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Meine Erfahrungen mit meiner Lernlust

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Lernfrosch

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Sie war auf seltsame unbestimmte Weise schon immer irgendwie da - die Lernlust, die Freude neues zu entdecken, Themen zu ergründen.

[Achtung, langer Text! Ich kann mich leider nicht kurzfassen...]

... An die ersten drei Jahre meiner Grundschulzeit habe ich sehr positive Erinnerungen.

Ich freute mich, endlich in die Schule gehen und lernen zu dürfen. Ich war in einer sehr kleinen Schule. In meiner Schulklasse waren wir nur 18 Schüler, zwei Drittel davon Jungs. In einigen Fächern wurde unsere Klasse nochmals geteilt. Frontalunterricht gab es nur selten. Stattdessen bekam jeder am Montagmorgen einen schriftlichen Wochenplan ausgehändigt. Auf diesem standen nach Themen bzw. Fächern sortiert Pflichtaufgaben, die es zu erledigen galt, und Wahlpflichtaufgaben, von denen man sich einige aussuchen musste. Jeder bekam einen individuell auf den eigenen Lernstand abgestimmten Wochenplan. Man bearbeitete seine Aufgaben relativ selbständig, konnte sich mit anderen Schülern zusammenfinden oder alleine lernen. Unsere Lehrerin unterstütze dieses selbständige Lernen, sie leitete uns dabei an, ließ sich von jedem einzelnen die erledigten Aufgaben vorzeigen und notierte das auf dem Wochenzettel. Bei Schwierigkeiten mit den Aufgaben erklärte sie in Einzelgesprächen und führte Schüler gezielt zum weiteren Üben in Kleinstgruppen (2-3 Personen) zusammen. Hausaufgaben gab es auch in invidueller Absprache zwischen Schüler und Lehrern; dies waren Aufgaben, die noch als unerledigt auf dem Wochenplan standen.

Es entstand nie Durcheinander oder Chaos. Jeder lernte seinen Bedürfnissen entsprechend. Selbstverantwortung und freie Zeiteinteilung wurden gefordert und gefördert. Es kam oft vor, dass viele vor Wochenende mit den Aufgaben fertig waren. Dann konnte man in Absprache an eigenen kleinen Projekten arbeiten, die ebenso gleichwertig und mit demselben Anspruch zu bearbeiten waren wie die Pflichtaufgaben. Diese Aufgaben entsprachen voll und ganz den Neigungen und Interessen des jeweiligen Schülers. Das waren Aufgaben auf die man sich freute, für die man gerne bereit war sich zuvor mit eher unschönen Pflichten zu befassen. Und es war durch die individuellen Pläne dafür gesorgt, dass jeder diese Aufgaben mit gleicher Anstrengung erreichen konnte, auch wenn jeder etwas unterschiedliches dafür tun musste.

Es gab auch regelmäßige Klassenarbeiten, in denen alle dieselben Aufgaben bearbeiteten. So unterschiedlich jeder auch zuvor gelernt hatte, so war doch jeder in der Lage diese Aufgaben zu bearbeiten.

Es gab regelmäßige Ausflüge, z.B. ins Theater, in den Wald oder auf den Wochenmarkt. Immer ging es darum, nicht nur für und in der Schule zu lernen, sondern vorallem auch für das Leben.

Es wurde viel Wert auf Individualität gelegt. Doch es gab auch einen festen Zusammenhalt der ganzen Klasse und Schule. So gab es z.B. ergänzenden freiwilligen klassenübergreifenden Unterricht im Anschluss an den regulären Unterricht oder (soziale) Projekte, an denen die gesamte Schule mitwirkte.

In der vierten Klasse wechselte ich wegen Umzugs in eine städtische Grundschule. Dort lernte ich eine gänzliche andere Schulwelt kennen, die ich nicht mochte. Es gab so viele Dinge, die ich zuvor nicht kannte. Große Klassen, laute Pausenklingeln, überfüllte Schulhöfe, gelangweilte Schüler, genervte Lehrer, Frontalunterricht.

