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Über diesen Blog

Interessiert, Alter Hase, Kommilitone,

schön dass du dich hier zu meinem Blog verirrt hast. Beim Durchstöbern der APOLLON Blogs ist mir aufgefallen, dass es zum Studiengang Präventions- und Gesundheitsmanagement bisher nur spärliche Informationen von Studierenden (wenn überhaupt) gibt. Aus dem Grund möchte ich diesen Blog einfach nutzen, um aus Studierendensicht über das Fernstudium im Bachelor of Arts Präventions- und Gesundheitsmanagement aber auch hier und da das Studierendenleben an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft zu berichten.

 

Da ich schon recht weit in meinem Studium bin, werde ich schauen, wie ich hier und da auch etwas zum Aufbau, meiner Anfangszeit und den ersten Modulen, Ablauf von Klausuren und eigenen Projekten sowie die Förderung bei diesen mit einfließen lassen kann. Fragen sind immer herzliche Willkommen.

 

Viel freude beim Lesen.

Einträge in diesem Blog

polli_on_the_go

Personalmanagement die nächste

So, ich habe mich nachdem sich mein Frust nicht nur auf HRMAH01 sondern gleich  HRMAH02  mit richtet, damit abgefunden, dass Perso mit unlauteren Mitteln spielt. Dennoch werde ich mich beherrschen und habe beschlossen Mittwoch, auch wenn Perso es verdient hätte, die Klausur nicht zu verhauen. Immerhin kann die ja nichts für die unfairen großen Brüder. Stattdessen steht Reingehen - Rocken - Rausgehen auf dem Plan und bis dahin die zwei drei ...uhmmnn paar mehr Klausurthemen verinnerlichen.

 

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polli_on_the_go

Nächsten Mittwoch ist mit Perso die letzte Klausur dran. Das Heft hat mir da den letzten Nerv geraubt. Ich bin es gewohnt in unseren Studienmaterialien auch die Primärliteratur heranzuziehen, wenn etwas nicht selbsterklärend ist. Voraussetzung dazu ist, dass diese dann auch an den entsprechenden Stellen angegeben ist.

 

Auf dieses Heft traf das aber nahezu ausnahmslos nicht zu. Zwar fand sich hier und da ein Beleg, aber wirklich geholfen hat es nicht und ist auch überhaupt nicht die Qualität, die ich gewöhnt bin. Manchmal hat das Exemplar auch eher an eine Vor-Druck-Version erinnert mit so witzigen Vermerken, wie ((Verweis)))) und nein das ist kein Witz.

 

Endgültig abgeschossen war aber der Vogel, als ich ein bestimmtes Verfahren,  was in einer Tabelle alles, aber nicht verständlich mit Bezug zum Text war, recherchiert habe und gleich der erste google Treffer mich auf google books in eine Primärquelle geführt hat. Und da kommt der Teil, der mich wütend macht. Die Primärquelle ist durch keinen der Heftautoren verfasst worden. Im Studienheft finden sich dann aber 1:1 Copy and paste Passagen (und wir reden hier nicht von ein paar Sätzen) sondern u.a. diese komplette Seite bzw. den Sachverhalt. Andeutungsweise befand sich zwar am Anfang des Kapitels ein Hinweis ABER...

 

Ich weiß nicht, ich glaube es ist die Erwartung, dass wenn von mir korrektes, plagiatsfreies wissenschaftliches Arbeiten erwartet wird und es mehr als eine Tutorin gibt, die empfindlich Punkte abzieht, wenn nicht ausnahmslos jede Aussage belegt ist, dass dies auch auf die Heftautoren zutrifft, die mir Inhalte vermitteln. Ich habe mich schon sehr lange nicht mehr über mangelhafte Qualität eines Heftes beschwert, aber hier wurde das Lernen auch schwer und vor allem, hört es ja nicht beim Lesen auf, denn nehme ich das Heft als Quelle in der FA, kann ich schon nicht mal mehr korrekt Zitieren.

 

Naja jetzt aber das Positive... Scheinbar ist auch der HS das mit dem Heft und Quellen aufgefallen. Denn auf meine Beschwerde/ Nachfrage habe ich heute eine Rückmeldung erhalten, aus der das hervorgeht und auch, dass Quellen nachgepflegt wurden. Auch habe ich dann noch die aktualisierte Auflage digital erhalten. Ich denke keiner ist fehlerfrei. Blöd ist es dennoch erst einmal.

 

Zugleich sehe ich es durchaus als qualitativ positiv, dass dann offen und unkompliziert eine Überarbeitung bereit gestellt wird. Wünschenswert wäre gewesen, wenn angesichts dieser nicht kleinen Mängel das aktuelle Heft im Infobereich des Moduls hinterlegt gewesen wäre oder wenigstens irgendwo ein Hinweis gewesen wäre, dass hätte es mir leichter gemacht und wurde z.B. auch im Empi Modul gemacht.

 

Naja jetzt werde ich weiter lernen und darüber nachdenken, warum ein Telefoninterview im Bewerbungsverfahren, wie die Psychoanalyse verstanden werden kann. Als nächstes steht dann Personalintegration an. Gestern habe ich AIDA, CUBE, BDA und Schlüter verinnerlicht. Arbeitsplatzberechnung ist noch nicht ganz meins und Bedarfsanalyse hat es auch in sich. Und mit Markt-, Kultur- und Organisationsdynamik fange ich gar nicjt erst an....:blink:

polli_on_the_go

OC mit Schluckauf

Seit einer Woche scheint der OC etwas die Grippe zu haben. am Samstag vor einer Woche war es besonders ulkig, denn nach einer Sicherheitswarnung Hacker könnten die Daten abgreifen, fand sich dann anstelle der gewohnten Login Page dieser Anblick:

 

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Also definitiv nicht unser Login, auch wenn man oben sieht, dass die Adresse stimmt. Da aber gerade auch Präsenzseminar war, war der Studierendenbuschfunk in den APOLLON Whats App Gruppen sehr schnell und nach ein paar Stunden hatte unsere IT das Problem gelöst.

 

Also gut ein Problem gelöst, hatte ich gestern kurzfristig mal einen Schock Moment, denn ABWL, ein eigentlich bestandenes Modul (und zwar schon 2013) zeigte auf einmal diesen Anblick:

 

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Kein grüner Haken mehr? 80 Prozent???? Da habe dann auch ich einmal in der Hochschule nachgefragt, ob mir die Prüfung warum auch immer aberkannt wurde, wobei dann hätte da eigentlich eine 5.0 gestanden. Entwarnung gab es sofort, es ist ein Campusfehler, der eine ganze Reihe Studierender betrifft. Und noch etwas hat mich hellhörig werden lassen und zwar eine Aussagw in Richtung: Manchmal kommt es zu diesen Fehlern, wenn Änderungen in den Campus eingepflegt werden. Auch wenn es erst einmal nicht gut funktioniert, wird es am Ende immer toll.

 

Kommen also Änderungen? Es hat auf jeden Fall vor einigen Wochen eine intensive Diskussion gegeben unter Studierenden auf dem OC, dass manche Funktionalitäten anders gewünscht sind, sich bei den Foren z.b  eine Auslagerung von Vortragsanmeldungen und Stammtischankündigungen weg vom schwarzen Brett gewünscht wurde und noch ein paar Dinge.

 

Und sonst so? Das mit der Thesis ist noch nicht ganz gesackt, deswegen muss der Beitrag warten. Ich hatte auch einen intensiven Austausch mit meiner Tutorin, die die MOTIFA abgewiesen hat und habe hier eine so menschliche Seite von einem Tutor kennengelernt, die mich beeindruckt hat, aber auch gezeigt hat, die Tutoren wissen, wie Studierende über sie reden und auch wenn sich "Massenbewegungen" gegen sie entwickeln und es geht nicht spurlos an ihnen vorbei. Dem werde ich mich aber noch einmal thematisch in einem Beitrag nach der Moti Bewertung widmen, denn mich hat es ebenso nachdenklich gemacht, wie Unterhaltungen mit Studierenden davor oder danach. Tja aber eins ist wohl klar geworden, auch Tutoren sind keine Superhelden sondern Menschen, die tatsächlich mit den selben Herausforderung des Fernstudiums kämpfen, wie die Studierenden (Stichwort Isolation). Aber der Rest und warum ich das so sage in einem gesonderten Beitrag.

 

Gerade Lerne ich für Perso und debattiere ob ich nun erst zusätzlich die Perso FA mache (15 Seiten) Personalstrategie nach 7 Schrittschema oder doch erst die FA neue Medien (15 Seiten + Strukturdiagramm (Baum) Web-App + Startseite mit ppt). Besondere Herausforderung dieser FA ist, dass es nicht einfach wie eine Hausarbeit ist, sondern ein Projektantrag auf Förderung für eine Web-App erstellt werden muss, der kein Fantasiegebilde ist, sondern sich an den realen Anforderungen von Förderanträgen des BMBF orientiert. Das heißt im Prinzip ein solcher ist. Ich finde das wirklich super und hätte mir gewünscht, so etwas hätte es in anderen Modulen gegeben, denn grundsätzlich ist das ein wesentlicher Baustein für mögliche berufliche Optionen nach dem Studium.

 

Beruflich-- Ach da war ja noch was!  Nachdem ich nun zuletzt intensiv auf das Studium konzentriert habe, werde ich am 01.06. wieder anfangen zu arbeiten. Auf den ersten Blick würde man keinen Bezug zu meinem Studiengang sehen und vielleicht auch nicht auf dem zweiten. Aber gut, dass es nur der erste oder zweite Blick ist. Denn ein Bacherlorstudium verleiht zunächst ja erst einmal eine Grundqualifikation mit Schwerpunkt. Der liegt bei mir in den Gesundheitswissenschaften und Gesundheitsmanagement. Zukünftig arbeiten werde ich im gehobenen öffentlichen Dienst in der öffentlichen Verwaltung als Sachbearbeiterin in der Leistungsgewährung der AA in einem Jobcenter der Region. Es gibt nur sehr wenig aus meinem Studium, was ich gar nicht gebrauchen kann, denn die zielgruppenspezifische Arbeit der Prävimodule benötige ich ebenso, wie Kommunikation, Ethik, Rhetorik, Recht, Soziologie (Stichwort Rollenkonflikte), BWL mit Entscheidungstheorien, Kosten- und Leistungsrechnung, Motivationsmanagement und und und.

 

Damit das alles klappt muss da zu aber wirklich alles was den Bachelor angeht in den nächsten Wochen bestanden sein. Denn ohne Bachelor kann ich den Dienst nicht antreten, da gibt es auch keine Ausnahme. Und deswegen heißt es jetzt auch wieder Personalmanagement pauken. Die Klausur ist am 25.04. Und dieses Mal hat sie einen ungewöhnlich hohen Druck, denn es gibt keinen Zeitraum für ein "fail".

polli_on_the_go

Das kann sowohl die Einleitung für meinen Thesisbeitrag als auch dem zu meiner vor ein paar Tagen eingesandten MOTI FA sein. DENN, Word und LaTeX haben eine Menge nicht gemein. Ich war mir so sicher, dass alles richtig eingestellt ist, habe akribisch auf alles geachtet uarial, 11pt nach Empfehlung um das x Fache skaliert, da Word ja strenggenommen nicht mit pt sondern bp arbeitet, onehalfspacing und alles lief gut. Naja bis auf die anderen Thrilleraspekte der Thesis, aber für den Beitrag brauche ich wirklich Ruhe. Als ich dann für den Plagiatscheck alles in Word umgewandelt habe (wohlgemerkt NACH dem Druck der Thesis), merkte ich, dass irgendetwas ganz gewaltig nicht stimmt, denn die Seitenzahl wuchs und wuchs und schon die Einführung war fast doppelt so lang. Ich habe alles noch mal und noch mal kontrolliert und dann schmerzlich gelernt dass LaTex zwar die Schrift skaliert, die Empfehlung aber nicht passt und noch zu klein ist. 

