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Korrektur und "ist das wirklich alles notwendig?"

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sasa

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Gestern Abend habe ich die Arbeit zum ersten Mal ausgedruckt. Ich finde auf Papier irgendwie leichter Fehler, als am PC. Und ich habe noch eine ganze Menge gefunden... :blink: Immerhin! Denn die kann mein Betreuer jetzt wenigstens nicht mehr finden... :D

Ich war ganz erstaunt, wie leer die Seiten letztendlich aussehen. Arial 12, 1,5 Zeilen Abstand, nachlaufend 0,6 Absatz und rechts 5cm Rand sind RIESIG!!!! Daraufhin habe ich beschlossen, meine Grafiken allesamt nochmal kleiner zu machen. Ich dachte beim Schreiben, dass 9pt ja keiner mehr lesen kann. Kann man doch!

Durch diese Kürzungsmaßnahme habe ich nochmal etwas mehr Platz für meine Chancen und Risiken bekommen. Also bin ich meine Arbeit nochmal Satz für Satz durchgegangen und habe dabei weitere Punkte gefunden. Außerdem habe ich mir bei jedem Gliederungspunkt die Frage gestellt, ob bzw. was dieser zur Beantwortung meiner Frage beiträgt. Und siehe da... ich habe auch so nochmal Antworten gefunden, die mir vorher nicht bewusst wären.

Ein kleines Beispiel:

Es gibt gewisse Aspekte, die den Sportverein von einem normalen Unternehmen unterscheiden. Z.B. die Gemeinnützigkeit und damit einhergehende Beschränkungen (Steuerfreigrenzen usw.); die Emotionen, die ohne Frage im Sport immer mal wieder hochkochen, und und und.

Ein Punkt, den ich in meiner Arbeit stehen habe, ist die Unsicherheit des Ausganges eines Spiels/ Wettkampfes. Die Forschung sagt dazu: je unsicherer der Ausgang, desto spannender wird der Wettkampf empfunden. Was der FC Bayern diese Saison macht, ist also für das Produkt "Deutsche Meisterschaft" nicht zuträglich (wobei das Pokalhalbfinale aus dieser Sicht ja fast großartig war :sneaky2: ). Doch was genau hat das jetzt mit meinem Thema zu tun?! Ich habe wirklich eine Weile rumüberlegt (und wollte den Absatz schon fast löschen), da kam mir folgender Gedanke:

Bleiben wir beim Pokalhalbfinale als Beispiel. Der Ausgang war bis zuletzt offen, daher war es ein spannendes Spiel. Eine Mannschaft hat gewonnen, eine andere verloren. Nach den gängigen Definitionen ist das zwar für den Unterlegenen keine Krise im eigentlichen Sinne, aber dennoch eine kritische Situation, die unter Umständen eskalieren könnte. Ist man als FC Bayern oder BVB in den Sozialen Medien vertreten, bietet man den üblichen Anti-Fans, Hatern usw. eine Plattform, auf der sie ihrem Unmut Ausdruck verleihen können. Man denke nur mal an die vielen kleinen Bildchen, die direkt nach dem Spiel aufgetaucht sind (der Schiri als Man of the Match, die beiden 11m-Ausrutscher als Synchronspringer,...). Im Umgang mit diesen Kommentaren und Bildern ist definitiv Fingerspitzengefühl gefragt. Die Forschung sagt: werden kritische Äußerungen von Nutzern gelöscht, ruft das noch größere Kritik hervor (einschlägiges Beispiel: Greenpeace und Nestlé). Und zack sind wir in der Krisen PR durch Soziale Medien im Sport. Daraus schließe ich: sowohl ein offener als auch ein vorhersehbarer Ausgang kann negative Kommentare in den sozialen Netzwerken hervorrufen. Falsches Handling der Situation kann zu einer Krise führen. Also stellt die Unsicherheit des Ausgangs grundsätzlich mal ein Risiko dar. Ich bin stolz auf mich! :lol:

Jetzt muss ich das nur noch so formulieren, dass es nachvollziehbar abgeleitet ist. Gerade eben ist mir bewusst geworden, dass das in meinem Kopf zwar noch Sinn gemacht hat, ausformuliert aber noch nicht so wirklich das ausdrückt, was ich eigentlich meine. Ich werde also nochmal etwas rumbasteln müssen.

Endspurt!!

