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nach dem Fernabi - Abizeugnis erhalten/ Rückblick, Gedanken und Fazit zum Fernabi

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Lernfrosch

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Dies wird mein letzter Blogeintrag zum Fernabi; mit dem Erhalt des Abiturzeugnisses (> Anhang) ist das Fernabi-Projekt für mich abgeschlossen.

Rückschau

Ich war Fernschüler der Fernakademie für Erwachsenenbildung (FEB). Für mich stand von Anfang an fest, dass ich die Abiturprüfung an meinem Wohnort (Hamburg) ablegen möchte, daher kamen nur ILS und FEB in Betracht. Die Entscheidung ist auf die FEB gefallen, weil mir die Vertragsbedingungen mehr zugesagt haben.

Mein erstes Paket von der FEB habe ich am Freitag, dem 13. August 2010 erhalten.

Die erste Einsendeaufgabe (Mathe, MatS 6 - Mengenlehre) habe ich noch am selben Tag fertiggestellt.

Die Zulassung zu den Probeklausuren habe erst ich im dritten Anlauf bekommen... Im April 2014 habe ich endlich an den Probeklausuren teilnehmen dürfen und diese auch auf Anhieb bestanden. Damit hatte ich den Lehrgang abgeschlossen und bekam ein "Zeugnis" darüber ausgestellt. Mit diesem habe ich mich bei der Schulbehörde Hamburg für die Abiturprüfung im Herbst 2014 angemeldet.

Im August 2014 habe ich die schriftlichen Abiturprüfungen abgelegt. An den mündlichen Prüfungen im Dezember konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. Daher habe ich an den mündlichen Prüfungen im April 2015 teilgenommen.

Eine Woche nach der letzten Prüfung habe ich mein Abiturzeugnis erhalten.

Wie groß war der Lernaufwand?

Je nach Fach war der Aufwand sehr unterschiedlich:

- In Mathe z.B. habe ich meine erste Note am 19.08.2010 erhalten; das letzte Heft hatte ich bereits am 03.07.2012 fertig. Somit hatte ich das Fach in nicht ganz zwei Jahren komplett bearbeitet. Viel dafür getan habe ich nicht: Meistens habe ich das Heft einmal gelesen, manchmal habe ich auch darauf verzichtet.

- Religion hatte ich als letztes Fach hinzugenommen; zuvor hatte ich Chemie und habe dann gegen Religion getauscht. Begonnen habe ich mit Religion am 29.05.2012, am 23.10.2013 war ich damit fertig. Die Themen waren für mich alle neu; der Lernaufwand hielt sich dennoch in Grenzen.

- Biologie habe ich im Oktober 2010 begonnen. Mit den Fernschulheften hatte ich es nicht so... Die Themen habe mich interessiert, aber ich fand die Darstellung in den Heften nicht so toll. Diese war mir oft zu oberflächlich und gerade in Bio hätte ich mir in den Heften gerne mal ein paar farbige Abbildungen gewünscht. Daher habe ich auf sehr viel zusätzliches Material zurückgegriffen. Der Aufwand war dann entsprechend größer. Fertig geworden mit Bio bin nach genau drei Jahren.

- Sozialkunde habe ich erst später hinzugenommen (dafür habe ich Physik abgewählt). Begonnen habe im Januar 2011, fertig geworden bin ich im Mai 2013. Das Fach war gut und leicht zu lernen, die Hefte ließen sich zügig lesen. Auf zusätzliche Materialien habe ich bis zur Prüfungsvorbereitung verzichtet, obwohl mir die Hefte teilweise zu oberflächlich und nichtssagend waren.

- Geografie war eines der Fächer, die ich am liebsten mochte. Inhaltlich übersichtlich, Hefte gut aufbereitet und ergänzt durch ein Schulbuch und die Arbeit mit dem Atlas. Warum das Fach von seiten der Fernschule als sehr schwierig und nur zu wählen, wenn man gute Vorkenntnisse hat, dargestellt wird, kann ich nicht nachvollziehen. Angefangen habe ich Ende Mai 2013 und im Oktober 2013 war ich mit dem Fach fertig.

- Deutsch... angefangen im September 2010 habe ich mich bis November 2013 durch das Fach gequält. Fertig geworden bin ich mit den Heften bis heute nicht (eigentlich muss man alle Hefte bearbeitet haben; mir wurde ein Teil im Rahmen eines Nachteilsausgleiches erlassen). Der Lernaufwand war hoch und einfach nur nervig. Relevant für die schriftliche Prüfung war ein winziger Bruchteil davon; das meiste wäre evtl. sinnvoller für Deutsch als mündliches Prüfungsfach gewesen.

