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Fernabi - Ergebnisse der Probeklausuren, "Kritik" und allgemeines Update

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Lernfrosch

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Heute habe ich die Ergebnisse der Probeklausuren, die ich im April geschrieben habe, erhalten:

BESTANDEN

Das Bestehen an sich ist ja ganz nett.

Ganz nett ist es auch, dass die Ergebnisse bereits einen ganzen Tag früher als erwartet eingetroffen sind.

Ebenfalls nett ist es, dass ich darüber eine Bescheinigung (Zwischenzeugnis) erhalten habe und dieses eine Empfehlung der Fernschule für die Teilnahme an der staatlichen Prüfung enthält.

Das klingt so "nett", dass es schon zu "nett" ist.

Die Probeklausuren sollen die staatlichen Prüfungen simulieren. Vergleichbare Prüfungsbedingungen, vergleichbare Bewertungsmaßstäbe etc.

Das ist ... "nett". Ich hoffe (und jetzt kommt das ganz große) aber, dass das in meinem Fall im Mathe-LK nicht der Fall sein wird!!!

Warum?

Mathematik-LK

Ich hatte im Vorfeld alle möglichen Befürchtungen, dass vielleicht auf dem Weg zur Korrektur meine Klausur verloren gehen könnte, dass die Post sie auf dem Weg zu mir zurück "verliert" oder dergleichen.

Wovon ich aber ausging, war, dass die Aufgaben bewertet werden, die auch zur Bearbeitung ausgeteilt worden sind und nicht irgendwelche anderen!!!

Ich hatte nach der Mathe-Klausur einen Blogeintrag geschrieben.

Konkret geht es um die Analysis-Aufgabe mit der Designervase. Ich hatte mich ja, wie beschrieben, darüber gewundert, dass die Aufgabe so wenig umfangreich war und sogar während der Klausur darauf hingewiesen und meine Bedenken kundgetan. Man bestätigte mir die Vollständigkeit der mir vorgelegten Aufgabenstellung.

Nun halte ich meine korrigierte Arbeit in den Händen und mich "trifft fast der Schlag":

Für die Aufgabenteile d) und e) habe ich genau NULL Punkte erhalten! Auf meinen Aufgabenzetteln gab es diese Aufgaben aber gar nicht. Es wurden Aufgaben bewertet, die man man mir nie zur Bearbeitung vorgelegt hat.

Wenig "nett" ist es nun, dass man für diese zwei Teilaufgaben mehr als die Hälfte der Punkte der gesamten Analysis-Aufgabe bekommen konnte.

Wenig "nett" finde ich das, wenn ich bedenke, dass ich die anderen Teile der Analysis-Aufgabe nahezu richtig gelöst habe (genau so wie ich ja bereits in dem verlinkten Blogeintrag vermutete und schrieb). Man konnte für den Analysis-Teil 40 Punkte bekommen, 22 davon für d) und e) und dir restlichen 18 für a), B) und c). Dadurch, dass ich zwei Teile ja aufgrund fehlender Aufgabenstellung gar nicht erst bearbeiten konnte, fehlen mir natürlich nicht gerade wenige Punkte (insgesamt 22+2).

Wenigstens ist mir die Korrektur der Analytische Geometrie-Aufgabe verständlich. Hier scheient alles zu stimmen. Mein Fehler lag wie vermutet in der Minimalwertaufgabe. Insgesamt gab es dafür dann 32 von 40 Punkten.

Insgesamt macht das dann:

Analysis: 16 von 40 Punkten

Analyt. Geometrie: 32 von 40 Punkten

gesamt: 48 von 80 Punkten

Dies entspricht umgerechnet 7 Notenpunkten (bzw. einer 3-)

Ich muss sagen, dass die Korrektur zwar verständlich ist. Gleichzeitig bemängele ich aber, dass ich damit nicht sonderlich viel anfangen kann:

Ich musste nach der Klausur die Aufgabenblätter zusammen mit meinen Lösungen abgeben. D.h., ich habe die Aufgabenstellungen nicht mehr. Ich habe diese auch nicht mit der Korrektur zurückerhalten. Es ist also nicht möglich, zu sehen, wie die ganz genaue Aufgabenstellung lautete und die Lösung/Korrektur damit direkt zu vergleichen. Das hilft mir - direkt gesagt - überhaupt nicht bei der weiteren Vorbereitung.

Dieser letzte Absatz bezieht sich nicht nur auf Mathe, sondern auf alle vier Fächer.