Lernlust? Fehlanzeige! Lernfrust.

Ein Jahr später, ich wechselte auf eine weiterführende städtische Schule.

Ich verband damit die Hoffnung, dass Lernen wieder so schön werden könnte wie zu Beginn meiner Schulzeit. Ich wurde enttäuscht und machte ähnliche Erfahrungen wie im letzten Grundschuljahr. Hinzu kam, dass an dieser Schule ein raues Klima im sozialen Miteinander (bzw. Gegeneinander) herrschte.

Ich hatte nach wie vor einen unbändigen Wissensdurst - im Deutschunterricht wurden Kinderbücher gelesen. In dieser Zeit begann ich mich von der inhaltlichen Seite der Schule abzuwenden. In meiner Freizeit las ich Bücher über Biologie/ Neurowissenschaften und Psychologie, begeisterte mich für Mathematik, Natur und Technik; in der Schule musste ich stundenlang Diktate mit "schwierigen Fremdwörtern" oder zum wer-weiß-wievielten-Mal den Dreisatz üben.

Lernlust wurde zu Lernfrust.

So konnte es nicht weitergehen!

Ich wechselte die Schulklasse und wurde erneut enttäuscht. Alles blieb wie es war. Um nicht das letzte Fünkchen Motivation und Freude am Lernen zu verlieren, ließ ich mich auf die Bitten einiger Mitschüler ein mich als Klassensprecher zur Wahl zu stellen. Ich hielt das anfangs für eine unsinnige Idee, doch nach erfolgreicher Wahl kehrte zaghaft ein Teil der früheren Lernlust zurück. Es gab mehr Mitspracherechte, ich wurde um meine Meinung gefragt und hatte wieder eine kleine Aufgabe. Ich behielt diese Aufgabe drei Jahre lang bei - dann gab ich sie auf, weil auch das nicht darüber hinwegtäuschte, dass ich immer noch von der Struktur des Unterrichts frustriert war und weiterhin selbst im kleinsten Rahmen kaum etwas daran ändern konnte (wobei, die halbjährlich stattfindenden Projekttage, die ich ausgehandelt hatte, die waren super!).

Ich wollte lernen und in der Schule fand ich nicht das, was ich brauchte. Also zog ich mich zurück. Ich lernte zu Hause und verträumte die Zeit im Unterricht in der Hoffnung, dass es irgendwann mal interessant werden würde. Das wurde es aber nicht und so vergaß ich das Aufwachen aus meinen Träumen und wurde am Jahresende unsanft geweckt, als es hieß, dass ich das Schuljahr gleich nochmal machen dürfe. Sch... gelaufen.

Und wie das dann so ist, wiederholte ich notgedrungen was man mir aufgetragen hatte. Von da an begann ich unentschuldigte Fehlstunden zu sammeln. Ich verbrachte meine "neu gewonne Freizeit" in der nahegelegenen Bibliothek und las in dieser Zeit viel über Biologie und Psychologie. Die Schule besuchte ich nur noch sporadisch; ich ging kaum zur Schule, weil ich Lernen wollte! Das klingt paradox und war doch real. Dann wurde ich länger krank. Ich verpasste insgesamt mehrere Monate lang den Unterricht und führte die Fehlstundenstatistik der Schule an. Doch ich wiederholte nicht nur das Schuljahr, ich wiederholte auch auch das Endergebnis des vorherigen Schuljahres. Damit wurde ich dann der Schule verwiesen.

Ergebnis: Zweimal das 9. Schuljahr nicht geschafft, Hauptschulabschluss verfehlt; dafür wurde in jenem Schuljahr bei mir eine Hochbegabung festgestellt.

Und ich wollte immer noch Lernen!

Neue Schule, neues Glück. Man nahm mich in dieser Schule auf, in die 10. Klasse. Ich verbrachte wenig Zeit in der Schule, nahm an der Abschlussprüfung am Jahresende teil und hielt das Zeugnis über den Realschulabschluss in der Hand.

