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Über diesen Blog

Es geht wieder los. Seit 3. September 2018, nach nun einmal gerade etwas über 100 Tagen, geht mein Fernstudienabenteuer weiter. Nach meinem Bachelor of Arts in Präventions- und Gesundheitsmanagement an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft, habe ich mich für das Master Programme Integrative Health Science im 100 Prozent Fernstudium an der Kristianstad University (Högskolan Kirstianstad) hkr in Schweden entschieden. Wie das so funktioniert, was mich erwartet, wie die Prüfungen ablaufen, ob ich einmal nach Schweden muss und wie sich unser Kurs zusammensetzt. All das werde ich versuchen in meinem Blog zusammenzufassen. Vielleicht haben es so mögliche Nachahmer leichter weitere Informationen zu erhalten. Aber dieser Blog wird etwas anders funktionieren. Zwar sind wir hier auf einer deutschen Plattform und allgemein wird deutsch gesprochen, aber mein Blog wird zukünftig nach und nach die Beiträge sowohl in deutsch, als auch in englisch aufführen. Der Hintergrund, naja eigentlich sind es zwei: 1. es ist ein englischsprachiger Studiengang und 2. Es gibt eben auch kaum Infos auf Englisch. 

 

Viele Freude beim Lesen

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Warum dies der letzte Eintrag ist...

Einige haben ja die Höhen und Tiefen mitbekommen des letzten Semesters. Im Grund hatte ich mich wirklich auf das Studium gefreut und ich bin auch lange mit mir im Konflikt gewesen, was meine letztendliche Entscheidung angeht. Irgendwie braucht es auch eine Portion Mut, um sich selber einzugestehen, warum man etwas tut oder auch nicht, bzw. ob sich etwas wie versagen anfühlt oder auch nicht.   Vor einigen Wochen noch habe ich Frau Prof. Scherenberg geschrieben, dass ich das Studium durchziehe, dabei bleibe. Ich wollte mich gegen meinen Bauch stellen und habe dabei einen Rat, den mir eine liebe Mitarbeiterin vom Studienservice bei der Absolventenfeier gegeben hatte, nach ganz hinten gestellt. Dieser lautete "Achten Sie auf sich und Ihre Gesundheit." Ich für meinen Teil bin zumindest kein Superheld und ich bin auch niemanden, den man in einen Käfig sperren kann. Starre Strukturen, nahezu vollständige Isolation, kaum wirklichen Kontakt all das hat mir nicht gut getan, sondern mich enorm gestresst. Wer mich als Studentin kennt, weiß, dass ich wenn ich etwas mache mit tiefer Freude dabei bin und gerne in die Themen tauche. Ich lese gerne und erfasse die Dinge und analysiere gerne komplexe Fragestellungen. Also im Grund habe ich doch fast alles in Schweden gehabt.   Ja, ich habe fast alles gehabt und auch das derzeitige Assignment war eine super Herausforderung, die ich auch bis auf wenige Worte und Korrekturlesen abgeschlossen hatte. ABER anstelle sie die Tage abzuschicken habe ich heute den Kurs und die Kurse für das Semester "terminiert". Leicht ist mir diese Entscheidung den Master zu beenden nicht gefallen, aber sie ist so befreiend, wie einen schweren Rucksack nach einer Bergtour von den Schultern zu nehmen. Ich möchte nicht unbedingt sagen, dass ich das Projekt Master für immer auf Eis lege, aber ich habe mich tatsächlich gefragt, warum ich das im Moment mache und ob mich das Glücklich macht.   Das letzte bisschen Freude und Begeisterung der Funke hat gefehlt. Ich möchte mich nicht noch weitere 3,5 Jahre halbherzig, wenn auch mit guten Noten durch etwas durchquälen. Ein wenig ist es wie ein geplatzter Traum zugleich schafft er aber auch Raum für neue Träume.  Manchmal braucht es Mut, um zu erkennen, was für einen selbst das Beste ist. Für mich ist das Beste meine Nase in den Wind zu strecken, die Sonnenstrahlen einzufangen und mit einem Leuchten in den Augen an all die schönen Momente zurück zu denken, die es im Bachelor gab. Einem Türöffner in einen Beruf, der mir sehr gut gefällt.   Ich werde nun nicht mehr durch die Studienwelt hetzen, stattdessen werde ich einfach mal den Moment und die Landschaft genießen. Oder wie sagte Ovid "Glücklich ist, wer das, was er liebt, auch wagt, mit Mut zu beschützen."

FV8015 HT18 Knowledge Development in Multi-Professional Work Places

Feature Foto von Pixabay.com von Pexels   Wer sich bereits bei meinem gestrigen Beitrag über unsere Modulbezeichnungen amüsiert hat, dem möchte ich auch die des letzten Moduls nicht vorenthalten ;). Gerade als ich geschrieben hatte, dass die Note für Modul 2 noch aussteht, muss es den Dozenten im Bewertungsareal des Gehirns gekizzelt haben und Canvas hat laut gegeben, dass ein Feedback da ist. Da nichts anderes ausstand also nur zum letzten Exam. Ich denke ich kann zufrieden sein, denn auch dieses Modul habe ich am Ende rund mit VG bestanden. Die Abschlussnote ist zwar noch nicht in Ladok eingetragen, aber da ich alle Prüfungen entsprechend bestanden habe und man nur 2/3 Prüfungen, wo ein VG möglich war so bestehen musste ist der Drops gelutscht.   Damit ist das erste Semester nun auch Notentechnisch offiziell abgeschlossen, was mich sehr freut. Nach meiner Auszeit freue ich mich auch bald wieder voll einzusteigen. Im Moment ist noch Sparflamme, aber ich mach Fortschritte, ich habe "An Introduction to the  Philosophy of Methodology" von Howell inklusive Textmarker vom Schreibtisch zum Wohnzimmertisch und somit in Reichweite transportiert. Derzeit bin ich aber viel zu abgelenkt von den Schiffen, die den Wesel-Dattel-Kanal herunterjuckeln und immer mal wieder zwischen den in Schnee getauchten Baumwipfeln auftauchen. 

polli_on_the_go

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MGU64E VT19 Philosophy of Science and Methodological Considerations

Featurephoto by Kaboompics.com from Pexels   Hinter der langen Bezeichnung "MGU64E VT19 Philosophy of Science and Methodological Considerations" verbirgt sich Modul 3 des Masters und damit hat auch das zweite Semester begonnen. Die Note für das letzte Modul steht abschließend noch aus bzw. auch die für Examination 3.    Das jetzige Modul ist etwas anders zusammengestellt als die vorherigen. Wie bereits vorher erwähnt haben wir es zusammen mit Studierenden der Educational Sciences und sind dieses Mal mit insgesamt 4 Dozenten (1x Kursleitung, 2 Teacher, 1 Examinator (Ed. Science)) ausgestattet in zwei Teilen. Jetzt bin ich ehrlich, habe ich einen großen unübersichtlichen Pulk Studierender erwartet, aber es sind obwohl das Modul Teil von gleich zwei Studiengängen ist nur 22 Personen registriert. Es kann aber gut sein, wie es einer Studierenden passiert ist, mit der ich in Kontakt stehe, dass manche sich vergessen haben zurück zu melden und für die Kurse zu registrieren und dann verliert man automatisch seinen Platz im Kurs oder aber man hat was anderes gewählt und studiert in anderer Reihenfolge, hat Module vorgezogen etc.   Und worum geht es in diesem Modul. Nun ja, Philosophie, Methodologie, Phenomenologie und was das alles mit Wissenschaft zu tun hat trifft es ganz gut. Die Kursliteratur besteht aus:   Hermeren, G (2017), Good research practice. Stockholm: Vetenskapsrådet (129 p). Howell, K. E (2013), An introduction to the philosophy of methodology. Los Angeles: SAGE (236 p). Ladyman, James (2002), Understanding Philosophy of Science. London: Routledge (290 p).   Im Moment stecke ich mitten in Howell, habe gesehen mir wird darin auch Foucault noch einmal begegnen (aber wir haben ja Frieden geschlossen) und werde dann an Ladyman gehen. Die erste Prüfung ist bis 03. März abzulegen, 2500 Wörter, Referencing System meiner Wahl.    Im Grund erinnert mich das Assessment 1 etwas an eine Exposé Erstellung, wie ich sie von der APOLLON kenne und daher macht mir das recht wenig Angst. Es gibt weitaus schlimmeres und ich glaube meine ehemalige Dekanin würde mir etwas husten, wenn ich wegen so was anfangen würde zu jammern ;). Das einzige, was kurz für eine kleine Schockstarre gesorgt hat, war dass wir als Basis ein Thema der Bildungswissenschaften nutzen sollen. Schon blöd, wenn man eigentlich Gesundheitswissenschaften im Blut hat, oder doch nicht? Ein Bewertungskriterium der Thesis hing damals auch mit dem Blick für Nachbardisziplinen zusammen. Also bin ich heute morgen einfach einmal Themen durchgegangen, die mir im Bachelor schon Freude gemacht haben und die ich gerne noch einmal über diese Aufgabe ein bisschen betrachten möchte.   Aber was bitte haben denn jetzt Gesundheitswissenschaft und Bildungswisschenschaft für Schnittmengen. Ich glaube würden wir jetzt hierüber eine Diskussion beginnen könnte es spannend werden. Zum Beispiel wäre das mein Modul in Motivationsmanagement gewesen. Sicherlich auch in der Psychologie von Relevanz habe ich mich hier aber in einem Kindergarten wieder gefunden mit einer Programmkonzeption in der die Erzieher eine der Hauptrollen hatten. Oder in Aufklärung, Beratung und Bildung mit und in Neuen Medien. Doch am präsentesten ist mir wohl der Prozess mein Thesisthema zu finden, was ich immer noch spannend finde. Zwar ist der Fluchtreflex noch nicht ganz wieder weg, wenn ich academic und resilience in einem Atemzug höre, aber mit einem etwas anderen kniff, einer leicht anderen Forschungsfrage, würde daraus nicht ein Bildungswissenschaftliches Thema?   Ich bin mal gespannt. Aktuell habe ich auch Zeit dazu, denn ich habe Urlaub...naja zumindest war das der Plan bis das Leben ein wenig kurzfristig angeklopft hat. Aber auf dem Sofa auskurieren kann man sich auch mit dem ein oder anderen Buch. Im Moment bin ich auch ziemlich nervös, weil ich immer noch auf eine Rückmeldung auf meine Bewerbung auf eine entfristete Stelle an meinem derzeitigen Standort warte. Bewerbungsfrist war der 17.12. und so langsam werden die Füße unruhig.     Foto by pixabay.com by Pexels.com  

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Semesterferien ;)

Featurefoto by Mike from Pexels   Gerade habe ich das letzte assignment aus dem zweiten Modul des ersten Semesters abgegeben. Das heißt, dass ich jetzt sogar ein paar Tage Semesterferien habe. Montag in einer Woche beginnt das nächste Modul und es klingt wirklich spannend. Das heißt auch nach Mitternacht können wir uns für die Kurse des zweiten Semester registrieren und uns so zurückmelden. Nun aber noch kurz einen Abschluss zu Examination 3. Im Grund habe ich mich mittlerweile gut eingegrooved und meinen Weg gefunden. Ich fand es dieses Modul auch wesentlich angenehmer, dass ich schon ab Beginn wusste, was wann in welchem Umfang mit welcher Aufgabenstellung fällig wird. So bin ich insgesamt auch deutlich besser mit meiner Zeit hingekommen und habe nicht so den Stress empfunden, wie im ersten Modul.   Ich finde die Reflektion des eigenen Arbeitsplatzes sehr interessant, merke aber auch, dass eben eine traditionelle Organisation sich nicht unbedingt immer so leicht beschreiben lässt oder Veränderungsanregungen in der Wissensentwicklung zu umschreiben sind. Ich muss aber auch gestehen, dass ich es zwar vernünftig gemacht habe (anderes wäre auch nicht meine Art), aber am Ende wollte ich es jetzt auch einfach absenden. Ich habe tatsächlich Lust einfach mal 5 Tage durchzuatmen bevor es wieder los geht und mich im nächsten Modul, wenn ich es richtig gesehen habe auch schon wieder eine Gruppenprüfung erwartet. Mal sehen.   Ansonsten würde ich sagen hören wir uns entweder zur Note oder zum nächsten Semester ;). Und ich muss gestehen, die Ungeduld sich zu registrieren und damit übermorgen in Canvas ins Modul stöbern zu können steigt doch. Tick Tock Tick Tock. 

