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Fernabi - Planung für die letzten verbleibenden 12 Wochen

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Lernfrosch

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In etwa 12 Wochen stehen die mündlichen Prüfungen an, sofern ich den schriftlichen Teil bestanden habe. Noch eine Woche später wäre dann auch schon wieder alles vorbei.

Anlass genug, die Zeit zu verplanen.

Geht man jetzt dabei davon aus, dass man den schriftlichen Prüfungsteil bestanden hat oder nicht? Die Ergebnisse kommen frühestens Anfang November. Ich plane daher einfach mal den Fall, dass ich bestanden haben könnte (ich habe da ja immer noch so meine Zweifel):

Am Tag nach der letzten Klausur habe ich bereits die Unterlagen und Materialien der schriftlichen Fächer beiseite geräumt und jene für die mündlichen Fächer zurechtgelegt.

Am selben Tag habe ich mich auch kurz mit meinen Themen beschäftigt und mir einen Überblick darüber verschafft, an welchen Stellen noch Lernbedarf besteht:

- Religion:

Hier sieht es recht gut aus. Wäre morgen Prüfung, wäre das wahrscheinlich mit meinem jetzigen Wissensstand gut machbar.

Die Biografie D. Bonhoeffers ist mir in vielen Einzelheiten bekannt, ebenso die Bedeutung einzelner Abschnitte der Biografie für andere Lebensabschnitte. Die theologischen Aspekte sind mir auch so weit geläufig; könnten evtl. noch etwas ausgebaut werden. Gleiches gilt für die historischen Hintergünde und andere Personen.

Das andere Thema "historischer Jesus, Menschenrechte ..." scheint mir auch machbar. Die Aspekte der Bibelforschung, Darstellung der Person Jesu in der Wissenschaft und in der Bibel (Biografie), Beschäftigung weiterer Personen (A. Schweitzer etc.) mit dem Thema usw. sind mir soweit bekannt. Die Details der einzelnen religiösen Aussagen könnte ich mir nochmal anschauen.

- Gemeinschaftskunde:

Sieht auch akzeptabel aus.

Der gesellschaftliche Wandel ist mir in seinen Erscheinungsformen im Verlauf mehrerer Jahrhunderte so geläufig, dass ich ja sogar schon in der Deutschprüfung über Aspekte davon geschrieben habe (Bismarck und die Sozialversicherungen ;)).

Die urhistorischen Wurzeln des Nahost-Konflikts kenne ich auch. Über die "neueren" Ursachen habe ich einen Überblick. Je näher das Konfliktgeschehen an die heutige Zeit rückt, umso undetaillierter wird mein Kenntnisstand; das tagesaktuelle Geschehen entzieht sich gerade meiner Kenntnis. Hier besteht also noch einiges an Lernarbeit; dies sollte aber in der verbleibenden Zeit gut machbar sein.

- Geografie:

Auch hier würde ich mir eine Prüfung zum jetzigen Zeitpunkt bereits zutrauen.

Die Stadtgeografie ist nach vor so mein Lieblingsthema (neben Bonhoeffer in Religion); da spreche ich auch gerne drüber. Die Skripte der FernUni zur Stadtsoziologie beziehen auch immer wieder den stadtgeografischen Blick mit ein; die beleuchten das Thema nochmal sehr viel ausführlicher als das "Fundamente"-Buch. Eine schöne Ergänzung mit vielen Beispielen aus der Realität, die dann mit einzelnen Theorien (Simmel, Weber etc.) in Verbindung gebracht werden. Ich habe sogar schon festgestellt, das in den Skripten auf Stadtbeispiele hingewiesen wird, die in früheren Abiprüfungen vorkamen (z.B. Wolfsburg). Ich werde die Skripte wahrscheinlich wie geplant diesen Monat zuende bearbeitet haben, sodass dann auch die Vorbereitung für die Stadtgeografie damit genügen sollte. Nebenbei habe ich festgestellt, dass ich irgendwie vergessen habe alle Einsendeaufgaben der Fernschule in dem Fach einzureichen. Eine Arbeit wäre noch offen gewesen; genau die zu meinem Schwerpunktthema "Stadtgeografie".

Die Industriegeografie hängt ja eng mit der Stadtentwicklung zusammen, auch hier gab es schon etliche Überschneidungen mit den Skripten. Evtl. werde ich mir noch ein paar Karten im Atlas anschauen und das entsprechende Kapitel im "Fundamente"-Buch durchblättern, dann sollte das genügen.

- Latein:

Hier sieht es weniger gut aus, um nicht zu sagen katastrophal.

Was hat der Caesar sich nur dabei gedacht, einfach in den Gallischen Krieg zu ziehen, darüber zu schreiben und dafür zu sorgen, dass (Nicht-)Schüler noch zweitausend Jahre später darüber verzweifeln können?

Mit den Vokabeln habe ich mich in den letzten Monaten täglich beschäftigt; mittlerweile kann ich auch schon so einige. D.h., ich erkenne die Wörter in genau der Form wieder, in der ich sie auswendig gelernt habe. Stehen sie in einer anderen Form da, wird es schwierig.