- Englisch... Noch ein Fach, mit dem ich es nicht so hatte. Mit den Fernschulheften konnte ich nicht viel anfangen. Wie man damit die Sprache lernen soll, weiß ich bis heute nicht. Der Lernaufwand war gemischt. Ich wusste schon vorher, dass mir Englisch und Sprachen allgemein schwer fallen; meine Erwartungen waren daher auch nicht sehr hoch. Die Hefte habe ich irgendwann nur noch überflogen, nachdem ich gemerkt hatte, dass es mir nichts bringt mich intensiver damit zu befassen. Meine Noten wurden weder besser noch schlechter, sie blieben nahezu gleich, egal ob ich vorher gelernt hatte oder nicht. Gleich meine erste Einsendearbeit im August 2010 erhielt ich unkorrigiert mit einem Plagiatsvorwurf zurück (der Vorwurf war nicht gerechtfertigt), motivierend war das nicht. Weitergemacht mit dem Fach habe ich daher erst ein Jahr später und danach hatte ich wieder eine fast ein Jahr lang dauernde Pause eingelegt... Danach hat dann jemand anderes meine Aufgaben korrigiert. Innerhalb eines Jahres habe ich das Fach dann nahezu abgeschlossen (ein Teil der Aufgaben wurde mir dank Nachteilsausgleich erlassen). Den Eindruck, etwas wesentliches durch den Kurs dazugelernt zu haben, habe ich bis heute nicht.

- Latein; das Fach, das mir die größten Sorgen bereitet hat. Der Lernaufwand war sehr hoch, was daran lag, dass es eine neue Sprache für mich war und ich so gut wie keine Vorkenntnisse hatte. Die Hefte fand ich nicht durchweg schlecht, nur etwas unpraktisch, weil sie mir nicht kleinschrittig und erklärend genug vorgingen und mehr Verwirrung stifteten als Klärung. Mit den Heften alleine habe ich es nicht geschafft Latein zu lernen und mich auf die Prüfung vorzubereiten. Ich habe die Hefte daher irgendwann beiseite gelegt, mir ein anderes Lehrwerk gekauft und zusätzlich einen Online-Fernkurs an der TU-Dresden belegt. Erst damit ist es mir dann gelungen, mir ein paar Grundkenntnisse der lateinischen Sprache anzueignen.

Die Aussage, dass der Lernaufwand in den Leistungskursen höher sei als in den Grundkursen, kann ich für mich nicht bestätigen: Den geringsten Aufwand hatte ich im Mathe-LK.

Der angegebene Lernaufwand von 15 Stunden in der Woche... ich weiß nicht, wo diese Zahl herkommt.

Teilweise habe ich für ein Heft nur zwei bis drei Stunden gebraucht, gerade anfangs. Manche Hefte habe ich gar nicht gelesen und dafür vier Stunden an der Einsendeaufgabe geschrieben. Wieder andere Hefte hatte ich ein halbes Jahr lang herumliegen und bin nicht weitergekommen. Mit 15 Stunden in der Woche wäre bzw. bin ich nicht ausgekommen.

Und was ich unbedingt noch loswerden muss: Ich lese immer wieder die Frage, ob es möglich sei, das Fernabitur mit Fernschule in einem Jahr zu schaffen. Entschuldigung, aber ich kann diese Frage nicht mehr hören! Das Abi ist kein Geschwindigkeitswettbewerb oder sonstwas. Allein der Zeitraum von den Probeklausuren bis zur letzten Abiprüfung dauerte bei mir ein Jahr (hätte ein halbes Jahr schneller gehen können, wenn ich nicht krank geworden wäre). Es ist mir ein Rätsel wie man dann in einem halben Jahr - womöglich noch neben einer 40-Stunden-Arbeitswoche und familären Verpflichtungen - etwa 120 bis 130 Hefte lesen und die Einsendeaufgaben dazu schreiben will und direkt danach ohne weitere Vorbereitungszeit in die Prüfungsphase gehen will. Ich sage nicht, dass ich es für nicht möglich halte. Ich meine nur, wenn man das kann und sich das zutraut, könnte man sich auch gleich für die Abiprüfungen anmelden oder sich ernsthaft/ gründlich damit auseinandersetzen und fragen, ob dieses Vorhaben mehr der Realität oder einer Wunschvorstellung entspricht.

Wie bin ich beim Lernen vorgegangen?

- während des Fernlehrgangs:

Heft aufschlagen - beim Lesen mit Textmarker und Bleistift Markierungen eintragen, ggf. zusätzliche Materialien bearbeiten - Heft zuschlagen - Einsendeaufgabe schreiben - Heft wegpacken und zum nächsten Heft übergehen

An die vorgegebene Reihenfolge habe ich mich nicht gehalten; diese erschien mir nicht sinnvoll. Ich habe immer ein Heft nach dem anderen bearbeitet (seltenst mal zwei parallel) und ein Heft zu einem beliebigen Fach gewählt, worauf ich gerade Lust hatte. Ich habe z.B. aus jedem Paket immer zuerst alle Mathehefte gemacht und danach erst die anderen Fächer. Auf einem Plan habe ich dann immer angestrichen, welche Hefte ich fertig hatte; so hatte ich immer den Überblick.

