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Persönliche Gedanken zum Semesterstart

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parksj86

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Ein großer Nachteil beim Fernstudieren sind die verkürzten bzw. fehlenden Semesterferien. Meine Prüfung im WS 14/15 habe ich erst am 17. März abgelegt, am 1. April sind aber bereits die neuen Foren in der Moodle-Lernumgebung freigeschaltet worden, die Studienunterlagen trudeln seitdem auch so langsam ein.

Aus meinem Bachelor-Studium bin ich diesen Turnus gewohnt. Während der vorlesungsfreien Zeit zwischen dem Sommersemester und dem Wintersemester habe ich in den ersten beiden Jahren jeweils ein mehrmonatiges Pflichtpraktikum absolviert (über Praktika in der PR- bzw. Medienbranche kann ich bei Interesse mal gesondert berichten), die Semesterferien vor dem Sommersemester verbrachte ich stets bei meiner Freundin in Leipzig.

Das Problem an diesen fließenden Übergängen von Semester zu Semester ist allerdings, dass man dazwischen nicht richtig abschalten kann; zumindest ist das bei mir so. Seit meiner Rückkehr aus Hagen stehe ich immer noch unter Spannung. Zwar habe ich noch nicht in die neuen Studienunterlagen geschaut, dennoch wurde die Zeit von mir genutzt, um meine Studienplanung voranzutreiben. Im Mai dieses Jahres nehme ich an einem Präsenzseminar zum Thema wissenschaftliches Arbeiten teil (in Berlin), im Juli geht es dann mit einem Präsenztermin zum Thema internationale Politik und humanitäre Interventionen weiter. Dafür opfere ich insgesamt zwei Wochenenden, meine Frau ist davon natürlich weniger begeistert.

Ich habe die vergangenen zwei Wochen außerdem dazu genutzt, mir zu überlegen, wie es mit dem Studium weitergeht. Meine einzige Spielregel war immer, dass ich nach einer nichtbestandenen Prüfung sofort abbreche - aus Gründen des Selbstschutzes. Ich sehe formale Bildung immer als einen Wettbewerb an, bei dem ich möglichst an erster Stelle stehen möchte. Ein Durchmogeln mit unterdurchschnittlichen Noten würde mein Ego auf die Dauer nicht verkraften. Zudem hätte ich wahrscheinlich auch nicht den Nerv dazu, eine Prüfung nochmals abzulegen und mein Studium dadurch womöglich weiter nach hinten rauszuschieben.

Erfreulicherweise habe ich meine Sache bislang ganz gut gemacht, bis auf eine 3,0, die als Ausrutscher betrachtet werden kann, waren nur gute und sehr gute Noten dabei. Dies wiederrum schmeichelt meinem Ego und lässt meinen Traum (irgendwann vielleicht einmal promovieren zu dürfen) weiterleben. Zudem halte ich noch an meiner Einschätzung fest, dass ein (sozialwissenschaftlicher) Master meine Jobchancen langfristig erhöht. Mein Plan, mich mit dieser Thematik im Rahmen eines Jobcoachings zu befassen, steht noch. Allerdings muss ich damit aus finanziellen Gründen noch etwas warten.

Zum aktuellen Semester kann ich noch folgendes berichten: In einer der Moodle-Umgebungen gibt es eine kleine Vorstellungsrunde, die mich ziemlich einschüchtert. Dort haben sich bislang nur "erfolgreiche" Studierende vorgestellt, die allesamt einen Bachelor in Politikwissenschaft oder einer artverwandten Disziplin haben. Dementsprechend haben sie dort auch Hausarbeitsthemen und Studienschwerpunkte angegeben, bei denen mir derzeit noch schwindelig wird. Als Quereinsteiger (Kommunikationswissenschaftler) habe ich es derzeit noch vermieden, eine Hausarbeit zu schreiben. Mir war es erst einmal wichtiger, voranzukommen und Familie, Beruf und Fernstudium möglichst gut unter einen Hut zu bringen.

Anscheinend sind meine Kommilitonen in dieser Zeit schon sehr tief in die Marterie eingestiegen, lesen regelmäßig wissenschaftliche Artikel und haben auch schon die ein oder andere Hausarbeit verfasst. Davor habe ich großen Respekt, jedoch fühle ich mich in solchen Vorstellungsrunden immer etwas verloren.


