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t-med - Biologie, Mathematik, Physik, Chemie

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Lernfrosch

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Jetzt ist es schon wieder eine ganze Weile her, dass ich auch die schriftlichen Unterlagen für meinen Kurs erhalten habe. Trotz des Versands aus dem Ausland dauerte es nur wenige Tage, bis diese bei mir eintrafen.

Bekommen habe ich drei Skripte: eines zu Bio, eines zu Chemie und eines zu Mathe/ Physik.

Die Aufmachung der Hefte ist einfach, aber praktisch bzw. funktional und durchaus angemessen: A4, je Heft etwa zwischen 65 und 85 einseitig s/w-bedruckte Seiten, Titelblatt, transparentes Foliendeckblatt, Rückseite aus stärkerem Papier und mit einer stabilen Klebebindung am linken Rand zusammengehalten. Auch nach eineinhalb Monaten intensiver Benutzung sind die Hefte noch in gutem Zustand.

Inhaltlich verstehen sich die Hefte als "roter Faden". Die relevanten Themen sind in Kürze kompakt und übersichtlich dargestellt. Ein Lehrbuch ersetzen die Texte nicht, aber das ist auch nicht der Anspruch. Es geht mehr um eine systematische Wiederholung von Grundlagenwissen, sodass man dieses dann auch im Kontext des beim Ham-Nat benötigten Wissens anwenden lernt. Dazu gibt es, wie ich im letzten Blogeintrag zu t-med ausführlich schrieb, die Onlineplattform, auf der mehrere hundert Übungsfragen zur Verfügung stehen. Zu jeder Frage gibt es einen Verweis auf die entsprechenden Seiten im Heft, sodass man bei Bedarf auch nochmal gezielt nachlesen kann. Die Übungsfragen verstehen sich dabei als wesentlicher Bestandteil des Kurses. Hinweise, wie das Konzept des Kurses angelegt ist und wie man damit lernen könnte, gibt es ebenfalls in einem Vorwort des Anbieters.

Die Art, wie die Inhalte in den Heften präsentiert werden, erinnern mich teilweise stark an Schulunterricht. An manchen Stellen hatte ich fast den Eindruck, dass man das eigentlich genauso wie es geschrieben steht einer Schulklasse erklären könnte. Liegt vielleicht daran, dass der Kursanbieter (ein Lehrer) die Hefte selber geschrieben hat ;) Ich finde es angenehm zu lesen, auch weil sehr viele Grafiken, hervorgehobene Merkkästen etc. enthalten sind; erinnert mich teilweise an gute Tafelanschriebe aus Schulzeiten. Teilweise bekommt man in den Heften konkrete Hinweise zum Lösen von MC-Fragen, in Mathe/ Physik sind mir durchgerechnete und erklärte Beispiele positiv aufgefallen; dazu gibt es meistens Beispiele wofür dieses oder jenes Theoretische praktisch angewendet werden kann. Ebenso gibt es viele Hinweise zu speziellen Aspekten des Themas, z.B. was man nicht miteinander verwechseln sollte, alternative Begriffsbezeichnungen, kompakte Informationen als Merksätze etc.

Der inhaltliche Anspruch ist hoch und nach meiner Einschätzung den Anforderungen (Vorbereitung auf naturwissenschaftlichen Test Ham-Nat im Rahmen der Medizinstudiumbewerbung) angemessen. Die einzigen beiden offiziellen Selbsttests mit Übungsfragen zur Vorbereitung, die vom UKE Hamburg zur Verfügung gestellt werden, erscheinen mir von Art und Anspruch in etwa vergleichbar.

In Mathe sind die Aufgaben vom Prinzip her eigentlich nicht so schwierig. Aber ich merke, dass ich echt verwöhnt bin den Taschenrechner für alles zu nutzen; ist schon eine ziemliche Umstellung, nun alles im Kopf rechnen zu müssen. Gleichungssysteme, Logarithem, Exponentialfunktionen, Konzentrationsberechnungen von Flüssigkeitsmischungen etc. können da schon zur Herausforderung werden.