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Examination 2: Check

Featurefoto von pixabay.com von Pexels   Anstelle meines Weckers, klingelte vor nicht ganz einer Stunde Canvas mit der Nachricht "Submission notice". Meine Note zu Examination 2 mit Schwerpunkt Problemen und Chancen in der Kollaboration (Zusammenarbeit) in Multiprofessionellen Tesms ist also da. Ich war mir nicht immer sicher, ob ich wirklich die Aufgabenstellung ganz eingehalten habe. Naja, was soll ich sagen? Nache einem zwei Satz Kommentar, war sehr leicht herauszulesen, dass ich bestanden habe. Was mich freut, ist dass es erneut mit VG (pass with distinction) ist.  Das heißt um das Modul so zu bestehen reicht mir nun ein G oder auch "pass".   Nachdenklich bin ich weiterhin. Ich kann das Niveau überhaupt nicht einschätzen. Ich kann nicht sagen wie gut pass ist oder auch pass with distinction. Auch kann ich nicht sagen, wie das im Vergleich wäre z.B. zur gleichen Aufgabe an einer deutschen Hochschule. Schwer ist es auch einzuschätzen, wie man im Vergleich zu den anderen ist. Dann ist die Frage, ob das wirklich wichtig ist oder man es wissen muss oder ob es nicht wesentlich wichtiger ist, was man tut, um am Ende ein paar Seiten paper zu schreiben? Habe ich nur ein Paper geschrieben, weil das eben schnell ging oder habe ich mich vorher wirklich mit den Inhalten und Theorien der Kursliteratur befasst, auch wenn abzusehen war dass ich nur xyz benötige? Verstehe ich die Zusammenhänge und welchen praktischen Nutzen kann dass haben? Weiß ich auch morgen noch worum es eigentlich ging, habe es also ins Langzeitgedächtnis transferriert oder ist mit dem Sendebutton alles schon wieder weg?   Die Frage ist sicherlich auch, was man danach machen möchte und wie wichtig da aussagekräftige Ergebnisse sind. Schaut der zukünftige Personaler eher auf den Titel mit Abschlussnote mindestens x oder geht es ihm um die tatsächlich  erworbenen Kompetenzen? Brauche ich einen bestimmten "zahlenschnitt" für eine eventuelle Promotion oder eben nicht. Naja all die Fragen werde ich wohl im Moment nicht beantworten können. Aber müsste ich dass denn auch überhaupt?    So nachher wird noch Examination 3 fertig gemacht. Am 21. Startet das 2. Semester und am 14. die Registrierungen für die beiden nächsten Module. Bis auf ein Buch sind alle Lehrbücher angekommen. Ich hoffe das andere kommt wie angekündigt Montag, dann kann ich nämlich schon anfangen zu lesen. Es wird auch das erste Modul gemeinsam mit Studierenden aus den Bildungswissenschaften sein. Mal sehen, wie das so wird.

polli_on_the_go

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Examination 3 - Jetzt wird's noch mal anstrengend

Featurefoto von Pixabay.com von Pexels   So nun ist das Modul auch schon fast vorbei. Examination 2 konnte ich sogar noch gut vor der Deadline und das bei nicht vorhandenem Internet abgeben. Ja, ihr lest richtig, das Internet war down und ich bin ehrlich, als ich mich nicht mehr aufgeregt habe musste ich herzlich lachen. Aber da ich Mittwoch deswegen auch keine Telearbeit machen konnte und weil irgendwas bei der Beantragung der Berechtigung nicht in der Übermittlung geklappt hat, hatte ich dann den Tag Zeit vor lauter Langeweile (denn ich gehe super gerne Arbeiten), die Aufgabe zu machen.    Und so bin ich tatsächlich auch schon an Examination 3 dran. Ziel ist es morgen fertig zu machen und abzugeben. Was ist die Aufgabe? Im Grund ist es wie im letzten Modul eine übergreifende Zusammenfassung und der Transfer des erlernten Wissens auf einen Sachverhalt hier konkret die persönliche Erfahrung an multi-professionellen Arbeitsplätzen. Ich mach's aber mal wie die letzten Male. Hier der Auszug aus Canvas:   Schritt 1: Kurze Beschreibung der eigenen Organisation geben und zwar a) von Aktivitäten, Klienten, Professionen, Management sowie b) Probleme die mit der Promotion von multi-professioneller Kooperation verbunden sind. Und Schritt 2 ist dann die Diskussion um die Wissensentwicklung in der Organisation und zwar a) Welche Entwicklungsaktivitäten ich empfehlen würde und warum? b) Welche Probleme entstehen könnte und wie ich diesen begegnen würde? sowie c) Evaluationsstrategien für die vorgeschlagenen Aktivitäten.   Es erklärt sich denke ich von selbst, dass das Ganze mit der Kursliteratur untermauert und der Transfer auf der persönlichen beruflichen Erfahrung aufbauen muss. Ich habe mich allerdings dagegen entschieden die Komplette Mutterorganisation zu nehmen, dazu ist die BA einfach zu komplex und da wäre ich noch nicht einmal bei der gE in der ich arbeite. Daher werde ich das nur am Rande in den Bundeskontext stecken und mich dann auf die kommunalen Gegebenheiten konzentrieren.    Positiv ist, dass ich mich zumindest nicht mehr pausenlos frage, was ich da eigentlich mache. Alle Bücher für die Folgemodule sind bestellt und sollten ab morgen eintrudeln naja und dann kann das nächste Semester ab 21.01. eigentlich beginnen. Wenn ich die Aufgabe morgen abgebe schaffe ich sogar noch ein paar Tage Semesterferien zu haben. Das ist irgendwie nämlich unterplant beim Wechsel zum SoSe.   Und bei euch so?   

Examination 2 - Die Rohfassung

Featurefoto von pixabay.com von pexels.com   Es ist wieder Exam Woche und die insgesamt vierte von fünf Aufgaben zu erledigen. Strenggenommen die dritte, da eine Aufgabe nur der Haken, dass man weiter machen will ist. Die Aufgabe lautet ein kurzes Paper zu schreiben über "problem and possibilities which should be considered in the development of the multi-professional cooperation in the case to the examination 2. Reflect on similarities and differences between the case and your professional experiences and to the literature  (O’Connor & Netting)."   Der Case ist eine Arbeitskollaboration in einem Familienzentrum. Das Werk von O'Connor & Netting zu Organization Practice, kann ich wirklich nur empfehlen. Ich hätte nie gedacht, dass ich es mal genau so gerne lese, wie einen Roman. Klingt komisch, aber ich finde es gut geschrieben und man kann sehr zügig auch Transfers in die eigene Berufspraxis machen. Insgesamt habe ich vorhin relevante Diskussionspunkte herausgefiltert und mir aus der Literatur die entsprechenden passage extrahiert. Einzig aus einem Werk muss ich noch mal ran, ich wollte noch etwas aus Abbott mit einbeziehen. Insgesamt 2 Seiten, das sollte ich morgen eigentlich fertig haben und damit mit genug Zeit für technische Probleme :), die aber natürlich gerne fernbleiben dürfen.   In diesem Modul habe ich auch etwas mehr Kontakt mit Kommilitonen, das finde ich motivierend. Interessant ist, dass wir eigentlich alle für uns arbeiten können, da es nur eine Diskussionsprüfung hab, sonst nur individuelle Papers. Irgendwie hat sich das über die organisatorischen Unsicherheiten ergeben. Mittlerweile kann ich aber wieder auf meinen Modulplan zugreifen und in der Seitenleiste sieht man es ja auch schon. Und ja, ich habe meine Entscheidung aufzuhören ein weiteres Semester vertragt. Ich möchte unbedingt noch International Health belegen, was ja das zweite Modul im Semester ist. Ob ich allerdings das erste Modul im nächsten Semester und somit das dritte sozialwissenschaftliche Modul jammerlos überlebe, naja, da werden wir mal schauen.

Examination 1 - Die Note

(c) Featurefoto von Pixabay.com von Pexels   Gerade als ich eine Nachricht von einer Studierenden erhalten habe und gesehen habe, dass Canvas noch andere Nachrichten ausgespuckt hat, dachte ich, ich schau mal nach ob die Note für Examination 1 (das Paper on Abbott und Professionalisierung) da ist. Und das war sie. Groß etwas ausgemalt hatte ich mir nicht, da ich ja aufgrund der technischen Störung lange als late Submission da stand und das heißt eigentlich, dass sich die ohnehin nur drei möglichen Bewertungsoptionen auf zwei reduzieren nämlich G (pass/bestanden) und U (fail/ nicht bestanden).    Entsprechend war es auch mehr ein Kontrollblick, bis ich mir dann doch etwas verwundert die Augen reiben musste. Es war eindeutig richtig gewesen den Tutor anzuschreiben und zwar direkt und die Störung so zu melden. Ich wurde am Ende doch normal bewertet und habe mit VG (pass with distinction/ bestanden mit Auszeichnung) abgeschlossen. Danach habe ich erst einmal wirklich herzlich Tränen gelacht. Das liegt aber weniger an der Note, als an dem was im Feedback stand und was zuvor eine liebe Professorin der APOLLON geschrieben hatte.   Zunächst das Feedback (man irgendwie fehlen mir die APOLLON Feedbackbögen) "Passed with distinction - you have answered all the questions together with addressing and reflecting on your own profession. The last question you could have expanded a little bit more, however you incorporate Abbott's theory throughout the examination in an excellent way. All the best Martin" (Anmerkung: Vornamen sind normal, wir Studierenden werden auch so angesprochen und duzt sich professionell)   Und nun der Satz von der lieben Frau Prof. Pundt, nachdem ich etwas über das Modul und schwedische Sozialwissenschaftler geschimpft hatte: "Abbott bleibt eine echte Herausforderung, sehr mutig von Ihnen, sich das anzutun…aber was bleibt Ihnen ggf. übrig!"   Wobei ich muss fairerweise sagen, dass ich Abbott zwar stellenweise nervig fand, bis ich über den schönen term "Expert Knowlege" (Expertenwissen) gestolpert bin und mich auch hier mal einmal richtig ausgeheult habe, er vom Verständnis her aber kein Problem war. Auch der Prof. meines derzeitigen Moduls hatte erwähnt, dass Studierende mit Abbott Probleme hatte, weil die Art des Schreibens anders ist. Da ich aber selber stellenweise so verschachtelt und eher im Essay Charakter, als im Lehrbuchcharakter schreibe und denke, fand ich es am Ende ganz passabel zu lesen.   Ich freue mich also über ein schönes rundes VG und werde mich jetzt motiviert an die nächste Aufgabe machen.  

