nur per Post...

Vorher habe ich die Regelungen zur Anerkennung bereits erbrachter Studien- und Prüfungsleistungen für den Studiengang B.Sc. Psychologie in der Fakultät KSW noch einige Male "gedreht und gewendet" um zu schauen, ob nicht doch noch ein bisschen mehr an Anerkennung meines Erststudiums drin ist (Mathe wäre soooo schön gewesen), aber es heißt leider recht eindeutig:

6. Folgende Leistungen werden nicht anerkannt:

[...]

Leistungen aus anderen, nicht-psychologischen Studiengängen mit Ausnahme der Regelungen zu Modul 11 (siehe 3.)

Naja, immerhin heimse ich so 15 von 180 ECTS-Punkten ein. Und ich habe ja bisher eh nicht vor, das Studium zu Ende zu bringen. Von daher hätte ich vielleicht auch auf den Antrag verzichten können. Aber was man hat, das hat man. Nicht, dass mich irgendwann doch der Eifer packt und dann wohlmöglich Fristen verstrichen sind.

Markus Jung

Letzte Woche habe ich von der FernUni Hagen eine freundliche Mail erhalten, dass das kostenlose Kurs 09003 „Studienstart – Tipps zum optimalen Einstieg“ für mich in Moodle bereitsteht. Ich hatte diesen vorher schon entdeckt und möchte ihn mir heute mal genauer anschauen. Da ich ja doch schon ein bisschen was davon kenne, wie allgemein ein Fernstudium abläuft, werde ich mich auf die Besonderheiten der FernUni Hagen konzentrieren.

Zum Start gibt es einen kleinen Begrüßungsfilm. Der gibt der FernUni Hagen dann in Form von drei Mitarbeiterinnen schon ein erstes "Gesicht".

Übrigens ist dieser Einführungskurs für alle Studiengänge an der FernUni Hagen gleich. Teilweise werden für die verschiedenen Fachbereiche und Studiengänge jedoch gesonderte Dokumente zur Verfügung gestellt.

Der erste Abschnitt beinhaltet dann die Einführung in den Kurs. Unter anderem wird die Studienbaratung vorgestellt. Auch das wird anhand eines Video-Beispiels veranschaulicht. Außerdem gibt es Dokumente und Links. Das Kapitel habe ich nur überflogen.

Im Abschnitt zwei geht es um die Vorbereitung auf den Studienstart. In einem PDF-Dokument sind hier wichtige Informationen zusammengefasst. Zum Beispiel zu den Fristen, zum Virtuellen Studienplatz usw.

Zu fast jedem Kapitel hat man übrigens die Möglichkeit, per Feedback-Funktion mitzuteilen, wie hilfreich der Abschnitt war.

Die weiteren Kapitel im Überblick:

  • Wie sehen Struktur und Studienorganisation in meinem Studiengang aus?
    > hier gibt es auch gesonderte Infos zu den einzelnen Fachbereichen/Studiengängen
  • Zeitplanung und Lebensbalance im Fernstudium
    > muss ich mir noch genauer ansehen - im Moment keine Zeit dafür ;-)
  • Lernisolation im Fernstudium?
    > hier wird betont, wie wichtig der Austausch mit Dozenten und Kommilitonen ist
  • 10 Stolpersteine, die vermeidbar sind
    > Ein Audio-Podcat

Für mich war wenig grundsätzlich Neues dabei. Den Kurs habe ich als gelungen empfunden, auch durch den Medienmix aus Online-Texten, Dokumente, Links, Videos und Audio-Podcast.

Langsam wird mir bewusst, dass ich mich tatsächlich nochmal auf ein Studium eingelassen habe. Wie ich das zeitlich auch nur ansatzweise bewältigen soll, ist mit noch nicht ganz klar. Aber dazu werde ich mir Gedanken machen, wenn es los geht.

Markus Jung

Exmatrikuliertenbefragung

In der Vergangenheit habe ich ja manchmal bemängelt, dass man als Studierender der FernUni Hagen mitunter das Gefühl hat, dass es der Hochschule eher egal ist, ob die Studierenden erfolgreich sind oder das Fernstudium abbrechen - ja das mitunter sogar der Eindruck vorhanden sind, dass aufgrund der Explosion der Studierendenzahlen fast jeder Student willkommen ist, der nicht mehr betreut werden muss.

Jetzt habe ich die Einladung zu einer Exmatrikuliertenbefragung erhalten, die auf jeden Fall deutlich macht, dass die Uni ein Interesse daran hat, die Gründe für den Abbruch des Studiums zu erfahren.

