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Fernabi - Warten auf die Ergebnisse und die erste Woche an der FernUni

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Lernfrosch

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In einem Monat sollen die Ergebnisse der Abiklausuren bekanntgegeben werden.

Das Warten fühlt sich ein bisschen so an wie das Warten auf irgendeine beliebige Einsendeaufgabe: Man weiß, dass bald das Ergebnis kommt, freut sich darauf und widmet sich wieder dem Lernalltag zu:

- Ich habe vorallem Bücher gelesen.

Z.B. habe ich die Biografie A. Schweitzers angefangen zu lesen (und zusätzlich einen Film dazu angesehen); in "Fundamente" habe ich auch weitergelesen.

- In die Fernschulhefte habe ich auch nochmal hineingeschaut.

Ich habe jetzt auch das dritte Heft zum gesellschaftlichen Wandel bearbeitet (SoKO 10N, LK-Heft). Nach wie vor bin ich von der Darstellung des Themas in den Heften enttäuscht. Ich werde den Eindruck nicht los, dass der inhaltliche Schwerpunkt zwar in Richtung Prüfungsthemen geht, diese aber nicht so wirklich vorbereiten. Mir fehlt in der Darstellung zu vieles, mir erscheinen die Themen etwas zu oberflächlich.

Die Hefte zum Nahost-Konflikt (selbes Fach^) habe ich auch nochmal angefangen zu lesen. Hier wiederum habe ich den Eindruck, dass die Darstellung richtig gut ist (ziemlich neutral geschrieben, wichtigste Ereignisse dargelegt etc.).

Die Religionshefte möchte ich auf jeden Fall nochmal alle durchgehen. Momentan lese ich in RelO 3 ("Einführung in die Kirchengeschichte") das Kapitel über die Reformation bzw. Luther.

- Den Latein-Onlinekurs habe ich auch ein wenig weiterbearbeitet.

Mittlerweile ist das neue Semester an der FernUni auch nicht mehr so neu; daher meine Zusammenfassung der ersten Woche:

- Philosophie (Modul P2, "Einführung in die Praktische Philosophie")

Die Betreuung in Moodle ist hervorragend!

So werden beispielsweise regelmäßig Übungsaufgaben eingestellt, bei deren Bearbeitung man neben der Auseinandersetzung mit dem Inhalt gleichzeitig das Philosophie-Klausur-Schreiben üben kann. Die Bearbeitung der Aufgabe ist freiwillig und wird nicht benotet. Es ist aber gesagt, dass jeder, der seine Antwort auf die Frage im vorgegebenen Bearbeitungszeitraum (14 Tage) in Moodle einstellt, eine Rückmeldung (Kommentar zur inhaltlichen und sprachlichen Ausarbeitung) zu seinen Ausführungen erhält.

Die erste Übungsaufgabe wurde bereits am zweiten Semestertag bekanntgegeben.

Ich habe die Aufgabe bereits bearbeitet und online gestellt (ich war unter den ersten dreien, die schon eine Antwort eingestellt haben :)). Das war meine erste philosophische Ausarbeitung und Aufgabe an einer Uni überhaupt. Dementsprechend war ich sehr unsicher, wie man das denn nun eigentlich angehen sollte. Man sollte die Aufgabe in etwa 80 Minuten ohne Hilfsmittel bearbeiten, wenn man sich eine klausurähnliche Situation schaffen wollte. Ich habe etwas länger gebraucht (etwa 95 Minuten), weil ich gerade am Anfang Formulierungsschwierigkeiten hatte. Das Thema gefiel mir gut; die Frage bezog sich auf das erste Kapitel im ersten Teilheft des ersten Kurses (Einführung in Praktische Philosophie, Freiheitsbegriff). Ich hatte das Skript ja gleich gelesen, als ich es Mitte September erhalten hatte. Meine Vorgehensweise - einmal Lesen und dabei mit Textmarker markieren und ein paar Wörter auf den Seitenrand schreiben - hat sich als ganz praktikabel erwiesen. Zumindest hatte ich eine Idee was ich ohne nochmaliges vorheriges Lesen zur Beantwortung der Übungsaufgabe schreiben könnte. Ob das allerdings richtig ist und den Anforderungen genügt, weiß ich jetzt noch nicht. Zumindest fand ich die Auseinandersetzung mit der Fragestellung und in meiner Antwort mit den Gedanken Aristoteles´, Kants, Fichtes etc. faszinierend und spannend.