 

Also habe ich die Hochschule angerufen und habe mit dem Prüfungsservice gesprochen. Ich war einfach nur noch fertig, denn am Abgabetag druckt man nicht eben noch mal für den Betrag neu und kürzt die Arbeit und findet erst einmal heraus wo genau das Problem ist, vor allem nicht um 15 Uhr. Ich war ratlos, verzweifelt und kurz vorm Wahnsinn. Frau Schuster hat mich aber erst mal beruhigt. Durchfallen werde ich deswegen schon mal nicht. Wir haben uns jetzt auch darauf geeinigt, dass ich als Nachweis, dass die Einstellungen tatsächlich denen der Hochschule entsprechen und ich wirklich nicht in Word geschrieben habe, den kompletten LaTeX Ordner mit beifüge, damit man das ggf. unabhängig nachprüfen/ reproduzieren kann. Und am Ende haben wir auch etwas gelacht, denn am Ende hatte ich meine Strafe ja schon, denn ich musste den "Mehrplatz" ja auch füllen, um die vorgeschriebene Seitenzahl zu erreichen, und ich musste die so entstandenen "Mehrseiten" korrekturlesen, was entsprechend mehr Zeit gefordert hat. Ein wenig Angst bleibt aber im Hinblick darauf, was mir das möglicherweise an Abzügen noch einbringt. 

 

Das mit dem Zeilenabstand weiß ich übrigens erst seit heute bzw. gestern also fast eine Woche später. Ich hatte parallel mit der Thesis noch meine FA Moti eingeschickt. 10 Seiten sollten es sein, ich hatte erfragt, ob eine Überschreitung von 10 Prozent möglich wäre. Nun hatte ich obendrein einen Tutorenwechsel, der aber gerade glaube ich ganz gut war. Es ist mir tatsächlich nach ein paar Tagen Warten zum ersten Mal passiert, dass meine FA wegen Überlänge abgewiesen wurde. In TeX hatte ich 11 Seiten, 1,5 zeilig (so dachte ich), richtige Ränder usw. ABER diese Tutorin hat sich tatsächlich einmal die Arbeit gemacht und meine FA in Word gepackt und formatiert und das hat anstelle von 11 Seiten gleich 15 Seiten gegeben (jetzt könnt ihr euch ausrechnen, was das für eine Thesis mit 60 Seiten bedeutet). Auch hatte ich fast 5000 Worte. Normalerweise werden Worte bei uns nicht gezählt, aber sie hat es gemacht und mir dann mitgeteilt, wie viele Wörter ich habe, wie viele ich bei schlechter Formatierung haben könnte, wie viele Sie für angemessen hält und das hat dann zur zu kürzenden Differenz geführt. Ich bin wirklich dankbar einfach kürzen zu dürfen und nicht durchgerasselt zu sein, denn normalerweise  ist eingesandt gleich eingesandt, ich hatte aber schon in der Mail darauf hingewiesen, dass ich nicht in Word schreibe und so mögliche Differenzen zum gewohnten Schriftbild zu erklären sind.

 

Etwas ulkig an der ganzen Situation war, dass ich heute in die Runde gefragt habe, wer die Tutorin kennt und wie sie so von der Zeiteffizienz ist. Und was mir da so in mein Whatsapp Postfach kam war erst einmal etwas zum Schlucken. Dass es mal Tutoren gibt, die es schaffen gehäuft Studierende gegen sich aufzubringen, dass kenne ich immer mal wieder, aber dass es für den Umgang mit einer Tutorin eine eigene What'sapp Selbsthilfegruppe gibt, das habe ich zum aller ersten Mal erlebt und war dann doch etwas geschockt. Als dann die Mail der Tutorin kam wusste ich erst nicht, ob ich Lachen soll oder einen Antrag auf Gruppenaufnahme stellen. Nein aber im Ernst, ich fand den Dialog nicht nur wohlwollend, sondern die Option überaus fair. Auch fand ich das Vorgehen sehr professionell, sie hätte mich auch pauschal durchfallen lassen können. Zudem hätte Sie mir sogar eine höhere Seitenüberschreitung zugestanden, weil sie eine andere Zahl kennt. Da ist sie wieder, diese Sache mit Medaillen und den verschiedenen Seiten ;) 

 

Nun aber zurück zum Fa-TeX-Wahnsinn....Ich habe dann etwas ausprobiert und dabei eben gemerkt die empfohlene Skalierung reicht mitnichten aus!! Nicht einmal annähernd. Um Arial 11pt Word zu erreichen, braucht es in TeX uarial 11,4 pt naja genau ist es irgendwas um 11,39785 pt und onehalfspacing reicht auch nicht, sondern warum auch immer ist es eine setlength Einstellung von 1.4 (was auch immer die Einheit ist). Die Tutorin hatte mir einen Richtwert von 3900 Wörtern gegeben, die sie für angebracht für die FA hält und es sind 3891 Worte geworden. Aber jetzt mag ich am Ende nicht hören, dass irgendwas nicht ausführlich genug war, denn es war schon super umfangreich  eine spannende FA, zu der man auch eine HA oder Thesis hätte schreiben können ;).

polli_on_the_go

Der bewegendste Moment der Thesis

Manchmal liest man in Büchern und Arbeiten Widmungen. Der Hund, der einen begleitet hat, die Mutter oder die Gießkanne auf der Fensterbank. Und auch während der Literaturarbeit in der Thesis bin ich natürlich in der ein oder anderen Dissertation darüber gestolpert. Im Grunde empfinde ich es als unpassend, so eine Widmung in eine Forschungsarbeit zu schreiben und doch animiert mich genau das, diesen Beitrag zu verfassen. Paradox nicht?

 

Fragen, die einen während so eines Mamutprojekts gestellt werden gibt es viele. Was ist das Schwierigste? Kommst du gut voran? Was machst du gegen Schreibblockaden? Und, bist du schon fertig? Eine Frage, die ich mir selber gestellt habe ist "Was war der bewegendste Moment der Thesis, der Moment der eine Widmung verdient hätte?".

 

Oft wird das Fernstudium als isoliert, dezentral, einsam oder mit Einzelkämpfertum verbunden. Den wenigsten Studierenden begegnet man im realen Leben und wirkliche Freundschaften zu bilden außer dem platonischen Studiumsgeplänkel das geht nicht, oder? Nunja, ich denke ein Fernstudium kann so "sozial" werden, wie man selber bereit ist das Risiko dieser "Nutzbekanntschaften" einzugehen, denn manchmal wird es doch mehr als nur eine virtuelle flüchtige Lernbekanntschaft daraus.

 

Als ich für meinen PreTest Studierende gesucht habe, waren mir bestimmte Kriterien wichtig. Ich wollte die Studierenden abbilden. Dazu habe ich Personen gesucht, die in den verschiedenen Studiengängen waren, die ein oder mehrere Kinder hatten oder die die Barrierefreiheit des Fragebogens bei visueller Beeinträchtigung testen konnten. Doch dann kam alles anders und ich glaube, das war der Anfang des bewegendsten Moments meiner Thesis.

 

Als es nun daran ging die bereits "sicheren" Pretester über den voraussichtlichen Starttermin des Tests zu informieren, so dass ich noch einmal abklären konnte, dass alles passt, hat ein Tag mein Thesisthema realer werden lassen als jedes Dokument, was ich zuvor gelesen habe. Eine Frage in meinem Fragebogen war, ob Besonderheiten vorliegen die das Studium erschweren können. Eine der Antworten war "schlechte Nachricht selber erhalten (z.B. Diagnose einer schweren Erkrankung bei dir selbst)". Am selben Tag teilten mir gleich zwei Pretester mit, dass sie in den Tagen vor meiner E-Mail eine unschöne Diagnose erhalten haben. Und dann kam das, was mich berührt hat. Person eins, der eine zeitnahe OP bevorstand, hat den Kontakt zu einem Ersatz hergestellt, damit die Barrierfreiheit dennoch getestet werden kann. Und Person 2? Person zwei ist eine Kommilitonin aus meinem Studiengang, jemand mit dem ich oft rumalber und der mich in meinen chaotischten Phasen im letzten Jahr absolut geerdet hat. Was sagt sie? Schick mir das mal zu, dann habe ich im Krankenhaus nach der OP keine Langeweile.

 

Seit Dezember ist daraus der größte Motivator in meinem Thesisschreibprozess geworden. Neben dem gemeinsamen Hoffen und Bangen, der niederschmetternden Nachricht, dass es bösartig ist, hat sie tatsächlich kurz nach der OP mit Amputation den PreTest ausgefüllt, obwohl ich ihr gesagt habe, dass sie das nicht braucht. Gemeinsam haben wir dann darauf gewartet wie viele Lymphknoten befallen sind und zwischendurch den Satz "Alles wird gut" über den Haufen geworfen denn bei so einer Diagnose wird nicht alles gut oder wie vorher, gemeinsam geweint und gelacht und in all dem Ganzen eine gehörige Portion Galgenhumor gehabt. Und was macht die Socke, sie hat dann auch noch an der eigentlichen Befragung teilgenommen. Was mich so während der Thesis inspiriert und motiviert hat ist die Art und Weise, wie wir uns gegenseitig auch mal die Wahrheit ins Gesicht sagen konnten und dabei trotzdem am Ende immer ein gutes Wort für den anderen hatten. Als ich hier mit anderen Baustellen rumsaß, hatte sie trotzdem ein Ohr oder den Satz, der hilft weiter zu schreiben. Und mich hat es berührt, dass ein Mensch, den ich noch nie real getroffen habe, den ich nur über das Studium und Whatsapp kenne doch zu so einer wundervollen Freundin werden kann. Da wird das Studium auf einmal weniger virtuell und mehr real, wenn dir jemand ein Bild schickt von Haaren, die an krebskranke Kinder gespendet werden, bevor sie selber ausfallen werden während du über Herausforderungen des Fernstudiums schreibst oder eins innerhalb ersten Chemositzung während du über akademische Resilienz (Widerstandsfähigkeit schreibst) oder sie dir eine tolle FA Bewertung zeigt während du weißt, was die Umstände während der Erstellung waren.

 

Vermutlich ist es wirklich so, dass man genau solche Sachen oft im Fernstudium nicht bekommt. Ich weiß selber, wie schnell man vergessen ist unter den Studierenden, wenn man auf einmal nicht mehr so aktiv ist. Und zugleich hat gerade das letzte Jahr meines Studiums die tiefe Menschlichkeit des Fernstudiums gezeigt. Das hier ist sicher nicht der typische Fernstudienbeitrag und vielleicht auch für den ein oder anderen zu persönlich. Aber wenn ich meine Thesis einer Person widmen würde, dann wäre es diese Prävi Kommilitonin, die kurz vor der Freigabe meines Exposés begonnen hat einen Kampf zu kämpfen, bei dem es nicht um gute Leistungen geht, sondern einfach darum zu leben, zu lachen und zu hoffen und das Schreckgespenst, das über einem schwebt im Zaum zu halten. Und die doch immer wieder den Moment oder die Zeit gefunden hat mir einen kleinen Motivationsschubser oder wenn notwendig ein virtuelles Taschentuch zu geben.