polli_on_the_go

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Organization Practice

Bei mir heißt es jetzt, die freien Tage sinnvoll nutzen. Am 4.1.19 gilt es das nächste Paper einzureichen. Es befasst sich mit einer Human Service Einrichtung und diese soll zu den Theorien von O'Connor & Netting (2009) in Bezug gesetzt werden.   Also heißt es wieder lesen, damit ich das überhaupt tun kann. Mein "Roman" der nächsten Tage lautet "Organization Practice: A Guide to Unterstanding Human Service Organizations." Und gleich zu Beginn des Buchs erklären die Autoren, dass Sie eigentlich ja lieber von Systemen reden. Der Ansatz klingt spannend.    Katze unter der Decke eingerollt, Textmarker ready, Tee in Reichweite und auf geht's.   Nachtrag: Und ein Zitat muss ich teilen. ;)    Lohmann (1989) ... compares naming a sector nonprofit or nongovernmental to defining lettuce as a mammal. 'Lettuce is non-fur-bearing, non-milk-producing, non-child bearing, and non-warmblooded nonanimal. Further, as a mammal, lettuce is highlz ineffective, being sedentary and not warm-blooded. All other mammals are much faster. Lettuce is also remarkably non-agile and fails to protect its young. On the whole, lettuce is a miserable excuse for a mammal!" (p. 369).  Lohman geht es hier um das Thema profit vs. non profit.

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FV8015 - Knowledge Development in Multi-Professional Work Places

(Bildquelle: http://www.nds-zeitschrift.de/nds-1112-2018/schule-braucht-multiprofessionelle-teams)   Nun komme ich endlich dazu etwas zu dem Inhalt des aktuellen Moduls zu schreiben und auch das letzte abzuschließen. Vermutlich habe ich insbesondere letzteres auch schon einmal erwähnt. Abschließend habe ich mit VG bestanden, das Feedback war rund und ich muss sagen, auch wenn ich zu Beginn insbesondere wegen Foucault skeptisch war, hat es mir am Ende doch Spaß gemacht und ich habe einiges mitgenommen. Interessant fand ich, wie sich verschiedene Mechanismen über die Theorien von Turner und Foucault erklären lassen. Während ich mich in meinem ersten paper ja auf das Grundsicherungssystem konzentriert habe und analysiert habe, wie  die soziale Verantwortung für arme Menschen im Hinblick und erzieherische Maßnahmen wie Sanktionen im Grundsicherungssystem erklärbar werden, habe ich mich dann etwas mehr auf eins meiner Lieblingsfelder konzentriert. Wie ich in einigen Beiträgen berichtet hatte ging es dabei um "Negligence & Health Disparity of Profoundly Disabled Individuals in Health-Promotion Approaches". Könnte ich meine BA Thesis noch einmal schreiben, wäre das definitiv ein Favoriten Thema.   Was mir sehr gut gefällt (auch wenn ich manchmal wirklich über das Studium schimpfe) ist die Freiheit Schwerpunkte in den Papers selber zu legen. Selbst wenn die Aufgabe es vorgibt einen Bezug zu dem eigenen Berufsbild herzustellen, ist das noch so offen, dass man kreativ sein kann. Oftmals, so scheint es zumindest, wenn ich den ein oder anderen Blog lese, mich in einem Mitbewerber Forum umschaue oder mit dem ein oder anderen APOLLIANER rede/ überlege ist dieser Teil eines Studiums mit Angst besetzt. "Hilfe, wie formuliere ich denn eine eigene Fragestellung." Natürlich ist dies nun ein Master Studium und zumindest nach einem erfolgreich abgeschlossenen Bachelor Studium sollte man ansatzweise in der Lage sein das zu tun. Doch, was mache ich wenn ich vor so einem Problem zu Beginn meines Studiums stehe, die erste Hausarbeit anstehet? Mein Tipp ist zunächst Ruhe zu bewahren. Im Prinzip ist das Rezept relativ einfach. Ich habe vielleicht ein grobes Oberthema, stolpere über ein Problem oder decke es auf während ich einfach einmal etwas Literatur quer lese. Ich sortiere aus, grenze ein und entdecke, dass ein Aspekt z.B. immer wieder bemängelt wird. Da setze ich den Finger drauf. Natürlich muss man dann noch schauen, ob das Thema zu groß ist, also eingrenzen. Stell dir einfach die Frage, was dich so sehr interessiert, dass du bereit bist nicht nur im Vorbeigehen anzuschauen, sondern zunächst mit der Brille, dann der Lupe und vielleicht auch dem Mikroskop zu betrachten. Und dann? Ja dann fang einfach an. Vieles ergibt sich beim schreiben.   Das Abschlussfeedback dieses Moduls hat mich motiviert und zu dem Zeitpunkt, war ich mir sicher, ich habe die Kurve gekriegt und bin in diesem für mich verqueren System angekommen. Tja und dann kam das nächste Modul. Was auf dem Papier super interessant klang hat mich erst einmal an den Rande des Wahnsinns gebracht. Einfach, weil ich eine totale Blockade hatte, die Inhalte auf Deutschland und meine Berufsausübung zu übertragen. Vielleicht fragt sich jemand, warum das in dem Studiengang immer wieder Thema ist. Es ist so, dass auch wir eine bestimmte Anzahl von Praxisstunden erbringen müssen. Ein Praktikum ist in diesem Setting nicht zwangsläufig einfach und so muss es andere Wege geben die VFU zu erbringen. Das wird bei uns über die konstante Reflexion und Vernetzung mit dem persönlichen Berufs- und Praxisalltag gewährleistet. Eine Theorie, die nicht in den Alltag kommt, bleibt eben eine Theorie.   Das Modul mit dem Titel "FV8015 - Knowledge Development in Multi-Professional Work Places. Insgesamt sind 5 Prüfungen abzulegen. Wobei die erste "Describe your Organisation" eher ein formaler Einstieg ist, der nicht benotet wird und die zweite eine activity control, wo man eben aktiv signalisiert im Kurs aktiv zu sein und diesen weiter machen zu wollen.    Examination 1 ist um den "essay" (naja wenn ein paar hundert Seiten noch ein essay sind ;) ) von Andrew Abbott (1988): The System of Professions: An Essay on the Division of Expert Labor herum aufgebaut. Abbott analysiert Professionalisierungsmechanismen und stellt zum Zeitpunkt der Verschriftlichung aufgestellte Professionalisierungstheorien auf den Prüfstand. Am Ende galt es eben zu Beschreiben, wie sich Professionen entwickeln. Das ist mir tatsächlich gar nicht so leicht gefallen. Nicht weil es nicht in dem Buch stand, sondern weil ich es nicht so straight forward nach einem "fünf"-Punkte plan empfunden habe. Ich war aber auch innerlich total blockiert. Die letzten Wochen waren persönlich sehr aufwühlend, so dass ich einfach durch war und das vor allem emotional und eine aktuelle Medikamenteneinstellung hat mich ausgeknockt. Was bin ich froh, wenn Mitte Januar die Aufdosierungsphase abgeschlossen ist. Das wirkt sich dann natürlich auch auf die Leistungsfähigkeit im Studium aus, wenn einfach mal nichts über ist nach einem Arbeitstag um es da rein zu investieren und doch Texte lesen zu müssen, die man eben nicht einfach liest. Studieren bedeutet nicht lesen, sondern es bedeutet lesen, verstehen, verinnerlichen, übertragen, diskutieren, reflektieren.  Aber zurück zur Aufgabe! Die zweite Aufgabe hat vor allem dazu gedient zu erklären welche Kriterien Abbott diskutiert, die dazu führen, dass sich eine starke Profession entwickelt und gesellschaftlich verankert. Das ging mir tatsächlich leichter von der Hand. Die letzte Aufgabe war ja mein größtes Problem, nämlich die Übertragung auf mein Tätigkeitsfeld. Zumindest war es das bevor ich angefangen hatte zu schreiben. Ich hatte mich tatsächlich hier so ausgeheult, dass es mir dann gut von der Hand ging. Ob es aber das ist, was der Prof möchte, tja das werde ich noch erfahren.   Wie noch erfahren, hatte ich nicht gerade berichtet, dass ich die Deadline nicht geschafft hatte. Ja das stimmt, die Technik. Ich hatte ja direkt den Prof angeschrieben und auch mein Dokument angehangen (auch wenn es eine alte Arbeitsversion war). Was tatsächlich klasse war (ist nicht unbedingt üblich außerhalb der Sprech- und Unizeiten), hatte ich heute morgen schon direkt eine Nachricht, dass er die Einstellungen etwas verändert hat und ich das Dokument einreichen kann. Wir werden sehen, ob es dann als late Submissen zählt oder nicht. Zumindest Canvas sagt mir das im Moment so:   Ist mir aber egal. Erst war ich gestern etwas enttäuscht, weil ich auch, wenn ich zum Spaß studiere, dennoch einen guten Abschluss machen möchte. Mann muss aber nur 2/3 der benoteten Prüfungen mit VG bestehen, um den Kurs insgesamt so bestanden zu haben. Also werde ich bei den anderen Prüfungen schauen, dass ich zu normalen office hours fertig werde, so dass es hoffentlich am Ende passt. (Okay Inhaltlich muss es ja auch noch sein).   Examination 2 dreht sich um das Werk von O'Connor/ Netting (2009) Organization Practice: A Guide to Understanding Human Service Organizations. Hiervon werde ich dann in nächster Zeit berichten. Denn wie die Statusleiste verrät ist das auch die nächste Prüfung, die im Januar fällig wird. Bis dahin werde ich jetzt nächste und übernächste Woche nutzen, um zu lesen und dann insbesondere die freien Tage, um zu schreiben. Da muss ich aber auch noch geschickt planen, da ich über den Jahreswechsel heim Fahre und mein Vater kein Internet hat und ein Handynetz, da brauchen wir noch nicht mal über 5G diskutieren, denn es wäre schon Fortschritt gäbe es 3G ;) .   So, dann wohl die letzten Infos zu diesem Modul. Was ist alles Kursliteratur   Abbott (1988) System of Professions Essay on the Division of Expert Labour (Buch, 452 Seiten) O'Connor/ Netting (2009) Organization Practice: A Guide to Understanding Human Service Organizations (Buch, 464 Seiten) Bozart et al. (2013) The Integration of Health Services (Research Report, 15 Seiten) Abrahamson et al. (2009) An Evaluation of Family Centres in Region Västra Götland, Swerden (Report Summery, 8 Seiten Kodner/ Spreuwenberg (2002) Integrated Care. Meaning, logic, application, and implications (discussion paper, 6 Seiten) Tolbert (1990) Review of the book The System of Professions An Essay o the Division of expert Labor (Paper, 5 Seiten) Abrahamson (o.J.) Uncovering tensions among frontline workers in an intersectoral organization: a mutual exploration in a Swedish family center (Paper, 12 Seiten)   Als Zitationsstil für dieses Modul dient der Vancouver Referencing Guide. Dieser war mir bislang völlig fremd, aber man gewöhnt sich dran. Wir haben eine Abwandlung, da wir aufgrund der Tatsache, dass Abbott nicht nur zwei Seiten hat, mit Seitenzahlen belegen, was da ansonsten nur bei direkten Zitaten der Fall wäre.   Ja ich glaube das wäre es. Es wird übrigens einen neuen Blog geben, den ich gerade aufbaue. Ich weiß, dass ich einige Leser habe, die sich hier schon einmal Tipps holen, selber aber zu schüchtern sind manche Dinge zu fragen. Daher werde ich zusätzlich über das Mentoring Programm der APOLLON, meine Erfahrungen und auch einzelne Themen und Fragen, Tipps und Tricks in Bezug auf das Studium anführen. Euch ein schönes Wochenende. Jetzt werde ich nämlich erst einmal gar nichts machen, sondern eine runde stricken. Denn ich habe hier noch ein Babydeckchen, was doch langsam mal fertig werden soll, sonst kann das Kind laufen bevor ich nur annähernd fertig bin.    

