Über diesen Blog

Hallo,

mein Name ist Sebastian, ich habe vom 16.11.2012 bis 13.12.2016 an der Wilhelm Büchner Hochschule Wirtschaftsinformatik im Bachelor- und Master-Studiengang (B.Sc. WIB1131 und M.Sc. WIM1150) erfolgreich abgeschlossen. Nun promoviere ich ebenfalls an der Wilhelm Büchner Hochschule in kooperation mit der Fernuni Hagen in Informatik.

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SebastianL

Promotion Update März

Seit dem letzten Blogeintrag ist eine Menge passiert. Irgendwie passiert im Bezug auf die Promotion gefühlt jeden Tag etwas.

Fangen wir mal nach dem Doktorandenseminar an. Ich hatte ja mit meinem Doktorvater ein Thema besprochen dass ich ausschreiben soll, um das Thema als Masterarbeit zu vergeben. Das Dokument hatte ich fertig, bzw. das Thema konnte ich gut abgegrenzt. Nach Abgabe hat sich aber mein Doktorvater entschlossen neu zu priorisieren, weswegen ich jetzt eine neue Ausschreibung mache. Ist nicht schlimm, da die andere fertig in der Schublade für den nächsten liegt. Jedoch tue ich mir da etwas schwer, da ich noch nicht so tief in der Materie bin und den Überblick noch nicht habe, aber doch schon technisch sehr tief rein muss. Hatte daraufhin einen Termin mit meinem Habil.-Kollegen der mir dann etwas unter die Arme gegriffen hat das Ganze zu strukturieren.

 

Um einen besseren Überblick zu gewinnen, habe ich dann auch noch mit einem Doktoranden-Kollegen telefoniert, der mir dann noch geholfen hat, den letzten Knoten zu lüften. Jetzt weiß ich zumindest wieder, wie weiter komme. Was mich auch zum nächsten Punkt bringt. Mir war bisher immer noch nicht so richtig bewusst wie das ganze überhaupt funktioniert. Natürlich weiß ich dass es eine Hierarchie gibt vom Doktorvater über den Habilitanden zu den Doktoranden, bis hin zu einem Master-/Bachelor-Studenten. Auch dass das "doing" (Programmierung) nach unten gedrückt wird, aber eben noch nicht, wie das insgesamt funktioniert, also speziell dass ich Teile meiner Arbeit als Masterarbeit vergebe und die Ergebnisse in meiner Forschung und später Dissertation verwende. Aber diese Erleuchtung möchte ich mit euch teilen in einem anschaulichen Beispiel:

 

Ich möchte ein Auto bauen dass noch keiner vor mir gebaut hat, das ist mein Forschungsthema. Nun überlege ich mir, was ich alles für das Auto brauche, eine Karosserie, einen Motor, Reifen, Fahrgestell und Innenausstattung. Jetzt suche ich mir jemand, der Interesse daran hat, mit mir ein Auto zu bauen und gebe ihm das Thema "Karosserie". Ich sage ihm was ich genau möchte "Eine super Karosserie, mit einem noch nicht benutztem Metall, leicht soll es sein und ein Sportwagen soll es werden". Derjenige forscht dann und sagt "ich habe wissenschaftlich rausbekommen, dass unter den vielen Karosserien die ich gebaut habe, diese hier die leichteste ist". Ich gehe dann her und suche mir dann jemand, der mir den stärksten Motor baut usw. Am Ende nehme ich alle Teile, baue diese selbst zusammen und komme zu einer Erkenntniss, dass wohl noch niemand das Auto so gebaut hat wie ich. Und in meiner Dissertation schreibe ich: "Das Auto mit der Karosserie von A und dem Motor von B .... ". In einer Monografie hat man früher alles selbst gemacht und ewig gebraucht für die Promotion. Wenn man das so strukturiert und das "doing" nach unten drückt, sauber abgrenzt, dann kann man mit der Betreuung von Masterarbeiten (die auch eine Menge Zeit kosten) ordentlich Geschwindigkeit bekommen. Das heißt nicht dass man die Ergebnisse als seine eigenen angibt, sondern derjenige der die Masterarbeit schreibt wird ordentlich zitiert und im Paper erwähnt, bzw. ist Mitautor.

