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Über diesen Blog

Die steinige Suche nach einem Psychologie Master hat mich schließlich zur FernUni Hagen geführt. Auf geht's zum M.Sc. Psychologie!


Abgeschlossene Module:

Modul 1: Forschungsmethoden, multivariate Verfahren und Evaluation 

1) Multivariate Verfahren und computergestützte Datenanalyse I2 SWS

2) Multivariate Verfahren und computergestützte Datenanalyse II (Modellierung)2 SWS

3) Evaluationsforschung und spezielle Forschungsmethoden

Modul 2: Psychologische Diagnostik, Gutachten und Kommunikation
1) Gutachtenerstellung und Kommunikation
2) Testkonstruktion, Testen und Entscheiden


Aktuell belegte Module:

Modul 3: Gesundheitsförderung, Stressbewältigung und Prävention
1) Gesundheitspsychologische Modelle zu Stress, Stressbewältigung und Prävention 

2) Grundlagenvertiefung Allgemeine Psychologie: Stress, Stressbewältigung und Prävention 

3) Grundlagenvertiefung Sozialpsychologie: Stress, Stressbewältigung und Prävention 

4) Grundlagenvertiefung Entwicklungspsychologie: Stress, Stressbewältigung und Prävention 

Modul 4: Diagnostik und individuelles Verhalten in Organisationen
1) Methoden und Verfahren der Berufseignungsdiagnostik2 SWS

2) Berufsleistung und Leistungsbeurteilung2 SWS

3) Arbeitsmotivation


Zukünftige Module:
Modul 5: Steuerung von Bildungs- und Lernprozesse in Bildungskarrieren und -institutionen

1) Bildungspsychologie I – Bildungskarrieren

2) Bildungspsychologie II – Aufgabenbereiche und Handlungsebenen

3) Bildungspsychologie III – Ausgewählte Themenbereiche

 

Modul 6: Prävention, Intervention und Evaluation im Kontext kulturell diversifizierter Communities
1) Community-psychologische Prävention und die Förderung sozialer Veränderung2 SWS

2) Identität, Diversität und Akkulturation2 SWS

3) Community-psychologische Beratung, Evaluation und Programmentwicklung

Modul 7: Projektmodul MSc Psychologie
Masterarbeit

Einträge in diesem Blog

Vica

Die Klausurergebnis-Neurose

Irgendwie ein Klassiker, jedes Jahr wieder:
Die Klausuren sind geschrieben.
Eigentlich hätte man erst mal 4-6 Wochen Galgenfrist, in der man einfach nur die Semesterferien genießen könnte, bis man sich der harten Realität stellen muss.  
Etwa die Hälfte der Wartezeit verstreicht. 
So allmählich regt sich nervöse Aktivität in den Foren. 
Ob man schon was gehört habe? Wann gab's denn letztes Jahr Ergebnisse? Man hätte irgendwo aufgeschnappt, der Fachbereich sei dieses Jahr überarbeitet worden, heißt das dann vielleicht, dass die Ergebnisse früher kommen könnten? 


Und dann das, was überall, in jedem Semester, an jeder Uni, in jedem Jahr zu passieren scheint:
Irgendjemand hat todsicher beim Prüfungsamt angerufen und todsicher erfahren, dass die Ergebnisse schon diesen ......... (x-beliebigen Tag einsetzen!)..... veröffentlicht werden. Also noch diese Woche. Mehr als doppelt so schnell wie von der Uni angegeben. 
Aber in der Studienordnung steht doch eindeutig 4-6 WocheN Wartezeit?? - Jaja, aber am Telefon sei gesagt worden, dass dieses Jahr alles anders ist! Oha. 
Was darauf folgt ist ein flaues Gefühl im Magen, etwa wie vor der Führerscheinprüfung, die ganze Woche, bis zum heraufbeschwörten Tag X.
Wenn der erreicht ist, drückt man in ungesunden Dosen auf der Prüfungs-Ergebnisseite permanent F5 - vermutlich verliert die Taste bald die Farbe. 

Man kann gar nicht mehr online gehen, ohne F5, F5, F5....zu drücken. 
Was schließlich passiert:
Nichts. 
Der Tag X verstreicht. Der nächste auch. Der übernächste. Die ganze Woche, die übernächste. Kein Prüfungsergebnis. Kein Tag, bei dem man nicht ohne nervöse Gefühle online geht.
Der User, der angerufen hat, hat seitdem nichts mehr geschrieben.  
Offenbar also eine Falschmeldung.

Entweder gezielt mit Vorsatz, oder aber man ist wirklich falsch informiert worden.

 

Seltsam in dem Zusammenhang ist nur, dass ich das von jedem einzelnen Modul der OU auch kenne. Irgendjemand will immer angerufen und einen Termin erfahren haben, der wesentlich verfrüht ist. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Es stimmt nicht. Mein Mann kennt das von seiner Präsenzuni-Zeit auch noch. Besonders in der Examensphase hätten viele solche Falschmeldungen den Umlauf gemacht. Irgendjemand will immer was erfahren haben. Der besagte Veröffentlichungstag verstreicht aber ergebnislos, teilweise gibt's erst Wochen später Ergebnisse. Aber alle sind in Angst und Schrecken versetzt - man kann seine Galgenfrist gar nicht mehr wirklich genießen. 

Beweisen kann man nichts, aber genau das scheint mir das Ziel solcher Wortmeldungen zu sein. Als wäre man nicht schon nervös genug! :( 


Wie kommt man jetzt aus der F5-Falle - also dem Drang, dauernd die Prüfungsseite zu refreshen - wieder raus? Schließlich könnte ja doch was dran sein am Gerücht und dann könnte es ja theoretisch jeden Tag so weit sein....


Ich habe mir jetzt Geschäftszeiten eingerichtet, in der ich mal nach den Ergebnissen gucken gehe. Das ist - so hart es klingt - höchstens einmal am Tag und zwar abends. Ansonsten mache ich einen Bogen um WA- und Facebook-Gruppen und natürlich die Seite mit den Prüfungsergebnissen. 
Die harte Realität kommt schließlich früh genug. Da muss man sich nicht den ganzen Tag mit nervöser Warterei vermiesen lassen :D 


  
 

Vica

So war das erste Semester:

Ok, das erste Semester ist um. Hier liegen noch Berge vom Hausarbeits-Krempel herum, den ich unbedingt einmotten will, am besten ohne etwas davon zu lesen. So langsam realisiere ich: Es gibt tatsächlich mal wieder sowas wie Freizeit im Leben :) Zumindest bis April, wo es wieder rund geht. So lange mal ein kleiner Rückblick über dieses doch sehr intensive Semester als Vollzeitler:

 

Welche Fächer?
MM1:
- 2x Statistik (Multivariate Verfahren)
- Evaluation 
MM2:
- Gutachtenerstellung
- Testkontsruktion (im Grunde noch mehr Statistik) 


Zeitraum:
Oktober bis 6.März 

Arbeitsaufwand:
Die Fernuni veranschlagt zwischen 38 und 40 Stunden für VZler.

Tatsächlich bewältigter Arbeitsaufwand: 
Da ich erst ab 20:00 eine Kinderbetreuung habe und dann bis 22 Uhr gelernt habe, meistens nicht mehr als 2 Stunden am Tag, also 10 Stunden die Woche und am Wochenende nochmal 4 pro Tag = 8, macht etwa 18 Stunden die Woche. Das heißt, ich habe weniger Zeit hingebogen bekomme als ein TZler (20 Stunden) :( Teilweise klappte es aber erstaunlich gut, damit auszukommen. Beim Lernen und beim Lesen bin ich zum Beispiel relativ schnell. Wo man merkt, dass Zeit fehlte, war bei Zeugs wie Notizenmachen, Onlinevorlesungen oder generell dem Schreiben (z.B. für die Hausarbeit)
Zum Glück wird das ab nächstem Semester ganz anders, daher wusste ich, dass ich hier eben nunmal in den sauren Apfel beißen musste. 

Meinung zu den Fächern:
Mir haben alle Fächer recht gut gefallen und ich merke deutlich, dass ich mich in vielem weiter entwickelt habe, sowohl von der Denkweise, als auch vom Rede- und Argumentationsstil. Außerdem habe ich gelernt, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. in sofern war eigentlich das ganze Semester eine Bereicherung. 

Ich denke mal, der Gutachten-Kurs war mein Liebling, auch wenn ich hier gnadenlos verkackt haben dürfte (Zeitmangel, da parallel zur Prüfungsvorbereitung!). Er machte inhaltlich am meisten Spaß. Schade drum. 
Die Statistik-Kurse gefielen mir ebenfalls vom Inhalt, hier habe ich eine Menge dazu gelernt. Nur blöd, dass ich während der Vorlesungen das Gefühl hatte, ALLES verstanden zu haben - dann aber so blöde MC-Fragen in den Klausuren dazu gestellt werden, dass man wie ein blutiger Anfänger da steht. Methodisch würde ich diesen Kurs auch ummodeln, denn 2-Stunden-Vorlesungen sind einfach zu lang. Die, die 30 Minuten gingen, blieben besser hängen. Außerdem wäre ein Studienbrief was dazu.
Evaluation war ein etwas merkwürdiger Kurs. Eher geeignet für Leute, die sowas schon mal gemacht haben. Für alle anderen las er sich wie die Anleitung zu einem Küchengerät, welches man noch gar nicht besitzt. Stellt euch vor, ihr lernt Funktionsweise zu einer Küchenmaschine, wie diese aufgebaut ist, welche Techniker daran beteiligt waren und welche Theorien es so über ihre Nutzung gibt....aber ihr habt sie nie im Leben in den Händen gehabt, geschweige denn irgendwo gesehen. Heraus kommt das, was dieser Kurs ist. Prinzipiell ist das Thema nicht uninteressant, aber nicht greifbar.

Testkonstruktion ist der Kurs, der mir am wenigsten etwas gesagt hat.Eignet sich finde ich besser, wenn man wirklich an Fragebögen und psychometrischen Tests arbeitet und Literatur zu Rate ziehen muss. Rein für theoretisches Hintergrundwissen ist das eher nichts, finde ich. 
Grundsätzlich war es interessant, in alles mal reinzuschnuppern. 

 

Wirkung des Studiums auf den Charakter/gewonnene Skills (neben Fachwissen):
- Mehr Eloquenz im Alltag durch die viele Leserei
- Ich bedenke große Themen wieder von mehreren Seiten 

- Ich bin allgemein logischer in Entscheidungen geworden. 

- Auch irgendwie objektiver

- Ich kann wieder schneller schreiben (handschriftlich)

- Wurde von anderen bestätigt 

 

Highlights im Semester:
- Die PV in Hagen 

- Eigentlich auch die MM1 Prüfung im Studienzentrum. Wirklich sehr angenehm gewesen die Umgebung!

- Viele neue Leute kennengelernt, viel Kontakt zur Außenwelt 


Tiefblicke:

- Ständig, wirklich schon seit Ende Oktober krank und bis heute kein Ende in Sicht  

- Oftmals am Rande der totalen Erschöpfung 

- Fehlende Zeit frustet 

- Literatur teilweise nicht vorhanden, schwer zu bekommen oder kostenpflichtig zu beziehen. Sehr viel "Pflicht-Literatur" gar nicht wirklich hilfreich, da in Wahrheit bestenfalls "Vertiefungsliteratur" 

- Keine Freizeit und damit keine echten Erholungsphasen. Aber so ist das Studium. 

- Hausarbeit so mies abgeliefert, gar nicht mein ganz eigener Standard :( 

 

Stoffauswahl:
Ich fand es ehrlich gesagt zu viel bei MM1. MM2 erschien mir sehr ausgewogen, viel Gutachten und etwas von der Testkonstruktion, das war okay. MM1 verlangte aber zum Teil, dass man Sachverhalte an bloßen Formeln identifizieren oder wortwörtliche Aussagen von Forschern zu irgendwelchen Themen kennen musste. Also viel Auswendiglernerei - weniger nützlich war das bloße Verstehen. Allerdings wird MM1 auch gerade überarbeitet und demnächst anders präsentiert. 