 

 

polli_on_the_go

20180405_222913.png.1917c2ecd6fefbd19f2904bd679b93e9.pngHeute war Abgabetermin. Heute Abend gibt es zwei Bilder und später wird auch ein vor verfasster Blogbeitrag online gehen, der einen Einblick in das Persönliche des Thesisprozesses gibt. Morgen oder Übermorgen werde ich dann mal ausführlich Berichten, warum mein Thesisprozess jeden guten Thriller verdrängen kann. Aber vielleicht erahnt es ja auch schon wer und ich möchte betonen, dass wieder einmal WORD das Problem war als es nur TeX und die PDF war, war noch alles in Ordnung, aber da ist dann ja immer noch das Plagiatecheckdokument.  

 

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polli_on_the_go

Hefeteig

So nenne ich das neue Prinzip effektiver wissenschaftlicher Arbeit vor allem im Thesisprozess. Gerade die letzten vierzehn Tage waren sehr holprig und leider sind die letzten Sätze noch nicht getippt. Ich habe dann doch wieder vor meinen Ergebnissen gesessen und überlegt, was ich denn nun damit mache. Also habe ich (da ich jetzt alleine Korrektur lesen muss, bzw. ich mein eigener Zweit"Lektor" war) erst einmal den ersten Korrektur Run gemacht, Formulierungen gestrafft, Doppelungen rausgenommen, Quellen für die ganzen Statistischen Kennwerte eingefügt (relativ unwitzig, wenn der Kopf sagt, das weiß man doch und die Literatur sagt, also da gäbe es jetzt die Option xyz und a sagt aber es geht auch das, wir aber empfehlen 32 und überhaupt kann man das ja eigentlich nicht sagen:blink::lol:). Ich war tatsächlich erstaunt, dass so eine effektive Korrektur glatt mal zwei Tage gedauert hat und zwar, weil ich jeden Satz noch einmal hinterfragt habe. 

 

Aber was hat das Ganze jetzt bitte mit einem Hefeteig zu tun (und nein das bezieht sich nicht auf das Gegenwärtige was auch immer Wochenende welches ich nicht in dem Sinne feier, sondern nur den 14. Nissan). Also hier kommt das Hefeteigprinzip:

 

Zunächst braucht es die Zutaten:

  • Ein Messbecher Theorien
  • ein halbes Pfund Methodik
  • ein Pfund Ergebnisse 
  • ein Esslöffel Verknüpfungen
  • zwei Esslöffel kritisches Denken
  • ein Päckchen Ausdauer
  • eine Prise Kritik

 

Alles in einen großen Behälter, wahlweise dein Dokument, geben und ordentlich durchkneten. Und dann kommt was völlig aufregendes, der perfekte Trick, das was den Hefeteig so fluffig macht. Man lässt es ruhen und in Ruhe gehen.

 

Ja, ich meine das ernst. Das Beste, was ich die letzten Tage gemacht habe, war nicht verkrampft meine Teig uhm, ich meine die Thesis zu prügeln, sondern sie in Ruhen zu lassen, alles arbeiten zu lassen. Ob es am Ende nun wirklich das Ergebnis ist, was sich meine Gutachter vorstellen, das werde ich in ein paar Wochen merken und habe ja auch noch die letzte Klausur und 2,5 FAs, um mich abzulenken. Aber so langsam fällt die Last ab, wenngleich ich heute einen absoluten Panik Moment hatte. Denn auf einmal ging bei TeX nichts mehr. Kein Kompillieren alles busy und ich war ratlos. Es ging keine der simultan gespeicherten Versionen von den diversen Speicherorten. Nach 30 Minuten hatte ich kurzzeitig erwogen zu schauen, wie weit ein PC aus dem zweiten Stock denn fliegt und ob er auch auf den Füßen aufkommt, aber dann überkam mich, dass ich kurz vorher eine Grafik verschoben hatte. Und da war das Übel. Ich hatte das Ende der Tabellenumgebung mit hochkopiert und LaTeX hat einfach mal gar nichts mehr kapiert und war nicht mal in der Lage eine Fehlermeldung auszuspucken. Aber jetzt werde ich mal den Rest schreiben, dann lesen, dann alles in Word für den Plagiatscheck (zum Glück muss es nicht perfekt formatiert sein) und ich muss auch noch mit TeX etwas kämpfen, weil wir uns noch nicht so einig sind, was denn jetzt bitte ein sinnvoller und vor allem gleichmäßiger Abstand nach Tabellen und Grafiken ist.

polli_on_the_go

In meiner schieren Verzweiflung das Gefühl zu haben doch bitte jeden möglichen statistischen Test durchzuführen und so viele Bäume zu haben, dass gar kein Wald mehr da war, habe ich doch einfach mal was völlig abwegiges getan :lol:. Ich habe mir einfach noch einmal die E-Mails meiner Gutachter und Motivationstipps von zwischendurch und auch noch lieben Worte einer weiteren Tutorin, mit der ich im Thesiskontext zu tun hatte, durchgelesen. Der Satz, der den Knoten gesprengt und mich vom Wald an die beruhigenden Weiten der See gebracht hat war so denkbar einfach!

 

Zitat

Denken Sie daran, manchmal erhält man mit den einfachsten Verfahren die schönsten Ergebnisse!

 

Und ja, seither habe ich zumindest das Gefühl wieder an meiner Forschungsfrage zu sein. Denn es geht ja nicht darum die Skala des Originalautors zu Validieren, sondern das Instrument mit einem ganz Bestimmten Fokus bei der Zielgruppe einzusetzen. Alles andere sind Nebenprodukte. Und nachdem gestern wirklich nach Tagen mit weniger als 3 Stunden Schlaf (man möchte es ja gut machen und noch etwas mehr aus der Zeit rausholen), einfach mal wirklich nichts mehr ging und ich mir den Tag gestern frei genommen habe und auch heute bis Nachmittags, geht es dafür um so besser voran. Da bestätigt sich wieder, was eigentlich meine Goldene Regel im Studium ist. Ein Tag in der Woche muss mindestens dem Ausgleich dienen, denn sonst fährt die "Karre" irgendwann nur noch auf halber Leistung und man schafft auch nicht mehr Wegstrecke.

 

Ich bin im Moment auch total begeistert, dass nun doch wirklich brauchbare Ergebnisse aufgetaucht sind mit denen ich was machen kann und manches hat mich wirklich überrascht und da muss ich mal schauen, wo ich das noch aufführe und wie. Denn damit gerechnet hätte ich nicht, weil nahezu alle Studierende auf eine Frage sehr positiv Bewertet haben, dann aber als es darum ging, ob sie von der Personengruppe bei Herausforderungen z.B. Rat annehmen würden oder sie um Hilfe bitten würden vollkommen anders reagiert haben, als ich gedacht hätte nämlich, dass das eher unwahrscheinlich sei. So etwas finde ich dann wirklich grundsätzlich spannend.

 

Ich bin jetzt auch fast fertig. Im Moment suche ich noch gelangweilte Korrekturleser, die ab morgen Abend spontan bis spätestens Montag Nachmittag Korrektur lesen können, da mein "Joker" leider im Urlaub ist und durch die Verzögerung meinerseits ausgefallen ist.

 

Allen anderen Thesiskämpfern weiter viel Erfolg. Und er rückt immer Näher, der Hut!!

polli_on_the_go

t -u - sigma - rho -chi, d, r und häh?

Ja so ungefähr fühle ich mich nach meinem Statistikmarathon die letzten Tage. Das von Freitag auszubügeln hat mich mehr Zeit gekostet, als ich gedacht habe und dann hatte mich der Ehrgeiz gepackt und ich habe gedacht, ach warum nicht noch so "eben" nebenbei, wenn ich doch sowieso dabei bin noch die Dimensionalität der Skala prüfen. Es ist auf jeden Fall spannend wie leicht man da in die Falle tappen kann, eben schnell zu machen und sich nicht die Zeit zu nehmen, wirklich zu schauen und überlegen, ob das was SPSS einem alles zeigen kann (aber SPSS kann ja auch die Korrelation von Schuhgröße und dem Gehalt signifikant nachweisen ;) ) auch tatsächlich logisch und sinnvoll ist. Nur, weil theoretisch Faktoren gezeigt werden und die Items nett laden, heißt das noch lange nicht, dass sie Sinn ergeben. So zumindest meine Erkenntnis. Hier ist auf jeden Fall schon einmal ein Unterschied zu der Originalskala. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, muss ich mir noch überlegen, denn die Literatur betont oft die Multidimensionalität der Resilienz. 

 

Ich möchte auch einmal dazu einladen Statistik eine Chance zu geben. Ja, es ist nicht so toll, wenn man das alles selber machen muss und kein Helferprogramm hat und es ist auch erst einmal gewöhnungsbedürftig sich die SPSS Outputs einzulesen, aber wenn man dann Dinge entdeckt, die man erhofft oder erwartet hat und feststellt, dass etwas überhaupt nicht so ist, wie man erwartet hätte, wird es spannend. Naja vorausgesetzt die Helfer haben keine Beeinträchtigungen. Das trifft auf meine Leider nicht zu. Ich habe keine Ahnung, was die letzten Tage los war, aber trotz 3 Fach Speicherung (Laptop, Cloud, Stick), hat SPSS mal konsequent nicht gespeichert und das mittlerweile auch mehr als einmal. So, dass heute alles, was ich gestern an Variablen noch berechnet hatte erst einmal weg war. Oder SPSS hat gleich gar keine Outputs mehr erzeugt. Ich weiß nicht, ob sich die ganze Welt gegen meinen Versuch irgendwas sinnvolles aufs Papier zu bringen gesträubt hat, aber hoffe jetzt geht es. Auch habe ich ja zur Not noch PSPP und habe jetzt auch alle Analysen abgeschlossen, die ich mit PSPP nicht so einfach umsetzen konnte. Gerade überprüfe ich nach der korrigierten Datei noch die letzten Zusammenhänge.

 

Ich weiß nicht, kennt das von euch jemand, der schon mal einen Report oder eine empirische Arbeit geschrieben hat, du wertest aus und wertest aus, nimmst den Test überprüfst das, dir fällt ein "Chucks" da hätte das u vor dem t stehen sollen und war es jetzt Peason oder Spearman? Du beschreibst und Analysierst und fragst dich dann, was tue ich hier überhaupt? Versteht das am Ende noch irgendwer außer mir und wollen die Tutoren wirklich x Seiten Ergebnisse lesen? So geht es mir gerade und viel schlimmer, frage ich mich tatsächlich, ob ich meine Forschungsfrage beantwortet kriege (wobei das ja) aber ob ich mein Ziel umsetzen kann. Und noch eine Frage, die mich jetzt schon umgeistert, egal was ich da schreibe, was ist, wenn ich mit einem statistischen Verfahren komplett daneben liege oder es falsch angewandt habe, dadurch falsche Schlüsse gezogen habe? Wie gehen die Gutachter damit um? Das werde ich dann wohl irgendwann im Gutachten lesen.

polli_on_the_go

Ich bin grade zwischen, ich bin stolz, dass es mir doch noch aufgefallen ist und ich möchte einfach nur noch weinen, weil jetzt schwindet die Chance der externen Korrektur. Ich hatte bei der Bereinigung eigentlich schon darauf geachtet, ob es auffallende Tendenzen gibt, so die berühmten Mittelkategoriekandidaten oder die Milde-Härte-Fälle.  Aber wirklich auffällig war das erst mal nicht, warum auch immer irgendwo, muss ich da nen Knick in der Optik gehabt haben. DENN (und das ist das Ärgerliche). Kurz vor ENDE meiner Auswertung frage ich mich, wie sich gewisse Kommilitonen fühlen würden, wenn man es in deren Thesisbefragungen machen würde. Denn Werte wie 6000 oder 999 und 0 wo sie nicht hingehören, machen schon mal keinen Sinn und verzerren, ebenso, wie einfach immer im Wechsel 531135 anzukreuzen oder direkt nur 5.

