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Jobwechsel-Überlegungen

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Higgins

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Während ich auf die Note in QIG warte und hoffe dass es nicht allzu schlimm wird, suche ich immer noch einen Ausweg aus der Sackgasse in die ich mich selber hineinmanövriert habe.

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich meinen Beruf nicht besonders mag (wobei das noch diplomatisch ausgedrückt ist) und lieber heute als morgen woanders arbeiten würde. Der Initiator für das Studium war ja die Hoffnung, dass ich danach vom Patientenbett wegkomme und in irgendeinem Büro ohne Patientenkontakt in Ruhe vor mich hin arbeiten kann.

Das Problem bei der Sache ist, dass „Pflegemanagement“ vorwiegend für Leitungskräfte konzipiert ist und es auf diesem Sektor die meisten Stellenagebote gibt. Ich selber interessiere mich aber so rein gar nicht für eine Leitungsposition, sondern mehr für die Bereiche abseits der Führungsebene wie QM, Pflegebegutachtung, Pflegeberatung, KK usw. Die Stellen dort sind nur leider so dünn gesät, dass man kaum Chancen hat dort unter zu kommen, es sei denn man erfüllt bestimmte Qualifikationen, die ich nicht besitze (und die nachzuholen auch wieder Zeit und Geld kosten). Ich beobachte jetzt bestimmt seit einem halben Jahr den Stellenmarkt und kann meine Optionen in der Zeit an einer Hand abzählen.

Bei den Krankenkassen werden hauptsächlich Sozialversicherungsfachleute eingestellt und wenn mal eine KS gesucht wird sollte sie kaufmännische Kenntnisse haben, die ich ja nun gar nicht vorweisen kann.

Über den MDK habe ich gelesen, dass er eine ganze Latte an Voraussetzungen erwartet damit man überhaupt in Erwägung gezogen wird. Einiges davon erfülle ich zwar, aber für Qualitätsprüfungen benötigt man z.B. eine QMB-Weiterbildung, die ich nicht habe. Klar könnte ich die noch nachholen (mit dem Gedanken spiele ich auch aktuell), aber eben erst nach dem Studium, weil ich gerade ziemlich ausgelastet bin und nichts Neues anfangen möchte. Nach allem was ich gehört habe ist die auch nicht gerade einfach.

Was die Pflegestützpunkte betrifft habe ich in 6 Monaten in meinem Umkreis nicht eine einzige Stellenanzeige gefunden. Und im QM nur eine, auf die ich mich auch erfolglos beworben habe. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass QM-Stellen eher intern ausgeschrieben und besetzt werden, also sind die Chancen hier auch nicht so besonders groß.

Und Stellen in der Verwaltung (da würde ich ja am liebsten hin), also in den Landratsämtern im Gesundheits-oder Sozialbereich, kann man sich auch abschminken weil die nur Verwaltungsfachangestellte oder Sozialarbeiter suchen.

Es ist zum verrückt werden und frustriert mich gerade ziemlich, vor allem weil es mit meinem 1. Hauptpraktikum nicht gut läuft. Ich komme nicht mal ansatzweise auf meine Stunden, deshalb hatte ich überlegt gleich den Job zu wechseln, damit ich das Hauptpraktikum in meiner normalen Arbeitszeit ableisten kann. Nur, wie soll das gehen wenn es kaum Stellen gibt. Natürlich könnte ich als Alternative eine Leitungsposition für ein Jahr übernehmen, aber ehrlich gesagt glaube ich nicht dass das funktioniert. Zum einen habe ich überhaupt kein Interesse dafür und zum anderen auch keine „Führungspersönlichkeit“, die mir erlauben würde so eine Stelle adäquat auszufüllen. Zumindest denke ich das, weil ich nicht sehr aufgeschlossen bin und lange brauche um mit einem Team „warm“ zu werden. Und als Führungskraft sollte man von einem Team schon akzeptiert werden, damit man gut zusammenarbeiten kann.

Ich weiß im Moment nicht was ich tun soll. Auf jeden Fall möchte ich aber das Praktikum im Pflegestützpunkt ableisten, weil mich diese Arbeit wirklich interessiert. Das läuft von Januar bis März und beinhaltet 12 Wochen, d.h. mir fehlen dann noch 8 Wochen für das Hauptpraktikum. Entweder ich finde bis dahin eine Stelle oder muss mir noch einen anderen Praktikumsplatz überlegen. Ich ärgere mich so über mich selbst, dass ich mich nicht früher darum gekümmert habe. Und manchmal denke ich, dass ich mich besser für einen anderen Studiengang entschieden hätte, weil dieser mir vermutlich mehr Möglichkeiten für einen Quereinstieg in die Verwaltung eröffnet hätte.

LG Higgins


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9 Kommentare


Wäre ein Wechsel zu einem anderen Studiengang unter Anrechnung Deiner Leistungen denkbar, z.B. mehr hin in Richtung Gesundheitsökonomie?

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Hast du mal an Sanitätshäuser gedacht? Eine Bekannte von mir ist dort untergekommen, da sie auch nicht als Leitung arbeiten wollte.