Prüfungen-Schweregrad:

- MM1: Ultra! Eher was für Gedächtniskünstler. Glück muss einem hier leider Hold sein. 
- MM2: Sehr machbar. Man braucht aber Zeit, weil das Schreiben sehr intensiv ist. Ob einem nun die Vollzeit zur Verfügung steht oder nicht, 3 Wochen sind nicht viel. Man darf nicht vergessen, dass die HA auch mitten in der Erkältungszeit fällt, und mit einem Infekt ist man schnell mal eine Woche außer Gefecht gesetzt. Schnell sind es dann nur noch 2, und wenn man in denen auch noch intensiv die Prüfung vorbereitet, bleibt fast nur noch Schmalspur-Schreiben übrig :( Das ging auch meinen anderen VZ-Kollegen so, die kein Kind und keinen Job haben. Man sollte nicht unbedingt erwarten, dass die Worte nur so aus einem heraussprudeln. Das dauert auch nochmal ein paar Tage, bis man da in Fahrt kommen kann. Man kann im Prinzip die HA auch aufschieben, muss dies aber umständlich über Krankschreibungen nachweisen und auch dann ist es Kulanz, ob es Aufschub gibt.

 

Wann begonnen mit Prüfungsvorbereitungen?

- MM1: Etwa Ende Dezember/Anfang Januar. Richtig effektiv dann Anfang Februar. (Prüfung am 03.03.)

 

Kommunikation mit Kommilitonen:

Fand ich super. Schnell haben sich Lerngruppen geschlossen und ich habe nun viele neue Kontakte. Allesamt sind auf sehr hohem Bildungsniveau, da muss ich mich echt immer ranhalten, um mitzuhalten. 

 

Kommunikation mit Betreuern:

Ich nutze die Moodle-Foren nicht und kann daher nichts dazu sagen. Nach dem, was ich da sehe, kriegen die Leute aber immer sehr schnell Antwort. 

 

Was ich anders machen würde:

- Fairere Prüfungen, weniger verwirrende Fragen zu Sachen, die am Rande der gefühlten 1000 Folien mal nebenbei angesprochen wurden, evtl. mehr Praxisbezug?

- Prüfungstermine sollte man im Krankheitsfall besser verschieben können. Zum Beispiel 1-2 Wochen später, statt ein ganzes Semester zu warten. So müsste man sich nicht selbst vom Krankenbett in die Prüfungsbank zerren und halb im Delirium mitschreiben. 

- Statistik 1 + 2 brauchen einen vernünftigen Studienbrief, vielleicht eine Art Manual, wo nochmal alles zu den Vorlesungen erklärt wird, anstatt dass man 1000 Seiten Eid für die Notation durchblättern muss.

- Definitiv keine 2-Stunden-Vorlesungen mehr. Weniger ist mehr!

- Zum Teil klarere Aussagen, weniger verwirrende Doppel-Verneinungen bei Statistik 

- 6 Wochen Hausarbeit für ALLE, nicht nur für TZler, wenn jemand VZ macht und das mit einer Prüfung zusammenläuft. 

- Bitte mehr Pflichtliteratur auch wirklich vorhanden haben

- Im Falle des Durchfallens einfach diese Klausuren an die Klausuren der nächsten Module mit dran heften, anstatt dass man dann gar keine Prüfungszulassung für die neuen Module bekommt. 

- Für mich selbst: Nächstes Mal Word im vollen Umfang nutzen. Literaturverzeichnis von Anfang an anlegen, wenn ich Hausarbeiten schreibe. 

 

Im Übrigen freue ich mich auf das neue Semester!! :) 

Vica

Vorwerg: Das Wochenende war wirklich der letzte Mist! :( Ich hätte wirklich gerne nach der Klausur am Freitag so richtig gechillt, Aber daraus wurde natürlich nichts, weil mir noch wesentliche Teile der Gutachten-Hausarbeit (Abgabe Montag) fehlten. Auch wenn ich den Großteil davon schon hatte, hatte ich den Rest total unterschätzt. Und auch Kleinvieh (Literaturverzeichnisse, Inhaltsverzeichnis usw.) macht ja Mist. Krass, wie wenig Stunden der Tag hat, wenn man an dem Wisch schreibt. 
Dieses Schreiben auf den letzten Drücker ist schlimmer als 6 Klausuren am Stück. Es tut körperlich weh und erschöpft wesentlich mehr.


Ich hatte die schönsten Pläne mit der HA. Einen tollen Schreibstil sollte sie haben, ein schönes Schriftbild, differenzierte Quellen und eine ansprechende Bindung, die Bock auf Lesen macht. Ich wolle rechtzeitig zur Post, um das Teil per Einschreiben loszuwerden und spätestens Sonntagabend fertig sein. So der Plan. Fertig wurde ich gestern Abend um 18:15. (Öffnungszeit der Post: Bis 18:30). 

In totaler Panik hab ich das Büro auf den Kopf gestellt (es sieht hier aus, als hätten Einbrecher gewütet :D ) und glücklicherweise doch einen halb zerknautschten Schnellhefter irgendwo gefunden. Schnell den Inhalt weggeworfen und Hausarbeit rein. Ab zur Post, die eigentlich 20 Gehminuten weg ist. Tatsächlich haben Mann, Kind und ich das in nur 10 Minuten geschafft. 

Und dennoch umsonst: 18:33. 

Mir wurde die Tür vor der Nase verschlossen und auf ein flehendes Wedeln meinerseits mit dem Umschlag wurde nur noch mit Kopfschütteln reagiert. Wenn Beamte Feierabend machen, dann ist auch wirklich Feierabend (finde ich eigentlich ja gut) :( 

 

Tja, da blieb nicht mal die Post.

Zum Glück war am Briefkasten noch eine Spätleerung. So ging das Ding ungesichert auf Reisen nach Hagen. 

Ulkig war, dass zeitgleich mit mir eine weitere Studentin eintraf, die ebenfalls gerne ihre Hausarbeit los werden wollte. Woraus dann natürlich auch nichts wurde. So muss man sich jetzt drauf verlassen, dass schon alles gut ist. 

 

Nach der Abgabe war ich ziemlich enttäuscht...
- HA nicht Korrektur gelesen, nur krasseste Fehler rausgelöscht. Will nicht wissen, wie viele Fehler da drin rumwimmeln.

- So einige Langquellen im Literaturverzeichnis vergessen. Wenn ich die nicht im Textteil kurz-zitiert hätte, hätte ich wohl unwillentlich nen Guttenberg gebaut!

- Eine Aufgabe sehr unzureichend beantwortet, da keine Ahnung und keine Zeit mehr, zu antworten. 

 

Der Mann hat mich unterwegs noch getröstet, mit alten Geschichten aus seiner Studentenzeit, wo verzweifelte Kommilitonen auf dem Weg zum Nachtbriefkasten sogar noch die letzten fehlenden Seiten handschriftlich geschrieben haben. 

 

Tja, so hätte das nicht laufen sollen. 

Das Ding wird entweder 4.00 oder gar nicht bestanden sein. :(

Und es dauert laaaaange bis man das erfährt.


Was soll's. Ich geh Lätzchen shoppen! :D  
 

Vica

So lief die Prüfung

Geschafft, geschafft, geschafft! Die MM1-Prüfung liegt hinter mir. Wow! Ich gliedere es mal etwas auf:

 

Vorfeld:

Es war eigentlich klar wie Kloßbrühe, dass ich schon wieder krank wie die Hölle sein würde. Muss ja - denn ich hatte schon seit Wochen Panik geschoben, dass ich zum Zeitpunkt der Klausur schniefend und mit dickem Kopf im Prüfungsraum sitzen würde. Naja, so kam es dann natürlich auch! Rechtzeitig, nämlich zwei Tage vorher, bekam ich eine ordentliche Mittelohrentzündung (hab ich seit 30 Jahren nicht mehr gehabt), Bronchitis und Sinusitis, Nase bis heute wie zuzementiert. Sprays etc. kommen nicht mal durch, sondern tropfen gleich raus. Mein Hausarzt kann mir nicht helfen - Ohren und Nase so zu, sie kann nichts sehen. Muss zum Spezialisten, der natürlich am Wochenende nicht mehr erreichbar war. Absagen wollte ich die Prüfung aber auf keinen Fall. Ich finde es besser, wenn man sowas hinter sich hat. Selbst wenn es nur für den Erfahrungswert ist, wenn man dann wiederholen muss. 

Das ist nun seit Januar Infekt Nr.8. Ich seh auch aus wie einer der TWD-Zombies, werde sogar auf der Straße schon von Fremden angesprochen, ob alles ok sei. 
Warum bin ich dauernd krank? Der Nachwuchs geht zweimal die Woche für 2 Stunden in eine betreute Spielgruppe und bringt alles mögliche an Killerviren mit, was uns hier zu Hause regelmäßig umhaut. Liegt daran, dass andere Mütter gut und gerne ihre kranken Kinder dort abgeben. Und so steckt man sich (und andere) den gesamten Winter über gegenseitig an.
Rest ist Murphy's Law.

 

Prüfungsort: 

Ich habe in meinem Regionalzentrum schreiben dürfen, weil ich im Mutterschutz bin (38.SSW), d.h. ich darf am nächstmöglichen Ort schreiben. Das war aus mehreren Gründen super, denn zum einen wohnen dort die Großeltern vom Nachwuchs - Betreuung geglückt! Zum anderen findet die Prüfung dort statt, wo ich schonmal die Statistik-Seminare hatte. Für mich eine gewohnte und angenehme Umgebung. Man muss sich bei so einer Sonderfall-Regelung selbst um alles kümmern, also Erlaubnis einholen, Prüfer organisieren und viel Papierkram. Hagen selbst schickt nur die Prüfung dort hin. Das hat aber alles super geklappt, die Damen vom Regionalzentrum waren sehr hilfreich und kommunikativ die ganze Zeit über.

Als ich ankam (30 Minuten vorher) haben sie einen erstmal in einen lockeren Plausch verwickelt, was auch sämtliche Nervosität bereinigt. Und eine Kanne Tee haben sie mir auch gekocht, "damit ich irgendwie durchhalte". Voll toll die Betreuung, wirklich 1a. So chillig hab ich noch keine Prüfung geschrieben.

 

Prüfungsablauf

Wie gesagt bestand die Prüfung aus 3 Klausuren: 2x Statistik (40 Fragen) und 1x Evaluation (25 glaube ich), das waren dann nach Adam Riese 65 Fragen. Zeitfenster: 14:00 bis 18:00 
Einfach Fragen ankreuzen ist nicht, dazu gibt's verwirrende LOTSE-Bögen, für die eine extra Anleitung bereitliegt. Hier muss man ENORMST aufpassen, dass man wirklich das Richtige einträgt! Schnell ist es passiert, dass man die Bögen verwechselt (da steht nämlich nicht explizit die Kursnummer drauf, sondern ein komischer Code, der einer Kursnummer zugeordnet wird - die richtige Dechiffrierung stand in der Anleitung) oder auch die Anordnung der anzukreuzenden Zahlen. Ich weiß nicht, ob das Usus ist bei MC, aber ich fand es super verwirrend und unnötig kompliziert. Will nicht wissen, wie viele schon in der Vergangenheit das eigentlich Richtige ankreuzen wollten, aber die Bögen verwechselt haben und damit natürlich durchfallen, weil nichts mehr passt. Und das nicht mal erfahren werden. 


