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Kommunikation abgeschlossen

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Beetlejuicine

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Zur Dokumentation :-)

Kommunikation ist abgeschlossen, es stehen noch die Noten aus. Projektmanagent ebenso. Trotzdem sind die beiden Modulteile abgeschlossen, denn bestanden habe ich auf jeden Fall.

Es geht nun also weiter zu BWL. Ich bin sehr gespannt, wie ich damit zurecht komme. Jedenfalls habe ich mich für die Klausur im Januar angemeldet und Mathe dann im März. Bis dahin stehen noch zwei Präsenztermine an, jetzt Freitag/Samstag das Einführungsseminar und im Dezember Kommunikation.

Damit habe ich dann bereits richtig viel geschafft für das erste Semester.

Die Brocken BWL, Mathe und Soziologie stehen aber ja noch aus. Vor Mathe habe keine Angst, ich kann heute noch aus dem Stehgreif Algebra, Bruchrechnen, Funktionen, Gleichungen. Matritzen und Vektorrechnen kann ich mich noch erinnern, dass ich das nicht schwer fand und daher werd ich das schnell wieder drin haben. Hoffentlich ist das Ross grad nicht zu hoch :blushing:

BWL hingegen ist bis auf Grundwissen, was Plan und Marktwirtschaft betrifft und die gängigen Rechtsformen, ein wenig Bilanzierungsstreifzüge eher neu und daher werd ich dafür mehr Energie aufwenden müssen.

Ich habe ja heute noch die Reste von Kommunikation beendet und ein Thema war das Spannungsfeld der Kommunikation zwischen Medizin/Pflege und Ökonomie.

Das Vokabular der ersten Gruppe stammt aus dem Lateinischen und dem Altgriechischen, während das Vokabular der Ökonomen eher aus dem Angelsächsichen und dem deutschen Raum stammt. Man spricht also tatsächlich zwei verschiedene Sprachen. Da ersteres seit 20 Jahren meine Fachsprache ist, fallen mir diese Themen natürlich leichter, als die neue Sprache der Ökonomen. Wie auch immer, es gilt sie zu lernen, damit man eben im Berufsfeld der "Gesundheitsökonomen", zu denen ja auch die Pflegemanager gehören, bestehen kann. Man muss einander im warsten Sinne des Wortes verstehen.

So long und auf zu BWL.

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10 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das ist ja mal ein ganz anderer Aspekt für mich, dass man in deinem Studienbereich auch zwei verschiedene Sprachen zusammenbringen muss. Interessante Sichtweise! Die beiden "Sprachen" befassen sich ja mit unterschiedlichen Bereichen deines Faches. Meiner Erfahrung nach führt primär das Vokabular an sich zu Problemen, denn das kann man ja übersetzen. Es ist viel eher die Art, wie die Sprache verwendet wird, die schwierig werden kann. Wie siehst du das, ist das in deinem Fall auch so? Gibt es eine Art "Ökonomenjargon", den Mediziner nicht zwingend beherrschen und umgekehrt?

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Das wurde im Studienheft auch angesprochen. Und zwar unterscheiden sich die Kommunikationsstile (vgl. Schultz von Thun). In den helfenden Berufen, wie Ärzte und Pflege sind eher die helfenden, bedürftigen Stile anzutreffen, bei den Ökonomen eher die distanzierten und bestimmend-kontrollierenden Stile anzutreffen. Die Stile unterstützen sich gegenseitig nicht, das heißt, man redet per se schonmal leicht aneinander vorbei. Dazu kommt das unterschiedliche Vokabular, was man durchaus auch als Jargon bezeichnen kann, denke ich. Die beiden Parteien arbeiten und leben in unterschiedlichem Wirklichkeiten und jede dieser Wirklichkeit hat ihre eigenen bestimmten Persönlichkeiten und ihre eigene Sprache.

Ich fand das sehr logisch, als ich es gelesen habe und tatsächlich kenne ich es auch aus dem Krankenhaus noch so, dass die Parteien "sich nicht verstehen".

Wenn ich z.B mit der Krankenkasse telefoniere, weil ich eine Kostenabsage bekommen habe, dann ist es tatsächlich sehr schwer mit Menschlichkeit und benötigter Behandlungspflege zu argumentieren. Ich habe in den letzten Jahren gelernt wirtschaftlich zu argumentieren, obwohl ich noch nix von diesem Studienheft wußte ;-)

Man stellt die Folgekosten dar, wenn das nicht erfolgt und das ganz emotionslos und ohne Aufregung, sachlich mit gesetzlichen Grundlagen.

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Danke für die Ausführung. Das ist spannend. Ich denke tatsächlich, dass solche Kommunikationsprobleme ein grosses und vor allem unterschätztes Problemfeld darstellt, nicht nur in eurem Bereich.