Unter anderem wurde in dem Fragebogen auf die Inhalte, die Prüfungen, die Materialien und auch die Belastung eingegangen. Außerdem wurden zahlreiche statistische persönliche Angaben abgefragt, zum Beispiel zur Herkunft und zum Bildungs- und Berufsstand der Eltern.

Markus Jung

Exmatrikuliert

Vor ein paar Tagen hat mich der Exmatrikulationsbescheid der FernUni Hagen erreicht. Ein etwas komisches Gefühl ist es schon, das erste Mal eine Weiterbildung nicht zu Ende gebracht zu haben, auch wenn dies ja im Grunde von Anfang an absehbar war und ich aus meiner Zeit an der FernUni Hagen eine Menge mitnehme.

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Markus Jung

Lernen in der Straßenbahn

Im Moment konzentrieren sich meine Lernaktivitäten auf Straßenbahnfahrten. Den allgemeinen Grundlärm kann ich mittlerweile gut ausblenden und auch die Ansagen bekomme ich nicht mehr bewusst mit.

Was mich aber nach wie vor stört:

- die ständig wechselnden Sitznachbarn

- Gespräche in unmittelbarer Nähe

- und ganz besonders Handy-Telefonate

Und im Stehen lernen geht für mich auch nicht, weil es dann mit den Notizen bzw. Unterstreichungen nicht mehr klappt.

Geht es euch ähnlich? Habt ihr irgendwelche Strategien entwickelt, um euch nicht mehr stören zu lassen?

Markus Jung

Geschichte

Mal ein kurzes Update von mir. Wie schon in meinem letzten Videoblog erwähnt, quäle ich mich immer noch mit dem Studienheft zur Geschichte der Psychologie rum und komme damit überhaupt nicht gut zurecht. Immerhin habe ich mich mittlerweile von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert vorgearbeitet. Gerade diese sehr theoretischen, oft meiner Meinung nach eher philosophischen Betrachtungen, sprechen mich gar nicht an. Meiner Meinung nach hätte man das ganze bisherige Heft auf wenigen Seiten zusammen fassen können...

Jetzt noch durch das Leib-Seele-Problem kämpfen und dann kommen die verschiedenen Paradigmen der Psychologie. Das könnte dann eventuell wieder etwas interessanter werden und vielleicht komme ich dann auch mal etwas schneller voran.

Wenn ich damit durch bin, gibt es erstmal keinen neuen Stoff mehr, sondern ich werde mich daran machen, das bisher grob durchgearbeitete Material intensiver anzugehen, zusammenzufassen und im Optimalfall sogar zu verstehen.

Markus Jung

So macht Psychologie lernen Spaß

Zuletzt habe ich ja darüber berichtet, dass ich mich durch die Geschichte der Psychologie gequält habe.

Nun geht es weiter mit den Paradigmen der Psychologie und als erstes stand das vor allem durch Sigmund Freud geprägte psychoanalytische Paradigma auf dem Programm.

Und endlich macht das Lernen wieder Spaß. Die Hintergründe des Modells von Freud werden sehr anschaulich und relativ leicht verständlich dargestellt und der Autor des Kapitels (Karl-Heinz Renner) hat sogar selbst ein psychodynamic drama in three scenes geschrieben, um das Strukturmodell an einem Beispiel deutlich zu machen. Sehr anschaulich.

Seit langem ist es sogar mal wieder vorgekommen, dass ich länger gelesen habe, als ich es mir vorgenommen habe, statt mich Seit für Seite dazu zwingen zu müssen.

So dürfte es weiter gehen. Mal schauen, wie das nächste Kapitel zum behavioristischen Paradigma wird, das von einem anderen Autor verfasst wurde.

Markus Jung

Heute habe ich überraschend das erste Mal Lernunterlagen von der FernUni Hagen erhalten.

Allerdings sind die Hefte für das Modul 1, mit dem ich beginnen werde, noch nicht dabei. Dafür aber das Material für die Pädagogische Psychologie, das im Studium erst recht spät kommt. Ich habe mir dieses aber mitbestellt, weil ich insbesondere die Themen "Lernen und Lehren im Erwachsenenalter" und "Lehren und Lernen mit elektronsichen Medien" sehr spannend finde. Ja, sie waren sogar mit ausschlaggebend, das Studium überhaupt zu beginnen.