 

Ja eine fünfstufige Skala ist immer ein Risiko, aber in dem Fall war es wegen der Originalskala notwendig. Dennoch frage ich mich ob ich an einer Hochschule oder im Kindergarten studiere. Gerade bin ich einfach nur sauer, dass ich jetzt den ganzen Teil der Auswertung noch einmal überarbeiten darf und bei manchen statistischen Tests ist das mal überhaupt nicht lustig und zeitintensiv, weil sich dadurch die Stichprobe und damit alle Werte ändern. Jetzt könnte ich natürlich alles so lassen, aber dafür arbeite ich zu genau und mag das nicht und zum anderen weiß ich, dass es meinen Gutachtern ohne Zweifel auch auffällt und Verzerrungen und Minderung der Qualität wegen so einem Blödsinn brauche ich nicht! Denn dann kann ich auch gleich den Diskussionsteil halbherzig schreiben.

polli_on_the_go

Thesis - The Final Countdown

So, angesichts anderer Prioritäten aktuell, halte ich es recht kurz. Ich bin dabei die letzten Sachen auszuwerten und dann in die Diskussion zu gehen. Der spannende aber auch umfassendste Statistische Teil und auch Hauptschwerpunkt der Arbeit steht mir noch bevor. Ich bin froh mich doch noch für eine Studentenmietlizenz von SPSS entschieden zu haben. Zwischendurch hatte ich auch mal den Thesisblackout und dachte, ich hätte das Studieren verlernt. Da sitzt man dann vor seinem Datensatz oder der Literatur und fragt sich, was man denn bitte hier tut und seinen Gutachter möchte man nun auch nicht auf die Nerven gehen. Da kann das Einfachst gerade hochkompliziert sein. Wo kommt noch einmal die Nutzungserlaubnis zur Verwendung und Modifikation der Originalskala hin? Sperrvermerk? Methodenkapitel? Anhang? Überall:blink:. Also das Modulforum bemühen, denn es ist ja nur eins von diesen Brettern, die eigentlich gar nicht da sind. Meine Zweitgutachterin und Dekanin, die OC Foren auch im Blick hat, hat mich dann doch noch einmal gerettet. In dem Fall war mir das tatsächlich einmal peinlich:blushing:.

 

Ansonsten denkt mein Kopf nur noch in irgendwelchen Kennwerten, Signifikanzen, Dimensionen, Korrelationen, Varianzen und Testen. LaTeX und Tabellen ist wohl das einzige, wo ich Word angenehmer finde, zumindest bis man die Grundform einmal hat. Ergebnisse noch spannend und nicht eintönig zu präsentieren ist dann schon eher eine Herausforderung. Spätestens Samstag geht dann das Werk an meine Korrekturleser, denn die Fahren in den Urlaub nach dem WE und am Donnerstag geht das alles in den Druck. Die freien Tage, werde ich dann damit verbringen das alles in Word zu packen. Warum auch immer der Plagiatcheck nur mit Word geht...

polli_on_the_go

Die Abende werden länger und die Nächte kürzer. Nur mit der Jahreszeit hat das nichts zu tun. Ich habe ja versucht einen Antrag auf 30 Stunden Tage zu stellen, aber der wurde abgelehnt - Mehr als 24 Stunden pro Tag gäbe der Kalender nicht her. Nun gut, ist dann wohl so

 

Heute war ein wirklich ereignisreicher und spannender Tag. Ich habe nicht nur endlich die unsichtbare Grenze geknackt und nun über 50 Prozent der Thesis"tasks" abgeschlossen, sondern auch recht viel "Drumherum-inoffizielles-Mentoring" gemacht. Gemeinsam mit einer anderen Kommilitonin leite ich eine Whatsapp Gruppe zum Einstieg ins Fernstudium, grundsätzliches Arbeiten mit Einsende und Fallaufgaben und Notfällen des wissenschaftlichen Arbeitens. Die Fragen, die da auftauchen, erinnern mich an meine Anfangszeit und wie toll es war, einfach einmal an die Hand genommen zu werden. Wenn auch nur auf dem Display, lernt man interessante Menschen kennen, aber man lernt auch Erfahrungen und Hilfestellungen immer wieder neu herunterzubrechen und vor allem auch bei der 100. Frage wertschätzend auf die Bedürfnisse einzugehen. Sensible Kommunikation und doch klare, strukturierte Hinweise bekommen da eine ganz andere Bedeutung. Heute standen zusätzlich weitere Kommunikationskanäle auf dem Plan, denn manches lässt sich besser im direkten Dialog klären.

 

Also hieß es heute am Telefon einmal gemeinsam eine Einführung in das Erstellen und korrekte Speichern von Wordformatvorlagen machen. Aber auch ein wenig das Ermuntern und Zusichern, dass es am Anfang ruhig etwas holprig sein darf und mehr Zeit als die empfohlen Stunden pro Modul dauern darf. Über den Tag verteilte folgte dann noch bis heute Abend der weitere Dialog zum korrekten Lesen von Aufgabenstellungen, der Notwendigkeit Überschriften zu formulieren,  die Formale Reihenfolge und der Aufbau der FAs sowie Denkanstöße beim wissenschaftlichen Arbeiten.

 

Gegen Abend habe ich dann auch noch mit einem anderen Studierenden telefoniert, der sich gerade auf die Empi-Klausur vorbereitet. Gemeinsam konnten wir einen Knoten aus Glühbirnen und Krankenhausbetten lösen und so den Weg für die Berechnung des Medians bei klassierten Daten frei machen. Und auch einer meiner offiziellen Mentees nutzt im Moment das Mentoring sehr intensiv. 

 

Ich arbeite mit meinen Mentees meist mit individuellen Zielen. Nach all der Zeit und den bisherigen Erfahrungen hat sich das als wirksamste und sinnvollste Methode gezeigt. Die APOLLON macht da wenig Vorgaben. Zwar gibt es einen Rahmen, der sagt was Mentoring ist und was nicht bzw. was erlaubt ist und was nicht,  aber einen wirklichen Plan oder eine Vorgabe, wie es zu gestalten ist oder eine Schulung  gibt es nicht.

Ich schaue mir das immer individuell an. Meist versuche ich, neben den allgemeinen Fragen nicht nur ein Ansprechpartner zu sein, der bei organisatorischen Aspekten hilft, sondern auf die spezifischen Bedürfnisse einzugehen, so dass der Einstieg ins tatsächliche Studium nicht nur gelingt sondern auch ein positives Erlebnis wird, mit dem der Grundstein für den Rest des Studiums gelegt werden kann. Jetzt mag man sich fragen, was z.B. Ziele sein können?

 

Das ist ganz unterschiedlich. Mal ist es "Wie recherchiere ich effektiv?" mal "Woher weiß ich, dass die Quelle gut ist" oder es ist "Wie binde ich Zitate in meinen Text besser ein und vermeide Füllwörter?". Aber es sind auch so Sachen dabei wie, "Wie sorge ich für eine gute Lernumgebung", "Worauf sollte ich in der Zeitplanung achten" und "Wie gehe ich an die Themen heran, wenn ich nicht aus dem Gesundheitswesen komme?" 

 

In den letzten Wochen habe ich auch oft überlegt, ob ich das Mentoring auch nach meinem Abschluss weiter mache? Für mich selber habe ich das ganz klar mit JA beantwortet. Dazu macht es mir zu viel Spaß, mich immer wieder neu auf die einzelnen Mentees, ihre individuellen Situationen und auch sich stetig verändernden Bedürfnisse einzustellen. 

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Was habe ich mir nur dabei gedacht...

Von all den vielen Themen, die ich potentiell für meine Thesis hätte nehmen können, warum habe ich ausgerechnet Resilienz genommen? Denn eins möchte ich einmal festhalten, über Resilienz zu lesen, zu schreiben und vor allem fast den ganzen Tag nachzudenken fördert alles, aber nicht die Resilienz!

 

Heute wollte ich eigentlich den Rückstand aufgeholt haben, tja und dann kam die Resilienz dazwischen, die einfach so vielschichtig und komplex ist, dass es gar nicht so einfach ist, die Inhalte, die man benötigt, stringent und vor allem präzise auf ein paar Abschnitten zu verteilen. Denn, der Umfang der Thesis ist nun einmal begrenzt und nicht nur das, die Zeit ist es auch. Es ist nicht besonders motivierend, ca. 5 Stunden am PC gesessen zu haben und am Ende nur knapp eine dreiviertel Seite sinnvollen Text produziert zu haben. Bin ich zu langsam? 

Naja, auf den ersten Blick wirkt das manchmal auf mich so, aber dann führe ich mir vor Augen, dass ich selten einfach so drauf los tippe bei der Thesis, sondern von vornherein bereits versuche passende Formulierungen zu wählen und die extrahierte Literatur vernetzt in logischer Reihenfolge mit dem Klimax der Arbeit im Blick mit einzuflechten. Das benötigt natürlich Zeit, denn ich gehe die extrahierte Literatur noch einmal durch und suche die passenden Aspekte raus und arbeite mich dann in einer weiteren Faktenkomprimierung zum Wesentlichen hin, was dann Platz in meiner Thesis erhält. Ich hoffe dadurch die Bearbeitungsaufwand am Ende relativ gering zu halte, denn allein das ganze Zeug von TeX in Word zu packen für die Plagiatsprüfung wird noch ein Krampf, auf den ich gerne verzichten könnte, vor allem bei dem Umfang.

 

Auch bin ich noch nicht ganz schlüssig, wo ich drucke. Ich habe einen Onlineanbieter mit guter Reputation angeschaut, den ich gegenüber der Präsenzdruckerei aktuell bevorzuge. Mein größtes Problem ist da aber der Zeitfaktor, denn ich muss am Donnerstag den 05.04 abgeben, aber wie es so ist ist ausgerechnet davor ein langes Wochenende und das schmälert die Möglichkeiten, denn wenn der Faktor deutsche Post und Hochhaus mit reinkommt, sind das ein paar Variablen, die ich durch Zeit ausgleichen muss. Aber so weit sind wir ja noch nicht. Jetzt heißt es erst einmal bis Donnerstag nach Möglichkeit vor dem Zeitplan zu liegen und die Diskussion schon angefangen zu haben, da ein Kurzrtrio nach Borkum ansteht übers Wochenende.

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Fazit Thesis Woche 8

Nachts um 1 in Dorsten, klingt irgendwie grausig und nein ein Knoppers ist auch nicht da, aber ist ja auch nicht halb zehn und glutenfrei ;) . Woche 8 von 12 ist vorhin zu Ende gegangen. Ich habe einiges geschafft, aber leider nicht alles, was ich hätte schaffen wollen oder müssen. Die stringentere Gestaltung der Gliederung hat mir aber zumindest einen Motivationsschub gegeben. Im Moment versuche ich Auswerten und Verschriftlichen im Theorieteil abzuwechseln, um dann passend zur Diskussion auf einem Nenner zu sein und alles vernetzen zu können. Das ist ja im Ergebnisteil so noch nicht notwendig. An der Stelle möchte ich mich auch einmal bei unseren Psychologieprofis hier auf FI bedanken (ihr wisst wer gemeint ist), bei denen ich auch einmal laut denken durfte und so einen Knoten lösen konnte, der mich die letzten Tage aufgehalten hatte. Mit anderen das Thema bzw. Aspekte der Auswertungstheorie wirklich zu diskutieren war sehr bereichernd und hat noch einmal den Blickwinkel geschärft.