polli_on_the_go

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Examination 1 - Submission Deadline

… verpasst. Und das nicht einmal, weil ich nicht fertig war. Denn das war ich bereits um 23:30 Uhr. Also mit 29 Minuten um das Ding einzureichen, sollte es ja eigentlich kein Problem sein. Die Betonung liegt auf eigentlich. Denn, obgleich ich das Dokument in einem der gültigen Formate, die auch vorab immer gingen einreichen wollte, ließ es sich absolut nicht anhängen und hochladen. Ich habe es neu gespeichert. Am Ende war nichts zu machen. Ich konnte die Datei nicht anhängen. Und dann war das assignment locked.   In einem Akt der Verzweiflung habe ich es dem Prof per Mail geschickt. Aber ich bin ehrlich gerade beim drüber schauen, habe ich gesehen, dass ich ohnehin eine Teilaufgabe vergessen habe. Da bin ich ehrlich, dann lieber jetzt nicht per Mail annehmen, ich mach es noch zu ende und hoffe am Ende einfach zu bestehen. Es kommen noch zwei Exams und ich denke bestehen ist gut. Ärgern tut es mich zwar grade, aber ich denke so der ein oder andere kennt diese Situationen.   Naja, blöd gelaufen.

polli_on_the_go

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Interaktionistische Professionstheorie von A. Abbott...

… oder wie ich versuche die Zeit zu besiegen. Dieser Blog wird kurz. Wir haben 19:43 Uhr. Die Zeit rennt die Deadline ist um 23:59 und mein Kopf ist leer. Gerade mache ich das Layout und hoffe gleich in einem Anflug von Wahnsinn mein Paper runter schreiben zu können. Dann muss ich mich noch "mal eben" mit der neuen Zitationsform befassen. Für Korrektur und das plane ich am Ende ca. 60 Minuten ein. Das gibt mir jetzt mit einer kurzen Pause zwischen drin 3 Stunden um das hinzubekommen.   Im Prinzip gibt es drei Szenarien, die möglich sind, wenn ich das jetzt durchziehe   Ich bin ein Überflieger und bestehe im Erstversuch mit VG Der Prof. ist gnädig bzw. der Anspruch weit geringer, als ich vermute und ich rutsche durch mit G Mein Paper liegt unter den Erwartungen des Profs und ich falle durch    Option 3. bedeutet, dass ich dann in einem Zweitversuch das bereits erstellte Paper nacharbeiten kann und dann noch mit einem G bestehen kann. Würde ich aber die Deadline verpassen, gibt es keinen Raum für einen Drittversuch, wenn ich das richtig verstanden habe und das möchte ich mir eigentlich gerade bei diesem Thema nicht verspielen, wenn ich ehrlich bin.    @hugobene wie kommst du eigentlich im Moment voran?

polli_on_the_go

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System of Professions

So mittlerweile, bin ich zumindest im Lesefluss. Ich hoffe, dass ich die letzten Case Studies nicht wirklich für die Aufgabe brauche. Sieht aber nicht so aus. Ob ich aber tatsächlich die Deadline am Freitag schaffe, da bin ich mir mehr als unsicher. Aber das Schlimmste, was passiert, ist dass ich mir meine Chance verwirke das Modul mit VG zu bestehen, was ich im Moment ohnehin stark anzweifel.    Liebe Frau Prof. Pundt es sei mir verziehen, aber ich verstehe schwedische Sozialwissenschaftler immer noch nicht. Vielleicht sollte ich mal die deutschen testen ;).   Ich werde aber jetzt erst einmal das Semester beenden und dann schauen. Es scheint grad auch irgendeine Änderung zu geben. Die Programm HP wird überarbeitet. Es gibt keine Infos mehr zum Curriculum (nerv). Und der Syllabus wurde neu datiert. Aber eigentlich müsste ein Modul im nächsten Semester international health sein und das interessiert mich schon.    Das war es erst einmal kurz. Und auch nicht so demotiviert wie das letzte Mal.    

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Tut mir das noch gut? - Zweifel, Frust und noch mehr Zweifel

Das erste Modul habe ich also erfolgreich abgeschlossen und das, wie 26 Prozent des Kurse mit der Bestnote VG. Seither hat direkt nahtlos das zweite Modul gestartet "Knowledge Development in Multiprofessional Workplaces." Leider kann ich nicht unbedingt sagen, dass es besser geworden ist. Zwar weiß ich jetzt wann und was ich als meine fünf Prüfungen ablegen muss, bis 14. Januar, aber naja.    Es fing an mit einer recht erzwungenen Diskussion in der man seine Organisation beschreiben sollte und wo dabei auch Fragmention und Integration in der Oragnisation und seiner Profession beschreiben sollte. Benotet war es nicht und es gab auch kein Feedback, musste nur gemacht werden. Bei der Three-Week Control musste man nur anklicken, dass man weiter macht. Jetzt steht bis zum 14.12. die erste Hausarbeit an. Hierzu ist zunächst das Werk von Abbott "The System of Professions" zu lesen. Soweit so gut gibt es einen theoretischen Rahmen zur Entwicklung den Eigenschaften von Professionen. Beispiel sind hier das Amerikanisch und Britische System mit leichten Einflüssen des Französischen und Vornehmlich finden sich medizinische Einflüsse oder es werden Beispiele zu Architekten oder Juristen gezogen.   Aber mit der Hausarbeit habe ich wirkliche Probleme. Das liegt nicht mal daran eine Theorie zu verstehen, denn das ist jetzt ja nicht so schwer, bzw. sollte man zumindest bis zum Master drauf haben. Somit ist Aufgabe 1 "Explain how professions develop according to Abbott" noch machbar. Auch Aufgabe 2 bekomme ich noch hin "Which conditions, and why, are of vital importance for a profession’s prospects to establish itself as a strong profession according to Abbott?"   Aber ab dann wird es für mich ziemlich demotivierend und ich kann die Aufgabe tatsächlich nicht in der Art und Weise lösen. Denn Deutschland ist nicht Skandinavien und schon gar nicht Amerika oder Groß-Britannien. Professionen nach dem Verständnis von Abbott und auch so, gibt es per Definition in Deutschland gar nicht so viele. Vielfach haben wir Berufe und Paraprofessionen, aber wirkliche Professionen, das ist in Deutschland schon sehr eng gestrickt. Nicht ohne Grund gibt es die Professionalisierungsdebatte in der Pflege seit Jahren wogegen Ärzte, Anwälte und die meisten Handwerker die Aufgabe ohne Probleme lösen können, denn sie wären eine Profession. Aufgabe 3 beginnt mit den Worten "Discuss Abbott's theories in relation to your profession and professional practice." Professional Practice oder professionelles Handeln im Sinne beruflicher und tätigkeitstypischer Abläufe ist gar kein Problem. Da kann ich auch viel von Abbot anwenden. ABER jetzt einmal im ernst, nehme ich meinen Studienberufe Präventions- und Gesundheitsmanagerin, würde ich doch in Deutschland reichlich belächelt werden es als Profession zu bezeichnen, zu mal das ja auch nicht meine Berufsbezeichnung ist. Ich bin Sachbearbeiterin. So und jetzt kommt ihr, seit wann ist "Sachbearbeiter" eine Profession. Sachbearbeiter gibt es in so vielen Branchen und die meisten haben nichts mit einander zu tun. Ein Sachbearbeiter in einer Autoversicherung, hat nichts mit einem im Ausländeramt gemeinsam und auch nicht mit einem in einer Hochschuladministration. Also zumindest nichts, was daraus eine gemeinsame Profession werden lässt. Ich arbeite zwar im Sozialsystem bin aber kein Sozialarbeiter, ich habe einen designierten Bereich bin aber kein Fallmanager, meine Kunden haben ein definiertes Problem, aber ich schaffe keine Lösungen in dem Sinne, wie Abbott sie sieht. Ich habe einen Beruf, was eher dem englischen vocation entspricht, aber eine Profession?   Und so ist es, dass Teil b) der Aufgabe für mich einfach nicht beantwortbar ist, ohne mir was aus den Fingern zu saugen. Ich bin sehr gut im Übertragen von Theorien, aber was würdet ihr denken, wenn es auf einmal heißt "Relate these to your own profession and professional practice for example by discussing the questions below. - What is particularly interesting/relevant, and why? - What do you question, and why? - Which new questions do this rise?"   Gut, aufkommende Fragen habe ich viele. Zugleich hat mich die Aufgabe eher in eine lähmende Starre versetzt. So etwas kenne ich aus dem vorherigen Studium nicht. Mein Kopf ist total leer und zugleich voller Fragen. Es sind zweifel dabei und die Überschrift lautet "Tue ich mir mit diesem Studium akademisch, beruflich und vor allem persönlich einen Gefalle?"   Ich finde die Isolation, die ich aus dem APOLLON Studium so nicht kenne nahezu unerträglich. Mir fehlt der vernünftige aber auch lockere Austausch. Mir fehlt es so etwas, wie hier oben einmal diskutieren und reflektieren zu können. Mir fehlt die Anwendbarkeit und mehr noch mir fehlt die Organisation und Struktur. Über so Dinge, wie wechselnde Formale Standards versuche ich ja noch hinweg zu sehen (Jetzt sind wir bei einzeilig mit Vancouver Referencing System). Aber, dass man es nicht einmal schafft die Module einheitlich auf der Plattform einzupflegen. Der Kurs ist obendrein 3 Tage zu spät gestartet und es ist obwohl mehrere Studenten immer wieder gefragt haben, keinem aufgefallen. Der Tutor is eher abwesend, es kommt auch im Gegensatz zum letzten Modul nichts zwischendurch. (Ja wir sind nicht im Kindergarten, aber an der APOLLON konnte man wenigstens in einen Lehr-Lern-Dialog treten).   Ich bin also rundum gefrustet, das Studium zieht mich persönlich runter und ich habe keine Freude daran. Für mich ist das nicht Mittel zum beruflichen Zweck, sondern ist Gehirnjogging für mich, es ist Ausgleich, naja war es einmal. Ich debattiere im Moment zwischen noch einmal auf das nächste Modul warten und hoffen, dass es besser wird oder mir eine Auszeit zu nehmen, um zu überlegen, was ich möchte. Vielleicht geht es aber auch weniger um das wollen, als um das Gefühl, was bei mir eigentlich mit dem Studieren verbunden ist und die Tiefe Freude und Zufriedenheit, die ich immer empfunden habe. Ich schätze die Gesundheitswissenschaften, wie Musik hat sie ihre eigene Melodie, aber gerade ist das keine Symphonie, vielmehr ist es eine nervige Kakophonie. [Alle, die denke, das ist ein Schimpfwort, nein das hat sowohl in den Sprachwissenschaften, als in der Musik eine feste Bedeutung].   Im Moment bin ich einfach genervt, aber vielleicht ist das auch nur wie mit einem Knobelspiel, man wirft es in die Ecke, weil man den Ring nicht vom Seil bekommt und die Geduld verliert. Und mein Geduldsfaden ist kurz mittlerweile, sehr kurz.   Sorry, das ist wohl der niedergedrückteste Blog seit langem. Aber was soll ich die Realität durch die Rosa Brille beschreiben. On the other hand. Ich habe meine Probezeit um ;) und darüber freue ich mir wirklich.