 

Was sagt mir das nun? Das hört sich alles bekannt an, ist ein wenig wie technisches Projektmanagement. Projekt strukturieren in Anforderungspakete für mich und Detailanforderungspakete für die Arbeiten. Hört sich jetzt alles noch recht einfach an, ist es aber nicht. Das fällt und steigt mit der Abgrenzungsqualität und der Personen die die Arbeiten schreiben. Das ist alles sehr stark vereinfacht, aber so kann man sich das ganze etwas genauer vorstellen, was ich bisher nicht konnte. Und das macht die Sache für mich erheblich einfacher, denn nun weiß ich auch was ich tun soll und kann. Mit dieser Information kann ich nun ordentlich Gas geben.

 

Ansonsten gab es auch eine Änderung. Bisher war ich ja nur direkt an der FernUni Hagen eingeschrieben, sollte aber ja an der Wilhelm Büchner Hochschule in Kooperation mit der FernUni Hagen promovieren. Das ist in den letzten Monaten etwas untergegangen, auch weil die Verträge etwas gedauert haben und für mich soweit alles klar war. Aber nun ist es offiziell und ich promoviere an der Wilhelm Büchner Hochschule in Kooperation mit der FernUniverstität in Hagen. Das hat auch den Vorteil dass mein Habilitand der Zweitprüfer sein kann. Der Doktorvater ist ja automatisch der Erstprüfer. Und beide vergeben die Note zusammen, also der Doktorvater schreibt das "votum informativum" (Gutachten) und der Zweitprüfer geht dann mit oder nicht, was mir die Sache zumindest ein gutes Gefühl gibt.

 

Das soweit am Rande. Viel Inhaltlich konnte ich mich nicht beschäftigen da ich erst mal versuche eine Umgebung zu schaffen, in dem ich alle Unterlagen an einem (wenn möglich) portablen Ort habe. @der Pate hat mir Scrivener empfohlen und ich habe mich da die letzten Wochen rein gearbeitet und muss sagen, ich bin begeistert. Ich kann jetzt damit alles darin speichern und meine Gedanken sortieren etc. und auch schon eine Gliederung zu meiner Dissertation anlegen (und später ändern). Und ich kann darin direkt LaTeX schreiben und dann später einfach nach Belieben exportieren. Man kann auch eine neue Struktur (z.B. für ein Paper) machen und auf die Textschnipsel in der Dissertation referenzieren. Ich werde das auch gleich Mehrsprachig aufziehen da die Papers in Englisch und die Dissertation in Deutsch angefertigt wird. Da kann ich auch gleich alle Zitate die ich finde einfach in die Kapitel rein sortieren. Wenn ich das ganze Exportiere kann ich nun automatisiert daraus meine Dissertation kompilieren (Vorlage mehr oder weniger wie Master-Arbeit) und Papers (muss noch die Dissertationsvorlage leicht abändern) und auch für Präsentationen. Das mit den Präsentationen habe ich gemacht, weil ich ja zweimal im Jahr meinen Vorschritt im Doktorandenseminar präsentieren muss. Wenn ich in den Textschnipsel etwas ändere, dann aktualisiere ich automatisch die Dissertation, das Paper und meine Präsentation. In der Präsentation werden Elemente wie Agenda, Quellen, Abkürzungen, Seitennummerierungen etc. automatisch gemacht. Ich bin auf jeden Fall echt begeistert von Scrivener. Kompilieren tue ich es mit TexShop und Literaturverwaltung mache ich mit Mendeley, alles auf meinem alten 17" Macbook aus 2009. Ich werde mir aber wohl demnächst mal ein neues kaufen müssen, da das kompilieren meiner Masterarbeit 30-60s dauert. Als ich die geschrieben habe, habe ich immer Kapitelweise kompiliert. Hab mich auch lange gewehrt einen neuen zu kaufen, da ich auf einen neuen 17" gewartet habe, aber keiner mehr raus kam. Muss ich wohl doch auf 15" umsteigen

 

Soweit mal ein Update. Ich wünsche allen eine angenehme Woche!