 

Aktuell habe ich 37 Prozent aller Thesistasks erledigt. Das klingt schon nicht mehr ganz so grausig. Ich weiß auch, dass sich das schnell weiter steigern wird. Es war aber auch genau die richtige Entscheidung die komplette Literatur auszuarbeiten. In Kombination mit dem Speichermedium in meinem Kopf, was irgendwie keine Delete Funktion oder Formatieren hat, kann ich so nicht nur zügig schreiben, sondern finde in Windesteile entweder den passenden Knoten im Cherrytree oder die Seite im Literaturausdruck. Da hat sich Printpeter wieder mal als klasse erwiesen. Da stört mich auch die Werbung drin nicht, wenn 160 Seiten bedruckt und gebunden in Farbe kostenfrei auf meinem Schreibtisch liegen.

 

Was gibt es sonst so neues? Ich habe heute noch eine neue Mentee übernommen, der Bewerbungsbogen flatterte Mittags vom Studienservice rein. Das bringt auch frischen Wind rein. Das merkt man auch in der WhatsApp Gruppe, die ich für Einsteiger im Fernstudium und der Arbeit mit Fallaufgaben und Fragen zum WIAR leite (Ja es ist nur eine). Immer, wenn da jemand hinkommt, der gerade angefangen hat und vor Fragen und Elan übersprudelt steckt das an und ist erfrischend. So nun ist es aber erst mal genug, denn der Morgen kommt früh genug.

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Es kam, wie es kommen musste, ich habe beim Schreiben festgestellt, so schön die Gliederung aussah und ja auch von meinen Gutachtern im Exposé durch ging, es ist gut, dass sie vorläufig ist. Um so mehr ich in die Verschriftlichung gehe, um so verschachtelter und viel zu "kleinlich" empfinde ich sie. Ihr mögt vielleicht Lachen, aber ich fühle mich dadurch so was von eingeengt, dass sie einen frischen Anstrich brauchte und es hat nichts mit dem Zeitfaktor zu tun, den inhaltlich bleibt der Umfang ja gleich. Das ist heute erfolgt und damit ist auch ein ganzes Kapitel rausgeflogen und alles insgesamt straffer.

 

Somit passt mein meiin Beitrag mit der Thesiststatusleiste auch nicht mehr und weil ich ohnehin nicht im Zeitplan stecke, gibt es hier dann das Update zu verfolgen für den Final Countdown bis zum "A"-Day.

 

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ooooooooooo100 % loadedoooooooooooooooooooo | Abgabe 05.04.2018

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------------ in Arbeit---------------------------------------------------------abgeschlossen 

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  • Woche  1-7: Das hab ich schon mal geschafft:91_thumbsup:
    1. Pretest:91_thumbsup:
    2. Auswertung Pretest und Anspassung Fragebogen:91_thumbsup:
    3. Validierung der Übersetzung und Auswertung in jmetric:91_thumbsup:
    4. Literaturrecherche:91_thumbsup:
    5. Literaturanalyse, Zitatextraktion, einpflegen in Literaturverwaltung KBibTex:91_thumbsup:
    6. Befragungszeitraum:91_thumbsup:
    7. Datenbereinigung:91_thumbsup:
    8. Verschriftlichung Kapitel 2.1.1 :91_thumbsup: (Institution)
    9. Verschriftlichung Kapitel 2.1.2 :91_thumbsup: (Begriffsrahmen)
    10. Verschriftlichung Kapitel 2.1.3 :91_thumbsup: (Relevanz zum Fachgebiet Studium und spezifische Problemlagen der Zielgruppe)
    11. Verschriftlichung Kapitel 3.3.1 :91_thumbsup: (Übersetzung und Validierung Instrument)
    12. Verschriftlichung Übersetzungen und Fragebogen im Anhang:91_thumbsup:
  • Woche 8 [01.03-07.03.] Analyse-/Auswertungsphase (Theoretischer Hintergrund, Methodisches Vorgehen):91_thumbsup:
    1. Verschriftlichung Kapitel 2.2.1 :91_thumbsup: (Konstrukt global betrachtet)
    2. Verschriftlichung Kapitel 2.2.2 :91_thumbsup: (Anwendung Konstrukt auf den relevanten Teilbereich)
    3. Verschriftlichung Kapitel 2.2.3 :91_thumbsup:(Relevanz zur Fachrichtung - Prävention und Gesundheitsförderung)
    4. Verschriftlichung Kapitel 2.2.4 :91_thumbsup:(Abgrenzung zu ähnlichen Konstrukten)
    5. Verschriftlichung Kapitel 2.3.1 :91_thumbsup: (Ansatzebene und Aufbau der eingesetzen Skala)
    6. Verschriftlichung Kapitel 2.3.2 :91_thumbsup: (Messdimensionen der eingesetzten Skala)
    7. Verschriftlichung Kapitel 2.3.3 :91_thumbsup: (Relevanz der Skala für den Einsatz in der Zielgruppe)
    8. Verschriftlichung Kapitel 2.4 :91_thumbsup: (Forschungsfrage und Hypothese)
    9. Verschriftlichung Kapitel 3.1 + Analyse in SPSS :91_thumbsup: (Stichprobe)
    10. Verschriftlichung Kapitel 3.2 :91_thumbsup: (Gestaltung und Ablauf)
    11. Verschriftlichung Kapitel 3.3.2 :91_thumbsup: (Instrument)
    12. Verschriftlichung Kapitel 3.3.3 :91_thumbsup: (Pretest)
  • Woche 9 [08.03.-14.03.] - Analyse-/ Auswertungsphase (Hauptteil/ Diskussion) Reflexionsphase (Empfehlung und Schluss):91_thumbsup:
    1. Analyse in SPSS :91_thumbsup:
    2. Verschriftlichung Kapitel 4.1:91_thumbsup:(Ergebnisse Rahmenbedingungen Studierende)
    3. Verschriftlichung Kapitel 4.2:91_thumbsup:(Ergebnisse akademische Herausforderungen)
    4. Verschriftlichung Kapitel 4.3:91_thumbsup:(Ergebnisse Studienabbruchintention)
    5. Verschriftlichung Kapitel 4.4:91_thumbsup:(Ergebnisse akademische Resilienz)
    6. Verschriftlichung Kapitel 3.4 :91_thumbsup:(Auswertungs- und Analysemethodik)
  • Woche 10 [15.03.-21.03.] - Analyse-/ Auswertungsphase (Hauptteil/ Diskussion) Reflexionsphase (Empfehlung und Schluss):91_thumbsup:
    1. Verschriftlichung Kapitel 5.1.1:91_thumbsup:(Reliabilitität ARS-30/D)
    2. Verschriftlichung Kapitel 5.1.2:91_thumbsup:(Validität ARS-30/D)
    3. Verschriftlichung Kapitel 5.1.3:91_thumbsup:(Kritische Beurteilung der Ergebnisse)
    4. Verschriftlichung Kapitel 5.2:91_thumbsup:(Limitationen und methodische Einschränkungen)
    5. Verschriftlichung Kapitel 5.3:91_thumbsup:(Schlussfolgerungen und weiteres Vorgehen)
    6. Verschriftlichung Kapitel 6:91_thumbsup:(Zusammenfassung und weiterer Forschungsbedarf)
    7. Verschriftlichung Kapitel 1:91_thumbsup:(Einführung in die Thematik)
  • Woche 11 [22.03.-28.03.] - Abschlussphase:91_thumbsup:
    1. Überprüfung 
    2. Korrektur
  • Woche 12 [29.03.-05.04.]- Abschlussphase:91_thumbsup:
    1. Druck
    2. Kontrolle
    3. Versand

 

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Ich will jetzt ja nicht sagen, dass es vermutlich sinnvoller wäre auch noch das nächste Unterkapitel eben abzuschließen, aber ich brauche grade einmal eine kreative Sortierpause und da hat es mich doch glatt mal wieder hierhin verschlagen. Seit heute ist meine Erstgutachterin von der Lehrtätigkeit freigestellt. Sie hatte mir das vor einigen Tagen mitgeteilt, weil sich das ggf. auf die Kommunikation auswirken könnte. So etwas kommt tatsächlich im Fernstudium (aber vermutlich auch Kontaktstudium) manchmal vor. Passiert das während laufenden Modulen oder Fallaufgaben oder hat ein Tutor Urlaub wird man einfach einem anderen Tutor zugeteilt, erhält aber keine Info darüber. So wird bei uns an der Hochschule gewährleistet, dass alles möglichst ohne Zeitverluste weitergehen kann.

 

Aber was ist denn nun, wenn das bei so etwas wichtigem, wie der Thesis passiert. Nun hier kommt es zunächst auch auf die Gründe für die Freistellung an. In meinem Fall ist es aber nur halb so dramatisch, denn die Gutachter bleiben so in ihrer Konstellation bestehen. Die einzige Änderung ist, dass wenn ich eilige Fragen klären muss, ich nun nicht mehr den Kontakt zur Erstgutachterin, sondern zur Zweitgutachterin wählen kann. Hier zeigt sich aber zusätzlich auch, warum z.B. das Exposé so wichtig ist. Bei uns gilt es als Rahmenfahrplan und Vertrag über die Inhalte und Fahrtrichtung der Thesis. Muss aus welchen Gründen auch immer ein neuer Gutachter bestellt werden, wird so sichergestellt, dass sich die Erwartungen nicht auf einmal ändern, sondern das Thema ist klar und festgesetzt.

 

Im Moment wechsel ich mich im Schreibprozess mit dem Auswerten und zwischendrin auch dem Erstellen von Grafiken und Schaubildern ab. Und da tauchte dann die Frage auf, ob ich ein wenig Farbe außer das rot des roten Fadens in die Thesis bringen möchte oder nicht. (Dazu eine kleine Annekdote. Als ich damals mit einer Kommilitonin das Gruppenprojekt präsentiert habe konnten wir uns einen kleinen Scherz nicht verkneifen. Mit einer Portion Humor hatten wir ein Paket von diesen roten Schnüren, die vermutlich der ein oder andere von euch auch mal an einem Schulkiosk gekauft hat, mitgebracht. Die haben wir dann vor der Präsentation zur Verfügung gestellt, falls uns mal der rote Faden verloren geht). Fragt mich nicht warum, aber zumindest am PC selber empfinde ich das Arbeiten mit den Unmengen an möglichen Graustufen tatsächlich als edler und optisch ansprechender. Also wird es wohl auf SW hinauslaufen.

 

Das nächste Rätsel kam dann auf, als mir meine Gutachterin auf meine Frage hin mitteilte, dass per E-Mail erhalten Informationen nachvollziehbar im Literaturverzeichnis aufgeführt werden müssen. Nun gut, das hatte ich mir schon fast gedacht, aber wie bitte zitiert man E-Mails und was mache ich jetzt wenn sie über das nicht öffentliche Campusmailsystem geschicht worden sind. Ehrlich, ich bin WIRKLICH dankbar für die Hochschule, die ein Dokument mit der Überschrift "Zitieren: Spezialfälle" in den Unweiten des google-Universums platziert hat. Und wenn dann auch noch der Groschen lautstark aufschlägt und man sich daran erinnert, dass die öffentlichen Mailadressen ja auf der Homepage der Hochschule stehen lässt sich auch mit Campusmails umgehen (hoffe ich zumindest). Ja ich und die Sonderfälle des Zitierens, doch wie heißt es so schön in einem unserer internen Hochschuldokumente "Um so weiter mehr Sie sich mit dem wissenschaftlichen Arbeiten befassen, um so häufiger werden Sie auch auf Sonderfälle treffen."

