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FernUni - Psychologie M1 und M2

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Lernfrosch

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Das Semester an der FernUni ist für mich, zwar mit abi-bedingter Verzögerung, gut gestartet.

Ich habe M1 und M2 belegt und möchte auch im September beide Klausuren mitschreiben.

M1

Dadurch, dass dieses Modul von Seiten der Uni so stark durchgetaktet ist, hing ich von Anfang an etwas hinterher. Den Rückstand habe ich mittlerweile etwas aufgeholt, aber noch nicht ganz eingeholt.

- 03400: Der Kurs Einführung in die Psychologie und ihre Geschichte gefällt mir gut. Im ersten Kapitel ging es um die Definiton von Psychologie, die Realität des Psychischen etc.. Das zweite Kapitel ist der Geschichte der Psychologie gewidmet. Hierzu habe ich mir die (prüfungsrelevante) Vorlesung zur Psychologiegeschichte angesehen, die ich sehr gut aufbereitet und informativ fand. Demnächst werde ich den Lück bearbeiten; das erste Kapitel habe ich schon gelesen und ich glaube, der Rest des Buches wird auch sehr spannend zu Lesen sein.

- 03401: Im ersten Kapitel der Einführung in die Forschungsmethoden der Psychologie ging es darum, wissenschaftliche von Alltags-Psychologie zu unterscheiden und die Notwendigkeit der Methodenlehre zu begründen. Jetzt beschäftige ich mich noch in Kapitel 2 mit den wissenschafts- und erkenntnistheoretischen Grundlagen psychologischer Forschung (u.a. Kuhnsche Phasenlehre). Dazu gab es auch wieder eine sehr gut gemachte und umfangreiche Vorlesung zum Thema Wissenschaftstheorie.

-03402: Von dem Kurs Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten habe ich erst das erste Kapitel bearbeitet, in dem es um Planung und Zeitmanagement ging. Ich fand das Kapitel nicht ganz so toll, was aber daran lag, dass mich das Thema nicht so interessiert; von der Aufmachung her fand ich es aber ganz in Ordnung. Im nächsten Kapitel wird es darum gehen, wie man wissenschaftliche Literatur sucht und findet.

- 03435: Der Kurs zur soziokulturellen Vielfalt gefällt mir von der Aufbereitung her sehr gut. Das erste Kapitel (eine Einführung und Ausführungen zur Relevanz des Themas Diversität) fand ich sehr gut geschrieben; es lies sich leicht lesen. Das zweite Kapitel zu Diversität und kulturellem Einfluss begann mit einem Lehrfilm, den man sich anschauen musste.

Insgesamt gefällt mir zum überwiegenden Teil die Struktur des Moduls. Es gibt aber auch ein paar Aspekte, die mir weniger zusagen (z.B. die starre Taktung).

Was ich gerade ein bisschen ungünstig finde ist, dass ab nächstem Semester das Modul komplett umgestaltet wird. Die ersten drei Kurse sollen wohl vollständig überarbeitet und durch neue Materialien (selbst zu kaufende Lehrbücher, mehr Vorlesungen etc.) ersetzt werden; die bisherigen Skripte sollen wohl nicht mehr eingesetzt werden. D.h., wenn ich die Klausur in diesem Semester nicht bestehen würde, müsste ich das ganze Modul nochmals kostenpflichtig neu belegen und mit ganz anderen Materialien lernen! Das setzt mich gerade so ein bisschen unter Druck...

M2

Für dieses Modul gibt es keine zeitlichen Vorgaben von Seiten der Uni; es gibt lediglich eine Empfehlung, in welcher Reihenfolge man die Kurse bearbeiten könnte.

- Empirische Sozialforschung: Von diesem Buch sind nur zwei Kapitel klausurrelevant. Ich habe dennoch angefangen, das ganze Buch zu lesen, bin aber noch nicht so weit gekommen, dass ich darüber schon etwas schreiben könnte.

- SPSS: Dieses Skript ist eine Art Bedienungsanleitung für das Computerprogramm SPSS. Ich mag die Aufmachung der Inhalte im Skript, es wird anschaulich und mit Beispielen erklärt. Ich finde es gut nachvollziehbar.

Das Programm selbst kann man für wenig Geld über die Uni als Lizenz beziehen.

- Statistik 1 (33209): Von allen Kursen ist das bislang mein absoluter Lieblingskurs! Anfangs fand ich die Sprache in dem Skript etwas gewöhnungsbedürftig und seltsam, aber mittlerweile mag ich dieses Heft sehr. Das Skript ist recht umfangreich, mehrere hundert Seiten. Mit dem ersten Teil zur beschreibenden Statistik bin ich fast durch (ich lerne gerade Kapitel 8). Themen waren bisher u.a. Merkmalsklassifikationen, Skalen, Operatinalisierung von Merkmalen, absolute und relative Häufigkeiten, empirische Verteilungsfunktion, Lage- und Streuungsmaße, Quantile, Boxplots usw.