Wenn ich bedenke, dass ich mit den zwei mir fehlenden Aufgaben 22 Punkte mehr hätte erzielen können, macht mich das "sauer". Vielleicht wären es nicht ganz 22 geworden (wenn man von einer bestimmten Fehlerwahrscheinlichkeit ausgeht), aber sicherlich mehr als Null.

Ich habe versucht, bei meiner Fernschule anzurufen und nachzufragen. Vergeblich, dort läuft eine Bandansage, dass heute niemand erreichbar ist. Ich habe daher eine E-Mail geschrieben, die Sache geschildert und um eine Stellungnahme gebeten. Eine Antwort habe ich in der Kürze der Zeit verständlicherweise noch nicht bekommen.

Biologie-LK

Über die Klausur hatte ich auch einen Blogeintrag verfasst.

Ich teile auch hier wieder auf die beiden Themengebiete (Evolution und Genetik) auf:

Evolution:

a) Serum-Prätizipin-Test und die DNA-DNA-Hybridisierung

Dieser Aufgabenteil hat mir 19 von 20 Punkten eingebracht. Der Punktabzug ist nachvollziehbar.

B) eine weitere Methode zur Bestimmung von Verwandtschaftsverhältnissen nennen und diese erklären

Hier gab es 20 von 20 Punkten. Die Bewertung kann ich nicht nachvollziehen.

Ich weiß zwar, dass meine Ausführungen im Grunde richtig sind. Aber ich habe seeehr oberflächlich eine veraltete Methode beschrieben, ohne auf Details o.ä. einzugehen. Insgesamt habe ich das Thema in gerade einmal acht kurzen Sätzen abgehandelt.

c) Auswertung der Materialien

Bewertet mit 33 von 40 Punkten. Bewertung zum größten Teil nachvollziehbar.

Punktabzug, weil ich z.B. schon in Ansätzen die Lösung für die Folgeaufgabe angedeutet habe.

Was ich noch nicht verstehe: "Sie haben Material 1-5 umfassend und größtenteil richtig ausgewertet, jedoch nicht alle Aussagen vollständig erfasst." Es wurden zwar Anmerkungen in meinen Ausführungen gemacht, ich weiß aber dennoch nicht, welche Aussagen damit ganz genau gemeint sind.

d) Auswertung von c) erörternd darstellen

Das gab 8 von 10 Punkten; nachvollziehbar.

Punktabzug, weil ein Teil meiner Erklärungen bereits in c) stand und ich das hier nicht nochmals geschrieben hatte.

Was ich aber merkwürdig finde: Ich hatte zwei Begriffe miteinander verwechselt (biologischer und genetischer Artbegriff) und das wurde nicht als Fehler angestrichen, sondern als richtig "abgehakt".

e) Ursachen für morphologischen Gemeinsamkeiten dieser Vögel

10 von 10 Punkten. Nicht ganz nachvollziehbar.

Es gab dazu nur zwei Kommentare: "Sie haben die Aufgabenstellung sehr gut bearbeitet!" und "Ausgezeichnet!" Kann ich jetzt nicht mehr ganz nachvollziehen, inwiefern, da ich die wortgenaue Aufgabenstellung nicht mehr vorliegen habe.

Genetik

a) Gelelektrophorese

19 von 30 Punkten

Meine Beschreibung war wohl "überwiegend richtig", aber zu ungenau. Das kann ich nachvollziehen, den Eindruck hatte ich bereits beim Schreiben und auch jetzt, wenn ich meinen Text nochmals lese.

B) Auswertung des Materials

21 von 25 Punkten; teilweise verständlich

Meinen Denkfehler, den ich bereits im anderen Blogeintrag beschrieb, hatte ich ja bereits beim Schreiben bemerkt. Der wurde mir dann auch wie vermutet als Fehler angestrichen (Vererbungsmodus: statt dominant habe ich etwas verwirrt über rezessiv und intermediär nachgedacht). Es lag, wie in der Korrektur angemerkt wurde, wohl an der Formulierung "noch nicht erkrankt" in der Aufgabenstellung (darüber hatte ich ja auch in meinem Blogeintrag berichtet).

Dass ich dann auf die Auswertung unter anderen Zielsetzungen umgeschwenkt bin, hat sich als sehr praktikabel erwiesen: "Sie haben die Aufgabe sehr gründlich bearbeitet und eine Hypothese aufgestellt, welche Gründe dazu führen können, dass die Ausprägung der Krankheit mit dem Alter fortschreitet, sehr schön!"