 

Und der rote Faden? Ich muss sagen, da besteht aktuell das Problem, dass er noch so den ein oder anderen Knoten hat und an manchen stellen scheint er grün zu sein. Sinnvolle Übergänge und Kapiteleinleitungen habe ich aber auch in die Kategorie, das mache ich wenn ich den ersten Korrekturrun mache und alles zusammenzurren sowie auch die Einleitung schreiben kann, geschoben. Als Fazit ist es aber schön zu sehen, wie sich aus einzelnen Zitatbausteinen und Gedankengängen so langsam ein vollständiges Bild ergibt. 

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Die APOLLON und das virtuelle Klassenzimmer

In meinem letzten Beitrag hatte ich ja von der Entdeckung eines Hinweises auf ein ominöses virtuelles Klassenzimmer als teil der methodisch-didaktischen Vielfalt der Hochschule berichtet. Ich muss ja gestehen, dass ich doch neugierig war und weil ich ohnehin eine Rückfrage zu einer verwendeten Publikation hatte (Darf man den Studienkatalog eigentlich so nennen), habe ich das gleich mitgefragt. Was also ist denn nun dieses virtuelle Klassenzimmer.

 

Tatsächlich ist die Antwort relativ einfach und ich habe es auch schon des öfteren genutzt. Die Hochschule bietet regelmäßige Online Vorträge zu verschiedenen Themen an.  Für diese nutzt die APOLLON das Adobe Connect Konferenzsystem. Man kann also zeitgleich Fragen in einem Chat Stellen, es finden die Vorträge statt sowie auch Informationsveranstaltungen zu den Gruppenprojekten statt. Auch ist es möglich direkt über Mikrofon in den Dialog zu treten. Die Lösung war so naheliegend, dass ich nicht daran gedacht habe.

 

Ansonsten füllen sich so langsam meine Seiten. Mein vorläufiges Inhaltsverzeichnis und ich fragen uns im Moment täglich gegenseitig "Was hast du dir denn bitte dabei gedacht". Kreativen Ausgleich finde ich dann beim Erstellen von ein paar Grafiken, die den Text unterstreichen. Das macht sogar richtig Spaß und ich habe es tatsächlich auch geschafft, dass mein Laptop noch einmal reanimiert werden konnte, so dass ich ein wenig parallel arbeite. Besonders günstig war das jetzt auch, weil ich und PSPP einfach wirklich nicht so wollen. Ich habe vor einigen Jahren schon Probleme gehabt Variablensets per Syntax zu definieren und erinnere mich auch noch daran, dass es meinen Informatik/ IT/ Masterkollegen im Büro ähnlich ging, als wir versucht haben das zu lösen. Ich habe dann lange hin und her überlegt, weil ich aber immer sehr zufrieden mit SPSS war (und ja ich weiß die Programme unterschieden sich nur gering) habe ich nach einem günstigen Angebot gesucht oder zumindest günstiger als bei studyhouse. Bei einem amerikanischen Anbieter, der keine geographische Beschränkung hatte bin ich dann fündig geworden und habe mir das entsprechende Studypack heute mit einer 6 Monatslizenz (zwei Aktivierungen) für 30 Euro "gekauft". Ich hoffe, dass jetzt keine Überraschungen mehr kommen und der Laptop mir auch wirklich freundlich gesonnen bleibt. 

 

Und was macht das polli sonst so, wenn es nicht theselt oder die APOLLON erforscht? Dann bin ich ja auch noch Mentorin oder einfach jemand der auch gerne mal mit den "Neueinsteigern" quatscht. Gestern habe ich einfach mal eine Stunde mit jemandem geskyped, der gerade sein Studium begonnen hat. Über das Handy hat es erstaunlich gut geklappt und parallel haben wir so quasi eine Entdeckungsreise auf dem Online Campus gemacht. Also wo finde ich was, wie kann ich sehen wer mein Tutor für das Heft oder die Fallaufgabe ist, wo ist die Hotelliste und gibt es Festpreise, gibt es beim Studienservice auch themenspezifische Ansprechpartner, wie nutze ich die Benutzerprofilsuche, welche Ansichten ermöglicht der Campus. Auch standen viele Fragen auf dem Programm und irgendwie hat es wirklich Spaß gemacht. Manchmal würde ich gerne ewig Studierende blieben. Naja vielleicht nicht Studierende, aber nach all der Zeit entwickelt man schon ein gewissen "Familiengefühl".

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Wo ist das virtuelle Klassenzimmer

Ich habe dann doch mal angefangen mich mit meiner Hochschule und ihrer Lernstruktur zu befassen um das entsprechende Kapitel in der Thesis schön zu machen. Nachdem ich mir noch einmal unsere Zitierrichtlinien zu Websiten angeschaut habe und festgestellt habe, dass ich für jeder Unterseite ein o.V. (o.J.) gehabt hätte, was ich sehr unschön fand und dann auch noch der liebe Hinweis 

 

Zitat

Sie sollten i.d.R. Quellen ohne Verfasser und ohne Jahresangabe nicht nutzen. Da reine Internetseiten ein flüchtiges Medium darstellen (ihr Inhalt oder Link kann schnell verändert werden), ist das Kriterium der Nachvollziehbarkeit von Dritten nicht gewährleistet.

(Quelle: Hinweise zur Zitation und zum Literaturverzeichnis in der digitalen Bib)

 

da dachte ich gleiches Recht für alle, also auch meine Hochschule. Und das bedeutet ich brauche eine andere Quelle. Viel blieb mir dann aber nicht, außer doch mal irgendwie in den für alle zugänglichen Downloadbereich zu kommen und ich muss sagen, "Mia Muster" hat es dann geschafft, denn ich halte ja nicht so viel davon bereits als Studierende oder auch sonst mich in die Masken einzutragen nur um Zugang zum Downloadbereich bestimmter Anbieter zu erhalten (Auch da gilt gleiches Recht für alle, also auch meine Hochschule). Fündig geworden mit den Infos, die ich brauchte bin ich unter anderem im Studienprogramm und da bin ich doch über was gestolpert: "Das virtuelle Klassenzimmer" (S. 18). Ich muss gestehen, nach nun 6 Jahren an der APOLLON lese/ höre ich das zum ersten Mal und das macht mich neugierig, was oder wo ist bei uns an der Hochschule das virtuelle Klassenzimmer? Wenn ich am 25.04. zum vorletzten Mal dieses Jahr nach Bremen fahre (das letzte Mal wird die Absolventenfeier sein), muss ich mich in der Hochschule doch glatt mal auf die Suche nach dem virtuellen Klassenzimmer machen, mal sehen, wo und ob ich es finde ;) 

 

 

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Strategiewechsel

So, ich bin ja im Moment recht schweigsam. So ganz klappt das mit dem Thema Thesis anhand der Buchrezension nicht und jetzt zum Halbzeitzeitpunkt ist definitiv noch nicht die Hälfte geschrieben. Noch gerate ich aber nicht in Panik, denn es ist nicht so, dass gar nichts passiert ist und auch aus dem Motivationsloch habe ich mich gegraben.

 

Ich habe gemerkt, dass meine für die Fallaufgaben gut funktionierende Strategie für die Thesis einfach nicht aufgegangen ist. Diese ist normalerweise Themenschwerpunkt, Literaturidentifikation, Literatursichtung, Zitatextraktion, Schreiben, nächster Schwerpunkt. Da das Thema der Thesis aber so komplex und in der Literatur auf so vielen Ebenen in verschiedenen Fachrichtungen mit divergenten Ansatzebenen und Ansichten diskutiert wird, ging da gar nichts ohne einen sortierten Überblick. Also habe ich die letzten 14 Tage damit verbracht meine gesamte Literatur zu sichten und zu bearbeiten, relevante Informationen zu extrahieren und in Cherrytree zu den verschiedenen Themenschwerpunkten zuzusortieren. Insgesamt hat es sich dabei um 203 Dokumente im Umfang von 2 bis 3xx Seiten gehandelt. Einige davon sind direkt in der Sichtung wieder rausgeflogen und andere beim Auseinandersetzen damit wie gut oder schlecht sie sind. Ich fühle mich deutlich sortierter jetzt und habe auch einen besseren Überblick, wie ich den roten Faden und die Spannungskurve auch im Theoriebereich aufrecht halten und die einzelnen Bereiche sinnvoll vernetzen kann.

 

Mir ist dabei aufgefallen, dass ich noch einen Themenkomplex etwas vernachlässigt habe, der gar nicht so unwichtig ist. Dadurch dass Resilienz sowohl im Sinne der psychischen Resilienz in den Fachbereich der Psychologie fallen kann oder durch den Querschnittsbereich der psychosozialen Gesundheitsförderung in die Gesundheitswissenschaften, besteht die Gefahr zwingend vorgegebenen Hauptschwerpunkt der Thesis vorbei zu schreiben. DENN, dadurch, dass ich Präventions- und Gesundheitsmanagement studiere und eben nicht Angewandte Psychologie muss mein Schwerpunkt laut Prüfungsordnung im Bereich Prävention- und Gesundheitsförderung liegen.

 

Auch noch nicht so beachtet, wie ich es sollte ist wohl die Hochschule selbst, der ich doch tatsächlich ein Unterkapitel gewidmet habe. Nein im ernst, das ist natürlich wichtig auch in der Eingrenzung der Zielgruppe, aber so richtig motiviert die APOLLON Website intensiv zu studieren, war ich noch nicht, da ich das Zitieren von Websites einfach als Krampf empfinde. Naja aber auch das wird noch passieren bevor alles zu den Korrektoren geht, geplant am 18.03. Das fühlt sich dann doch etwas sportlich an, aber ich möchte noch genug Zeit zum Korrigieren und Drucken haben. Im Moment halten mich noch diese netten reinen Online-Publikationen auf, die eben nicht mit Seiten, dafür aber mit unnummerierten Absätzen kommen. Da heißt es dann einmal durchnummerieren und die Zitate zusortieren und natürlich alles in KBibTex einpflegen. Das steht für heute auf dem Programm. Ansonsten laufen zeitgleich Bewerbungen und so ganz habe ich die Idee an einen Master noch nicht aufgegeben und einen ins Auge gefasst. Werde dazu aber später schreiben. 

 

Also auf weiter in den Thesiskampf. Wobei, die Tage kam eine wirklich schöne Überraschung von der Hochschule mit zwei persönlichen Karten drin und da habe ich mich wirklich drüber gefreut. Ergänzt wurde das noch mit Motivationstipps von meinen Gutachtern und Kommilitonen, die irgendwie mitfiebern. Das ist wirklich schön.

 

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Vor einiger Zeit hebe ich bereits einen Beitrag erstellt, in dem ich über die Veränderungen im Studiengang Präventions- und Gesundheitsmanagement seit 01.04.2017 berichtete hatte (Bachelor PGM - man hat der sich verändert). Und ich habe gedacht, ich greife das noch einmal auf. Zumal, wenn man meinen ersten Beitrag zu den Inhalten meines Studiums liest oder auch die Statusleiste betrachtet, finden sich da Inhalte, die sich doch sehr verändert haben. Und vor allem oft bei Interessenten und Studierenden, mit denen ich in Kontakt komme, die unmittelbare Reaktion auslösen "Hilfe, brauche ich da Mathe!?"