polli_on_the_go

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Final Exam: Integrative Application

(Quelle Coverbild: https://oregoncenterfornursing.org/nursing-workforce-research/research-3-2/)   Läuft...zwar rückwärts aber läuft. So oder so ähnlich fühlt es sich an. Am liebsten hätte ich mein Paper schon fertig oder eingereicht. Aber es kam ein Infekt dazwischen und dann bin ich doch hineingestolpert, mitten ins Motivationsloch. Was mir wirklich fehlt ist der lockere Austausch mit Kommilitonen. An der APOLLON hat das immer gut geklappt und man konnte auch einfach so mit anderen in Kontakt kommen. An der HKR ist das super schwierig. Man sieht in seinem Kursverteiler nur die Studierenden, die auch gerade im Kurs sind. Und da eine wirkliche Konversation aufrecht zu halten ist schwer. Zu höheren Semestern gibt es gar keinen Kontakt. Isolation bekommt so eine ganz neue Bedeutung. Während das Studium an der APOLLON selten einsam war ist es das dafür jetzt um so mehr. Wenn dann auch noch Prüfungen, wie die Diskussion laufen, wie sie gelaufen sind ist das doppelt frustrierend. Aber ich will jetzt nicht nur jammern. Ich habe vorgenommen, wenigstens dieses Semester mein Bestes zu geben und zu schauen, ob es passt und das werde ich dann wohl auch tun.   Bis Mittwoch muss ich noch mein Final Exam ein sogenanntes Individual Take at Home Exam abliefern. 23:59 Uhr sollte eigentlich machbar sein. Es geht, wie bereits geschrieben darum, zu einem selbst gewählten Thema die im Modul erlernten Konzepte anzuwenden und den Sachverhalt zu analysieren sowie kritisch zu beleuchten. Wenn man jetzt aber denkt, das ist so straight forward wie Theorie -> Beispiel -> Übertragung, wie man es vielleicht aus der Arbeit mit Studienheften kennt, so einfach ist es dann doch nicht.   Die komplette Pflichtlektüre wurde in den Gruppen mehr oder weniger anhand der Aufgaben diskutiert. Dabei war es schon wichtig, dass man sich Ansätze, Konzepte und Theorien selbst erarbeitet und auf bestimmte Aspekte anwendet. Das traf sowohl auf die beiden Bücher von Foucault und Turner zu, als auch die sechs Pflichtartikel. Es gibt also keine PowerPoint oder ein Manual, was mir einfach die Theorien Integrativer Gesundheitswissenschaften listet und die es dann jetzt auf einen neuen Sachverhalt zu übertragen gilt. Im Grunde macht mir aber genau das wirklich Spaß. Ich kann meine eigenen Schwerpunkte legen und Themen diskutieren und analysieren, die mich interessieren, fesseln oder vor eine Herausforderung stellen. Ich muss aber auch sagen, dass mir hier mein Studium und die Herangehensweise der APOLLON sehr zu gute kommt. Selbstständig Fragen zu entwickeln, Relevanz zu betonen, Theorien und Konzepte heraussuchen, die zum Sachverhalt beitragen, kritisch zu diskutieren ist nach über 30 Fallaufgaben, HA, GP, PB und Thesis mehr und mehr zur Gewohnheit geworden.    Es hat etwas gedauert, bis ich mit dem Thema zufrieden war, aber ich glaube jetzt habe ich es. Es wird ein Critical Review, dass zu deutsch die "Vernachlässigung und gesundheitliche Ungleichheit von Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung in Ansätzen der Gesundheitsförderung" betrachtet. Wirklich Kopfzerbrechen hatte mir hier zunächst gemacht, wie ich insbesondere Foucault mit einziehen kann, um das beleuchten. Doch nachdem ich das Thema soweit rund habe, hat sich herauskristallisiert, dass der medical gaze hier eine besondere Bedeutung hat. Wesentlich leichter war hier tatsächlich Turner, der sehr gut als Basis für das Begriffsverständnis von Behinderung (disability) dienen kann, wenn man sie von dem Verständnis von disease ableitet. Interessant ist auch, dass sich irgendwie die gesamten Artikel super in das Thema einfügen und das was ich an zusätzlicher Literatur gewählt habe mit der Kursliteratur, die vornehmlich andere Themen behandelt sich wie ein Uhrwerk zusammenfügt.   Ich finde es immer wieder spannend, wie aus scheinbar überhaupt nicht im Zusammenhang stehenden wissenschaftlich diskutierten Sachverhalten und Theorien andere Phänomene oder Herausforderungen erklärbar werden, sich ein anderes Verständnis entwickeln lassen oder sie zu einer ganzheitlichen (integrativen) Sichtweise beitragen. Man und so unmotiviert ich am Anfang des Blogs war, um so mehr leuchten jetzt schon wieder meine Augen. Ich glaube es hat sich wirklich eine Hassliebe zwischen Studiensetting und Studieninhalt entwickelt. Kennt ihr das auch, also am liebsten wegen organisatorischer Aspekte alles hinwerfen, aber einfach weiter machen, weil ihr in der inhaltlichen Ausrichtung total aufgeht und es euer "Ding" ist?   So ich werde jetzt mal weiter machen. Der nächste Beitrag ist dann eine Gesamtevaluation des Moduls.

polli_on_the_go

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Kostenfreies Studium = Motivationsbremse oder Freibrief zum Abbruch?

Ich habe mir gedacht, dass ich einen kurzen Zwischenbericht mache. Bis gestern Abend 23:00 Uhr, habe ich gedacht, dass das, was in meiner Gruppe passiert ein schlechter Scherz ist, es waren ja noch 59 Minuten, bis zur Deadline. Und einmal ehrlich im Zweifel drei Artikel lesen und zu jedem eine Frage zu diskutieren, ohne auf das, was vorher von der Gruppe diskutiert wurde, eingehen zu müssen scheint mir jetzt nicht so eine hohe Hürde. Auch ist eine viertel Seite (= insgesamt 1.5 Seiten) auf eine Woche ist jetzt auch kein Kunststück. Was ist passiert? Aus meiner Gruppe sind 6/8 Personen durch die Prüfung gefallen. Das aber nicht, weil sie am Thema vorbei geschrieben haben, sondern, weil sie einfach gar nichts geschrieben haben, nicht einmal die kleinste Frage.  Im Umkehrschluss heißt das auch, dass nur die andere Kommilitonin und ich tatsächlich diese Prüfung abgelegt haben. Aber ich muss dafür sagen, während in der letzten Diskussionsprüfung der Austausch mit ihr noch wenig erfrischend war, haben wir beide wirklich Spaß gehabt und tief diskutiert. Ich kann zumindest sagen, ich habe auch einen schönen Einblick in das schwedische Gesundheitssystem erhalten. Zugleich hat mich das Verhalten beim letzten Mal schon etwas verwundert und wenn jetzt quasi 75 Prozent der Gruppe einfach abtauchen, wirft das auch Fragen auf.   Wesentlicher Unterschied zwischen dem deutschen und schwedischen Bildungssystem ist wohl, dass auch akademische Bildung vollkommen kostenfrei ist (also kein Semesterbeitrag). So fallen auch keine Gebühren für das Fernstudium an. Durchfallen, keine Lust haben usw. haben also keine unmittelbaren monetären Konsequenzen. Ich haben jetzt keinen Vergleich zur traditionellen Hochschule (z.B. Einschreiben fürs Studententicket ;) ) oder die FU (preisgünstigstes Fernstudium auf universitärem Niveau). Dennoch stelle ich mir die Frage, ab Bildung kostenfrei für alle (Schweden und EU Bürger), nicht zugleich solche Phänomene verursacht. Motivationsbremse ist möglicherweise das falsche Wort, aber es braucht doch eine ganz andere Motivation, dabei zu bleiben, wenn auch das Nicht-Bestehen oder aufhören keine wirklichen Konsequenzen hat und man, wenn man will sein ganzes Leben einfach irgendwas akademisch im Fernstudium studieren kann, weil das System es hergibt. Zunächst finde ich grundsätzlich den schwedischen Ansatz gut. Ich kann bisher nicht sagen, dass ich im Vergleich zur APOLLON weniger lerne oder mir auch nur ein Hauch geschenkt wird. 7.5 Credits waren vorher auf jeden Fall etwas weniger Aufwendig mit maximal 2 Prüfungen. Jetzt sind es insgesamt 4 Prüfungen, die vom Schreibvolumen in etwas gleich sind, aber vom Umfang der Kursliteratur (auch wenn man für die Diskussionen noch extern recherchiert) etwas höher. Doch ist es ja auch ein Master Studium, nicht wahr?   Es haben ja nach den ersten 3 Wochen schon die Hälfte der Studierenden aufgehört und ich stelle jetzt einmal die Vermutung auf, dass nach den letzten drei Prüfungen noch einmal mindestens zwei Hände voll Studierende Weg sind bzw. nicht mehr aktiv im Kurs. Es zeigt aber, wie ich finde auch sehr schön, welche Bedeutung extrinsische und intrinsische Motivation im Fernstudium haben. Oder anders ausgedrückt, wenn die extrinsische Motivation wegfällt bzw. eine zusätzliche Verpflichtung oder Konsequenz (Geld in den Sand setzen tut meist weh), dass eine fehlende bzw. wenig ausgeprägte intrinsische Motivation das Durchhalten in einem (Fern-)Studium möglicherweise erschwert (Oder macht es das Aufgeben einfach einfacher).  In einem der Threads hier auf FI[*] ging es ja darum, warum Studierende ihr Studium abbrechen, ich würde neben den dort genannten Argumenten gerne noch was reinwerfen und zwar, dass zu oft all die externen Faktoren im Vordergrund stehen, weniger aber, das was einen wirklich motiviert. Ich stelle die Behauptung auf, dass viele Studierende nicht einfach aus purem Interesse und Spaß am Lernen oder Fach studieren, sondern aus ganz pragmatischen Gründen. Die Frage ist aber, ob das ausreicht. Auch bleibt die Frage, ob es Systeme, wie das in Schweden, Studierenden nicht einfach zu leicht macht, alles und nichts zu studieren, sich immer wieder neu zu erfinden und aufzugeben, ohne es einmal durchzuziehen.   Was gibt es sonst noch erfreuliches? Ich habe meine Note für das erste Individual Paper on Theories and Concepts in Integrative Health Science erhalten. Wie bereits im Vorblog erklärt im 3-Stufen Schema. Das Feedback war umfassend und interessant, aber auch hilfreich. Zum Schmunzeln gebracht hat mich dann die Aussage "I am a bit uncertain at times of how you interpret Foucault. […] Foucault's way of writing can be confusing. This comment does not affect your grade" - Um ehrlich zu sein, ich weiß manchmal auch nicht, wie ich Foucault interpretiere, das liegt an meiner Tagesform und wie sehr ich ihn gerade leiden kann . Am Ende habe ich dann aber mit VG (väl godkänd/ pass with distinction) bestanden. Wenn ich nun die letzte Hausarbeit auch mit VG bestehe, habe ich den Gesamtkurs so bestanden.    Die letzte Prüfung umfasst auch wieder ein Individual take at home exam (man nennt es auch paper) von 3-4 Seiten, dass ein wenig alles gelernte Verknüpft und wo ein Thema anhand der Kursliteratur diskutiert werden soll. Eigentlich hatte ich auf das Phänomen "Präsentismus" eingehen wollen, aber zwischen Aufstehen und Schreibtisch kam mir eine Inklusionsthematik in den Sinn mit Bezug zur Gesundheitswissenschaft und die wird es sein. Zeit dieses Mal 14 Tage, also angemessen und da ich ja jetzt eine Struktur fürs paper habe auch gut machbar.      [*] bewusst nicht verlinkt und soll auch so bleiben ;) 