Was aber bei der Korrektur übersehen wurde: Ich hatte in der Klausur behauptet, dass CAG für Glutaminsäure codiert. Hinterher fiel mir auf, dass das falsch ist; CAG codiert für Glutamin (ohne -säure; ist ein großer Unterschied). Ich hatte das sogar mehr als einmal geschrieben; es wurde nicht bemerkt oder als falsch angestrichen.

c) Bedeutung das Ergebnis der Auswertung für die Beispielfamile

19 von 20 Punkten

Punktabzug verständlich, da ich nicht detailiert genug zwischen dem "erkrankten" Allel der Mutter und der etwas anderen "kranken" Allelvariante des Vaters unterschieden hatte.

Was mich noch wundert, ist eine Anmerkung der Korrrektorin in meinem Text. Zu einem Absatz schrieb sie "Interessante Überlegung!!" (mit zwei Ausrufezeichen und einer unübersehbaren roten Markierung daneben). Ich war von der (falschen) Annahme ausgegangen, dass eine rezessive Vererbung vorliegt und habe darauf eine Überlegung begründet, inwiefern Homo- bzw. Heterozygotie bei dieser Erkrankung zu einer Erhöhung des Durchschnittsalters bei Erkrankungsbeginn führt.

d) "Natürliche Selektion setzt am Phänotyp an" und Vorkommen des HD-Allels in Populationen

20 von 25 Punkten

Punktabzug, weil ich einen Aspekt nicht bedacht hatte (Veränderung des Genpools wegen der Selektion mancher Phänotypen). Der Rest war richtig; sogar mein gedanklicher Ausflug mit den eineiigen Zwillingen in einen fiktiven Buchenwald.

Insgesamt ergibt sich dann:

Evolution: 90 von 100 Punkten

Genetik: 79 von 100 Punkten

gesamt: 169 von 200 Punkten

Dies entspricht umgerechnet 12 Notenpunkten (bzw. einer 2+ oder 84,5% richtigen Antworten)

Deutsch-GK

Über diese Klausur hatte ich zuvor auch berichtet, hier.

Aufgabenteil 1 (Analyse, wie der Autor seine Meinung entwickelt, unter Berücksichtigung der Sprache)

Bewertet mit 9 Notenpunkten, was ich angemessen finde

Die Ausführungen zu der Korrektur sind umfangreich; aber mir nicht ganz verständlich. Was aber wohl weniger an den Ausführungen als an mir liegen dürfte.

Was ich der Anmerkung entnehme:

- mein Text ist häufig einem anderen Sprachstil geschrieben als erwartet wird (Nominalstil statt ?)

- ich vertausche bisweilen beim Schreiben einzelne Pronomen (z.B. seine statt ihre, irgendeiner und unserer, die und sie, wir und sie etc.) oder lasse diese weg

Was ich nicht verstehe: Einerseits heißt es in den Kommentaren "[...] der erste Teil Ihrer Arbeit besticht durch den sehr genauen Zugriff zum Kernthema des Autors [...] Aber der Einstieg trifft nicht exakt den Inhalt", und andererseits steht neben der Einleitung zu meinem Text "gut!"

Der Rest der Anmerkungen zum ersten Aufgabenteil ist sehr auf meinen Inhalt bezogen. Ich tue mich etwas schwer damit, das in Verbindung mit meinem Text zu bringen.

Aufgabenteil 2 (die Aufgabe, bei der ich mir ersteinmal erklären lassen musste, was mit der Aufgabenstellung gemeint war)

Bewertet mit 7 Notenpunkten

Korrekturanmerkungen verstehe ich wieder kaum.

Es heißt, meine Ausführungen seien mehr Analyse denn Diskussion. Soweit nachvollziehbar, da ich das Thema aus dieser Perspektive heraus betrachtet habe. Dass mein Text aber nicht über eine Analyse hinausgeht, sehe ich nicht so. An den Stellen, an denen ich eine Gegenmeinung zu der des Autors als weitere Sichtweise dargestellt habe, gibt es jedesmal einen Kommentar, der sich darauf bezieht, dass es sich hierbei ja nur meine eigene Interpretation handle (Beispiel: Autorenlesung. Meinung des Autors: Vorleser und Zuhörer interagieren und sind unumtrennbar miteinander verbunden. Andere Sichtweise: Auch bei einer Autorenlesung könne eine einseitige Aktion erfolgen; Beispiel dafür. Gegenüberstellung und Auswirkungen beider Sachverhalte auf das Grundthema "Literaturaufnahme").

