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Zwischenfazit nach zwei Jahren: Die üblichen Zweifel

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parksj86

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In meinem Beitrag zum 4. Semester hatte ich es schon angedeutet. In den vergangenen zwei Jahren ist einiges passiert, das auch Auswirkungen auf meine Studienmotivation hat. Ich denke, jeder hat während eines solchen Projekts mal Überlegungen zu Sinn und Unsinn angestellt oder musste sich mit Ereignissen auseindersetzen, welche die ursprünglichen Überlegungen ad absurdum geführt haben.

In meinem Fall geht es im Großen und Ganzen um das vergangene Jahr. In meinen Planungen gab es einen ziemlichen Bruch, den ich aber erst Ende November als solchen erlebt habe. Seit April 2014 arbeite ich als Online-Redakteur und Projektmanager für ein Preisvergleichsportal. Ich bin quasi für alles verantwortlich, von der Redaktion über das Online-Marketing bis hin zum Vertrieb. Thematisch dreht sich alles um Edelmetalle zu Anlagezwecken. Es ist also ein ziemlich spezieller Bereich.

Vorher war ich in einer klassischen PR-Agentur tätig, unser Schwerpunkt lag auf Public Relations und Public Affairs für privatwirtschaftliche und öffentliche Unternehmen. Zudem hatten wir viele Kunden aus dem Energiebereich, ich war eher auf kommunale Unternehmen und Wirtschaftsthemen ausgerichtet. Da ich schon immer im Public Affairs-Bereich tätig sein wollte, war diese Einstiegsposition ideal. Aus dieser Zeit stammt auch die Idee, mich mit dem Governance-Studium für eine verantwortungsvollere Tätigkeit weiterzuqualifizieren. Allerdings wurde dies nie von meinem damaligen Arbeitgeber vorausgesetzt.

Über die Gründe meines Jobwechsels möchte ich ehrlich gesagt nicht allzu viel schreiben. Ich kann nur sagen, dass mich die Aufgabe gereizt hat, das Portal weiterzuentwickeln und damit auch Verantwortung für ein eigenes, langfristiges Projekt zu übernehmen. Allerdings habe ich mich damit (vorerst) von den Public Affairs verabschiedet. Was im Moment zählt, ist Fachwissen über Finanzmärkte (börslicher und außerbörslicher Handel mit Edelmetallen), über Münzen und Barren und über Online-Marketing, insbesondere SEO. Seit knapp einem Jahr arbeite ich mich in diese Bereiche ein. Mittlerweile kann ich behaupten, dass ich ein solides Grundwissen zusammengetragen habe. Aber für meinen beruflichen und persönlichen Ehrgeiz reicht das natürlich noch nicht aus.

Mein Dilemma ist nun folgendes: Ich würde mich als passablen Online-Redakteur bezeichnen, der v.a. in den Bereichen SEO und Web 2.0 noch einiges dazulernen kann. Dies ist eigentlich auch mein Anspruch. Aber neben dem Fernstudium, meiner Familie und meinen spärlichen Hobbys bleibt mir kaum Zeit und vor allem Geld, das ich in meine persönliche Weiterbildung investieren kann. Darüber hinaus frage ich mich mittlerweile auch, was ich nun mit dem Master anfange, sollte ich das Zeugnis irgendwann in meinen Händen halten. Einfach so als Junior Consultant oder Analyst zurück in die Branche einsteigen, ist meiner Einschätzung nach nur schwer möglich. Wahrscheinlich wäre ein solcher Wechsel finanziell auch nicht sonderlich attraktiv. Ein Umzug nach Berlin wäre unumgänglich und mit einem Einstiegsgehalt lässt es sich auch nicht sonderlich luxuriös leben.

Auf der anderen Seite habe ich so viel Selbstbewusstsein zu sagen, das ich sicher auch nur mit meinem Bachelor und ohne Weiterbildung Chancen hätte, als Online-Redakteur zu reüssieren. Derzeit bin ich mit meinem Job zufrieden, aber früher oder später kommt die Frage auf: "Was tun?". Und sollte ich bis dahin keinen Masterabschluss haben, fallen z. B. Stellen im Höheren Dienst komplett raus - was schade wäre.

Ich habe mich erst mal dazu entschieden wie geplant weiterzumachen. Sollte ich aber einmal scheitern (z. B. in der mündlichen Prüfung), werde ich das Thema wohl schnell begraben. Ich habe auch überlegt, in dieser Sache mal die Hilfe eines professionellen "Karriereberaters" bzw. Coaches in Anspruch zu nehmen. Aber das entscheide ich erst nach meinem Ausflug nach Hagen.

Natürlich bin ich für Ratschläge oder Diskussionen offen, freue mich sogar über Input von außen.


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3 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Ich habe auch überlegt, in dieser Sache mal die Hilfe eines professionellen "Karriereberaters" bzw. Coaches in Anspruch zu nehmen.

Das halt ich für eine sehr gute Idee. Hier im Forum gibt es ja zum Beispiel auch eine (Frau Kanzler). Ich denke es ist wichtig, dass du dir darüber klar wirst, in welche (zumindest grobe) Richtung die Reise gehen soll, um darauf dann deine weiteren Planungen auszurichten.

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Ich selbst war bei einem Jobcoach und es war für mich sehr interessant, da er mir sogar Alternativmöglichkeiten für mein berufliches Leben vorgeschlagen hatte, an die ich garnicht dachte.

Vielleicht helfen Dir MOOCs für die Bereiche SEO und Web 2.0 weiter?

Ach, eines fällt mir noch ein: Vielleicht macht es auch Sinn in Deinem Fernstudium (falls möglich) etwas kürzer zu treten oder ein Urlaubssemester einzulegen, damit Du Dich erst einmal auf Deinen neuen Job konzentrieren kannst.

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Das mit den MOOCs ist ne interessante Idee, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Ich überlege derzeit auch, ein Semester Pause einzulegen. Weniger wegen meines Jobs als mehr, um meine Frau etwas zu entlasten. Aber wie gesagt, diese Entscheidungen habe ich auf die Zeit nach meiner Prüfung vertagt.

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      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
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      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
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    • Forensiker
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      Nur Geld gibt´s keines. Womit ich aber leben kann, da die Studiengebühren ja als Werbungskosten geltend gemacht werden können.
       
      Jetzt bleibt nur noch die Hürde, in den Studiengang aufgenommen zu werden. Genaue Infos gibt es aber leider noch nicht. Die Diploma geht davon aus, dass es in zwei Wochen soweit sein wird.
       
       
      Drückt mir die Daumen!
       
      So long...
      Forensiker