- während der Prüfungsvorbereitung:

Die Biologiehefte habe ich alle nocheinmal gelesen; zusätzlich habe ich den ganzen Linder (ein Biobuch für die Oberstufe) gelesen. Die Englisch-, Deutsch- und Mathehefte habe ich zur Vorbereitung in der Papiertonne entsorgt... Dafür habe ich alle (wirklich alle bis auf die Stochastikaufgaben) Hamburger Matheabiaufgaben der letzten 8 Jahre durchgerechnet (findet man über den Hamburger Bildungsserver). In Englisch hat mir ein Buch genützt, das Phrasen und Textbausteine für verschiedene Textsorten etc. enthielt: diese habe ich wie Vokabeln auswendig gelernt und in der Prüfung anwenden können. Für Deutsch hatte ich eine Datei vom Bildungsserver mit Musteraufgaben, Lösungen und Erklärungen; die Art der Aufgaben entsprach exakt den Prüfungsaufgaben. Für die mündlichen Prüfungen habe ich in Latein einen Online-Fernkurs an der TU-Dresden belegt und anschließend den gesamten Bellum Gallicum gelesen und zum Teil auswendig gelernt; das Cäsar-Buch, das man von der Fernschule erhält, komplett durchzuarbeiten war für den Geschichtsteil in der Prüfung sehr nützlich. In Sozialkunde, Religion und Geografie habe ich auch die Hefte nochmal alle einmal gelesen und mir teilweise an dieser Stelle eigene kurze Zusammenfassungen geschrieben, die ich dann auswendig gelernt habe. Ich hatte darin teilweise Fragen und Anmerkungen stehen, was mich an einem Thema besonders interessiert, was ich seltsam finde, was mir während des Schreibens auffiel etc.; eine dieser Fragen habe ich in der Lateinprüfung aufgegriffen. Darüberhinaus habe ich mit sehr viel zusätzlichen Materialien gearbeitet; ich habe massenweise Bücher gelesen (v.a. Biografien für Religion/ Latein und Lehrbücher etc. zu den anderen Fächern) und ein paar DVDs/ Dokumentationen immer wieder geschaut (v.a. zu Bonhoeffer und zu verschiedenen Geografiethemen).

Vor den schriftlichen Prüfungen habe ich die Lehrinhalte nach Themen sortiert und die Fächeraufteilung aufgehoben. Ich habe dann Themenwochen eingeführt, in denen alle Lerninhalte mit diesem Thema zu tun hatten.

Die Fächer und Themen für die schriftlichen Prüfungen habe ich von vornherein nach größtmöglicher inhalticher Übereinstimmung ausgesucht.

Eigentlich habe ich zum Lernen fast nur gelesen; dieses aber sehr intensiv und so, dass ich fast auswendig wusste, was ich gelesen habe. Für Latein hatte ich zum Vokabellernen Karteikarten, mit denen ich nach dem 2-6-19-Prinzip geübt habe. Zusammenfassungen habe ich in der letzten Woche vor der mündlichen Prüfung in Religion und Sozialkunde erstellt; weniger zum Lernen als zum Themen strukturieren und prägnante Formulierungen für die Prüfung parat zu haben.

Sehr nützlich war es vor den schriftlichen Prüfungen viel von Hand zu schreiben.

Vor den mündlichen Prüfungen habe ich sprechen und freies Vortragen geübt.

Würde ich es wieder auf diese Weise machen?

Ich würde mich jederzeit wieder für die Teilnahme an der externen Abiturprüfung entscheiden.

Ich würde mich aber gegen die Teilnahme an einem Fernlehrgang (bei Klett) entscheiden.

Wie sind meine Erfahrungen mit der Benotung der Einsendeaufgaben? Auch im Hinblick auf die Abiturnoten?

Abgesehen von meinen Erfahrungen mit Plagiatsvorwürfen relativ unspektakulär.

Ich hatte Korrekturen, die nur draus bestanden, dass jeder Aufgabenteil abgehakt war und am Ende die Note 1 stand; gerade bei den ersten Sozialkundeheften.

Ich hatte Korrekturen, die sich über mehrere computergeschriebene Textseiten zogen und inhaltlich sehr gut, differenziert und hilfreich waren. In diesen war nicht nur erklärt, dass etwas gut/ weniger gut war, sondern auch warum und inwiefern und in welchem Maß der Erwartungshorizont erfüllt wurde etc. Das war beispielsweise in Religion der Fall.

Die meisten Korrekturen lagen zwischen diesen Extremen. Randbemerkungen in meiner Arbeit und eine kurze Abschlussbemerkung in zwei, drei Sätzen unter der Arbeit.

Einen Unterschied in der Benotung zwischen den ersten Aufgaben und den letzten vor der Prüfung konnte ich nicht feststellen. Mein Notendurchschnitt im ersten und zweiten Teil des Lehrgangs (Sek. 1 bzw. Sek. 2) ist nahezu gleich geblieben.

Einen Unterschied gab es lediglich zwischen den Lehrgangsnoten und meinen Abiturnoten.

Den Lehrgang habe ich mit einem Durchschnitt von 2,1 abgeschlossen, das Abitur mit 1,7.