Ich brauchte Abstand von allgemeinbildenden Schulen.

Ich begann eine Ausbildung an einer privaten Berufsfachschule, für die eigentlich das (Fach-)Abitur Zugangsvoraussetzung war. Ich bestand die Eignungsprüfung und durfte trotz fehlendes Abis dort anfangen. Für mich war diese Schule nur eine Zwischenlösung, eigentlich wollte ich mich beruflich anders entwickeln. Die Ausbildung sah eine reguläre Dauer von vier Jahren vor; ich beendete diese erfolgreich nach drei Jahren.

Das Lernen machte mir wieder Spaß, auch wenn es inhaltlich nicht das war, was ich mir vorstellte. Es gab keinen Frontalunterricht, es gab keine klassischen Stundenpläne, es gab keine normalen Klassen. Es gab zwar Pflichtveranstaltungen wie Vorlesungen und Seminare. Aber man lernte selbständig und kümmerte sich eigenverantwortlich um seine Lernfortschritte, die von Zeit zu Zeit überprüft wurden. Es gab Phasen von Einzelprojekten und Gruppenarbeiten, Tagesaufgaben und solche, mit denen man sich ein halbes Jahr lang beschäftigen musste. Klassische Schulfächer wie Mathe, Deutsch, Sprachen gab es nicht; nur ausbildungsbezogenes.

Nach dieser positiven Erfahrung meldete ich mich zum Fernabitur bei der Fernschule an.

Ich war wieder voller Erwartungen und Hoffnungen. Das Fernlernen an sich lag mir von Beginn an. Ich vermisste zu keinem Zeitpunkt den fehlenden Kontakt zu Mitschülern oder Lehrern. Gerade anfangs war ich von den Lehrinhalten enttäuscht. Der Kurs begann mit einer grundständigen Wiederholungsphase - und Langeweile. Die ersten Hefte waren zwar einfach, aber daher auch eine ziemliche Qual. Und so geriet ich schnell in Rückstand... Es gab Phasen, in denen ich vieles rasant aufholte und dann wieder zeitlich zurückfiel. Zwischendrin war ich mehrmals krank, was zu weiteren Verzögerungen führte. Ich konnte und musste sogar selbständig lernen, aber es machte mir wider Erwarten keinen wirklichen Spaß. Ich hatte weniger das Lernen als das angestrebte Ziel vor Augen. Der Kurs war für mich nur Mittel zum Zweck und ich belegte ihn mangels Alternativen. Ich war z.B. frustriert, als mehrere meiner in Eigenarbeit erstellten Einsendeaufgaben unkorrigiert und/ oder mit Plagiatsvorwürfen versehen an mich zurückkamen. So etwas trübte die Lust am Lernen ungemein, sodass ich auch hier fast aufgegeben hätte. Doch ich hielt durch und scheiterte an der Zulassung zu den Probeklausuren... Irgendwann nahm ich doch daran teil und bestand diese. Freude darüber? Es motivierte mich nicht zum Weiterlernen. Ich ließ den Vertrag mit der Fernschule auslaufen und verlängerte ihn nach Ablauf der Zeit nicht.

Während meiner Fernschulzeiten schrieb ich mich erstmals als Akademiestudierende an der FernUni Hagen ein; Psychologie und Philosophie. Und da kam sie wieder aus ihrem Versteck hervor, die Lernlust.

Während dieser Zeit wurde bei mir eine Schwerbehinderung festgestellt, die mich aber eigentlich schon mein ganzes Leben lang "unbenannt" begleitete und einst zu der Einschulungsempfehlung "Sonderschule" geführt hatte.

Ich fing an ohne Fernschule weiterzulernen nach meinem eigenen Konzept und nahm an der schriftlichen externen Abiturprüfung teil. Ich erhielt aufgrund der Behinderung zum ersten Mal in meiner Schullaufbahn gezielte Unterstützung in Form eines Nachteilsausgeiches (die Rahmenbedingungen wurden angepasst, die inhaltlichen Anforderungen und Aufgaben blieben gleich). Und ich hatte dadurch sogar richtig Freude beim Prüfungschreiben!