 

Ich glaube würde man bei den PräGesu  Studierenden oder auch liebevoll Prävis genannt, nachfragen, was das Fach mit der größten Abneigung und Angst ist, das Fach, was am häufigsten geschoben wird und wo der meiste Distress entsteht, dann ist es nur der Gedanke an Wirtschaftsmathe, verbunden mit der Frage "brauche ich das überhaupt?"

 

Spoiler vorweg, ganz ohne Rechnen funktioniert ein gesundheitswissenschaftliches Studium mit Managementanteilen (auch wenn sie primär konzeptioneller Natur sind) leider nicht. ABER, falls das für Dich ein Knackpunkt ist, an dem Deine Überlegung gerade hängt, vielleicht die gute Nachricht, dass im Rahmen der Umstellung des Studiengangs Wirtschaftsmathe zu seinem eigenen Wohl und mit stresspräventiver Absicht, den Studiengang Präventions- und Gesundheitsmanagement an der APOLLON verlassen hat.

 

Da ich seit Anfang an (ja ich meine wirklich Tag 1) im Studiengang dabei bin, bin ich natürlich noch in den Genuss gekommen.  Ich muss aber auch sagen, es ist nichts vor dem man zwingend Angst haben muss, egal, wie lange Mathe her ist (zumindest zu dem damaligen Zeitpunkt), aber es war mit Sicherheit auch nicht das einfachste Modul. Als ich mein Studium begonnen habe, war es noch inhaltlich sehr vernetzt mit dem Studiengang BA Gesundheitsökonomie. Wir hatten viele gleiche Module z.B. Wirtschaftsmathe, Internes/ Externes Rechnungswesen, Investition und Finanzierung und z.B. auch das Gruppenprojekt in Healthmarketing zusammen. Ergänzt wurde das dann aber durch fachspezifische Module, die mir in einigen Wochen das Profil einer Präventions- und Gesundheitsmanagerin geben werden.

 

Was hat sich seither geändert und warum? Wie sieht es da heute aus?

 

Frau Prof. Scherenberg (Dekanin unseres Studiengangs) ist immer sehr engagiert darin, ein fachlich positives Erlebnis im Studium zu schaffen. Ich bin mir sicher, dass es nicht nur für mich schön war zu sehen, dass viele Aspekte, die wir uns gewünscht haben (ohne, dass wir unbedingt mit der Hochschule darüber gesprochen haben) in der Umstrukturierung Raum gefunden haben. Sehr oft gab es (damals noch auf Facebook) lange Unterhaltungen darüber, dass wir uns noch mehr Profilbildung wünschen. Mehr Elemente zur Kompetenzaneignung und Wissensaneignung in unserem Hauptfachgebiet (Prävention und Gesundheitsförderung) und weniger Gesundheitsökonomieaspekte.

 

Nun gut magst du denken, Wirtschaftsmathe ist nun weg, aber was ist mit den anderen Dingen da oben, die sind mir nämlich genau so ein Graus! Schon wieder Zahlen und Rechnen, ich möchte nicht Buchen, sondern lernen, wie ich Programme und Maßnahmen konzipiere, was ich bei bestimmten Zielgruppen machen kann usw.

 

Fast alle obigen Module sind gewichen. Geblieben ist Investition und Finanzierung im Rahmen des Moduls Betriebliches Finanzwesen und Controlling. Neue Module, bzw. solche, die jetzt Pflichtmodule sind und dem Studiengang seinen ganz eigenen Präventions-Charakter geben sind:

  1. Gesundheitspsychologie und gesundheitsbezogenes Motivationsmanagement (Teilmodul - bei mir noch Wahlmodul Motivationsmanagement in Prävention und Gesundheitsförderung)
  2. Angewandte Forschungsmethoden (ersetzt empirische Sozialforschung und Statistik)
  3. Kooperations- und Netzwerkmanagement (Heute Pflichtmodul, war es ein Wahlmodul, was ich gerne gewählt hätte, als es aber damals soweit war, war das Modul noch nicht fertig)
  4. Präventionsmarketing (ersetzt Healthmarketing)
  5. Wahlpflichtfächer (2 von 6)
    1. Digitale Prävention mit und in Neuen Medien (Ersetzt Gesundheitliche Aufklärung, Beratung und Bildung mit und in Neuen Medien)
    2. Sportmanagement (Neu)
    3. Ernährungsmanagement (Neu)
    4. Umwelt und Gesundheit (Neu)
    5. Psychische Gesundheit/ Mental Health (Neu)
    6. War schon da - "Gesundheitspädagogik"

 

Auch hat sich die Reihenfolge der Module geändert, bzw. ist optimiert worden. Es hat sich ein wirklich spannender Studiengang entwickelt. Ich mochte den alten auch und warum ich mich genau für den entschieden habe, das werde ich am Freitag (09.02.2018 um 17 Uhr) im Interview mit @Markus Jung berichten und anschließend noch hier verlinken. Das Interview wird auf der Startseite von Fernstudien-Infos übertragen.

 

Aber nun noch mal zur Anfangsfrage. BA Präventions- und Gesundheitsmanagement an der APOLLON - Hilfe brauche ich denn da Mathe!? 

 

Wenn es sich auf das Modul Wirtschaftsmathe oder auch internes und externes Rechnungswesen bezieht ist die Antwort ganz klar NEIN.

 

Und in BWL? Deine Freundin hat das im Studium und die muss so viel Rechnen? Ja, in BWL tauchen die ersten Formeln auf und in den Einsende- und Fallaufgaben muss man auch mal Rechnen. ABER und das ist das Wichtige, es ist nicht der Hauptfokus und ist in eben dem begrenzten Rahmen, wie er für eine spätere Tätigkeit in dem Bereich auch relevant werden könnte und zum Verständnis späterer Module, wie BGM oder Präventionsmarketing wirklich notwendig. Auch wirst Du den Taschenrechner vermutlich mal in Angewandten Forschungsmethoden benötigen oder aber, wenn Du wie ich eine empirische Arbeit als Thesis oder Hausarbeit schreibt (was aber nicht muss). Aber es ist in einem so begrenzten Rahmen. Und  außerhalb von Wirtschaftsmathe, auch außerhalb von dem Prüfungsdruck irgendwie diese Klausur bestehen zu müssen. Ich traue mich Dir zu versprechen, dass egal, was Dein Hintergrund ist, oder ob Dir Mathe aufgrund von einer Besonderheit schwer fällt, dass der Anteil Rechnen, den Du wirklich brauchst , dann zu leben beginnt und greifbar wird, wenn du es auch anwenden darfst! Es mehr Praxis als Theorie ist. 

 

Als Fazit, es ist also genau so viel Beziehungsarbeit mit dem Taschenrechner drin, wie vermutlich in den meisten Studiengängen dieser Richtung, aber nicht mehr mit einem eigenen Modul, das nur aus Rechnen besteht. Somit ist der Studiengang Präventions- und Gesundheitsmanagement an der APOLLON seit 01.04.2017 definitiv Mathefrei, könnte aber Spuren von Rechnen enthalten, an dem zwar der ein oder andere Punkt in der Bewertung hängen könnte, in der Regel aber nicht die Frage, ob man das Studium oder auch das Modul erfolgreich und gut bestehen kann.

 

Und wie komme ich nun zu diesem Studiengang?  Ganz einfach Hier (Das ist kein Affiliate Link, - Es sei denn du @Markus Jung möchtest das noch ändern, das wäre ok ;) ).

 

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Thesis Zwischenstand

Einmal ein ganz kurzer Zwischenstand nach 3,5 Wochen. Man sieht (Link zur Statusleiste der Thesis) es schon, ich hänge noch hinter dem Zeitplan. Das Camputerchaos am Anfang habe ich noch nicht aufgeholt. Aber ich habe jetzt zumindest den Literaturwust noch einmal durchsortiert und auch aussortiert. Es waren noch Publikationen vom ersten Thema drin und solche, die erst mal gut klangen. Insgesamt ist es immer noch eine beachtliche Summe an Dokumenten, die ich für den Theorieteil gefühlt benötige. 

Ich merke wirklich, wie komplex das ist und manche Fragen, die mich grade unter dem Aspekt "Studien und Belege übers Fernstudium" in den positiven kritischen Wahnsinn treiben sind:

  1. Wie differenziert sind denn die aufgestellten Thesen, z.B. wenn Fern- und Präsenzstudierenden verglichen werden
  2. Wie unabhängig sind die Ergebnisse und Erkenntnisse im Hinblick auf die Arbeitgeber der Autoren oder Initiatoren der Erhebungen
  3. Inwiefern gibt es überhaupt flächendeckende belastende Daten
  4. Woher kommen die angeführten Kennzahlen, wenn Belege nicht nachvollziehen lassen für wie viel Absätze sie nun gelten. Gerade bei einem Buch hoffe ich da noch auf eine Rückmeldung, ob es eigene Daten oder Kennzahlen Dritter sind. Mal sehen, ob ich die bekomme, da der Autor "zufällig" über das APOLLON Campusmailsystem erreichbar ist und keiner der Gutachter.
  5. Und wie zum Duden definiere und grenze ich das Fernstudium, was Teil meiner Arbeit ist, von dem Wortwust an Bildungsbezeichnungen fundiert ab, die ja für sich schon eine eigene Seite füllen. Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen: Online Studium, Blended Learning, Webbasiertes Studium, berufsbegleitendes Fernstudium, kontaktloses Studium, Webbased Training, Verbundstudium, duales Online Studium, Teilzeitstudium [-> Na habt ihr noch nen paar Spontanbegriffe :blink:]* / **

Naja, aber das gehört dazu, macht es aber nicht immer einfach in der Bewertung der Literatur, da ich zunächst meist feststellen muss, welches Modell überhaupt gemeint ist und dann eben wie belastbar die Aussagen überhaupt sind und manchmal auch, wer rückt sich da ins Licht. So kann eine vielversprechende Quelle z.B. auf eine Fernfachhochschule und nur das dortige Lernkonzept beschränkt sein eine andere kann dann zwar Aussagen über die Anerkennung von Personalern liefern, aber überzeugt mich z.B. nicht weil ich mir hinsichtlich der objektiven Betrachtung und Analyse nicht sicher bin. 

 

Wer also Langeweile hat, ich habe gehört über das Fernstudium kann man auch promovieren :lol:

 

* Grade noch einen in der Literatur entdeckt: Live eLearning

** @Markus Jung und wer jetzt einen der Begriffe sucht, landet hier bei FI :D 

polli_on_the_go

Mir brummt der Kopf

Im Moment frage ich mich mindestens fünf Mal am Tag, warum wollte ich noch mal (und die Betonung liegt auf wollte) eine empirische Arbeit machen und dabei doch gleich noch eine Skala übersetzen. Es ist eine Sache sich Dinge durchzulesen und festzustellen: hey das passt, aber eine ganz andere das auch zu verbalisieren.

