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Semesterferien und ein Wochenendseminar in Hagen

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kululu

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Gestern habe ich die letzte Klausur für dieses Semester geschrieben und freue mich auf die freie Zeit, bis das Semester im April wieder offiziell startet. Bis dahin will ich wirklich Pause machen und nichts für die Uni tun.

Letzten Monat war ich auf einem Seminar in Hagen. Dieses fand in der Bildungsherberge statt. Ich fand alles sehr interessant, weil ich noch nie in Hagen war, hatte auch 500 Kilometer Anreise. Es war ein Wochenendseminar zum Gutachtenstil, von dem ich im Vorfeld viel positives gehört habe. Ich finde, dass an der Fernuni der Gutachtenstil recht stiefmütterlich beigebracht wird, aber wenn man ihn nicht richtig beherrscht, führt es dazu, dass man immer ordentlich Punkte abgezogen bekommt.

Ich muss sagen, dass es echt ein super Seminar war, ich würde die 500 km jederzeit wieder fahren. Das Seminar wurde von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter gehalten, einem Herrn Dr., der auch eins der Module betreut. Für mich war das sehr spannend. Es ist halt doch was anderes, ob man im Regionalzentrum sitzt und dort etwas beigebracht bekommt, von einer Person die mal mehr und mal weniger mit der Fernuni zu tun hat, oder ob man dann bei der Person ist, die die Arbeiten auch korrigiert.

Ich habe viele nützliche Tipps bekommen, was wir in der Klausur machen sollen und was nicht, worauf wir achten sollen und und und. Das war mir sehr viel wert. Der Dozent war wirklich super.

Abschließend doch noch ein paar Sachen die mir sehr negativ aufgefallen sind:

- Dozent gibt zu, sowohl die Einsendeaufgaben als auch die Klausuren Pi mal Daumen zu bewerten. D. h. der Dozent legt sich nicht die Bewertung daneben und schaut "ah, auf das gibt es in der Lösung 2 Punkte, das hat der Student, also 2 Punkte dafür" sondern er sagte uns, dass er die Klausur/EA einmal durchliest, sich überlegt zu welcher Note das passt und die drauf schreibt, fertig.

- Eine Studentin hat mir erzählt, dass sie und eine Freundin es wissen wollten. Sie haben daher eine exakt gleiche Einsendearbeit weggeschickt, am gleichen Tag und nur den Namen und die Matrikelnummer geändert. Die Arbeit kam mit zwei Wochen Unterschied zurück, wurde von unterschiedlichen Leuten korrigiert und es lagen 30 von 100 Punkten Unterschied zwischen den exakt gleichen Arbeiten! :ohmy:

- Ich glaube ich habe mich vor ein paar Monaten mal hier aufgeregt, weil ich eine Hausarbeit zurück bekommen hab, die von zwei Leuten korrigiert wurde, der eine hat mir 75 Punkte gegeben, der andere 50. Ich war sehr frustriert, weil ich meine Leistung dadurch gar nicht mehr einschätzen konnte. Habe den Dozenten darauf angesprochen. Der meinte lapidar "Ja das war ich". Er erklärte mir dann, dass er meine Hausarbeit nicht mal gelesen hat, er hat nur die Literaturverzeichnisse der Studenten durchgeschaut. Bei manchen war die verwendete Literatur zu wenig und würde nicht für die Seminararbeit am Ende des Studiums reichen. Da hat er dann als Warnschuss 50 Punkte gegeben - darauf wäre ich nie gekommen. Gut, ich muss jetzt fairerweise auch zugeben, dass ich im zweiten Semester war und da auf verwendete Literatur nicht viel Wert gelegt habe, das schaut dann am Schluss des Studiums anders aus.

Der Dozent hat wegen der Zitierung auch Leute durchfallen lassen. Ab und zu ändern sich ja mal die Bearbeiter von Kommentaren. Sprich es stirbt beispielsweise wer, dann steht auf dem Kommentar nicht mehr A, B und C als Verfasser, sondern bei einer Überarbeitung, bei der jemand neues mitgewirkt hat A, B und D. Wenn man jetzt den Bearbeiter nach der alten Auflage zitiert hat, aber eine Zitat aus der neuen Auflage genommen hat, das so nicht ín der alten Auflage war, ist man durchgefallen. Laut Dozent sind 2/3 durch die letzte Hausarbeit gefallen, was mich ja äußerst stolz macht sie in der Tasche zu haben ;-)

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7 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Hm, schon eine seltsame Vorgehensweise.... Wenn das an einer privaten Hochschule so gehandhabt würde, würde es vermutlich einen lauten Aufschrei und kräftig öffentliche (virtuelle) "Prügel" geben.

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Das finde ich jetzt sehr, sehr krass - und noch viel bedenklicher, dass der Dozent das sogar zugibt und anscheinend irgendwie normal findet.

Bei uns werden die Bewertungskriterien genau angegeben und bei der Bewertung ist eine Aufschlüsselung nach diesen Kriterien enthalten. Das gibt m.E. sowohl den Korrektoren wie auch den Studierenden klare Anhaltspunkte, worauf geachtet werden musst. Und so wird erreicht, dass Prüfungsleistungen, die durch Hausarbeiten erbracht werden, fair bewertet werden.

Ich weiss nicht, ob ich mich täusche, aber mein Eindruck ist, dass man in GB mehr Erfahrung mit sowas hat und es sehr viel routinierter durchführt (mein Eindruck beruht nicht nur auf meinem Studium, sondern auch auf dem, was ich von anderen an anderen Unis in GB im Vergleich zu D höre).

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Nochmal ich: Ich habe überlegt, warum ich das so extrem schlimm finde. Es ist, weil ich es einfach als respektlos gegenüber der Arbeit der Studierenden.

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Es bestätigt meinen Eindruck aus dem Psychologie-Fernstudium, welche Einstellung die Hochschule (und ich nenne hier bewusst die Institution, da es sicher einzelne Mitarbeiter gibt, die dies anders sehen und handhaben) gegenüber den Studierenden hat. Und ja, das ist respektlos, sehe ich so wie du, Rumpelstilz.

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Ich kann mich nicht mehr darüber aufregen, bin wohl schon abgestumpft ;-) Denke auch, dass es auch andere Dozenten gibt -hoffen darf man ja. Randbemerkungen gab es aber bei meinen Einsendeaufgaben oder Klausuren bisher immer, vielleicht überfliegt es ja der Dozent nur und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter macht die Arbeit. Hoffen darf man ja :-)

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Hach, es lohnt sich nicht, sich über die Vorgehensweise des juristischen Personals aufzuregen. Ist mir alles persönlich bekannt, von Präsenzuni über Examenskorrekturen bis hin zur Fernuni Hagen.

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