Die Prüfung selbst war eigentlich theoretisch machbar - viele, viele Altfragen, bei denen ich mich leider nicht mehr an alle erinnern konnte, obwohl ich sie 1000x gemacht habe. Das war etwas ärgerlich. Es waren natürlich auch ein paar neue Fragen drin, bei denen man SPSS Outputs interpretieren und auf Studienergebnisse umdenken musste. Kommilitonen wollen hier Fehler oder unlösbare Aufgaben gefunden haben und sind schon dabei, einen Beschwerdebrief an den Lehrstuhl zu verfassen. Ich kann dazu nicht wirklich was sagen - da ich irgendwann nur noch auf Altfragen gelernt und noch nie etwas aus diesen SPSS-Outputs entschlüsseln konnte, hab ich eh nicht damit gerechnet, hier richtig zu landen, da habe ich dann bewusst auf Lücke gesetzt. In sofern: Keine Ahnung, ob die fair waren. Bei einer kam es mir aber wirklich so vor, als würde ein entscheidender Wert fehlen. Möglich also, dass da noch was gut geschrieben wird. Man wird sehen.


Die vollen 4 Stunden hab ich nicht gebraucht.


Fazit:

Ehrlich schwer einzuschätzen, weil es meine erste HAgen-Klausur war. Es kann in die Hose gegangen sein, kann aber auch gereicht haben (aber dann nur knapp, weil ich wohl fast nirgends die volle Punktzahl haben werde). Komischerweise macht mir das nichts. Wenn ich nochmal ranmuss, könnte ich erneut dort schreiben (da immer noch Mutterschutz und Stillzeit) und fände das herrlich chillig. Immerhin war das jetzt mal ein Erfahrungswert :) Man kann ja auch nicht mehr machen, als das Beste versuchen. 


Was mich am meisten wurmt, ist dass ich das Festessen von meiner Schwiegermutter überhaupt nicht schmecken konnte, welches es im Anschluss gab :(  Mit dem Rest wird man schon fertig. Der Nervenzusammenbruch kommt schon noch, wenn es dann in 6 Wochen überall auf Facebook heißt: Ergebnisse sind raus!! Oh je. 

Bonus: Prüfung schwer erkältet machbar?

Hatte in der Nacht vor der Prüfung 40,2 Fieber (hab ich eigentlich nie) und mir schön was zusammenphantasiert in der Nacht, also geschlafen hab ich nicht so wirklich toll. Hat mich aber auch nicht erschöpft. Habe am Morgen sehr heiß geduscht, um die nötigsten Kanäle freizubekommen. In der Schwangerschaft ist man sehr eingeschränkt, was Medis angeht, hatte aber von meiner Ärztin das Okay für Ibuprofen bekommen - was aber nicht anschlug. Da wohl anscheinend die Stirnhöhlen vereitert sind, war mein Kopf so richtig schön dicht. Hab auf Power-Essen gesetzt, das dem Körper hoffentlich etwas Energie spendet. Das gab's bei Schwiegermuttern in Form von Vollkornnudeln (leider konnte ich sie nicht schmecken, uäh!). Außerdem fand ich es hilfreich, viiiiel zu trinken, also hab ich zwei Flaschen Punica vernichtet (was ich immer schnell runterkriege, ob ich es schmecke oder nicht). Ich habe schon das Gefühl, dass ich damit gut gerüstet war. Im Regionalzenrum gab's heißen Tee, das tat sehr gut im Hals.
Mein Kopf war leider wirklich dicht und die Nebenhöhlen schmerzten. Das klaut sehr viel Aufmerksamkeit, insbesondere beim Interpretieren. Wobei es nichts mit der Erkältung zu tun hatte, dass ich mich nicht mehr an alle Altfragen erinnern konnte - hier hätte mir einfach mehr Lernzeit geholfen. (Nächstes Mal weiß man das besser!). 
Ich kann es wirklich nicht jedem empfehlen, man sollte sich das genau überlegen und abwägen. Erkältung ist auch nicht gleich Erkältung, mit schniefender Nase kann man das sicher machen - mit fettem Infekt ist es was anderes. Allerdings werden die wenigsten von euch Schwanger zur Prüfung antreten und können entsprechende Medis nehmen.
Wenn ich jetzt nicht in der Bredouille wäre, dass MM1 so nur noch einmal präsentiert wird und im Wintersemester KOMPLETT überarbeitet wird und damit vielleicht ein ganz anderer Kurs wird, hätte ich mir das vielleicht auch anders gelegt mit den Klausuren.  
Andererseits war es auch nicht so, dass ich gar nichts hätte machen können, also ich hab's überlebt :D 
Absolutes No-Go wäre gewesen, mit Fieber zur Prüfung zu gehen. So viel Vernunft muss sein! :) 


Und jetzt?
Muss ich mich ranhalten, um die MM2 Hausarbeit abzugeben. Abgabe ist MORGEN und ich bin erst halb durch. Au man! :( Wie zu OU-Zeiten...nix dazugelernt!! :( 

Vica

Verdammte Hacke, am Freitag ist es ja schon so weit. Die gefürchtete MM1 Klausur steht an. Zwei Fächer Statistik (Für Nicht-Mathematiker kaum zu bewältigen) und ein Fach Evaluation. Statistik 20 Fragen, Evaluation 20, also 40, 4 Stunden Zeit.

Trotz alleiniger Kleinkindbetreuung von 6:30 - 19:30 kann ich sagen: So gut wie jetzt war ich noch nie vorbereitet. Und leider war es noch nie so egal, ob man sich vorbereitet oder nicht :( 

Schreiben darf ich ja wegen Mutterschutz in meinem Regionalzentrum, 40 km weit weg von hier, wo ich garantiert der einzige Prüfling bin. Die Damen dort sind alle sehr besorgt und mütterlich :) Die Situation gab es bisher wohl noch nicht so oft.

Leider gibt's keine Betreuungsmöglichkeit für mein Kind. Oma will nicht, Opa hat Geschäftsreise, mein Mann ist schon beim unbezahlten Urlaub und muss wegen Krankheitsausfällen den Laden ganz alleine schmeißen und der Rest ist zu dem Zeitpunkt auf der Arbeit. Mal sehen, wie sich das noch löst...letztlich bleibt's wohl wieder an meiner besseren Hälfte hängen.

Notfall-Konsequenz wäre, ich nehme den Nachwuchs mit zur Prüfung, und das kann sehr chaotisch ausgehen ;)  

 

Die Gutachter-Hausarbeit für MM2 kommt auch nur schleppend voran. Abgabe ist nächsten Montag. Ich muss sie also parallel schreiben, was nicht so das Gelbe vom Ei, ehrlich gesagt. Ich weiß auch, was ich schreiben will und müsste, allerdings hab ich gerade sowas von keine Energie, mich dran zu setzen. Mich würgt's, wenn ich die gefühlten 1000 Bücher Fachliteratur jedes Mal wieder aufblättern und meine Notizen zusammen suchen muss. Wie schön wäre es jetzt, sich an den PC zu setzen und nichts weiter zu machen, als irgendeinen Mist auf YouTube anzugucken oder zu facebooken. Tja. 

Werde wohl erst auch am Stichtag, also Montag, abgeben. Das geht den anderen, auch Nicht-Kinder-Habern aber auch so. Fast alle scheinen sich auf Montag auszurichten. Gibt natürlich auch Besseres, als HA und Klausur gleichzeitig zu schreiben. Dafür ist der Wisch dann aber auch gleichzeitig weg! 

Und nächsten Dienstag hab ich dann kurzzeitig mein Leben zurück. Besser geht's nicht :D 

 

Vica

So schön Lerngruppen zum gemeinschaftlichen Lernen auch sind, so langsam frage ich mich, ob ich allmählich mal Reißaus von ebendiesen nehmen sollte. Der Wissens- und Arbeitsstand anderer macht mich zusehends nervös. Immer, wenn ich denke, etwas verstanden zu haben, taucht eine Frage von jemandem auf, aus der schon bald eine angeregte Diskussion wird - bei der ich aber das Gefühl habe, meilenweit zurück oder zumindest ganz am Anfang zu sein. Das betrifft auch die Hausarbeit. Helfen mir Jammerposts, dass einige nicht wissen, wo sie kürzen sollen, während ich hinterher hinke? Muss ich wirklich wissen, dass eine sogar Statistik-Tutorin ist und damit letztes Semester durch MM1 gerauscht ist? 

Ich merke interessanterweise gerade, dass mich diese Statements ziemlich demotivieren. Vielleicht sollte ich den Weg bis zu den Prüfungen jetzt einfach mal alleine gehen :) Zu viele Köche verderben den Brei, heißt es ja so schön. 

Bei der OU war es während der Prüfungsphase schon ähnlich. Viele Fragen in den Foren, viele Profis, die alles an Literatur gelesen hatten und deswegen immer die passende Antwort hatten. Interessanterweise waren die dann später notentechnisch aber auch nicht besser aufgestellt, wenn sie überhaupt bestanden haben. 

Mal sehen, ob eine Auszeit von den Gruppen gut tut! 

Vica

In der Wohnung blitzt und funkelt es, in den Fenstern und dem Holzboden kann man sich mal wieder spiegeln. So aufgeräumt war es auch seit Einzug nicht mehr, wo man die eigenen 4 Wände stets im besten Licht präsentieren wollte, bevor sie einer Mixtur aus der Kita und Heim-Arbeitsplatz wich.

Das kann nur eins bedeuten:

1. Eine Prüfung steht an
2. Eine Hausarbeit ist in Bearbeitung  

In meinem Fall ist es beides zusammen. 


Die Hausarbeit für das Modul MM2 schneite letzten Montag rein. In Vollzeit hat man nur 3 Wochen Zeit, sie zu bearbeiten, während Teilzeitler 6 Wochen zur Verfügung haben und sie bequem auf die Zeit nach der MM1 Klausur verschieben können. 

Abgabe wird für mich am 6.3. sein, die Klausur ist am 3.3.

 

Überwiegend bin ich mit zwar mit dem Klausurstoff beschäftigt (je mehr ich lerne, desto mehr vergesse ich da anscheinend!). Die Hausarbeit selbst ist kein Ding der Unmöglichkeit. Sie erinnert mich vom Arbeitsumfang sehr an die TMAs der Open University, auch wenn ich jetzt um die 20 Seiten einreichen muss anstatt wie bei der OU meist zwischen 6 und 15.
Bei den TMAs kam ich arbeitstechnisch oft schlecht voran. Immer nur stückweise, jeder Satz voller Fakten, die man schwer zusammensuchen musste. Eigentlich dachte ich, hatte das was damit zu tun, dass ich ja nicht in meiner Muttersprache schreibe und das natürlich ausbremst. Jetzt hingegen merke ich, dass ich auch auf Deutsch genau so vorm weißen Blatt sitze. :D Insgesamt ist das Ding aber machbar, und wenn man wirklich vertieft schreibt, könnte man es sicherlich theoretisch in drei Tagen runterschreiben (jetzt mal den ganzen Schnickschnack wie das Quellenverzeichnis ausgelassen). Die Präsenzveranstaltung zum Thema war hier wirklich sehr hilfreich. Die Literatur hat man sich eh schon Wochen vorher besorgt und wenn nicht, lässt sie sich schon irgendwie finden. Die Stellen, die man darin braucht, sind ebenfalls schnell gefunden.

 

Wenn das doch nur nicht mit MM1 zusammenfallen würde. Wie gerne würde man sich entweder nur der Prüfung, oder nur der HA widmen. Aber alles Heulen nützt ja nichts mehr und den anderen Vollzeitlern geht's auch so. Mittlerweile verfahre ich nach "Mut zur Lücke". 