Ich werde jetzt aber der Versuchung widerstehen, mich mit den Unterlagen näher zu beschäftigen (kurz reingeschaut habe ich natürlich schon), denn zum einen muss ich erstmal den Laudius-Kurs zu Ende bringen (dort geht es zur Zeit gut voran) und zum anderen sind diese Materialien als Belohnung gedacht, wenn ich das Pflichtprogramm (also Modul M1) durch habe. Wird also erstmal im Schrank landen.

Ansonsten waren neben einem Begrüßungsschreiben auch noch ein paar Gimmicks dabei (Tasche, Postkarten, Türschild), die Lyrix auch schon erwähnt hatte.

Damit ihr einen Eindruck davon bekommt, wie das Ganze ausschaut, hier noch ein paar Fotos:

Markus Jung

1,25 Versuchspersonenstunden erworben

Wahrscheinlich werde ich mein Psychologie-Studium in Hagen ja nie mit dem Bachelor abschließen. Aber wenn ich mich doch irgendwann anders entscheiden sollte, möchte ich mir dafür zumindest nicht den Weg verbauen. Deshalb habe ich mir ja auch meinen Diplom-Abschluss in Informatik anerkennen lassen.

Und deshalb habe ich gestern auch damit begonnen, Versuchspersonenstunden zu sammeln. Es ist so, dass die Studierenden im Psychologie-Studiengang auch selbst an Versuchen im Umfang von insgesamt 30 Stunden teilnehmen müssen. Dafür gibt es dann auch einen Credit Point.

Bei den Versuchen kann es sich um Online- und Präsenz-Tests der FernUni Hagen, oder auch anderer Hochschulen handeln.

Gestern habe ich an zwei Online-Tests teilgenommen. Es ging einmal um ein Glücksspiel (0,25 Versuchspersonenstunden) und einmal um Einstellungen zu anderen Kulturen (1 Versuchspersonenstunde). Die Teilnahme war schon ganz interessant. Ergänzend habe ich mich auf die Liste setzen lassen, um über die Laborversuche direkt in Hagen informiert zu werden. sich dort mal als "Versuchskaninchen" zu betätigen, ist bestimmt auch eine spannende Erfahrung.

Markus Jung

Lernexperiment

Heute habe ich erstmals an einem Live-Experiment im Rahmen meines Psychologie-Fernstudiums an der FernUni Hagen teilgenommen, während ich bisher meine Versuchspersonenstunden nur über Online-Tests gesammelt hatte.

So bin ich also mit dem Zug (sogar mal pünktlich) nach Hagen gefahren und wurde dort sehr freundlich begrüßt. Es ging um ein Lernexperiment zum Thema "Multimediales Lernen mit Texten" im Rahmen einer Bachelorarbeit am Lehrgebiet Bildungspsychologie und die Untersuchung hat rund 50 Minuten gedauert.

Es war mal eine interessante Erfahrung mitzubekommen, wie so etwas abläuft. Zum Inhalt darf ich nichts sagen, aber zumindest kann ich verraten, dass es anstrengend, aber in keiner Weise "schlimm" war und ich viel dabei gelernt habe.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, kann ich euch nur empfehlen, auch mal bei sowas mitzumachen. Ganz aktuell ist das zum Beispiel an genau dieser Untersuchung möglich.

Markus Jung

Die große Ernüchterung

Gegen Ende meines ersten Semester in Hagen mache ich mir intensive Gedanken über das Gewesene und das Kommende.

Wirklich viel geschafft habe ich nicht in den vergangenen bald sechs Monaten. Einiges gelesen, aber so richtiges studieren war es nicht.

Für mich steht im Moment fest:

1. Ich will so lange weiter machen, bis ich wenigstens mal an einer Klausur teilgenommen habe (bestehen wäre dann auch noch schön, ist aber nicht entscheidend. Andererseits werde ich mich aber nur dann anmelden, wenn auch eine gewisse Grundlage vorhanden ist)

2. Ich werde das Studium auf keinen Fall komplett durchziehen. Es ist einfach zu viel "Ballast" für mich dabei und ich bin mittlerweile auf so viele andere Themen gestoßen, zu denen ich mich weiterbilden möchte und die noch viel besser zu meiner Tätigkeit passen (Bücher, aber auch zum Beispiel ein Master-Studiengang - leider kein Fernstudium - zum Thema Bildungsberatung, ich werde noch darüber berichten), dass ich jetzt nicht die nächsten zehn Jahre (ich denke, das wäre für mich eine realistische Zeit bis zum Abschluss) auf zum Teil sehr Abstrakte und für mich nur begrenzt für die Praxis oder den Alltag nützlichen Themen beschäftigen möchte. Ich werde aber genau überlegen, was ich noch genauer durcharbeiten möchte und dann die entsprechenden Module, ggf. auch im Selbststudium belegen - oder mir passende andere Materialien dazu besorgen. Welche Inhalte da sind, dazu schreibe ich noch mal irgendwann was. Ich denke da auch nicht nur an die psychologischen Inhalte, sondern durchaus an gewisse Grundlagen in Forschungspraktiken und insbesondere im Bereich der emprischen Sozialforschung - entsprechende Studienergebnisse möchte ich irgendwann noch besser einschätzen können.

