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Über diesen Blog

Endlich studieren - was lange währt, wird hoffentlich gut.

 

1. Semester

Biologie und Mikrobiologie 6 cp

Allgemeine Volkswirtschaftslehre 6 cp

Wissenschaftliches Arbeiten, Grundlagen 6 cp

Mathematik 6 cp

2. Semester

Physik 6 cp

Grundlagen Lebenmittelstechnologie 6 cp

Lebensmittelrecht 6 cp

Allgemeine Betriebswirtschaft 6 cp

3. Semester 

Chemie 6 cp

Lebensmittelmikrobiologie 6 cp

Spezielle Lebensmitteltechnologie 1 6 cp

Finanzwirtschaft 6 cp

Betriebliche Wertschöpfung 6 cp

4. Semester

Lebensmittelchemie 6 cp

Spezielle Lebensmitteltechnologie 2 6 cp

Sensorik 6 cp

Projektmanagement 6 cp

5. Semester

Verpackungstechnik 6 cp

Qualitäts- und Risikomanagement 6 cp

Humanphysiologie 6 cp

Personal und Organisationen  6 cp

English in Science & Technologie 6 cp

6. Semester

Ernährungsmedizin 6 cp

Interpersonale Techniken 6 cp

Marketing 6 cp

Praxisprojekt 6 cp

7. Semester

Ernährungspsychologie 6 cp

Innovation 6 cp

Bachelor-Thesis 12 cp

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Legende: in Bearbeitung | bestanden | anerkannt

Gesamt 180 cp

Do to 108 cp

anerkannt 30 cp

 

 

 

 

Einträge in diesem Blog

Polypropylen

Labor Lm Mikrobiologie Teil 2

Liebe Leser,

gestern sollte es eigentlich die Auswertung zu unserem Labor (1) geben. Die gab es auch in Ellwangen, nur ohne mich. Ich verbrachte mehrere Stunden in Hannover am Bahnhof. Für alle, die im Süden wohnen: Es gab in der Nacht vom 22. auf den 23.06. ein schweres Sturmtief. Die abgerissene Oberleitung in Bielefeld war nur eine Nachwirkung des Sturm. In Hannover traf ich dann auf müde und genervte Menschenmassen, die teilweise schon seit abends unterwegs waren. Am 23. kamen die ICEs nicht nur mit Verspätung sondern mussten teilweise zwangsgeräumt werden, da die Leute (verständlich) nicht die Züge verließen. Aus Angst, man käme gar nicht mehr weg. Ab Mittag entschied ich wieder heim zu fahren, da ich sowieso zu spät gekommen wäre. Bei meinem Anruf in Riedlingen (schönster Sonnenschein) klang natürlich "schweres Unwetter und Schäden" wie eine reißerische Schlagzeile aus einem anderen Land. ^^

Ich habe Glück, dass mein Laborpartner aus Hessen kommt und somit an der Auswertung teilnehmen konnte. Nach Rücksprache mit der Modulverantwortlichen, kann ich sogar die Klausur mitschreiben. Gesetzt den Falle, wir geben unser Protokoll vor dem 30.06. bei ihr ab.

Ich habe mich geärgert, dass ausgerechnet an diesem Tag und zu dieser Zeit "sowas" passieren muss. Doch so ist es nun mal und wenn ich an die wütende Menge der Fahrgäste Freitagmorgen zurückdenke, so bin ich froh, dass ich keine Bahnangestellte bin.

Mein Laborpartner ist sehr fleißig, er schickte mir noch gestern Mitternacht das erweiterte Protokoll zu. (wir hatten schon begonnen es zu schreiben) Ich habe jetzt am Morgen Änderungen und Zusammenfassungen eingepflegt. Leider nur mit (Zusatz)Wissen aus den Büchern und anhand dessen, was man während der Präsenzen gelernt hat. Schade, ich habe mich auf das Labor gefreut. Auf Arbeit haben wir eine eigene MiBi Abteilung, vielleicht schaue ich da in Zukunft mal genauer hin, da ich jetzt einen völlig anderen Einblick und Interesse gewonnen habe.

Somit bleibt mir jetzt Euch nur ein paar Fotos der gewachsenen MO Kulturen zu präsentieren. Die Luftkeimtests und Hygiene Abstriche fehlen, aber ich denke mit "etwas Buntem" ist es einfach spektakulärer.

Ich werde hier nicht verraten, was der unbekannte Stamm war. Vielleicht bekommt die nächste Gruppe den gleichen Stamm und dann wäre die Überraschung ja weg. (*wink* @Lady Calypso)

 

Ich wünsche Euch ein sturmfreies Wochenende!

PP

API-20E_1.jpeg

Laurylsulfatbouillon.jpeg

CFC-Agar-1.jpeg

VRBD Agar Kuhmilch.jpg

Polypropylen

Labor Lm Mikrobiologie Teil 1

Liebe Leser,

heute haben wir zu acht das Lebensmittel Mikrobiologie Labor in Ellwangen begonnen. Die Auswertung wird erst nächsten Freitag durchgeführt. Das liegt daran, dass die Mikroorganismen (MO) eher langsam wachsen.
Das Labor hat mir sehr gut gefallen, weil die Dozentin eine ruhige Art hat und jeden Schritt erklärt. Besonders für Nicht-[Mikro]biologen, und es gibt ja einige Quereinsteiger in LMT, ist es hilfreich zu sehen, wie man eine halbautomatische Pipette bedient, "vortext" (ein Wirbelstrom erzeugendes Gerät für die Reagenzgläser), Nährböden gießt und überhaupt bei offener Bunsenbrennerflamme arbeitet. Die offene Flamme ist notwendig um Kreuzkontaminationen auf den Nährplatten zu vermeiden - vor dem Beimpfen der Nährplatten zieht man möglichst jede Öse, jedes Reagenzglashälschen, durch die Flamme.


Wir haben am morgen noch ca. 2 h Theorie behandelt, bevor es los ging. Stichworte Infektionsschutzgesetz und arbeiten mit biologischen Materialien. Die eigentliche Präsenz zu Lm MiBi gab es ja schon April. Am Vormittag ging es dann an die dezimalen Verdünnungsreihen. Man muss verdünnen, sonst würde die gesamte Nährplatte zuwuchern. Es gab zwei Proben zur Auswahl: Rohmilch frisch vom Bauerhof, einmal von der Kuh und einmal von der Ziege. Es wurde in zweier Teams gearbeitet, was auch sehr hilfreich war beim Handling. (die "dritte Hand" ist sehr nützlich)

Mein Laborpartner und ich entschieden uns für die Kuhmilch. Es müssen unterschiedliche Nährböden jeweils auf die Wachstumsansprüche des Mikroorganismus zugeschnitten, verwendet werden und auch vorbereitet werden. Hefen und Schimmelpilze benötigen ein anderes Nährsubstrat als Enterobkaterien (Darmbewohner). Mal sehen, ob nächste Woche etwas gewachsen ist. Als Fotos seht ihr die Platten vor der Bebrütung.

Das Gros der Arbeit hatte jedoch Fr. Schimek, die alle Probengefäße sterilisieren, Agar anrühren, Flüssig-Nährmedien ansetzen uvm. musste. Da bin ich froh, doch eher auf der Studentenseite zu sitzen ^^

Im zweiten Teil des Tages ging es um Hygiene Nachweise. Es wurden Abklatsche genommen, ein Luftkeimsammelgerät kam zum Einsatz und ein Nachweis von ADP (biologischer Energieträger) erfolgte auch. (Luciferin Test)


Im dritten Teil wurde mit verschiedenen Vorproben 3 MO Stämme vorabbestimmt. 2 waren bekannt, Bacillus subtilis und E. coli. Der dritte unbekannt. Diese Vortests sollen auf den nächst größeren Test, der "bunten Reihe", oder API Test, siehe Foto, vordifferenziert werden.
Diese bunte Reihe gibt es nämlich nur für eine gewisse MO Gattung. In unserem Fall war die Gattung ein Enterobakterium. Welche Art der MO ist, das grenzt vielleicht der Test ein. Dazu nächste Woche hoffentlich mehr. Es lief nicht alles nach Lehrbuch heute, zB. der Aminopeptidase Test funktionierte irgendwie nicht. (ein eigentlich sonst sehr guter Vortest)

 

Alles in allem, ein langer, aber auch kurzweiliger Tag. Nun hoffe ich nur, dass etwas wachsen wird. Vor allem hoffe ich auch, das Protokoll vor 30.06. fertigzustellen, dies ist nämlich zwingende Voraussetzung für die Klausur Anfang Juli.

Viele Grüße und bis bald.

API Reihe verkleinert.jpg

CFC und VRBD Nährschalen Labor Teil 1.jpg

PC und YGC Schalen Labor Teil 1.jpg

Polypropylen

Liebe Leser,

nun ist es also bestätigt worden, ich bin im 3. Semester komplett angekommen. Nach zäher Wartezeit auf die Lm Recht Note, weiß ich seit heute, dass ich das Fach nicht wiederholen muss. Ich bin sehr froh darüber, auch wenn die Note hätte besser sein können. (2,7) Aber dennoch gut, da ich im Januar nicht dachte überhaupt im Frühjahr durch die Klausur zu kommen.