Sebastian

SebastianL

Neues Jahr, neuer Eintrag

Mein letzter Eintrag war am 28.12., also ca. zwei Wochen her.

 

Ich hab mir um Weihnachten rum eine leichte Erkältung zugezogen, die ich nicht auskuriert hatte, trotzdem arbeiten war und verschleppt hatte.

Das hat dann dazu geführt, dass die Erkältung schlimmer wurde und ich dann gleich in der ersten Januar Woche komplett senkrecht lag.

Aber trotzdem konnte ich das ein oder andere erledigen. Unter anderem mich als Doktodand an der Fernuni Hagen einschreiben und den Antrag mit Anlagen dazu abzugeben.

 

Das ist einiges was man abgeben muss. Unter anderem die Relevanten Zeugnisse (HZB-Urkunde, Bachelor-Urkunde, Master-Urkunde) und dem Nachweis der Krankenversicherung. Die Betreuungszusage wurde von meinem Dr.-Vater beigefügt. Diese Woche habe ich dann auch noch eine Geheimhaltungserklärung bzgl. des kompletten Forschungsprojektes und die Erklärung der Nutzungsrechte bzgl. meiner Promotionsergebnisse etc. unterschrieben. Glücklicherweise alles Digital, so dass dies einfach nur reine Fleißarbeit war. Apropos, die 11€ pro Semester ASTA-Gebühr wird einem als Doktorand erlassen. :)

 

Ich habe zu dem letzten Treffen ein Gesprächsprotokoll angefertigt und dieses danach noch bzgl. des vorläufigen Titel geschärft, der jetzt feststeht. Am kommenden Freitag treffe ich mich wieder mit meinem Dr.-Vater um weiteres zu besprechen. Gesprächsprotokolle anfertigen kann ich nur empfehlen.

 

Ansonsten wurde der Kontakt zu den anderen Doktoranten offiziell hergestellt, auch wenn ich die meisten schon aus dem Doktorandenseminar her kenne. Trotzdem schön das dieser Prozess offiziell auch statt findet.

 

Da ich ja nun die Geheimhaltung unterschrieben habe, werde ich, wie ich schon vorgehabt habe, nicht in's Detail gehen, sondern nur Rahmenbedingungen und Prozess beschreiben. Denke alleine diese Erkenntnisse sind schon sehr interessant.

 

Ich werde am kommenden Mittwoch erstmal für 3 Wochen nach Thailand fliegen und am 20.02. rum müsste das nächste Doktorandenseminar sein. Denke, dass ich mich erst danach wieder melden werde.

 

...und übrigens, ein schönes neues Jahr!

SebastianL

SebastianL

Hello World #3

Fast schon Traditionell eröffne ich den neuen Blog mit meinem "Hello World" - Post. :2_grimacing:

 

An dieser Stelle möchte ich etwas zusammenfassen wie es dazu kam an der Fernuni Hagen Informatik zu promovieren.

 