Edit: Meine Grafiken bzw. Tabellen sind eigentlich grau hinterlegt, kamen aber fast weiß aus dem Drucker. Ich weiß zwar, dass der mit Grauabstufungen und schwachen Kontrasten so seine Probleme hat, aber es beschäftigt mich trotzdem. Morgen werde ich also in meinen auserwählten Copyshop gehen und eine Grafik ausdrucken lassen. Dann sehe ich gleich mal, ob das so in Ordnung ist. Wenn es nicht passt, muss ich eben nochmal was ändern. Aber lieber sitze ich nochmal eine halbe Stunde dran, als am Montag erst beim fertig gebundenen Exemplar festzustellen, dass das nichts wird. Dann kann ich auch gleich mal fragen, wie lange das dann am Montag dauert...


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3 Kommentare


Im Allgemeinen magst Du Recht haben, aber das Beispiel "Halbfinale" ist schlecht gewählt: Gäbe es kein Riskio (weil der Gewinner vorher feststeht) gäbe es keine Einnahmen - denn dann würde sich niemand das Spiel ansehen. Die Unsicherheit im Sport ist kein Riskio - sie ist das Geschäftsmodell. Langeweile im Sport ist sehr geschäftsschädigend. Der "Hass" auf Bayern ist für das Geschäft der FC Bayern AG großartig - denn ohne die Emotionen und die Hoffnung, die Bayern verlieren zu sehen schaut sich doch niemand ein Pokalspiel gegen einen Unterklassigen Gegner an (wobei ich damit jetzt nicht BVB meine, sondern Fernsehübertragungen in der Vergangenheit).

Die Kommentare oder Bilder zur Niederlage jucken doch in Bayern niemand.... das hat keinerlei Bedeutung für das UNternehmen. Im Konsumgüterbereich mag das anders sein, aber im Sport ist es ohne jede Bedeutung. Da benötigt es schlicht keine Krisen-PR. Besseres Beispiel ist da das persönliche Verhalten der Spieler außerhalb des Spielfeldes, z.B. Herr Reus. Oder in der Vergangenheit: Labbadia, Klose, Sassen & Spörl, Brinkmann, Schweinsteiger, Boateng, Deisler etc. :D Da war Krisen-PR erforderlich.

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Danke für deine Sichtweise! Ich habe darüber jetzt eine Weile nachgedacht und konnte dadurch meine eigenen Gedanken weiter sortieren.

Du hast insofern Recht, als dass es die PR-Abteilung von Bayern nicht kümmert, was in den Kommentaren passiert. Bzw. ist es bei diesen Ausmaßen auch gar nicht mehr möglich (oder rentabel) ist, alles zu lesen oder überhaupt nur wahrzunehmen. In anderen Vereinen (gerade im Amateurbereich) kann das allerdings durchaus eskalieren.

Eine unbedachte Äußerung von Reus ist ein medial aufgebauschter Sachverhalt, vielleicht maximal ein kleiner Skandal, wenn die so weiter machen, aber keine Krise. Dass man nach so einer Äußerung regulierend eingreifen muss ist klar. Aber Krisen PR ist das (noch) nicht... Wenn er jetzt noch paar so Sprüche bringt, der DFB ihm eine Strafe verpasst, Dortmund ihn suspendiert, und er mit einer Vertragsauflösung und seinem Karriereende rechnen muss (= Existenzbedrohung), DANN sollte die Krisen PR in vollem Gange sein :D Das Wort "Krise" wird halt leider inzwischen inflationär für alles gebraucht, was nachweislich zu einer gewissen Abstumpfung in der Wahrnehmung echter Krisen führt. *Klugscheißmodus aus* ;)

Ich werde mit den beiden Punkten "Unsicherheit des Ausgangs" und "Kooperenz" einfach nicht glücklich. Dabei sind das DIE Argumente schlechthin, die den Sport von der Wirtschaft abgrenzen. Unser Dekan ist da einer der ganz großen Verfechter. Und ich bekomme den Bogen nicht hin, inwiefern diese beiden Punkte die "normale" Krisen PR durch Social Media von der Krisen PR durch Social Media im Sport unterscheiden, bzw. eine Chance oder ein Risiko darstellen. Ich kann doch nicht einfach behaupten, dass die zwei relevantesten Aspekte mit dem Thema überhaupt nichts zu tun haben und daher einfach rausgekickt werden :confused:

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Mir ist doch noch was eingefallen. Und zwar ist Kooperenz bei vereinsübergreifenden Krisen ein wichtiger Faktor (z.B. Ligasponsor springt ab, genereller Zuschauerrückgang, usw.), und die Unsicherheit des Ausganges ist für Fachverbände problematisch. Die Dominanz eines (oder zweier) Teams macht die Liga für Zuschauer, Sponsoren und Medien weniger interessant. Ergo Krisen PR von Seiten des Verbandes notwendig (oder eben von Seiten eines Ligaverbandes, wiie z.B. der DFL).

Jetzt habe ich die beiden Punkte wenigstens mal drin. *schlechtes Gewissen aus* :)

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