An anderer Stelle erschließt sich mir nicht, warum ich eine bestimmte andere Formulierung als die von mir gewählte hätte benutzen sollen. Ich schrieb: "Das Vortragen eines Textes, z.B. im Rahmen einer Autorenlesung, betone den zwischenmenschlichen Interaktions- und Kommunikationsaspekt." Laut der Korrektorin hätte ich "Der Live-Vortrag" schreiben sollen ...

An anderer Stelle habe ich wie in der Aufgabe gefordert, darauf hingewiesen, dass sich die hier gemachten Betrachtungen nicht nur auf Hörbücher beziehen, sondern gleichermaßen für E-Books gelten [...] Neben meiner Ausführung dazu wurde angemerkt "gut!". In den Kommentaren steht dann aber: "Das E-Book führen Sie nicht ein"

Schlussendlich hätte ich die Fragestellung der Aufgabe nicht beantwortet (ob es sich denn nun um eine gute oder schlechte Entwicklung handle). Im letzten Absatz meines Textes bin ich meines Erachtens darauf eingegangen und habe die Arbeit geschlossen mit dem Satz: "Inwiefern diese Entwicklung eine gute oder schlechte ist, steht daher in Verbindung mit individuellen Vorlieben und Gewohnheiten und lässt sich aufgrunddessen nicht allgemein gültig beantworten." Ich sehe da schon einen Bezug zur Fragestellung ...

Insgesamt ergibt sich dann:

Aufgabenteil 1: 9 Notenpunkte

Aufgabenteil 2: 7 Notenpunkte

gesamt: 8 Notenpunkte

Englisch-GK

Auch hierüber habe ich berichtet.

In Englisch wurden die Einzelnoten nicht nur für jeden Aufgabenteil vergeben, sondern auf drei Bereiche aufgeteilt:

Contents:

8 Notenpunkte

- Comprehension-Teil: Hier habe ich wohl alle Hauptaussagen benannt.

- Analysis-Teil 1: Einige der Hauptpunkte habe ich ausgeführt, einige auch nicht.

- Analysis-Teil 2: Alle Aspekte habe ich ausgeführt. Meine Ausführungen seien aber bisweilen wegen der Verwendung der Sprache schwierig zu verstehen; insbesondere wegen gehäuft auftretender Ausdrucksfehler.

- Comment: Einige relevante Aspekte habe ich ausgeführt, leider etwas unstrukturiert und unter sprachlichen Schwierigkeiten.

Grammar:

5 Notenpunkte

Mein englischer Wortschatz sei in großen Teilen zufriedenstellend (was ich nicht so sehe; ich habe eher den Eindruck, das dieser geringfügiger ausgeprägt ist und sich nur wegen des Themas nicht so deutlich negativ auswirkte). Das Problem seien die Ausdrucksfehler ...

Style:

8 Notenpunkte

Meine Satzkonstruktionen seien teilweise sehr komplex und die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Sätzen/Satzteilen durchweg gut. Es sei aber dennoch wegen der anderen sprachlichen Fehler nicht möglich, meinen Text flüssig zu lesen ...

gesamt:

7 Notenpunkte

Abschließender Hinweis war, dass Arbeit an Wortschatz und Ausdruck hifreich sein könnten.

Zusammenfassung:

- Mathe: Dazu muss ich wohl nichts mehr sagen ...

- Biologie: Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Ich hatte ja schon die schlimmsten Befürchtungen. Aber ich bin immer noch der Meinung, dass die Fernschulhefte alleine nicht ausreichend auf die Klausur vorbereitet hätten.

- Deutsch: Naja, nicht überwältigend, aber für meine erbrachte Leistung in Ordnung

- Englisch: *freu* Wann hatte ich zuletzt eine 3 in Englisch? Ich wäre schon über 5 Punkte froh gewesen.

Zusammen mit den Korrekturen habe ich ein Zwischenzeugnis erhalten:

- Die Noten der schriftlichen Fächer sind die Noten der Probeklausuren.

Also ganz "nett" mit den 7 Punkten in Mathe ohne Eigenverschulden. Jetzt stehen da 7 Punkte bzw. eine 3- in Mathe. Mathe soll demnach (neben Englisch und Latein) mein schlechtestes Fach sein??? Das glaube ich niemals. Meine Mathenote in der Sek. 2 im Lehrgang wird mir in der Notenübersicht, die man über das OSZ aufrufen kann, mit einer 1,57 angezeigt!!! Kleiner Unterschied ...