Soweit ein paar recht konfuse Gedanken von mir, die es ähnlich auch als Video gibt:

Ach ja, meine Vorgehensweise beim Lernen werde ich auch noch ändern. Kurz: Seltener, nicht mehr in der Straßenbahn etc, dafür intensivere und längere Lerneinheiten zu Hause am Schreibtisch. Immer nur mit halber Konzentration was zu tun, wie zum Beispiel unterwegs oder abends spät nach 22 Uhr, dafür sind die Inhalte wohl einfach zu anspruchsvoll, um zu einem guten Verständnis zu gelangen.

Markus Jung

Rückmeldung - auf ins 3. Semester

Ich habe das Gefühl, dass das Sommersemester gerade erst angefangen hat, und tatsächlich läuft es ja auch noch eine ganze Weile, da ist schon wieder die Rückmeldung für das Wintersemester fällig.

Dieses Mal habe ich mich entschlossen, neben der Wiederholungsbelegung des Moduls M1 (das ich dann hoffentlich endlich mal für mich abschließen werde) einzelne Kurse aus den Modulen M2 und M3 zu belegen. Meine Wahl ist dabei auf den Kurs 03607: Empirische Sozialforschung aus M2 und den Kurs 03411: Biologische Grundlagen der Psychologie gefallen. Und diese werde ich dann hoffentlich auch innerhalb des Semesters abschließen können. Ob ich die weiteren Module aus M2 zur Statistik und zu SPSS dann überhaupt noch belege, muss ich mal schauen. Ich hoffe mal, dass mir der Kurs zur empirischen Sozialforschung schon genug Hintergrundwissen vermittelt, um künftig Studienergebnisse noch besser bewerten zu können.

Insgesamt will ich halt zusehen, dass es künftig schneller voran geht, damit das Projekt FernUni Hagen auch irgendwann mal ein Ende findet und ich von dem neuen Wissen profitieren kann.

Und so schaut meine Rückmeldung aus:

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Markus Jung

Was bringt mir ein Psychologie-Fernstudium?

Ich habe ja schon verraten, dass ich mir sehr ernsthaft Gedanken darüber mache, nochmal ein akademisches Fernstudium aufzunehmen.

Heute möchte ich euch noch ein Stück weiter in meine Pläne einweihen und verraten, um welchen Fernstudiengang es sich handeln wird: Ich plane, mich zum Wintersemester 2011/2012 in den Studiengang Psychologie an der FernUni Hagen einzuschreiben.

Vielleicht mag mancher nun fragen, was dass denn nun soll und ob ich mir das auch gut überlegt habe. Ist ja nicht so die logische Schlussfolgerung nach einem Informatikstudium. Und auch zu meinem Job mag man nicht gleich eine direkte Verbindung sehen.

Aber ich spiele tatsächlich schon sehr lange mit dem Gedanken und werde in diesem und den nächsten Blogbeiträgen noch ausführlich darlegen, wie es dazu gekommen ist.

Zu meinen Gründen:

1. Lust-Studium

Das Thema Psychologie, speziell Kommunikationspsychologie (das es leider in Hagen nicht als Schwerpunkt gibt - aber meines Wissens auch in keinem anderen Fernstudium, begeistert mich schon seit langem, und ich habe auch schon manches allgemein verständliche Fachbuch zu diesem Thema gelesen. Aktuell zum Beispiel den ersten Band von Miteinander reden von Schulz von Thunir?t=&l=as2&o=3&a=3499174898.

2. Als Fernstudent wieder mitreden können

Mein Erststudium habe ich bereits 2004 abgeschlossen und ich sehe die Gefahr, dass sich manche Eindrücke mittlerweile etwas "verwaschen". Wenn ich aber tagtäglich Tipps an andere Fernstudenten weitergebe, möchte ich auch aus erster Hand mitreden können und eigene aktuelle Erlebnisse haben. Und da das Studium als Langzeitprojekt angelegt ist, werden mich diese auch über etliche Jahre begleiten.

