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Fernabi - Lernalltag mit Fernabi und FernUni

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Lernfrosch

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Es hat sich wieder viel getan.

Ich hatte geplant, mich hauptsächlich auf Latein zu konzentrieren und alles andere so nebenher laufen zu lassen. Der Plan hat anfangs auch gut funktioniert. Aber Latein entwickelte sich sehr viel besser als je gedacht, sodass ich eine Planänderung vornehmen konnte:

Bisher hatte ich die vier mündlichen Fächer noch getrennt voneinander betrachtet. Da ich aber gute Erfahrungen bei den schriftlichen Fächern gesammelt hatte, habe ich auch hier beschlossen die drei Gesellschaftswissenschaften (Gemeinschaftskunde, Geografie, Religion) miteinander zu vermischen. Und weil sich das so gut machte, bin ich noch einen Schritt weitergegangen und habe die FernUni-Themen auch noch damit verknüpft.

Herausgekommen ist dabei ein umfangreicher Themenkomplex, der die Sichtweisen verschiedener Ansätze kombiniert.

Aber der Reihe nach:

Der Latein-Onlinekurs hilft mir sehr. Ich konnte bereits die ersten sieben von 21 Lektionen bearbeiten. Ich glaube, ich habe dabei sogar etwas gelernt. Zumindest kann ich jetzt relativ zügig einfachere Texte übersetzen (sowohl Lat.>Deu. als auch simplere Texte Deu.>Lat.). Die Sache mit den verschiedenen Kasusfunktionen ist mir etwas verständlicher geworden und bisweilen erkenne ich das auch am Text, auch wenn mir dabei mangels Erfahrung noch die Routine dabei fehlt. Dass ein Partizip kein Unding sein muss, ist mir inzwischen auch ersichtlich geworden. Was es mit einem participium coniunctum auf sich hat, ist mir auch halbwegs ersichtlich geworden, nachdem mir die Bedeutung von coniungere in der Grammatik klar geworden ist. Seitdem weiß ich auch, welchen Zweck Konjunktionen erfüllen sollen. Das Erblicken eines AcI versetzt mich auch nicht mehr so in Angst und Schrecken.

Ich bin froh, dass ich mich für den Kurs entschieden habe.

Was habe ich noch in den letzten Tagen gemacht?

- Ich habe das Kapitel zur Stadtgeografie in "Fundamente" gelesen und bearbeitet.

- Ich habe das Kapitel zur Industriegeografie in "Fundamente" angefangen zu lesen und zu bearbeiten. Ich bin bis zur Standorttheorie Webers gekommen.

- Ich habe zwei Sozialkundehefte zum gesellschaftlichen Wandel erneut gelesen und darüber nachgedacht. Ich habe Zweifel gehabt, ob die Hefte die wirklich relevanten Themen abdecken. Ich habe die Hefte beiseite gelegt und zwei Sozialkundebücher aus der Bücherei ausgeliehen. Ich habe beide Bücher gelesen und anschließend ein paar meiner Mitmenschen mit einem mehrstündigen Monolog über sozialpolitische Fragestellungen und Antwortansätze (insbesondere der Rentenpolitik und dem Sozialversicherungssystem) gelangweilt.

- Ich habe eine Caesar-Biografie gelesen und mich darüber gefreut, dass es darin neben Caesar auch um die Zeitgenossen Caesars ging. Ich habe festgestellt, dass ich die Vorgehensweisen Caesars unsympathisch finde. Ich habe mir Gedanken über den Zusammenhang der Begriffe "Caesar" und "Kaiser" im Kontext europäischer Herrschaftsformen der Nach-Römerzeit gemacht. Ich habe mir Gedanken über Herrschaftsformen und Staat im Allgemeinen gemacht und dazu das Grundgesetz gelesen.

- Ich habe im FernUni-Skript zur "Soziologie des Raums" gelesen und mich auch bei der Wiederholung gefragt, wieso man sich Einsteins Ideen ins Gedächtnis rufen soll, wenn es um gesellschaftliche Räume geht. Ich habe trotzdem oder auch gerade wegen dieser Fragen weitergelesen. Ich habe diese Informationen mit den Informationen zur Stadt- und Industriegeografie abgeglichen.

- Ich habe die drei FernUni-Skripte zur "Einführung in die Praktische Philosophie" gelesen und mit Markierungen und Notizen/ Gedanken versehen.

Im ersten Teil ging es um den Gegenstand der Praktischen Philosophie und die Ethik als philosophische Wissenschaft; es wurden einzelne paradigmatische Ansätze kurz vorgestellt (z.B. klassische Tugendethik, hellenistische und spätantike Ethiken, Pflichtethik Kants, existenzphilosophische Ethik Kirkegaards, Wert- und Diskursethik); es gab einen Beiträge zu Nietzsche, dem Utilitarismus, der Metaethik und der angewandten Ethik.

Im zweiten Teil ging es um die Rechtsphilosophie; wie sich die Rechtsidee als Thema der Rechtsphilosophie darstellt; verschiedene Rechtsauffassungen; Recht im Verhältnis zu Moral, Religion, Politik etc.; dann wurden noch verschiedene Positionen dargelegt (Naturrecht, Vernunftrecht, Rechtspositivismuetc.); ein Kapitel widmete sich der Lehre vom Staat.