Vor meinem leben als Fernstudent hatte ich nur einen Hauptschulabschluß und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Mein (Fern-) Studium habe ich an der Wilhelm Büchner Hochschule in Wirtschaftsinformatik abgeschlossen (Bachelor 1.9 und Master 1.5). Wärend des Bachelor-Studiums hatte ich mich als Studentenvertreter für den Fachbereichsrat in Informatik aufstgellen lassen und wurde gewählt. Ich wollte etwas mehr Einblicke in die Hochschule gewinnen, hatte aber auch im Hinterkopf ggf. später die nötigen Kontakte zu haben um einen Dr.-Vater zu finden, falls ich Promovieren möchte. Dies war am Anfang eher als Schwerz gemeint, dass ich noch promovieren möchte. Ich weis nicht ob diese Aussage meine Umgebung als Ernst betrachtet hatte, da ich ja gerade mit meinem Bachelor-Studium angefangen hatte. Ehrlich gesagt hatte ich mich glaube selbst nicht Ernst genommen. Aber ich lasse mir eben auch gerne Optionen offen. Nach meinem Bachelor-Studium hatte ich direkt meinen Master drangehängt. Im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung! Nicht nur weil ich es hinter mir habe, sondern auch bewusst weil man sich an das Leben als Fernstudent gewöhnt hatte und ich mich nicht an Freizeit gewöhnen wollte. Ich kenne einige die nach dem Bachelor Pause gemacht haben und die Pause nie zu Ende gegangen ist, sprich diese auch keinen Master mehr gemacht haben. Wärend meines Master Studiums wurde der Gedanke zu Promovieren immer Größer und ich habe mich dann immer mehr mit dem Thema beschäftigt. Als meine Freundin sagte, sie will nach dem Studium auf jeden Fall auch promovieren, war der Entschluß gefaßt.

 

Nur sich für eine Promotion zu Entscheiden reicht aber bei weitem nicht. Es gibt hier jede Menge Dinge die man berücksichtigen muss. Teilweise formale Dinge, teilweise aber auch einfach banale Dinge. Manche Dinge hat man auch nicht in der Hand, die werden einem einfach vorgegeben.

 

Um studieren zu dürfen gibt es ja jede Menge Beiträge hier auf FI, darauf gehe ich nicht sonderlich ein. Wenn man den Bachelor abgeschlossen hat, braucht man einen gewissen Durchschnitt um den Master machen zu dürfen. Dieser liegt i.d.R. bei "gut". Es gibt aber auch Hochschulen die andere Eingangsvoraussetzungen haben. Ich hatte mich im Bachelor klar das Ziel "gut" gesetzt. Damit stand dem Master nichts im Wege. Der Master ist dass letzte Zeugnis und da wollte ich bestmöglich abschließen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mir mögliche Universitäten in der Nähe angesehen, bzw. deren Promotionsordnung und geschaut was deren Eingangsvoraussetzungen sind. Bei den meisten steht drin (in Kurzform): "FH-Master: sehr gut, Uni-Master: gut". Dann hatte ich ja immer die Befürchtung das FH schon doof ist, aber dann auch noch Fernstudium und noch von einer privaten Fernhochschule sehr prolematisch werden. Ich hatte mir überlegt nach dem Master nach einem Dr.-Vater zu suchen und wenn ich keinen finde, dann Plan B umzusetzen. Plan B war, mich an der Fernuni Hagen in Wirtschaftswissenschaften zu immatrikulieren und dann den Master dort zu machen. Hatte mich auch schon informiert dass der Großteil angerechnet wird und ich nur noch 6 Module absolvieren muss (ohne Thesis) für den Master. Ich dachte mir, in sechs Modulen ein "gut" zu bekommen scheint machbar. Somit hätte ich einen Uni-Master und mir würde ein "gut" genügen. Aber Plan B musste glücklicherweise nicht in Kraft treten.

 

