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Ein weiteres Indiz warum Mathe so schwer zu sein scheint.

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distantphysics

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Bei der Bearbeitung des Kurses 1141 ist mir ein weitere Indiz untergekommen warum Mathe so schwer zu sein scheint. Es fehlt das 'Warum, was hab ich davon'?

Allgemein ist mir das schon beim Überfliegen des Scriptes aufgefallen. Am Anfang gräbt man sich durch Matrizenaddition und -multiplikation und den Gaußalgorhythmus ohne das irgendwie klar wird warum man das eigentlich macht. Ich spreche nichtmal von einer praktischen Anwendung, sondern wäre schon zufrieden gewesen für welches andere Teilgebiet die Matrizenrechnerei nützlich ist.

Es gibt so ein Teilgebiet, das Lösen linearer Gleichungen wird viel einfacher wenn man mit Matrizen umgehen kann, anstatt mühsam 'nach X aufzulösen'.

Konkret hänge ich bei Proposition 5.2.1 im Script. Da wird gesagt das man alle Elemte Lösungsmenge eines lineare Gleichungssystems findet in dem zu einem Element einfach die Lösungsmenge des zugehörigen Gleichungssystem hinzuaddiert.

Anschließend wird bewiesen dass das wirklich die ganze Lösungsmenge ist. Ist ja schön und gut, aber es würde helfen wenn mit nur einem halben Satz erklärt wird was man davon hat. Bisher weiß ich nicht wie ich auf die eine Lösung komme oder wie man auf die Lösungsmenge des inhomogenen Gleichungssystems kommt.

Ergo hat mein Hirn keinen Haken an dem es die neue Information aufhängen kann. Statt dessen wandert die Info auf den "Hm, mal sehen wo ich das hinpack, vielleicht hierhin? Nein, lieber dahin, man weiß ja nie ... wie wär's mit Kaffee? Vielleicht ein Stück Kuchen, ich hab noch was da ..."-Stapel.

Erfahrungsgemäß findet man auf dem Stapel nichts mehr wieder, sobald mehr als 5 Minuten rum sind.

Nachtrag:

Das Script macht's schon wieder: Im nächsten Absatz wird gesagt das man gezeigt bekommt wie man die eine Lösung und die Lösungsmenge berechnen kann. Der nächste Satz ist dann:

Wie ändert sich die Menge aller Lösungen L von Ax = b, wenn wir A und b mit

einer invertierbaren Matrix multiplizieren?

Für den Laien hat das Script gerade mal wieder das Thema gewechselt ohne die letzte, selbst aufgeworfene Frage zu beantworten. Vermutlich führt ads mit der invertierbaren Matrix zur Antwort, aber erkennbar ist das nicht. Das führt wieder zu einem geistigen Wagenrücklauf!


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4 Kommentare


Das ist das was mich an Hagen immer gestört hat. Der fehlende praktische Bezug. Ist halt ein Universitätsstudium.

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Der fehlende praktische Bezug im Mathematikunterricht beginnt schon in der Schule. Das wird auch von meinem Kind, Oberstufenschüler, immer bemängelt. Das ist schade, denn so entwickeln viele schon in der Schule eine Ablehnung dem Fach gegenüber.

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Da kann ich PeK leider nur aus vollstem Herzen zustimmen. Im Nachhinein weiß ich, dass genau das auch mein großes Problem war.

Nachdem man in der Grundschule mit Mengenlehre misshandelt worden war, ging es auf dem Gym in Mathe erst richtig los, mit Ausnahme von zwei Jahren bei einer Mathelehrerin, die mit einem konkreten Problem, Fragestellung oder Anschauungsobjekt angekommen war. Stück für Stück haben wir uns an die Lösung heran gearbeitet. Auf einmal fand ich Geometrie und Gleichungen spannend und verständlich, mit entsprechend guten Noten. Am Ende waren die Formeln -dessen Anblick (heute noch) normalerweise so grauenvoll sind wie der großer Spinnen - dann gar nicht mehr grauenhaft, sondern repräsentierten ein Stück fassbare Realität.

Ansonsten gab es nur Mathelehrer, die nach dem "Guten Morgen" sofort in μ, Lamda oder andere unverständliche Ausdrücke verfielen. Entsprechend hagelte es Vieren (wenn´s gut lief) oder Fünfen. 10 Jahre Grauen waren nach dem 12. Jahrgang mit 1 Punkt endlich beendet.

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distantphysics

Geschrieben

Ich glaube der Matheunterricht und in dem Fall der Kurs 1141 wird einfach nur von der falschen Seite aufgezogen.

Im Chemieunterricht hält der Lehrer auch erst den Bunzenbrenner an da Knallgasgemisch und erklärt hinterher warum's so schön bumm gemacht hat.

Wenn man in Mathe zuerst sagen würde dass es eine Methode gibt, die das lösen von Gleichungen viel einfacher macht, und sich dann rückwärts Richtung Matrizen vorarbeiten würde, wäre es vermutlich spannender und somit auch leichter.

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