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Was bisher geschah: das 2. Semester

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parksj86

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Im Wintersemester 2013/2014 hatte ich gleich zwei Module belegt: das Modul 1.2 und das Modul 1.4. Meine usprüngliche Idee war, in beiden Fächern eine Klausur zu schreiben. Dies hatte rein taktische Gründe; für eine Hausarbeit fehlte mir einfach die Zeit, zudem musste ich mich als "Fachfremder" erst einmal in die Sicht eines Politik- bzw. Sozialwissenschaftlers hineinversetzen. Zudem lag der Schwerpunkt beim 1.2er Modul auf der Soziologie, viele Themen waren mir bereits in meinem Erststudium begegnet (Luhmann lässt grüßen).

Ich hatte mich kurz vor knapp (2 1/2 Wochen) dann doch entschieden, nur eine Klausur zu schreiben. Der Lernaufwand war einfach zu hoch. Bis alle Skripte gelesen waren, stand bereits das neue Jahr vor der Tür. Mein Anspruch war es, zumindest mit einer guten Note zu bestehen. Ein Semester mehr oder weniger waren letztendlich auch kein Grund, ein solches Risiko einzugehen. Nachdem ich mittlerweile beide Klausuren geschrieben habe, muss ich sagen, dass es die richtige Entscheidung war.

Im Februar 2014 hatte ich mich zu einem Präsenzseminar im Modul 1.2 angemeldet. Es war fast auschließlich der Klausurvorbereitung gedacht. Hr. Prof. Dr. Hillebrandt und Fr. Dr. Schäfer gingen die Skripte nacheinander durch und diskutierten mit uns die dort vorgestellten soziologischen Theorien. Zum Ende des Seminars grenzte Hr. Prof. Dr. Hillebrandt noch den Lernstoff ein, sodass man vom Seminarbesuch wirklich etwas hatte. Allerdings kann ich jedem Kommilitonen nur raten, sich im Vorfeld wirklich mit den Skripten zu beschäftigen. Die Theorien sind an sich schon kein Zuckerschlecken (für Neulinge v. a. Luhmann und Neo-Institutionalismus), aber dann noch offen darüber zu diskutieren, ist noch mal eine Spur härter. Die Fakten werden zwar vor Ort noch einmal Stück für Stück erarbeitet, aber wer die Fachbegriffe und Hauptthesen noch nie gehört hat, könnte schnell frustriert sein.

Nachdem ich aus dem Seminar noch das ein oder andere mitgenommen hatte und mir die Klausurfragen ungefähr vorstellen konnte, fing ich mit der "intensiven" Vorbereitung an (und meldete mich wie gesagt vom Modul 1.4 ab). Ich schrieb mir für jede Theorie (die kann man in der Soziologie ganz gut zuordnen) ein Faktenblatt, um störende Elemente oder Fallbeispiele (ja wirklich, Fallbeispiele können da manchmal echt stören) auszublenden. Dann notierte ich mir die Probefragen aus der Moodle-Gruppe und stieß bei meinen Recherchen noch auf eine Musterklausur. Anhand der Faktenblätter versuchte ich dann, die Fragen mündlich und in Stichpunkten auf einem Blatt Papier zu beantworten.

Auch wenn es nicht so explizit gesagt wird - die Theorien müssen sitzen! Die Klausur bestand aus drei offenen Fragen, jeweils auf ein Skript bzw. eine Theorie bezogen (ein Skript fiel somit raus). Es wurde erwartet, dass man die Theorien und deren wichtigsten Aussagen kurz schriftlich darstellen konnte, um darauf aufbauend die Fragestellung zu diskutieren. Es war das erste Mal in meiner bisherigen Studienzeit, dass ich die ganze Klausurzeit genutzt habe (insgesamt 4 Stunden). Am Ende hat mir mein Faktenwissen wohl die überraschend gute Note gesichert. Ich habe die Theoriebeschreibungen stumpf runtergebetet (immer etwas auf die Frage bezogen) und hatte somit etwas Zeit, meine Antworten im Kopf vorzuformulieren. Wer unter Druck sehr schnell und sauber arbeiten kann, der hat sicher auch die Zeit, das Konzeptionspapier zu nutzen. Mein Bogen sah dagegen aus wie ein Schlachtfeld - aber einzig und allein der Inhalt zählt!


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2 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Auf jeden Fall gut, dass hier echte offene Fragen in den Klausuren gestellt werden, was ja nicht in allen Studiengängen an der FernUni der Fall ist (teilweise wird auch viel mit Multiple Choice gearbeitet, was ich je nach Thema eher ungünstig finde).

Sag mal, hattest du eigentlich schon für dich eine Art Lerntagebuch geführt, das du jetzt hier veröffentlichst, oder hast du diese ganzen Details zu deinem Rückblick so alle noch im Kopf?

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Auf jeden Fall gut, dass hier echte offene Fragen in den Klausuren gestellt werden, was ja nicht in allen Studiengängen an der FernUni der Fall ist (teilweise wird auch viel mit Multiple Choice gearbeitet, was ich je nach Thema eher ungünstig finde).

Sag mal, hattest du eigentlich schon für dich eine Art Lerntagebuch geführt, das du jetzt hier veröffentlichst, oder hast du diese ganzen Details zu deinem Rückblick so alle noch im Kopf?

Den Ablauf habe ich noch recht genau im Kopf. Die Daten musste ich nachschauen, aber sobald ich sie sehe, habe ich auch wieder die Ereignisse dazu im Kopf. Mein Langzeichtgedächtnis funktioniert ganz gut. Wenn erst mal etwas darin abgespeichert ist, dann gibts damit keine Probleme mehr. Der Rest landet im Land des Vergessens (Klausurstoff z. B.).

Bei Theorien und Ansätzen - unabhängig vom Fach - empfinde ich Multiple Choice zum Teil als stupides Ratespiel. Ist eine persönliche Meinung. Einen zusammenhängenden Text zu einer komplexen Fragestellung zu schreiben, kann manchmal wesentlich angenehmer sein, als alle 30-60 Sekunden Faktenwissen abrufen zu müssen.

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