Die Grammatik ... Mir hat mal jemand gesagt, wer logisch denken könne und mathematisch etwas begabt sei, könne auch leicht Latein lernen; daran musste ich gerade wieder denken. Ich scheine da die große Ausnahme darzustellen. Ich habe nach wie vor keinen Zugang zur Grammatik gefunden. Ich habe es zwischenzeitlich auch schon versucht wie im Deutschen: Mehrere Grammatikbücher einfach nur lesen und dann erstmal auswendig lernen und erst im zweiten Schritt an so vielen Beispielen üben bis man über genügend Mustersätze verfügt, die man dann in vielen Situationen anwenden kann. Leider funktioniert das mit dem Lateinischen (noch) nicht; im Englischen hatte es auch nur ansatzweise funktioniert, weil es einfach enorm viel Zeit braucht. Mir fehlt jegliches Gefühl für Sprachen; ich habe es eher mit Bildern und Zahlen. Meine Grammatikkentnisse befinden sich jetzt in etwa auf der Stufe, wie man sie laut verschiedenen Übungsbüchern im ersten Lernjahr haben sollte. Und dabei spreche ich nur vom Verstehen der Grammatikbeispiele aus den ganzen Lehrbüchern, noch nicht vom Erkennen der Gesetzmäßigkeiten in originalen Caesar-Texten.

Ich habe auch angefangen den Gallischen Krieg auf Deutsch zu lesen. Es ist dasselbe wie im Lateinischen; ich verstehe den Inhalt des Textes nicht, weil ich keine (bildliche) Vorstellung davon bekomme, was sich wie und wann im Gallischen Krieg zugetragen hat.

Aber zumindest über die Person Caesars weiß ich ein bisschen was.

An Übersetzungen aus dem Lateinischen ins Deutsche ist überhaupt nicht mal zu Denken ... Ich war in den letzten Tagen schon verzweifelt genug zu überlegen, ob es nicht einfacher wäre, den gesamten Lateinischen Text mit einer deutschen Übersetzung einfach auswendig zu lernen. Auswendiglernen großer Textmengen geht bei mir i.d.R. sehr schnell und ohne wirklichen Aufwand ... Aber eine Übersetzung ohne Sinn und Verstand, wer weiß, ob das so nützlich wäre. Andererseits wird der Übersetzungsteil in der Prüfung doppelt so stark gewichtet wie der Interpretationsteil ... Ich weiß, das klingt verrückt, aber meine Verzweiflung ist gerade auch sehr präsent.

Hier ist noch sehr viel Arbeit notwendig. Eigentlich fange ich jetzt nochmal wieder bei Null mit dem Lernen der Sprache an. Nur diesmal habe ich nicht 30 Monate Zeit, sondern 3. Wenn das mal keine Herausforderung ist ...

Ich lerne derzeit täglich mit einem Selbstlernbuch (PONS Power-Sprachkurs für Anfänger Latein) und komme zumindest etwas voran. Zwar langsam, aber immerhin.

Ich überlege, ob ich es nochmal mit einem Latein-Onlinekurs versuchen sollte; ich habe da ein interessant klingendes Angebot gefunden. Mit den Fernschulheften bin ich überhaupt nicht zurechtgekommen, die waren mir zu unübersichtlich; die Korrekturen der Einsendeaufgaben haben auch eher zur Un-Freude am Lernen beigetragen. Andere Lateinbücher haben das Ziel, dass ich dadurch etwas Latein lerne, aber auch noch nicht erreichen können. Daher vielleicht jetzt noch ein letzter Versuch mit einem anderen Online-Kurs. Ich will gar nicht die komplette Sprache beherrschen können, aber ein paar Grundlagen um die Prüfung bestehen zu können, sollten es schon noch werden.

Zusammenfassung:

- Mit dem Nahost-Konflikt muss ich mich noch beschäftigen.

- Ich muss dringend die Grundlagen der lateinischen Sprache erlernen.

- Um alle anderen Themen werde ich mich nicht mehr kümmern; mein jetziger Wissens- und Kenntnisstand sollte genügen. Die werde ich mir evtl. nochmal ein paar Tage oder Stunden vor der Prüfung ansehen, aber mehr auch nicht.

- Die neuen Skripte der FernUni kommen auch in den nächsten Tagen oder Wochen. Ich möchte ab Oktober mit der Bearbeitung von M1 beginnen.

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8 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Für Latein würde ich dir dieses Buch hier empfehlen: http://www.stark-verlag.de/produkte/produktdetail.asp?ID=906091

Also natürlich nur als Ergänzung/letzten Schliff, wenn die Grammatik zumindest etwas besser sitzt als jetzt.

Vokabeln sind nicht ganz so wichtig wie die Grammatik, außer natürlich einem Caesar-Grundwortschatz (gibt es auch spezielle Bücher zu, falls du noch keinen hast - bei uns haben einige so einen vom ils bekommen), denn du hast in der Vorbereitungszeit ja ein Wörterbuch.

