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Pfingsten steht fest: Bin auf...

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Fernabi2013

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Tagung als Assistentin in der unterstützten Kommunikation. Fahrt, Unterkunft (oh oh ich weiß nicht was für eine, Turnhalle???? Weil es in einem Sportzentrum stattfindet? Na hoffentlich nicht) und Verpflegung werden bezahlt, eine Bescheinigung gibts auch. Mir wird dann ein Mensch zugeordnet, es kann ein Jugendlicher oder Erwachsener sein. Bin ich gespannt. Ich komme mir zwar komisch vor, für den Verband Körper- und Mehrfachbehinderter als sozusagen Nichtbehinderte dann zu arbeiten, mit mind. 1 Krücke...aber was solls. Bin schon sehr gespannt. Es ist in Duisburg (ha, ob ich dann endlich die Koalas angucken kann?) Ob meine Prof, bei der das Plakat vor der Tür hing, auch dort sein wird? Kontakte knüpft man ja sicherlich auch....was sicher nicht schaden wird.

Morgen schreibe ich meine Klausur in Heil- und Sonderpädagogik und mir graut, ich habe so Angst, nochmal durchzufallen.....ich kann nicht alles. Wenn das dran kommt was ich kann - toll.Wenn genau das dran kommt oder sie es detaillierter Wissen will, dann Gute Nacht. 70% Bestehensgrenze *seufz*, keine 50.

Aber eines sehe ich doch kritisch. Inklusion soll heißen: der Behinderungsbegriff soll gar nicht mehr genutzt werden, jeder ist in seiner Verschiedenheit in der heterogenen Gesellschaft gleich. Das geht aber nicht. Man MUSS doch beachten, ob jemand blind ist, oder im Rollstuhl sitzt, schon allein auf der Straße., Schulen müssen einen Aufzug haben, etc....Natürlich sollte jemand menschlich gesehen als "wie alle" gesehen werden, ok das machen viele nicht.

Was mir unangenehm ist, ist die Def. vom SGBIX.....wann jemand als behindert gilt. Ich im Prinzip auch *seufz*.

Ach ja, ich habe ja heute einen Blick riskiert - wann die M2-Klausur ist!!! netterweise am 2.9.....Unifreie Zeit! Ob es dieses Jahr klappt???? wenn nur nicht die Zahlen wären *gg*


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4 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Tja, Inklusion und die ganzen Begrifflichkeiten drum herum sind schon ein schwieriges Thema und manchmal finde ich, dass die Energie, die in diese Begriffsbildungen gelegt wird lieber an anderer Stelle investiert werden könnte.

Beispiel: Mein Sohn hat das Down Syndrom.

Früher hätte man ihn als Mongloid bezeichnet - geht gar nicht, finde ich auch.

Üblich ist die Bezeichnung Down Syndrom, eben nach dem Herrn Down.

Allerdings: Down hört sich so negativ an, also besser die Fachebezeichnung: Er hat Trisomie 21

Aber das klingt so nach Krankheit, und krank ist er ja nicht.

Die letzte Empfehlung, die ich mal in der Diskussion gelesen habe war, davon zu sprechen, dass jemand unter den Bedingungen einer Trisomie 21 lebt... Und auch das ließe sich wieder kritisieren.

Ich für meinen Teil spreche bei Kontakten im Alltag normalerweise davon, dass er das Down Syndrom hat, da können dann wenigstens die meisten etwas mit anfangen. Im Kontakt mit Medizinern hat er dann eine Trisomie 21 und was denn Begriff mongloid angeht kommt es sehr darauf an, wer das sagt und wie es gesagt wird, wie ich reagiere.

Und viel schöner finde ich es immer, wenn dann über meinen Sohn (oder noch besser mit ihm! :-)) als Menschen mit seiner ganz eigenen Persönlichkeit gesprochen wird :-).

---

Was heißt denn genau Assistentin in der unterstützten Kommunikation? Bist du dann quasi Übersetzerin?

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Ja, das ist wirklich schwierig. Ich tu mich seit dem Studium schwer damit,dass mein Halbbruder jetzt evtl. denkt, ich denke anders vom ihm. er ist ja geistig leicht behindert, aber für mich war er einfach ein ganz normaler Mensch und wenn es Schwierigkeiten gab, habe ich eben entsprechend reagiert und gut war, z.Bsp. meine Sprache angepasst oder mal etwas für ihn übernommen oder so. Nur jetzt, wo alles seinen Namen bekommt, fühle ich mich mies ihm gegenüber, ist total komisch. Ich weiß aber immerhin, dass er sehr stolz auf mich ist, dass ich versuche, Lehrerin für die Förderschule zu werden.