Konkret verbessert haben sich meine Noten in Mathe, Deutsch, Englisch, Sozialkunde und Latein. Gleich geblieben sind die Noten in Biologie und Religion. Minimal verschlechtert (um einen Punkt) hat sich die Note in Geografie.

Welche Tipps habe ich für andere angehende Fernabiturienten?

Schwierig zu sagen, denn was für mich hilfreich war muss es nicht unbedingt für andere sein (und umgekehrt).

Von daher würde ich sagen, möglichst vieles auf allen möglichen Ebenen auszuprobieren und zu schauen, was sich für einen richtig und stimmig anfühlt, und zu schauen, ob man dadurch dem gesteckten Ziel einen Schritt näher kommt.

Was würde ich aus heutiger Sicht anders machen? Was würde ich genau so wieder machen? Was würde ich im Gegensatz zu den Empfehlungen der Fernschule anders machen?

Mich hat es gestört, dass selbst beim dritten Lehrgangseinstieg eine sehr lange Wiederholungsphase am Anfang stand. Diese Phase war fast genauso lang wie die eigentlich erst relevante Oberstufe. Wenn ich gedurft hätte, hätte ich in vielen Fächern (mit Ausnahme von den Sprachen, die mir schwerfielen) diese Vorphase übersprungen und mich gleich mit dem wichtigen befasst. So war es für mich eine Wiederholung, die mich gelangweilt und aufgehalten hat, weil ich mich dann lieber mit anderen Inhalten beschäftigt habe und mein Wissen ausbauen wollte. Das hat im Endeffekt zwar zu guten Noten geführt, jedoch auch häufiger zu Plagiatsvorwürfen bei Einsendeaufgaben und hielt mich im Endeffekt eigentlich auf.

Was mich auch gestört hat war, dass zuerst die Wahl meiner Leistungskurse abgelehnt wurde, weil ich meine Wahl zu früh getroffen hätte. Ich wusste von Anfang an, welche LKs ich wählen will und letztlich bin ich bei dieser Entscheidung geblieben.

Meine Fächerwahl habe ich verändert. Ich hätte gerne Chemie und Physik gelernt. Die Chemiehefte erschienen mir aber so inhaltsleer, dass ich Zweifel hatte, ob ich mit diesen ansatzweise Prüfungsniveau erreichen könnte; daher dann der erste Fachwechsel. Mit den Physikheften hatte ich so meine Not. Teilweise didaktisch aus dem letzten Jahrtausend und noch mit Schreibmaschine geschrieben... damit wollte ich nicht lernen >> Fachwechsel.

Die Empfehlung der Fernschule, erst die Fächer alle auszuprobieren und dann zu wählen, finde ich gut. Ich habe z.B. ein Geschichtsheft bearbeitet und gemerkt, dass mir das Fach in dieser Form zwar gefällt, ich aber kein so großes Interesse an den Themen habe. Religion zu wählen war für mich anfangs überhaupt keine Option; bis ich dann das erste Heft gelesen hatte. Das Fach ist weniger Religion denn Religionsphilosophie; und ich mochte das Fach sehr gerne. Fächer auszuprobieren hat sich für mich gelohnt. Schade fand ich, dass Religion und Geografie erst im zweiten Lehrgangsteil beginnen; da hätte ich mir einen früheren Beginn gewünscht.

Mein Problem mit der Zulassung zu den Probeklausuren bzw. die Ablehnung... das ärgert mich heute noch und ich habe noch immer kein Verständnis dafür, dass nur die Teilnehmer zu den PKs zugelassen werden, bei denen allein aus Sicht der Fernschule Aussicht auf Erfolg besteht und man mir mitteilte, dass ich nicht dazugehören würde. Für mich wurden die PKs dadurch zu einer fast unünerwindbaren Hürde und zu einem Punkt, an dem ich ernsthaft nachdachte den Lehrgang zu kündigen und selbstständig weiterzumachen. Aus heutiger Sicht würde ich mit dem jetzigen Wissen um den Ablauf der Abiprüfung an dieser Stelle kündigen.