Beim Hauptpraktikum gab es bereits Notlösungen, wo der Praktikant einen Tag pro Woche anwesend war und das über 20 Wochen. Die HFH ist da meines Wissens nach sehr kulant. Hast du ansonsten keine Möglichkeit dir was anerkennen zu lassen? Schichtleitende Tätigkeit, Vertretung der SL, etc.?

Viel Erfolg weiterhin und verlier nicht den Mut.

Lg,

xscythex

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Beetlejuicine

Geschrieben

Hast du mal an gesetzliche Betreuung gedacht? In meinem Landkreis ist dafür Bedarf.

Es gibt die Möglichkeit als Berufsbetreuer zu arbeiten, Voraussetzungen gibt es keine. Mit deinem BA hast du auch Chancen den höchsten Satz abrechnen zu können.

Die Arbeit ist sehr vielseitig.

Zum QM: Ich bin in der gleichen Ausgangslage wie du, Krankenschwerster, hab diverse Weiterbildungen (z.B PDL, Pflegeberaterin) und studiere jetzt ja auch Pflegemanagement. Meine Wunschfelder sind auch QM, Beratung usw.

Ich hatte das Glück, dass ich bereits als stellvtr. PDL QM gemacht habe und diesen Job (Ich mache nur QM) jetzt wirklich mit Glück bekommen habe, denn du hast recht: QM wird sehr oft intern vergeben. Trotzdem würde ich mich einfach bewerben. Dazu kommt, dass z.B in Pflegeheimen die QMB auch nach Schlüssel besetzt wird = 120 Bewohner/Stelle QMB (kommt auf den Versorgungsvertrag an). Ich habe auch nur 1/2 Stelle!

Ich empfinde die QMB Weiterbildung (mache ich gerade) nicht so schwer. Ich mache meine gerade beim BPA, schließe mit Prüung bei der DEKRA ab, kostet 1400 €. Ist günstiger, als z.B TÜV.

MDK: Da würde ich nicht so viel auf Hörensagen hören. Ich kenne Leute, die als einfache Krankenschwerster zum MDK gekommen sind. Die Schulung zur Begutachtung bekommt man dort ja. Und im Studium bist du ja.

Man kann ja auch kombinieren: Irgendwo Teilzeit QMB, freiberuflich MDK.

Viel Erfolg!

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Beetlejuicine

Geschrieben

Mir fällt gerade noch ein, dass es sicherlich in jeder Stadt auch Betreuungsvereine gibt, bei denen man Praktika machen kann.

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Danke für eure Ideen und euren Zuspruch :)

@schwedi

Also ein Wechsel wäre mit Sicherheit unter gewissen Anrechnungen möglich, aber ehrlich gesagt die allerletzte Option an die ich denken würde. Wenn ich mal 50 Bewerbungen geschrieben und entsprechende Absagen kassiert habe überlege ich es mir vielleicht, aber noch ist es nicht so weit ;). Ich schaue jetzt mal noch ein halbes Jahr, mache einen Bewerbungsrundumschlag in alle Richtungen und dann sehen wir weiter. Noch gebe ich nicht auf.

@xscythex

Sanitätshaus hatte ich noch nicht dran gedacht, ist notiert. Leider kann ich mir wirklich gar nichts anrechnen lassen, hab da auch schon hin und her überlegt, aber ich hab eben nie irgendwelche Leitungstätigkeiten ausgeübt.

@Beetlejuicine

Betreuung ist natürlich auch eine Idee, fragt sich halt nur wie eng der Kontakt zu den Klienten ist und wie viel "Managementtätigkeiten" dabei rauskommen die mir angerechnet werden könnten. Aber ich mache mich mal kundig, vielleicht wäre das tatsächlich eine Option.

Beim MDK würde ich ausgesprochen gerne arbeiten, deshalb wird dort wohl meine erste Bewerbung hingehen, egal was ich gehört oder gelesen habe. Ich versuche es einfach mal und schaue dann ob was dabei herauskommt. Die QM-Weiterbildung reizt mich zudem sehr, wenn ich wieder etwas Luft habe werde ich mich nochmal eingehender damit beschäftigen und vielleicht den QMB machen. Dauert ja nur 7 Monate bei der Fernschule Weber und macht sich gut in einer Bewerbung, mal unabhängig vom MDK.

@all

Im Prinzip hätte ich für eine Stellensuche eigentlich alle Zeit der Welt, das Problem ist das Hauptpraktikum das mir solchen Druck macht. Wenn mich nicht jemand von der HFH angerufen und mich explizit darauf hingewiesen hätte, dass dieses Praktikum eine gewisse Stundenzahl umfasst hätte ich mir über irgendwelche Stunden nie Gedanken gemacht.

LG Higgins

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Beetlejuicine

Geschrieben

Das Material von Weber habe ich hier auch und habe nun dennoch den Präsenzkurs gemacht. Ich persönlich kam dort mit den Einsendeaufgaben nicht zurecht. Damals hatte ich aber auch noch keine Fernstudienerfahrung und hatte schnell aufgegeben. Beim 4. Lernheft hatte ich dann eine 4. Heute benutze ich die Ordner (sehr sehr umfangreich, 2 Ordner mit insgesamt 7 Studienhefte á bis zu 200 Seiten) in der täglichen Arbeit als Nachschlagewerk.