3. Herausforderung für den Geist

Natürlich beschäftige ich mich auch so im beruflichen Alltag und in mancherlei Kontakten sowie in meiner Freizeit mit vielen Themen. Aber es sind doch eher selektiv die Themen, die mir Spaß machen und auch liegen. Hier finde ich ein Uni-Studium nochmal eine echte Herausforderung. Insbesondere vor den Mathe-Inhalten (vorwiegend wohl Statistik) habe ich gehörigen Respekt und würde mich freiwillig wohl nicht damit beschäftigen. Ich freue mich aber darauf, auch diese für mich bestimmt nicht leichte Aufgabe zu bewältigen.

4. Persönliche Reflektion und ggf. Entwicklung

Ich kann mir vorstellen, dass die kritische Beschäftigung mit psychologischen Themen auch immer wieder dazu führen wird, das eigene Verhalten kritisch zu hinterfragen und sich ggf. trotz fortgeschrittenem Alter in manchen Bereichen noch weiterzuentwickeln. Eine gewünschte und erhoffte "Nebenwirkung" des Studiums. Ich denke, das jedes Studium einen auch in der Persönlichkeit noch weiterbringen kann, von einem Psychologie-Studium erwarte ich dies aber in besonders hohem Maße.

5. Besserer Beraterjob

Von vielen Inhalten des Studiums, insbesondere den Kursen des Moduls Pädagogische Psychologie wie zum Beispiel "Lernen und Lehren im Erwachsenenalter" und "Lernen und Lehren mit elektronischen Medien (eLearning)" erhoffe ich mir, dass ich den Lernern hier bei Fernstudium-Infos.de noch qualifizierter weiter helfen kann.

6. Möglichkeiten für "Feldforschungen"

Sicher werde ich nicht in die Forschung gehen. Aber es gibt gerade im Bereich Fernstudium so viele Bereiche, bei denen es sich lohnt, mal etwas genauer hinzuschauen und vielleicht auch mal verlässliche Daten zu erheben. Wenn ich denn mit den Methoden etc. zurecht komme, könnte hier vielleicht ein zusätzlicher Nutzen auch für Fernstudium-Infos.de und die Fernstudium-Welt insgesamt entstehen. Vielleicht zusammen mit Kooperationspartnern usw. Ich sehe hier viele Möglichkeiten.

7. Vollständige Dokumentation

Es gibt zwar sehr viele Blogs von Fernstudierenden an der FernUni Hagen, aber zum Psychologie-Fernstudium sind noch nicht so viele dabei. Ich habe das Ziel, mein Fernstudium sehr umfassend zu dokumentieren und dazu auch verschiedene Medien wie Videos etc. einzusetzen.

8. Kontakte zu Fernstudenten

Ich freue mich schon auf interessante Gespräche im virtuellen Raum, aber auch bei Präsenzveranstaltungen etc. Zum Beispiel bin ich gespannt, aus welchen Gründen das Psychologie-Fernstudium in Hagen absolviert wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass es dazu dann auch manches hier bei Fernstudium-Infos.de zu lesen geben wird ;-)

9. Vergünstigungen als Student

Eher am Rande stehen die Möglichkeiten, als Student auch manche Vergünstigungen in Anspruch nehmen zu können.

10. Der Kick

Dieser Grund ist nicht so rational, wie die neun zuvor geäußerten. Aber ich merke, wie positiv aufgeregt ich bin, wenn ich mich mit dem Fernstudium beschäftige und zum Beispiel in den Infos auf der Homepage der FernUni surfe, durch die Literaturempfehlungen blättere etc. Es ist wohl auch ein bisschen dieser nicht-rationale Kick, den ich suche...

Zehn Gründe, und mir fallen sicherlich noch ein paar mehr ein, haben schon ein Gewicht und sollte man nicht ignorieren.

Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden, wie es weitergeht.

Markus Jung

Mein erster Videoblog

Ich habe mich entschlossen, auch bei YouTube über meine Erfahrungen mit dem Psychologie-Fernstudium in Hagen zu berichten. Die erste Ausgabe ist online, in der ich insbesondere einen Rückblick darauf gebe, was bisher in meinem Studium passiert ist.