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7 Kommentare


Davor habe ich großen Respekt, jedoch fühle ich mich in solchen Vorstellungsrunden immer etwas verloren.

Aber auch die haben ja irgendwann mal mit der ersten Arbeit angefangen. Ich könnte mir vorstellen das die Probleme da auch ähnlich waren.

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Aber auch die haben ja irgendwann mal mit der ersten Arbeit angefangen. Ich könnte mir vorstellen das die Probleme da auch ähnlich waren.

So etwas wollte ich hören ;)

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Als ich die erste Hausarbeit verfasst habe dachte ich erst "Wie schaffen die das blos". Aber ich denke mal Sturktur und Vorberietung ist da alles. Wenn man mit dem nötigen Respekt rangeht wird es schon ein Erfolg. Da bin ich mir bei dir sicher ;)

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Mach dir keine Sorgen, mir ging es nicht anders. Ich bin in der Verwaltung zuhause und hatte vorher mit politikwissenschaftlichen Fragstellungen nichts am Hut. Bei den Vorstellungen habe ich mich immer dezent zurückgehalten. Im Präsenzseminar habe ich jedoch gemerkt, dass alle anderen auch nur mit Wasser kochen und fast alle die gleichen Sorgen und Nöte hatten, wie ich auch.

Seit der letzten mündlichen Prüfung Ende März habe ich jetzt alle Module fertig und "nur" noch die Masterarbeit vor mir. Ich war mehrfach kurz vor dem Aufgeben, bin aber froh, es durchgezogen zu haben.

Wenn du Fragen zu Hausarbeiten hast, kannst du mir gerne eine PN schicken, was das angeht tue ich mir relativ leicht und habe auch soviele geschrieben wie möglich waren (ich bin eher nicht der Typ für mündliche Prüfungen).

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Mach dir keine Sorgen, mir ging es nicht anders. Ich bin in der Verwaltung zuhause und hatte vorher mit politikwissenschaftlichen Fragstellungen nichts am Hut. Bei den Vorstellungen habe ich mich immer dezent zurückgehalten. Im Präsenzseminar habe ich jedoch gemerkt, dass alle anderen auch nur mit Wasser kochen und fast alle die gleichen Sorgen und Nöte hatten, wie ich auch.

Seit der letzten mündlichen Prüfung Ende März habe ich jetzt alle Module fertig und "nur" noch die Masterarbeit vor mir. Ich war mehrfach kurz vor dem Aufgeben, bin aber froh, es durchgezogen zu haben.

Wenn du Fragen zu Hausarbeiten hast, kannst du mir gerne eine PN schicken, was das angeht tue ich mir relativ leicht und habe auch soviele geschrieben wie möglich waren (ich bin eher nicht der Typ für mündliche Prüfungen).

Das ist nett, ich werde sicher darauf zurückkommen. Ich habe mir erst mal ein Fachbuch besorgt und ackere jetzt die vielen Leitfäden der FU durch. Mal sehen, aber mein Masterabschluss soll daran nicht mehr scheitern.

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Markus Jung

Geschrieben

Ich finde es krass, dass du bei einer nicht bestandenen Prüfung gleich das ganze Studium schmeißen wirst - kann ja immer mal passieren aus ganz verschiedenen Gründen und es wäre schade, dafür dann alles wegzuwerfen, was du bereits geleistet hast.

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Mittlerweile würde ich die Situation auch erst einmal analysieren, aber in den vergangenen 2 Jahren hätte ich das Studium in einem solchen Fall sofort beendet. Allein schon deswegen, um nicht endgültig exmatrikuliert zu werden (nach 3 Fehlversuchen). Letztendlich ist ein Studium aber immer mit Freiräumen verbunden, die Flexibilität versprechen, aber auch gefährlich werden können. Für mich ist es immer wichtig, einen klaren Plan zu verfolgen und im Notfall eine Alternative parat zu haben. Die habe ich, wenn ich aber noch 2-3 Semester mit bloßem Durchwurschteln verbringe, betrüge ich mich nur selbst.

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