 

Immerhin gibt's auch Positives zu vermelden:

- Das Semester ist bald um. Am 6.3. ist alles gelaufen, HA weg, Prüfung weg. Ich werd's mir so gut gehen lassen :D

- Ein Kindergartenplatz ab August ist gefunden, was auch dank des Vollzeit-Studiums ist :) Wenn man bedenkt, dass nur 30 Plätze auf 500 Bewerber angeboten werden konnten, können wir uns enorm glücklich schätzen. BEi der Quote bekommen schon die Kleinsten zu spüren, wie das später in der Arbeitswelt ist - und dabei ist ein Kindergartenplatz mit rechtlichem Anspruch versehen :( Alle unsere Freunde gingen btw leer aus.
- Die Module im kommenden Semester sind soooo viel interessanter
- Ab Ende März hab ich endlich Zeit, weil Vätermonate anstehen :D 


Naja, insgesamt muss man diese 2 Wochen jetzt noch irgendwie rumkriegen, danach geht's bergauf! Egal, ob man nochmal ran muss an die Prüfung oder nicht ;)  

 

Vica

1. Ich kann Statistik
2. Das nützt mir kein Stück bei den hagener MC-Fragen.
3. Die Profis unserer Lerngruppe - weil Berufsstatistiker - wissen auch nicht besser, wie man da durchblicken soll. Sie liegen oft genau so falsch wie Leute, die in diesem Semester zum ersten Mal mit Statistik zu tun haben. 
4. Es wurde auch eine Probeklausur angeboten, die man sich freiwillig benoten lassen konnte. Durchschnittsnote in unserer Lerngruppe: 5.0! Ergebnis: Grabstimmung. (Ich bin ja froh, dass ich mir das geschenkt habe, denn die Gefahr, sich von sowas demotivieren zu lassen, ist doch etwas hoch) 
5. Beim Evaluations-Kurs (das dritte Prüfungsfach neben den beiden Statistik-Kursen) macht es eigentlich keinen Unterschied, ob man dazu viel liest oder sehr wenig. Es bleibt nichts hängen und die Fragen sind noch verwirrender gestellt als bei Statistik. 

6. Klausur verschieben oder nicht ist eigentlich auch egal - man kann wirklich nie genug auf diese Klausur vorbereitet sein, weil man gegen Verwirr-Techniken schlecht ankämpfen kann, auch nicht wenn man die Pflichtliteratur auswendig zitieren kann wie andere Leute die Bibel.

7. Ich kann die Bestehensgrenze von 75% nicht wirklich nachvollziehen. Noch weniger, warum die meisten Leute bei uns exakt bei 74% landen. 
8. Fazit: Die Klausur am 3.3. einfach als sportliche Disziplin betrachten, sich mit der hagener Prüfungsatmosphäre zu akklimatisieren. Mehr kann schon kaum erwarten. 

9. So ganz nebenbei ist auch die Hausarbeit für MM2 eingetrudelt am Montag. Abgabe: 3 Tage nach der Klausur. Ein Schelm, wer Böses denkt ;) 

Vica

Ja, und während wir alle mit gespitzten Bleistiften auf das Eintreffen der Fallakte für die Hausarbeit von MM2 warten, um uns die nächsten 3 Wochen ins Schreiben zu stürzen, sitze ich natürlich am Lernen - und Aufholen -für MM1. MM1 besteht im Wesentlichen aus Statistikkursen (2) und einem etwas mysteriösen Kurs über Evaluation in der Psychologie. Abschließen wird das Modul mit den üblichen Multiple Choice Klausuren. 

 

Ich habe relativ spät (Mitte Januar) angefangen, mit Altklausuren und Probeklausuren zu lernen, was daran lag, dass ich es erst über Beziehung in die entsprechenden Lerngruppen geschafft habe, für die die Anfrage schon seit November lief. Das war zu dem Zeitpunkt, wo ich dachte, dass die Theorie einigermaßen sitzt (obwohl ein Kurs noch gar nicht abgeschlossen ist). Als ich aber zum ersten Mal eine Probeklausur gesehen habe, hätte ich mich am liebsten den ganzen Kram aus dem Fenster geworfen.
Die Art und Weise, wie diese Klausurfragen gestellt sind, finde ich schon harter Tobak. Das muss auch der Grund sein, warum sich selbst die, die als Fachinformatiker tagtäglich mit Statistik zu tun haben, ziemlich die Zähne an den Fragen ausbeißen und immer und immer wieder darüber hitzig diskutiert wird. Gefühlt nützt da erstmal die beste theoretische Vorbereitung nichts. Now talking about Durchfallquoten...

Vom Wesen her sehen die Fragen in etwa so aus:

"Nachdem sich im Westen ein Hochdruckgebiet eingestellt hat, klart der Himmel auf und die Sonne scheint. Was passiert?" (Maximal 3 Antworten möglich)
(a) In Folge des vermehrten Sonnenscheins lassen tendenziell mehr Menschen den Regenschirm zu Hause
(b) Im Handel ist ein signifikanter Rückgang an Gummistiefel-Verkäufen zu verzeichnen, während parallel die Nachfrage an Sonnenschutzmitteln steigt 
(c) Menschen mit hohem Hautkrebsrisiko suchen jetzt vermehrt schattige Stellen auf 
(d) Das Hochdruckgebiet wird sehr bald wieder von einem Tiefdruckgebiet abgelöst, welches mit flüssigem und festem Niederschlag wie Graupel, Hagel und Schnee einhergeht. 
(e) Donald Trump legt sein Amt nieder 

Oft genug sitze ich davor und denke: ,,WTF?! Nichts davon?!" Oder auch: ,,Alles??" Und liege doch verkehrt mit dem, was ich auswähle - manchmal aber auch mysteröserweise richtig, ohne zu wissen, warum genau. 

Bei einer solchen Willkür aus Auswahlmöglichkeiten sieht doch selbst ein Statistik-Professor alt aus. Der echte "Feind" ist also nicht das Fach selbst, sondern die eigenartige Struktur dieser Klausuren. 
Ich habe nun aber festgestellt: Je mehr man davon abarbeitet, desto mehr steigt man hinter diese seltsame Konstruktion. Man gewöhnt sich also daran. So allmählich werden meine Kreuzchen auch "richtiger", wobei ich mir zum Teil immer noch nicht erklären kann: Wieso, weshalb, warum. Aber so geht es allen.

Ursprünglich habe ich schon damit geliebäugelt, MM1 in's nächste Semester zu verschieben. Aber ich hasse Aufschieberitis wie die Pest, wenn sie nicht gute Gründe hat (Angst ist sicher keiner davon). :( Ich liebe das Gefühl der Leichtigkeit, das sich einstellt, wenn man einen Angstgegner bezwungen hat. Und man getrost endlich wieder....nun ja, alles machen kann, was man während der Klausurenphase auch schon gemacht hat - nur diesmal ohne schlechtes Gewissen. Dazu gehört zum Beispiel, statt zu lernen, mal wieder deutsches Qualitätsfernsehen zu schauen, wie z.B. "Rosins Kantinen" ;) 
Zumindest ist der Gegner vorerst bezwungen, bis es dann ein paar Monate später heißt: Jeden Tag könnten die Ergebnisse kommen und man bei jedem Moodle- oder FB-Foreneintrag im entsprechenden Modul einen halben Herzinfarkt hat, weil man den Satz: ,,ERGEBNISSE ONLINE!!!" fürchtet wie nix. 

Kenne ich noch aus OU-Zeiten. Ging aber immer irgendwie gut aus. 
Also einfach weiter vom Besten ausgehen. Und Altklausuren machen. :( 
 

Vica

Teil 2: Das Präsenzuni-Gefühl
oder: Die Veranstaltung

 

 

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Eigentlich wollte ich das schon viel früher hier hochgeladen haben, doch mich hat’s erneut erwischt, ich bin schon wieder krank. Eigentlich bin ich seit Ende Dezember sozusagen in einer Dauerschleife für fiese Erkältungskrankheiten aller Art. Ich kann mir auch erklären, wo die herkommen – momentan stehen Kita-Besichtigungen an (will man einen Platz für August, muss man ja im Januar schon die ersten „Vorstellungsgespräche“ dort machen). Bei 7 darf man sich anmelden, 7 Einladungen haben wir bekommen und ich glaube, aus allen davon hab ich eine Runde Viren mitgenommen. Meinen Begleitern (Mann, Opa vom Kind, Freundinnen etc.) ging es nicht besser nach den Besuchen. Ihr wisst schon – Kindergärten. Killervirenzuchtfabriken und so. ;-) Aber das hält uns fleißige Fernstudenten natürlich nicht auf.
Hier also Teil 2!

 

Formales zu Beginn
Die Präsenzveranstaltung für das MM2 Modul und den „Gutachten“-Kurs streckte sich arbeitnehmerfreundlich (;-)) über Montag und Dienstag. Um dort antanzen zu dürfen, müsst ihr vorher ein paar Formalitäten regeln. Es ist nicht so, dass man die PV automatisch mit dem Modul dazu bucht. Viel mehr müsst ihr euch im Prüfungsportal anmelden, und dies rechtzeitig, denn schon einen Tag über den Termin bedeutet: Absolut nichts mehr zu machen. Dann werdet ihr nach einer Zeit eine Schweigepflichtserklärung aus Hagen bekommen, die ihr ausfüllt, unterschreibt und zurücksendet, denn die vorgestellten Fälle in der PV sind echt. Ihr müsst sichergehen, dass die Schweigepflichtserklärung auch ankam, was angesichts dessen, dass man darüber keinerlei Info über deren Eintreffen bekommt (anrufen und nachfragen ist aus Zeitgründen auch nicht erwünscht), etwas heikel ist. Also im Zweifelsfall per Einschreiben schicken und – noch besser – eine zweite unterschriebene Erklärung in petto haben, wenn ihr antretet, nur für alle Fälle. Ohne könnt ihr nicht teilnehmen. (Ich hatte eine dabei, brauchte sie aber nicht – habe auch sonst nicht gehört, dass es da Probleme gab :-) ).

Die Veranstaltung(en) selber fanden im KSW statt, einem großen Saal am Hauptgebäude und direkt neben der Mensa (und damit nah am Kaffee und am Essen ;) ). Wenn man komplett neu in Hagen ist, kann man sich vorher über den Lageplan schon mal informieren, wie man dort hinkommt. Ist aber alles andere als schwer.

Ein paar Tage vor der PV haben alle Teilnehmer eine Fallakte bekommen, in die man sich einlesen sollte und die die Basis für die zu bearbeitenden Aufgaben in Kleingruppen darstellen sollte. Letztlich war es auch nicht problematisch, wenn man mit der Akte nicht gänzlich vertraut war, da sich während der Arbeit selbst immer die Gelegenheit bot, die einzelnen Abschnitte nachzulesen. Ebenfalls mitzubringen waren drei empirische Texte aus der Uni-BIB, die eine Anleitung boten, eine Aktenanalyse vorzunehmen (die aber besser lesen!). Praktisch war es auch, den Studienbrief zum Kurs dabei zu haben.

 

Angekommen in Hagen
Um 12:15 ging’s offiziell los, ich war allerdings bereits um kurz nach 11 da. Erster Gedanke: „Das ist ja übersichtlicher als gedacht.“ Zum Akklimatisieren führte mich der erste Weg in die Mensa, wo schon 10 Minuten später fleißig Mittag gegessen wurde. Zunächst war ich irritiert, weil fast ausschließlich Rentner jenseits der 75 mit Rollatoren unterwegs waren.  Ich dachte erst: „Das sind jetzt deine Kommilitionen?“ Aber dem war nicht so. Die hagener Mensa hat einfach nur gutes Essen und zieht damit auch eine Menge Nicht-Studenten an. Auch hatte ich den Eindruck, dass sich die Leute generell einfach nur gern dort aufhalten.

 

Einführungsveranstaltung
Von 12.15 bis 13.00 fand im Hörsaal des KWS zunächst eine Einführungsveranstaltung bei Professor Salewski statt, die auch die Kursleiterin ist. Das ist ein tolles Gefühl, sich zunächst unter die ganzen mitwartenden Kommilitonen zu mischen, die mit mir vor der Tür stand. Es ging zunächst um die Begrüßung, Organisatorisches und allgemeine Grundlagen und Voraussetzungen für die Erstellung psychologischer Gutachten. Die wurden nochmal vom Laptop an die Wand projiziert. Insgesamt sind die Grundlagen nichts Neues, wenn man schon den Studienbrief gelesen hatte, so dass das eigentlich Spannende das „Präsenzuni“-  Gefühl und die Nähe der anderen Studienteilnehmer war. Schließlich wurden wir hier auch in Kleingruppen aufgeteilt, was schon im Vorfeld alphabetisch geschehen war und jeder mit einem gewissen Anfangsbuchstaben im Nachnamen sich dann um einen gewissen Dozenten sammeln konnte.