Damit ist das letzte Zweit-Semester-Fach weg.

Auch war ich in meiner "Hausarbeitsurlaubswoche" ab 01.05.17 aktiv und erledigte die Einsendeaufgabe zur betrieblichen Wertschöpfung. Dies empfand ich in etwa genauso anstrengend, wie ich es mir vorstellte. Umso größer die Freude, das erledigt zu haben!

Wirklich geärgert habe ich mich im Nachgang über Formfehler meiner beiden schriftlichen Arbeiten, die nicht hätten sein müssen.

Durch einen Zufall (Hinweis Kommilitone) fiel mir auf, bei der BGM Einsendepräsentation (siehe April) das "Vgl." beim Paraphrasieren vergessen zu haben. (jetzt weiß ich wie es mit dem Citavi Word AddIn geht, wusste es auch vorher, nur habe es schlicht vergessen) Weitere Unachtsamkeiten: Bei der EA wurde eine Unterüberschrift von Word zerissen; ein Gesetzestext schaffte es ins LiteraturVZ (wir müssen Gesetze ins AbkürzungsVZ schreiben), meine Fußnoten wurden beim PDF erstellen von hoch- auf mittig gestellt und der größte Fauxpas, das Inhaltsverzeichnis wurde nicht aktualisiert... Ich hatte mit einer Offline und Cloud Version gearbeitet, die ganze Woche über Feinheiten bedacht, nur nicht beim Ausdrucken. Ich erinnere mich an LaTex Zeiten zurück, da hat man sich nicht um "sowas" kümmern müssen. Dennoch werde ich weiter mit Word arbeiten, Citavi ist klasse und Word ist nutzerfreundlicher. (vielleicht ändere ich in 2 Jahren meine Meinung zur Abschlussarbeit, k.A.) In Riedlingen ist der Studierendensupport immer ganz freundlich - ich erkundigte mich, wie "schlimm" meine Fehler seien. Daher konnte ich schon in Erfahrung bringen, dass dies voraussichtlich keine großen Verstöße sind.

Jetzt ist es mir erstmal einerlei, sollten die Noten schlechter ausfallen als erwartet, war es trotzdem eine gute Übung für kommende schriftliche Arbeiten.

 

Nun steht am 02.-03.06.17 eine Sensorik Präsenz in Ellwangen an. Das Labor zur Sensorik wird am 30.06. - 01.07.17 stattffinden.

Am 17.06 und 23.06. bin ich zum Labor Lm Mikrobiologie. Wenn ich es schaffe, das Protokoll bis 30.06. abzugeben, kann ich die Klausur am 07.07.17 mitschreiben. Das ist sehr gut und mein verfolgter Plan lautet aktuell: Am Geburtstag von Richard Starkey* das Mikroorganismenfach abzulegen, verstecken gilt nicht!

 

Das nächste neue Modul ist ebenfalls schon gebucht, Finanzwirtschaft. Die Präsenz musste ich auf Ende Juli legen, da die Recht Note später als erwartet erschien. Das macht aber nichts, denn ich nehme nun eine Präsenz im schönen Heidelberg war und das sogar bei dem Dozenten, der die FiWi Skripte verfasste und der der Modulverantwortliche ist.

 

Das war erstmal meine Planung. Die nächsten Wochen versuche ich mir wichtige Lm Verderber einzuprägen und mir Unterschiede von Größen wie Campylobacter sp. und Pseudomonaden klar zu werden. Die Anzuchtbedingungen und Nachweistests der Mikroorganismen hoffe ich mir im Labor besser zu verinnerlichen. Gut, dass ich schon die neue Staffel Modern Family konsumiert habe, das würde im Juni nur ablenken! :)

 

*I'd like to be under the sea in an Octopus's garden in the shade

 

 

Polypropylen

Hallo an alle Fernlerner!

Gestern schrieb ich die Klausur in Lebensmittelrecht und bin erleichtert, dass das Thema hinter mir liegt! Die Klausur war fair gestaltet. Tatsächlich hätte ich mir mehr Fragen zu Lm Themen gewünscht, da ich hier eingehend die einschlägigen Verordnungen studiert habe. (was am Ende sogar Spaß machte, da man ja live am Objekt, den Fertigverpackungen, nachvollziehen kann wie was warum gekennzeichnet ist) Aber ich muss sagen, die Fälle zum BGB waren sehr lösbar und immerhin müssen wir nicht streng subsumieren. Es sollte dennoch ein roter Faden nach Gutachtenstil in der Fallerörterung zu erkennen sein. Ich hoffe, dass ich das alles mindestens befriedigend hinbekommen habe; denn als ich Ende Dezember den Studienbrief angefangen habe zu lesen, verstand ich kaum etwas aufgrund der trockenen im Nominativstil gehaltenen Rechtssprache.

Das ist nun vorbei und ich freue mich heute auf einen lernfreien Tag!

Zwischenzeitlich war ich Ende März mit 170 anderen SRH Studenten aus verschiedensten Fachrichtungen in Mannheim zu einer 2 tägigen „Betriebliches-Gesundheitsmanagement“-Veranstaltung. Das war wirklich sehr informativ und hat mir gut gefallen! Wir waren in einem Konferenzhotel und saßen sogar in einem typischen Hörsaal. Es kommt noch ein guter Deal hinzu: Verfasst man eine Präsentation mit Konzeptpapier zu einem BGM Thema, kann man sich das auf das Modul Projektmanagement anrechnen lassen. (bzw. für die PMTler Theorie-Praxis-Transfer) Über diesen Konzeptpapier saß ich über Ostern. Der Anfang war zäh. Ich musste mich erst in Citavi einarbeiten und noch in BGM Themen einlesen. Doch alle Youtube Tutorials haben sich gelohnt: Nun weiß ich, wie ich mit dem Programm zu arbeiten habe. Da dies meine erste schriftliche Arbeit ist, hoffe ich, dass ich es gut hinbekommen habe. (Mindestquellen, Gliederung, Sprachduktus) Die Präsentation habe ich zur Vorprüfung erstmal an einen der Verantwortlichen geschickt.

Fazit: Im April habe ich 2 Prüfungen geschrieben, Lm Recht und Projektmanagement. Im April besuchte ich außerdem eine Präsenz in Ellwangen zur Lm Mikrobiologie. Prof. Schimek wird mir fehlen, sie ist eine tolle Dozentin und weiß auf fast alles eine Antwort, egal ob zu Prionen, oder den "upcoming Star" der Lm Verderber: Arcobacter butzleri. :) 

Nun liegt im Mai eine Einsendeaufgabe zur Innerbetrieblichen Wertschöpfung vor mir. Mai folgt eventuell noch eine eingeschobene Präsenz zur Finanzwirtschaft in Stuttgart. Juni steht dann voll im Zeichen der Module Sensorik und Lm Mikrobiologie. Dies sind meine letzten Labore. Auf jeden Fall werde ich Sensorik im Juli schreiben. Bei Finanzwirtschaft bin ich mir noch nicht sicher.

Außerdem gibt es ein Novum: die SRH bietet zum ersten Mal eine Summerschool in Zusammenarbeit mit einer Hochschule in Barcelona an. (im Juli) In unserer WhatsApp Gruppe entbrannte eine wilde Diskussion, wer mitfährt, denn immerhin bekamen die ersten 10 Teilnehmer die Teilnahmegebühr erlassen. Nun nehmen mind. 5 LMTler teil. Die Plätze sind begrenzt und wohl auch schon ausgebucht. Der Clou ist: Nimmt an der Summerschool teil, kann man sich das Modul Marketing anrechnen lassen. (ohne schriftliche Nacharbeit). Das klang super, fällt jedoch in meinen Urlaub. Und man sollte auch die Reisekosten + Teilnahmegebühr nicht unterschätzen.

Also, liebe SRH Interessierte, was Ihr das lest, es ist nicht nur trockenes Stubenhocken angesagt sondern wird durchaus auch mal aufgebrochen.

Ein schönes Wochenende!

Polypropylen

Präsenz zu Lebensmittelrecht

Vergangenes Wochenende fand in Ellwangen eine Wochenend Präsenz zum Modul "Recht" statt. Am Freitag wurde [natürlich in konzentrierter Form mit den für unseren Kurs wichtigen Themen] das BGB und HGB dargelegt. Neben der Theorie (z.B. Erklärungsbewusstsein einer Willenserklärung, Schadensersatz...) wurden auch Fälle bearbeitet. Das hat mir weit mehr gefallen als stumm vor dem Studienbrief zu sitzen. Nach den letzten Wochen kommt mir nun "Recht" nicht mehr so ermüdend vor wie zu Beginn. Übrigens fiel mir neulich im Keller mein "Recht"-Ordner aus der Techniker Schule in die Hände. Dort hatten wir 80 h damit zugebracht und auch Themen wie Familien/Erbrecht behandelt. Ich war etwas erschrocken, wie wenig ich davon noch wusste. :7_sweat_smile: Allerdings mussten wir auch nicht subsumieren, vielleicht hat man so den Bezug - das Anfassbare- verloren.