Ja, genau. Auf der Tagung gibt es Workshops an denen dann die Menschen teilnehmen. je nach Art der Behinderung kommunizieren sie, das muss ich dann übersetzen. Es kann sein, dass sie Items am Tablet oder Sprachcomputer drücken, dass sie auf ja/nein blicken und ich es dann laut sagen muss, je nach dem, ich bin dann eben die Stimme. Oder aber ich helfe, den Arm zu halten, damit sie wo drauf klicken können oder so. Ich weiß noch nicht, was genau mich erwartet, ich werde zugeteilt.

---

so, heute gab es die Note fürs Portfolio: 13 Punkte!!!!! Müsste eine 1 sein. hach.....das war die erste Hälfte von den zwei Hälften. Die andere Hälfte war ja heute die Klausur. Also, erst war ich irritiert, eine Studentin meinte was von "Armut"....und ich wusste genau, wir hatten nichts mit Armut, und sie :doch doch!! *Panik*....dann kam heraus, sie ist zwar bei der Prof, aber in einem ganz anderen Semester.

eines steht jedenfalls fest: Wenn Studenten denken, die Klausur wird leicht, dann fehlt keiner (bis auf mich). Auch heute war, wie in Psychologie, keiner aus meinem Studiengang/Semester anwesend, nur 5 andere. Aber in Deutsch sah es schon anders aus, da habe ich auch hören dürfen, dass sich manche ein Attest besorgt haben da sie länger lernen wollten *grmpf*. Naja, jedenfalls, das meiste wusste ich aus dem ff *freu*, aber ich habe dann doch bestimmte Dinge durcheinandergebracht. Uh, und ich habe ausversehen bei der medizinischen Dimension des Behinderungsbegriffs geschrieben...individueller Defekt (eigtl. Defizit). Wir hatten aber woanders, beim Thema Stigma, das Wort Defekt und ich hatte mich zwar gewundert, aber Defizit fiel mir nicht ein. Oh je. 50% hab ich sicher, aber ob 70%....wie wir es hier brauchen? Jedenfalls ist es nur eine Teilprüfung, keine MAP wie in Deutsch, ich habe noch ein paar chancen, sollte es vermasselt sein.

Aber über die 13 Punkte freu ich mich, immerhin habe ich noch nie ein Portfolio gemacht, bis auf das komische Teil in Deutsch, das gilt aber nicht wirklich. Das schlechteste waren hier 11 Punkte, das Beste 14, 15 hat keiner.

Nach dem lernen ist vor dem lernen: Da wir so viele Prüfungen haben werden im Juli, und einige ja aus dem letzten Semester rüberholt werden, fange ich demnächst an, die alten Sachen aufzuarbeiten und Karteikarten zu machen, Leitfragen zu beantworten, usw...damit es nicht wieder so schlimm wird, bzw. ich dann einfach loslernen kann.

Und dann mal sehen, wie ich M2 unterbringe, aber es ist immer noch besser als zu Betriebswirtzeiten..nach vor 1 Jahr!!! Ich bin echt so froh, dass ich es geschafft habe, auch wenn vor allem das letzte Semester eine extrem harte Zeit war, vor allem was das finanzielle betrifft. Ich merke es richtig, wie verzweifelt ich war, ich konnte gar nicht wirklich studieren vor lauter Existenzangst usw. Jetzt ist es zwar auch noch an der Grenze, aber immerhin hab ich am Monatsende noch ein wenig zu essen daheim.....;-) Mein Geburi wird zwar auch sagen wir, diäthaft und ohne Kuchen, weil morgen die Nachhilfe ausfällt, aber was solls, es könnte noch schlimmer sein.

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ich finde das Thema schwierig....und bin eigentlich der Meinung, man sollte Menschen mit verschiedenen Stärken und Schwächen auch dementsprechend behandeln. Dazu muss man diese Schwächen und Stärken aber auch benennen - ich bin der Meinung, dass erst dann eine wirkliche Gleichberechtigung erreicht ist, wenn man z. B. über Menschen mit anderen Hautfarben oder eben Behinderungen kritisieren kann wie jemand anderen oder das jemand direkt schreit "Diskriminierung". Diese Diskriminierung findet doch im Kopf statt - man sieht jemanden, der zu irgendeiner Außenseiter-Gruppe gehört und dann schlägt die Schere im Kopf zu - was darf ich sagen und was nicht?

Markus schreibt oben über die Begrifflichkeiten "mongoloid" "Trisomie 21" und "Down Syndrom" - aber ist die Begrifflichkeit wirklich so wichtig? oder geht es nicht vielmehr darum, jemanden mit dieser Krankheit, Behinderung, Handicap oder wie man da auch immer nennen will als Menschen wahrzunehmen und wertzuschätzen? Darum, wie gehe ich mit so jemanden um? Behandle ich ihn respektvoll oder abwertend? Jemand, der mit einer Behinderung zu kämpfen hat, hat doch sicherlich mehr Eigenschaften als nur diese eine Einschränkung.... man sollte ihn deshalb nicht auf diese eine Eigenschaft begrenzen.

