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Statistik und Lernstrategien

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SebastianL

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Heute habe ich mir mal eine Statistik angelegt da ich ja nun schon wieder 4 Wochen auf die erste von 3 Schriftlichen Prüfungen warte.

 

Statistik.jpg

 

Wie man an der Grafik die ich beigefügt habe sehen kann, warte ich auf B-Aufgaben zwischen 0 und 18 Tage, wobei hier der Durchschnitt bei 8,43 Tagen liegt. Die Hochschule gibt hier als Vorgabe 10 Tage an. Von dem her passt das. Bei den Schriftlichen Prüfungen liegt die Note zwischen 19 und 32 Tagen vor, hier ist der Durchschnitt bei 26 Tagen. Die Hochschule gibt hier als Vorgabe 6 Wochen, also 30 Tage an. Ich dachte mir das könnte den ein oder anderen Interessieren - ich für meinen Teil finde die Statistik sehr interessant.

Zum Thema Lernstrategien, ich hab ja schon öfters angedeutet dass ich eine sehr unterschiedliche Lernstrategie als vieler meiner Kommilitonen habe.

 

Nun wollen wir etwas differenzieren, es gibt mehrere Gruppen an Studierenden:

I. Gruppe hat gar keine Berufserfahrung in dem was sie studieren.

II. Gruppe arbeitet in dem Bereich, jedoch noch nicht so lange und will sein wissen vertiefen, bzw. etwas dazu lernen.

III. Gruppe zu die ich mich zähle die mehr als 10 Jahre Berufserfahrung haben, vieles im Studium schon mal praktisch angewandt haben und die eigentlich nur den Titel wollen.

 

Dann gibt es auch noch unterschiedliche Typen, Z.B. gibt es Perfektionisten, die immer eine 1.0 schreiben wollen und die, denen Noten nicht so wichtig sind. Dann gibt es auch noch die Personen die sich Dinge kurzfristig gut merken können, z.B. gehöre ich zu den Personen die Dir bis in das kleinste sagen können was gestern in einem REP dran gekommen ist und es gibt die Personen die sich gar nichts merken können und Dinge sich nur durch viele Wiederholungen merken können.

Ich gehöre wie gesagt zu den Menschen die zur Gruppe III gehören und die nur ein Ziel haben, mit möglichst wenig Aufwand den Titel bekommen. Als zusätzliches Ziel ist es natürlich die Voraussetzung zu schaffen den Master am Ende des Tages machen zu können, aber das ist eher ein Sekundär Ziel.

 

Oft sehe ich Personen die auf Vorrat lernen, am besten alles. Das ist natürlich ein riesen Aufwand und es ist aus meiner Sicht sehr schwer das bis zum Schluss durch zu halten auf dem Level. Man muss auch den Mut haben gewisse Wissenslücken einzugehen. Bei dem lernen wende ich gerne PARETO an, sprich um "gut" zu bestehen muss man 20% Aufwand reinstecken, aber um "sehr gut" zu bestehen muss man das 5-fache investieren. Jetzt kann jeder sich überlegen ob er für eine Prüfung das 5-fache investieren möchte, ob sich das lohnt um statt einer 2 vor dem Komma eine 1 vor dem Komma zu haben. Es gibt sicherlich Personen die sagen würden "auf jeden Fall" und andere wie ich würden sagen "das lohnt nicht". Man hat ja neben dem Studium auch noch Privatleben und die Arbeit zu bewältigen. Es gilt dabei eine gute Balance zu schaffen. Das kann man erreichen in dem man Qualitativ weniger gute Arbeiten abliefert oder sich mehr Zeit nimmt.

 

Wenn man nach dem Bachelor einen Master machen möchte, dann würde ich mir sehr stark überlegen ob ich einen 1er Bachelor machen muss, oder ob es nicht einer mit 2,4 auch tut. Immerhin zählt nur das letzte Zeugnis und das wäre das Master-Zeugnis. Für das Bachelor-Zeugnis interessiert sich am Ende keiner mehr wenn der Master da ist.

Unterm Strich will ich einfach nur anregen sich Gedanken darüber zu machen und sich auch weniger Verrückt zu machen. Ich hatte bei der letzten Prüfung jemanden der sagte "Deine Ruhe hätte ich gerne". Ja ich war super ruhig, ich wusste, die Arbeit bestehe ich und ich wusste ich brauch eine 3,7. Und das wichtigste, sollte ich durchfallen weiß ich, ich kann es einfach noch mal machen. Man muss sich da Gedanklich etwas lösen Angst davor zu haben zu versagen. Die Leute gehen mit dem Gedanken in eine Prüfung wie "was ist wenn ich es nicht schaffe". Ich gehe mit dem Gedanken "jaaaaaa, geil, gleich wieder 3% meines Studiums erledigt". Ich lasse den Gedanken dass ich versagen könnte nie zu - wäre ja auch ein wenig selbst prophezeiende Erfüllung.

In dem Sinne, viel Erfolg! Wende mich jetzt wieder ITI zu damit ich am 04.12. wieder 9CP abschließen kann :thumbup:

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3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Dein Blogeintrag hat mir echt gut gefallen! Regt sehr zum nachdenken an.

Ich zähle zu der ersten Gruppe. Dazu bin ich perfektionistisch, hab aber ein gutes Kurzzeitgedächtnis, das vermischt sich also. Aber deine Anregungen sind gut - nur das Gewissen kommt einem oft dazwischen. Viele, z.b. mich eingeschlossen, fühlen sich minderwertig, wenn die Note nicht so gut ist. Man hat oft das Bedürfnis sich rechtfertigen zu müssen, warum wieso weshalb. Deine Ruhe- wie es schon kein Kommilitone gesagt hat- bringt sicher die Erfahrung mit sich.

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Ich gehöre zu den Quereinsteigern mit schlechten Merkvermögen. Jackpot also! ;) Außerdem bin ich täglich 10-12 Stunden wegen dem Job außer Haus und brauche sehr viel Schlaf und Erholungspausen. Nur die Kinder fehlen noch für den Jackpot mit Zusatzzahl der Zeitfresser. Aber Spass machts trotzdem. Auch wenn ich manchmal mit Neid auf die schaue, die scheinbar mühelos durchs Studium surfen.

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Wenn man nach dem Bachelor einen Master machen möchte, dann würde ich mir sehr stark überlegen ob ich einen 1er Bachelor machen muss, oder ob es nicht einer mit 2,4 auch tut

Für den Master gibt es halt oft eine Mindestnote als Zulassungsvoraussetztung. Und wenn diese bei 2,4 liegt ist es natürlich sehr riskant, auf genau diese Note hinzuarbeiten und wäre sicherer, eine zumindest etwas bessere Note anzupeilen, um einen kleinen Puffer zu haben, wenn doch mal etwas schief geht.

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