Was auch so ein Thema war, das immer wieder auftauchte, waren Plagiate bei Einsendeaufgaben. Mir wurden diese Vorwürfe in Englisch, Latein und Mathe gemacht. In Mathe, weil meine Aufgaben alle richtig gerechnet waren! Ich hatte eine längere schriftliche Diskussion mit der Fernschule mit der zuständigen Person. Dabei kam heraus: Sie (also ich) = Schüler = können also nicht Recht haben und Korrektor = Lehrer = hat Ahnung und Recht. Ich dürfte die Arbeiten nochmal schreiben und meine Fehler korrigieren. Was bitte korrigiert man an einer 100% richtigen Mathelösung, die man selbständig erarbeitet hat?!? Und welche Fehler (bei reinen Grammatikfragen, wo die Antwort nur ein Wort ist; z.B. bestimmte Verbformen bilden) soll ich in Latein/ Englisch korrigieren, wenn man sich weigert meine Arbeit auch nur teilweise zu korrigieren und mir nicht drunter schreibt, was falsch war und stattdessen behauptet, meine Lösung sei abgeschrieben worden, weil sie falsch sei? Auf Nachfragen konnte man mir keine Antwort geben, man konnte mir auch nicht sagen, woher ich diese Lösung hätte und von wem. Erneutes Nachfragen führte dazu, dass man mir sagte, man habe kein Interesse an der Klärung der Frage wie man damit jetzt und in Zukunft umgehen wolle und beende daher das Gespräch mit mir. Ich war zu diesem Zeitpunkt nicht nur ettäuscht, sondern richtig sauer. Ich habe überlegt zu kündigen und über die Kündigungsmodalitäten dann auch mit meiner sehr netten Studienbetreuerin bei der FEB gesprochen. Ihr war es zu verdanken, dass ich nicht gekündigt und stattdessen eine längere Pause von fast einem dreiviertel Jahr eingelegt habe. Aus heutiger Sicht würde ich mich in der Situation anders entscheiden.

Ich hatte es oben schon angesprochen, dass ich einen Nachteilsausgleich brauchte. In einer Schule wäre das mittlerweile selbstverständlich gewesen. Erste Gespräche mit der FEB führten dazu, dass man sich für nicht zuständig erklärte und es so etwas grundsätzlich nicht geben könne. Man biete ein Gesamtpaket an (eine Dienstleistung), das man kaufen könne und sei keine Schule und nicht dafür zuständig. Erst nachdem ich dann von mir aus Kontakt zu einer Beratungsstelle und zur Schulbehörde aufgenommen hatte, ging es plötzlich. Kurz später hatte ich die Zulassung zu den Probeklausuren, die ich mit Nachteilsausgleich schreiben durfte (allerdings nicht in den Räumen von FEB/ ILS). Die schriftlichen Abiprüfungen habe ich auch nicht bei der Fernschule geschrieben. Das leif beides über die Beratungsstelle und die Schulbehörde. In den Räumen der Fernschule war ich nur während der mündlichen Prüfungen.

(Wenn man einen Nachteilsausgleich braucht und Fragen dazu hat, würde ich mich direkt an die Schulbehörde wenden. Dort war man mir gegenüber sehr aufgeschlossen und bemüht.)

Was ich auch unpraktisch fand war, dass die Informationen über die Abiprüfung und die Probeklausuren von Seiten der Fernschule erst sehr spät (erst zur PK-Anmeldung bzw. danach) herausgegeben werden. Ich habe mich von mir aus schon kurz nach Beginn des Lehrgangs übers Internet über die Prüfungsanforderungen etc. informiert und die relevanten Inhalte zusammen gesucht. Mir war es wichtig zu wissen, was in den Prüfungen verlangt wird, was ich können muss etc. Erst draufloslernen ohne diese Rahmenbedingungen zu kennen gefiel mir nicht. Da hätte ich das Lernen nicht planen können.

Mit den zusätzlichen Materialien war es so eine Sache für sich. Einerseits hieß es, die Hefte würden einen hinreichend vorbereiten. Andererseits brauche man gerade in den LKs hier und da Zusatzmaterial. Man solle sich nicht nur auf die Hefte verlassen; die Hefte seien ausreichend. ???

Ich bin froh darüber, dass ich mich nicht auf die Hefte verlassen habe. Ich habe diese als Grundgerüst genommen und meine Materialien (> Anhang) nach den Themen ausgesucht und sehr viel mehr gemacht als in den Heften stand. In Religion z.B. hieß es, man brauche keine zusätzliche Literatur außer den Heften und den Kopien (Quelltexte von Bonhoeffer), die man zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung bekam. Nur mit diesem Wissen wäre ich nicht in der Lage gewesen, über die Aspekte in der Biografie Bonhoeffers zu sprechen, die dort gefragt waren. In den anderen Fächern war mein Eindruck ähnlich; zum Bestehen evtl. ausreichend, zum gut oder sehr gut Bestehen eher nicht.

Dafür musste ich während des Lehrgangs etliche Bücher in Deutsch und Englisch lesen, die nicht mal ansatzweise für die Themen für die Prüfungen wichtig waren. Ich rede nicht von ein paar Büchern um sich literarische Grundkenntnisse anzueignen; das fände ich angemessen. Ich rede von stapelweise Büchern (wie Goethe, Schiller, Brecht, Frisch, Zweig, Dürrenmatt, Seghers etc.) quer durch die Literaturgeschichte; ich fand ein paar weniger hätten auch ihren Bildungszweck erfüllen können.

Ich hatte die letzten drei Materiallieferungen vorzeitig angefordert um einen Überblick zu bekommen, was mir noch bevorsteht. Das würde ich auch wieder so machen. Ich brauchte diese endlos scheinenden Heftestapel vor mir, weil ich dann immer das Bedürfnis hatte daran zu arbeiten, dass es weniger wird.