Der dritte Teil trägt die Überschrift "Exemplarische Konkretionen"; es werden verschiedene Gebiete der angewandten Ethik vorgestellt (z.B. Medizin-/Bioethik, Kommunikationsethik, Wirtschaftsphilosophie); ein Kapitel behandelte das Thema "Menschenwürde".

Ich fand den ersten und dritten Teil sehr spannend (den zweiten weniger, weil mich das Thema an sich nicht so interessiert), vorallem die Ausführungen zur Autonomie in der Medizinethik und zum Begriff/ Gedanken der Menschenwürde haben mich zum Nachdenken angeregt. Letzteres Thema habe ich dann noch im Zusammenhang mit meinem Religion-Prüfungsthema betrachtet. Ebenso habe die dargestellten Positionen Nietzsches und Kirkegaards mit den Religionsheften verglichen. Über Nietzsche hatte ich bei der Fernschule schon mal eine Einsendeaufgabe geschrieben, da ging es um den Text "Der tolle Mensch" und einen Vergleich mit den Ansichten Bonhoeffers. Die neuen Informationen waren eine mir willkommene Ergänzung und Vertiefung dazu.

- Ich habe das nächste Skript aus dem Philosophie-Modul zu lesen und zu bearbeiten begonnen.

Es handelt sich dabei um den Themenkomplex "Angewandte Ethik und Probleme der Medizinethik". Das Skript besteht aus einem Doppelheft.

Im ersten geht es um "Die Medizin im Spannungsfeld von ethischer Verpflichtung und gesellschaftlichem Anspruch". Es wurden anhand von ein paar Beispielen aufgezeigt, um welche Fragestellungen es beispielsweise gehen kann. Die Beispiele entstammten den Themenfeldern "medizinische Forschung" und "Gestaltung des Arzt-Patienten-Verhältnisses". Ich fand das Heft sehr gut verständlich geschrieben und die Beispiele passend gewählt. Dennoch ist mir das Lesen nicht leicht gefallen; es sind Themen, die einen unweigerlich selbst berühren und direkt zur Auseinandersetzung mit diesen und der eigenen Meinung dazu herausfordern. Das fand ich sehr anspruchsvoll und das beschäftigt mich auch immer noch sehr stark. Die Auseinandersetzung damit gefällt mir, mich interessieren genau solche Fragestellungen und ich kann mir gut vorstellen, mich damit auch zukünftig weiter zu beschäftigen (und dann irgendwann vielleicht nicht nur theoretisch sondern auch praktisch).

Mit dem Lesen des zweiten Teils "Die Bedeutung der Ethik der Verantwortung und der Diskursethik für die Medizinethik" möchte ich heute beginnen.

- Zwischendurch habe ich immer wieder mal Zweifel gehabt, ob ich die Abiklausuren bestanden haben könnte oder nicht (die Ergebnisse kommen Anfang November). Mich hat auch die Frage beschäftigt, ob ich überhaupt in der Lage wäre die mündlichen Prüfungen zu bestehen.

Die Phasen der Selbstzweifel kommen immer wieder mal zum Vorschein.

Und weil ich gemerkt habe wie viel Freude es mir macht, mich mit den Philosophie-Skripten zu befassen, habe ich beschlossen, noch zwei Kurse nachzubelegen. Damit belege ich das P2-Modul nun komplett und dürfte auch die Klausur im März dazu mitschrieben. Zugegeben, das war auch mit ein Grund, mich für die Nachbelegung zu entscheiden; ich hätte echt Interesse daran, mich mit den Themen so zu beschäftigen, dass ich an der Klausur teilnehmen könnte. Einfach so zum Spaß aus reinem Interesse und Begeisterung für die Themen.

Zurzeit warte ich sehnsüchtig auf die Psychologie-Materialien, die ich noch immer nicht erhalten habe.

Aber ich habe mir schon einmal den "Lück" zugelegt, den ich dann zu lesen beginnen möchte, sobald die Skripte eingetroffen sind.

Das einzige, was noch ungewohnt ist, ist sich mit Fernabi und FernUni parallel ernsthaft und zielgerichtet nebeneinander zu beschäftigen.

Vom Arbeitsaufwand her finde ich es nicht zu viel, wenngleich der Unterschied zwischen beiden schon groß ist. Mir bleibt zumindest noch genügend Zeit übrig, die ich für Freizeitaktivitäten nutzen kann ;)

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Empfohlene Kommentare

Zwischendurch habe ich immer wieder mal Zweifel gehabt, ob ich die Abiklausuren bestanden haben könnte oder nicht (die Ergebnisse kommen Anfang November). Mich hat auch die Frage beschäftigt, ob ich überhaupt in der Lage wäre die mündlichen Prüfungen zu bestehen.
Also zumindest von dem, was du in den letzten Monaten hier so geschrieben hast, denke ich nicht, dass du dir Sorgen machen musst, nicht zu bestehen;)

Ich mein, ich kenn die Zweifel und alles, aber irgendwie war/ist das ganze undramatischer, als es scheint.

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