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Meine Eindrücke vom Online-Vortrag mit Cordula Nussbaum zum Thema Zeitmanagement

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Markus Jung

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Heute fand der von der APOLLON Hochschule für die Studierenden und Gäste angebotene Online-Vortrag mit Cordula Nussbaum zum Thema Zeitmanagement statt, auf den ich vor einiger Zeit hingewiesen und mich angemeldet hatte.

 

Die Veranstaltung war mit mehr als 70 Teilnehmern sehr gut besucht und ging über circa 90 Minuten, in denen auch viele Chat-Fragen der Teilnehmer beantwortet wurden und diese mir Fragen und Umfragen mit einbezogen wurde. Mindestens eine Benutzerin hier aus dem Forum war auch mit dabei :-)

 

Gastgeberin seitens APOLLON war Frau Prof. Viviane Scherenberg, Dekanin Prävention und Gesundheitsförderung an der Hochschule.

 

Kernaussage des Vortrags war, dass es nicht das eine Konzepte zum Zeitmanagement und Selbstmanagement gibt, sondern jeder sein ganz persönliches Konzept finden muss, da auch jeder verschieden ausgeprägte Anteile verschiedener vier Typen in sich trägt, die mit den einprägsamen Namen Igor Ideenreich, Hanni Herzlich, Ottmar Ordentlich und Dr. Anneliese Logisch vorgestellt wurden.

Alle haben ihre eigenen Besonderheiten und Bedürfnisse, die es zu berücksichtigen gilt, weil sie zum Beispiel unterschiedliche Dinge und Situationen unter Druck setzen und Stress auslösen - was den einen nahe an den Herzinfarkt bringt, kann der andere genießen.

Wer einen ersten Eindruck davon bekommen möchte, welche Anteile bei ihm besonders ausgeprägt sind, kann dazu auf der Homepage von Cordula Nussbaum einen kostenlosen Selbst-Check machen:

http://www.kreative-chaoten.com/selbstchecks/zeitmanagement-test/

 

Ich habe den Test gerade gemacht. Es ist notwendig, am Ende den Namen und eine Mail-Adresse anzugeben. Das Ergebnis ist für mich nicht ganz eindeutig, wie schon meine Einschätzung während des Vortrags ergeben hat. Einerseits bin ich der ordentlich-logische Typ, der gerne alles strukturiert und organisiert hat und sich von Fakten leiten lässt (das kam auch primär bei dem Online-Test heraus), andererseits habe ich aber auch viele Ideen und möchte es am liebsten allen recht machen und es mir mit keinem verscherzen. Das führt dann regelmäßig zu innerer Zerrissenheit und mitunter auch zur Blockade vor gar nicht mehr Wissen, was denn jetzt das Richtige ist. Genau dafür war der Tipp im Seminar, dies zu erkennen und sich dann für eine gewisse Zeit oder für eine bestimmte Aufgabe bewusst für eine der Rollen zu entscheiden und das dann durchzuziehen, auch wenn es einem Teil in mir nicht so gut gefällt, weil es mir zum Beispiel zu wenig auf Fakten basiert erscheint oder vielleicht auch jemand anderes damit nicht so glücklich ist.

 

An konkreten Tools wurde unter anderem empfohlen, einer von einem bestimmten Tag losgelösten To-Do Sammlung gegenüber Einträgen im Kalender (die dann ggf. immer wieder verschoben werden müssen) den Vorzug zu geben, sich bewusst Zeit (auch für sich selbst) zu nehmen und diese Zeitinseln dann auch bewusst und verbindlich in den Kalender einzutragen (aber nur wenige), auf Rituale und Routinen zu achten, Störungen zu stoppen und auch zu überlegen, was wirklich getan werden muss und wer es tun kann. Insgesamt wurde empfohlen, eher mit Leidenschaft denn mit Disziplin an das Leben heran zu gehen, da Disziplin zwar immer kurzfristig mal helfen kann (und dafür auch geeignet ist), langfristig aber nicht durchzuhalten ist. Und es wurde empfohlen, auf Pausen zu achten und zwar bevor man schon so ausgepowert ist, dass nichts mehr geht.