Körperliche Behinderungen kann man in der Schule sicherlich mit Hilfsmitteln ausgleichen...z. B. mit Fahrstühlen für Kinder mit Gehbehinderungen, mit Computern mit entsprechenden Programmen für Kinder mit Behinderungen im Hören, Sprechen oder ähnlichem usw.

Wenn jemand aber geistig behindert ist - was bringt es demjenigen, wenn er in eine ganz normale Klasse gesteckt wird? (abhängig natürlich von dem Grad der Behinderung) Was in der Grundschule vielleicht noch funktioniert, wird spätestens in der Pubertät schwierig... im Berufsleben ist es dann häufig vorbei mit der Inklusion von geistig Behinderten.

Es wird doch niemand zu einem "besseren" oder "schlechteren" Menschen, nur weil er ein Gymnasium oder eben eine Förderschule besucht. Wenn jemand geistige Einschränkungen hat, sollte man daraufhin wirken, dass diese so gut wie eben möglich ausgeglichen werden...ich denke, dass ist in einer Förderschule vielleicht besser möglich als in einer "normalen" Schule: dort gibt es speziell ausgebildetes Personal und ein anderes Umfeld.

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zum Thema Schule:

Ich weiß auch noch nicht genau, was ich denken soll. Zum einen finde ich es schon sinnvoll, dass es die Trennungen in die verschiedenen Schulformen gibt (auch Hauptschule!! Ich finde es furchtbar, dass sie so abgewertet wird, es gibt nunmal auch Kinder, die eben nicht aufs Gymi passen, dafür werden sie vielleicht tolle Handwerker, die braucht man auch aber es wird ja so abgewertet).

Zum anderen kann ich aber auch nachvollziehen, wenn es eine "Schule für alle" geben soll - aber was ich so mitbekomme, auf den Gesamtschulen wird trotzdem oft ordentlich aussortiert, und letztendlich landen viele Schüler doch auf der Hauptschulschiene und das dürfte sich auf einer Gesamtschule schlimmer anfühlen (versagerischer) als wenn man von vornherein auf eine Hauptschule kommt, und sich dann evtl. später "hocharbeitet" oder dort zu den Guten gehört.

Naja, Kinder mit geistiger Behinderung können schon davon profitieren, wenn sie auf einer normalen Schule sind. Jeder Mensch ist Nachahmer, auch KmgB (wird in der Uni immer so abgekürzt). sie können vielleicht von den anderen abgucken, auch Alltagsdinge, das Sprechen verbessern, je nach dem.

Im Normalfall sollen diese Kinder ja eine sonderpädagogische Kraft bekommen und eigene Aufgaben erhalten (das ist auch auf den Sonderschulen so - wir Lehrer müssen für jedes Kind einen Förderplan erstellen, und dementsprechend gibts Aufgaben - es gibt sogar meistens nicht mal einen Lehrplan so wie an normalen Schulen). Die anderen Kinder profitieren evtl. bezüglich ihres Sozialverhaltens von diesen Kindern - im Idealfall. Kann auch ganz anders ausgehen. Ich weiß nur nicht, inwiefern sich die Kinder in einer normalen Klasse mehr als "anders" als sonst fühlen oder ob es total ok für sie ist. Ich weiß nicht ob sie sich wohler fühlen würden in einer Klasse, in der nur gB Kids sind oder nicht.

Ich weiß aber von meinem Halbbruder, dass leicht passieren kann, dass ein Kind (auf einer Schule für KmgB), welches mehr kann als der Durchschnitt, leider zu wenig gefördert wird, weil die anderen ja nicht mithalten können. Das ist natürlich schade, und mein Halbbruder bedauert es sogar selbst. Und: er wäre z.Bsp. in Geschichte (auf einer Realschule oder Gymmi) supergut, er weiß dermaßen viel fachliches....das haut mich immer wieder um. Er versteht es auch, erklärt gut, kann sich im Museum fachlich unterhalten...(ist aber keine Inselbegabung). Es wäre doch schön, wenn ein Kind dann in diesem Fach eine tolle Note hätte - auf Förderschule gibts nämlich meistens kein Geschichte.

Was aber schlimm ist: Alle sonderpädagogischen Schulen dürfen nie ein Kind ablehnen, daher dürfen sie nie migrantische KInder, die oft einfach dorthin abgeschoben werden, ablehnen - höchstens nach einer Diagnostik, die meistens ca. 1 Jahr dauert und wenn dabei herauskommt, dass dieses Kind definitiv unterfordert ist. Die normalen Schulen dürfen ja ablehnen.

wie auch immer, uns angehenden Förderschullehrern wird gesagt, dass sich viel ändert und gar nicht klar ist, ob wir wirklich auf einer Förderschule landen oder ob wir in einer Inklusionsklasse eine Fachkraft werden.

Ok aber wenn ein Kind wirklich heftig geistig und körperlich behindert ist, dann......wobei, ich weiß es nicht. Es ist ein schwieriges Thema.

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      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

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      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
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      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)