Markus Jung

Danke Urlaub - Konzept und Motivation gefunden

Letzte Woche war ich im Urlaub an der See. Schon vor der Reise und insbesondere während der etwas weniger arbeitsintensiven Tage (natürlich lasse ich Fernstudium-Infos.de nie ganz aus den Augen :-) ) hat sich für mich ein Konzept entwickelt, wie es mit meiner Weiterbildung weitergeht. Wer meine Blogposts verfolgt hat, hat ja von Anfang an mitbekommen, dass ich vom Psychologie-Fernstudium in Hagen in der vorgegebenen Form für meine Zwecke nicht ganz so angetan bin.

Und genau da werde ich auch zunächst ansetzen: Ich werde nicht mehr prüfungs- oder gar abschlussorientiert studieren, sondern nutzenorientiert, um meine Ziele zu erreichen.

Das soll nun nicht bedeuten, dass ich nun künftig nur noch oberflächlich durch die Studienbriefe husche, aber ich werde mich nur noch in der Form mit den Inhalten beschäftigen, dass sie mich hinsichtlich meiner Ziele weiterbringen.

Beispiel: Die endlosen Ausführungen zur Seelenlehre. Mir ist deutlich geworden, dass der Seelenbegriff eine wichtige Bedeutung für die Psychologie hat, dass es in der Vergangenheit sehr verschiedene Ansichten darüber gab, ob es eine Seele gibt, wo diese platziert ist, ob sie unsterblich ist usw. und dass man heute oft eher von einer "Psychologie ohne Seele ausgeht.". Ich muss aber für mich nicht wissen, welche Philosoph genau welche Vorstellungen hatte und wie er die einzelnen Seelenbestandteile bezeichnet hat usw. Diese Wissen müsste ich mir aber für die Klausur aneignen. Anderes Beispiel: Es gibt unzählige Formatvorgaben der DGPs und APA, die ich für wissenschaftliche Arbeiten berücksichtigen müsste. Da ich aber nicht in die Forschung/Wissenschaft gehen möchte, muss ich diese nicht lernen. Sehr wohl interessiert mich aber, wie solche Texte grundsätzlich aufgebaut sind, um diese effizient lesen und richtig bewerten zu können. Usw. Ich hoffe, hier wird deutlich, in welche Richtung meine Überlegungen gehen. Sicherlich wird dies auch bedeuten, dass ich einige für mich nicht so wichtige Themen ganz weglassen kann oder tatsächlich nur oberflächlich behandeln werde.

Was sind nun die Ziele meiner Weiterbildung?

Ich möchte gerne mehr über das Lernen im Erwachsenenalter erfahren und meine Beratungskompetenz im Bereich der Bildungsberatung verbessern. Hinzu kommt mein großes Interesse an der Kommunikation(s-Psychologie), dass für eine gute Beratung bzw. auch die Moderation von Kommunikationsprozessen wie zum Beispiel hier in den Foren wichtig ist.

Ergänzend möchte ich mehr über Forschungstheorie in dem Umfang erfahren, um Forschungspraxis besser verstehen, einordnen und bewerten zu können - gleiches gilt für die empirische Sozialforschung.

Welche Lerninhalte/Lernangebote könnte meine Ziele unterstützen?

Teile der Fernstudiengänge Psychologie und Bildungswissenschaften an der FernUni Hagen

Passende Literatur

Literatur und Weiterbildungen aus dem Bereich der Beratungswissenschaften bzw. speziell der Bildungsberatung

Beratungskompetenz allgemein, evt. speziell im Bereich Psychologische Beratung. Hier vielleicht passende Fernkurse, Seminare, Techniken etc.

Besonderheiten der Online-Beratung

Ganz wichtig ist aber auch, dass es jetzt mal gut ist mit Planung und Konzepten und dass ich wirklich Zeit mit den Inhalten verbringe - und genau darum werde ich mich nun kümmern.... - mit neuer Motivation.

Markus Jung

Studierendenbefragung

Positiv an der FernUni Hagen finde ich es, dass die Studierenden im Rahmen einer Evaluation nach ihren Erfahrungen mit den Modulen gefragt werden. Ich habe den Fragebogen heute Morgen für das Modul M1 ausgefüllt und das war schnell erledigt. Leider wurden viele Bereiche, zu denen ich gerne etwas geschrieben hätte (insbesondere zur didaktischen Aufbereitung der Lehrmaterialien) gar nicht abgefragt.

Das System reagiert darauf, wenn als Antworten negative Rückmeldungen bei den Multiple Choice Fragen abgegeben wurden und bietet dann die Möglichkeit, in einem Freitext-Feld die Gründe zu erläutern.