Es hieß, man solle beim Lernen der Reihe nach vorgehen und kontinuierlich vorankommen. Wie oben beschrieben, kann man von beidem bei mir nicht sprechen. Was für die Fernschule nicht so passte, passte hingegen für mich perfekt.

Ich war in der gesamten Zeit bei keinem einzigen Seminar anwesend; weder bei dem (kostenpflichtigen) vor den Probeklausren noch bei dem zur Vorbereitung auf die mündlichen Prüfungen. Das würde ich wieder so machen; ich habe in dieser Hinsicht nichts vermisst.

Auch würde ich wieder den Vertrag mit der Fernschule nicht verlängern bzw. auslaufen lassen. Mein Vertrag endete in der Zeit der schriftlichen Abiprüfungen. Verlängern würde ich an dieser Stelle auch heute nicht, im Gegenteil, ich würde mich bei meinen Erfahrungen viel früher von der Fernschule trennen.

Fazit

Ich bin froh, dass mein Fernabi-Projekt vorbei ist.

Für mich ist das Abi nur ein Mittel zum Zweck, eine notwendige Voraussetzung zur Erreichung meines Studienwunsches.

Es war nicht alles bei der Fernschule schlecht, sonst wäre ich nicht bis zum Kursende dort geblieben. Es war aber eben auch nicht alles gut.

Ich habe mich bemüht, das möglichst sachlich darzustellen; ich weiß nicht, ob mir das immer gelungen ist.

Im Anhang ist ein Bild von meinem Abiturzeugnis, eines von ein paar von mir verwendeten Zusatzmaterialien und eines mit einem Teil der Hefte (etwa zwei Drittel aller Hefte, die ich hatte; ~50 cm).


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14 Kommentare


wow......!!!!

Und du bist ja jetzt auch in Hagen bzw. M1/M2, in M2 sehen wir uns ja sozusagen *g* Viel Spass!!

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Super Beitrag! Ich denke, dass gerade neue Fernabitur-Interessierte hieraus großen Nutzen ziehen können, aber auch Studierende. Du hast Deine Vor-, Aus- und Nachbereitungsphasen ja gut beschrieben, ebenso einige Fallstricke.

Das mit den Plagiatvorwürfen und den nachfolgenden Auseinandersetzungen finde ich schon krass. Gibt man evtl. verwendete Lehrbücher oder externe Materialien eigentlich (Fußnote/Quelle) mit an?

Ich gratuliere Dir nochmal zu Deinem grandios bestandenen Abitur & wünsche Dir viel Erfolg und Motivation für das Studium. :thumbup:

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Gibt man evtl. verwendete Lehrbücher oder externe Materialien eigentlich (Fußnote/Quelle) mit an?

Die Einsendeaufgaben, die ich zu bearbeiten hatte, waren zum überwiegenden Teil mit dem Hinweis versehen, dass man keine Hilfsmittel benutzen sollte. Es wurde empfohlen und eigentlich auch erwartet, dass man diese unter Klausurbedingungen schreibt. Wenn Hilfsmittel zugelassen waren, war das in der Aufgabe angegeben oder die zu verwendenden Materialien waren vorgegeben. Die Aufgaben waren eigentlich bis auf wenige Ausnahmen alle so gestellt, dass man bzw. ich sie auch unter diesen Bedingungen lösen konnte.

Ich habe aber gerade in Geografie auch mal zusätzliche Atlaskarten zur Beantwortung der Fragen hinzugezogen. Oder in Deutsch bin ich einmal mit einem literarischen Thema überhaupt nicht klargekommen und habe für die Beantwortung der Frage zusätzliches Material hinzugezogen. Das habe ich dann jeweils mit Quellenangabe unter der Arbeit vermerkt und auch dazu geschrieben, warum ich mich damit über die Aufgabenstellung hinweggesetzt habe. Das waren Ausnahmefälle (insgesamt 2-3 mal) und ich bekam die Rückmeldung, dass es im Ausnahmefall mit meiner Begründung so halbwegs in Ordnung sei, die Aufgaben aber eine Vorbereitung auf die Abiprüfungen darstellen, bei denen das so nicht möglich wäre.

Bei den Plagiatsvorwürfen hätte ich von der FEB schon eine klare Stellungnahme erwartet, wie man damit generell umgehen will.

Ich sehe eine Schwierigkeit immer noch darin, dass jahrelang dieselben Einseaufgaben von allen Lehrgangsteilnehmern bearbeitet werden müssen. Ich fände es eher verwunderlich, wenn sich da bestimmte Fehler (z.B. in lateinischen Grammatikfragen, wo sich die Lösungen meist nur minimal an der Wortendung, teilweise in einem Buchstaben, unterscheiden) nicht irgendwann im Laufe der Jahre häufen würden.

Bei freien Texten, die als Antwort auf die Fragen zu schreiben waren, tauchte das Problem nicht so stark auf.

Aber ich erhielt ja von der FEB den "netten" Hinweis, dass mir die Noten und Vorwürfe im Endeffekt egal sein könnten, weil die Noten nicht in die Abiturnote hineinzählen. Dass es mir aber darum ging, dass ich gerne eine angemessene Korrektur meiner Leistung hätte haben wollen, ohne dass meine Arbeit unter Generalverdacht gestellt wird, ... Das verstand man irgendwie nicht.

