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Warum Kommunikationsmanagement - warum Governance? Teil 1

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parksj86

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Da ich auch ein wenig von meinem schulischen und beruflichen Werdegang erzählen möchte, berichte ich zur Abwechslung mal, wie ich mich an die Hochschule Osnabrück verirrte und was das mit meinem Fernstudium zu tun hat.

Wir gehen zurück ins Jahr 2008, ich arbeitete damals als Physiotherapeut in Österreich. Eigentlich hatte ich alles, was man sich so als Berufsanfänger wünschen kann: Festanstellung, ordentliches Einstiegsgehalt (für meinen Berufszweig), eigenverantwortliches Arbeiten, ein nettes Team und jede Menge Urlaubsfeeling (Steiermark, 1 Zugstunde von Graz entfernt). So richtig zufrieden war ich trotzdem nicht, da ich als Norddeutscher (komme aus der Nähe von Osnabrück) in Österreich einen kleinen Kulturschock erlitten hatte und mir mein Beruf einfach keinen richtigen Spaß machte.

Eigentlich wollte ich schon nach Abschluss meiner Berufsausbildung im Jahr 2006 eine andere Richtung einschlagen - den Vorkurs Französisch für das Abendgymnasium hatte ich bereits belegt - doch dann bekam ich zuerst eine Aushilfsanstellung und von dort aus ging es über eine Empfehlung nach Österreich. Also hatte ich den Plan erst mal beiseite gelegt.

2008 war ich dann fest entschlossen, mein Leben noch einmal zu ändern. Ich meldete mich für die Fachoberschule Gesundheit und Soziales in Osnabrück an (speziell für Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung: in einem Jahr zur Fachhochschulreife, in zwei zum Abitur bzw. zur fachgebundenen Hochschulreife). Das hieß zwar, wieder zu meinen Eltern zu ziehen, aber das nahm ich gern in Kauf. Mein ursprünglicher Plan war das Abitur in zwei Jahren mit anschließendem Universitätsstudium Politik, Geschichte, kath. Theologie oder Lehramt.

Die Fachoberschule (12. Klasse) lief unerwartet gut für mich, selbst in meinem Horrorfach Mathe hatte ich auf dem Zwischenzeugnis eine solide 2. Da das zweite Halbjahr für mich noch viel besser lief, war ich somit gezwungen, mir noch einmal Gedanken über meinen Plan zu machen. Der Grund war folgender: Mit meiner Fachhochschulreife hatte ich so ziemlich die freie Auswahl was Fachhochschulen und Studiengänge betraf. Mittlerweile interessierten mich Studienfächer an FHs auch mehr als das Lehramtsstudium an der Uni (Praxisbezug, relativ konkrete Berufsbilder und die Aussicht, nach dem Bachelor immer noch an eine Uni wechseln zu können).

In der engeren Auswahl standen zum Ende des Schuljahres Soziale Arbeit, Museologie (HTWK Leipzig), Politikmanagement (HS Bremen), BWL, Wirtschaftspsychologie und eben Kommunikationsmanagement.

Letztendlich entschied ein ziemlich bescheuertes Ausschlussverfahren über meine Zukunft als Student: Die 13. Klasse und damit die fachgebundene Hochschulreife (da keine 2. Fremdsprache) kamen für mich nicht infrage (dies hätte zu keiner nennenswerten Erweiterung möglicher Studienfächer geführt). Soziale Arbeit fiel ebenfalls raus (heute weiß ich nicht mehr so recht, warum eigentlich). Museologie kam auch nicht infrage, da ich es verpasst hatte, mir für die Bewerbung einen Praktikumsplatz vorab zu sichern (Bescheinigung hätte beliegen müssen). BWL und Wirtschaftspsychologie fielen raus, da ich Angst hatte, dass meine Mathematikkenntnisse nicht ausreichen könnten. Im Nachhinein empfinde ich dies als billige Ausrede und denke einfach, dass meine Faulheit in diesem Fall gesiegt hat.

Politikmanagement scheiterte letztendlich ebenfalls an einem fehlenden Praktikumsplatz. Mittlerweile muss ich zugeben, dass ich mich nicht genug um einen geeigneten Platz bemüht hatte. Nach einer Absage (für ein freiwilliges politisches Jahr) war die Sache für mich durch.

Letztendlich blieb mir damit nur noch Kommunikationsmanagement - nach erfolgreicher Bewerbung schrieb ich mich für das Wintersemester 2009/2010 ein. Mein Plan war es eigentlich von Anfang an, über eine Tätigkeit in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Public Relations in den politischen Bereich hineinzurutschen. Ein anschließendes Masterstudium (Vollzeit an Präsenzuni) war eigentlich fest eingeplant.

Warum dies immer noch mein mittelfristiger Plan ist und warum ich mich letztendlich für ein Fernstudium entschieben habe, erzähle ich in einem zweiten Teil dieses Berichts.

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3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Interessant, danke. Und ich habe etwas gelernt - den Begriff "Museologie" kannte ich bisher nicht.

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Interessant, danke. Und ich habe etwas gelernt - den Begriff "Museologie" kannte ich bisher nicht.

Ich bis dahin auch nicht. Habe mich deswegen auch gefragt, wie groß die Chancen auf dem Arbeitsmarkt wären.

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Ist halt schon sehr spezialisiert. Andererseits ist vermutlich damit die Chance bei Arbeitsplätzen, die genau auf dieses Profil passen recht gut, da es vermutlich nicht so viele Absolventen geben wird.

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