polli_on_the_go

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Woche 6-9: Paper, Research & Gruppendiskussion die 2te

(Bildquelle: http://feedsleepbond.com/wp-content/uploads/2017/03/GroupDiscussion.jpg)     Es wird mal wieder Zeit für ein kurzes Update. Die letzte Diskussion war zwar reichlich unbefriedigend, aber am Ende habe ich noch ein sehr nettes Feedback von dem griesgrämigen Prof bekommen und ein zwei Tipps, die genau richtig zur ersten Hausarbeit kamen. Es gab auch noch einen kurzen Austausch in der Gruppe und ein zwei Entschuldigungen und in der nächsten Diskussionsprüfung bessern wir uns. Dazu aber später mehr.   Das Paper sollte zwischen 3 und 4 Seiten sein und die habe ich auch bis auf die letzte Zeile ausgenutzt. Ich fand es am Ende sogar sehr spannend, denn was ich bei meinem Diskussionsbeitrag, der ja auch dem Arbeitsumfeld entstammen sollte, nicht wusste, war, dass dieser die Basis für das Paper sein würde. Letztendlich, habe ich es dann thematisch so durchgezogen, wie in meinem letzten Beitrag berichtet. Nach einer kurzen Einführung zur Grundsicherung für erwerbsfähige Leistungsberichtigte und die gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen von Sanktionen, bin ich dann zunächst anhand von Foucault und seinen Ausführungen zur gesellschaftlichen Verantwortung bedürftige Menschen zu unterstützen eingegangen. Sehr spannend, wenn man einen Gesundheitsdiskurs auf das soziale Sicherungssystem transferieren muss. Anschließend habe ich dann die Frage aufgeworfen, ob diese gesellschaftliche Verpflichtung nicht im Konflikt zu Sanktionen steht und dann anhand von Turners Personentheorie und was eine Person ausmacht das begründet. Wie man nun zu Sanktion und Hartz IV steht, sei dahin gestellt, ich fand es aber überaus spannend, das aus sozialwissenschaftlich-soziologisch-geschichtlich herzuleiten und war am Ende überrascht, wie logisch dieser Mechanismus basierend darauf ist und wie weit die Wurzeln für solche Mechanismen zurück gehen, denn ich bin am Ende bei König Salomo gelandet. Aber das würde hier doch zu weit führen.   Danach die Woche gab es insgesamt sechs Artikel zu lesen und nachdem die erste Hälfte des Moduls sich mit Theorien und Konzepten zu gender, power und knowledge befasst hat, geht es jetzt um das Feld research of integrative health science. Die Artikel waren unterschiedlich lang, und ich muss sagen, mit der Absolventenfeier und einem leeren Tablet, bei der Abfahrt nach Bremen, hat sich meine Investition doch in grenzen gehalten. Ich habe etwas gepokert und musste mir auch im klaren darüber werden, ob ich so in dem Format weiter machen kann und will.    Donnerstag hat dann die zweite Diskussionsprüfung begonnen. Aus formals acht Gruppen sind nun vier à acht Personen geworden. Da der Leseaufwand der Artikel wirklich überschaubar war und es genau sechs Fragen gab (zu jedem Artikel eine) und man insgesamt zu drei Fragen einen fundierten Beitrag leisten musste, habe ich ganz ehrlich erwartet, dass das Ganze nun etwas elanvoller läuft. ABER, was soll ich sagen, heute haben wir Montag fast vorbei, die Prüfung geht Mittwoch um 23:59 offline und bis jetzt, sind es wieder Kommilitonin X und ich, die das alleine diskutieren. Dafür ist es aber spannend. Ich habe mich entschieden die Habitus Theorie von Bourdieu mit dem Schwerpunkt, warum sich Gewohnheiten so schwer ändern lassen, was man aus einer kritischen Betrachtung von AIDS Kampagnen in den 80er/90er Jahren in der UK für Health Promotion im allgemeinen lernen kann und ob ein integrativer Health Care Ansatz utopisch ist, zu diskutieren. Es bleibt also spannend. Und am Donnerstag geht es dann schon in die letzte Prüfung die Abschlusshausarbeit. Dafür habe ich dann zwei Wochen Zeit. Danach ist noch eine Woche Pause und dann beginnt auch schon das nächste Modul.    Ich hoffe, dass meine Bücher rechtzeitig kommen. Ich habe die zwar von einem lieben Kommilitonen alle als pdf bekommen, aber manchmal brauche ich doch Papier. Leider gibt es eins der Bücher gebraucht nicht billiger als neu, aber naja. Da habe ich dann aber heute bei Thalia einen schnapper gemacht und bekomme es 20 Euro unter dem Gebrauchtpreis, weil der Großhändler es günstiger hatte (ich liebe nicht preisgebundene Artikel) als Thalia auf der eigenen Website.    Ansonsten fühle ich mich zumindest etwas wohler. Ich habe tatsächlich in der letzten Woche nicht mehr mindestens1x täglich daran gedacht alles hinzuwerfen und doch Gesundheitsökonomie zu studieren. Jetzt ist die Neugier erst einmal geweckt, wie wohl das nächste Modul wird. Oh und es gab auch schon die erste Note. Aber das ist bei mir jetzt relativ einfach, das die hkr das alte Schwedische akademische Notensystem nutzt und das besteht aus ganzen drei Noten   VG = väl godkänd (gut bestanden und irgendwas mit 1.0 bis 1.7)  G  =  godkänd (bestanden und irgendwas mit 2.0 bis  4.0)  U  = underkänd (nicht bestanden und ganz klar 5.0)   In Diskussionen gibt es nur G oder U (eigentlich, wie ich finde etwas schade, denn man muss sich schon echt blöd anstellen, um da durchzufallen, aber auch das haben in der letzten Runde ja zwei aus meiner Gruppe geschafft). Entsprechend habe ich auch ein G. Ich warte jetzt noch auf die Note vom ersten Paper, die sollte aber eigentlich jeden Tag kommen. Ach und der griesgrämige Prof hatte wohl nur einen schlechten Tag, denn direkt nach Einsendung wurde ich gefragt, ob ich denn nun Kanadier oder Deutsche sei und er hatte noch ein paar nette Worte geschickt. Interessant finde ich auch, dass ich sofort den Plagiatscheck sehe. Das berichte ich aber beim nächsten Mal und zeige dann mal, wie das aussieht. Naja und Canvas und ich sowie Diskussionen, das ist wohl eine Hass-Liebe.

polli_on_the_go

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Woche 4-5: Diskussionslose Diskussionen und Fragen?-Nicht erwünscht

