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Auf Umwegen ans Ziel...

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Higgins

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Tja, wie der Titel des Blogs schon sagt habe ich mit einem schnöden Hauptschulabschluss angefangen, dessen Ursache reine Bequemlichkeit war und über den ich mich heute noch ärgere. Als Teenager haben mir meine Eltern in den Ohren gelegen, dass ich doch eine weiterführende Schule besuchen soll, um bestenfalls mit dem Abitur abzuschließen und meine Berufschancen zu verbessern. Aber ich hatte keine Lust morgens eine Stunde früher aufzustehen um mit dem Bus in die nächste Stadt zu fahren, weil es in unserem Dorf nur eine Hauptschule gab. Also habe ich mich mit einem Quali zufrieden gegeben und beschlossen eine Krankenpflegausbildung zu beginnen, größtenteils aus dem Grund weil mir sonst nichts Besseres einfiel und meine Mutter auch Krankenschwester war.

In der Ausbildung habe ich dann schnell gemerkt, dass der Job eigentlich nichts für mich ist und mir das ganze „sozial-interaktiv-kommunikative Zeug“ nicht besonders liegt. Ich spielte mit dem Gedanken alles hinzuschmeißen, hatte aber Angst keine andere Ausbildung zu finden. Meine Eltern rieten mir dazu weiter zu machen um „etwas in der Hand zu haben“ und finanziell abgesichert zu sein. Ich hörte darauf und machte schließlich das Examen, war aber unglücklich über jeden Tag den ich zur Arbeit gehen musste. Der Gedanke sich etwas anderes zu suchen war dementsprechend nicht weit.

Das Abitur erschien mir dann als die Lösung meiner beruflichen Probleme. Als „heiliger Gral“ des Wissens hätten mir damit alle Türen offen gestanden, vor allem weil sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert hatte, dass ich gerne studieren wollte. Mit diesem Ziel vor Augen habe ich dann auf verschiedenen Wegen versucht das Abitur nachzuholen, mal mehr und mal weniger engagiert. Alleine für ILS, SGD & Co. sind mindestens drei erfolglose Versuche draufgegangen*hüstel*:blushing:. Irgendwie hatte ich leider nie die nötige Ausdauer und Motivation um es wirklich bis zum Ende durchzuziehen. Von den anderen Sachen die ich bzgl. Abitur angefangen und nicht beendet habe fange ich lieber gar nicht erst an…

So gingen die Jahre ins Land. Mit Anfang 30 und immer resignierter in meinem Job wurde mir dann bewusst, dass ich jetzt endlich was Konkretes unternehmen muss, weil ich auch nicht jünger werde und mir solche Fehlschüsse einfach nicht mehr leisten kann. Für das Abi fühlte ich mich inzwischen „zu alt“, zum einen weil ich damit Dinge lernen würde die ich im Job niemals brauche und zum anderen, weil 4 Jahre Schule eine wahnsinnig lange Zeit sind. Außerdem graute mir vor Mathematik :ohmy:. Demensprechend ging meine Motivation nochmal etwas in diese Richtung zu unternehmen absolut gegen Null.

Die Information dass man inzwischen auch ohne Abi studieren kann kam mir da gerade recht. Ich sah mir die Voraussetzungen an und entschied mich dann eine zweijährige Weiterbildung zu absolvieren um mich dann an einer Dualen Hochschule zu bewerben. Die Verbindung von Studium mit praktischer Ausbildung erschien mir in meinem Alter arbeitsplatztechnisch einfach sicherer. Und es sah so aus, als ob das die ideale Lösung für mich wäre: nur zwei Jahre Weiterbildung und dann direkt ins duale Studium einzusteigen.

Mit der Weiterbildung klappte dann alles tatsächlich so wie ich es geplant hatte, nur mit dem dualen Studium nicht. Zwei Jahre schrieb ich Bewerbungen wie verrückt, nur um dann gegen jüngere Bewerber mit Abitur (und vermutlich anderen Qualifikationen) zu verlieren und eine Absage nach der anderen zu kassieren. Das war ziemlich frustrierend und auch ernüchternd. Irgendwann war klar, dass dieser Weg mir nicht offensteht und ich mich nach Alternativen umsehen und auch beeilen muss, wenn es mit dem Studium noch was werden soll.

Aber in meiner Situation – inzwischen 38 Jahre alt, mit Kind, Job und örtlich unflexibel – schien das gar nicht so einfach. Weil ein Präsenzstudium ohnehin nicht in Frage kam fing ich also an mich auf dem Fernanbietermarkt nach passenden Studiengängen umzusehen. Und so kam die HFH ins Spiel…

LG Higgins

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

.. aber im Bereich Pflege möchtest Du offenbar trotzdem bleiben, oder?

Naja, aus der direkten Pflege am Patientenbett möchte ich schon raus, aber eben mehr in den "administrativen" Bereich (MDK, Pflegestützpunkt, Krankenkasse usw). Ob das dann klappt wird sich zeigen...

LG Higgins

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