Heute würde ich das sicher besser hinkriegen mit den Einsendeaufgaben.

Zum Thema Betreuung: In der Regel macht man Betreuung selbständig/freiberuflich, das heißt man muss auch betriebswirtschaftliche Aufgaben übernehmen, auch für die Btereuten. Jährliche Rechnungslegung z.B. Ich weiß, das ist ein wenig an den Haaren herbei gezogen, aber Möglichkeiten eröffnen vielleicht Möglichkeiten. Und die Arbeit ist eine umfangreiche, die koordiniert werden muss und wenn man eine Angestellte hat, dann muss man sehr wohl Managementtätigeiten übernehmen. In der Freiberuflichkeit haben Berufsbetreuer oft eine Büroangestellte.

Was ist mit der Alumni deiner Hochschule? Netzwerk?

Edit: Wenn du Näheres zum Weber Kurs oder zum QMB Kurs wissen möchtest, kannst du gerne Infos haben. Ich steckte ja vor einigen Monaten in genau den gleichen Überlegungen und Zugzwängen.

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Was mich am Weber-Fernkurs vs. Präsenzweiterbildung ein bisschen irritiert ist, dass letzteres nur ein paar Tage dauert und der Fernkurs mehrere Monate. Ich habe im Net schon ein bisschen rumgesucht und im Vergleich ist die Fernschule eben relativ günstig. Ich frage mich halt, welcher Anbieter im Preis-Leistungsverhältnis am besten ist und welcher Lehrgang stundenmäßig so umfangreich, dass man es überhaupt Weiterbildung nennen kann. Nach welchen Kriterien hast du denn deinen Anbieter ausgesucht?

Was mich außerdem interessiert ist natürlich, was es mit den Einsendeaufgaben auf sich hat. Wie lauten denn die Fragestellungen , dass du solche Probleme damit hattest? Wenn die doof formuliert sind helfen die Erfahrungen im Fernstudium vermutlich auch nur bedingt weiter...

Was die Betreuunggeschichte angeht habe ich heute mal nach Kursen gesucht, aber das ist ja fast uferlos. Kannst du mir sagen welche Anbieter seriös sind und wo du deine Weiterbildung gemacht hast? Im Moment strecke ich meine Fühler in sämtliche Richtungen aus, da sind solche Infos natürlich sehr hilfreich...

Zum Netzwerk kann ich nicht viel sagen, weil es das bei uns so nicht wirklich gibt. Wir haben E-Mail-Adressen/Handynummern ausgetauscht und es gibt das HFH-Forum, in dem sich aber nicht viel tut.

LG Higgins

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Beetlejuicine

Geschrieben

Also für den Betreuer benötigst du keine Weiterbildung! Es gibt dafür keine Voraussetzungen.

Lies mal hier ein wenig rum: http://www.forum-betreuung.de/

Zum QMB Kurs: Ich hatte die gleichen Gedanken, wie du. Ich habe das auch nicht verstanden, wie es sein kann, das man so viel Stoff in eine Weiterbildung packen kann. Daher hatte ich mich für Weber entschieden. Dort wird halt alles wirklich sehr sehr ausführlich hergeleitet und beschrieben. Man hat genügend Zeit die Dinge einzuordnen und zu verstehen.

Der Präsenszkurs, der ja von TÜV, DGQ und auch DEKRA angeboten wird, ist eine reine Wissensvermittlung zum Thema. Ich persönlich hätte dort ohne Vorkenntnisse von Weber vermutlich (!) nicht so viel verstanden, wie ich es jetzt tue. Es ist eine ideale Kombination. Natürlich viel zu teuer, wenn man beides selbst zahlt.

Die Einsendeaufgaben enthalten am Schluß die MC Fragen, die auch in der Prüfung vorkommen. Das war zu Beginn sehr schwer zu beantworten. Meine Probleme kamen auch erst in Lernbrief 3, dort sollte eine ganze Q Politik formuliert werden und meine war grundlegend nicht gut genug. Ich hätte das alles neu machen müssen und zu dem Zeitpunkt wollte ich schon unbedingt das Fernstudium beginnen und habe sehr schnell aufgegeben. Lernbrief 4 verlangte dann das Erstellen von einigen Checklisten.

Wir können ja gerne mal privat über die Einsendeaufgaben im Details schreiben/telefonieren. Ich weiß nicht, wie weit ich hier Details der Einsendeaufgaben posten darf.

Ich habe nun gerade nochmal in die aktuellen Aufgaben reingesehen: Ich denke, ich könnte das heute besser.

jennys, die hier auch blogt, hat in die Unterlagen auch reingesehen, sie kann vielleicht auch etwas dazu sagen.

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Danke für deine Infos und die PN. Ich melde mich dann.

LG Higgins

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      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
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      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
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      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.