Ich finde die Aufgaben teilweise schwieriger als im Mathe-LK-Abi. Aber es ist dennoch gut machbar und macht mir Spaß.

Physik! Solche verständlichen Erklärungen für Physik hätte ich mir zu Schulzeiten (Präsenz und FEB) gewünscht.

Ein grundlegendes Thema ist das Umrechnen von Einheiten und der Umgang mit Zehnerpotenzen. Ein weiteres größeres Thema ist Mechanik, in dem ich einige Vorkenntnisse habe. Optik wird auch durchgenommen; ich mag sowohl das Thema als auch die Darstellung des Themas. Das wird so nachvollziehbar und praktisch erklärt, dass es sich leicht lernen ließ. Jetzt stehen noch Wärmelehre, Elektrizität und Schwingungen/ Wellen an. Die ersten beiden Themen sagen mir etwas (aber leider noch nichts genaues), das dritte ist mir noch unbekannt.

Physik ist vom Umfang und Anspruch her ein angenehmes Fach.

In Bio sind die meisten Themen für mich Wiederholung. In den drei Themen Ökologie, Evolution und Genetik bin ich noch gut drinnen; das hatte ich alles fürs Bio-LK-Abi gelernt. Einen ganz wesentlichen Bestandteil macht die Chemie in der Biologie aus. Ein paar Grundlagen habe ich, aber bei Stoffwechselthemen wird es schon sehr chemisch und anspruchsvoll: Phosphorylierung/ Bildung von ATP, NADH, Ablauf der Glykolyse, Abbau von Pyruvat (anaerob und aerob/ Oxidative Decarboxylierung), Citratzyklus, Atmungskette... Da gehören die Funktionen von Nervenzellen mit Aktions- und Ruhepotenzialen, Natrium-Kalium-Pumpe etc. schon zu den einfachen Themen.

Bio macht Spaß und viel Arbeit.

Chemie kommt mir teilweise fast unchemischer vor als Biologie. Zumindest auf den ersten Seiten des Heftes. So weit bin ich noch nicht gekommen, weil ich hier bei den grundlegendsten Grundlagen angefangen habe. Es wird z.B empfohlen die wichtigsten Merkmale (Atommassen, Formeln, Eigenschaften etc.) der wichtigsten Elemente auswendig zu lernen, weil man bei den Übungsaufgaben und beim Ham-Nat kein Periodensystem verwenden darf. Themen waren bisher Atombau, Aufbau des Periodensystems, Orbitale, chemische Bindungen. In den anderen Themen habe ich quergelesen; manches kam mir bekannt vor, vieles nicht.

Ich finde Chemie spannend, auch wenn da noch mangels Vorwissen eine Menge Arbeit vor mir liegt.

Insgesamt bin ich mit dem Kurs sehr zufrieden.

Zusendung der Materialien, Kosten, Materialien an sich (Skripte und Übungsfragen), Onlineplattform... alles in allem ein durchdachtes Konzept.

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Danke für deine Vorstellung des Kurses. Macht auf mich den Eindruck, dass der Lehrgang didaktisch als auch inhaltlich gut geeignet ist, um sich auf die Prüfung vorzubereiten und auch Wissen zu lernen, dass einem im späteren Studium noch zu Gute kommen kann.

Und ich stelle schon daran fest, wie anspruchsvoll ein Medizin-Studium ist.

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Vor ein paar Monaten hatte ich noch den Eindruck, dass der Test eine zusätzliche Hürde auf dem Weg ins Studium sei. Durch den Kurs hat sich meine Meinung schon geändert: Ich finde es praktisch, sich intensiv mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen auseinanderzusetzen und sich solide Basiskenntnisse anzueigen. Die Querbezüge, wofür man etwas praktisch brauchen kann, finde ich besonders gut, weil man dann gleich eine Vorstellung davon bekommt, wofür manche doch recht theoretische, abstrakte und nicht ganz so leicht zu lernende Dinge nützlich sind.

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