Arbeit in Kleingruppen
So entstanden diverse Kleingruppen, die mit dem jeweiligen Dozenten in kleine Arbeitsräume oberhalb des KWS verschwanden. Die Dozenten waren allesamt selbst Psychologen, rechtlich geschult und selbst auch Gutachter, so dass man die Informationen von erster Hand bekam. Die Aufgaben bestanden dann darin, Aktenanalysen zu machen, gerichtliche Fragestellungen zu bewerten, psychologische Fragen zu konstruieren und auch Rollenspiele zu diagnostischen Gesprächen zu planen und zu erproben. Hierzu wurden innerhalb der Kleingruppe nochmals Untergruppen gebildet. Tag 2 beinhaltete im Großen und Ganzen dasselbe Programm, nur dass er schon um 9 Uhr begann, was natürlich ein Schlauch ist, wenn man von außerhalb anreißt.  Trotzdem waren wir alle fit und gingen weiter an’s Werkeln. Im Großen und Ganzen wurden wir erneut in Untergruppen aufgeteilt und haben weitere Übungen zum Thema Aktenanalyse und die Vorbereitung eines diagnostischen Gesprächs erarbeitet. Das machte richtig Spaß und die Zeit verging wie im Flug – war also nicht so, dass man ungeduldig auf die Uhr guckte. Tendenziell war immer eher zu wenig Zeit.

Abschlussveranstaltung
An Tag zwei fand auch die Abschlussveranstaltung bei Professor Salewski statt, der wir erneut im Hörsaal lauschten. Insgesamt war sie von 16:00 bis 18:00 Uhr angesetzt. Dennoch wurde pünktlich um 17:45 Schluss gemacht, weil die meisten an diesem Tag wieder abreisten und fast alle Züge nunmal um Dreh 18:00 – 18:15 fuhren.  So konnte dann auch jeder seinen Zug erwischen. Es wurden hier finde ich keine neue Fragen geklärt, aber Interessantes zu den Auswirkungen von z.B. falsch oder fahrlässig erstellte Gutachten gezeigt, auch ein Dokumentarfilm wurde eingespielt und die Forschungserfolge von Hagen zum Thema fehlerhafte Gutachten aufgezeigt.
Ganz am Schluss erst erhielten wir die Teilnahmebescheinigungen bei unseren jeweiligen Dozenten, die mit anwesend waren. Wie die Regelung jetzt für Leute aussieht, die früher am Tag gingen (was aber nur wenige waren) weiß ich nicht.

Nutzen für die Hausarbeit
MM2 wird ja glücklicherweise nicht als Klausur geprüft, sondern in Form einer Hausarbeit. Diese soll gerüchteweise 2-4 Wochen später eintreffen. Unser Dozent hielt sich mit Infos zur Hausarbeit eher bedeckt. In anderen Gruppen hat das wohl teilweise anders ausgesehen. Ich fand aber, dass es eigentlich genügend Infos gibt. Wir bekamen auch eine Literaturempfehlung mit, welche man so jedoch auch in Moodle einsehen kann – also nichts Neues. Die Aktenanalysen waren natürlich schonmal eine gute Einstimmungsübung für die HA. Ob das jetzt essenziell war, weiß ich nicht – wenn man den Studienbrief durchhat (wie ich das hatte!) hat man schon eine Menge an Infos, finde ich. Ich hatte nach der PV allerdings den Drang: „Ich will JETZT schreiben!!“. Also hatte Lust, loszulegen. Insofern war mein Rücken gestärkt.

Gesamtfazit:
Unerlässlich toll fand ich bei der PV, mal wieder unter die Leute zu kommen, mit ihnen zu arbeiten und sich auszutauschen. Für mich ein absolutes Highlight, das ich nicht missen möchte. Die Leute waren durch die Bank absolut interessante Leutchen – manche kannte ich schon aus den Facebookforen, andere habe ich nun als Study Mates dazugewonnen.
Für mich bedeutet das, gerne wieder Workshops in Hagen zu buchen, auch wenn sie nicht verpflichtend sind.

Jetzt heißt es für MM1 aber: Um mein Leben lernen bis die Akte kommt. :-( Denn ich habe nur 3 Wochen Zeit für die HA und die wird zeitgleich mit den Prüfungsvorbereitungen für Statistik laufen. Wo ich immer noch nicht ganz mit durch bin. D’Oh.

Sonder-Tipp:
Wenn ihr – wie fast alle von uns – Kaffeejunkies seid und in der Pause dringend das braune Nass braucht, obwohl die Mensa längst zu hat: Die Mensa hat vom KSW aus rechts (Zum Hauptgebäude hin) in der Nähe der Toiletten ein kleines Sonderräumchen mit allen erdenklichen Snack- und Getränkeautomaten, welches auch abends aufhat. Natürlich nicht nur Kaffee, sondern auch Kakao, Tee oder – yummy yummy – Hühnersuppe etc.

 

Vica

Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 

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Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt :) Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 

 

Anreise
Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 

 

Bahnhof Hagen
Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv :D 

 

Stadt Hagen
Die geht ja neben ihrem Highlight - der FernUni – etwas unter. Für alle, die es interessiert: Sehr hügelig (ja, als Westfale und Fast-Holländer findet man sowas interessant :D ), schon aus der Ferne sieht man, dass sie in Hügelketten eingebettet ist. Eine Fahrt durch die Straßen dort geht wirklich über Berg- und Tal. Noch viele Reste der Schwerindustrie sind sichtbar, nicht nur an verrußten Häuserwänden. Eine typische Pott-Stadt eigentlich, obwohl sie auch noch zu Südwestfalen gehört.  Sie ist wohl nicht der Anlaufpunkt für große Shoppingtouren – die Kommilitonen, die sich hier abends die Zeit vertreiben wollten, waren jedenfalls nicht sehr angetan. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich neben der Taxifahrt durch die Stadt nicht viel gesehen habe. Die FernUni selbst befindet sich nicht im Stadtkern. 

 

Erreichbarkeit FernUni
Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 

 

Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 

Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-) 
 

Vica

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Ach ja, da war ja noch etwas...nämlich die Rückmeldung :) Offiziell hat man ja bis zum 31.Januar (23:59h) Zeit, diese abzuschließen und sich damit für das kommende Sommersemester inklusive Kursbelegung zurückzumelden. Die FernUni scheint aber kein Freund von "Auf den letzten Drücker" zu sein und so hatte ich schon letzte Woche ein Erinnerung im Posteingang, die Rückmeldung noch vorzunehmen. Gesagt, getan. Nach ein paar Klicks landet man dann bei der Kursbelegung für den Sommer. Fazit: Gefällt mir so viel besser als z.B. MM1. Das sieht nach relativ statistikfreier Zone aus (was nicht heißt, dass es im Endeffekt doch vorkommt). Und keine PV. Das wird chillig (gefühlt). Noch dazu interessieren mich die Module sehr, insbesondere die A&O Psychologie. Obwohl ich nichts in dem Bereich beruflich machen wollen würde, finde ich das ziemlich spannend, auch weil ich ja schon mal eine Leitungsstelle innehatte (da hätte man das Wissen gut gebrauchen können).

Und Stressbewältigung, na ja, das kann ja nie falsch sein, da lernt man wahrscheinlich für sich selbst :D 

Also: Roll on, Sommersemester! 

Vica

Der Januar ist ein Monat, den ich schon seit jeher am liebsten überspringen würde :( Er ist dunkel, kalt, die beiden Monate davor waren schon so lichtarm und duster, dass man allmählich den Papp aufhat und die fiesesten Infekte kommen jetzt von allen Seiten, weil sie ja während der Herbst- und Frühwinterzeit genug Zeit hatten, ordentlich zu mutieren. Außerdem weiß man: Der nächste Monat wird auch nicht besser, wobei in den letzten Jahren Mitte bis Ende Februar hier schon teilweise erste Frühlingsboten in der Luft lagen. 

Nun ja, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen (moderater Sport, gesundes Essen, viel frische Luft, Hände waschen usw.) ist das in der Schwangerschaft so ein Ding mit dem Immunsystem. Die Kräfte werden ja woanders gebraucht, und das definitiv nicht in den oberen Atemwegen. Es war völlig klar, dass jetzt, wo die Pflichtveranstaltung am Montag losgeht und voller Arbeitseinsatz gefordert wird, ich am Donnerstag davor mit einer fetten Angina aufwachen muss. Ist im Prinzip kein Wunder, die Spielgruppe von meinem Nachwuchs, die öffentlichen Verkehrsmittel und Fitnessstudios sind momentan regelrechte Killervirenzuchtfabriken. Aber dass es einen dann wirklich treffsicher zu diesem Zeitpunkt packt, ist einfach nur Murphy's Law.
Am Montag und Dienstag wird es in Hagen nämlich volles Programm zum Kurs "Gutachtenerstellung" geben. Von 12-18 Uhr bzw. am nächsten Tag von 9-18 Uhr ist voller Hirneinsatz gefordert, mit Arbeit in Kleingruppen etc. Dabei werden die Grundlagen für die kommende Hausarbeit gelegt. Der Kurs ist nicht freiwillig, sondern verpflichtend. Nicht hingehen heißt: MM2 kann man in diesem Semester knicken. Da man nie weiß, ob der Termin ein halbes Jahr später auch wieder unpassend ist, kann man mMn besser die Hausarbeit verschieben als das Pflichtseminar. Hat man das immerhin einmal besucht, muss man das im darauffolgenden Semester nicht mehr, sollte man die dazugehörige Hausarbeit erst dann schreiben können.
Deswegen muss ich das ganze Arsenal an (schwangerenfreundlichen!) Medis auffahren und höchste Schonung anbringen, um Montag fit zu sein. Momentan weiß ich noch nicht, ob mir das wirklich gelingt. :( Ich möchte das aber wirklich hinter mir haben.

Nun kann ich aber auch froh sein, dass Hagen gerade mal 1 Stündchen von hier entfernt ist. Manche Leuten reisen von ewig weit an, müssen fliegen. Das wäre wirklich eine beschwerliche Reise für Kranke, und da wäre es schon schwerer, seinen Hut zu nehmen und zu sagen: ,,Ich schaff's leider nicht, mein Kopf ist dich, ich fahr mit dem nächsten Zug heim!", so wie ich das jederzeit könnte. Ist zwar trotz 1 Stunde kompliziert, hinzukommen, da kaum Direktverbindungen und die FUH steht auch nicht direkt zentral. Aber insgesamt könnte es schlimmer sein.
Also Augen zu (da Nase schon zu) und durch! (hoffentlich) :( :68_sleeping: 

 



  

Vica

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Nanu, was ist das? Der Mount Everest vielleicht?
Nein, es sind über 300 Seiten Statistik-Skripte aus MM1, die mir (inklusive die dazugehörigen Onlinevorlesungen) noch fehlen - bis Ende Januar. Nun ja, theoretisch würde bis Ende Februar ja ausreichen, denn die Klausur ist erst am 3.März. Aber daraus wird nichts, weil ich diesen Zeitraum für die Hausarbeit aus MM2 brauche. Als Vollzeit-Studi hat man ja gerade mal 3 Wochen Zeit, diese zu bewältigen :( In 2 Wochen ist auch noch die dazugehörige Präsenzphase zur Hausarbeit vor Ort in Hagen. Glücklicherweise ist Hagen ja nur 1 Stunde Zugfahrt von hier entfernt - dennoch gibt es zum Teil nur mysteriöse Verbindungen dorthin. Teilweise habe ich schon überlegt, dort ein Hotel zu buchen, aber nee, ich mag nicht. 