Ich werde heute nur kurz schreiben, denn die derzeitigen Emotionen und Gedanken hinsichtlich der Weiterführung des Studiums muss ich erst in eine halbwegs pragmatische Reihenfolge, befreit von Culture Clash und "at my former faculty" bringen.  Im Moment ist die Stimmung etwas gedrückt. Unser Kurs hat sich bis jetzt nicht nur halbiert, zugleich herrscht eine allgemeine Unzufriedenheit mit der starken Struktur, die zunächst nach Prof. eins ja nie ein Problem war. Während unsere Gruppendiskussionen ziemlich tot waren (zumindest von dem, was man hier und da aus anderen Gruppen mitbekommen hat), ist die Diskussion doch recht intensiv gewesen. Im Rahmen dessen stellte sich dann auch heraus, dass doch schon in den vorherigen Evaluationen des Moduls der Workload als nicht stimmig und die Berechnung der Arbeitszeiträume als nicht dem Teilzeitstudium entsprechend angegeben wurde.   Als Beispiel. In Deutschland entspricht 1 ECTS 30 Semesterwochenstunden. Ein Teilzeitstudium im Fernstudium liegt bei durchschnittlich 15 Stunden Arbeitsaufwand (+/-). Aktuell bin ich beim Indiviual Paper (2.5 Credits/ 2 Points). Demnach müsste es mind. 60 Semesterwochenstunden entsprechen. Ein Kommilitone hat ausgerechnet, dass die Bearbeitungszeit mindestens 3,33 Wochen betragen müsste. Bei uns ist es (dank der verspäteten Freigabe der Aufhabe) gerade einmal 5.5 Tage. Allerdings sind es auch nur 4 Seiten. Die haben es aber insofern in sich, dass man seinen Diskussionsbeitrag fundiert, theoriegeleitet anhand von Foucault und Turner weiterentwickeln soll. Es wäre wirklich hilfreich gewesen, das zur Diskussion zu entwickeln, denn mit meinem Thema zum Arbeitslosengeld II und gesundheitlichen  Vollsanktionen, kann man zwar aus Turner viel herleiten, bei Foucault's Birth of the Clinic sieht das da schon ganz anders aus, weswegen ich heute auch nur eine Seite geschafft habe. Ziel ist es dennoch morgen fertig zu sein, um for der nächsten lecture ab Mittwoch einmal ein wenig durchatmen zu können.   Ich bin auf jeden Fall froh, dass in der Zeit der Absolventenfeier (am Samstag) nicht noch ein Paper ansteht sondern eine lecture, so dass ich das Wochenende in Bremen mit meinem Vater einfach genießen und endlich meinen Abschluss feiern kann. Das habe ich nämlich noch nicht.   Naja da war ja noch das Thema Discussion. An sich eine nette Idee, aber in Canvas nervig. Wirklich geklappt hat es auch nicht. Wir waren eine Vierergruppe. Jeder sollte einen Initialbeitrag schreiben und mit Belegen versehen und dann auf die Beiträge der anderen in gleicher Weise antworten. Allgemein haben wohl viele mit der Zeitspanne (Donnerstags bis Mittwochs 23:59) gekämpft. Montags bin ich gar nicht wirklich auf Canvas gekommen, Dienstag habe ich gepostet (da waren wir 2). Dann kam die Ansage, dass nur solche Beiträge beantwortet werden müssen, die Dienstags innerhalb regulärer Arbeitszeiten gepostet werden. Das war dann nach mir keiner mehr. Die eine Kommilitonin war später Abends und die letzte hat es erst Mittwoch späten Nachmittag geschafft. Die weitere Vorgabe für die Spätposter war dann aber, dass sie alle vorangegangenen Beiträge beantworten mussten. Tja, was soll ich sagen, ich habe zwar meinen Teil gemacht und jedem (auch den Spätpostern) mindestens 1x geantwortet. Gleiches kann ich aber nicht sagen. Bei mir hat sich nur eine Studierenden etwas eingebracht, aber leider eher mit Fragen, als mit fundiertem Input (das aber nicht nur in meiner Diskussion). Wirklich wütend gemacht hat mich aber, dass trotz der Ansage, dass keiner für das Fehlverhalten der anderen bestraft würde, man im Paper durchaus Nachteile hat. Eine Möglichkeit besteht nämlich darin sein Thema auch vor dem Hintergrund der angebrachten Aspekte durch die Kommilitonen weiter zu entwickeln und zu diskutieren. Das kann ich leider nicht.    Am meisten stört mich aber die fehlende formale Struktur oder Möglichkeit sich die Infos einfach einmal vernünftig irgendwo durchzulesen. Auch bin ich es aus dem vorherigen Fernstudium gewohnt, dass das Stellen von Fragen mehr als gewünscht ist. Es ist wirksames Lehrmedium für Studierende, die weder eine Vorlesung physisch besuchen können noch in eine Sprechstunde gehen können. Leider scheint das nicht das Verständnis meines derzeitigen Profs zu sein. Denn schon bei 3 direkten Mail Fragen (1 Fachliche und 2, weil seine Aussagen zum Task, was die Formalstandards angeht einfach = 0 sind und ich anderes gewohnt bin), tut es ihm leid, dass er so viele Fragen nicht beantworten kann, er habe andere Studierende, denen er helfen müsse und außerdem müsse er seine Forschung betreiben. Die hkr hat da wohl ein ganz einfaches Konzept, steht es nicht in der Aufgabenbeschreibung wird es nicht verlangt. Naja, mag man sehen, wie man will. Mich nervt es bisweilen. Mittlerweile habe ich aber das Outline für das Paper fertig und auch eine passabel aussehende Dokumentstruktur für ein academic paper. Ich halte mich da einfach an eine Mischung aus MLA und APA standards. Kann ja nicht falsch sein, weil es nirgendwo stand ;).    Es bleibt also spannend. Aber warum, warum muss ein gesundheitswissenschaftliches Studium nur mit Sozialwissenschaften anfangen.  Soziologie war schon nicht meins. Muss am Sozi im Wort liegen ;).     So bis dann, mal sehen, was ich euch beim nächsten Mal berichten kann oder ob ich bis dahin gar das Handtuch geworfen habe, denn danach ist mir gerade. Und da wären wir wieder bei meinem Matra "Aber an der APOLLON....Ich will zur APOLLON... Warum gehe ich nicht zurück zur APOLLON...Na gut, ich esse erst mal ein Eis!"     Ps.: Rechtschreibung ist heute aus!

polli_on_the_go

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Woche 1-3: Foucault, Turner und wenn das Teilzeit ist...

So, nachdem ich etwas Abstand zu den internen Diskussionen gewonnen habe und zumindest sehe, dass sich bemüht wird, habe ich gedacht ich versuche es einmal mit einem Update. Die ersten drei Wochen sind nun um. Ich dachte ich kann Fernstudium, aber im Moment habe ich doch den ein oder anderen Zweifel. Inhaltlich habe ich das Paper zu integrative Health und meinen Ansichten geschrieben. Es war nicht benotet, musste aber dennoch bis zur Deadline eingereicht werden. Ich habe ein schönes Feedback erhalten, auch wenn es am Ende etwas in Stress ausgeartet ist. Das lag aber eher daran, dass irgendwie alle Mentees und Freunde, denen ich irgendwann mal gesagt habe, ich könnte irgendwas lesen, zur gleichen Zeit hier geschrien haben und ich auch auf der Arbeit nun mehr und mehr Aufgaben übernehme.   Leider mag mein Latex Harvard noch nicht, aber bei einer Seite habe ich das ger ade noch so hinbekommen. Donnerstags wird immer der Inhalt der nächsten Woche freigeschaltet. Zuweilen nervt das, etwas weil man wirklich nicht unbedingt immer weiß, welche Überraschung der Donnerstag bereit hält. Die letzten 14 Tage war es aber berechenbar. Zum einen war es die Lecture on Foucault "The birth of the clinic". Dazu hab es einige Folien und eben das Hauptmedium und zwar das Buch entweder auf Englisch oder Französisch von vorne bis hinten zu lesen. Wer sich schon einmal mit ihm befasst hat, weiß, dass man ihn sehr reflektiv lesen muss und auf keinen Fall durchhetzen kann. Foucault ist sehr tiefgründig und zugleich verschachtelt. Dafür habe ich dann etwas länger, als die Woche gebraucht.    Die Woche drauf stand dann Turner im Fokus mit "The Body and Society". Auch hier gab es wieder einige Folien und das ganze Buch war zu lesen. Unglücklicherweise bin ich noch nicht ganz durch. Foucault waren schon 212 Seiten und Turner sind jetzt 248 Seiten. Gestern wurde dann auch schon nächste Prüfung und erste benotete freigeschaltet. Bis zum 03.10. müssen wir in unserer Gruppe sowohl einen eigenen Diskussionsbeitrag in der Länger einer DIN A4 Seite (wäre schön wenn hier so was, wie Seitenränder, Zeilenabstand oder so klar wäre, um zu wissen, wie viel denn nun die eine DIN A4 Seite ist) verfassen. Dabei sollen wir einen Bereich aus dem Healthcomplex auswählen (direkt oder indirekt) und vor dem Hintergrund der beiden Bücher im Hinblick auf Power and Normalization diskutieren. Ich weiß nicht, wie es den anderen Gruppen geht, aber bei uns herrscht grobe Ahnungslosigkeit, denn die Aufgabe ist teilweise doch leicht kryptisch und zugleich straight forward also ein Widerspruch in sich. Auch war uns nicht klar, wo genau wir denn jetzt hin posten sollen. Ärgerlich war dann auch, dass tatsächlich jeder aus der Gruppe diese Frage unter die Aufgabe gepostet hat und der Dozent es jedes Mal gelöscht hat, weil wir unter der Aufgabe diskutieren sollen, mit dem Erfolg, dass wir am Ende erst einmal unter einander gemailt haben, um sicher zu gehen, wir wissen jetzt wo was hin muss. Der Dozent antwortet zwar schnell, aber gerade ist er etwas betriebsblind.    Und nun vermute ich, dass ihr fast schon die gleiche Frage denkt, die mir die letzten Tage von meinen ehemaligen Kommilitonen der APOLLON immer wieder entgegen geflogen ist: "Wie soll man bitte eine Gruppendiskussion bewerten?" Grob kann ich nur sagen, dass der Eröffnungsbeitrag bewertet wird und dann auch die Antworten, die man auf die Beiträge der anderen gibt. Jeder muss mindestens eine Antwort auf die Beiträge der anderen geben. Für mich bedeutet das also neben meinem eigenen Beitrag noch drei weitere. Diese müssen sich auch auf die Literatur und darin vermittelten Konzepte beziehen und entsprechend mit Belegen versehrt werden. Da ist Chaos in Canvas vorprogrammiert. Denn da wir alle unter den Selben Beitrag posten und dann unter die Beiträge der anderen, wirkt es sehr unübersichtlich und verschachtelt. Glaub mir, wer sich über das Forum auf dem APOLLON OC aufregt oder irgendwelches Moodle Gedöns, der musste noch nie auf Canvas diskutieren.   Gerade stresst das aber einfach auch, denn bis Mittwoch 23:59 muss ich nicht nur auf die Diskussionsbeiträge der anderen mindestens 1x fundiert geantwortet haben, sondern meinen auch mit so viel Zeitpuffer gepostet haben, dass die anderen Antworten können. Da habe ich mir dann den Sonntag Abend für gesetzt. Mal sehen, ich hoffe ich bekomme das hin. Es ist zwar nur eine Seite aber dennoch kniffelig, wenn man es fundiert machen will, zumal ich einen indirekten Aspekt des Healthcomplex vor dem Hintergrund von Sanktionen (Vollsanktionen) und Wegfall des Versicherungsschutzes und Power durch Sanktion der Basisbedürfnisse von Menschen im SGB II Leistungskreis machen werde. Ein Teil der Aufgaben ist auch immer der Bezug zum persönlichen Arbeitsfeld. Mal sehen, wie das wird. Stressig ist es aber vor allem auch deshalb, weil bis zum 01.10. die Abstracts und Poster für das APOLLON Symposium eingereicht werden müssen. Und eine 70 Seiten LaTeX Thesis auf 3 Word Seiten zu reduzieren ist dann doch die Hohe Kunst des Kürzens. Auch möchte ich noch eine Abbildung/ Grafik selber machen, muss aber schauen, ob das Tablet es hergibt (da meins keine Stiftfunktion hat).    Das ist ein wenig, was los ist. Ach ne wartet, da wäre ja noch der letzte Teil. Ich muss sagen, ich habe ja schon ein ganzes Fernstudium gemacht. Ich habe arge Probleme mit der starken Reglementierung. Da man alle Teile bestehen muss, um den Kurs zu bestehen und es die festen Deadlines und man die Aufgaben auch nicht weit im Voraus erfährt, sondern mit Start der Bearbeitungszeit, hat man nicht die Chance mal alles einfach ein paar Tage liegen zu lassen. Gerade im Moment bereitet mir das Schwierigkeiten, da ich Erstmalig als Urlaubsvertretung den Postkorb (eAkte) einer Kollegin betreue. Wir arbeiten zwar einen ähnlichen Stundenumfang, aber ich 4 Tage, sie 5 und das macht sich dann schon bemerkbar. Auch war die eAkte für 1,5 Tage platt, weil einer Speicherkomponente beschädigt wurde. Und so ein Backup deutschlandweiter Daten, braucht eine Weile bis es wieder aufgespielt ist. Im Moment müssen wir auch noch etwas nacharbeiten, weil es ein Zeitfenster von12 Minuten gibt, von dem noch nicht klar ist, ob die Dokumente raus gegangen, richtig geroutet oder im Nirvana sind. So kam dann heute die Aufforderung doch zu überlegen woran man zum Zeitpunkt des Crashs gearbeitet hat und das dann nachzuprüfen. Tja, bei X-Fällen am Tag, weiß man das natürlich ;).   So jetzt werde ich mal weiter machen. Es bleibt also Spannend, aber vom Volumen her, hat sich selbst das Vollzeitstudium an der APOLLON mit Gruppenprojekt usw. nicht so arbeitslastig angefühlt, wie aktuell mein Teilzeitstudium. Aber es ist auch eben ein Universitätsstudium und kein Bachelor mehr, sondern ein Master.