Es gibt in jedem Unterkapitel Beispiele und einen erklärenden Text. Die Erklärungen finde ich manchmal etwas umständlich formuliert; ich denke meistens, dass man das doch auch viiiiel einfacher formulieren könnte und auch so, dass man es etwas schneller verstehen könnte. Zu jedem Kapitel gibt es im Skript Aufgaben mit Lösungen.

- Statistik 2: Damit habe ich noch nicht angefangen. Es wird darin um Regressions- und Varianzanalyse gehen.

M2 gefällt mir besser als M1, was wahrscheinlich daran liegt, dass M2 mathematischer ist und mir daher von sich aus mehr zusagt (ich mag naturwissenschaftlich-mathematische Dinge).

Die Betreuung in Moodle finde ich in M1 intensiver, aber in M2 ebenfalls sehr engagiert und bemüht.

Beim Lernen gehe ich so vor, dass ich das jeweilige Kapitel so intensiv lese und mit Textmarkern bearbeite, dass ich mir den groben Inhalt merke. Auf einer A5-Seite schreibe ich mir von Hand einige Notizen mit den wichtigsten Aspekten des Kapitels auf. Zusätzlich schreibe ich A8-Karteikarten mit Stichworten, z.B. Definitionen grundlegender Begriffe oder kurze stichwortartige Erklärungen zu erwähnten Theorien. Diese Karteikarten lerne ich nach dem 2-6-19-Prinzip.


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12 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Sehr erstaunlich, dass dir gerade Statistik so gut gefällt :-). Und bestimmt ein großer Vorteil für das Fernstudium, wenn du damit gut zurecht kommst.

Dich setzt es jetzt unter Druck, dass M1 umgestaltet wird. Grundsätzlich finde ich es aber gut, wenn das überarbeitet wird, da ich die Materialien gerade für den Einstieg in das Studium zum Teil nicht so gelungen fand.

Wenn du es schaffst, ein Kapitel auf nur einer A5-Seite zusammen zu fassen, finde ich das wirklich beachtlich.

Was besagt das 2-6-19-Prinzip? Sind das die Tagesabstände für die einzelnen Wiederholungen?

Insgesamt hört sich das alles sehr strukturiert und motiviert an bei dir.

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Lernfrosch

Geschrieben

Statistik macht Spaß. Das ist alles so logisch, geordnet, strukturiert; ein Spielen mit Daten und Zahlen :)

Der hohe Statistikanteil ist neben der eher theoretischen Ausrichtung mit ein Grund, warum ich mich für Psychologie (in Hagen) entschieden habe.

Die Umgestaltung von M1 kommt so plötzlich... Ich finde es auch gut und sogar notwendig, dass die Inhalte von Zeit zu Zeit überarbeitet werden. Es ist nur so, dass drei der bisherigen Kurse dann gar nicht mehr eingesetzt werden und durch ein völlig neues Konzept ersetzt werden sollen. Die Skripte soll es dann gar nicht mehr geben; stattdessen werden die Kurse zu belegen sein und man muss sich selbst Pflichtlektüre (je ein Lehrbuch) kaufen, das in Kombination mit Vorlesungen dann die bisherigen Skripte ersetzt. Für den Kurs mit dem wissenschaftlichen Arbeiten (den es ebenfalls nicht mehr als Skript geben wird) ist geplant, eine verpflichtende Zusammenarbeit je zweier Studenten zu realisieren und Inhalte gemeinsam zu erarbeiten. Der vierte Kurs (soziokulturelle Vielfalt) soll ebenfalls überarbeitet werden und multimedialer werden.

D.h., wenn man die Klausur in diesem Semester nicht besteht, würde man nächstes Semester quasi mit dem Lernen von vorne anfangen, sowohl von den Materialien (Kostenfaktor) als auch vom Inhalt her. >Daher der Druck.

Meine Zusammenfassungen sind ziemlich kurz. Ich habe keine Ambitionen, die Skripte in eigenen Worten neu zu schreiben ;) Ich benutze meine Zusammenfassungen nicht so richtig zum Lernen, sondern mehr zum schnellen Nachschlagen, wenn ich an anderer Stelle etwas nicht mehr weiß und mir die Inhalte schnell in Erinnerung rufen möchte. Ich notiere auf den Zusammenfassungen und Karteikarten immer die Kursnummer und Seitenzahl; da geht das Auffinden dann recht zügig.