Ich habe eine Bekannte, die in die Politik gegangen ist. Sie hatte ein Naturwissenschaftliches Fach studiert und auch in diesem Bereich gearbeitet. Sie ist in der SP und hat den Eindruck bekommen, dass ihr Partei häufig sich häufig deshalb nicht durchsetzen könne, weil es in den konservativ-bürgerlichen Parteien mehr Juristen/Ökonomen gibt und diese durch ihren Kommunikationsstil die eher sozial eingestellten Parteivertreter einfach 'überrennen'. Sie hat dann noch Wirtschaft studiert, was ich einen ziemlich radikalen Weg finde, aber es hat wohl funktioniert. Das ist mir grad in den Sinn gekommen, als du berichtet hast. Ich denke, dass es da noch viele Bereiche gibt, wo ähnliches passiert.

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Wow, ja, das passt als Transfer super!

Da treffen eher emotionale Menschen auf sachliche Menschen, wenn man es mal ganz vereinfacht runterbricht.

Im Unterricht zur Weiterbildung hatten wir mal einen Juristen, der aus diesen Gründen bei den Krankenschwestern doziert. Er würde dort so viel über Emotionalität lernen, während er selbst nur die kühle, sachiche Darstellung von Streitigkeiten kennt. Er ist von den Diskussionen immer sehr erhellt gewesen und wir haben uns immer gewundert, wie er die Dynamik in den Beispielfällen überhaupt nicht gespürt hat. Er konnte keine Seite nachfühlen, hatte keine Gefühle für einen der Kontrahenten. Sehr spannend war das.

Die Frage ist für mich, ob man jemand, der wie ich eher helfend, fürsorglich und empathisch ist, tatsächich in eine ökonomische Ecke bringen kann. Mein fernziel ist es sowieso nicht, ich möchte bei den Menschen bleiben und eher Erwachsenenbildung, Entwicklung, Beratung, Kommunikation Begleitung und Aufbau machen. Eine Geschäftsführung käme für mich auch nicht in Frage (jedenfalls jetzt nicht, vielleicht ändert sich das ja nach BWL)

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Ich denke, du musst ja selber nicht in die 'ökonomische Ecke' gehen. Vermutlich wird es dir jeden Job enorm vereinfachen, wenn du verstehst, dass bestimmte Probleme an der Kommunikation hängen könnten - und wie diese Probleme aussehen könnten.

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Habe das nur überflogen. Aber es ist wirklich so gerade, wenn man seine Ecke der "Bettenpflege" verlässt. Ein Ökonom spricht anders...so etwas merkt man dann noch extremer, wenn auch Gespräche z.B. mit der Industrie, die ja auch unseren Beruf streift folgen. Einem Berufsstand selber fällt so etwas gar nicht auf. ich merke das immer auf der Arbeit. Heute sollte ich für einen ITler ein Szenario aus dem Krankenhaus beschreiben, dass er danach ein Softwarekonstrukt planen kann...ich sag mal so beim ersten mal hat was für mich logisch war (und das ganz ohne Fachvokabular) nicht zur Erleuchtung geführt und ich konnte seine IT Schritte worauf er wollte, das ich einen Behandlungsprozess aufbaue auch nicht nachvollziehen...viel zu unlogisch und so trifft sachlich fachlich auf emotional helfend :D

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Die Frage ist für mich, ob man jemand, der wie ich eher helfend, fürsorglich und empathisch ist, tatsächich in eine ökonomische Ecke bringen kann.

Ich meine auch nicht, dass du dich hier verbiegen oder verändern sollst, aber wie du schon erfahren hast, ist es einfach hilfreich, auch die "Sprache" der anderen zu verstehen und bei Bedarf auch selbst anwenden zu können, um seine Ziele zu erreichen.

Das ist doch auch in anderen Bereichen so, wo man das ganz automatisch macht. Zum Beispiel im Umgang mit Kindern passt man sich auch an deren Sprache an und redet mit diesen anders als mit Kollegen auf der Arbeit. Und dennoch übernimmt man nicht die Ansichten der Kinder.

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So in der Art ist es ja auch gedacht, wir sollen lernen die Ökonomen zu verstehen, um an den Schnittstellen zu kommunizieren. Der Pflegemanger kann ja in ganz verschiedene Richtungen nach dem Abschluß, da ist von Menschenführung, Ausbildung, Beratung und auch Ökonomie alles dabei. Man ist sehr breit aufgestellt und kann sich aufgrund Berufserfahrug und ggf. dem Master auch nochmal spezialisieren. Ein ökonomischer Master für mich also eher nicht ;-)

Gut finde ich, dass man im Studieren auch für sich erkennen kann, was man nicht ist und wo man auf keinen Fall hin möchte. UND man geht nicht aus Unkenntnis sofort an die Decke, weil man aus dem Gefühl entscheidet.

Mir ist es immer wichtig authentisch bleiben zu können. Ich mochte auch nie eine PDL werden, die knallhart durchboxt, sondern mir liegt eher das Vorleben, das auf den Weg bringen und die Leute ins Boot zu holen, je nach Charakter zu fordern und fördern. Also im Grunde eher das Beobachten der Menschen und das Umgehen mit ihnen, das macht mir die meiste Freude.

Ich würd mal sagen, wieder viel gelernt in dem Modul, was man auch ins gesammte Leben mitnehmen kann.

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