Den ersten Prüfungsteil der Abiprüfung habe ich mit einem Ergebnis bestanden, auf das ich stolz bin. Es ist das beste Zwischenergbenis, das ich je in meiner Schullaufbahn erzielt habe.

Der mündliche Prüfungsteil steht noch aus.

Dass ich nach dem Abi weiterlernen werde, steht für mich fest. Es soll - wie seit Kindheit an geplant - ein akademisches Präsenz-Studium (Humanmedizin) werden, ergänzt durch ein zusätzliches Fernstudium (Psychologie).

Ich bin sehr froh, die Erfahrungen in meiner ersten Grundschule gemacht zu haben. Es ist das, was mich bislang am nachhaltigsten geprägt hat und das, worauf ich immer wieder gerne zurückgreifen kann - eine Grundlage und das Fundament meiner unbändigen Lernlust.


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4 Kommentare


Was du von deiner ersten Grundschule erzählst klingt wirklich super, das wäre auch was für mich gewesen. Und der Rest kommt mir so bekannt vor (Unzufriedenheit mit Schule, deshalb lieber eigenständig zuhause lernen und sich zurückziehen usw.)

Meinen Respekt hast du! Dass du trotz der Schwierigkeiten so zielstrebig bist und nicht aufgegeben hast - klasse :)

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Markus Jung

Geschrieben

Danke für's mitmachen.

Was war denn das für eine super Grundschule? Hört sich wirklich für mich so an, wie lernen eigentlich sein sollte.

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Was war denn das für eine super Grundschule?

Das war eine private, staatlich anerkannte katholische Grundschule in Trägerschaft des Bistums, wobei Religion dort nur im Religionsunterricht eine tragende Rolle spielte und Religionszugehörigkeit keine Voraussetzung für den Schulbesuch war. Es gab kein starres Konzept, es ging um Ganzheitlichkeit und darum den einzelnen dort abzuholen wo er gerade stand, die Förderung von individuellen Begabungen und Schwächen. Es wurden daher verschiedene pädagogische Ansätze miteinander verbunden. Ein Schulmotto war "Neues wagen - Bewährtes bewahren", ein anderes Motto lautete "wir unterrichten keine Fächer - sondern Menschen".

Das war Mitte der 1990er-Jahre. Diese Schulen (es gibt in der Region mehrere Grund- und weiterführende Schulen) gibt es heute, zwanzig Jahre später, immer noch.

@kitsune:

Eine Sache habe ich nicht gelernt: aufzugeben. Das stand einfach nie bei den Auswahlmöglichkeiten als Option zur Verfügung :)

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Klingt echt toll und interessant!

Ich finde es toll, dass dich diese gute Erfahrung so weiter kämpfen hat lassen.

Die Grundschule klingt genauso, wie ich mir die Traumschule vorstelle. Individuelle Förderung von Kindern und Rücksicht auf die speziellen Bedürfnisse der Kinder. Das wird ja leider viel zu wenig beachtet. In meiner ganzen Schulzeit habe ich das eigentlich nie erlebt. Traurigerweise wird es auch oft von den Eltern auch nicht beachtet. Da ist sicher schon oft großes Potenzial verloren gegangen...

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      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
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      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
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      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • Jacka
      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
      Von 22 Teilnehmern sind jetzt nur noch 15 übrig geblieben. Ich schätze aber, dass wir in dieser Konstellation bis zum Bachelor durchalten werden. Wie viele dann tatäschlich noch die Master-Ebene machen werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Eins kann ich aber sagen, solange ich es gesundheitlich kann, werde ich auf jeden Fall dabei bleiben.
       
      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Lernfrosch
      Von Lernfrosch in Fernabiturientin im Psychologie- und Medizinstudium 4
      Dieses Semester habe ich einen Platz im Modul 6b, dem empirisch-experimentellen Onlinepraktikum, erhalten.
       
