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Fernabi - Fang ich vielleicht doch noch an die lateinische Sprache zu mögen???

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Lernfrosch

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Meine Lateinphobie oder wie immer man das nennen möchte, worüber ich im letzten Blogeintrag noch gejammert habe, scheint sich zaghaft aufzulösen.

Ich habe mich für einen Latein-Online-Fernkurs entschieden.

Über diesen Kurs möchte ich gerne im Folgenden kurz berichten, weil ich denke, dass er evtl. auch für andere Sprachlerninteressierte eine Überlegung wert sein könnte (es gibt auch Kurse für andere Sprachen).

Ich muss sagen, dieser Kurs ist so ziemlich genau das, was ich gesucht und gebraucht habe:

Das Kursziel ist "Kenntnisse in Latein" und der Kurs ist so angelegt, dass man danach auf dem Wissens- und Kenntnisstand sein soll, eine Prüfung zum Nachweis von Lateinkenntnissen ablegen zu können.

Es wird gezielt auf die Lektürearbeit hingearbeitet, hier in diesem Kurs insbesondere auf Texte vom Cäsar-Niveau.

Es werden verschiedene Kurse angeboten, je nachdem welchen Kenntnisstand man erreichen möchte.

Mein Kurs beinhaltet 21 Lektionen und ist eigentlich auf eine Dauer von neun Monaten ausgelegt.

Ich habe mittlerweile die erste Lektion vollständig durchgearbeitet.

Ich war positiv überrascht, weil es eben nicht wie in anderen Kursen darum geht, ersteinmal ewigst viel Grammatik auswendig zu lernen und irgendwann später dann Übersetzungen zu üben.

Zuerst gab es eine wirklich kurze Zusammenfassung von ein paar grammatikalischen Erscheinungen und mehrere Beispiele dazu.

Für die Vokabeln wird eine bestimmte Liste empfohlen, die man sich dann nach und nach aneignen sollte.

Nach der kurzen Einleitung folgten sogleich viele interaktive Übungen. Direkt nach der Eingabe gab es dann eine Auswertung mit verschiedenen Erklärungen. Die ersten Übungen waren simple Zwei- bis Dreiwortsätze. Der Schwierigkeitsgrad wurde dann angenehm langsam weiter ausgebaut und verschiedene der grammatischen Strukturen, die man sich zuvor angeschaut hatte, darin verwendet. Das beste wie ich finde war aber, dass man diese Strukturen eben nicht nur bei der Übersetzung vom Lateinischen ins Deutsche wiedererkennen musste. Sondern es folgten mehrere Aufgabenteile, in denen man vom Deutschen ins Lateinische übersetzen sollte und diese Strukturen dann auch übertragen musste.

Ich fand das richtig gut, weil man hier selbst feststellen konnte, ob man einen lateinisch korrekten Satz bilden kann, also ob man die Grammatik nicht nur übertragen kann sondern auch die Struktur und die Unterschiede in beiden Sprachen verstanden hat.

Der deutsche Satz war vorgegeben und dieser musste ohne weitere Hilfen ins Lateinische übersetzt werden (man musste also neben der Grammatik auch die Vokabeln Deutsch>Latein anwenden können).

Nach den Übungen hatte ich zum ersten Mal in meiner ganzen Lateinlernzeit den Gedanken: Ach, so hat also ein antiker Lateiner gedacht, als er diesen oder jenen Satz konstuiert hat.

Am Ende der ersten Lektion war dann bereits auch schon der erste komplette (einfache) Text zu übersetzen (Lat.>Deu.); etwa 70 Wörter.

Was ich dabei toll fand, war, dass der zu übersetzende Text auch vertont war. Man konnte also auch gleich hören, wie das Lateinische gesprochen klingt und lernt so ganz nebenbei auch gleich lateinische Texte mit richtiger und angemessener Betonung auszusprechen.

Achso, der Kurs wird übrigens von der Technischen Universität Dresden (Studierplatz Sprachen) angeboten.

Man kann dabei wählen, ob man den Kurs mit oder ohne Betreuung durch einen E-Lateinlehrer belegen möchte (der Unterschied äußert sich dann in unterschiedlichen Kursgebühren).

Belegung, Bezahlung, Freischaltung etc. hat alles problemlos und zügig funktioniert; meine Fragen zum Kurs wurden mir im Vorfeld alle sehr freundlich beantwortet (und das, obwohl ich mit der Uni sonst nichts zu tun habe).

Zur Zeit lerne ich also vorallem Latein.

Der Rest des Tages ist aufgeteilt auf die anderen Fernabi-Themen und die FernUni.

Von der FernUni habe ich vor ein paar Tagen bereits einen Teil meiner Skripte für das Wintersemster bekommen.

Die mir so wichtigen Psychologie-Hefte allerdings leider noch nicht; dafür alle anderen.

Ich habe schon mit der Bearbeitung des Kurses "Einführung in die Praktische Philosophie" angefangen.

Das Thema ist auf drei Hefte eher geringeren Umfangs aufgeteilt, was ich zum Lernen sehr angenehm finde.

Das erste Heft beinhaltete ein Einführungskapitel, in dem der Gegenstand der Praktischen Philosophie dargelegt wurde. Anschließend wurde die Ethik als ein Themenkomplex behandelt. Das zweite Heft ist der Rechtsphilosophie gewidmet. Im dritten wird es um "Exemplarische Konkretionen" gehen.

Das erste Hefte habe ich einmal vollständig gelesen sowie Markierungen und Notizen hinzugefügt. Mit dem zweiten Heft habe ich begonnen und habe bislang etwas mehr als ein Drittel durchgearbeitet.

Am interessantesten fand ich bislang die Ausführungen zur Menschenwürde bei Kant. Die schon beim ersten Lesen neu gewonnenen Erkenntnisse daraus werden sicherlich auch gerade für meine Abi-Prüfung in Religion nicht unnütz sein, zumal auch zwischendurch die Sichtweise der Religion gestreift wird ;) Ich freue mich daher auch schon auf das dritte Heft, in dem sich ein ganzes Kapitel noch einmal mit der Menschenwürde allgemein beschäftigt.

So macht mir Lernen Spaß, weil es abwechslungsreich, anspruchsvoll, fordernd, erfüllend/ bereichernd und erkenntnisreich ist.

Von daher werde ich jetzt auch gleich noch ein paar Stündchen weiterlernen :)

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