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Wie man nach Schweden kommt, ohne zu reisen!

Nach Schweden kommen ohne zu reisen, geht das überhaupt? Da du hier gelandet bist, scheinst auch du dich für ein Fernstudium zu interessieren, du führst gerade eins durch oder bist einfach so, auf der Suche nach was auch immer hier gelandet. Bereits während der verschiedenen Phasen meines Bachelor Studiums habe ich mir immer wieder Fragen gestellt wie: Reicht mir das? Kann ich mir einen kostenpflichtigen Master leisten? Passt ein Masterstudium zu meinen veränderten Lebensbedingungen? Und reicht mein Bachelor um in einen Master zu kommen, der vielleicht in ganz ferner Zukunft zu einer Promotion berechtigen würde?   Um ehrlich zu sein, so lange richtig rund, war das alles nicht. Ich bin ehrlich, bereits als so Anfang 2014 unter uns Präventionsstudierenden Diskussionen dazu entstanden sind, ob die APOLLON, wohl irgendwann auch einen Master für uns einführt und wir weiter studieren können, ohne die Fachrichtung z.B. in Gesundheitsökonomie oder später Angewandte Gerontologie wechseln zu müssen, war der Wunsch sehr groß an "meiner Uni[*]" bleiben zu können. Doch auch vier Jahre später, hat sich da leider nichts getan und auch, wenn wohl irgendwo, irgendwie das Gerücht aufkam, bestätigte eine E-Mail meiner Dekanin an uns Prävis, dass da absolut nichts geplant war und ist. Durch @Azurit kam dann aber der Anstoß einmal zu schauen, ob es rein zufällig etwas in Schweden gibt. Zwischenzeitlich hatte ich auch schon Absagen von der FH Ludwigsburg (Schwerpunkt meines Bachelors in Präventions- und Gesundheitsmanagement sei nicht in Gesundheitsmanagement und Hagen, da zu wenig Pädagogik für Bildungswissenschaften).   Es passte genau ein Master auf mich, den ich über die allgemeine Plattform universityadmissions.se entdeckte und zwar das Master Programme Integrative Health Science. Es ist ein reiner Online-Master ohne terminierte Vorlesungen und Präsenzen. Auch verzichtet der Master vollständig auf Klausuren und wird nur in der 4 Jahresvariane, also Teilzeit angeboten. Die Modulbeschreibungen haben mich gefesselt, also habe ich beschlossen mich zu bewerben und danach wohl jedem davon vorgeschwärmt. Bevor es allerdings jetzt los gehen sollte, waren noch der ein oder andere Rückschlag zu bewältigen. Erst wurde ich von unisversityadmissions.se (die Zentrale Studienplatzvergabestelle) abgelehnt, da sie meine Englischqualifikationen nicht anerkannten. Ich muss sagen, ich war ziemlich enttäuschte, denn im Grunde erfüllte ich alles, nur wurde es so nicht einsortiert. Doch dann am Tag nach Abgabe meiner Bachelorthesis, hatte ich nicht nur ein Bewerbungsgespräch mit anschließender Jobzusage, sondern auch die Studienplatzzusage im E-Mail Postfach. Hatte mein Widerspruch also doch geholfen, oder nicht?   Nur vier Wochen vor Beginn, sah es auf einmal wieder anders aus. Ich stand bei universityadmissions, obwohl nun auch meine Bachelorurkunde vorlag weiterhin als conditionally admitted und es wurde wieder auf Englisch rumgeritten. In dem Moment hatte ich mich schon so gefreut, dass ich nach Alternativen geschaut habe und das erste Chaos in der Kommunikation mit der Hochschule, hat das Heimweh nach der APOLLON riesig werden lassen. Wäre es nicht besser einfach "zu Hause" zu bleiben, da wo man alle Abläufe kennt. Was will ich überhaupt an einer Universität? Und Gesundheitswissenschaften, interessiert mich das jetzt mit dem neuen Job überhaupt noch so sehr, dass ich DAS Studium an der hkr wirklich machen will? Ich war so durcheinander und habe einen Hilferuf an Frau Prof. Scherenberg geschickt. Als meine ehemalige Dekanin und durch den Austausch der letzten Jahre, sowie durch die Betreuung in Hausarbeit und als Zweitgutachterin in der Thesis, kennt sie mich recht gut. Eins war mir klar, ich werde an einer staatlichen Universität definitiv nicht so verwöhnt, wie an einer privaten Hochschule. Das Gespräch hat mir gut getan. Weder hat sie mich versucht in meinem Gedanken zu bestärken, doch den Master Gesundheitsökonomie zu studieren, noch in meinem Fluchtreflex und Lampenfieber, dass der Master an der Högskolan Kristianstad ja gar nicht zu mir passt. Sie hat einfach zugehört und die richtigen Fragen gestellt.   Auch jetzt habe ich mir die Entscheidung offen gehalten. Ein Telefonat mit Frau Prof. Pundt (Dekanin Gesundheitsökonomie), hat sich leider nicht terminieren lassen, der einzige Termin passte bei mir nicht, da ich da arbeiten war und vermutlich sind die Gegenvorschläge untergegangen. Also hatte ich noch mehr Zeit mich mit den aufgeworfenen Fragen auseinander zu setzen.   Was sprach im Moment für mich persönlich gegen das APOLLON Studium? Kostenfaktor (Ich zahle noch für den Bachelor bis Mai 19 und die Doppelbelastung wollte ich nicht) Probezeit (ein vertragliche Verpflichtung in dem finanziellen Umfang, ohne zu Wissen, ob man den Job langfristig sicher hat, wirkte auf mich mehr als unvernünftig) Ich wollte 2012 schon nicht Gesundheitsökonomie studieren.   Was sprach für das APOLLON Studium? Es ist "zu Hause", d.h. ich kenne die Ups and Downs und weiß worauf ich mich einlasse Gesundheitsökonomie hat so ein zwei mehr Schnittstellen zu meinem derzeitigen Job, als das andere Studium Ich schätze das Niveau, welches gefordert wird Ich bin recht flexibel und kann mein Tempo selber und völlig frei gestalten. Ob das an der HKR so ist wusste ich bis zum 03.09.18 nicht. Organisatorisch ist es geordneter und mit dem Online Campus als einer Plattform für Studium und Organisatorisches deutliche übersichtlicher (man mag Schimpfen über den Campus, wie man will, mir fehlt er eindeutig!)   Was sprach gegen das Studium an der hkr? Erreichbarkeit und Rückmeldung bei Organisatorischen Fragen, war einfach nur frustrierend! Die Kommunikation zwischen HKR und Universityadmissions, was die Zulassungsbedingungen angeht, war nicht stimmig bzw. nicht soweit kommuniziert, dass die Einschreibung reibungslos hätte verlaufen können, denn, wie sich einige Tage später herausstellte, erfüllte ich alle Voraussetzungen und universityadmissions.se war das Problem in der Gleichung Ich mag keine Veränderungen Ich fand keine Infos über das Studium Ich weiß nicht, wie ich die Transfers in den Arbeitstag leisten sollte, wenn ich in keinem scheinbar relevanten Feld arbeite Und ich war gut darin mir einzureden, dass mich das doch alles gar nicht so sehr mehr interessiert.   Was sprach für das Studium an der hkr? Reines Online Studium, ohne feste Vorlesungszeiten, Klausuren und Präsenzanteile Hohe Forschungsorientierung Multiprofessionelle Ausrichtung der Modulinhalte Promotionsberechtigung Internationalität Es fallen keine Kosten an, außer für den Rückversand von Büchern, wenn man Sie sich in der Unibib der hkr bestellt Und dann wäre da noch dieses Leuchten in meinen Augen, was immer dann auftauchte, wenn ich anderen davon erzählte Sprache: Studiengang vollständig auf Englisch     In dem Gespräch mit Frau Prof. Scherenberg, war schon der Gedanke aufgekommen, was ich denn zu verlieren habe. Geld schon einmal nicht und Zeit? Naja, selbst, wenn es mir am Ende in Schweden nicht zusagt, dann vielleicht Zeit. Aber da ich nicht unbedingt für die Karriere, sondern aus Wissenshunger und einfach der Freude am Lernen und Forschen studiere, habe ich im Grund nichts zu verlieren. Ich kann es einfach ausprobieren. Und genau das mache ich jetzt. Und am 27.08. war es dann so weit. Ich habe auf Ladok meine ersten beiden Module registriert. Und dann musste ich warten. Erst 24 Std. dann sollte ich Zugriff auf Canvas haben. Leider war bei der Einrichtung für meinen Account wohl ein Fehler unterlaufen, so dass ich 36 Std. warten musste, aber hier klappte die Email Meldung und Behebung des Problems im gleichen Tempo, wie ich es von der APOLLON gewohnt war (Erster Pluspunkt). Viel konnte ich noch nicht sehen, denn von meinem Modul, was am 03.09. starten sollte, war nur der Prüfungsplan zu sehen und ein kurzer Begrüßungstext. Ganz ehrlich das war Folter. Seit Montag kann ich dann etwas mehr sehen. Denn ich studiere jetzt mit eingebauter Bremse. Wer in meine Seitenleiste schaut, sieht, wie sich das erste Modul gliedert. (Das Zweite Schließt sich dem dann im November an). Bis Mittwoch muss ich noch den Einführungstext lesen, sind aber nur drei Seiten zum "Integrative Health Science / The Concept of Health" und noch einen kurzen Text schreiben (500 Worte) zu den Fragen:   What does health mean to you? What implications do you see with a multidisciplinary approach to the concept of health? What impact do you think his more complex model of health will have on you as a professional within health orientated work?   Doch dann ist doch der APOLLIANER in mir durchgegangen, denn nirgends gab es Anweisungen dazu, wie denn die Seitenränder sein sollen, in welchem Format das Paper einzureichen ist, welche Zeilenabstände oder Schriftart, Einrückung, Absatzabstand und vor allem welche Zitierweise. Hier konnte das aber über einen Diskussionsstrang in Canvas schnell geklärt werden. Der Dozent antwortet wirklich sehr zeitnah und ausführlich. So weiß ich nun nicht nur, dass diese Aufgabe unbenotet ist und nur zum Bestehen der 3-Wochen-Hürde erledigt werden muss, sondern auch, dass die Schweden wohl auch etwas lockerer sind, denn in dem Paper ist es egal, es wird erst später immer mit den Aufgaben bekannt gegeben. Zukünftig muss ich mich allerdings leider von der mir sehr liebgewonnen Zitierweise verabschieden und bin jetzt dabei mich und LateX in die Harvardzitierweise einzuarbeiten, die ja mal alles ist, aber nicht einheitlich definiert.   Und die Kommilitonen? Die Plattform? Wie läuft das denn? - All das würde heute wohl den Rahmen sprengen und was sollte ich dann im nächsten Blog schreiben?       [*] Für alle Hagener, die sich gerade die Nase rümpfen: University of Applied Science eignet sich hervorragend, um auch eine Hochschule der Gesundheitswirtschaft mit Uni abzukürzen.

polli_on_the_go

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