Irgendwie schade. Man klotzt, und klotzt, und klotzt....ran und wird doch nie fertig bzw. erreicht nie einen Modus, in dem man sich sicher genug für die PRüfung fühlt. Selbst wenn ich die Statistik noch ganz durch bekomme, bleibt keine Zeit, diese Unmengen an Skripten (es gibt ja noch mehr, nämlich die, die ich schon bearbeitet habe!) nochmal zu wiederholen. 
Immerhin sitzen mal wieder alle in einem Boot, auch in anderen Foren ist zurzeit überall Panik wegen des Zeitdrucks ausgebrochen. Wenigstens hab ich zwei von 5 Kursen schon ganz abgeschlossen und ein weiterer ist nicht prüfungsrelevant, wenn auch Teil der Hausarbeit (wird aber reichen, sich währenddessen gezielt mit Fragestellungen daraus zu beschäftigen).
Trotzdem ist da wieder dieses blöde Gefühl der Unvollständigkeit, des Zeitdrucks und des ganzen Oh-nein-ich-schaffs-nichts!. Wenigstens schweigt das schlechte Gewissen, denn ich kann wirklich behaupten, an jeder freien Minute dran zu sitzen.

Muss man jetzt durch.  

Vica

Motivationskillern auf der Spur

Es gibt ja bekanntlich viele Dinge, die im Selbststudium die Motivation drosseln können und für viele ist das was anderes. Während ich die letzten zwei Wochen fast komplett ausgeschaltet war und die "Seuchen" von allen Seiten kommen (im Angebot hätten wir: Scharlach, Hand-Mund-Fuß (fiese Kinderkrankheit), Noro...kann jemand was davon gebrauchen?) fiel mir auf, dass es nicht immer krankheitsbedingt war, wenn ich abends auf der Couch lieber chillig einen Film angeschaut habe, als in die Studienunterlagen zu gucken. Einen Abend kann man das ja mal machen, dachte ich. Aber so kam es auch am nächsten, am übernächsten und auch am überübernächsten. Jede blöde Kochshow kam gerade recht.
Und schon passierte es: 6 Vorlesungen (à 1-2 Stunden das Stück) im Hintertreffen! 

Was war los?
Nun, der Grund für fehlende Motivation ist häufig so banal, dass man ihn sich nicht mal eingestehen will. Es hatte aber nichts mehr mit der Krankheit zu tun, die eh in den letzten Zügen lag, sondern einfach mit der fehlenden Ordnung. Ein jedes Ding an seinem Ort, erspart viel Zeit und böse Wort besagt eine altdeutsche Weisheit und die Nichteinhaltung dessen hat sich in der letzten Zeit bemerkbar gemacht.
Die Studienbriefe lagen eh schon kreuz und quer verteilt. Einer im Wohnzimmer, einer im Büro, einen hatte ich die letzten Tage irgendwo gesehen, konnte aber nur vermuten, wo er ist. Von den ausgedruckten Skripten will ich gar nicht erst reden. Die ersten 20 Seiten hier, die nächsten 20 da, die letzten 5 fehlen, obwohl sie sicher keiner weggeschmissen hat. Der eigentliche Arbeitsort, der Schreibtisch, war eh schon eine Katastrophe. Da liegen weitere Skripte kreuz und quer, Bücher, ausgedruckte Pflichtlektüre - dazwischen schieben sich Akten von meinem Mann, Behördenbriefe, Weihnachtskarten, Bedienungsanleitungen irgendwelcher Haushaltsgeräte, CDs, wieder mal nicht gelesene "Report Psychologie"-Ausgaben, teilweise bis in den August hineinreichend, Kindermalbücher, Kunstwerke vom Nachwuchs, Verpackungen von bestellten Büchern...und das alles droht auch noch, sich lawinenartig auf dem Boden zu verteilen, wenn man mal an etwas ranmuss, was weiter unten im Stapel liegt. 

Noch dazu kommt, dass ich quasi seit Studienbeginn meine gefühlten 500 Seiten Notizen nicht aus dem Blöcken gelöst und entsprechend einsortiert habe. Da ich mehrere Blöcke habe, wird das Zusammenstellen dieser jetzt ziemlich nervig. 

Das macht so keinen Spaß, denn so hat man überhaupt keinen Bock, sich überhaupt an den ganzen Kram zu setzen. Ein Schreibtisch sollte ja doch eine gewisse beruhigte Fläche zum Arbeiten bieten. 

In einem Haushalt mit viel Papierkram läuft man aber wirklich Gefahr, im Papierkram zu ertrinken. 

Anfangs hatte ich gehofft, dass alle Kursunterlagen in einen schönen, großen Ordner passen, den ich extra eingerichtet habe, aber damit war ganz schnell Pustekuchen.


Für einen Feng-Shui-Kurs bleibt mir keine Zeit, darum habe ich mir ein paar Einrichtungen vorbildlicher Büros angeschaut ( 

Also habe ich die Tage mal eine Großbestellung aufgegeben: Briefablagen für die Skripte (5 an der Zahl, für jeden Kurs eine, davon eine XXL-Fassung für die Statistik-Skripte), weitere 5 für Nicht-Uni-Sachen (bei Amazon für nicht mal 20€ im 10er Pack zu haben). Dazu Heftständer für die Studienbriefe (2, einer für die Studienbriefe aus MM1 (was ja wenige sind ;) ) und einer für die aus MM2), bei Amazon günstig zu haben als Plus-Produkt à 3€. Dazu kommt eine neue Stiftebox. Die ca. 3 Millionen nicht mehr funktionierenden Stifte wurden aussortiert und auf 10 Schreibgeräte reduziert, die ich wirklich benutze.

Bücherständer für die Lektüre. 

Das ganze in reizarmen Farben.

 

Außerdem habe ich ein billiges Amazon-Fire-Tablet geordert (60€ herum), das ausreicht, um PDFs zu lesen und mir diese ausladenden Vorlesungen anzuschauen ohne Augenverkrümmung zu kriegen, während ich abends auf der Couch liege. Denn das sind zur Zeit die größten Zeitdiebe.

Wir sparen zwar auf einen anständigen Laptop, aber bis wir da hinkommen, dauert es einfach zu lange. Bis dahin soll es das Tablet tun :D 

 

Zwar habe ich von 5 Kursen 2 schon abgeschlossen, und die Klausur ist auch erst im März, aber ich wollte bis spätestens Neujahr mit dem Statistik-Kram durch sein, um mich ab Januar dann den Gutachten (u.a. der Pflichtveranstaltung) und der Hausarbeit zu widmen.
Ich denke mal, ich bin auf einem guten Weg. Muss mich aber ranhalten! 

 

Vica

Nichts geht mehr :(

Bei uns herrscht momentan fernstudienfeindliche Umgebung: Die gesamte Family ist krank. Kaum war der erste Infekt überstanden, kam gleich im Anschluss der zweite, wesentlich fiesere Infekt, dem ich mich leider auch mit all meinen Wundermittelchen nicht mehr entziehen kann. Es kratzt im Hals, der Kopf ist jetzt schon dicht und mir fallen alle 5 Minuten die Augen zu. 

Beim besten Willen geht so nichts in meinen Kopf rein :( Ich habe ein paar Anläufe bei Statistik gemacht, aber das waren böhmische Dörfer für mich - nichts blieb. Gefühlt. Dann hatte ich eine kurze Unterredung mit einem Studienkollegen von einer anderen Uni und stellte fest, dass unbewusst wohl doch einiges hängengeblieben ist (seltsam, wenn man sich das gar nicht bewusst ist!). Zeit für eine Auszeit habe ich eigentlich nicht, weil ich eigentlich schon im zweiten Statistikkurs sein sollte, jedoch immer noch im ersten herumkrebse, beide aber im Januar abgeschlossen haben will, um nur noch MM2 zu machen. 
Dennoch. 
Für mich heißt das leider nun erstmal: Zwangspause. Das Produktivste, was ich diese Woche geleistet habe, war die Literatur für MM2 (Gutachtenerstellung) zusammen zu suchen, die ich gerne bis zur Pflichtveranstaltung im Januar durch hätte. Gott verhüte, dass ich da auch krank bin. Will mir nicht vorstellen, wie das ist, sich in so einem Zustand dort hin zu quälen :( Kann man sich ja leider kaum aussuchen, weil man ohne Teilnahme auch MM2 nicht abschließen kann.  

Vica

Problemlose Klausurort-Verlegung

Wir bekommen im März ja nochmal Familiennachwuchs :) Der Geburtstermin ist - natürlich - genau in der Prüfungsphase von MM1 (dem Statistik-Modul), bzw. 2 Wochen vorher. Zum Glück kann man bis 6 Wochen vor dem Termin den Prüfungsort umlegen, und zwar in das jeweilige Regionalzentrum. Das ist eine große Erleichterung, weil der reguläre nächste Klausurort von uns aus Köln gewesen wäre, und das sind 160 km von hier und unter ungünstigen Bedingungen gute 2 Stunden Fahrt. Wäre machbar, aber doch sehr, sehr beschwerlich. 

Nun habe ich die Bestätigung, dass ich die Prüfung am Regionalzentrum (von hier aus: 46 km) schreiben kann :) 
Notwendig dazu waren folgende Schritte:
- Im Prüfungsportal den Klausurstandort "Behinderung" wählen (fristgerecht bis zum 15.12.)

- Das Regionalzentrum selbst kontaktieren und nachfragen, ob sie die technischen Möglichkeiten für die Prüfung bieten
- Sobald man die Bestätigung hat, nimmt man nochmal per Telefon Kontakt auf, um Einzelheiten abzusprechen
- Auf der Hagenseite ein spezielles Online-Formular ausfüllen (inklusive vom Arzt bestätigtes Attest mit Geburtstermin, Kostenpunkt 5€)
- Das Prüfungsamt meldet sich daraufhin beim Regionalzentrum und arrangiert die Prüfung 

 

Das wird wahrscheinlich eine interessante Prüfung, bei der ich ganz alleine mit der Aufsichtsperson sein werde. So eine Situation hatte ich auch noch nicht. Bin aber echt erleichtert über die Möglichkeit. Blöd wäre gewesen, die Prüfung verschieben zu müssen und sie im nächsten Semester zu schreiben. Ich bin ja doch froh, wenn ich sowas schnell hinter mir habe :)    

Vica

Leise rieselt der Kalk

Während ich richtig in Weihnachtsstimmung bin und lieber die Wohnung dekorieren und nostalgische Filme schauen würde, muss ich mal wieder über Statistik tüfteln - wie unfair ;) Keine Lust. Aber was soll man machen...


Diese Woche ist mir aufgefallen, dass ich bei den aktuellen Vorlesungen irgendwie Lücken habe. So ganz kam ich nicht mehr mit, obwohl definitiv schon mal irgendwo genannt wurde, was die spezifischen Operatoren bedeuten. Da ich ständig in Statistik-Lexika am Nachgooglen war und auch nicht schlauer wurde, stand dieses Wochenende dann eine Wiederholung der ersten Vorlesungen an. Kostet zwar Zeit, führt aber zu ein paar Aha-Momenten. So konnte ich dann doch wieder beim aktuellen Stand anknüpfen. 

Nicht nur Statistik, sondern auch der andere MM1-Kurs, Evaluation, stand auf der Wiederhol-Liste. Viele lieben dieses Fach ja, wahrscheinlich weil es sich im Vergleich zu Statistik wie ein Spaziergang anfühlt :) Ich aber nicht unbedingt, weil ich zum Teil finde, dass da nicht so viel Greifbares dran ist. Verschiedene Theorien und Ratschläge zum Thema Evaluationserstellung und was die Fachwelt dazu sagt. Nutzt auch mehr, wenn man im Begriff ist, eine Evaluation durchzuführen. Da der Kurs aber Bestandteil der MM1-Klausur sein soll, bleibt einem nichts anderes übrig, als diese Dinge irgendwie in den Kopf zu kriegen. Mit dem Studienbrief dazu bin ich auch durch - aber trotzdem habe ich gestern nochmal alles aufgefrischt, in dem ich die Notizen ins Reine geschrieben habe. 
Tatsächlich fiel mir beim zweiten Mal Lesen vieles auf, was ich anfangs nicht gesehen habe.
Anderes habe ich durchaus schon notiert - konnte mich aber gar nicht mehr erinnern.
Krass, wie schnell man verkalkt :D 

 

Im Augenblick arbeite ich intensiver an MM1, um es bis Januar aus dem Weg zu haben. Ab dann möchte ich mich gezielt auf MM2 stürzen, was ja mit einer Hausarbeit abschließen wird. Die 3 Wochen zum Schreiben werde ich in dem Zeitraum auch komplett brauchen. Da bleibt wenig Zeit für die MM1-Prüfungsvorbereitung, darum jetzt lieber so viel Gas geben wie möglich. 