Zurück nach Ellwangen: Toll von der SRH uns immerhin 12 Teilnehmern noch einen Ersatzdozenten zu schicken. Die Hauptdozenten waren leider entweder krank oder verhindert. Das ist schade, denn ich hätte gerne mal einen echten Richter erlebt! (trotzdem vielen Dank an Hr. Kässer von der SRH, dass er eingesprungen ist)

Am Samstag wurde dann komplett auf Lebensmittelrecht eingegangen. Dieser Tag wurde einer Anwältin moderiert, die Spezialistin ist auf dem Gebiet. Das war sehr spannend und ich kann diese Bezüge auch direkt auf Arbeit verwerten. Ich fühle mich nun besser vorbereitet und werde dabei bleiben, die Klausur dazu im April abzulegen.

 

Vom sozialen Miteinander war es eine recht gemischte Truppe. Der "harte Kern", der sich schon ein paar Mal gesehen hat, ist zum Essen gegangen. Wir sind im Ellwanger Gasthof zum Kronprinzen eingekehrt. Es war lecker und lustig.

Ich bin mit einer Kommilitonin noch bis Sonntag in Ellwangen geblieben. Am Samstag Abend sind wir dann in den Stiftskeller essen gegangen. Dieses Restaurant wurde mir mal von Einheimischen empfohlen und sie haben nicht zu wenig versprochen! Der Stiftskeller erinnert mich an Auerbachs Keller. Ich hatte ein vorzügliches Reh (das aus der Region Ostalbkreis kam :15_yum:) Meine Mitstreiterin und ich konnten uns noch 'ewig' unterhalten in diesem schönen Ambiente, das war auch mal schön, sich außerhalb der Gruppe auszutauschen.

 

Diesen Freitag geht es schon zur nächsten Veranstaltung: Eine Vortragsreihe inkl Workshops zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement. Dies wird in Mannheim stattfinden. 

Bis dahin!

Polypropylen

So, wieder ist ein Schritt geschafft: die Klausur, die das Modul Grundlagen Lebensmitteltechnologie abschließt, ist vorüber. Es hätte besser laufen können, aber man kann nicht alles im Kopf haben. Ich habe mich mehr auf Haltbarmachung und Verfahrenstechnik konzentriert als auf die Warenkunde. Leider kamen dann doch ein paar mehr Warenkunde Fragen dran, deren Vorbereitung bei mir schon länger zurückliegt. (es gibt im eCampus Videos, zu LMherstellung, die habe ich im Herbst letzten Jahres angesehen sowie das Skript bearbeitet, aber um alles zu wissen, ist das Gebiet zu breit aufgestellt.) Kurioserweise gibt es immer ein paar Fakten, die man nie vergisst: Sulforaphan im Brokkolie (=gut gegen Heliobacter pylori), Estragol im Basilikum (= ätherische Öle wie aus dem „Chemiebaukasten“), kultivierte Heidelbeeren sehen schöner aus als gesund (enthalten „nur wertlosen“ Zucker, besser Waldheidelbeeren), VitC sehr hoch in Erdbeeren (Strawberry fields forever :17_heart_eyes:), gefärbte Eier müssen nicht der Herkunft her deklariert werden (steckt da etwa ein „Quäl-Ei“ einer konventionell gehaltenen Legehenne unter der bunten Farbe?), Acrylamid auch im Knäckebrot (schreck), Forellen in der intensiven Teichwirtschaft werden mit Antibiotika versehen (prominente Vertreter beim allgemeinen Verbraucher wären eher Huhn, Schwein, Rind, wobei die EU die Antibiotika Gabe heute sehr reglementiert) und überhaupt sind die meisten Aquakulturen Antibiotika „gedüngt“- Apropos Düngen: das Super-intensive Recycle-Systeme hat mir den Appetit auf Shrimps verdorben. (bei dieser Methode wird mit Haushalts- und landwirtschaftlichem Abfall gedüngt. Also Exkremente von Tier und Mensch). Abschließend zum Bier: Das Altbier heißt deshalb so, weil es nach alter Brauweise gebraut wird (ohne Kühlung und obergärig) Das nur als kleiner Ausschnitt der Warenkunde. Ich langweile Euch mal lieber nicht mit dem Controlled Atmosphere Lagern, oder dem Unterschied Aufröten und Umröten, sowie bautechnischen Unterschieden an rotodynamischen und selbstansaugenden Pumpen. Später, in den Modulen Spezielle LMT 1 und 2, wird sowieso noch vertieft auf die jetzt gelegten Grundbausteine eingegangen.

In 2 Wochen steht in Ellwangen eine Präsenz zu Lm-Recht an. Mein Soll habe ich bis jetzt geschafft. Bis auf die Enzymverordnung und die LebensmittelinformationsVO, habe ich alles gelesen. Dieses Modul wird mich jetzt den nächsten Monat beanspruchen. Nebenbei muss ich 2 Skripte zur Lm-Mikrobiologie lesen, denn Anfang April ist dazu eine Präsenz in Ellwangen, auf die ich mich schon freue. Ich nehme mir immer vor, die Skripte vor den Veranstaltungen zu lesen. Seit gestern befasse ich mich auch mit Citavi (Tutorials ansehen, erste Schritte) und erstelle mir Word Vorlagen für schriftliche Arbeiten. Die SRH gibt dazu formelle Anforderungen vor.

Abschließend möchte ich Euch noch eine Kostprobe aus meinem BGB und HGB Skript geben, gegenübergestellt dem BGB für Dummys Buch. Das SRH Skript ist nicht schlecht, doch ist es für mich bisher das anstrengendste Skript.

Unter das Thema der haftungsbegründeten Kausalität fällt auch die Adäquanztheorie. Im Skript heißt es: „Kausal ist dabei jedes Handeln, das nicht hinweg gedacht werden kann, ohne dass der konkrete Erfolg entfiele und der Eintritt eines solches Erfolges nicht außerhalb der allgemeinen Lebenswahrscheinlichkeit liegt.“ Im Dummy Buch dröselt sich mir der Sinn erst auf: „Nach der sogenannten Adäquanztheorie ist jedes Verhalten oder Ereignis ursächlich, das die Rechtsgutverletzung herbeigeführt hat, vorausgesetzt, das Verhalten oder Ereignis bewegt sich im adäquaten Rahmen. Nicht zu berücksichtigen sind insoweit besonders eigenartige, ganz unwahrscheinliche und nach dem regelmäßigen Verlauf der Dinge außer Betracht zu lassende Umstände.“ (meint, wenn zB. A den B umfährt, ist der Schaden darauf adäquat kausal. Wenn B daraufhin im Krankenwagen ins KH transportiert werden muss und der Kw verunglückt, worauf B weitere Verletzungen erleidet, ist diese Verletzung kein adäquater Zusammenhang mit dem ersten Unfall mehr)

Bis zum nächsten Mal!

Polypropylen

Liebe Leser,

ein paar berichtenswerte Neuigkeiten möchte ich heute kundtun.

1) Zwei neue Module

Da die Noten "Biologie & Mikrobiologie" sowie "Wissenschaftlichen Arbeiten" bereits letzte Woche kamen, konnte ich die geplanten neuen Fächer einbuchen: "Lebensmittelmikrobiologie" und "Sensorik". Die Hefte zu LmMiBi erreichten mich bereits. Sensorik kam noch nicht; den ePub sah ich schon, es wird nur ein Lehrbrief sein. Außerdem bin ich grad sehr motiviert, da ich gute Noten bekommen habe. Der Aufwand hat sich also gelohnt!

2) Recht für Dummies

Den Lehrbrief habe ich nun einmal durchgelesen. Das umfangreiche Skript endete seinen 'Rundgang' des BGBs* mit kurzen Einblicken in das Zivilprozessrecht, Kaufmannseigenschaften (HGB Exkurs) und Personengesellschaften. * nicht Thema sind Familien- und Erbrecht

Für mich als Laien erscheint das Papierdeutsch sperrig. Noch schlimmer: die Sachverhalte bleiben mir teilweise sogar verborgen. Aus diesem Grund arbeite ich mich noch vor der März Präsenz durch das Dummie Buch, siehe Photo. Da das Modul Lebensmittelrecht heißt, ist der zweite große Block Lm Recht. Das Buch "Lebensmittelrecht" von Markus Weck, in 3. Auflage, ist ebenfalls Pflichtlektüre. Dazu noch verschiedene EU Verordnungen (z.B. Functional Food, Novel Food) und ein paar nationale Regelungen sollte man auch kennen, z.B. das LMFG. (Lebensmittel- Futtermittel und Bedarfsgegenständegesetzbuch) Nicht verpflichtend ist der hiesige Palandt, das ist ein ca 3000 seitiges Buch mit Kommentaren zum BGB. Ich habe eine ältere Ausgabe für 20 € erstanden und erhoffe mir dadurch tieferes Verständnis in das BGB. Der Palandt arbeitet mit Abkürzungen, für unsere Whatsapp Generation kein Problem ;)

3) Literatur

Da ich Mai meine Einsendeaufgabe zu bearbeiten plane, muss einschlägige Literatur her. Daher habe ich mich bei der Uni Bibliothek Bielefeld angemeldet und hole nächste Woche meinen Ausweis ab.