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Okay, das kann ich soweit nachvollziehen. Ich muss hier zwischen Lernen und Einsendeaufgaben unterscheiden. Ich vermute dann mal, dass diese Einsendeaufg. nicht wie Hausarbeiten "gestrickt" sind, sondern eben wie Klausuren - wie Du schreibst.

Trotzdem bleibt ja die Problematik, dass Wissen aus anderen Quellen mit einfließt - wie bei einem Präsenz-Abiturienten. Theoretisch hättest Du ja auch professionelle Nachhilfestunden nehmen können ...

Ich finde das eine ganz schwierige Sache. Klar, der Sinn ist nicht, dass man für Klausuren einfach etwas abschreibt, daher wäre es meiner Meinung nach sinnvoller Kontextaufg./Verständnis- statt Abfrageklausuren zu verfassen. Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass niemand bei einer Einsendeaufgabe etwas parallel nachschlägt, irgendwie ergibt sich das aus dem Fernlernen.

Schwierig, schwierig. :rolleyes:

Danke für Deine ergänzenden Erläuterungen. ;)

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Markus Jung

Geschrieben

Vielen Dank für dein umfangreiches und differenziertes Feedback. Ich schaue mal, dass ich das in der Blog-Übersicht noch irgendwo separat verlinke.

Den "Haufen" der ganzen Materialen finde ich auch sehr eindrucksvoll um deutlich zu machen, wie umfangreich die Vorbereitung auf die Prüfung ist.

Ich würde mich aber gegen die Teilnahme an einem Fernlehrgang (bei Klett) entscheiden.

Wie würdest du dich heute rückblickend vorbereiten?

Musst du eigentlich auch noch das Latinum für das Medizin-Studium machen, oder hattest du das vorher schon erworben?

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Markus Jung

Geschrieben

Ich schaue mal, dass ich das in der Blog-Übersicht noch irgendwo separat verlinke.

Geht leider nicht, weil der Blog nicht öffentlich ist. Das hatte ich nicht gesehen.

Ich werde aber bei Bedarf gerne registrierte Benutzer individuell auf dein Fazit hinweisen.

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Wie würdest du dich heute rückblickend vorbereiten?

Ich bin mit jetzigem Wissenstand in Versuchung zu sagen, dass ich es komplett selbständig versuchen würde. Ich kenne aber auch eine Aussage von Frau M. (Schulbehörde) darüber, wieviele Teilnehmer es durchschnittlich mit selbständiger Vorbereitung in die Prüfung schaffen und dann auch bestehen. Von daher wäre diese Art der Vorbereitung schon ein extrem gewagtes und unsicheres Vorhaben; da ist es um ein Vielfaches wahrscheinlicher es mit einer Fernschule zu schaffen. Ob ich es dennoch wagen würde... vielleicht, aber nur, wenn ich auch noch eine Alternative dazu hätte.

Evtl. würde ich mich für eine relativ bekannte private Schule (in Hamburg Nienstedten) entscheiden, die ebenfalls auf die externe Prüfung vorbereitet; das Konzept gefällt mir ganz gut, ich hatte damals auch Kontakt dorthin (da waren aber keine Schulplätze mehr frei und die Kosten wären höher gewesen als bei der FEB) und vom Altersdurchschnitt her hätte es auch gerade noch so gepasst.

Musst du eigentlich auch noch das Latinum für das Medizin-Studium machen, oder hattest du das vorher schon erworben?

Das Latinum braucht man mittlerweile glücklicherweise nicht mehr vorzuweisen, nichtmal Lateinkenntnisse.

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Geht leider nicht, weil der Blog nicht öffentlich ist.

Stimmt, ich hatte das irgendwann mal auf nicht-öffentlich umgestellt als ich die Prüfungen wegen Krankheit verschieben musste... Wo kann ich das denn wieder ändern? Ich finde die Einstellung leider nicht mehr.

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psychodelix

Geschrieben

Das Latinum braucht man mittlerweile glücklicherweise nicht mehr vorzuweisen, nichtmal Lateinkenntnisse.

Man muss an der Uni dann den Kurs "medizinische Terminologie" bestehen - zumindest war das bei mir vor 20 Jahren so.

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Markus Jung

Geschrieben

Stimmt, ich hatte das irgendwann mal auf nicht-öffentlich umgestellt als ich die Prüfungen wegen Krankheit verschieben musste... Wo kann ich das denn wieder ändern? Ich finde die Einstellung leider nicht mehr.

Hier:

http://www.fernstudium-infos.de/blog_usercp.php?do=editoptions

Und dann ein Häkchen bei:

"Gäste dürfen... Mein Blog ansehen"

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Markus Jung

Geschrieben

Das Latinum braucht man mittlerweile glücklicherweise nicht mehr vorzuweisen, nichtmal Lateinkenntnisse.