 

Heute gibt's nochmal ein wenig (aktuelle) Statistik. Viel werde ich aber nicht machen, denn der Rest ist verplant für (alkoholfreien) Glühwein, Crepes und Plätzchenbacken (und weiteres Essen, was man sich in die Figur bastelt) :D Adventsbesuch kommt auch. Muss auch mal sein! 

Vica

Am Riemen gerissen

So, vor allem zum Ende der Woche hin habe ich etwas Zeit gehabt und es mehr oder weniger geschafft, 3 Statistik-Vorlesungen & 2 Tutorials anzuschauen. Das bedeutet, ich bin auf dem Studienplan wieder up-to-date! :28_hugging: Nachdem ich letzte Woche etwas zurückgefallen war, freut mich das sehr! Beim 3.Tutorial sind nur noch 20 Minuten anzuschauen.
Ich hätte auch erwartet, dass der Vorlesungsmarathon doch etwas zu viel Information auf einmal sein würde, so dass nichts hängen bleibt...
Interessanterweise ist das nicht der Fall und ich komme sogar noch besser mit, wenn ich mit vielen Infos bombardiert werde. Liegt natürlich daran, dass man jetzt intensiven Kontakt mit den Themen hatte. Manchmal komme ich nur von Wochenende zu Wochenende dazu, Vorlesungen anzuschauen, und dann auch nur eine, die sich dann über Tage zieht. Da ist man (ich zumindest!) viel eher wieder raus.

In den anderen, nicht-statistischen Fächern wie Evaluation oder Gutachtenerstellung  ist es nicht so schwer, aufzuholen, weil diese sehr studienbrieflastig sind. Diese hat man recht schnell durch. Es gibt zwar im ein- oder anderen auch Vorlesungen, aber nicht auf dem Niveau der Statistik-Vorlesungen - manche davon gehen nur 10 Minuten und enthalten jetzt nichts wesentlich Neues. Auch die Pflichtliteratur (oft bestehend aus einzelnen Kapiteln aus diversen Wälzern) bringt es nicht so wirklich, weil sie recht trocken formuliert ist und sowieso im entsprechenden Studienbrief-Kapitel noch gewälzt und evaluiert wird. Manchmal bringt die PL auch nur etwas, wenn man gerade konkret an einem Fallbeispiel, z.B. in einer Hausarbeit, arbeitet. Allzu ausführlich lese ich diese also nicht (etwa: Reihenfolge in der Gutachtenerstellung), weil sich das im Moment so anfühlt wie die Bedienungsanleitung einer Kaffeemaschine zu lesen, die man noch gar nicht hat. Dann doch lieber erst einmal die grobe Theorie fertig kriegen ;) 

Insgesamt fühlt sich das alles schon toll an - eine wirklich produktive Woche! :)   

Vica

Psychoterror mit SPSS

Es gibt in der Statistik einige Dinge, die kann selbst SPSS nicht ohne Weiteres berechnen. Dazu gehört auch die so genannte Mediatoranalyse. Was das ist, würde den Rahmen eines Blogeintrages sprengen oder zumindest sehr langweilig gestalten, aber extrem verknappt gesagt will ich damit testen, ob ein Zusammenhang zwischen zwei Variablen (zum Beispiel: Wie beeinflusst Kontakt zu Minderheiten Vorurteile gegenüber Minderheiten) eventuell doch noch durch eine dritte Variable (etwa Angst vor Minderheiten) beeinflusst wird. Ein gewisser Andrew Hayes hat ein Makro für SPSS entwickelt, welches das Berechnen von Mediationsmodellen möglich magt, sofern es einmal runtergeladen und entsprechend der Anleitung installiert wurde. Namentlich "Process" 

So geschehen! Der Link zu "Process" von der Fernuni war zwar veraltet, aber der ist ja auch von 2014, mittlerweile gibt's sowohl neue SPSS- als auch Process-Versionen. Den ganzen Spaß heruntergeladen, nach PDF-Anleitung kinderleicht installiert und....

...natürlich, es klappt nicht.

Zwar wird mir das besagte Process als erweiterte Möglichkeit in SPSS angezeigt - nach dem Auswählen passiert allerdings nichts mehr, außer dass meine Festplatte ungesund rattert.

Irgendwo las ich dann den Hinweis, es könne helfen, SPSS erst neu zu starten. Also Programm geschlossen, neu aufgerufen, aber SPSS öffnet sich erst gar nicht. Nicht nur öffnet es sich nicht, auch sonst friert mein System ein. Also ein manueller Neustart. Nach dem Neustart aber dasselbe Problem. Mein SPSS scheint es zerschossen zu haben, und es reißt mein ganzes System mit in den Abgrund.

Nach dem dritten Neustart dann aber die böse Überraschung: Mein System fährt gleich gar nicht mehr hoch :blink: Daran ändert auch ein weiterer Neustart nichts. Der Bildschirm bleibt schwarz, nichts tut sich. Wow, was ist denn da schief gegangen, dass ein einfaches Makro meinen PC in die Knie zwingt?
Leider stoße ich bei sowas schnell an meine technischen Grenzen. Leicht Panik kommt auf, weil sich zwei Monate davor schonmal die Festplatte verabschiedet hatte und ich so eine Neuinstallation und ich lange mit Kaspersky hin- und her geschrieben hatte, um meine Lizenz wieder zu bekommen, die ich gerade erst vor ein paar Tagen neu gekauft hatte. Das hatte damals zum Glück geklappt, aber jetzt nochmal so ein Ärger und Aufwand, nein danke. Im Kopf gehe ich durch, wovon ich mal wieder kein Update gemacht hatte und wie ich das für den Notfall wieder beschaffe. 
Ich tue, was ich meistens tue - lasse den PC einfach aus.


Zum Glück ist mein Mann sehr pc-affin und bekommt das System nach der Arbeit mit einigen Handgriffen wieder hin. SPSS aber ist unweigerlich tot und muss zunächst deinstalliert und schließlich wieder neu installiert werden. Zum Glück gibt's auch keinen Ärger mit der Lizenz. Alles wieder hergestellt, Glück gehabt! :) 

Warum dieses "Process"-Makro so einen Psychokrieg auslöst, keine Ahnung!
Die Version stimmt, die Installation war richtig, SPSS-Version stimmt, Systemanforderung auch.
Irgendwas hat sich hier wohl eindeutig nicht mit was anderem vertragen. Würde ich zumindest spontan spekulieren.

In den Moodle-Foren dazu lese ich, dass einige auch ähnliche Probleme hatten, andere meinen, dass frühere Versionen vor einigen Jahren leichter zu installieren waren, bei wiederum anderen scheint es völlig problemlos zu laufen. Woran das liegt, darauf kann sich aber auch niemand einen direkten Reim machen, auch nicht die "Techniker". 

Nach diesem Schrecken bleibt mein PC aber definitiv process-frei, d.h. ich verfolge lediglich als Zuschauer über die Vorlesungen, was damit angestellt werden kann. Nicht mal mit der Kneifzange gehe ich da wieder ran. 

Im Endeffekt ist mir ein laufendes System ja doch lieber.   
 

Vica

Strategiewechsel

Die letzte Woche war ganz schön voll mit den anderen Dingen des Alltags :) St.Martin (und die ganze Bastelei vorher), Spielgruppen-Fest, Besuch der Großeltern von weither, die eine Woche blieben sowie ein Umbau zu Hause haben fast 100% des Tages verschlungen. Das wusste ich im Voraus, in sofern ist es kein Problem, sich die Zeit zu nehmen - die dann im Studium natürlich wieder fehlt. Doch dem Nachwuchs hat es großen Spaß gemacht und das ist ja die Hauptsache. Dadurch, dass wir keinen Kitaplatz bekommen, haben wir die Wohnung ein bißchen umgebaut, sehr ähnlich der Einrichtung in Kitas, mit vielen verschiedenen Spiel-Oasen und Rückzugsorten, die das Allein-Spielen fördern. Das klappt super und ist eine Win-Win-Situation für alle :) So kann ich unter der Woche noch etwas Zeit raushauen und immer mal wieder einen Blick in die Bücher werfen.
Wenn das so toll weiterläuft, kann ich den kleinen Rückstand schnell wieder aufholen.

 

Bei den zeitverschlingenden Statistik-Vorlesungen (wie gesagt: gute 2 Stunden) habe ich meine Strategie auch umgestellt. Ich habe ja durchaus Freude daran, regelmäßig anzuhalten und die Folien abzuschreiben und nochmal mit meinen eigenen Anmerkungen zu versehen. Hilft dem Verständnis, auch hinterher. Am besten noch schön alles in verschiedenen Farben und speziellen Unterstreichungs-Techniken usw...wenn man das so macht, wird aus einer 2-Stunden-Vorlesung schnell eine 4-Stunden-Vorlesung und im ungünstigsten Fall eine 2-Wochen-Vorlesung. Ich habe schnell festgestellt, dass ich so in 1 Stunde gerade mal 10 Minuten Vorlesung angeschaut bekomme. Das kann man so machen, wenn der erste Statistik-Kurs das einzige ist, was man in Hagen belegt. Mit 4 weiteren Kursen im Nacken muss man sich schnell nach einer lukrativeren Lösung umsehen.
Nun drucke ich die Folien aus und schreibe dort ggf. Anmerkungen drauf, aber auch nur, wenn ich wirklich was nicht gleich verstehe. Ansonsten schaue ich mir die Vorlesung auch mal ohne Mitschrift an, so weit ich komme. So kann man schon mal 45 Minuten am Stück schauen.
Interessanterweise verstehe ich so sogar mehr, als wenn ich zu viel mitschreibe. 

Außerdem verzichte ich im Moment auf die "Pflichtliteratur", die nicht wirklich was beiträgt...der Eid&Gollwitzer hat sich als ziemlicher Flopp herausgestellt. Konnte in den Kapiteln nicht wirklich etwas entdecken, was das Verständnis gefördert oder erweitert hätte. Eher war es zusätzlich verwirrend. Will ich was wissen, was über die Vorlesung hinausgeht, google ich es lieber zusätzlich. Bin ja froh, dass ich den nicht gekauft habe ;) 

  

Vica

Gewisse Dinge gehen leider vor

Da sich bei mir das Lernen überwiegend auf das Wochenende verteilt (dafür dann volle Power) muss ich morgen leider mein ganztägiges Statistik-Seminar absagen :( Das wurmt mich sehr, aber da es für mich nur ein Zusatz ist (hat nur ganz indirekt mit meinem MM1 zu tun, da eigentlich für Bachelor-Studenten, für mich mehr Hintergrundwissen). Aber da man ja Zugfahrt/Anreise/Wartezeit mit einbeziehen muss, sind das fast 10 Stunden, die mir vom kostbaren Lern-Wochenende fehlen. Wirklich schade, hätte mich auch auf die Leute gefreut. Nur geht eben das (direkte) Studium vor. 


Es gibt für die Lernzeit auch noch eine weitere Hiobsbotschaft. 

