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FernUni - Prüfungsanmeldungen Teil 2

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Lernfrosch

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Vorweg: Nein, meine Prüfungsanmeldungen sind noch nicht geklärt.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir in den Kommentaren zu meinem letzten FernUni-Blogeintrag mit hilfreichen Tipps zur Seite standen und mich überzeugt haben, (noch) nicht aufzugeben.

Was hat sich in der Zwischenzeit getan?

Nun... Ich habe in Erfahrung bringen können, dass es an der FernUni einen offiziellen "Leitfaden zum Nachteilsausgleich in Prüfungen" gibt.

Finde ich an sich auch gut und angemessen. Das erwarte ich sogar von einer Hochschule.

Nur den Inhalt finde ich... Man kann darin explizit nachlesen, dass eine amtlich festgestellte Behinderung allein keinen Anspruch auf einen Nachteilsausgleiches begründet. Jedem Antrag auf Nachteilsausgleich ist ein aktuelles fachärztliches Attest (nicht älter als 6 Monate) und eine eigene Stellungnahme/ Begründung beizulegen. Zusätzlich muss man den Schwerbehindertenausweis vorlegen oder/ und (ergänzt: je nach Interpretation) einen Bewilligungsbescheid eines Kostenträgers (da geht es um Eingliederungshilfen und so etwas). Einen Anspruch auf einen bestimmten Nachteilsausgleich hat man nicht. Dieses Prozedere durchläuft man für jede geplante Klausur einzeln immer wieder vollständig.

Nachzulesen hier:

http://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/studium/behinderte/leitfaden_nachteilsausgleich_.pdf

Ich habe mir vorgenommen, jetzt keinen hysterischen Schreianfall zu bekommen (aber nur, weil ich um diese Uhrzeit an meine netten Nachbarn denke, die das nicht verdient hätten...).

Der Reihe nach:

- Schwerbehindertenausweis - liegt vor (GdB 50, unbefristet)

- fachärztliches Attest - liegt mir vor (vom Facharzt für Allgemeinmedizin)

- eigene Stellungnahme - liegt vor

- Bewilligungsbescheid eines Kostenträgers - hier liegt ein Problem vor

Ich habe und bekomme keinen Bewilligungsbescheid eines Kostenträgers. Unpraktischsterweise bin ich letztes Jahr krank geworden (musste deswegen das Abi verschieben und hatte das kurz hier im Blog erwähnt), noch unpraktischer ist, dass damit Jobverlust und die Feststellung einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit einhergingen. Nur... mit diesem Status als vollständig arbeitsunfähig erhalte ich auch keinerlei Unterstützung für Wiedereingliederungsmaßnahmen oder Sonstiges > ich habe keinen Kostenträger, der die Mehrkosten für eine Prüfung mit Nachteilsausgleich übernimmt; selbst bezahlen ist bei mir finanziell nicht möglich (ich kann noch nicht wieder eigenständig und vollständig für meinen Lebensunterhalt aufkommen, aber ich bemühe mich darum (medizinisch, laufende Bewerbungen für Teilzeittätigkeiten etc.)).

Und selbst wenn ich das alles vorlegen könnte, hieße es nicht, dass damit der Antrag automatisch bewilligt wäre. Es würde nur bedeuten, dass man den Antrag erstmal eingehend prüfen würde.

Momentan sieht es so aus, als ob ich die Klausuren nicht mitschreiben könnte.

Falls es jemanden interessiert:

Ich bräuchte als Nachteilsausgleich, dass ich die Klausuren im Regionalzentrum hier in der Stadt in einem ruhigen Raum schreiben kann. Mehr nicht, keine weiteren Hilfsmittel, keine Schreibzeitverlängerung usw.

Das Regionalzentrum, mit dem ich das alles selbst im Vorfeld klären muss (Räumlichkeit, Aufsicht etc.), würde für die beiden anstehenden Klausuren diese Möglichkeit bieten.

Und wenn ich jetzt noch irgendwo was von "Studieren mit Behinderung" und den tollen Möglichkeiten heutzutage lese, ...

Ja, ich gebe zu, ich bin extrem frustriert, weil sich mir bei dieser Prüfungsanmeldung bei jedem kleinen erreichten Schritt weitere Steine in den Weg legen.

Ich weiß, jammern bringt mich nicht weiter, aber es hilft mir mit meinem Frust umzugehen wenn ich darüber schreibe. Und vielleicht war ja einer von meinen Bloglesern in derselben Situation und kann mir Tipps geben?

Mich würde interessieren, was Außenstehende über die Situation, wie ich sie beschrieben habe, denken. Ich weiß selber so langsam nicht mehr, woran ich eigentlich bin und ob eigentlich nur ich da ein Problem sehe, dem ich mich (noch) nicht gewachsen fühle.

Zumal ja auch demnächst die Rückmeldezeit für das Wintersemester beginnt und ich mir wieder unsicher geworden bin. Psychologie interessiert mich nach wie vor sehr und mir macht das studieren (überwiegend) viel Freude. Nur das Drumherum... ohne eine grundlegende organisatorische Planungssicherheit...


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12 Kommentare


psychodelix

Geschrieben

*puhhhhh*

Ich weiß dazu leider nichts zu schreiben. :confused:

Es muss doch eine Lösung für dich geben.

Auf jeden Fall schicke ich dir eine Umarmung. (So ein Smiley fehlt hier noch.)

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Hast du dich denn bezüglich deines Falles schon mal an den AStA der Fernuni gewandt. Die können dir in deinem Fall vielleicht weiterhelfen und Druck machen?!?

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Lernfrosch

Geschrieben

Die können dir in deinem Fall vielleicht weiterhelfen und Druck machen?!?