 

Der Februar ist angebrochen und steht ganz im Zeichen von zwei Sachverhalten: Wiederholung Grundlagen Lebensmitteltechnologie (Klausur Anfang März) und Einarbeiten in das Thema Grundlagen Recht. (Präsenz Mitte März)

 

Bis demnächst!

DSC_0958.JPG

Polypropylen

Klausuren überstanden. Weiter geht's.

Hallo, liebe Mitleser.

Die letzten beiden Klausuren sind überstanden. Die Noten stehen noch aus.

Ich habe, leider, ein paar kleinere Leichtsinnsfehler hingelegt. Das fällt einem abends im Bett immer ein. Oder wenn die Klausur schon 24 h zurückliegt, jemand in der Whatsapp Gruppe etwas fragt, und plötzlich springt einen vor Augen, einen wichtigen Punkt vergessen zu haben. Ärgerlich, aber nicht mehr änderbar.

 

Ich hatte seit meiner Erstklausur im November 2016 mit einem unvorhergesehenen Problem zu kämpfen, einem schmerzenden Handgelenk. Ich schreibe nicht gerne mit Hand, tippe eher. Während der 2 stündigen Klausur schrieb ich mit Kugelschreiber. Mir taten noch Tage später das Handgelenk und der Nacken weh. Natürlich kommt noch die Aufregung während der Prüfung dazu, dass man sich verspannt. Bei meiner 2. Klausur, Freitag den 13. in 2017, schrieb ich mit Fineliner. Immer noch zu hart. Samstag den 14.01.17, als die Bio Klausur folgte, nutzte ich meinen alten Schulfüllhalter. Das ging wunderbar. Sollte *jetzt* noch jemand eine gute Handschrift für mich übrighaben, würde ich mich freuen... Die Erholungsphase ging auch diesmal schneller voran. Die gerade zu bearbeitenden Skripte ließ ich erstmal nach den Klausuren liegen. Allerdings lag das auch an unserem betrieblichen Umzug. Abends war ich ausgepowert. Statt zu lernen, belohnte ich mich nach dem Klausurwochenende mit Civilisation 5. (wunderbar!)

 

Zurzeit bearbeite ich immer noch das „Recht“ Skript. Ich bin durch das Besondere Schuldrecht durch. Das Sachenrecht Kapitel schiebe ich seit 2 Wochen zu lesen auf.

Stattdessen verfolgte ich die Online Vorlesungen zur Innerbetrieblichen Wertschöpfung. Nun ist auch die Einsendeaufgabe nicht mehr in weiter Ferne.

Etwas Überraschendes ergab sich, dass etwas meine Planung umwirft. Mitte März gibt es einen Workshop in Mannheim zu den Themen Gesundheit-Arbeit und Prävention. Veranstalter ist die SRH. Die Themen wie Burnout, der Mensch in Industrie 4.0, Resilienz, Prävention, klingen spannend. Im Betrieb natürlich auch immer großes Thema. Gerade, aber nicht nur, für ältere Mitarbeiter. Doch, ich muss gestehen, dass mich vor allem ein Punkt reizt: Man kann sich nach der Teilnahme an der Veranstaltung einen Workload anrechnen lassen. Konkret betrifft es das Modul Projektmanagement, das mich laut Plan im 4. Semester erwartet. Statt einer Fallstudie für eine Hausarbeit, bearbeitet man hier also eine konkrete Herausforderung aus der Gesundheitsprävention. Als Prüfungsleistung wird ein 20 seitiger Vortrag plus Konzeptpapier erwartet. (statt der Prüfungsleistung Hausarbeit)

Daher schiebe ich nun PM in mein 2. Semester. Die Veranstaltung liegt auch passenderweise zwischen zwei Präsenzphasen in Ellwangen. Die Rahmenbedingungen passen! (das Privatleben bleibt natürlich erstmal außen vor. Gut, dass ich Civ 5 entdeckt habe, für ein paar Runden abends)

 

Zusammenfassend: Ich warte auf Noten aus Wissenschaftlichem Arbeiten und Biologie. (bei Bestehen kann ich hier zwei neue Module buchen) Außerdem liegen in der Pipeline Innerbetriebliche Wertschöpfung und (Lebensmittel)recht. Geplant ist weiter Projektmanagement, Mikrobiologie und Sensorik. Mikrobio und Sensorik sind zwei Labormodule. Die Labore hoffe ich komplett im Juni zu absolvieren.

Das nächste große Ereignis ist die Klausur Anfang März in Grundlagen Lebensmitteltechnologie. Ein umfangreiches wie interessantes Fach! Die Karteikarten habe ich schon vor Wochen ausgearbeitet und kann auch immer mal nebenbei* ein Thema anschauen.

 

Bis dahin!

 

·        *Wir zogen vor zwei Wochen in einen FuE Neubau. Die Eingewöhnungsphase ist noch in Gange, aber mit jedem Schritt mehr jeden Morgen in die Firma, ist es, als sei man immer schon da gewesen. Ich freue mich über das moderne Labor! An die Glasfassade und dadurch die offene Umgebung, muss ich mich noch gewöhnen.

 

Polypropylen

Lesen und Lernen an Weihnachten

Am letzten Dezember Tag folgt eine Statusmeldung von mir. Ich konnte im Feiertagsurlaub genau das nachholen, was ich in den letzten Wochen abends nach der Arbeit nur unbefriedigend schaffte: Lesen und Lernen. Lernen und Lesen.

Lesen 01: Beginn des „Recht“ Studienbriefes, Grundlagen BGB und HGB. Gewöhnungsbedürftig sind das Papierdeutsch und die Paragraphen.

Lernen 01:  Wiederholen von Grundlagen in Biologie und Mikrobiologie

Lernen 02: Wiederholen der Grundlagen im Wissenschaftlichen Arbeiten (WA).

Lesen 02: Beginn im Modul „Innerbetriebliche Wertschöpfung“. 3 Lernbriefe: „Absatz“ und „Materialwirtschaft“ sind interessanter als ich dachte. Der umfangreiche „Produktions“-Lehrbrief steht noch aus.

Nach 0,5 Jahren Fernstudium komme ich zu einem Muster: Lesen, Zusammenfassen des relevanten Stoffes (meist auf Karteikarten), Probeklausuren lösen und mit Kommilitonen austauschen. Meist beschränkt sich das auf einen intensiveren E-Mail Kontakt mit einem temporären Lernpartner. Das meint: jemand, der mit einem „auf einer Wellenlänge schwingt“, zur gleichen Zeit auch das Modul belegt hat und mit dem man sich sachlich, wertschöpfend austauschen kann. Ich hoffe, dass ich diese Lernform in Zukunft auch noch beibehalten kann, da es mir sehr hilft. Die andere Form des Austausches sind mehrere Messenger-Nachrichten, die per Whatsapp in- und außerhalb unserer Studentengruppe beantwortet werden. Und nicht zu vergessen die angebotenen Präsenzphasen der SRH, die mir ebenfalls helfen.

Somit liege ich im Zeitplan. In 2 Wochen stehen die Klausuren im WA und Bio an. Anschließend folgen 2 Online VL der „Innerbetrieblichen Wertschöpfung“. Danach entscheide ich mich für ein Thema. Simultan wiederhole ich den Stoff der „Grundlagen Lebensmitteltechnologie“ und lese weiter im „Recht“-Skript. März folgt die Klausur LMT und die Präsenz zum Recht.

Leider ist am 02.01.17 mit dem Nur-Lernen-Leben erstmal Schluss. Da wir als Abteilung im Betrieb die Räume wechseln werden in den ersten beiden KW 2017, steht eine aufregende Zeit an. Das neue Laborgebäude wird weitaus transparenter sein als der alte 70er Jahre Bau. Ich hoffe, dass ich trotz der Glaswände überall meine immer präsenten Karteikarten zücken kann. Immerhin mache ich nichts „verbotenes“, da das Studium auch im Sinne meines AGs ist und ich weiterhin meine Tagesroutine schaffe.