Interessante Information für mich, die mir noch nicht bekannt war.

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Interessante Information für mich, die mir noch nicht bekannt war.

Der Terminologiekurs, den psychodelix erwähnte, ist glaube ich auch weiterhin verpflichtend.

Seit einigen Jahren gibt es auch an einigen Unis die Modellstudiengänge, die sich von den bisherigen im Aufbau unterscheiden.

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Lernfrosch

Geschrieben

Nachtrag 1:

Ich habe mich in meinem Blogeintrag verschrieben.

Richtig muss es heißen:

Die Fächer und Themen für die mündlichen Prüfungen habe ich von vornherein nach größtmöglicher inhaltlicher Übereinstimmung ausgesucht.

Nachtrag 2:

Heute habe ich nochmals Post von der FEB erhalten; mir wurde das Abschlusszeugnis des Fernlehrgangs zugeschickt. Die Noten entsprechen den Noten, die bereits auf dem "Zeugnis" standen, das ich nach den Probeklausuren erhalten hatte. Auch wird mir darauf bescheinigt, dass ich alle schriftlichen Einsendeaufgaben eingereicht habe (was ja bei mir nicht der Fall war). Und es ist vermerkt, von wann bis wann ich am Fernlehrgang bei der FEB teilgenommen habe (bis 17. April 2015; was so nicht stimmt, denn mein Vertrag endete am 31. August 2014).

Man soll, so steht es im Anschreiben, das " Zeugnis" nicht nur als Andenken betrachten, es sei ein bedeutsames Dokument (es belege Eigenständigkeit und Zielstrebigkeit über einen langen Zeitraum).

Interessante Sichtweise; wirklich. Sehe ich auf mich persönlich bezogen aber nicht so: Der Zeitraum ist seeehr lang (zumindest länger als die reguläre Oberstufe etc.); Eigenständigkeit (? Wie war das noch gleich mit den Aufgaben, die ich angeblich nicht eigenständig geschrieben hätte?); Zielstrebigkeit meinetwegen so halbwegs, denn meine Noten sind schlechter als die Abinoten.

Ich finde es dennoch eine gute Sache, dass mit dem "Zeugnis" und dem Anschreiben (Glückwünsche zum Abi etc.) von Seiten der FEB ein offizielles, würdiges Lehrgangsende gestaltet wird.

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      Allerdings hatte ich mir mit einer eigenen Wohnung (ledig, damals keine Freundin, keine Kinder) schon Kosten geschaffen, die ohne die Arbeit nicht zu finanzieren gewesen wären. Deshalb entschied ich mich für ein Fernstudium. Mit meinem Chef bin ich diverse Studiengänge durchgegangen. Letzten Endes hatte er für mich diesen Studiengang bei der Wilhelm Büchner Hochschule ausgesucht. Das war die einzige Hochschule, die diesen Studiengang mit dieser Vertiefungsrichtung angeboten hatte, die auch genau der Sparte der Arbeit entsprach. Mein Chef übernahm 50% der Kosten. Dafür verpflichte ich mich bei ihm für 3 weitere Jahre (eigentlich nur eine Form der Sicherung des Arbeitsplatzes). Sein Angebot, halbtags zu arbeiten, hatte ich abgelehnt. Somit hatte ich durchweg eine 40-Stunden-Woche. Somit ist das Fernstudium nicht vergleichbar mit der Ausbildung, da man ja nicht nebenbei noch etwas macht, sondern in Vollzeit.
       
      Meine Wenigkeit
       
      Ich bin gelernter Mikrotechnologe und arbeite seit (Stand: Nov 2016) 9 Jahren in der gleichen Firma (Bereich: Nachrichtentechnik, Entwickeln optoelektronischer Bauelemente) als Fertigungsmitarbeiter (mittlerweile als Techniker). Ich habe es für richtig gehalten, die Hefte modulweise durchzuarbeiten. Also zuerst alle Hefte, die bspw. Mathe1 betreffen (dann ggf. die Klausur dazu schreiben) und dann alle Hefte von BWL durcharbeiten. Diese freiwilligen Einsendeaufgaben habe ich nur von den mir wichtigsten Themen gemacht. Diese waren die Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und Physik. Wenn ich diese Themen grundsätzlich verstehen würde, dann würde ich später die höheren Schwierigkeitsgrade ebenso verstehen. Das war mein Gedanke dahinter.
      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
      Motivation, wo bist du?
       
      Es ist so schön, wenn man es geschafft hat ein weiteres Heft abgearbeitet zu haben. Umso schlimmer ist es, wenn wieder eine neue Lieferung voller Hefte kommt. Die den Heftstapel gefühlt exponentiell in die Höhe schnellen lässt.
      Die Hefte selbst sind nicht wirklich gleichermaßen gut. Die einen sind gefüllt mit komplexen, undurchsichtigen Sätzen, die anderen weisen ganze Rechenfehler auf, auf die (laut Forum bei Study online) bereits vor Jahren von Studenten entdeckt, aber nachweislich noch nicht korrigiert wurden.
      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.