Seitdem weiß ich, dass es diesen Leitfaden, den ich verlinkt habe, gibt. Die Vorgehensweise darin beschreibe das übliche Prozedere, das für jeden ohne Ausnahmen gelte.

Die Hochschulbeauftragte für behinderte/ chronisch kranke Studenten hat den Leitfaden herausgegeben.

Das Prüfungsamt beruft sich darauf.

Nun steht in diesem Leitfaden wieder das schöne Wort "oder".

So wie es da steht, wären die Voraussetzungen eigentlich alle erfüllt.

Argh... Ich habe keine Lust mehr auf dieses ewige Hin und Her und die Vorstellung, das in den nächsten Jahren regelmäßig zu haben.

Ich tendiere in Richtung "aufhören an der FernUni".

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Was sind die Alternativen zur FU Hagen? Hast du dich diesbezüglich schon umgeschaut?

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Markus Jung

Geschrieben

Also ich würde dir empfehlen Kontakt mit dem AStA aufzunehmen und zu schauen, was diese konkret für dich tun können. Oder mit der Facebook-Gruppe, die ich dir mal genannt habe.

Und ich würde klären, ob dieser Bewilligungsbescheid zwingend ist, oder ob es andere Möglichkeiten gibt, zum Beispiel ein Budget für Härtefälle. Oder ob es andere Behörden etc. gibt, die ggf. diese Kosten für dich übernehmen könnten (um welche Kosten geht es denn überhaupt? Eigentlich kann das doch höchstens die Aufsicht sein, die gestellt werden muss, oder was soll das noch berechnet werden?).

Dass dich das nervt kann ich verstehen. Allerdings: Dein Ziel ist es ja, Medizin zu studieren. Wirst du dort nicht auch wieder vor der gleichen Herausforderung stehen?

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Lernfrosch

Geschrieben

Was sind die Alternativen zur FU Hagen?

Fernstudium-Alternativen habe ich nicht; ein Präsenzstudium kommt für mich nicht infrage, weil ich mir das rein vom Aufwand/ Umfang her nicht mit einem anderen (geplanten) Präsenzstudium parallel zutraue.

Ich hatte jetzt noch Kontakt mit der Studienberatung/ Studierendensekretariat. Also wenn man da von Exmatrikulation, Umgang mit Behinderung usw. spricht und dabei mehr als ziemlich deutlich wird, findet man Gehör. Es fühlte sich mal jemand zuständig (und wenn sich keiner zuständig gefühlt hätte, hätte ich wahrscheinlich irgendjemanden oder mehrere verantwortlich gemacht...):

Selbstverständlich wird man den Antrag bearbeiten und prüfen. Die Sache mit dem Kostenträger sei so, wie ich es mit dem "oder" aufgefasst hatte; das wird nicht benötigt, die FernUni würde die Kosten tragen (da habe irgendjemand etwas verwechselt). Wegen der Beantragung für jede Klausur immer wieder aufs Neue könne man aber keine andere Regelung anbieten, das funktioniere gut und sei ja nicht sooo aufwendig, wenn man den Ablauf schon kenne.

Zusätzlich konnte man meine Anfrage von vor ? (einiger Zeit) beantworten, wie es mit der Einschreibung in Bezug auf den Hörerstatus ist, wenn man plant zusätzlich an einer anderen Uni zu studieren und die Zusage/ Absage dafür erst nach der Einschreibfrist an der FernUni erhalten wird. In diesem Fall dürfte ich mich ganz normal einschreiben (Vollzeit oder Teilzeit) und bei Zusage des anderen Platzes würde die Uni dann eine Ausnahme machen und den Hörerstatus auch nach Ablauf der Frist in Studiengangszweithörer ändern.

Das ist schon sehr seltsam dort, vorallem dieser plötzliche Sinneswandel... Zumindest habe ich diese neue Information jetzt schriftlich vorliegen.

Und ich werde abwarten, wie über den Antrag entschieden wird!

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Markus Jung

Geschrieben

Das hört sich jetzt doch erstmal ganz gut und hoffnungserweckend an.

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Lernfrosch

Geschrieben

Ja. Ist echt erstaunlich. Zu viele Hoffnungen will ich mir aber lieber nicht machen, wer weiß, was als nächstes kommt :sneaky2:

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Lernfrosch

Geschrieben

kurzes Update zum aktuellen Stand:

Die Anmeldefrist für die Klausuren ist mittlerweile verstrichen. Ob ich die Klausuren mitschreiben kann, weiß ich nicht. Über meine Prüfungsanmeldung mit dem Antrag auf Nachteilsausgleich ist noch immer nicht entschieden worden.

Sind ja "erst" etwas mehr als sechs Wochen vergangen seit der ersten Kontaktaufnahme mit dem Prüfungsamt... Aber es heißt immerhin, man werde den Antrag bearbeiten. Ich fände es praktischer, wenn man das nicht nur vorhätte, sondern auch mal tun würde.

Ich bin mir allerdings unschlüssig, ob ich die Klausuren im Falle der Zulassung auch wirklich mitschreiben würde. Eigentlich würde mir das nicht viel nützen (ich tendiere nach wie vor sehr stark dazu an der FernUni aufzuhören), aber andererseits (ich mag Prüfungen)...

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Markus Jung

Geschrieben

Hm, hast du denn irgendeine Info, wann du mit einer Entscheidung rechnen kannst?

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Lernfrosch

Geschrieben

Leider nicht. Man meinte nur, unverzüglich sobald der Antrag bearbeitet sei. Aber wie lange die Bearbeitung (noch) dauern wird, wurde mir nicht mitgeteilt.

Ich hoffe, dass ich nicht mehr allzu lange warten muss.

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Markus Jung

Geschrieben

Klar, du musst für dich ja auch irgendwann mal planen können...

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