- Psychologie (Modul M1, Einführung in die Psychologie, ihre Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens)

In meiner gedruckten Version des "Studiengangs- und Kursangebots" steht, das Modul beginne voraussichtlich am 27. Oktober, demnach ist der Versandbeginn der gedruckten Studienhefte am 14. Oktober. In Moodle heißt es, Bearbeitungsbeginn ist der 13. Oktober. Die digitale Version der Skripte ist seit einigen Tagen verfügbar.

Man möge mich merkwürdig nennen, aber ich sehe darin ^^ kein Problem (im Gegensatz zu manchen anderen), dass es wegen der endgültigen Festlegung des Bearbeitungsbeginns jetzt so ist, dass man für kurze absehbare Zeit nur die digitale Version der Hefte zur Verfügung hat. Man könnte auch noch bedenken, dass einer der vier Kurse aus dem Modul ausschließlich in digitaler Fassung zur Verfügung gestellt wird (die Information gab es bereits zur Einschreibungszeit) ...

Mein erster Eindruck von Moodle in Psychologie ist "verhalten", der zweite eher etwas negativ.

Ich finde, es geht sehr "unruhig" zu (vielleicht wegen der Menge der eingeschriebenen Leute und damit den sehr vielen eröffneten Threads zu verschiedensten bereits an anderer Stelle ausgeführten Themen). Vielleicht bin ich jetzt auch von Philosophie verwöhnt (deutlich weniger Leute (etwa nur ein Zehntel so viele) und nur eine sehr überschaubar kleine Anzahl von Threads), aber mein Eindruck ist der, dass es mir so nicht gefällt und ich es - mit Ausnahme der offiziellen Ankündigungen (die sind wiederum ganz gut) - für mich nicht so hilfreich, sondern eher hinderlich finde.

Überrascht hat mich der Plan, der herausgegeben wurde, in welchem Zeitraum man welche Inhalte der Hefte bearbeiten sollte. So ein Wochenplan hat mich sehr stark an Stundenpläne aus Präsenz-Schulzeiten erinnert. Bei mir entstand so ein bisschen ein etwas "verschulter Eindruck" ;)

Ich habe es nicht so mit mir festvorgegebenen Plänen, ich plane lieber selbst meinem eigenen Bedarf entsprechend; daher habe ich beschlossen, den Vorschlag zu ignorieren.

Ich habe auch schon in ein paar Skript-Dateien quergelesen.

Mein Eindruck ist auch hier, dass das Modul zwar umfangreich ist. Aber (ähnlich wie in Philosophie) fühle ich mich von der Stoffmenge nicht "erschlagen", es erscheint mir gut machbar.

Rein vom Material her betrachtet erscheint es mir sogar eher wenig (aber das sagt ja nichts über den Inhalt aus). Vielleicht ist diese Sichtweise aber auch von den Fernabi-Erfahrungen geprägt (etwa 30 Hefte pro 6 Monate).

Hilfreich finde ich das Fernabi für die FernUni bisher in formaler Hinsicht: Fast schon intuitiv greift man mittlerweile erst zu den allgemeinen Infomaterialien, sortiert sich die Hefte und fängt einfach an. Eine gewisse Fernlern-Routine ist schon vorhanden, diese Grundstruktur muss dann nur noch wenig verändert und ausgebaut/ angepasst, aber nicht mehr neu geschaffen werden.

In inhaltlicher Hinsicht finde ich das (Fern-)Abi bislang weiterhin nicht wirklich hilfreich und sehe mein Fernabiprojekt daher weiter nur als Mittel zum Zweck (Erlangung der Hochschulzugangsberechtigung).