      Ich bin in einer Gruppe (15 Studenten) der Allgemeinen Psychologie untergekommen und kann mich mit einem für mich interessanten Thema beschäftigen (grob gesagt geht es um die visuelle Beurteilung von Grafiken).
       
      Im ersten Schritt ging es darum, in Kleingruppen das vorgegebene Rahmenthema zu konkretisieren und der ganzen Gruppe einen Vorschlag zu präsentieren. Anschließend wurden die Ideen aller Kleingruppen besprochen und dabei herausgekommen ist das Semesterthema. In der Folgezeit wurde am Studiendesign, den Aufgaben und den Aufgabeninstruktionen gearbeitet. Momentan befindet sich das Projekt in der Phase, in der Versuchspersonen an der Studie teilnehmen können.
       
      Entgegen meiner Befürchtungen funktioniert die Online-Gruppenarbeit bisher ziemlich gut; sowohl inhaltlich als auch technisch.
      Zwar sind ein paar Teilnehmer leider vorzeitig ausgestiegen. Aber die Zusammenarbeit klappt zuverlässig. Da bin ich von Präsenz-Gruppenarbeiten in anderen Bereichen ganz anderes gewohnt 
       
      Wenn jemand Interesse hat, das Projekt durch seine Teilnahme zu unterstützen (dauert etwa 20 Minuten), könnt ihr mich gerne anschreiben (Öffentlich möchte ich den Link dazu nicht einstellen). Die Studienteilnahme ist noch bis 11. Dezember möglich.
       
       
       
      Zusätzlich habe ich vor einiger Zeit mein berufsorientiertes Praktikum begonnen.
       
      Ich mache dieses in einer psychotherapeutischen Praxis. Aktiv mit Patienten arbeite ich nicht (wollte ich auch gar nicht unbedingt...).
      Ich arbeite stattdessen an einem dort laufenden Forschungsprojekt mit. Dabei geht es grob gesagt um die Psychotherapeutenausbildung in Bezug auf eine bestimmte psychische Erkrankung. Zu meinen Aufgaben gehört alles, was mit der Planung, Durchführung, Auswertung usw. der Studie in Bezug steht; also z.B. die Ermittlung der Stichprobe, das Erstellen des Fragebogens, später dann die statistische Auswertung und zum Schluss werde ich am Bericht mitschreiben, der dann veröffentlicht werden soll.
       
      Ich finde das Praktikum sehr spannend. Ein bisschen ist es so wie das oben beschriebene empirisch-experimentelle Onlinepraktikum. Nur mit dem Unterschied, dass ich beim berufsorientierten Praktikum mehr Verantwortung habe und mein Aufgabenbereich größer ist. Jedenfalls macht es mir Spaß. Und zeitlich ist es auch gut mit allen Studiums-Verpflichtungen zu vereinbaren, weil ich zeitlich ziemlich flexibel bin und sehr viel von zu Hause aus arbeiten darf. Regelmäßige Besprechungen und Treffen, die in der Praxis stattfinden, gibt es natürlich trotzdem und die sind auch immer sehr gut.
       
       
       
      Heute hat die Rückmeldung für das nächste Semester begonnen.
       
      Ich habe mich entschieden, im kommenden Sommersemester wieder zwei Module zu belegen. Gewählt habe ich M8 - Arbeits- und Organisationspsychologie - sowie M10 - Community Psychology. Um eine Präsenzveranstaltung muss ich mich noch zu gegebener Zeit kümmern.
      M10 klingt interessant und M8..., naja, muss schließlich auch irgendwann gemacht werden.
       
      Und dann bleibt, sofern die Prüfungen in diesem Semester in M4 (Klausur Sozialpsychologie) und M6b (Hausarbeit), bestanden werden, nicht mehr viel übrig:
      Für das nächste Wintersemester 2017/2018 steht M9 - Pädagogische Psychologie - an. Und zusätzlich die Bachelorarbeit.