Der Zeitaufwand für das Ausfüllen war gering - unter zehn Minuten.

Unten noch ein Auszug aus dem Fragebogen.

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Markus Jung

Immer wieder gibt es im Zusammenhang mit der FernUni Hagen die Frage, ob das Studium auch dazu geeignet ist, später als Psychotherapeut tätig zu werden. Selbst bei der Einführungsveranstaltung, also für bereits eingeschriebene Studierende, drehte sich ein Großteil der Fragen um genau dieses Themenumfeld.

Um es kurz zu machen: Weder der Bachelor noch der (in diesem Jahr startende) Master in Psychologie an der FernUni Hagen umfasst den Bereich der Klinischen Psychologie. Wer also in den Bereich der klinischen Psychologie gehen möchte, also zum Beispiel Psychotherapeut werden möchte, für den ist das Fernstudium in Hagen nicht der richtig Weg.

Mit dieser Antwort, die so ähnlich auch in den FAQ der FernUni Hagen zu finden ist, möchten sich viele natürlich nicht zufrieden geben, und fragen nach Ausnahmen und Umwegen, über die es vielleicht doch noch gehen könnte. Und die mag es dann auch geben. So wäre es denkbar, nach dem Bachelor in Hagen an eine Präsenzuni zu wechseln, um dort einen Master zu machen, der den Bereich klinische Psychologie umfasst. Nur ist da dann die Frage, ob man auch einen Masterplatz bekommt. Die Plätze sind sehr knapp, häufig muss der Bachelor mit einer bestimmten Note abgeschlossen sein und es kann auch durchaus sein, dass ein Bachelor mit Inhalten aus der klinischen Psychologie erwartet wird. Zumindest werden diese dann nachgeholt werden müssen.

In diesem Zusammenhang noch eine andere Information: Nur mit einem Bachelor in Psychologie ist es nicht zulässig, sich Psychologe oder Psychologin zu nennen (ganz unabhängig davon, an welcher Hochschule dieser erworben wurde). Dazu ist zusätzlich ein Masterabschluss notwendig, da der BDP (Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen) entschieden hat, dass der Umfang der im Bachelor vermittelten psychologischen Inhalte nicht ausreichend ist, um diese Berufsbezeichnung zu führen.

Und wer sich das Thema lieber anschauen möchte, findet dieses (noch etwas ausführlicher als hier im Text) auch in nachfolgendem Video, der dritten Ausgabe meines Videologs:

Markus Jung

Habe ich nun gelernt oder nicht?

Heute hatte ich mal etwas mehr Zeit für mein Studium. Nicht so viel, wie geplant, aber doch mehr als sonst.

Und ich habe mir erlaubt, mich beim Lernen treiben zu lassen, habe also nicht versucht möglichst weit im Stoff zu kommen und möglichst schnell möglichst viel davon in eine leicht auswendig zu lernende Form zu bekommen, sondern habe hier und da mal etwas im Internet nachrecherchiert (auch nicht prüfungsrelevante Dinge) und mir einige Gedanken gemacht, wie das ein und andere in Zusammenhang zu bringen sein könnte.

Diesen "Luxus" hätte ich mir in meinem Erststudium nicht erlaubt. Das habe ich zwar mit einer sehr guten Note abgeschlossen, aber heute würde ich vermutlich aus dem Stehgreif nur noch wenige Klausuren mit vergleichbarem Ergebnis bestehen können. Und das liegt glaube ich nicht nur daran, dass ich von den Inhalten heute nicht mehr viel benötige.

Auf der einen Seite habe ich nun ein gutes Gefühl, "richtig" studiert zu haben im eigentlichen Sinne. Auf der anderen Seite habe ich aber auch ein schlechtes Gewissen, weil ich im Lernheft nur ein kleines Kapitel voran gekommen bin. Sollte ich in diesem Thema weitermachen, würde ich wohl für das erste Modul nicht nur (wie schon geplant) zwei, sondern eher 20 (okay, übertrieben...) Semester benötigen.

Aber ich fand's dennoch gut so und werde erstmal so weiter machen. Mal schauen, ob es nicht irgendwann "automatisch" etwas schneller wird, je mehr Zusammenhänge klar werden.

Markus Jung

Fernstudium - Ich brauche den Kick!

In den Kommentaren zu einem Blog-Beitrag wurde Frau Kanzler unter anderem gefragt, ob sie ihr Buch geschrieben hat, weil das Schreiben eines Sachbuches den ultimativen Kick bringt.

