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Genderdiskussionen


Rumpelstilz

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Freitag bis Montag war ich in Kitzbühel, da habe ich nur wenig für's Studium gemacht. Dafür konnte ich neben der Arbeit wieder mal richtig trainieren und das bei verschiedensten Verhältnissen. Das war richtig super.

Studiumsmässig habe ich einen weiteren Artikel gelesen, wo es um die Lebenswelten von Immigranten ging und wie diese vom schulischen Umfeld besser als Lernresource genutzt werden könnten. Hier ging es darum, wie man Vygotskys Theorien, vor allem die der ZPD, darauf anwenden kann. Die Forscherin entwickelte das Konzept eines "dritten Raumes", indem Schüler und Lehrer kollaborativ und gleichberechtig daran arbeiten, wie die Erfahrungen der Schüler in ein wissenschaftliches Umfeld integriert werden können.

Das ist alles interessant, aber wie schon mal erwähnt, einfach sehr weit weg von den Bereichen, in denen ich arbeite.

Im nächsten Teil ging es um die Genderthematik beim frühkindlichen ICT Gebrauch. Es wurde die These aufgestellt, das vor allem Jungen motiviert werden, ihre ICT-Erfahrung auch schulisch zu nutzen. ICT Anwendungen, die auf Mädchen abzielen und von denen auch angenommen werden, arbeiten vor allem mit Geschlechtsstereotypen. Als Beispiel wurde "Barbie"-Software genommen: alles ist pink, es geht primär um Aussehen und Shopping. Aber auch in eher "jungsorientierten" Angeboten wie "Bob der Baumeister" führen Frauen "Frauentätigkeiten" aus: aufräumen, organisieren, Tee kochen etc.

Diese Forschungsgruppe stellte die These auf, dass Praktikern (Lehrer etc.) durchaus bewusst ist, dass diese Rollenzuteilung z.B. bei Barbie passiert. Ihre Reaktion ist dann aber, solche Erfahrungen zu ignorieren und Mädchen eher mit tradtionellen Bildungsangeboten (Bücher etc.) zu motivieren, anstatt ihnen Alternativen, die mit ICT zu tun haben, zu offerieren.

Meine Erfahrung hier ist, dass Mädchen - obwohl ich das früher kaum glaubte - tatsächlich fast alle eine rosa-Glitzerphase haben. Allerdings geht die meist vorbei und es ist sowieso nicht so, dass sie an nichts anderem interessiert wären. Meine Mädels bauen z.B. liebend gerne Lego Technik. Nichtsdestotrotz beobachte ich überwiegend ein anderes "Computerverhalten" als bei Jungs: Etwas erstellen finden sie spannend, eine Welt bauen, Kontakte knüpfen.

4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ah, vielen Dank. Ich hatte da eigentlich nie irgendetwas "Mädchen-spezifisches". Aber vielleicht war da in meiner Kindheit das Angebot einfach noch "neutraler"?

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In Frankreich beobachte ich, dass die Glitzerphase von Mädchen bis weit ins Erwachsenenalter hineinreicht. Allerdings hindert sie das nicht, dieselben Dinge interessant zu finden wie Jungen. Und beispielsweise sich mit technischen Fragen zu beschäftigen.

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