 

Dieser Blogbeitrag kann natürlich nur einen kleinen und subjektiven Eindruck von dem Vortrag vermitteln - mir hat er auf jeden Fall etwas gebracht und einiges nochmal bewusster gemacht, was ich eh schon vermutet hatte und jetzt noch gezielter angehen möchte.

Ach ja, ich habe als Frage angesprochen, dass es mir doch sehr schwer fällt, mich für das Thema Statistik im Studium zu motivieren und dafür eine Leidenschaft zu entwickeln und was ich dagegen tun kann. Möglichkeiten sind zu versuchen, einen Zugang zu finden, das Ziel dahinter und einem möglichen Nutzen zu sehen und ggf. hilft dann letztlich doch nur ein "Augen zu und durch" und Disziplin, sich nebenbei mit interessanteren Themen zu beschäftigen und zu sehen, dass es nur ein Thema ist. Also in etwas das, was ich hier auch immer euch allen empfehle und mir bei mir selbst etwas schwerer fällt ;-)

 

Ich denke, ich werde mir das Buch Organisieren Sie noch oder leben Sie schon? Zeitmanagement für kreative Chaoten* gelegentlich in der Bücherei ausleihen, um die Inhalte noch etwas zu vertiefen.

* = Affiliate-Link

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8 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Schöner Bericht, danke.

Auszüge aus dem Buch sind auch über google books zugänglich.

Das mit den Anteilen der verschiedenen Typen erinnert mich an das "Innere Team" von F. Schulz von Thun. Leitet Nussbaum das davon ab?

Am Selbst-Test bin ich jetzt nicht vorbeigekommen: Logischer Ordner, Tendenz zum Logiker mit zusätzlich starken Tendenzen zum Kreativen Chaoten, Tendenz Ideen-Sprudler

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Das mit den Anteilen der verschiedenen Typen erinnert mich an das "Innere Team" von F. Schulz von Thun. Leitet Nussbaum das davon ab?

Sie hat es nicht erwähnt, geht aber tatsächlich in diese Richtung.

Logischer Ordner, Tendenz zum Logiker mit zusätzlich starken Tendenzen zum Kreativen Chaoten, Tendenz Ideen-Sprudler

Genau das war es bei mir auch.

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Ich habe die Bücher von Frau Nussbaum ja schon länger und mir gefallen sie an sich ganz gut. Teilweise ein bisschen zu sehr von Barabara Sher abgekupfert aber so what :)

Ich war gestern auch dabei, leider aber erst nach ungefähr der Hälfte der Zeit, da sie aber das meiste aus ihren Büchern "wiederholt" hat, war es nicht so schlimm.

Den Onlinevortrag fand ich sehr gut, sowie auch die Plattform, alles übersichtlich und man konnte sich schnell zurechtfinden.

Ich werde mich die nächsten Tage nochmal an die Bücher begeben, ich hatte sie zwar schon mal grob angefangen, dann kam aber immer wieder was dazwischen.

Laut Test bin ich der Kreative Chaot, Tendenz zum Ideen-Sprudler - Tendenzen zum linkshirnigen Logiker.

Am Besten gefiel mir dieser Satz an der Auswertung: "[...]die neben zahlreichen Daten und Fakten unendlich viele Ideen im Kopf haben. Sie wirken oftmals wie der berühmte "verschusselte Professor"[...]

Ich wollte schon immer mal ein schusseliger Professor sein :D

Achja, man kann übrigens ein Workbook als PDF zu dem Buch (Bunte Vögel...) herunterladen, die Anmeldedaten dafür stehen im Buch (welches ich besitze... ;) ). Das Buch "Organisieren Sie noch oder leben Sie schon?" ist auch nicht schlecht, dazu gibt es auch ein Workbook, auch das besitze ich.

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Danke für den Bericht!

Klingt echt interessant. Das Buch werde ich mir auch mal ausleihen, vielleicht hilft das ja :)

Beim Test kam bei mir raus:

"Kreativer Chaot mit Tendenz zum Unterstützer"

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Ich war gestern auch dabei, habe mich aber nach einer Stunde wieder ausgeloggt. Fand es nicht so sehr interessant, weil auch vieles bekannt war.

Aber das empfindet ja jeder für sich anders!

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