Ich wünsche allen Fernstudium-Infos Lesern einen guten Rutsch ins Jahr 2017! ^^

Polypropylen

Lernphase, ohne Präsenzen, nur im Kämmerlein

Die Zeit vergeht schneller als ich noch im Sommer dachte. Es ist bald Weihnachten und ich bin überhaupt nicht in Stimmung dafür. Meine letzte Präsenz in Ellwangen für Grundlagen der Lebensmitteltechnologie liegt hinter mir. Es waren zwei richtig informative Vorlesungstage. Die Teilnehmerzahl belief sich auf nur 5 Personen. Fast war ich geneigt, die Klausur für "Grundlagen LMT" doch im Januar abzulegen, da der Stoff nach der Präsenz greifbarer schien. Doch mehrere Blicke in die Unterlagen und die noch zu lernende Warenkunde 'en detail', holten mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. (nämlich im Januar nur Wissenschaftliches Arbeiten und Biologie/Mikrobiologie zu schreiben)

 

Es sind auch neue Studienbriefe gekommen: "Lebensmittelrecht" (hier wird noch ein Buch erscheinen, dass ich brauche) sowie "Betriebliche Wertschöpfung". Letzteres besteht aus drei Heften: Produktion, Materialwirtschaft und Absatz. Die Prüfungsleistung ist eine Einsendeaufgabe, man wählt aus dem Katalog 1 von 3 Fällen. (à 4 Teilaufgaben) Bei beiden Modulen habe ich mich etwas erschrocken. (Ich stehe lieber im Labor und drücke Knöpfchen als mir über Absatz Gedanken machen zu wollen.)

Recht ist völlig neu für mich und ich hoffe, mit der Arbeitsweise klar zu kommen. Ein Student berichtete mir begeistert von der Präsenz zu LM-Recht. Bin gespannt. Und hoffe auf eine persönliche Neigung zu stoßen, was sehr helfen würde. Bis dahin liegen "LM Recht" und "Betriebl. Wertschöpfung" im Winterschlaf in meinem Lernzimmer. Außer Sicht.

 

An prominenter Stelle prangen statt dessen die Bio / Mikrobio Unterlagen inkl. allerlei Mitschriften. Darunter stecken dann noch die Wissenschaftliches Arbeiten (WA) Hefte inkl Aufzeichnungen. Das vertiefte Lernen im WA schiebe ich noch vor mir her. Als kurzen Exkurs wagte ich einen Ausblick in die Logik. Ein Student empfahl mir WVO Quine. Quine wählt den sprachlichen Ansatz, anstelle des Formellen. (also ganze Sätze statt abstrakter Ausdrücke) Dennoch brauche ich etwas Geduld um in "Grundzüge der Logik" hineinzukommen.

Außerdem sah ich eine Vorlesung von Prof. Dr. Hoyningen-Huene und bin angetaner als vermutet. Zwar ist Logik nicht zentraler Bestandteil des Moduls WA, aber es schult das Denken.

Ein anderer Student empfahl mir Lewis Carroll zu lesen. Ich hätte nie geahnt, dass Alice im Wunderland (und Alice hinter den Spiegeln) von einem Mathematiker stammt. Nun weiß ich einige Details über Mr. Dodgson (bürgerlicher Name Carrolls) und las "Alice" mit anderen Augen.

Soviel zu meinen Exkurs im Wissenschaftlichen Arbeiten fern des vorgebenen Lernpfades.

 

Die vergangenen Tage habe ich mich ausschließlich mit Bio beschäftigt. (na ja, neben der Arbeit und etwas Privatleben) Am Samstag war ich gegen 3 Uhr wach. Hellwach. Nicht, weil ich von der Disco nach Hause gekommen bin, sondern [unerfindlicher Grund]. Statt Netflix, dachte ich an Bio. Also schaute ich auf den eCampus, in den Modulordner, auf der Suche nach Übungen. Da entdeckte ich das Quiz! Man bearbeitet je Themenkomplex 10 Fragen, teilweise offene Fragen, teilweise MC. Ich habe das ganze Wochenende mit dieser Herangehensweise Wissen vertieft über Zellen, Biochemische Grundlagen, Fotosynthese, Zellatmung, Mikroorganismen und den Verdauungsapparat. Das hat mir wirklich Spaß gemacht! Nun switche ich wieder auf Zettel schreiben um. (bzw Skizzen erstellen, was hinschreiben- das brauche ich um den Lernstoff zu verfestigen) Außerdem muss ich unbedingt noch mal The Simple Club Biology sehen. Das Pyruvat Molekül, das im Taxi zum Mitochondrium gefahren wird, hat sich eingebrannt. (und darum geht es ja. Auch wenn organische Moleküle keine Smileys sind. [hihi] )

 

Laut der Dozentin soll es auch ab Frühjahr 2017 für andere Fächer diese Quiz Fragen geben. Das wäre super!

 

Nun wünsche ich erstmal besinnliche Weihnachten an alle Lerner! Auf dass Ihr ohne Erkältung über den Jahreswechsel kommt.

 

Polypropylen

Die Präsenz zum wissenschaftlichen Arbeiten liegt nun hinter mir. Einleitend dazu eine Anekdote: als ich die vierte Klasse besuchte, kurz vor der Wiedervereinigung auf DDR Seite, fragte uns die Lehrerin, was wir denn als liebste Freizeitbeschäftigung machen würden. Es kamen typische Antworten, wie Kinder sie geben. Rausgehen, Fußball, an die Ostsee mit den Eltern fahren. Ich grübelte, was ich sagen sollte. Meine Eltern arbeiteten im Bergbau Schichten, an die Ostsee fuhren wir nie. Dann fiel mir ein, was ich am liebsten machte, lesen und fragen. Ich antwortete schließlich mit "forschen". Die Lehrerin lag lachend auf der Bank, die Klasse setzte mit ein. Auf die genauere Nachfrage, was ich damit meinte, sagte ich sowas wie, "Dinge entdecken, was untersuchen". Ich habe nicht verstanden, warum das alle lustig fanden 🤔 Zwar ist aus mir kein Sheldon Cooper geworden, doch kann ich endlich über 25 Jahre nach der 4. Klasse immer noch behaupten, dass "neue Dinge entdecken" sinngebend ist.

 

Wie ich jetzt lerne, richtet sich die Wissenschaft streng nach Regeln, nach logischen Sachverhalten, eingebettet im Formalismus, der überall auf der Welt gilt. Frei von ideologischen, oder religiösen Ansichten.

All das wird im Modul Wissenschaftliches Arbeiten behandelt. Mir begegnen nun Ursache Wirkungsprinzip, Korrelation, Messbarmachung von schwammig erscheinenden Begriffen, Aufstellung von Hypothesen, Falsifizieren, dimensionale Analyse, empirischer Forschungsprozess, nur um einige zu nennen. Die Präsenz besuchte ich in Berlin. Das Studienzentrum am Ernst-Reuter-Platz (Berlin Mitte) ist gut zu erreichen, hier muss ich eine Lanze brechen für die App der Berliner Verkehrsbetriebe. Perfekt für Ortsunkundige. Wir waren 12 Leute während der Präsenz, davon 4 aus naturwissenschaftlichen Studiengängen. (2 LMT, 2 PMT) Der Dozent war super, vor allem, wenn man bedenkt, dass er die gleiche Vorlesung das sechste Mal in Folge hielt. Die SRH bietet z. Z. 12 Studienzentren über ganz Deutschland verteilt an. Da kann es schon mal vorkommen, dass man auch andere Dozenten aus "seinem" Studiengang wieder trifft. Wir zwei LMTler besuchten daher "unsere" Ökotrophologin aus Süddeutschland, die eine Präsenz mit nur einer Studentin abhielt. Super von der SRH, dass auch Solo Vorlesungen möglich sind! (gut, man zahlt auch Gebühren und erwartet gewissen Service) 

Die Veranstaltung hat mir sehr viel gebracht. Ich bin froh, dass es seit kurzem Citavi in Riedlingen gibt. Davon werde ich gleich zu Beginn Gebrauch machen. Der bisweilen zähe Stoff  (kritischer Rationalismus, Variablenbildung, wissenschaftliche Gütekriterien, schrittweises Aufbauen einer Thesis, Hausarbeit, Fragebogen, Interviewtechnik u.ä.) wurde durch Gruppenübungen aufgelockert. Jetzt kann ich mir auch endlich etwas zur Operationalisierung vorstellen und wie man Indikatoren bildet. Da die Veranstaltung sich im Kern eher an der empirischen Sozialforschung ausrichtet, ist für die LMTler und PMTler angeraten, eine weitere Präsenz zur Versuchsplanung zu besuchen. Das wird eine Online Vorlesung sein, die ich Dezember hören werde. Denn natürlich möchte ich in meiner Abschlussarbeit viel lieber einen "richtigen" Versuch aus dem Laboralltag durchführen als Fragebögen zu erstellen für "weiche, messbar zu machende" Hypothesen aus den Sozialwissenschaften. Die Klausur zum WA steht übrigens im Januar an, Freitag, den Dreizehnten. 😶

 

Ich habe auch zum ersten Mal von meinem Studentenausweis Gebrauch gemacht. Ein neuer Laptop sollte her. Ich bin immer noch Lenovo treu geblieben, mittlerweile habe ich mein drittes Thinkpad. Allerdings bewege ich mich eher im oberen Preissegment mit einem T420s, daher konnte ich mich nicht in @Marmottes Laptop Frage einbringen. Auf Arbeit konnte ich genügend die Thinkpad Carbon (X1) in Augenschein nehmen. Da hier die LAN Buchse eingespart wurde und eine 1 TB SSD dann doch außerhalb meiner Preisgrenze lag, entschied ich mich für das T420s Modell. Die Hardware macht sich jetzt schon bezahlt: ich bin begeistert, wie schnell sich jetzt arbeiten lässt! Ohne Gebläse, ohne Heißwerden. 