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2 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Was du von Philisophie schreibst hört sich gut an. Ich bin gespannt, wie die Rückmeldungen auf die Einsendeaufgaben gestaltet sein werden.

Stimmt, Psychologie ist schon recht stark getaktet - die Moodle-Foren werden ja auch nur nach dem "Stundenplan" aktiv moderiert. Wenn man sich daran hält, bringt dies den Vorteil mit sich, aktuelle Diskussionen mit anderen Studierenden führen zu können. Schafft man dies aber nicht, ist man dort eher alleine und auf das nachlesen beschränkt, was gerade bei der Vielzahl der Themen recht mühsam ist.

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Was du von Philisophie schreibst hört sich gut an. Ich bin gespannt, wie die Rückmeldungen auf die Einsendeaufgaben gestaltet sein werden.

Ich bin auch sehr positiv überrascht. Es ist sehr überschaubar und klar strukturiert. Ich habe da schon jetzt so den Eindruck "angekommen zu sein".

Was mir im Gegensatz zu M1 noch aufgefallen ist, dass ich bislang keine "Massenaufrufe" zur Lerngruppenbildung gelesen habe und auch noch keinen Hinweis zu Bearbeitungszeitraum-Vorschlägen für die einzelnen Skripte gesehen habe.

Auf die Rückmeldung zu der Übungsaufgabe bin ich auch schon gespannt.

Nicht nur auf meine eigene; die Arbeiten der anderen Mitstudierenden und die Kommentare dazu werden auch für jeden in Moodle nachlesbar sein. Eine allgemeine Musterlösung wird es laut Ankündigung hingegen nicht geben.

Darüberhinaus wird auch ein Präsenz-Tutorium für P2 angeboten (für mich wegen räumlicher Entfernung nicht möglich).

Es gab auch schon Informationen darüber, wie die Klausur aufgebaut sein wird (6 Fragen zur Auswahl von denen nach bestimmten Kriterien 3 ausgewählt werden sollen; Antwort in Textform; Dauer 4 Stunden), welchen inhaltlichen Schwerpunkt diese haben wird (Kursteil 1, der aus drei Teilen zusammengestzt ist, "Einführung in die Praktische Philosophie"; 4 Fragen werden sich darauf beziehen) und dass ein anderer Kursteil noch Klausurthema sein wird (welcher ist jetzt noch nicht bekannt; die Information soll ein paar Wochen vor der Klausur kommen).

Aus diesem Grund werden sich die Übungsaufgaben auch zuerst nur auf den ersten Modulteil beziehen.

Ich hoffe auch noch, dass in Psychologie etwas Ruhe einkehrt und die Themen "ansprechender" werden (also nicht mehr so im Sinn von "Waaas, wir müssen den ganzen Lück lesen??? Und die Inhalte aller 4 Skripte sind klausurrelevant??? Welche Zumutung!!!", das sind natürlich nur so die Ausnahmen, die in den vor mir bislang gelesenen Threads öfters mal vorkamen).

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      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
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      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
      Die geht ja neben ihrem Highlight - der FernUni – etwas unter. Für alle, die es interessiert: Sehr hügelig (ja, als Westfale und Fast-Holländer findet man sowas interessant ), schon aus der Ferne sieht man, dass sie in Hügelketten eingebettet ist. Eine Fahrt durch die Straßen dort geht wirklich über Berg- und Tal. Noch viele Reste der Schwerindustrie sind sichtbar, nicht nur an verrußten Häuserwänden. Eine typische Pott-Stadt eigentlich, obwohl sie auch noch zu Südwestfalen gehört.  Sie ist wohl nicht der Anlaufpunkt für große Shoppingtouren – die Kommilitonen, die sich hier abends die Zeit vertreiben wollten, waren jedenfalls nicht sehr angetan. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich neben der Taxifahrt durch die Stadt nicht viel gesehen habe. Die FernUni selbst befindet sich nicht im Stadtkern. 
       
      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)