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Für Latein habe ich mal dieses Buch benutzt. Ich habe es jetzt für meinen Sohn zur Seite gelegt, weil er ab diesem Schuljahr Latein hat. Ganz schön dabei ist, dass man wirklich häppchenweise und mit immer wieder eingebauten Wiederholungen an die verschiedenen Grammatikthemen geführt wird. Und du kannst dir aussuchen, wo du anfängst (also bei welchem Thema): http://www.amazon.de/Programmierte-Lateinische-Grammatik-Rogier-Eikeboom/dp/3525711530

Problem: Das Buch wird nicht mehr gedruckt, man kann also nur gebrauchte Bücher kaufen. Und der Preis ist auch nicht ohne. Wenn es aber schnell voran gehen muss, kann ich es wirklich empfehlen.

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12 Wochen klingt lang, 3 Monate, ein Quartal klingt irgendwie cooler. Was ich sagen will ist, das Ende ist in Sicht und es ist nicht mehr weit entfernt. :thumbup1:

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Du hast mein absolutes Mitgefühl in Latein!

Das ist einfach eine so furz trockene, komplizierte Angelegenheit... Da hilft auch stupides Lernen nichts, dafür ist es viel zu viel.

Ich mache momentan "Latein Turbowochen", heißt ich lerne ausschließlich Latein und werde langsam wahnsinnig... Vorallem die Hefte sind grausam. Da werden einem Vokabellhilfen angegeben und in der Übersetzung nehmen sie völlig andere Wörter oder stellen den Satz so frei um, dass da plötzlich etwas ganz Anderes steht als wörtlich :blink:

Schön fand ich heute Vormittag in einer Lektion den Satz "Sie erkennen sofort das Gerundium gefolgt vom Partizip".. äh ja klar. Sofort erkannt! :lol:

Aber hilft ja nix... Ohne meine Deklinations- und Konjugationstabellen wäre ich auch völlig aufgeschmissen. Zu schade, dass man die nicht mit in die Prüfung nehmen kann :lol:

Ich wünsche dir dennoch starke Nerven und viel Erfolg!

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Ich habe auch angefangen den Gallischen Krieg auf Deutsch zu lesen. Es ist dasselbe wie im Lateinischen; ich verstehe den Inhalt des Textes nicht, weil ich keine (bildliche) Vorstellung davon bekomme, was sich wie und wann im Gallischen Krieg zugetragen hat.

Gibt es darüber einen Film? Selbst wenn der historisch nicht so korrekt wäre, würdest du vielleicht zumindest einen Überblick und vor allem eine bildliche Vorstellung bekommen, auf der du dann aufbauen könntest.

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Vielen Dank für die Antworten.

Die Bücher werde ich mir anschauen.

Ich habe mich gestern Abend doch noch für den Online-Latein-Fernkurs entschieden.

In den nächsten Tagen geht es los.

Zumindest so ein kleines Fünkchen Motivation ist immer noch vorhanden: Die Vorstellung, wenn ich wenigstens die Grundlagen beherrsche um die Prüfung bestehen zu können, danach nie wieder etwas mit der Sprache zu tun zu haben.

Ich habe nachgerechnet, dass mir theoretisch ein einzelner Punkt (einfacher Wertung) in Latein genügen könnte, sofern ich genügend Punkte in den anderen drei Fächern des mündlichen Prüfungsteils zusammenbekommen würde. Das könnte doch durchaus machbar werden ... nur ein einzelner Punkt :rolleyes:

Vorallem die Hefte sind grausam. Da werden einem Vokabellhilfen angegeben und in der Übersetzung nehmen sie völlig andere Wörter oder stellen den Satz so frei um, dass da plötzlich etwas ganz Anderes steht als wörtlich :blink:

Schön fand ich heute Vormittag in einer Lektion den Satz "Sie erkennen sofort das Gerundium gefolgt vom Partizip".. äh ja klar. Sofort erkannt! :lol:

Genau das^^ hat mich an den Heften auch extrem gestört, vorallem in Kombination mit dem Schreibstil (dieses ständige "wir" und dann solche Formulierungen wie "sicherlich haben Sie schon bei der ersten Lektüre die Gerundien ... erkannt", "Die Übersetzung dürfte Ihnen nicht mehr schwerfallen.").

Ich wünsche dir dennoch starke Nerven und viel Erfolg!

Danke.

Gibt es darüber einen Film?

Ich habe nochmal gesucht, aber bislang habe ich noch nichts wirklich für mich geeignetes gefunden.

Aber ich bin heute dabei über eine Hörbuch-Dokumentation gestolpert; die scheint ganz gut zu sein.

Ich glaube, was ich bräuchte wäre so eine Art Bildband "Der Gallische Krieg in Bildern" ;)

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*anschließ*

Ich habe zwar kein Latein, aber in manchen Heften hat mich dieses "Wie Sie sicher selbst sehen"-mäßige gestört. Wenn ich das alles selbst wüsste, würd ichs nicht lernen. Kam bei mir immer an wie "Wenn Sie das nicht längst wissen, sind Sie aber ziemlich blöd!" :biggrin:

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