 

Zu guter Letzt kamen nach 3,5 wöchiger Wartezeit endlich die VWL Noten! Ich bin mit meiner 2,0 völlig zufrieden. Zwischenzeitlich blieb natürlich in unserer Whatsapp Gruppe genügend Raum sich verrückt zu machen. Besonders, wenn andere Modulnoten kamen, Schritt für Schritt, nur die eigene nicht. Nun habe ich den freigewordenen Modulsteckplatz mit dem nächsten Fach belegt: Lebensmittelrecht. Auch das ist Neuland für mich, auch wenn ich einschlägige Verordnungen aus dem Berufsalltag kenne. Juristisch Arbeiten geht natürlich anders. Beim kurzen Blick in die Modulvorstellung des Professors, beschäftige ich mich doch lieber erstmal mit Liegengebliebenen. 

 

Nächste Woche geht es zur nächsten Präsenz zur Lebensmitteltechnologie, genauer LM Verfahrenstechnik und Haltbarmachung LM. Die Warenkunde wird mit 2 Online Vorlesungen abgedeckt, die ich auch noch dieses Jahr wahrnehme. Zusammenfassend sind die Studienbriefe mit den Vorlesungen und Labor also relativ viel Stoff, was auch der Grund ist, weshalb ich die Klausur erst März 2017 schreiben werde.

Ich freue mich nun wieder nach Ellwangen zu kommen! (hoffentlich steckt mich niemand mit Erkältungsviren an, was z. Z. leicht scheint) Die Großstadt ist mir dann doch zu quirlig auf Dauer. Ganz zu schweigen von den Hotelpreisen. Einige Mitstreiter dieses Wochenende, die Nicht-Berliner, konnten bei Bekannten und Verwandten unterkommen. Das wünschte ich mir auch 🤑 

Bis zum nächsten Statusbericht! 

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Labor zu Lebensmitteltechnologie

Am Wochenende war wieder eine Präsenzphase in Ellwangen, diesmal ein Labor zu Grundlagen der Lebensmitteltechnologie. Es ging im Grunde darum zu verstehen, wie man aus dem kleintechnischen Maßstab (Haushaltskochen) auf den großtechnischen Maßstab schließen kann. Daher wurde auch viel gekocht. Wir waren 9 Teilnehmer, eigentlich sollten es 12 sein. Insgesamt wurden 3 Gruppen gebildet. Die Versuche teilten sich in 5 Themenblöcke auf: Emulsionen bei Raumtemperatur, Fermentation am Beispiel Joghurt, Getreide und Teigerzeugnisse, Emulsionen im gefrorenen Zustand und Saftherstellung.

 

Freitag 16 Uhr ging auch schon los mit der Fermentation. Dies war die einzige gemeinschaftliche Arbeit, die abschwechselnd von allen betreut wurde. Ansonsten musste jede Gruppe alle Versuche selbst durchführen.

 

Fermentation: Der Joghurt wurde in einem haushaltsüblichen Joghurtgerät mit unterschiedlichen Kulturen beimpft und bebrütet. Einen Tag wurde der Joghurt ausschließlich mit einer Milchsorte angesetzt und 3 Kulturen (es standen 3 Milchsorten zur Auswahl, von H-Milch über nicht homogenisierte, pasteurisierte Milch). Den anderen Tag haben wir uns für eine Kultur entschieden, aber mit unterschiedlichen Milchansätzen. In regelmäßigen Abständen oblag es dann den Gruppen den pH-Wert bei Raumtemperatur zu bestimmten sowie die SH Zahl. Die Säurezahl gibt an, wie "sauer" ein Joghurt ist. Dies wurde mittels Maßtitration vollzogen (man versetzt den Joghurt mit einem Farbindikator, tröpfelt aus einer Bürette eine Lauge zu - wenn der Farbumschlag vollzogen wurde, ist die Lösung neutral und anhand des Verbrauchs der Lauge, kann man die SH Zahl errechnen) Am Ende des Versuchsblocks wurden die Joghurts noch verkostet. Anhand einer Beliebheitsprüfung wurde der "beste" Joghurt anhand des Kramer'scher Rangsummenverfahrens ermittelt.

 

Emulsionen (1): Der zweite Versuchsblock befasste sich mit Emulsionen, also Öl-in-Wasser Gemischen. Wir stellten Margarine, Butter, Mayonnaise mit und ohne Ei, sowie fettreduziert her. Die Mischungen wurden gekühlt und die Fetttröpfchenverteilung unter dem Lichtmikroskop begutachtet und dokumentiert. Auch gab es am Ende eine sensorische Auswertung: die Verkostung. Was im übrigen nicht immer so lecker ist, wie es auf dem ersten Blick erscheint. Natürlich verglichen wir die selbst hergestellen Produkte auch mit gekauften Produkten.

 

Emulsionen (2): Im Versuchsblock der Emulsionen im gefrorenen Zustand stellten wir mehrere Speiseeis her. Einmal nach industriellem Vorbild (also mit Lecithin, Molkepulver), dann Rahmeis, Eis ohne Aufschlag, Eis mit Aufschlag. Auch hier stand am Ende die sensorische Verkostung an, inkl Beurteilung der Eiskristallbildung und dem "Mundgefühl" beschreiben.

 

Geräteeinfluss auf Produkt: Am Beispiel der Saftherstellung sollte nachvollzogen werden, welchen Einfluss die Geräteauswahl auf das Erzeugnis hat. Wir stellten Orangen und Granatapfelsaft mit einer Entsafter-Zentrifuge und einem Entsafter-Extruder her. Neben der obligaten Sensorik, bestimmten wir noch den Vitamin-C Gehalt in den Säften. Auch dies geschah mittels Titration, mit Kaliumioditlösung.

 

Getreideerzeugnisse: Der gefühlt aufwendigste Block war der der Getreideerzeugnisse. Verschiedene Getreidekörner, wie Weizen, Roggen und Dinkel, wurden mit zwei Mahlwerken gemahlen - mit einem Mahlgerät mit Steinmahlwerk und eines mit Stahlmahlwerk. Die Schüttdichte wurde bestimmt und die Proben wurden anschließend in einer Rüttelmaschine klassiert. Ein Rüttelvorgang dauerte 4 Minuten und war furchtbar laut, so dass die "Rüttelgruppe" in einen anderen Teil des Schulgebäudes den Versuch durchführen musste. Die Einwaagen wurden notiert, von groben bis sehr feinen Körnern. Das Reinigen der Siebe erwies sich beim 3 Durchlauf als lästig, aber hier zeigt sich wieder wie schön eine Arbeitsteilung in der Gruppe ist: Man kann sich mit unliebsamen Aufgaben abwechseln. Die Schüttgutverteilung wurde dann in einem RRSB Körnungsdiagramm aufgetragen um den Feinheitsgrad des Mehles zu bestimmen. Anschließend ging es weiter zur Station "Teigerzeugnisse". Mit unseren Weizen-Roggen und Dinkelmehl stellten wir Nudeln und Spätzle her. Auch hier stand abschließend die sensorische Verkostung an. Alle Nudeln wurde mit gekauften Fertigerzeugnissen verglichen.

 

Am Ende der Versuchstage müssen Protokolle erstellt werden, wozu noch 14 Tage nach dem Labor Zeit ist.

Unsere Gruppe war Freitag 21Uhr leider zu ausgepowert um abends noch gemeinsam Essen zu gehen. Auch machten wir kaum Pausen, also Samstag keine traditionelle lange Mittagspause. Der Zeitplan war straff - Samstag machten wir gegen 17 Uhr Schluss. Natürlich mussten wir nicht hungern, denn zu Essen gab es durch die Verkostungen reichlich.

 

Ich blieb am Samstag noch eine extra Nacht in Ellwangen und konnte somit wieder einen angenehmen Abend unter Einheimischen verbringen bei Gulasch und Rotochsenbier. Die Leute sind wirklich sehr gastfreundlich, so dass ich die anstrengenden Labortage gleich wieder vergessen hatte ^_^ Ich erfuhr übrigens, dass Ellwangen im Film "Die Feuerzangenbowle" mit Heinz Rühmann zu sehen ist. Außerdem gab es hier den ältesten Bundeswehrstützpunkt Deutschlands. (heute beherbergt die Kaserne Flüchtlinge) Aufgrund des netten Abends, freue ich mich schon, trotz der langen Anreise, auf die nächste Präsenz im November. Ich hoffe auch, dass meine "Lernfreundin" aus Bayern dabei sein wird, denn eigentlich waren wir zum Labor verabredet, doch wurde sie überraschend krank. Dennoch ist man ja heute durch ständige Vernetzung nicht völlig alleine.