Die anderen Probeklausurnoten unterscheiden sich bei nur vernachlässigbar minimal von den Lehrgangsnoten in der Übersicht. Z.B. Biologie 12 Punkte (2+) zu 1,73.

- Die Noten der mündlichen Fächer ist die Durchschnittsnote der Einsendeaufgaben in dem Fach.

Latein 7 Punkte (3-), Gemeinschaftskunde 12 Punkte (2+), Geographie 13 Punkte (1-), Religion 13 Punkte (1-).

Wobei auffällt, dass z.B. eine 1,31 aus der Übersicht auf dem Zeugnis zu 13 Punkten werden.

Ich könnte mich nun also zur Abiturprüfung anzumelden versuchen.

Mein Vertrag mit der Fernschule endet planmäßig Ende August. Eigentlich müsste ich diesen ja bis Anfang Dezember verlängern, wenn ich denn weiter Teilnehmer des Lehrgangs bei der Fernschule während der Zeit der Abiturprüfung bleiben möchte. Eigentlich ...

Ich werde mich aber dagegen entscheiden und den Vertrag nicht verlängern:

- Ich habe mein Lehrgangsabschlusszeugnis erhalten. Das ist das, was ich erreichen wollte.

- Es besteht zwar die Möglichkeit, nach den schriftlichen Prüfungen an einem Seminar zur Vorbereitung auf den mündlichen Prüfungsteil teilzunehmen. Aber ich möchte dieses Seminar ohnehin nicht besuchen.

- Unterstützung durch die Fernschule: ähm, ich verlasse mich nach allen bisherigen Erfahrungen mit denen lieber auf mich selbst und die Aussagen/Hilfestellungen anderer Stellen

- Unterstützung durch die Fernschule (2): Es gibt wohl weitere inhaltliche Unterstützung auf die Vorbereitung der mündlichen Fächer in Form weiterer Lernmaterialien, die man nach den schriftlichen Prüfungen erhalte. Kann ich darauf verzichten? Wenn ich an meine "Not" mit so manch einem bisherigen Lehrheft denke, oder an die Kopien aus einem Lehrbuch zur Vorbereitung auf Biologie ... ja. Ich kann darauf guten Gewissens verzichten. Meine zusätzlichen Materialien genügen mir.

Was sonst noch so seit dem letzten Blogeintrag geschah:

Ich habe meine Rückmeldung an der FernUni Hagen für das Akademiestudium im Wintersemester vorgenommen.

Mir gefallen die Angebote der FernUni und ich finde es eine schöne Möglichkeit, nebenher zu allen möglichen Themen etwas lernen zu können und nebenbei die Abläufe rund um ein Studium etc. an der Hochschule kennenzulernen.

Mit den bisherigen Unterlagen bin ich bisher recht gut zurecht gekommen. Stellenweise waren die Psychologieskripte etwas langatmig geschrieben, aber nie so, dass ich sie genervt weggepackt hätte (wie es z.B. manchem Fernschulheft erging).

Allerdings habe ich mich diesmal entschieden, nicht zwei komplette Module aus zwei verschiedenen Studiengängen zu belegen. Ich habe mich stattdessen für acht Kurse aus vier Studiengängen eingeschrieben; da diese meinen Interessen näher kamen (darunter wie jetzt auch Psychologie und Kulturwissenschaften, neu dazu Philosophie und Wirtschaftswissenschaften).

Den DNA-Mooc habe ich auch abgeschlossen und eine Teilnahmebescheinigung dafür erhalten.

Den Kurs habe ich aber nicht vollständig "bearbeitet", sondern nur soviel, wie für die Bescheinigung nötig war. Ich fand den Kurs insgesamt nicht ganz so überzeugend. Das lag zum einen an der Art, wie die Inhalte präsentiert wurden; ich hätte mir stellenweise vielleicht optisch ansprechendere Visualisierungen gewünscht. Ich fand es ja schön, dass die Macher des Kurses von ihrem Thema "DNA" fasziniert sind und diese Begeisterung auch mitteilen. Ich frage mich nur, ob das auf eine dezentere Weise nicht dem Thema zuträglicher gewesen wäre; die Begeisterung wirkte auf mich zu überrepräsent. Sprachlich fand ich, ging es so halbwegs. Es wurde langsam genug gesprochen, dass ich folgen konnte und ich habe desöfteren die Abspielgeschwindigkeit der Videos erhöhen müssen, weil es mir sogar zu langsam war. Nur der deutsche Akzent der Sprecher ... der irritierte mich. Inhaltlich wurden viele Themen gestreift, sodass es ein vielseitiger Überblick war. Zum Lernen hätte ich aber detailiertere Informationen gebraucht.