2-6-19-Prinzip:

Das sind die Abstände für die Wiederholungen.

Es gibt eine Internetseite, auf der das Prinzip übersichtlich erklärt wird: http://www.han-online.com/microsite_2619/lernprinzip.html

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Ich bin auch gerade beim Statistikskript (wir PoWis haben die gleichen Skripten wie die Psychologiestudenten bei M2) und bisher komme ich eigentlich auch erstauntlich gut zurecht. Kann gut verstehen, dass dir das zusagt. Ich freue mich auch mal über etwas richtig Durchstrukturiertes. :)

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Lernfrosch

Geschrieben

Ich bin auch gerade beim Statistikskript

Noch ein Statistiker :thumbup:

Zur Zeit scheint hier ja fast jeder Hagener Statistik zu lernen. (Vielleicht kommt es mir aber auch nur so vor, weil ich genau diese Blog-Beiträge von anderen mit Interesse verfolge?)

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psychodelix

Geschrieben

Was ich gerade ein bisschen ungünstig finde ist, dass ab nächstem Semester das Modul komplett umgestaltet wird. Die ersten drei Kurse sollen wohl vollständig überarbeitet und durch neue Materialien (selbst zu kaufende Lehrbücher, mehr Vorlesungen etc.) ersetzt werden; die bisherigen Skripte sollen wohl nicht mehr eingesetzt werden.

Steht das irgendwo auf der Webseite von der FU Hagen? Ich finde da nichts ........

Ihr macht mich richtig gespannt auf Statistik. Die Skripte bekomme ich nächste Woche. ;)

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Lernfrosch

Geschrieben

Steht das irgendwo auf der Webseite von der FU Hagen? Ich finde da nichts .......

Es gibt innerhalb von Moodle eine offizielle Ankündigung, die von den Modulbetreuern am "Schwarzen Brett" veröffentlicht wurde.

Genauere offizielle Informationen sollen noch in den nächsten Tagen/ Wochen bekanntgegeben werden.

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psychodelix

Geschrieben

Okay. Dann warte ich ab, was passiert. ;)

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psychodelix

Geschrieben

M2 gefällt mir besser als M1, was wahrscheinlich daran liegt, dass M2 mathematischer ist und mir daher von sich aus mehr zusagt (ich mag naturwissenschaftlich-mathematische Dinge).

Ich habe gerade die Statistik-Skripte durchgeblättert und bin angenehm überrascht. :)

Gut und ausführlich beschrieben und wirkt sehr strukturiert - und es gibt Übungsaufgaben!

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Lernfrosch

Geschrieben

Gut und ausführlich beschrieben und wirkt sehr strukturiert - und es gibt Übungsaufgaben!

In Moodle werden darüberhinaus auch noch weitere, ergänzende Übungsaufgaben und Altklausuren jeweils mit Lösungen von der Uni bereitgestellt. Und bei Fragen dazu kann man diese auch in Moodle den Mitstudenten und Modulbetreuern stellen :)

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psychodelix

Geschrieben

Ich wollte ja durch die Skripte von M1 und M2 vorab checken, ob das überhaupt für mich parallel zu den letzten Zügen meines derzeitigen Studiums machbar ist. ;)

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Lernfrosch

Geschrieben

@psychodelix

Und, wie ist deine derzeitige Einschätzung?

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psychodelix

Geschrieben

Ist machbar.

M1 vorlernen bis Oktober und dann "nebenbei" auffrischen und nach meinen Prüfungen an der Präsenzuni im Februar habe ich noch knapp 4 Wochen zum intensiven Wiederholen bis zur Klausur für Hagen.

M2 läuft dann ein Semester später parallel zu meiner Bachelorarbeit.

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      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
      Die geht ja neben ihrem Highlight - der FernUni – etwas unter. Für alle, die es interessiert: Sehr hügelig (ja, als Westfale und Fast-Holländer findet man sowas interessant ), schon aus der Ferne sieht man, dass sie in Hügelketten eingebettet ist. Eine Fahrt durch die Straßen dort geht wirklich über Berg- und Tal. Noch viele Reste der Schwerindustrie sind sichtbar, nicht nur an verrußten Häuserwänden. Eine typische Pott-Stadt eigentlich, obwohl sie auch noch zu Südwestfalen gehört.  Sie ist wohl nicht der Anlaufpunkt für große Shoppingtouren – die Kommilitonen, die sich hier abends die Zeit vertreiben wollten, waren jedenfalls nicht sehr angetan. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich neben der Taxifahrt durch die Stadt nicht viel gesehen habe. Die FernUni selbst befindet sich nicht im Stadtkern. 
       
      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)