 

Mein persönlicher Litertaurfeind wäre aktuell Cronbach. Nicht nur hat er sich x-mal selber revidiert, nein, werden für das Alpha Orientierungswerte zur Interpretation angegeben (die ich jetzt auch mit der Quelle einpflegen wollte), wird sich auf eine Publikation von Cronbach Bezogen, die diese Referenzwerte nicht mal enthält. Ich habe das ganze Teil mehrfach durchgelesen, darin zwar noch was anderes gefunden, was ich brauchte aber nicht diese blöden Referenzwerte auf die sich Blanz in seiner Aufstellung bezieht (und so ziemlich jedes Studienheft, welches das bei uns aufführt). :blink:

 

Soviel also zu "Cronbach zitiert in". Was es aber zeigt, ist, wie wichtig es ist durchaus die Originalquelle zu suchen. Ich bin auch erstaunt wie gut das klappt ohne in einer Bib zu sitzen. Ich habe meine Techniken entwickelt meist eine kostenfreie Version aufzufinden.

 

Der nächste Witz war dann heute ein Buch ohne Seitenzahlen, das wohlgemerkt kein eBook war. Da war ichvdann auch mal kurzzeitig ratlos. Aber auch hier habe ich mich nicht besiegen lassen. Wenn ich allerdings die Zeit betrachte, die ich für diese beiden Aspekte gebraucht habe, dann muss ich doch grade meine Effizienz etwas überdenken.

 

Übersetzen war definitiv leichter, als das nun kompakt ins Methodenkapitel zu packen.  Ich bin ehrlich beim Tun kam mir das gar nicht so aufwendig vor. Irgendwie soll es ja aber auch so nachvollziehbar sein, dass jemand die gleichen Ergebnisse reproduzieren kann. Aber das wird schon, das haben schon viele vor mir geschafft.

 

Zugleich fühle ich mich manchmal immer noch etwas überwältigt und scheine von jetzt auf gleich alles an Statistik zu vergessen, wenn ich realisiere, dass das alles auf Herz und Nieren geprüft wird. Habe ich wirklich den richtigen statistischen Test genommen für meine Daten? Interpretiere ich die Werte richtig? Sehe ich Zusammenhänge und kann sie dann auch noch nachweisen? Hole ich das raus was erwartet wird? Was wird überhaupt erwartet?

 

Die Literaturanalyse war da bei der HA deutlich berechenbarer, denn noch ist alles offen. Ich kenne die Daten nicht, denn die Umfrage läuft noch und ich habe Respekt vor ihr, denn der Rücklauf übertrifft meine Erwartungen deutlich. Bisher bin ich bei 214 abgeschlossenen Interviews (mal sehen was nach Bereinigung überbleibt) und die Hälfte der Zeit ist noch über.

 

Ich habe meine Arbeit also hier liegen und Perso möchte ja auch noch im März geschrieben werden. Ziel ist es alle Module bis Ende April abgeschlossen zu haben. Das sind neben Thesis noch die Finalisierung der Moti FA (eine Aufgabe) , Perso Fa und Klausur und Neue Medien FA.

 

 

 

polli_on_the_go

Gender zu Gendern ist so eine Sache für sich

Gendern, das mache ich doch eben so mit Links. Einfach einen Vermerk unter die Arbeit und Fertig. Bevor ich die Tage eine Antwort über ein mögliches Vorgehen bei uns an der Hochschule erhalten habe, habe ich selber auch schon etwas gestaunt und war erst einmal überrascht, wie viele Aspekte es da zu berücksichtigen gibt. Geschlechtssensible Formulierung nennt sich das und ist gar nicht so einfach. Einmal Ein Beispiel

Studenten (männlich), Studentinnen (weiblich), Studierende (geschlechtslos, geschlechtsneutral, transgendergeeignet, geeignet bei intersexualität ABER eben und da wird es dann schon wieder "interessant" auch rein weiblich).

 

Bis ich mal geschaut habe, welche Geschlechtsvarianten es überhaupt gibt, war mein persönlicher Horinzont doch echt begrenzt. Positiv ist schon mal, dass die Hochschule nicht mehr nur in männlich und weiblich differenziert, sondern auch schon die Transgender-Form mit aufführt. Die restlichen Formen kamen, dann bei nachdenken, nachforschen und unterhalten mit den Studierenden selbst. In Deutschland führt das Gesetz geschlechtslose ja noch nicht auf, was aber ja nicht heißt, dass es sie nicht gibt. Wobei mir weltweit nur wenige ANERKANNTE Fälle bekannt sind. Z.B. eines in Australien lebenden Menschen, das sich keinem Geschlecht zugehörig fühlt (alleine das Schreiben ist schon komisch).

 

Also Gendern macht man mal eben mit links. Richtiges Gendern wohl nicht und da bin ich froh, dass ich nicht an einer Uni studiere, die Arbeiten nur noch dann annimmt, wenn auch im Fließtext vollständig korrekt gegendert worden ist. Ich habe tatsächlich einen ehemaligen Kollegen einer Arbeitsgemeinschaft, der an eben einer solchen Uni PH studiert hat.

 

Aber naja, das einfach als ein paar Gedanken und um zu vertuschen, dass ich die Kunst der effektiven Ablenkung von Dingen, die ich eigentlich tippen sollte, beherrsche :D

polli_on_the_go

Den Einstieg finden...

... das ist gar nicht so leicht. Im Moment schaue ich oft auf die ganzen Dinge, die ich für die Thesis tun muss, möchte, will. Zugleich habe ich die Moti FA, die fast abgeschlossen ist und Perso Klausur im März sowie FA im Hinterkopf. Nur zuerst möchte ich wirklich ein bisschen Grund in das Krönchen für mein Studium bringen.

Aktuell steht das Methodenkapitel an, damit Übersetzung, Übersetzungspretest und Debriefing sowie das Instrument, der Pretest vom Gesamtfragebogen soweit gut eingebunden sind. In dem Zusammenhang merke ich wie herrlich umfangreich TeX ist und dass ein kleiner Befehl oder eine kleine Zahl große Auswirkungen haben kann. Als Beispiel:

So eine /nomenclature Funktion fürs Abkürzungsverzeichnis ist erst mal super. Hat auch immer unter MikTex in Windows hervorragend funktioniert. Unter Linux war dann keine Definition zu meiner Abkürzung mehr da. Nach 1std. Foren durchforsten und auf den Monitor starren habe ich über wahlloses Löschen von Einstellungen zu dem Befehl entdeckt, jetzt will TeX einen Abstand von 0.25 nicht 0.3 zwischen Label und Definition und zwar genau. Alles größer oder kleiner führt zum Verschwinden oder Zickzacklinien:blink:.

Dann als nächstes haben mich Abbildungs-und Tabellenverzeichnis auf Trab gehalten. Wo früher /pagebreak keine Probleme verursacht hat, meinte Tex jetzt doch einfach den Verzeichniseintrag ans Seitenende zu setzen. /newpage hat das Problem dann aber auch gelöst.

 

Naja was auch immer das Problem ist, vielleicht lagen bei MikTex auch einfach einige Pakete in neuerer Version vor. Man weiß es nicht (also ich:confused:). Heute habe ich dann gedacht ich widme mich dem nächsten Zeitfresser und das wäre den Fragebogen und die Skalen in den Anhang einzupflegen. Zum Glück habe ich mich mit einigen Aspekten bereits in den letzten Wochen befasst, als ich ein paar Übungsleitfäden für die Klausuren formatiert habe. Ankreuzkästchen waren da eben so wenig ein Problem wie Skalen und das Formatieren der Fragen. Es ist nur langwierig, aber die Hälfte davon habe ich sowie alle 4 Versionen der Skala (Original, Übersetzung, Rückübersetzung, Finalisierte Version nach Pretest). -> Aber ob ich das in die Word Version mit LibreOffice hinkriege (ein Krampf das Programm)....

 

Heute konnte ich dann auch eine Frage zum Gendern klären und auch noch wo ich was beim Übersetzungsteil einbinden muss. Aber noch fühle ich mich wirklich von meinem eigenen Thema überwältigt. Bald sind 2 Wochen um und ich habe das Gefühl nichts Wirkliches gemacht zu haben. Was aber wohl eher ein Gefühl ist, da Literatur ausarbeiten ja nicht nichts ist ;). 

 

Große Fragezeichen habe ich grade auch noch in der Darstellung des Übersetzungspretest. Was macht Sinn?Wie beschreibe ich den Umgang mit den Abweichungen, dass es nachvollziehbar ist? Wie begründe ich am besten warum ich welche Toleranz gewählt habe? Mache ich das jetzt noch für jeden Item oder doch nicht? Und Und Und. 

 

Und wer jetzt denkt, noch so ein Jammerpost. Ne eigentlich nicht. Nur ein laut gedachter Notizzettel, da müsst ihr jetzt durch.

 

Ach so und ich habe JabRef übrigens gechasst. Hab ja eine Weile rein BibTex Keys angelegt und jetzt genieße ich KBibTeX. Kein Vergleich zu JabRef! Das Programm hängt sich nicht ständig auf. Ist alles Wesentliche drin und noch etwas mehr. So und nun heißt es ein paar Stunden Pause machen, bis es weiter geht.

 

polli_on_the_go

Up and Running;)

Mir fallen im Moment wirklich keine kreativen Titel ein :blink:.

 

Heute erhielt ich eine Nachricht der Datenkrake

Leider sind sie versehentlich gesperrt worden, da ist uns ein Fehler unterlaufen, wir entschuldigen uns

 

So jetzt läuft auch da der Link. Bisher (ohne natürlich die Qualität der erhobenen daten zu kännen) gefällt mir der Rücklauf. Dafür dass die Befragung noch 20 Tage läuft, sind schon die 3 Stellen geknackt. Nächstes Ziel Konvidenzintervall von 95 % :lol: ich will ja bescheiden sein.

 

Ich habe jetzt auch rausgefunden, warum ich mit PSPP beim importieren meiner Daten so Probleme hatte und ewig bereinigt und zusammengefügt habe für den Pretest. Anfängerfehler (Wobei in SPSS hab ich den nicht gemacht) aber man sollte auch die Daten über die entsprechende Syntax einlesen lassen :rolleyes:.

 

Zwischendrin verliere ich mich immer noch darin das Linux System für mich so zu haben wie ich will. So langsam finde ich mich auch in die Kommandos rein, wobei da die Umfangreichen wikis recht hilfreich sind,  denn ich habe da schon Respekt vor. Ist halt etwas anders als bei Windows einfach was zu "installieren" (gefühlt denn am Ende heißt es oft nur anders). Heute habe ich dann festgestellt,  dass Mynote irgendwas nicht funktional so nutzbar war, wie ich es hätte haben wollen (so viel zur Zettelkastenidee damit). Dennoch wollte ich was, was ein wenig mit einem Hierarchiesystem funktioniert und wo ich mir Vollzitate archivieren kann um sie schneller den Thesiskapiteln zuzusortieren. Ich bin dann auf Cherrytree gestoßen (jup das Programm nutzt Kirschen in verschiedenen Fatben zur Struktur). Och bin sehr zufrieden. Es passt zu meinem generellen Ansatz,  den ich damals mit der Umstellung auf LaTex schon verfolgt habe, das Studium auch visuell zu vereinfachen bzw. störungsfreier zu gestalten. Ich erlebe das Arbeiten so als effizienter und habe nicht tausend und eine Funktion, die eingestellt werden muss.

Wenn ich morgen 2 Teilkapitel schreibe, kann ich am Sonntag meine Fallaufgabe abschließen und bin wieder voll im Zeitplan. Dann habe ich auch die Ruhe zusätzlich Personalmanagement anzugehen.

 

So das war's ganz kurz. Jetzt träume ich von den feinen Unterschieden zwischen translation und transliteration in der Übersetzung von psychometrischen Konstrukten.

 



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