Von der Stadt gab es auch eine definitive Absage für einen Tagesmutterplatz, obwohl wir da nur 3 Tage bräuchten. Alles ist besetzt und die Wartelisten lang. Frühestens im März entstehen neue Kitas, die aber ab 3 sind, was nichts bringt, weil der Nachwuchs erst im Juni 3 würde und dann einen Platz bekommen könnte. Das heißt, für dieses Semester gibt es gar keine (rechtlich eigentlich mit Anspruch versehene!) Kinderbetreuung, so dass sich an meiner Zeiteinteilung die nächste Zeit nichts ändern wird und meine Hauptlernzeit das Wochenende sein wird. Unter der Woche dann nachts, was natürlich gerade in den Herbstmonaten schwierig sein wird. 

Nun ja, dafür sieht  die Situation dann im nächsten Semester besser aus. 
Bis dahin hoffe ich immer noch, dass sich eine Möglichkeit auftun wird. 

Vica

Wie schön, wenn sich der Mann extra von der Arbeit freinimmt, damit man wieder ein wenig aufholen kann! :11_blush:
In der letzten Woche war ich nämlich nicht sonderlich erfolgreich darin, regelmäßig Stoff zu lernen. Was schade ist, weil der Wille zu 1000% da ist. Momentan ist der Nachwuchs aber sehr fordernd und vereinnahmend, da blieben wieder nur die Abendstunden. Tendenziell kein Problem - würde ich nicht jedesmal nach ca. 20 Minuten vor Erschöpfung einschlafen. So komme ich auf Dauer ins Hintertreffen. Beim Thema "Betreuung" hat sich nichts geändert, aber immerhin meinte die Stadt nun, dass neue Kitas gebaut werden und wir dann ganz vorne mit dabei sein könnten. Das wäre natürlich fein, nicht nur, damit ich ein paar Stunden lernen kann, sondern in erster Linie weil der Nachwuchs ein Typ für den großen Rahmen ist, der endlich Spielkameraden möchte. 

Nun ist der Mann da und bespaßt den Nachwuchs und bekocht die Mama -  ich hole gerade in "Multivariate Verfahren/Statistik" und in "Testkonstruktion" wieder auf (eine Beschreibung und Rezi aller Kurse folgt demnächst). "Testkonstruktion" baut eigentlich auf dem dazugehörigen Bachelor-Modul der FUH auf und knüpft genau da an, wo dieses aufgehört hat. Das heißt im Umkehrschluss: Blöd für alle, die den Bachelor nicht aus Hagen haben. Das Problem wurde erkannt und die Moodle-Betreuer haben vorgeschlagen, dass man das Bachelor-Modul am besten nachbelegt. Jedoch nicht kostenfrei, wie zuerst angedacht, und noch scheint nicht abgeklärt zu sein, ob das überhaupt ohne Weiteres möglich ist. 
Ich habe es anders gemacht und mir entsprechende Literatur zur Testkonstruktion bestellt (Moosbrugger und Kelava, Springer), den ich als Crashkurs verwende und muss sagen: Einsame Spitze, das Buch! Bezieht sich auf alles, was im Master vorausgesetzt wird. (Kann ich nur empfehlen, lässt auch keine Fragen offen! Sollte das hier jemand lesen, der dasselbe Problem hat).

DAs Lesen von Zusatzlektüre klaut natürlich etwas Zeit (habe noch 2 Bücher für Statistik, die nicht mal Pflichtliteratur sind) - aber so ist das im Studium, das gehört eben manchmal zu.
Das Aufholen klappt auch gut. Was mich aber unter Druck setzt, sind die zunehmenden Fachdiskussionen der anderen in den Foren , die zweifelsohne viel weiter sind und wo ich im Moment nicht anknüpfen kann. Die Teilnahme daran ist natürlich keine Pflicht, dennoch wurmt es mich, zurückgefallen zu sein. Sich mit anderen zu vergleichen, war aber schon immer eine fiese Sache. Bei der OU war es so, dass die emsigsten Fach-Plauderer hinterher auch die emsigsten Durchfaller waren. Es muss nicht immer alles Gold sein, was glänzt. Trotzdem doof, ungut. 

 

Die Familie ist im Bezug auf den Master mittlerweile auch hellhörig geworden :) 
Eigentlich war es wie beim Start des Bachelors auch. Die Reaktionen waren ja trotz allem Erzählens und Berichtens ziemlich verhalten und reichten kaum mehr über ein simples Kopfnicken oder ,,Aha!" hinaus. Wie schon beim ersten Studium auch, wird das ganze mehr als eine Art Zeittotschlagen betrachtet - etwas, was man neben der Kinderbetreuung mal machen kann, wenn es einem zu langweilig ist, mit anderen Müttern Breirezepte oder Strickmuster auszutauschen :3_grin:

Nun ist der Verlauf wie damals auch: Nachdem ich aufgrund der Beschäftigung langsam von deren Radar verschwinde (keine Zeit für Treffen, SMS, Fotos schicken, ans Telefon gehen usw.) und sie eigentlich nur noch aus Erzählungen hören, was ich so mache (zum Matheseminar in ihre Stadt fahren, ohne was zu sagen etc.) erwacht so langsam das Interesse für den Ernst der Sache.
Nun heißt es immerhin schon: Ach, ein richtig echter Abschluss ist das? Damit kann man Psychologe werden? Wie macht sie das zeitlich mit Kind? Sollen wir nicht mal vorbeikommen? Da muss man doch was machen können mit der Kitaplatzvergabe, ich frage am Montag gleich mal nach etc.
Zeit verstreichen zu lassen ist bei der Anerkennung in der Familie wichtiger als jede rationale Erklärung anfangs. ;) Vorausgesetzt, einem ist das überhaupt wichtig. Wir wuppen es momentan auch so. Finde es dennoch immer wieder interessant. 
Darüber sollte mal jemand eine Studienarbeit schreiben ;) 

Vica

Ganz schöner Schlauch

War es eine gute Idee, MM1 und MM2 zusammen zu belegen?
Auf's große Ganze gerechnet muss ich sagen ja, weil ich so schnell wie möglich fertig werden will. Wenn ich am Ende der Elternzeit auch ein Masterzeugnis in der Hand halten würde, wäre das ziemlich perfekt! 


Andererseits merkt man gerade deutlich, dass das ein ziemlicher Schlauch ist. Hier zwei Stunden Vorlesung anschauen und mitschreiben, da 100 Seiten Pflichtlektüre lesen, da nebenher noch ein Buch lesen, um Lücken zu füllen. Hier 100 Seiten Studie lesen, um eine Übung mitmachen zu können, da Zusatzlektüre wie z.B. das Studium von Evaluationsstandards (Gottlob gibt's Kurzversionen!). Anbei alles in moodle diskutieren, dann darauf achten, keinen Klausur- oder Pflichtveranstaltungsanmeldetermin zu verpassen. Die sind nämlich essenziell, aber zum einen sehr gut versteckt und zum anderen wird man nicht per Mail etc. daran erinnert. Nicht zu vergessen die Studienbriefe. Während man in einem Kurs immerhin bis Halloween Zeit für ein Kapitel eingeräumt bekommt, will ein anderer Kurs gefühlt 3 Kapitel in einer Woche abfrühstücken. Ist natürlich die Frage, ob man sich da so strikt dran halten muss. 
Gar nicht einfach, alles unter einen Hut zu bekommen, auch organisatorisch!

Aber ich merke schon diverse Fortschritte. 
Zum einen scheint mein Hirn seine Arbeit wieder aufgenommen zu haben - ich kann mir schon wieder Namen merken und ich merke, dass mein Kopf sich mit Inhalten füllt, über die er sinnvoll tüfteln kann.
Ich schlafe besser.
Auch meine Schrift hat sich verändert, ich schreibe deutlich schneller und nun auch endlich leserlicher.
Ich beschäftige mich in meiner Freizeit wieder mit etwas Sinnvollem :) 
So langsam finde ich mich zurecht im Moodle Labyrinth. 

Zu verbessern gibt's im Augenblick Folgendes:
- Muss echt lernen, meine SPSS-Ergebnisse mathematisch auszudrücken bzw. aufzuschreiben 
- Mehr Struktur reinbringen. Bin mir noch nicht sicher, ob ich jedem Tag in der Woche einen Kurs widme (sind ja 5), oder z.B. 2 pro Tag mache. Im Augenblick ist meine Herangehensweise etwas chaotisch, meistens arbeite ich weg, was zufällig vor mir liegt oder - zugegebenerweise! - was ich etwas lieber mache als anderes. 
- Etwas mehr Gedächtnisleistung wäre nicht schlecht, zumal ich bei Statistik dauernd wieder vergesse, wofür die Variablen standen. Trotz vorausgegangener Wiederholung. 
- Notiz-Verhalten bei den Vorlesungen. Ich schreibe zwar schneller, brauche aber trotzdem noch ewig, um mitzuschreiben. Dadurch dauern die Vorlesungen dann natürlich insgesamt länger. 

Vica

Der Blick in die moodle-Foren zur Multivariaten Regressionsanalyse war eher ernüchternd. Es ging darum, zu Tutorial Nr. 1 eine Übung in SPSS zu machen, die man dann anschließend dort mit den Kollegen diskutieren soll. Zwar stimmt mein SPSS-Output zur ersten Übung – aber die Kommilitonen unterhalten sich dort wie gestandene Mathematiker. Nicht mal in den Vorlesungen wird so gesprochen. Ich kann ihnen kaum folgen, die scheinen Regressionsanalysen (und auch alles Weitere in Statistik) auch dann zu können, wenn man sie nachts um 3 aus dem Schlaf reißt und abfragt.

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Um da mitzuhalten muss schnell Abhilfe her – ein wesentlicher Unterschied könnte sein, dass ich die Pflichtliteratur von Eid & Gollwitzer noch nicht gelesen habe. Genau genommen geht es zunächst um ein einziges, hunderseitiges Kapitel. Der Eid & Gollwitzer ist eines der Standardwerke in der Psychologie-Statistik.
Nur versalzt mir die Bibliothek der FUH seit einiger Zeit die Suppe. Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum das Buch, einmal heruntergeladen, nur knappe 24 Stunden haltbar sein soll. Klar, zu verschenken gibt’s nichts. Aber wer hat die 100 Seiten harte Statistik bis dahin durch?
Man müsste es also jeden Tag auf’s Neue ausleihen, was wirklich nervig ist. Denn die Bibliothek hat das Problemchen, dass ihre Online-Ausgaben teilweise erst ab einer bestimmten Uhrzeit wieder verfügbar sind. Ich schätze mal: Zur Serverentlastung.

Nun sitze ich schon zum xten Versuch hier und drücke F5. Vor einer halben Stunde sollte das Buch wieder verfügbar sein. Also war ich punkt zum besagten Zeitpunkt da und…tja: Timout error. Seitdem bekomme ich beim Versuch, auf das Buch zu klicken, nur noch alle erdenklichen Fehlercodes oder den Hinweis, dass die Seite nicht antwortet.
Genau so war es schon gestern und vorgestern. Mit anderen Worten haben da wohl ein paar viele gewartet. Seeeehr viele.

Tja, soll man sich den Eid&Gollwitzer anschaffen für die 1-2 Kapitel, die benötigt werden? Das widerstrebt mir im Hinblick auf seinen Preis (60€). Gebraucht ist er genau so teuer wie neu, die kindle-Variante kostet 54€. Bei Amazon ist er zudem gerade wohl vergriffen, weil die Lieferung erst ab 8 Tagen wieder möglich ist. Die normale Bibliothek hat ihn nicht. In der Psychologenbibliothek und der ULB hier in der Stadt ist er ebenfalls aktuell vergriffen. Den FUH Druckservice soll man nur bemühen, wenn das Buch nicht in deren BIB vorhanden ist.
Höllisch teuer und offenbar doch gefragt, der Schinken.
Das ist schon etwas ernüchternd, wenn man das Buch jetztjetztjetzt brauch.

Vielleicht schaue ich aber auch mal ein bisschen nach Alternativen weiter, die mir genauso helfen, aber erschwinglicher sind. Ich liebäugel schon mit ein paar Exemplaren.