Ihre Antwort:

"Kick" im Sinne von "ich will es wissen, ob ich das kann" ja.

"Kick" im Sinne von "Ich bin die ganze Zeit des Schreibens begeistert um die Lampe geflogen" eher nein.

Meine spontane Reaktion war: "Genau wie im Fernstudium". Wohl kaum jemand wird dort die ganze Zeit begeistert sein und sich freuen, dass er lernen darf, Stress hat etc. Aber die Herausforderung, die gibt einem schon einen Kick. Und irgendwann das Gefühl, es geschafft zu haben wohl auch.

Und dieser Kick fehlt mir seit einiger Zeit, besonders weil ich mich ja hier jeden Tag mit Fernstudenten beschäftige.

Mein akademisches Fernstudium liegt nun bald sieben Jahre zurück. Der Journalismus-Fernlehrgang hat inhaltlich eine Menge gebracht, war aber auch ohne Präsenzen etc. und hat daher auch nicht so das Studentenfeeling gebracht. Und der Fernkurs aus dem Diploma in DistancE-Education war eher wie ein Lehrbuch, da es dort gar keinen Kontakt zu anderen Teilnehmern gab etc.

Nein, mir fehlt das Große, der Austausch mit anderen Studenten, echte fachliche Herausforderung und ein guter Abschluss in weiter Ferne als Ziel.

Und es sollte auch nochmal eine Steigerung gegenüber dem bisher geleisteten sein. Da wäre ein Master denkbar, aber da ich schon ein Diplom (okay: FH-Diplom) habe, ist es das auch nicht so. Promotion wäre unrealistisch - auch vom Aufwand her.

Was mich reizen würde, wäre ein richtiges Uni-Studium. Entweder in Präsenz, aber das dürfte ich trotz flexiblem Job nicht auf die Reihe bekommen. Oder eben an der FernUni...

.... Fortsetzung folgt.

Markus Jung

Buch geschafft - und doch nicht geschafft

Eigentlich war ich froh, endlich mal eine Studieneinheit "durch" zu haben - es handelt sich um die Geschichte der Psychologie von Helmut E. Lück in der 4. Auflage.

Durch heißt nun noch nicht zusammengefasst und überhaupt noch nicht (auswendig) gelernt, aber doch einmal durchgearbeitet und mit Markierungen und Notizen versehen.

Und was muss ich jetzt in Moodle lesen? - Der Herr Prof. Dr. Lück hat diesen Herbst die 5. Auflage seines Werks herausgegeben - die natürlich auch klausurrelevant ist. Zwar wurden die komplett neuen Teile nach Protesten der Studierenden für die Klausur in diesem Wintersemester ausgeklammert, aber für das Sommersemester - wenn ich die Klausur schreibe - wird das wohl nicht mehr gelten. Seufz...

Also: Weitere 70 Seiten mehr zu lernen. Und natürlich auch schauen, was sich auf den anderen 200 Seiten so geändert hat...

Nicht falsch verstehen: Ist keine Kritik an der FernUni, sondern schon ganz normal und korrekt so und kann halt passieren. Dumm gelaufen quasi. Aber frustriert mich gerade schon so ein ganz kleines bisschen - genug jedenfalls, um darüber zu bloggen ;-)

Ich bin dann mal weg - zu Amazon, Buch kaufen...

Markus Jung

Begrüßungsmail des Studienzentrums Bonn

Vom Studienzentrum Bonn der FernUni Hagen habe ich jetzt auch eine Begrüßungsmail mit Infos zu den Veranstaltungen erhalten. Im wesentlichen wird dabei auf die Internet-Seite des Studienzentrums verwiesen:

http://www.fernuni-hagen.de/bonn/veranstaltungen/

Ich muss sagen, ich bin immer noch unentschlossen, ob ich Veranstaltungen in Bonn, Leverkusen oder direkt in Hagen besuchen werde.

In den nächsten Tagen muss ich mich mit den einzelnen Terminen noch mal genauer beschäftigen und blogge dann auch nochmal darüber. Schon jetzt sehe ich, dass ich am 22.10. zur Auftaktveranstaltung in Psychologie nicht kann )-: Ich hoffe mal, dass es nicht nur ein Live-Videostreaming geben wird, sondern die Vorlesungen hinterher auch als Aufzeichnung zur Verfügung gestellt werden. Ich meine, sowas hätte ich zu einem der älteren Semester mal gesehen.

Auf jeden Fall machen die ganzen Hinweismails deutlich, dass es nun tatsächlich bald los geht....

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