 

Als nächstes steht nun erstmal eine Präsenz in Berlin an, die ich mit einem dienstlichen Seminar verbinde.

 

Bis zum nächsten Mal!

 

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Bio Labor geschafft

Es ist geschafft: das Labor habe ich erfolgreich absolviert und kann nun im Januar die Klausur mitschreiben! Natürlich gab es auch allerlei biologiebezogene Sachen zu erleben, die ich so vielleicht nie wieder in der Form sehen werde. Das Bio Praktikum fand in Ellwangen statt, wie übrigens alle naturwissenschaftlichen Module. Insgesamt waren wir nur 12 Teilnehmer, davor 3 PMT, 9 LMT - diese kleine Gruppengröße ist auch von der SRH gewollt. Da ich bereits durch meine Erstausbildung weiß wie es ist, wenn man im Physik- oder im Chemie Grundpraktikum an der Uni mit 40 Mann in der Gruppe steht, würde ich immer kleine Gruppen bevorzugen. Als Azubis an der Uni genießt man natürlich einen Sonderbetreuungsstatus zwischen den Studenten, dennoch konnte ich schon damals für mich ausmachen, dass "nur die Stärksten der Studenten" wohl durchkommen. Daher finde ich es gut, wenn man überschaubare Teilnehmer um sich weiß und der Dozent im besten Fall auf Defizite eingehen kann! Am besagten Wochenende in Ellwangen gab es insgesamt 4 Gruppen à 3 Leute. Im Vorteil waren die Biologielaboranten, CTAs, oder Leute, die bereits in der Mikrobiologie arbeiten.


Tag 1

Praktische und theoretische Ausführungen zum Autoklavieren, Gießen von Nährmedien aus Agarose (Vollmedien), Erstellen von verschiedenen Abklatschproben (z.B. Stuhllehne, Geldschein, von einem gewachsenen Stamm Micrococcus Luteus). Umgang mit Impfösen, Abflammen, Desinfizieren, "Verdünnen" eines Bakterienstammes; Vorbereiten der PCR: Gelplatten für Gelelektrophorese gießen; aus 6 Fleischproben (Pferd, Rind, Schwein, Huhn; in Proben wie Burger, Lasagne Fleisch, Gummibärchen, Chicken McNuggets) suchte sich jede Gruppe 2 heraus; Proben wurden homogenisiert und alle Restbestandteile wurden nach und nach von der DNA abgetrennt (mehrere Reinigungsschritte in immer kleiner werdenden Gefäßen, am Ende hielt man das kleinste (<15 µl) Eppendorfer Gefäß mit der eigentlichen DNA in den Händen). - Umgang mit Vortextmischer ("texen" = schütteln), Zentrifuge, semiautomatische Pipetten, verschiedenen Pufferlösungen. Das half schon mal um eventuelle Berührungsängste mit den Laborsachen abzubauen. Die Studenten, die ich bisher erlebte, sind teilweise sehr unterschiedlich in ihrem bisherigen Werdegang sowie im Alter, der Arbeitgeber - daher ist es klasse, wenn jeder "von vorne mitgenommen wird".

Da die Fleischproben zeitintensiv in einem Schüttelinkubator aufgeschlossen werden mussten (in mehreren Heizschritten), konnte man zwischendurch Präparate am Lichtmikroskop (LM) mikroskopieren. Jeder Teilnehmer hatte ein tragbares LM mit maximaler Vergrößerung von 600 am Platz. Es wurden Zellwände der Wasserpest (Elodea camadensis) beobachtet und dokumentiert, sowie von Zellen der eigenen Mundschleimhaut. (also Vergleich Pflanzen und Tierzelle)

Später wurde die DNA Isolierung für die PCR abgeschlossen. Der Mastermix mit den Primern wurde hinzugefügt. Ein Primer ist essentiell für die PCR, denn dieser ist die mRNA der nachzuweisenden DNA. Der Kopierschlüssel zum Schloss quasi; der "Schlüssel", der danach alles abdruckt, was er liest, weil er es lesen kann. Ohne diese "Decodierungshardware", gäbe es keine Vervielfältigung - weder bei der PCR, noch in unseren Körpern. Wenn zB. Rindfleisch in der Probe enthalten ist und die "Rind mRNA" am Rind-Chromatid andocken kann, wird dieser Strang vervielfältig. Am Ende bekommt man eine millionenfache Kopie aus nur wenigen Ausgangschromatiden. Das ist eben die chain reaction, die Kettenreaktion durch ein Enzym, den "Schlüssel", die Polymerase. Am Ende des Tages untersuchten wir die Reinheit unserer isolierten DNA mit einem Photometer. (Absorptionsbande der eukaroytischen Nukleinsäuren ist ein charakteristischer Peak; außerdem kann man hier bereits den tatsächlichen Gehalt der DNA in Nanogramm/µl erhalten)

Tag 2

Ansetzen der Gelelektrophorese: zuerst muss man die am Vortag isolierte DNA mit einem Farbstoff versehen. Danach pipettiert man dies in die kleinen Geltaschen ein. Damit das einfacher geht, setzt man Glycerin hinzu, dann sackt die Flüssigkeit in die Tasche. Man legt eine Gleichspannung von 100 Volt (ja!) an den Versuchsaufbau und nun wandert die negativ geladene DNA zur Anode, dem Pluspol. Der Vorgang dauert ca. 45 min. Man muss aufpassen, dass der "Durchlauf" nicht zu lang dauert, weil die DNA sonst "drüberläuft". Als Kalibrierung lässt man einen Basenpaarstandard 'mitlaufen'. Dann weiß man später, ob bei 50 oder 100 oder 200 Basenpaaren die Probe färbte, oder ob das "ghosting" nur ein Artefakt ist.

In der Zwischenzeit wurden wieder Zellen unter dem LM mikroskopiert, genauer: nach dem Eintreten einer Plasmolyse an Zwiebel Zellen. Dazu stellt man mehrere unterschiedlich molare Zuckerlösungen her, tröpfelt diese auf eine Tüpfelplatte mit der Zwiebelhaut und lässt dies einwirken. Nach gewisser Einwirkzeit erkennt man, dass sich die Osmose vollzogen hat: je mehr Zucker eine Lösung enthält um so mehr löst sie Zellwandmembran der Pflanzenzellen. Diese Membran drückt wie ein zusammenfallender Sack in die Mitte auf Vakuolen und Chloroplasten. Das Gerüst, die Pflanzenzellwand, bleibt stabil. Weitere Beobachtungen an Fertigpräparaten wurden gemacht: Dünndarm Katze, Meiose an Wurzelzellen. (hier besonders schön einzelne Teilungsstadien real zu sehen, wie Metaphase, Anaphase, Telophase)

Weiter ging es mit der Auswertung der "durchgelaufenen" DNA im UV Schrank, Anregung der Banden unter UV Licht = Sichtbarmachung der DNA. Hier konnte man nun sagen, ob der Big Mac wirklich Rind enthielt (ja, und nichts anderes), oder im Gummibärchen Schweineschwarten oder anderes verwendet wurden. (keine Auffälligkeit in unserer Stichprobe)

Der letzte Themenblock waren Versuche zur Enzymaktivität: pH-Abhängigkeit (wo wirkt Katalase optimal: im sauren, neutralen oder basischen Bereich), Temperatureinfluss auf Enyzme, wie (Schwer)metalle auf Enzyme wirken (Cu und Ag) und letztendlich wurde noch ein Versuch zur Substratspezifität von Urease durchgeführt. (Harnstoff Lsg. mit Farbstoff versetzen und Thioharnstoff mit Farbstoff versetzten, Unterschiede beobachten)

Am Ende des Tages wurden die Abklatschproben ausgewertet: Beschreiben der gebildeten Bakterienkolonien, Farbe, Größe. Am Schluss gab es ein Testat mit 10 Fragen, die man gut beantworten konnte, wenn man die 2 Tage aufgepasst hat. Nicht geschafft haben wir es, Einzeller unter dem Mikroskop anzusehen. Geplant war ein Heuaufguss.