Um überhaupt promovieren zu können benötigt man Formal einen Dr,-Vater. Also jemanden, der einen in der Promotion betreut und formal unterstützt. Dieser muss auch an einer Universität mit Promotionsrecht sein. Ich hatte das Glück im Fachbereichsrat der Wilhelm Büchner Hochschule einen Professor zu finden, der in Hagen promoviert hat und den Kontakt zu seinem Dr.-Vater hergestellt hat. Ich konnte also noch vor Antritt meiner Master-Thesis den Kontakt herstellen und das ein odere andere Detail klären. Es half natürlich auch der Blick in die Promotionsordnung um rauszufinden, wie die Promotion vormal and er Fernuni Hagen abläuft. Nachdem ich mir auch ein Buch (Erfolgreich Promovieren) gekauft hatte, konnte ich zumindest die unterschiedlichen Formen der Promotion unterscheiden. Um zwei zu nennen, es gibt Kumulative Dissertationen und Monographien. Monographien ist dass, was man sich unter einer Promotion vorstellt. Man schreibt eine dickes Buch (Dissertation), gibt ab und ist (hoffentlich) dann fertig. Bei Kumulativen Dissertationen (Kurzform) schreibt man wissenschaftliche Paper, veröffentlicht diese und stellt diese auf Konferenzen vor. Am Ende fasst man die Papers in der Dissertation zusammen und gibt diese ab. Diese Form hat viele Vorteile. Wer sich hier näher interessiert, sollte sich hier einlesen. Man kann sich die Form ggf. aussuchen, meist schreibt aber die Unviersität die Form in der Promotionsordnung fest. Auch in der Promotionsordnung steht, welcher Doktor unter welchen Voraussetzungen verlieren wird. Bei mir gibt es den Dr. rer. nat. für eine theoretisch Wissenschaftliche Arbeit oder den Dr.-Ing. für eine praktische Wissenschaftliche Arbeit. Man muss sich vorher entscheiden welchen Weg man beschreiten will. Meist gibt der Dr.-Vater diesen vor. Die Verteidigung (Disputation) gestaltet sich auch unterschiedlich (habe die nicht mehr alle im Kopf). Würde ich wählen dürfen (das einzige was ich mir gemerkt hatte), würde ich das Rigorosum wählen, eine Verteidigung der Arbeit und der angrenzenden Themen. In meinem Fall ist die Komulative Dissertation mit dem Rigorosum und dem Dr.-Ing. mein absolutes Wunschszenario, dass anscheinend auch die Vorstellung meines Dr.-Vaters trifft.

 

Formal bekommt man einen Betreuungsvertrag wo die Universität sich verpflichtet mich zu betreuen und wo ich mich verpflichte alle 6 Monate einen Status über meinen Forschungsstand zu präsentieren. Dies erfolgt i.d.R. auf dem Doktorandenseminar zwei mal im Jahr. Erst wenn genügend Veröffentlichungen gemacht wurden und (kurzform) das Ergebnis passt, stimmt der Dr.-Vater zu die Dissertation anzufertigen. Mit Abgabe der Dissertation startet der Promotionsprozess. Dieser ist in der Promotionsordnung sehr genau geregelt (u.a. Dauer, Fristen, etc.). Erst mit Start des Promotionsprozesses muss man all seine Unterlagen in beglaubigter Form abgeben und auch erst dann wird die endgültige Promotionsfähigkeit bestätigt.

 

Nachdem ich meine Master-Thesis abgegeben hatte und schon mit der Forschung starten wollte, hat mein Dr,-Vater meine Unterlagen (Zeugnisse, Lebenslauf,etc.) in digitaler Form angefordert. Mit den Unterlagen wurde die grundsätzliche Promotionsfähigkeit ermittelt, damit man bei Abgabe der Dissertation nicht überrascht wird, wo diese eigentlich überprüft wird. Ausserdem hätten ggf. noch Auflagen erfüllt werden müssen (z.B. Seminare besuchen) weil ich Wirtschaftsinformatik studiert habe und in Informatik promovieren möchte. Nachdem die Promotionsfähigkeit vorläufig bestätigt wude, steht meinem Promotionsvorhaben nichts mehr im Wege.

 

Ich habe schon oft von üblen Geschichten bei der Promotion gehört:

  • Dissertation abgegeben und wartet seit zwei Jahren auf die Einladung zur Verteidigung
  • Doktorvater in Rente gegangen
  • Zwischenmenschlich passt es nicht zwischen Betreuer und Doktorand
  • Dissertation abgegeben aber Dr.-Vater hat immer Änderungen (Scope Probleme)
  • Dr.-Vater verlässt die Universität
  • usw........

