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Eine schwere Entscheidung....

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Hep2000

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Letzte Woche Mittwoch, ich mache den Online-Campus auf, und lese: "Neuer Studiengang ab Januar 2015: Angewandte Psychologie (B.Sc.)". Der erste Impuls war schreien.... ich konnte ihm widerstehen und habe mir die Infos auf der Homepage angeschaut... und wusste nicht, soll ich jetzt weinen, schreien, lachen, um mich schlagen?

Hätte es diesen neuen Studiengang letztes Jahr schon gegeben, ich bin mir sicher, ich hätte keine Minute gezögert ihn zu belegen. Entspricht voll dem was mich interessiert, Module klingen alle total gut, inklusive Wahlfächer, nur minimale wirtschaftswissenschaftliche Aspekte.

Aber jetzt hab ich schon ein Semester Pflegemanagement fertig.... und dann kommen die mit dem neuen Studiengang um die Ecke.

Natürlich habe ich nachgefragt in Bremen... was wäre wenn... ich jetzt beschließe wechseln zu wollen. Antwort kam schnell, aber war etwas ernüchternd. Ja, wäre möglich, aber..... Neuvertrag, Studienleistungen aus dem alten Studiengang werden anerkannt, pro 5 erworbenen Credit 1 Monat Studiengebühren erlassen. Ich habe bislang 17 Credits, das wären 3 Monate.... sprich ich würde 3 Monate "verlieren", die ich nachzahlen müsste. Zudem würde die SBB dem Wechsel zwar zustimmen, aber die Förderung endet wie bisher mit dem Ende der Regelstudienzeit vom ersten Studiengang. Die Kosten für diese 3 Monate müsste ich also komplett zusätzlich selber stemmen... knapp 900€.

Herr Stolluba sprach: "Wenn es wirklich das ist was Du willst, dann mach es.... egal was es mehr kostet"... ich liebe diesen Mann.

Trotzdem habe ich, nach einigen Nächten drüber schlafen, langen Diskussionen mit anderen Studierenden und Freunden, entschieden: Ich ziehe Pflegemanagement durch.

Die Aussichten auf einen guten Job am Ende sind größer, ich habe wesentlich mehr Breite in den Möglichkeiten. Interesse ist das Eine, Sinn das andere. Ich mute meiner Familie einiges zu, damit ich meinen Traum Studium leben kann. Und das sollte dann auch irgendwann für meine Familie einen Vorteil bringen. Die Chancen dazu stehen nun mal beim Pflegemanagement besser als bei angewandter Psychologie.

Ein weinendes Auge bleibt, ich wäre nicht böse gewesen auf Mathe zu verzichten.... aber ich bin inzwischen fest überzeugt, dass es die richtige Entscheidung ist.


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7 Kommentare


Beetlejuicine

Geschrieben

Ich finde den neuen Studiengang auch klasse, dennoch macht PM vermutlich eher satt. Die Diskussionen haben wir hier im FI ja oft, was man mit einem Bacheor in Psychologie machen kann. Ich glaube, dass man damit allenfalls beraten kann. Und Beraterjobs in der Gesundheitsbranche sind derzeit eher schlecht zu kriegen, will kein Mensch bezahlen. Und sonst fällt mir nix ein, was man mit dem Bachelor machen könnte. Obwohl er wirklich sehr klasse klingt!

Vielleicht bieten die einzelne Module ja auch im Zertifikat an.

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An sich wäre ja Beratung sogar das, was ich machen will. Aber wie Du schon sagst, diese Jobs gibts nicht nachgeworfen, und dann glaube ich auch, dass einige Beraterjobs trotzdem besser zu bekommen sind, wenn man die Breite mitbringen kann. Also z.B. Sozialdienst, Rentenversicherung... da ist Psychologie sicher gut, aber besser ist wohl, wenn man sich mit den gesetzlichen Grundlagen auskennt, mit den Möglichkeiten die es gibt und auch mit den Kosten die sie verursachen.

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Ich sehe das etwas anders. Wenn es genau das ist, was du immer wolltest, würde ich an deiner Stelle wechseln. Was sind schon 3 Monate?

Ich habe vor einiger Zeit den Betriebswirt-IHK gemacht (natürlich kann man das mit einem BWL-Studium nicht vergleichen). Ich habe das nicht aus eigenem Interesse gemacht, sondern weil man ja soooo viel bessere Chancen hat (Aussage anderer). Ich bin aber kein BWLer und je länger der Kurs andauerte, umso mehr habe ich mich gequält. Ich konnte mich mit den Inhalten einfach nicht identifizieren. Ich war froh, als die Prüfung vorbei war. Nun verstaubt mein Zeugnis im Schrank. :(

Seit 2 Jahren erfülle ich mir meinen Traum mit einem Pädagogik-Studium. Lernen macht mir jetzt wieder Spaß und ich ärger mich, dass ich damals überhaupt den Betriebswirt gemacht habe.

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Ich studiere ja nicht BWL, sondern einen Management-Studiengang, der sehr viel mit meiner beruflichen Praxis zu tun hat. Auch der macht mir ja Spaß, so ist es nicht.

Und für mich, ich habe eine Familie mit 2 Kindern, sind diese 3 Monate eine Menge an Geld die ich extra zahlen müsste.

Wenn es mir wie Dir gehen würde, also dass ich überhaupt nicht überzeugt und glücklich bin, dann wäre es etwas anderes. Aber so ist es ja nicht. Und für mich spielt eben einfach die Frage "Was mache ich hinterher wirklich damit" eine sehr große Rolle, weil mir die Zeit weg läuft. Ich kann nicht nach dem Abschluss erst noch einen Master machen, und so lange im alten Job weiter arbeiten. Beim Psychologie-Studiengang müsste ich das aber wahrscheinlich, um wirklich einen Nutzen zu haben.

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Beetlejuicine

Geschrieben

Der Pm Studiengang ist ja wirklich breit aufgestellt um danach in die Beratertätigkeit zu gehen.

Ich arbeite zur Zeit in einer Einrichtung, die ganz neu aufgestellt werden muss und ich kann jetzt schon so viel umsetzen. Ich kann mir vorstellen, dass die Kompetenzen nach dem BA klasse sind.

Ich kann deine Vernunft Entscheidung durchaus verstehen! Und du klingst nicht so, als wenn dir PM jetzt plötzlich gar nicht mehr gefällt.

Mir ging es zwischendurch ähnlich, ich dachte, ich hätte besser GÖ wählen können. Aber das ist vielleicht auch wie mit Mutimedia: da kommt alle paar Monate ein neues Handy und das eigene ist alt. Ein Stück weit ist Vernunft dann auch ein guter Ratgeber. Außer natürlich man ist völlig unglücklich im Studiengang!

Vielleicht ist es auch schön den Studiengang mit zu verfolgen. Und vielleicht kriegen WIR ja einen wunderbaren Master :-)

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Nein, es ist definitiv NICHT so, dass mir Pflegemanagement jetzt von heute auf morgen nicht mehr gefällt. Ich habe mich ja Anfang des Jahres sehr bewusst für diesen Studiengang entschieden die Gründe warum ist das getan habe sind ja immer noch vorhanden.

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Ich stimme deiner Entscheidung zu. Hatte letztens auch so einen Moment mit meinem BWL Studium und dachte nur "warum hast du in der Schule nicht mehr gemacht, dann könntest du studieren was dir richtig Freude macht". Fakt ist meine Berufserfahrung liegt in BWL und man muss realistisch bleiben. Die gesamte Berufserfahrung in einem anderen Arbeitsfeld neu sammeln zu müssen wäre mir zu aufwendig.

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      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.