Alles in allem: Es war eine gute Erfahrung, daran teilgenommen zu haben. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass ich etwas verpasst hätte, wenn es nicht so gewesen wäre.

In die neuen Fernschulhefte aus dem letzten Pakte (auch darüber berichtete ich) habe ich auch hineingeschaut:

- Sozialkunde:

Die LK-Hefte zu Wirtschaft finde ich inhaltlich ganz gut. Führen in das Thema etwas weiter hinein als die GK-Hefte ... optisch nicht so toll, aber inhaltlich in Ordnung.

GK-Hefte zur Politik ... Ich bin froh, dass ich die alten, optisch weniger ansprechenden, Hefte bearbeiten "musste". Die neuen finde ich schwierig zu lesen. Ich mag die sprachliche Präsentation der Themen überhaupt nicht. Es wird jetzt z.B. sehr häufig in der Art geschrieben: "Es ist nicht so, dass ...", "Weniger trifft das zu, als dass ..." Finde ich schwierig zu lesen, wenn ich mich nach jedem vierten Satz beim Lesen frage: Jetzt weiß ich ausführlich, was alles nicht zutrifft; aber was trifft denn nun zu?

- Biologie:

Das Heft ist ganz in Ordnung; sowohl optisch als auch inhaltlich.

- Mathematik:

Optisch ansprechend. Die Inhalte sind anders präsentiert als in den alten Heften. Im Vergleich mit den alten Heften sind die neuen besser, da anschaulicher und alltagsnäher. Aber nur im Vergleich. Ohne Vergleich finde ich auch die neuen Hefte nicht so überzeugend ... Sie erscheinen mir sehr auf "wir wollen zeigen, dass Mathe doch ganz nett ist" ausgelegt. Es wirkt stellenweise dann aber wieder sehr "verkrampft" und unnatürlich, alltagsfremd.

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4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Danke für deinen Bericht!

Hast du die 18 Monate zusätzliche Betreuungszeit auch schon ausgereizt oder meinst du die mit "Verlängerung"?

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Hast du die 18 Monate zusätzliche Betreuungszeit auch schon ausgereizt [...]?

Ja, die zusätzlichen 18 Monate enden im August.

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Vielen Dank für deine ausführliche Schilderung.

Glückwunsch zu den bestandenen Probeprüfungen!

Gestern war ja in vielen Bundesländern ein Feiertag. Vermutlich ist deshalb an deiner Fernschule niemand ran gegangen. Du könntest es heute nochmal versuchen. Wenn die Aufgabenblätter zusammen mit den Antworten archiviert wurden, müsste daraus ja hervorgehen, dass bei dir Aufgabenteile gefehlt habe. Dann sollte eigentlich auch eine nachträgliche Korrektur und auch eine Änderung des Zeugnisses möglich sein.

Wie geht es denn jetzt bei dir in Sachen Abi weiter? Wirst du dich dann auf eigene Faust für die staatlichen Prüfungen anmelden und diese an deinem Wohnort statt am Standort der Fernschule ablegen?

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Dann sollte eigentlich auch eine nachträgliche Korrektur und auch eine Änderung des Zeugnisses möglich sein.

Ich habe heute eine erste Antwort der Fernschule erhalten:

Ich soll die Matheklausur an die Fernschule zurückschicken. Dann soll die Note entsprechend geändert werden.

Wie geht es denn jetzt bei dir in Sachen Abi weiter? Wirst du dich dann auf eigene Faust für die staatlichen Prüfungen anmelden und diese an deinem Wohnort statt am Standort der Fernschule ablegen?

Mein Abi-Projekt werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen, allerdings ab August ohne eine Fernschule.

Bei mir sind Wohnort und Standort der Fernschule identisch. Insofern ergeben sich dadurch erstmal keine Unterschiede.

Ich will mich alleine für die kommenden Prüfungen anmelden, sodass ich dann im Dezember fertig sein könnte (sofern ich bestehe).

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