 

In dem Fall hatte ich echt Glück dass bei meinem Dr.-Vater alles passt. Eins der nächsten Dinge ist ja auch das Promotionsthema. Das muss ja zu dem ganzen auch noch passen. Man muss sich da ja irgendwie für motivieren können. Schließlich verbringt man lt. Statistischem Bundesamt drei bis fünf Jahre mit dem Thema. Ich habe vier Jahre für meinen Bachelor und den Master gebraucht, was bedeuten würde, wenn ich für die Promotion nocheinmal vier Jahre brauche, dann bin ich jetzt bei der Hälfte angekommen. Da muss man sich auch erstmal motivieren weiter zu machen.

 

Man merkt schon, wenn man sich meinen Beitrag so durchliest, so ganz einfach ist das nicht bis man überhaupt starten kann. Und dann ist man noch weit entfernt vom Ende. :2_grimacing: Etwas Glück gehört auch dazu, ich konnte das Glück etwas forcieren indem man Kontakte wärend des Studiums mit Professoren knüpft. Ein Garant ist das jedoch auch nicht.

 

Mit der Promotionsfähigkeit gab es dann auch gleich einen Termin mit meinem Dr.-Vater um ein mögliches Thema zu besprechen. Nun habe ich auch alles an der Hand um starten zu können. Da muss man sich auch erstmal daran gewöhnen dass man mit ein paar "Basswords" ins Rennen geht und es hier keine Erfahrungswerte gibt oder jemand einem helfen kann. Das ist eben eine grundsätzlich andere Form als studieren. Wärend meiner Master-Arbeit hatte ich auch noch an einem Doktorandenseminar teilgenommen, um mitzubekommen wie das dort funktioniert, ohne selbst einen Beitrag leisten zu müssen. Das kommt mir jetzt zu gute, da ich für Februar eine kleine Präsentation über mein mögliches Thema halten muss. Zusätzlich konnte ich auch gleich meine Doktoranden-Kollegen kennen lernen und mich mit diesen austauschen. Was sehr informativ war, gerade im Hinblick auf Erfahrung, Tips und Vorgehen.

 

So, das wurde jetzt etwas lang. Ich werde versuchen hier meinen Fortschritt und Neuigkeiten zu dokumentieren. Auf das Thema selbst und den Stand des Themas werde ich aber nicht eingehen, sondern nur rein formal und prozessual. Das liegt auch einfach daran, dass ich nicht möchte dass jemand Ergebnisse vor mir veröffentlicht. Aber wenn ich publiziere, dann kann ich diese hier in meinem Blog ebenfalls veröffentlichen.

 

Dann gibt es nur noch euch allen einen Guten Rutsch zu wünschen!

SebastianL

Doktorandenseminar 02/2017

Seit dem letzten Blogeintrag ist einiges passiert.

Zuerst habe ich mich mit meinem Dr.-Vater getroffen um einiges zu besprechen.

Dabei habe ich auch einen Bachelor-Studenten der Fernuni-Hagen getroffen, der gerade seine Bachelor-Arbeit macht und etwas für die Forschungsgruppe programmiert.

Daraus resultierte für mich ein Task, das programmierte zu testen, was ich als für die Expertenbefragung gemacht habe und dokumentiert.

 

Nachdem ich nun alle Unterlagen abgegeben habe und alle Formulare ausgefüllt habe, habe ich von der Fernuni mehrere Briefe bekommen.

Zuerst kam der Immatrikulationsbescheid mit dem Studienausweis:

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Danach kamen zwei Briefe mit Zugangsdaten. Einmal wurde ich als Student eingetragen und habe eine Studentenmail (xyz@student.fernuni-hagen.de) und einmal als Mitarbeiter (xyz@fernuni-hagen.de). Zudem habe ich nun auch endlich den Edoroam-Zugang um in der ULB Darmstadt (Bibliothek) ordentlich ins Netz zu kommen mit meinem Laptop und auch einen VPN-Tunnel um von Zuhause aus auf die ULB zugreifen zu können. Das sind gewaltige Vorteile, die mich vorher etwas genervt hatten bei der Literaturrecherche. Mit den Zugangsdaten kann ich mir nun auch die Campus-Lizens zu Citavi ziehen oder Office 365 für ca. 5€ Bearbeitungsgebühr bestellen. Da ich mir auch ein neues Macbook kaufen wollte, sind die 12% Rabatt willkommen. Das Gesamtpaket gefällt mir natürlich. Klingt vielleicht seltsam, aber mich freut das tierisch!