Es waren wieder spannende Tage. Freitag Abend kam sogar noch etwas Studentengefühl auf. Trotz spätem Schluss im Labor >21 Uhr, sind wir noch Essen gegangen. Während der Rote Ochse leider völlig belegt war, fanden wir noch im Le Palme eine kleine Lokalität, die uns aufnahm. Wir waren eine lustige Gruppe mit fast gleichen Anteilen Österreichern, Schweizern und Deutschen. Nicht oft höre ich Berliner Schnauze, Bayrischen Dialekt und Schweizer Deutsch gemischt mit Vorarlbergisch. Habe außerdem gelernt, dass eine schweizer "5" =sehr gut der "1" bei uns Deutschen und den Österreichern entspricht. Die Völkerverständigung verlief jedenfalls prächtig bei einem Ellwanger Rotochsen Bier. Da es Samstag 8 Uhr wieder los geht, musste man natürlich eine gewisse Disziplin aufbringen um rechtzeitig zu Bett zu kommen.

 

Diesen Freitag steht bereits das nächste Labor an. Ich werde wieder berichten.

Bis dahin!

 

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VWL fast geschafft, Labore Bio und GrLMT upcoming

Am 15.10.16 hatte ich meine erste Klausur - ich schrieb Allgemeine Volkswirtschaft am Studienzentrum Hannover. Das Studienzentrum in der Prinzenstraße ist sehr gut zu erreichen, es liegt fußgangbar in Bahnhofsnähe. Die Organisatorin des Studienzentrums war sehr freundlich, ruhig und erklärte für Neulinge alles Stück für Stück. Es waren ca. 20 Studenten aus unterschiedlichen Fächern und Semestern da, ich war die einzige, die neu war. Aber ich war nicht die einzige, die aufgeregt war :)

Dadurch, dass die "Betreuerin" so souverän handelte, beruhigt einen das selber, denn der Stressfaktor ist durch die Prüfungssituation hoch genug. Es gab gratis Äpfel, Wasser (Stilles und Sprudel) und Traubenzucker am Platz. Die Klausurfragen waren fair gestellt, aber auch nicht 'geschenkt', meiner Ansicht nach. Ohne viel zu lernen, würde man "bestehen". Um eine gute Note zu bekommen, sollte man die 2 prüfungsrelevanten Hefte mehrmals bearbeitet haben. Je nach Vorbildung, steckt der eine oder andere mehr Aufwand rein. Ich habe mich intensiver mit der Materie beschäftigt. Die Hauptthemen belaufen sich auf die beiden Wirtschaftstheorien Mikroökonomie und Makroökonomie "for Beginners". Die deskriptive Statistik ist zu diesem Zeitpunkt kein Prüfungsbestandteil. (dies ist ebenfalls ein Studienheft zur aVWL gehörend)

Man lernt viele interessante und für die allgemeine Bildung wichtige Sachverhalte zu volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen: z.B. was unser Wirtschaftssystem ausmacht, was die Kernpunkte einer Marktwirtschaft und einer Zentralverwaltungswirtschaft sind, was Bedürfnisse sind, was ein (Produktions)gut ist, warum Wirtschaftssubjekte konsumieren, sparen, eine Arbeitsleistung gegen Entgelt anbieten; warum Unternehmen produzieren, wie das Ausland mit reinspielt, warum wir eine Zentralbank benötigen, was ein 2 bis 5 poliger Wirtschaftskreislauf ist und natürlich der Arbeitsmarkt und Geldmarkt im Besonderen. Außerdem wird noch auf zwei Hauptlehrmeinungen eingegangen: der Klassischen Ökonomie und der Keynes Denkrichtung. Im Kopf geblieben ist mir noch, dass Stuart Mill, ein britischer Ökonom im 19. Jhd., eine sehr frauenfreundliche Haltung vertrat und an seinen Zeitgenossen scheiterte. Ohne die "Klassik", wäre ich nie auf Mill zu hören gekommen :) 

In der Klausur war freilich nicht die Rede von Mills The Subjection of Women, doch ist es dieser Seitenblick nach links und rechts, den ich immer mit Studieren verband. Die Lehrhefte der SRH zu aVWL sind jedenfalls auf den Punkt aufbereitet und sollten gut auf die Klausur vorbereiten. Man sollte nicht nur Stichpunkte schreiben, sondern -keynesianisch ausgedrückt- Kreislaufzusammenhänge sehen. Ich habe nicht alles perfekt beantwortet, und eine Frage "verhauen" die sich auf die Wirtschaftsunion der EU beschränkte, aber dennoch hoffe ich, ein befriedigendes Ergebnis zu bekommen. Dafür vergesse ich jetzt erstmal nicht, was die Maastrich Konvergenzkriterien sind ;)

Mit einem Bestehen der Klausur wäre aVWL für mich abgehakt und ich komme näher zu meinen eigentlich Kernfächern.

 

Dieses Wochenende 21.-22.10.16 wird das Labor für Biologie in Ellwangen stattfinden. Wir werden Abklatschproben nehmen, DNA Isolieren, Agar Nährböden gießen, vorher Autoklavieren, Gelplatten für Gelelektrophorese selber gießen, den Reinheitsgrad der DNA bestimmen, mit der PCR arbeiten (polymerase chain reaction, DNA "schneiden" und detektivmäßig herausfinden, ob in der Wurst Schwein oder Rind, oder womöglich Pferd ist) und auch Versuche zur Enzymaktivität durchführen. Die letzte Biopräsenz September hat mir sehr gut gefallen. Vor allem das Gymnasium, das man besucht, ist sehr modern ausgestattet und hat dennoch eine 300 Jahre alte Tradition vorzuweisen.

Ellwangen selber ist eine kleine Stadt, ich fühle mich recht wohl, auch, wenn ich abends alleine Essen gehe. Einzig der schwäbische Dialekt ist mir neu, da muss ich öfter genauer hinhorchen :)

Bis bald!

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Unboxing Studienmaterial, Erstlieferung

Liebe Community,

inspiriert durch @Tobse, nun ein Unboxing/presenting meiner Unterlagen "Lebensmittelmanagement- und technologie". Ich bin offiziell seit 01.07.2016 dabei. Da ich seit längerem bei FI stiller Mitleser bin und sehe, dass es noch keinen Blog zu LMMT gibt, wollte ich auch etwas zurückgeben - denn das Forum hat mich über die Jahre beeinflusst und bereichert.

Kurz zu meiner Person: Mitte 30, Erstausbildung Physiklaborant, Fortbildung SgT Chemietechniker. Ich war insgesamt 10 Jahre als Unterstützung für Physiker in der Grundlagenforschung Oberflächenphysik der festen Materie tätig. Der Umgang mit Hochvakuumtechnik kommt mir nun auch in der LM Verfahrenstechnik zu Gute: Wenngleich statt einem Conflat Flansch eher Milchflansche verbaut werden und es Zahnradpumpen statt Turbomolekularpumpen gibt. 

Ich wechselte aus privaten Gründen das Arbeitsumfeld, verbunden mit Wohnortwechsel. Ich bin heute seit 3 Jahren in einem Verpackungsprüflabor eines bekannten dt. Nahrungsmittel Unternehmens tätig, das mir auch große Freude bereitet (ein physikalisches Prüflabor ist nun mal ein tolles Betätigungsfeld für einen Physiklaborant)

Da meine Aufgaben gewachsen sind, auch in Zukunft wachsen sollen, und mir der Gedanke eines Studiums nie wirklich aus dem Kopf ging, berichtete ich meinen Vorgesetzten von meinem Vorhaben. Das stieß auf positiven Anklang - Formalismen wurden geklärt und Juni hatte ich das "ok" zu starten.

Die SRH gefällt mir sehr gut, der Service stimmt, die Dozenten sind engagiert und bei Fragen wird einem zeitnah geholfen. Dank des modernen, unbürokratischen Handlings konnte ich bereits Juni die eLehrhefte in den Händen halten. Juli kamen die Print Hefte, die Ihr im Anhang seht. Der Stapel umfasst 4 Module: wissenschaftliches Arbeiten, Biologie Mikrobiologie, Grundlagen Lebensmitteltechnologie und Volkswirtschaft.

Es sind/waren ca. 4 kg und 1300 Seiten zu lesen. Ich arbeite gleichzeitig mit dem Tablet und Printheften sowie Karteikarten (selbstgeschrieben).

Randinfos: Studienmodel ist semesterlos, dh. man kümmert sich selbst um die Prüfungstermine sowie Modulbelegung. Ich schätze das sehr, komme gut mit der Lehrmethode zurecht, kann mir aber vorstellen, dass es auch überfordernd sein kann. zB. muss man vor einigen naturwissenschaftlichen Modulen unbedingt Labore absolvieren. Plätze und Termine für Labore sind begrenzt, daher besser rechtzeitig im eCampus buchen.

 

Das soll es erstmal gewesen sein. Ich werde versuchen regelmäßig Updates einzupflegen. Der Studiengang ist so spannend und die Module ausgewogen aufeinander abgestimmt! Interessenten sehen vielleicht, dass meine Module nicht mit denen des 1. Fachsemesters übereinstimmen. Das liegt daran, dass mir einige Module der Grundlagenfächer anerkannt wurden. (schön zu wissen, dass 4 Jahre Techniker Schule nicht 'umsonst' waren)

Bis bald!

Eure Poly

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