 

In meinem Urlaub hat mir mein Dr.-Vater Bücher geschickt die ich mir ansehen soll. Die letzten Tage haben wir einen neuen Doktoranden aus New York dazu bekommen, was ich irgendwie cool finde und um den ich mich gekümmert habe, die deutschen Formulare zur Anmeldung auszufüllen. Ansonsten habe ich eine Anfrage bekommen, eine Master-Arbeit zu betreuen. Da bin ich gerade dabei eine Ausschreibung zu machen und das Thema zu definieren, die ich dann in meine Arbeit einbauen kann. Wie genau das funktioniert weiß ich noch nicht, aber anscheinend kann ich die Master-Arbeiten benutzen um ein Stück Software entwickeln zu lassen, die ich anschließend z.B. für meine Evaluation benutze und die Erkenntnisse gehen dann in meine Publikation.

 

Gestern war dann noch das Doktorandenseminar wo ich meine Masterarbeit vorgestellt habe. In dem Doktorandenseminar, das zwei mal im Jahr statt findet, präsentiert jeder seine Ergebnisse des letzten halben Jahres und stellt sein Thema vor. Das soll dazu dienen um das Präsentieren vor Fachpublikum zu trainieren, aber auch um alle über den Forschungsstand abzuholen. Insgesamt auch beim zweiten Mal sehr interessant die Ergebnisse der unterschiedlichen Forschungsgruppen zu verfolgen.

 

Ich habe auch mal die Zeit zum Netzwerken benutzt und die Personen zu fragen, wie lange sie schon dabei sind und wie lange sie noch brauchen. Mein Ergebnis ist, dass es wohl durchgängig um die 4 Jahre dauern wird. Ich hatte ja persönlich mir vorgenommen Ende 2020 fertig zu sein, von dem her ist das jetzt nicht verwunderlich.

 

Nach dem Doktorandenseminar hatte ich noch ein Gespräch mit meinem Kollegen der Habilitiert. Ich habe das Problem vor einem Großen Berg Arbeit zu stehen mit gefühlt hunderten von Tasks, habe aber keine Ahnung wie ich die Priorisieren soll. Da wurde mir Abhilfe geschaffen und ich soll immer ein praktisches Thema und ein theoratisches Thema gleichzeitig bearbeiten. Sprich praktisch mit der Betreuung der Master-Arbeit und selbst an einem Theoretischen Thema arbeiten. Dann habe ich gestern Abend gleich versucht das theoretische Thema anzugehen und festgestellt, dass der Begriff den ich suche gar nicht ordentlich definiert wurde. Was mich irgendwie daran zweifeln lässt ob das so ist oder ich die Quelle nicht gefunden habe. Muss dazu mal in die ULB oder meinen neuen VPN-Tunnel ausprobieren. So ein Zentraler Begriff müsste in der IT eigentlich irgendwo definiert sein. Das stehe auf jeden Fall als nächstes auf meinem Plan. Apropos Plan, ich bin gleich mal hergegangen und habe mir einen Plan gemacht, was ich in den nächsten 6 Monaten erreichen will, bzw. in dem nächsten Doktorandenseminar präsentieren will.

 

Etwas Offtopic, nachdem ich die Woche 500 Xing-Kontakte erreicht habe und gehört habe, dass wenn man nicht Premium ist, Xing nach 500 Kontakten einfach wahllos Kontakte raus schmeißt wenn man einen neuen hinzufügt, habe ich erstmal aufgeräumt und ein paar entfernt. Weiß jemand ob das stimmt mit dem 500-er Limit?

 

Last but not least habe ich mich im Urlaub verlobt und nächstes Jahr werde ich heiraten. Dies bedeutet dass das nächste Großprojekt startet. :17_heart_eyes: